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Dienstag, 4. April 2017

Solarboom in der Südsee

Ein Augenschein auf den Cook Islands - Inselgruppe in der Nachbarschaft von Tahiti - zeigt eine breite Anwendung sowohl der solarthermischen wie der solarelektrischen Energieerzeugung. Siehe dazu die folgende Bilderreportage:










 














Von oben nach unten (Bilder vergrössern mit Klick auf diese):
  • Einfache Privatanlage zur solarthermischen Erzeugung von Warmwasser
  • Stromerzeugung auf einfachsten Gebäuden
  • PV-Anlage auf Garagen-Gebäude in der Hauptstadt Rarotonga
  • PV-Anlage auf Regierungsgebäude ebenda
  • Grosse PV-Anlage auf Hallengebäude
  • Auch Private haben häufig Photovoltaik-Einrichtungen auf ihren Dächern
  • Modernste PV auf Hotel-Gebäude
  • Solarthermische Warmwassererzeugung auf Hoteldächern

Und das ist die geografische Lage der Cook Islands - zwischen Neuseeland und Hawaii:



© Text und Bilder:  Solarmedia

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Donnerstag, 13. November 2014

Zugfahren mit Solarenergie

Nur noch mit erneuerbarer Energie Zug fahren: Der neue «Solar-Pass» des VCS Verkehrs-Club der Schweiz macht dies exklusiv für VCS-Mitglieder möglich. Ab 25 Franken garantiert der «Solar-Pass» ein Jahr lang rundum umweltbewusstes Bahnfahren. 

Bereits heute fährt die SBB mit 90 Prozent erneuerbarer Energie. Bis in zehn Jahren will sie ihre Züge nur noch mit umweltgerechtem Strom antreiben. VCS-Mitglieder aber können bereits jetzt zu 100 Prozent auf saubere Energie setzen. Die SBB verbraucht rund drei Prozent des Stroms in unserem Land und ist damit einer der grössten Energienutzerinnen. Eine nachhaltige Energienutzung war für die SBB immer von grosser Bedeutung. Bereits heute stammen 90 Prozent des Stroms, welcher die SBB-Züge antreibt, aus Wasserkraft. Einen solch hohen Anteil an erneuerbaren Energien kann kaum eine Bahn auf der Welt vorweisen. 

Diese erfreuliche Bilanz wollen die SBB und der VCS mit dem «Solar-Pass» weiter verbessern. VCS-Mitglieder können den «Solar-Pass» exklusiv erwerben und so den nicht erneuerbaren Anteil am SBB-Strommix kompensieren. «Der 'Solar-Pass' ist ein Schritt zu noch mehr Umweltverträglichkeit», sagt Kathrin Amacker, Leiterin Kommunikation und Public Affairs der SBB. «Gleichzeitig wird die SBB ihren Anteil an erneuerbarer Energie laufend steigern und die Energieeffizienz verbessern». «Der VCS steht seit seiner Gründung für eine umweltgerechte Mobilität ein», erklärt VCS-Zentralpräsidentin Evi Allemann. «Ohne Verkehrswende gibt es auch keine Energiewende. Dabei spielt die Bahn auf längeren Strecken eine zentrale Rolle.» Der VCS unterstütze die SBB deshalb darin, ihren Anteil an erneuerbarem Strom zu steigern. 

«Um eine Verkehrswende zu erreichen, sind pragmatische Lösungen gefragt», ergänzt VCS-Vizepräsident Roger Nordmann. Der «Solar-Pass» sei eine solche Lösung. «Aus diesem Grund ist der VCS diese Partnerschaft mit der SBB eingegangen.» Ein «Solar-Pass» für 25 Franken garantiert dem Käufer oder der Käuferin während einem Jahr einen fixen Anteil von zehn Prozent Solarstrom im Bahnstrommix für 5000 Personenkilometer. Die SBB verpflichtet sich, für dieses Geld Herkunftsnachweise für naturmade star-Solarstom einzukaufen und bestätigt dies dem VCS. Vielreisende können einen «Solar-Pass» für 10'000 oder 15'000 Personenkilometer erwerben, der 50 beziehungsweise 75 Franken kostet. Während einer dreijährigen Testphase können VCS-Mitglieder exklusiv vom «Solar-Pass» profitieren. Danach wird entschieden, ob das Angebot ausgeweitet wird.

Der «Solar-Pass» kann beim VCS online unter www.verkehrsclub.ch/solar-pass oder telefonisch unter 031 328 58 58 bestellt werden.

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Sonntag, 26. Oktober 2014

Der PV-Index vom 24. Oktober 2014

Der PPVX stieg letzte Woche um 4,7% auf 1.522 Punkte, der NYSE Arca Oil um 4,2%. Seit Jahresanfang 2014 liegt der PPVX mit +7,5% währungsbereinigt rund 2 % vor dem Erdölaktienindex (+5,3%). 

Das PPVX-Spitzentrio 2014 bilden Hanergy Solar Group (+117%), Enphase Energy(+111%), und SunEdison (+45%). Die grössten Gewinner der Woche warenREC Solar(+19%) und REC Silicon(+14%), die grössten Verlierer Daqo New Energy (-6%) undShunfeng International (-2%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 39,9 Mrd. Euro. Seit 2003 liegt der PPVX (+441%) 271 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +170%). Der Gewichtungsfaktor von REC Silicon wurde von 4 auf 3 reduziert.

 Vergrössern mit Klick auf Tabelle !


Der PPVX erscheint zweiwöchentlich auf Solarmedia, in den Zwischenwochen auf Vorsorgemedia!

Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at

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Dienstag, 29. April 2014

Nach E-Auto das Elektroflugzeug?

Was vor wenigen Jahren noch als reine Utopie schien, könnte schon bis 2030 Realität sein. Der Luftfahrtkonzern Airbus will Flugzeuge bauen, die nicht mehr mit Kerosin fliegen, sondern mit Strom. Nach dem E-Auto bald das E-Flugzeug? Kommt die Revolution der Luftfahrt? 

Das erste E-Flugzeug heißt E-Fan. Es ist über sieben Meter lang, hat eine Spannweite von zehn Metern und wiegt 500 Kilogramm. 20 Erprobungsflüge hat Airbus damit bereits durchgeführt. „Wir untersuchen die Technologie der Zukunft“, sagt der Airbus-Forschungschef Jean Botti zur Süddeutschen Zeitung. Bisher wurden nur elektrische Einsitzer getestet. Aber inzwischen können sich die Airbus-Ingenieure vorstellen, dass in etwa 15 Jahren auch Flugzeuge mit 90 Passagieren elektrisch auf Regionalstrecken fliegen.

Wie beim E-Auto ist auch beim E-Flieger die Batterie das Hauptproblem. Nur: Beim E-Auto muss das Gewicht beschleunigt und abgebremst werden, aber beim E-Flugzeug zusätzlich auch in der Luft gehalten. Bisher flog der E-Fan beim Test mit 80 PS in 700 Metern Höhe 35 Minuten. Das soll aber erst der Anfang sein. Das künftige elektrische Regionalflugzeug mit etwa 90 Fluggästen soll zunächst ein Hybrid-Flugzeug sein, sagt Botti.

Zusätzlich zu den Batterien soll eine Gasturbine Strom erzeugen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: „Beim Start, wenn die maximale Leistung benötigt wird, versorgt sie gemeinsam mit den Akkus die sechs Elektromotoren mit Energie. Im Reiseflug wird die Turbine dagegen nur benötigt, um die Batterien permanent aufzuladen. Während der Landung werden die Elektropropeller abgestellt. Sie können dann – wie Windräder – Strom erzeugen und die Batterien laden.“

Ein möglicher E-Airbus ist leiser, umweltfreundlicher und natürlich leichter als ein Kerosin-Flieger. Die internationale Luftfahrtbranche hat sich selbst strenge Umweltauflagen verordnet: Bis 2050 soll der Lärm um 65% gemindert werden und die CO2-Ausstöße sogar um 90%. Dazu passt der Hybridflieger und langfristig gar das reine Elektro-Flugzeug. Bis aber am Himmel Hochspannung herrscht, werden sicher noch einige Jahre vergehen. Der Ingenieur Botti sagt: „Während ich bei den Motoren zuversichtlich bin, bereiten mir die Batterien die größten Kopfschmerzen.“

Auf jeden Fall ein spannender Lernprozess.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Kopenhagen grüne Hauptstadt

Kopenhagen übernimmt für 2014 offiziell den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ von Nantes (Frankreich). Dabei spielt die Nutzung von Solarenergie für einmal keine grosse Rolle.

EU-Kommissar Potočnik erklärte: „Ich beglückwünsche Kopenhagen zum Titel Grüne Hauptstadt Europas 2014. Europa kann viel von Kopenhagens Bemühungen um die Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit und der Lebensqualität der Bürger lernen. Mit dieser Auszeichnung wird Kopenhagen als Stadt gewürdigt, die erhebliche Anstrengungen zur Verbesserung der städtischen Umwelt und zur Unterstützung einer gesünderen und nachhaltigeren Lebensweise unternimmt. Ich freue mich auf das umfangreiche Veranstaltungsprogramm und wünsche der Stadt viel Erfolg.“

Frank Jensen, Oberbürgermeister von Kopenhagen, erklärte: „Diese Auszeichnung ist eine internationale Anerkennung der gezielten Bemühungen Kopenhagens, eine grüne und nachhaltige Stadt mit hoher Lebensqualität zu schaffen. Wir teilen gerne unser Wissen mit anderen Städten und präsentieren ihnen Beispiele für die Entwicklung nachhaltiger städtischer Lösungen. Gleichzeitig möchten wir von anderen Städten in ganz Europa lernen, um Kopenhagen zu einem noch besseren Wirtschafts- und Lebensraum zu machen.“ Zu den zahlreichen „grünen“ Argumenten, die zur Verleihung des Titels „Grüne Hauptstadt Europas 2014“ an Kopenhagen beigetragen haben, zählen:
  • 36% der Pendler und 55% der Kopenhagener fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit oder in die Schule/Universität
  • 98% der Haushalte werden mit Fernwärme geheizt
  • 90% der Bauabfälle werden wiederverwendet
  • Zwischen 2005 und 2012 gingen die CO2-Emissionen um 24% zurück
  • 95% der Einwohner erreichen zu Fuß innerhalb von 15 Minuten ein Naherholungsgebiet
  • Kopenhagen wurde vom Magazin Monocle zweimal zur „Lebenswertesten Stadt der Welt“ gewählt (2008 und 2013).
  • Im Jahr 2008 ernannten Verkehrsexperten den städtischen Schienennahverkehr zum besten der Welt.
Kopenhagen möchte sein Jahr als Grüne Hauptstadt Europas nutzen, um die Bedeutung gemeinsamer Lösungen für Umweltprobleme zu betonen. Die Stadt ruft ein neues Netzwerk ins Leben, in dem die Städte, die in der engeren Auswahl für die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas“ waren, Mitglieder werden können. Dieses Netzwerk wird es den fortschrittlichsten grünen Städten Europas ermöglichen, Wissen auszutauschen und die Umweltagenda gemeinsam voranzubringen.

Kopenhagen ist die Nachfolgerin von Nantes, der „Grünen Hauptstadt Europas 2013“. Nantes führte unter anderem das Gütezeichen „Grüne Hauptstadt Europas“ ein, als Anerkennung für Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Mit dem Gütezeichen wurden Unternehmen mit vorbildlichen Strategien für den Umweltschutz und für Ökoinnovationen ausgezeichnet.

Mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ werden Städte ausgezeichnet, die eine Vorreiterrolle beim umweltfreundlichen städtischen Leben einnehmen. Ein Gremium unabhängiger Experten beurteilt die Leistung der konkurrierenden Städte anhand von 12 Umweltkriterien. Anschließend bewertet eine Jury ihr Engagement für eine ständige Verbesserung des Umweltschutzes und für nachhaltige Entwicklung sowie ihre Kommunikationsfähigkeit. Bewertet wird auch, in welchem Umfang sie beispielhafte Verfahren an andere Städte weitergeben könnten. Abgesehen von der Vorbildfunktion für andere Städte steigert der Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ das Ansehen der ausgezeichneten Stadt und deren Attraktivität als Reiseziel sowie als Ort zum Arbeiten und zum Leben.

Seit der Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ 2010 erstmals vergeben wurde, wurden sechs Städte ausgezeichnet. Stockholm gewann den ersten Titel, gefolgt von Hamburg 2011, Vitoria-Gasteiz 2012 und Nantes 2013. Kopenhagen wird den Titel 2015 an Bristol weitergeben.

Quellen: sonnenseite.com / Europäische Kommission

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Donnerstag, 28. November 2013

Solar betrieben Auto fahren

Die solare Mobilität macht einen Schritt vorwärts, auch hierzulande: Dank der Kooperation der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) mit dem Automobilbauer BMW wird solares Autofahren schon fast kinderleicht. Gleichzeitig absolviert ein anderer Autokonzern eine rekordverdächtige Fernfahrt - willkommen in der Grünstrom-Mobilität

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) gehen mit BMW (Schweiz) AG eine Kooperation für nachhaltiges Fahren ein. Sie ermöglicht es den Käufern eines BMW i3-Elektroautos (siehe Bild), ihr Fahrzeug mit Naturstrom zu tanken und damit jederzeit und überall ökologisch unterwegs zu sein.  Für viele Elektromobilfahrer ist es gemäss einer EKZ-Medienmitteilung ein Bedürfnis, den Strom für ihr Fahrzeug aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. So sind sie nachhaltig und CO2-frei unterwegs. Die EKZ garantieren als schweizweiter Partner, dass der Strom für den BMW i3 ökologisch produziert wird. Für Philippe Dehennin, CEO BMW Schweiz, ist die Zusammenarbeit folgerichtig: "Die EKZ engagieren sich bereits seit längerem für Erneuerbare Energien und Elektromobilität. Sie sind somit der richtige Partner, um unseren Kunden nachhaltiges und emissionsfreies Fahren zu ermöglichen."

Beim Kauf eines BMW i3 kann der Käufer gleichzeitig ein Zertifikat der EKZ für Naturstrom  erwerben. Damit garantieren die EKZ dem Kunden, dass die Strommenge für den Verbrauch seines BMW i3 ökologisch produziert wurde. Der Käufer hat die Wahl zwischen EKZ Naturstrom solar oder EKZ Naturstrom star sowie zwischen den drei Kilometerpauschalen 10'000, 15'000 und 20‘000 km. "Wir freuen uns, Besitzern eines BMW i3 eine innovative, ökologische Lösung für den Strom ihres Autos anbieten zu können", meint Urs Rengel, CEO der EKZ und selbst begeisterter Elektroautofahrer. Zum Zertifikat erhalten die neuen Autobesitzer eine EKZ Naturstrom-Vignette mit der das Engagement für Strom aus erneuerbaren Energien für alle sichtbar wird. "Wir sind stolz, auch unsere eigenen BMW i3-Fahrzeuge in der Schweiz mit EKZ Naturstrom solar zu betanken", kommentiert Philippe Dehennin. 

Solche Bemühungen verfolgen auch andere Marktteilnehmer: Von München nach Barcelona durch fünf europäische Länder fuhr Werner Hillebrand-Hansen am 15. und 16.11.2013 mit dem eMobil ZOE. Die Fahrt fand rein elektrisch statt und zeigt die beeindruckende Reichweite, die heute bei modernen Elektroautos und der vorhandenen Ladeinfrastruktur möglich ist. Damit legte er 1.362 km in 2 Tagen zurück.  Werner Hillebrand-Hansen, Veranstalter der eTourEurope gab damit ein Beispiel von der Alltagstauglichkeit und der Leistungsfähigkeit der eMobilität. Ziel war die internationale eMobil Messe EVS 27 in Barcelona, auf der das Fahrzeug auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesverbandes Solare Mobilität BSM ausgestellt wurde.
Mit der Fahrt bewiesen der eMobil-Pionier Werner Hillebrand-Hansen und seine Beifahrerin Annette Schwabenhaus, dass moderne Elektroautos die Alltagstauglichkeit erreicht haben. Möglich ist dies durch die heute verwendeten Lithium Ionen Batterien, die sich schnell beladen lassen. „Entscheidend ist die Leistung des Ladegerätes.“ so Werner Hillebrand-Hansen. Die in den Medien oft diskutierte „Reichweitenangst“ gehört damit der Vergangenheit an! Die Fahrt über 1.362 km macht zwar deutlich, dass die Dichte der Lademöglichkeiten prinzipiell jetzt schon ausreicht, aber für mehr Komfort der eFahrer weiter ausgebaut und der Zugang verbessert werden muss.
Für die Rekordfahrt verbrauchte der ZOE 210 kWh Strom mit Kosten von nur 51,50 €. Der Energieinhalt des Stroms entspricht ca. 16,5 Liter Superbenzin. Der niedrige Verbrauch und die dadurch niedrigen Kosten kommen durch die im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor überlegene Effizienz des Elektroantriebs zustande. Für die Energiewende und die Nutzung des fluktuierenden Wind- und Solar-Stromes kommt den eAutos eine entscheidende Rolle als Speicher zu. Schon heute ist das Elektroauto die ideale Ergänzung für jeden Solaranlagenbesitzer, um seinen Eigenverbrauch zu erhöhen, die Netze zu entlasten und die Wirtschaftlichkeit seiner Solaranlage zu erhöhen.

Quellen:
- EKZ
- eRegion München
 
©  Solarmedia

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Dienstag, 26. November 2013

EE-Total ist auch für Schweiz möglich

Die Schweiz kann bis zum Jahr 2050 98 Prozent ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen (EE)  abdecken, in Polen sind es knapp 90 Prozent. Langfristig ist eine nachhaltige Energieversorgung beider Länder möglich. Dies zeigen Energieszenarien, die DLR-Forscher im Auftrag von Greenpeace erstellt haben. 


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Nach einem 2012 veröffentlichten globalen Energieszenario erstellt das DLR derzeit verschiedene Länderstudien, die aufzeigen, wie eine nachhaltige Energieversorgung auf nationaler Ebene möglich ist und der CO2-Ausstoß dabei drastisch gesenkt werden kann. Die Szenarien zeigen Entwicklungspfade auf, wie die Energieversorgung in einzelnen Ländern mit den dort vorhandenen Ressourcen nachhaltig gestaltet werden kann. "Wir berechnen dabei, mit welchen Investitionen ein Umstieg auf erneuerbare Energien gelingen kann und welche Kosten und Einsparungen dabei auf die Volkswirtschaft zukommen", beschreibt Thomas Pregger, Projektleiter beim DLR-Institut für Technische Thermodynamik die Arbeit der Systemanalyse. Die Studien zeigen zudem auf, welches Potential zur Steigerung der Energieeffizienz in den jeweiligen Ländern steckt.

"Die Länderszenarien bieten eine gute Möglichkeit, den nationalen Entscheidern zu verdeutlichen, dass eine nachhaltige Energieversorgung nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist", sagt Sven Teske von Greenpeace International. "Auch in Ländern wie Polen, dessen Energieversorgung bisher sehr von fossilen Energiequellen abhängt, ist das möglich." Neben dem DLR arbeitet Greenpeace in den Ländern jeweils mit nationalen Experten für Erneuerbare Energien zusammen.

Für die Schweiz sieht das DLR einen natur- und landschaftsnahen Mix aus Erneuerbaren Energien als viel versprechenden Weg. Schon heute - dank der reichlich vorhandenen Wasserkraft - versorgt sich die Schweiz zu knapp 57 Prozent mit Strom aus Erneuerbaren Energien. Bis zum Jahr 2050 kann dieser Anteil, so das Greenpeace-Szenario der DLR-Systemanalyse bei 98 Prozent liegen. Dies gelingt durch einen schnellen Ausbau der Photovoltaik und einen maßvollen, natur- und landschaftsnahen  Ausbau von Windkraft, Geothermie, Wasserkraft und Biomasse. Zudem sieht das Szenario einen begrenzten Import von Windstrom aus dem Norden und Solarstrom aus dem Süden vor. Ein Ausstieg der Schweiz aus der Kernkraft ist für das Jahr 2025 vorgesehen.

In dem Szenario wurde die Stromversorgung in der Schweiz stundengenau simuliert. Dabei zeigt sich, dass tagsüber, während der Sommermonate durch den großen Anteil an PV-Anlagen ein Überschuss an Strom vorhanden sein wird. Kapazitäten von Pumpspeicherkraftwerken sind in der Schweiz zwar reichlich vorhanden, aber nicht ausreichend, um diesen Überschuss aufzunehmen. Ein Teil des Stromüberschusses kann in die Nachbarländer der Schweiz exportiert werden, ein Teil lässt sich durch Lastmanagement in Bedarfszeiten verlagern. "In Überschusszeiten kann der Strom verstärkt zum Aufladen von Elektroautos und die für Wärmeerzeugung verwendet werden", erläutert Thomas Pregger. "Aus erneuerbarem Strom können zudem synthetische Energieträger wie Wasserstoff hergestellt werden, die im Verkehr und in der Industrie fossile Energieträger ersetzen können. So können Überschüsse nicht nur vom Tag in die Nacht, sondern vom Sommer in den Winter übertragen werden."

Auch die Wärmeversorgung, die heute zu knapp 75 Prozent auf fossilen Energien beruht, muss für das Erreichen der Klimaziele umgebaut werden. Erneuerbare Energien decken heute rund 21 Prozent des Wärmebedarfs in der Schweiz, wobei heimisches Holz den größten Beitrag leistet. Das Szenario sieht vor, den Wärmebedarf stark zu verringern. Durch eine verstärkte Nutzung von Erdwärme und Solarthermie kann die Wärmeversorgung im Jahr 2035 zu 66 Prozent und 2050 bereits zu 97 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt werden.

Bei Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung muss auch der Verkehr miteinbezogen werden. Das Szenario sieht vor, den öffentlichen Verkehr auszubauen, der Individualverkehr wird aber weiter die größte Rolle spielen. Bis 2050 kann Strom mit 54 Prozent zur wichtigsten Energiequelle im Verkehr werden. Der Stromverbrauch des Verkehrs wächst dadurch im Energie[R]evolution-Szenario von heute elf auf rund 54 Petajoule pro Jahr, was im Jahr 2050 rund 25 Prozent des Strombedarfs entspricht. Was sich auf dem Verkehrssektor ändert, ist der Mix an Straßenfahrzeugen: Ergänzend zu Fahrzeugen mit Elektroantrieb werden Benzin und Diesel durch Biogas, flüssige Biokraftstoffe und synthetische erneuerbare Kraftstoffe wie Wasserstoff ersetzt. Durch den Umbau der Fahrzeugflotten sinkt der Endenergieverbrauch des Verkehrs dramatisch um etwa 60 Prozent gegenüber heute.

Quelle: DLR

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Dienstag, 31. Januar 2012

Elektroautos nur mit Ökostrom

Ergebnisse zweier wesentlicher Projekte des Öko-Instituts und des Instituts für Energie- und Umweltforschung zum Thema Klima- und Umweltverträglichkeit von Elektroautos wurden veröffentlicht. Sie zeigen, dass Elektroautos nur bedingt nachhaltig sind.

Erst die Nutzung zusätzlicher erneuerbarer Energien ermöglicht eine signifikante Reduzierung der CO2-Emissionen. Dieser Ansatz ist zentraler Bestandteil des Regierungsprogramms Elektromobilität. Das deutsche Bundesumweltministerium unterstützt die intelligente Netzintegration und Kopplung an Strom aus erneuerbaren Quellen mit einem umfangreichen Forschungsförderprogramm.

Der voll elektrisch betriebene Mitsubishi auf Zürichs Strassen - ein Flottenwagen der Universität (Bild: Guntram Rehsche)






"Eine bloße Verlagerung des CO2-Ausstoßes vom Auspuff zum Kraftwerk ist Augenwischerei. Elektrofahrzeuge müssen regenerativ erzeugten Strom nutzen, der als zusätzliche Kapazität in den Strommarkt gebracht wird. Entscheidend für den Fortschritt hin zu einer Mobilität, die ohne Verbrauch fossiler Ressourcen auskommt, ist die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien", so Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.

Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein für den Klima- und Umweltschutz im Verkehr. Allerdings wird die Gesamtumweltbilanz von Elektroautos von vielen Faktoren beeinflusst, etwa dem Energieeinsatz zur Produktion und zum Betrieb der Fahrzeuge. Im Rahmen seines Förderprogramms Elektromobilität unterstützt das Bundesumweltministerium eine Vielzahl von Flottenversuchen mit E-Fahrzeugen. Die übergreifende Begleitforschung führt die Praxisergebnisse hieraus zusammen und ermittelt die Umweltentlastungspotenziale.

Für die Klimabilanz von Elektroautos ist vor allem die Herkunft des Ladestroms entscheidend. CO2-Emissionen und weitere Umwelteffekte der Elektromobilität können Verbraucher jetzt anhand individueller Parameter im Internet berechnen. Der Umweltrechner zeigt auch die Umweltwirkungen des aktuell genutzten Pkw im Vergleich.

Im Projekt UMBReLA wurde die Untersuchung verschiedener Fahrzeug- und Nutzungstypen auf ihre Umwelteffekte über den gesamten Lebenszyklus hin auch für einen Online-Rechner aufbereitet. Leitfrage dabei war: Unter welchen Rahmenbedingungen zeigt der Einsatz von Elektroautos besonders günstige Umweltbilanzen? Per Mausklick können Verbraucher nun auf einen Blick verschiedene Fahrzeugtypen miteinander vergleichen. Die Nutzung von Energie aus Wind und Sonne wirkt sich maßgeblich auf die Umweltbilanz aus.

Die Elektromobilität ist langfristig notwendig für den Klimaschutz und kann bereits bis zum Jahr 2030 eine wichtige Option für den klimafreundlichen Verkehr sein. Das Öko-Institut distanziert sich daher von der pauschalen Behauptung, dass Elektrofahrzeuge eine „Ökolüge“ darstellen. Entscheidend für die Wirkungen auf die Treibhausgasbilanz und die Weiterentwicklung dieser Verkehrsoption sei vielmehr der rechtzeitige und forcierte Ausbau der erneuerbaren Energien. In welchem Umfang dies passieren müsse, zeigten die Forscher in der Mitte Januar veröffentlichten Studie OPTUM.

Samstag, 3. Dezember 2011

Schärfere Regeln für CO2?

10vor10 vom 02.12.2011

In der Wintersession diskutiert der Ständerat ein neues CO2-Gesetz. Doch neue Vorschriften für die Wirtschaft kommen bei den Betroffenen zurzeit gar nicht gut an. Auch beim Klimagipfel in Durban sieht es nicht nach neuen schärferen Regeln aus.

Quelle: SF 10 vor 10 2. Dezember 2011

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Mittwoch, 9. November 2011

Die Sonne in den Tank



Autos können künftig mit Gas klimaneutral über die Straßen rollen. Eine neue Technologie der SolarFuel GmbH wandelt Ökostrom-Überschüsse in erneuerbares Methan um. Jetzt wird die Herstellung des nachhaltigen Kraftstoffs zum ersten Mal auch großtechnisch eingesetzt: Ende Oktober hat AUDI das Stuttgarter Unternehmen mit dem Bau einer schlüsselfertigen Pilotanlage im industriellen Maßstab beauftragt.

Die Eingangsleistung der Pilotanlage beträgt rund sechs Megawatt. Das Auftragsvolumen liegt im zweistelligen Euro-Millionenbereich. Mit der Großanlage wird ein wichtiger Schritt zur Kommerzialisierung der neuen Technik gemacht. Bis Mai 2013 soll die Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme am Standort Werlte abgeschlossen sein. Die Anlage soll 1,4 Millionen Kubikmeter „e-gas“ in Erdgas-Normqualität pro Jahr produzieren. Damit legen die Projektpartner einen wichtigen Grundstein zum Ausbau Erneuerbarer Energie und zur klimafreundlichen Mobilität, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Der erfolgreiche Vertragsabschluss mit Audi macht den Weg frei für weitere Fortschritte bei der Industrialisierung unserer Technik“, sagt Dr. Karl Maria Grünauer, Finanzchef und Kundenverantwortlicher für den Autokonzern bei SolarFuel. Die Grundlagen des Verfahrens stammen vom Forschungsinstitut ZSW und dem Fraunhofer IWES. Mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) entwickeln die Institute und SolarFuel die noch junge Technik weiter: Seit dem Sommer 2011 ist eine Versuchanlage mit 250 Kilowatt Eingangsleistung am ZSW in Stuttgart im Bau. Mitte 2012 soll die Fertigstellung sein. Die hier gesammelten Erkenntnisse fließen auch in die noch deutlich größere Audi Anlage am Standort Werlte des Energieversorgers EWE AG ein.

Passend zur Inbetriebnahme der e-gas Anlage in Werlte bringt Audi 2013 den A3 TCNG auf den Markt, der auch auf Langstrecken klimaneutral fahren kann. Als Kraftstoff tankt das Auto erneuerbares Methan, das bei Audi „e-gas“ heißt. In Werlte entstehen pro Tag durchschnittlich 3.900 Kubikmeter e-gas. Diese Menge reicht für eine Flotte von 1.500 A3 TCNG mit einer Jahresfahrleistung von je 15.000 Kilometern. Audi ist der weltweit erste Hersteller, der diese Technologie zur klimafreundlichen Mobilität nutzt.

Seit der Vorstellung einer Demonstrationsanlage mit 25 Kilowatt Leistung im Jahr 2009 entwickeln die Forschungsinstitute und SolarFuel die Technologie mit großen Fortschritten weiter. Dem aus Ökostrom gewonnenen Methan steht das gesamte deutsche Erdgasnetz mit großen Speicherkapazitäten zur Verfügung. Das Gas kann aus diesem Grund nicht nur die Klimabilanz von Erdgasautos verbessern. Effiziente Gaskraftwerke mit KWK-Technik und dezentrale Blockheizkraftwerke können das erneuerbare Methan rückverstromen und so gesicherte Leistung bereithalten, Industriebetriebe sind in der Lage, mit der Technik Prozesswärme zu erzeugen. Sie alle werden von den Fortschritten bei der 6-Megawatt Anlage profitieren und dazu beitragen, das Problem der Speicherung überschüssigen Wind- oder Solarstroms zu lösen.

Quelle: Sonnenseite / Solarfuel

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Sonntag, 10. Juli 2011

Auf ins solare Reiseglück

Solarmedia gibt als neue Dienstleistung solare Reisetipps (immer unter Laber «Nachhaltig_Reisen»), zur Einführung: Rancho de Caldera (ranchodecaldera.com), ein Green Globe-zertifiziertes tropisches Boutique Öko-Resort in Panama. Es wurde mit dem TripAdvisor “Certificate of Excellence” ausgezeichnet, so eine Medienmitteilung.

Das Rancho de Caldera Öko Resort und sein Madre Tierra Restaurant sind Teil einer führenden, privaten, Green Globe zertifizierten und mit Solarkraft betriebenen Öko-Gastbetrieb- und Lifestyle-Initiative im tropischen Panama. Unter anderem betreibt das Projekt organische Landwirtschaft. Dank seiner Solar-, Wind- und Wasserkraft- Generatoren wird es das ganze Jahr unabhängig vom Stromnetz betrieben. Um sich für diese Auszeichnung zu qualifizieren, muss das betreffende Unternehmen ein Durchschnitts-Rating von mindestens vier (von möglichen fünf) in Bewertungen von Reisenden auf TripAdvisor.com haben. “Die Mitarbeiter von Rancho de Caldera Öko-Resort freuen sich über das TripAdvisor “Certificate of Excellence,” sagte Mitbegründerin und Eigentümerin Gina Tippit Cronin. “Wir bemühen uns, unseren Gästen außergewöhnliche, erschwingliche, luxuriöse und umweltfreundliche Natur-Erlebnisse zu bieten.“

Quelle: Rancho de Caldera Oeko Resort & Restaurant | solarserver.de

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