Dienstag, 2. September 2014

So funktioniert ewz.solarzüri


 

Medienmitteilung ewz

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Warum Solar-Investitionen lohnen

Die staatliche Förderung von Solarinstallationen wird sukzessive abgebaut - trotzdem lohnt sich das hauseigenene Kraftwerk auf dem Dach. Die folgenden Überlegungen des koreanischen Solarsystemanbieters LG Electronics beziehen sich auf den deutschen Markt, gelten aber sinngemäss auch für die Schweiz.  

Die Einspeisevergütung für Solaranlagen sinkt jeden Monat um ein Prozent. Aktuell zahlt der Staat für jede eingespeiste Kilowattstunde noch 12,75 Cent bei Anlagen mit einer Kapazität von bis zu 10 Kilowatt Peak (kWp). Im April 2012 waren es noch 19,5 Cent, ein Ende der Beschneidung ist nicht in Sicht. Ziehen sich über Photovoltaikanlagen also dunkle Wolken zusammen? Nicht unbedingt: Die Anschaffung einer Solaranlage ist so günstig wie noch nie, die Preise für die Module sind äußerst günstig. Eine Anlage, die im Jahr so viel Strom erzeugen kann, wie eine vierköpfige Familie im Schnitt verbraucht, kostet heute noch rund 6.000 Euro und damit etwa 70 Prozent weniger als noch 2009 – 25 Jahre Garantie inklusive. Die Geschäftseinheit Solar des Elektronikspezialisten LG Electronics erklärt, warum Solar nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für das Haushaltsbudget ist – und sich damit immer noch lohnt.

Eigenverbrauch mit Solarstrom abdecken
Angesichts der sinkenden Fördersätze ist es immer weniger interessant, Solarstrom ins Netz einzuspeisen. Lohnenswert ist es hingegen, den erzeugten Sonnenstrom selbst zu verbrauchen. Unter Einbeziehung der Investionskosten können Anwender eine Kilowattsunde Solarstrom nach Berechnungen des Fraunhofer Institutes für unter 15 Cent pro Watt Peak produzieren. Dies ist etwa halb so viel wie der Strompreis, den Verbraucher aktuell beim Bezug vom Versorger zahlen müssen. Und in einer Sache sind sich viele Experten einig: Ein Ende des Preisanstiegs bei den Energiekosten ist nicht abzusehen.

Langfristig unabhängiger von Grundversorgern sein
Hohe Strompreise sind das eine – der kontinuierliche Preisanstieg das andere. Allein in den letzten drei Jahren sind die durchschnittlichen Strompreise von 24 Cent auf über 29 Cent angestiegen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Umso wichtiger ist es, sich von den Versorgungsbetrieben ein Stück weit unabhängiger zu machen – und die Stromkosten selbst in die Hand zu nehmen. 

Die Umwelt für kommende Generationen schützen
Die Stromerzeugung mit Kohle, vor allem Braunkohle, verursacht den höchsten CO2-Ausstoß unter den gängigen Stromerzeugungstechniken. Atomkraft produziert hochgiftigen Müll, der aufwändig zwischengelagert werden muss, von der nach wie vor ungeklärten Endlagerung ganz zu schweigen. Solarmodule auf dem eigenen Dach hingegen erzeugen vollkommen unkompliziert umweltfreundlichen Strom. Solaranlagen sind zudem für den langfristigen Einsatz konzipiert. Deshalb gewährt LG auf seine Module 25 Jahre Garantie. Nach Ablauf dieser Frist müssen die Zellen allerdings nicht aufwändig entsorgt werden, denn der Hersteller sorgt für ein fachgerechtes Recycling.

In die eigenen vier Wände (und das Dach) investieren
Solarmodule werten Immobilien deutlich auf. Durch die stetigen Ersparnisse amortisieren sich Module bereits nach etwa zehn Jahren ohne großen finanziellen Aufwand. Aufgrund der aktuell extrem niedrigen Zinsen empfiehlt sich eine langfristige Finanzierung sowie der Griff zu hochwertigen Modulen. Diese zeichnen sich durch eine insbesondere langfristig höhere Leistung und Zuverlässigkeit aus. LG beispielsweise garantiert auch nach 25 Betriebsjahren noch über 80 Prozent Leistung im Vergleich zu neuen Modulen.

„Die staatliche Förderung für erneuerbare Energien wird zwar nach und nach zurückgefahren, doch an der langfristigen Rentabilität von Solarenergie ändert das nichts“, erklärt Michael Harre, Vice President der EU Solar Business Group bei LG Electronics. „Im Gegenteil, die stetig steigenden Strompreise auf der einen und die sinkenden Preise für Solartechnik auf der anderen Seite erlauben Verbrauchern einen kostengünstigen Einstieg in die nachhaltige Energieerzeugung. Wer noch 2014 in Solar investiert, profitiert außerdem noch über 20 Jahre von der Förderung eingespeisten Solarstroms.“

Weitere Informationen unter www.lg-solar.com

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Sonntag, 31. August 2014

Sonnenstrahl Nr. 3 – Gigantisch

Die Welt versorgt sich bereits zu einem Viertel mit Strom aus erneuerbaren Energien. Eine solche Möglichkeit wurde bis vor kurzem auf breiter Basis bestritten – und die Zukunft wird einen weiteren Ausbau sehen. Das bestätigt unter anderem und erneut eine Schweizer Grossbank. 

Man muss sich die Zahlen einmal auf der Zunge zergehen lassen und merkt – das schmeckt: Die Internationale Energieagentur (IEA) hat in ihrem jährlichen Report über die Entwicklung der Erneuerbaren Energien festgestellt: Bereits 22 Prozent des weltweit erzeugten Stroms stammte im vergangenen Jahr von Erneuerbaren, in erster Linie von Sonne, Wind und Wasser. Ja richtig, die Wasserkraft gehört auch dazu – auch wenn sie zu einem beträchtlichen Teil aus Grossanlagen stammt, die vor allem aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte (gigantische Bauwerke mit der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung) nicht immer als nachhaltige Energieproduzenten im eigentlichen Sinne gelten. Dennoch muss die Wasserkraft in jedem Fall zu den Erneuerbaren gezählt werden, sowohl aufgrund ihrer zumeist geringen Klimawirkung (sogar geringere CO2-Belastung pro erzeugte Kilowattstunde Strom als bei Wind und Sonne) als auch aufgrund ihrer langfristigen uneingeschränkten Ergiebigkeit (abgesehen wiederum von der Klimakatastrophe und deren Auswirkungen auf den Wasserhaushalt).  Abgesehen davon zeigt der IEA-Report das schnelle Voranschreiten der Photovoltaik – erstmals liegt sie beim Zubau nach einem erneut über 20prozentigen Wachstum auf 39 Gigawatt (GW) deutlich vor dem Zubau bei Onshore-Windkraftwerken (34 GW).

Ein weiterer Bericht sorgt für Aufsehen – die Schweizer Grossbank UBS hat den Erneuerbaren Energien eine glänzende Zukunft beschieden und damit ihre bereits anderthalb Jahre alte Aussage bestärkt (siehe Solarmedia vom 25. Mai 2013). Die Banker sagen gemäss einem Bericht von Wirtschaftswoche Green nichts weniger als eine komplette Neuordnung des Strom- und Treibstoff-Marktes voraus. Voll in Gang kommen soll diese Revolution schon im Jahr 2020. Die UBSler machen dabei drei Technologien aus, die in Kombination für eine Neuausrichtung des Marktes sorgen: Solaranlagen, Stromspeicher und Elektroautos.

Auch im Kleinen geht es voran: Der Verein Solarspar feierte in diesem Sommer sein 20jähriges Bestehen – und lud den renommierten ETH-Informatiker Anton Gunzinger zu einer Auslegeordnung betreffs Erneuerbarer Energien in der Schweiz. Fazit: Solarspar ist auf dem richtigen Weg, denn die Energiewende wird auf der Nutzung der Photovoltaik aufbauen und der Schweiz eine weit gehende Vollversorgung mit Erneuerbaren bescheren. Was wie Weihnachten und Geburtstag zusammen tönt, ist gemäss den Berechnungen von Anton Gunzinger, der einst zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten weltweit für das 21. Jahrhundert gekürt wurde, eine «Vision, die Realität werden kann». Denn mit seinen Supercomputern lassen sich die viele möglichen und verschiedenen Entwicklungswege berechnen, die die Energiepolitik beschreiten kann.

Welche Dynamik die Solarsparte weiterhin aufweist, zeigt etwa ein Blick in die USA. Dort hat sich die Solarstromerzeugung im ersten Halbjahr 2014 mehr als verdoppelt, so eine Meldung von solarserver.de. Und die weltweite Photovoltaik-Industrie wird in den nächsten Jahren gemäss einem weiteren Solarserver-Bericht um durchschnittlich 8,3 % jährlich wachsen – von 37,5 GWp im Jahr 2013 auf 65,6 GWp im Jahr 2019, berichtet Lux Research (Boston, MA, USA).

Eine voraussichtlich begrüssenswerte Personalie ist schliesslich der angekündigte Wechsel von Günther Oettinger vom EU-Energie-Kommissar zum Verantwortlichen für Handel – die EE-Szene würde wohl frohlocken, denn schlimmer geht es nimmer als mit Oettinger.

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PPVX - Stand vom 29. August 2014


Der Solaraktienindex PPVX ist letzte Woche um 1,2% auf 1.646 Punkte gestiegen, der NYSE Arca Oil um 1,8%. Seit Jahresanfang 2014 liegt der PPVX mit +16,3% währungsbereinigt rund 1 Prozentpunkt hinter dem Erdölaktienindex (+17,3%). Das PPVX-Spitzentrio 2014 bilden Enphase Energy (+122%), SunEdison (+69%) und Hanergy Solar Group (+61%). Die grössten Gewinner der Woche waren SMA Solar Technology AG (+9%) und Solarworld AG (+9%), die grössten Verlierer Yingli Green Energy (-6%) und Trina Solar (-6%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 40,5 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+485%) rund 284 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +201%).

                       
 
 
PPVX =
1.646
 
Land
Unternehmen
Branche
Kurs 29.8.14
% seit
 
 
 
 
(Heimatw.)
1.1.14
 
USA
Advanced Energy Industries
Wechselrichter, Dünnschicht
19,25
-15,8
 
CN
Canadian Solar
Wafer, Zellen, Module (USD)
35,44
+18,8
 
D
Capital Stage AG
Betreiber, Projekte
3,75
0,0
 
CN
China Singyes Solar
BIPV, Kraftwerke (in HKD)
12,86
+5,2
***
CN
Daqo New Energy
Silizium, Wafer (in USD)
35,40
-22,5
*
USA
Enphase Energy
Wechselrichter
14,08
+122,1
 
TW
E-Ton Solar
Zellen
18,90
+3,8
 
USA
First Solar
Dünnschichtmodule, Projekte
69,68
+27,5
 
CN
GCL Poly Energy Holding
Silizium, Wafer, Projekte (in HKD)
2,79
+16,3
 
TW
Gintech Energy
Zellen
28,55
-16,0
 
TW
Green Energy Technology
Wafer
23,85
-24,0
 
CN
Hanergy Solar Group
Equipment, Module, Projekte (HKD)
1,27
+60,8
 
CN
JA Solar
Wafer, Zellen, Module, Systeme (USD)
9,25
+0,9
 
CN
JinkoSolar Holding
Ingots, Wafer, Zellen, Module (USD)
29,22
-0,3
 
CH
Meyer Burger Technol. AG
Equipment
9,98
-5,8
 
TW
Motech Industries
Zellen, Module, Wechselrichter
40,50
-33,7
 
TW
Neo Solar Power
Zellen, Module
28,90
-34,4
 
N
REC Silicon
Silizium
3,338
+36,7
 
N
REC Solar
Zellen, Module, Systeme
90,45
+7,7
 
CN
Renesola
Silizium, Wafer, Zellen, Module (USD)
2,73
-20,9
 
CN
Shunfeng International
Zellen, Ingots, Wafer (in HKD)
9,80
+58,3
 
TW
Sino-AmericanSilicon Pr.
Wafer
48,50
-4,3
 
D
SMA Solar Technology AG
Wechselrichter
24,40
+6,3
 
USA
SolarCity
Installation, Finanzierung
68,68
+20,9
 
D
Solarworld AG
Wafer, Zellen, Module
13,63
-22,1
*
USA
SunEdison
Silizium, Wafer, Projekte
22,03
+68,8
 
USA
SunPower
Module, Zellen, Systeme/Projekte
38,22
+28,2
 
CN
Trina Solar
Wafer, Zellen, Module
12,53
-8,3
 
CN
United Photovoltaics Group
Zellen, Module, Kraftwerke (in HKD)
0,93
0,0
**
CN
Yingli Green Energy
Wafer, Zellen, Module (in USD)
3,36
-33,5
 
int.
PPVX
Solar-Aktien-Index
1.646
   +16,3
 
* seit 28.2.2014, ** seit 28.3.2014, *** seit 4.4.2014

Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at

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