Freitag, 3. April 2020

SES: Schutz des Klimas ist Energiepolitik

Am Freitag hat der Bundesrat beschlossen, einen direkten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative auszuarbeiten. Zudem schickt er die Botschaft zur Teilrevision des Energiegesetzes in die Vernehmlassung. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst gemäss einer Medienmitteilung die Stossrichtung beider Entscheide. 

Illu: Schweizerische Energie-Stiftung
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In dieser heisst es: Die konkreten Massnahmen im Energiegesetz reichen nicht aus, um das vom Bundesrat selbst gesetzte Ziel Netto Null Treibhausgasemissionen bis 2050 im Energiesektor zu erreichen. Die SES fordert den Bundesrat insbesondere auf, die Ausbauziele für erneuerbare Energien deutlich zu erhöhen. Letzten Sommer hat der Bundesrat das Kernanliegen der Gletscher-Initiative bekräftigt: Die Schweiz darf ab 2050 unter dem Strich keine Treibhausgase mehr ausstossen. Heute kündigte er einen direkten Gegenvorschlag an. Gleichzeitig hat er mit dem Energiegesetz erste, für die Klimapolitik entscheidende Massnahmen in die Vernehmlassung geschickt. Auch wenn der Bundesrat dies nicht spezifisch in der Verfassung festschreiben möchte, bedeutet Netto Null Treibhausgase eine vollständige Abkehr von fossilen Brenn- und Treibstoffen. Elektrische Fahrzeuge und Wärmepumpen in Gebäuden bieten sich als Ersatz an, erhöhen aber die Nachfrage nach erneuerbarem Strom.

Energiegesetz soll Lücken schliessen…
Solange im In- und Ausland nukleare und fossile Kraftwerke laufen, sind die Stromnetze voll. Was beruhigend klingt, wird zum Problem für alle, die umweltfreundliche Anlagen bauen wollen, welche die schmutzige alte Energiewelt einst ersetzen sollen. Das gilt erst recht für die Hochpreisinsel Schweiz. Doch Abwarten ist sowohl mit Blick auf die Klimaziele als auch auf die Versorgungssicherheit gefährlich. Die EU kennt deshalb verschiedene Instrumente, die die Investitionssicherheit für neue erneuerbare Energien erheblich erhöhen. Als Folge davon investieren Schweizer Stromversorger derzeit fast nur im Ausland in erneuerbare Energien. «Ohne zusätzlichen Massnahmen wird die Schweiz bei den neuen Erneuerbaren weiterhin das Schlusslicht Europas bilden. Mit der Revision des Energiegesetzes versucht der Bundesrat bestehende Lücken zu schliessen», urteilt Felix Nipkow, SES-Leiter Fachbereich erneuerbare Energien.

… ist aber nicht kompatibel mit Netto Null
Die SES begrüsst, dass der Bundesrat im Energiegesetz das bisher als «Richtwert» definierte Ausbauziel für erneuerbare Energien (11,4 TWh bis 2035, 24,2 TWh bis 2050) für verbindlich erklären will. Diese Werte reichen jedoch noch nicht einmal aus, um den Atomstrom aus Schweizer AKW zu ersetzen, geschweige denn das vom Bundesrat verabschiedete Klimaziel Netto Null Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen. Die SES fordert deshalb den Bundesrat auf, deutlich zu korrigieren. Felix Nipkow: «Eine der einfachsten Klimaschutzmassnahmen besteht darin, erneuerbare Energien auszubauen. Nutzen wir, was wir haben: Sonne, Wind und Wasser – und unsere Köpfe! Das hilft gerade in der jetzigen Situation auch unserer Wirtschaft und stärkt die Versorgungssicherheit.»

Nachteile der Strommarktöffnung kompensieren

Weiter hat der Bundesrat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Strommarktöffnung im Rahmen einer Teilrevision des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) rasch vorantreiben zu wollen. Dies geschieht auch im Hinblick auf ein Stromabkommen mit der EU. Ein solches wird im Grundsatz auch von der SES befürwortet, damit Nachteile bei der Integration in den europäischen Strommarkt vermieden werden können. Die Schweizer Klimabilanz droht sich zu verschlechtern, sofern mehr ausländischer Dreckstrom nachgefragt wird, bei dessen Preis Umweltschäden nicht ausreichend berücksichtigt sind. Auch der Nachteil der höheren Preise für die Installation neuer Anlagen im Vergleich zum benachbarten Ausland wird sich durch die tendenziell sinkenden Strompreise zusätzlich verschärfen. Diese Nachteile müssen entweder in der Revision des StromVG oder des EnG kompensiert werden.

Die SES wird die Vorschläge im Detail prüfen und ihre Verbesserungsvorschläge beim Bund einreichen.

Quelle: Schweizerische Energie-Stiftung SES

Medienmitteilung des Bundes: >>> hier

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Montag, 30. März 2020

Krise herrscht – lieber mit erneuerbarem Strom!

Es gehört ein rechtes Stück Unverfrorenheit dazu, was sich die alteingesessene Stromlobby angesichts der Coronakrise leistet! So lässt Hans-Ulrich Bigler, Gewerbeverbandschef und oberster Atomlobbyist der Schweiz, im heutigen Tages-Anzeiger das Atom-/Wasserkonstrukt der CH-Stromwirtschaft hochleben. Und andrerseits pissen die nimmermüden Kritiker der Energiestrategie ebendieser mal wieder so richtig ans Bein. Denn noch schlimmer als das Virus sei bekanntlich der drohende Blackout – also ein schweizweiter und lange andauernder Stromausfall, wie ihn der Bundesrat als grösstes Gesellschaftsrisiko definiert habe. Ein Solarmedia-Kommentar.

Hans-Ulrich Bigler stimmt das hohe
Lied der Atomwirtschaft an -
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Was ist dran an diesem Energie-Viren-Mix? Aus vielerlei Gründen nur sehr wenig – wenn eine solche Einschätzung auch einer vielschichtigen Argumentation bedarf. Zuerst plakativ: Eine dezentrale Energieversorgung der Schweiz mit einem Mix aus Sonnen- und Wasserstrom wäre wiederstandsfähiger als der von Bigler propagierte althergebrachte Atomstaat! Zuerst gilt es daran zu erinnern, dass auch die Atomenergie ihre erheblichen Risiken birgt – insbesondere in einem Land, das auf dem weltweit ältesten Park an AKW hockt. Auch wenn man es jetzt gerade nicht auch noch hören mag – aber ein nie auszuschliessender Atomunfall (im Falle eines Gaus, eines grössten anzunehmenden Unfalls) brächte der Schweiz Schäden, die jene der Coronakrise weit überstiegen (vom Bund selbst auf zwischen 80 bis zu 4000 Milliarden Franken geschätzt). Und damit ist es mit den atomaren Risiken ja nicht getan – sie leiten sich ab aus der ungelösten Beseitigungs- und Entsorgungsproblematik wie aus der auch in der Atomwirtschaft bestehenden Auslandabhängigkeit.

Es ist absehbar, dass nach durchstandener Virenkrise die Atomfrage wieder auf den Tisch kommt hierzulande. Aber  statt sich in eine erneut ellenlange Diskussion für oder wider Atomenergie einzulassen, soll die Diskussion fokussiert sein auf die Realiserung der Energiestrategie – die vom Schweizer Volk grossmehrheitlich vor nunmehr drei Jahren beschlossen wurde. So schwierig dürfte das gar nicht sein, denn unterdessen wissen wir – durch viele Wissenschafter im Rahmen von Nationalfonds-Studien belegt – dass diese Energiestrategie bis zu den Wegmarken in den dreissiger und anfangs der fünfziger Jahre realisierbar ist. Dafür braucht es viele Stellschrauben – die wichtigste ist die uneingeschränkte und vehemente Förderung der Solarenergie. Was Mitte des letzten Jahrhunderts für die Schweiz das Projekt Wasserkraft darstellte (und wofür erhebliche Mittel der gesamtwirtschaftlichen Leistung aufgewendet wurden), ist in der ersten Hälfte des 21sten Jahrhunderts der Übergang zur Nutzung der Energie der Sonne – für Wärme ebenso wie für Strom.

Angesichts des Aufwands für die aktuelle Krisenbewältigung, aber auch für eine sowieso notwendige Erneuerung der Elektrizitätswirtschaft mit einer anderen Technologie, ist es ein Irrglabe, der Weg in die Solarwirtschaft sei besonders teuer. Nehmen wir etwa den Vorschlag des einschlägigen Fachverbands Swissolar und dessen Präsidenten Roger Nordmann, so würde die Installation von 50 Gigawatt Leistung im Solarbereich etwa jene 50 Milliarden kosten, die wir für Corona (mindestens) aufwerfen müssen – das aber verteilt auch einen Zeitraum von 30 Jahren und nicht von drei bis sechs Monaten.

Schwach ist das Argument pro Atom-/Wasserkraft zudem, weil bereits bekannt ist (>>> hier Bundesamt für Energie), dass der Stromverbrauch trotz Home-Office während der ausgebrochenen Pandemie offensichtlich rückläufig ist. Zwar verlangen gewisse Applikationen und der Fernunterricht mehr Strom, aber die zurückgebundene industrielle und gewerbliche Tätigkeit nehmen überproportional ab.

Es schleckt also keine Geiss weg – eine Krise wie die aktuelle Pandemie verbraucht erstens nicht mehr, sondern tendenziell weniger Strom. Und zweitens wäre der verbliebene Stromverbrauch angesichts der allgemeinen Krisenumstände besser mit einer dezentralen Stromversorgung – einer kombiniert solaren/hydrologischen – besser gesichert als mit einer teilweise atomaren. Denn würde die Pandemie auch noch die Atomwirtschaft beeinträchtigen, dann gute Nacht im wortwörtlichen Sinne!

Donnerstag, 26. März 2020

Schau mal bei Twitter vorbei - es lohnt sich !

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KKurz und prägnant informiert über Twitter - Solarmedia ist dort auch aktiv! Einfach auf den Twitter-Button der Solarmedia-Site drücken (Spalte links oben) oder direkt hier: www.twitter.com/rehsche. Wer selbst  twittern möchte, geht zur Einstiegssite www.twitter.com und meldet sich dort an (kostenfrei und ohne weitere Verpflichtungen). Unter #es2050 spielt sich eine dauerhaft heftige Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Energiestrategie 2050 ab. Dort kann man seine Favoriten kennzeichnen und diesen zu mehr Publizität verhelfen. Und immer ist diese Solarmedia-Site präsent mit neuesten Meldungen aus der Solarbranche ! 

© Text und Bild: GuntramRehsche / Solarmedia

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Samstag, 21. März 2020

Zum Stand der Photo-Voltaik in der Schweiz

Besondere Zeiten - besondere Arten der Vermittlung von Inhalten - fern vom Coronavirus! Der Berner Solarpionier und Fachhochschulprofessor Urs Muntwyler und seine Forschungspartnerin Eva Schüpbach sollten nachfolgendes Papier an einer internationalen wissenschaftlichen Tagung präsentieren. Diese ist ausgefallen - und sie stellten den Text freundlicherweise Solarmedia zum Abdruck zur Verfügung:

Die Photovoltaik, wie auch die Windenergie haben sich in den letzten 40 Jahren von einer technischen Kuriosität zu den wichtigsten neuen Energieträgern entwickelt. Die Photovoltaik und die neuen erneuerbaren Energien sind in einer Welt der fossilen Energien und der Energiemonopole nicht willkommen. Subventionen für fossile Energien übersteigen die Subventionen für neue erneuerbare Energien immer noch um das Mehrfache1. Eine weitere interessante Erscheinung in der Photovoltaik, auf die ich mich im Folgenden beschränke, sind Studien renommierter Institute, der Internationalen Energie-Agentur (IEA), in der Schweiz der ETH Zürich, des Paul Scherrer Instituts und der Consultingfirma Prognos AG, in der der Photovoltaik-Fortschritt herunter-prognostiziertwird. Mehrere dieser Studien der letzten Jahren, prognostizierten der Photovoltaik Solarstrompreise im Bereich von 8-31 Rp/ kWh im Jahre 2050. Diese Preise werden aber in der Schweiz bereits heute massiv unterschritten.

Angesichts solcher Studien trauen sich Politiker und die Administration nicht, die Rahmenbedingungen für die Photovoltaik zu verbessern. So werden die Ausbaukontingente für die Photovoltaik beschränkt und es wird der Bau grosser PV Anlagen verhindert2. Das ist auch im Interesse der etablierten Player im Energiemarkt, die, eine Eigenheit des Schweizerischen Politbetriebs, eigene Politiker im Verwaltungsrat der Unternehmen oder der Unternehmensleitungen haben. Diese PolitikerInnen vertreten dann natürlich die Interessen ihrer Unternehmen3 und bremsen den Strukturwandel. In anderen Ländern dürfte sich der Widerstand gegen die Photovoltaik, entsprechend der politischen Strukturen etwas weniger offensichtlich als in der Schweiz organisieren. 


Einleitung
Nach der „Energiestrategie 2050“ der Schweizer Regierung werden 2050 ca. 12 Terawattstunden (TWh) Strom mit Photovoltaik erzeugt. Weil aber die erneuerbaren Energien Geothermie und Windenergie ihre Potentiale von 4 TWh nicht erreichen werden, ergibt das für die Photovoltaik ein Ausbaupotential von 20 TWh. In der Energiestrategie 2050 wird der Grossteil des Ausbaus auf die Jahre nach 2035 verschoben. Dies erstaunt nicht, wenn man die Studie zur Energiestrategie 2050 der Beratungsfirma „Prognos AGvom September 2012 liest4. Dort wird der Solarstrompreis bis 2050 im Bereich von 8-31 Rp/ kWh angenommen. Für den Ausbau bis 2020 wird für die Photovoltaik Strom ein Wert von 256 GWh eingesetzt5. Aktuell wird es mehr als das Zehnfache sein6

Methodik
Für die Ermittlung der aktuellen PV Strompreise wurden verschiedene Methoden gewählt. Es wurde eine gebaute PV Anlage von 2013 mit 16,6 kWp der Arbeitsgemeinschaft für dezentrale Energieversorgungen ADEVin Burgdorf genommen. Das PV Labor der BFH-TI betreut fachlich die PV Anlagen der ADEV seit 1993. Es wurde eine Umfrage bei 60 PV Firmen der Schweiz gemacht. Dort wurde vor allem die Preissensitivität der PV Anlagenpreise im Vergleich zur Anlagenleistung ermittelt. Weiter wurde eine in Burgdorf im Jahr 2018 gebaute 1,2 MWp Dachanlage als Referenz genommen. Diese wurde mit 13 PV Anlagen der Grosshandelskette Coopmit insgesamt 4,9 MWp von 2019 ergänzt. Eine Anlage von ca. 100 kWp der ADEV Burgdorf haben wir im Sommer 2019 bei verschiedenen Lieferanten ausgeschrieben. Die Anlage wird 2020 fertiggestellt. Weiter bauen wir selber eine Anlage mit 4 x 6 kWp zu Test- und Demonstrationszwecken vor unserem Laborgebäude in Burgdorf/ Schweiz. Diese Preise haben wir mit Preisen des PV Marktes in China und einer Preisprognose von Professor Muntwyler für 2035 ergänzt. Für die Anlagen von 2035 wurden an der EUPVSEC 2018 gemachte Preisprog- nosen7 verwendet. So entsteht ein gutes Abbild aktueller und erwarteter Preise von PV Anlagen in der Schweiz. Neben der Studie von Prognos AG hat es weitere vergleichbare Studien der ETHZ von 2012 und dem Paul Scherrer Institut (PSI) von 2017, das für Energiestudien weltbekannt ist. Wenn wir nun die aktuellen PV Strompreise mit den Studien der ETHZ (2012) und des PSI (2017) vergleichen, so sehen wir grosse Diskrepanzen: 
 
PV Strompreis [Rp/ kWh]
2010
2013
2017
2018
2019
2020
2035
2050
ETHZ Studie (2012)
35-55
20-30
10-15
6-10
PSI Studie (2017)
18-31
8-19
PV Velostation 16,6 kWp
15,6
PV Umfrage 2019
PV Burgdorf 1,2 MWp
<5 span="">
PV Burgdorf 100 kWp
7,3
Coop Anlagen 4,9 MWp
4,7
PV Anlagen China
7
3,7
PV Anlagen CH 2035 (UM)
3
Abbildung 18: PV Strompreise mit den Studien der ETHZ und des PSI und realen Anlagen aus der Schweiz und China
Alle Anlagen mit Annuität 0,054% gerechnet: das entspricht einer Lebensdauer von 25 Jahren mit einer Verzinsung von 2,5% und einer spezifischen Produktion von 1‘000kWh/ kWp – die spezifische Produktion kann in China und in der Schweiz auch sehr viel mehr sein. 

Die Studie der ETHZ prognostiziert von 20-30 Rappen/ kWh für 2020 und für 2050 einen Preis von 6- 10 Rappen/ kWh. Das PSI sieht für 2017 den Solarstrompreis bei 18-31 Rp/ kWh und für 2050 bei 8- 19 Rp/ kWh. Beide Prognosen für 2050 werden von 2018/ 19 im Schweizer Mittelland gebauten Anlagen bei weitem unterboten. Dies für Standorte mit 1‘000 kWh/ kWp und 2,5% Amortisation des Kapitals und einer Lebensdauer von 25 Jahren9. An bevorzugten Lagen sind Einstrahlungen von über 1‘200 kWh/ kWp gut möglich. Die Spitzenwerte liegen an Standorten wie im Wallis sogar bei 1‘500 kWh/ kWp. Diese für die Photovoltaik erfreuliche Tatsache wird im politischen Alltag der Schweiz nicht kommuniziert. So erstaunt es denn nicht, dass die Politik keine grosse Eile zeigt, die Photovoltaik zu forcieren10.


 
Freiflächen-Anlagen verhindern
In der Schweiz stehen so gut wie keine PV Freiflächen-Anlagen. Von verschiedenen Bundesämtern kursiert ein „Positionspapier11, das Aufdach-Anlagen gegenüber PV Freiflächenanlagen empfiehlt. Das Positionspapier zitiert unter Anderem: Freistehende Photovoltaik-Anlagen können, aus den genannten Gründen, nur in Ausnahmefällen zugelassen“ werden. Damit wird der Bau grosser kosten- günstiger Anlagen wirkungsvoll verhindert. Dies umso mehr als die Vermarktung von grossen PV Anlagen schwierig ist. 

 
 Schweizer PV Markt 2018: es dominieren kleine teure Anlagen - Vergrössern mit Klick auf Grafik !


Der PV Markt in der Schweiz von 2018 beschränkt sich weitgehend auf Anlagen unter 1 MWp. Nur 2,1% des Marktes 2018 waren Anlagen über 1 MWp. Das sind genau 2 Anlagen! Damit ist der Bau sehr günstiger PV - Anlagen wirkungsvoll verhindert. 

Nicht nur die Schweizer liegen daneben - IEA PV Studien zuverlässig daneben seit 20 Jahren
Nun könnte man die CH-PV Studien darauf zurückführen, dass die Autoren keinen Bezug zur PV Branche haben. Der Verantwortliche der PV Studie der ETHZ ist Professor für Verbrennungsmotoren. Solche Studien finden sich aber auch im internationalen Kontext. Die Internationale Energie-Agentur IEA, der 27 Länder aus der OECD Zone angehören, macht regelmässig Prognosen zum PV Markt. 

 
 PV Markt nach IEA stagnierend oder sinkend die Realität sieht anders aus seit fast 20 Jahren! - Vergrössern mit Klick auf Grafik !

Seit 2002 wird langsames Wachstum Stagnation oder Rückgang des PV Marktes „prognostiziert“! In der Realität wächst der PV Markt seit nahezu 40 Jahren. Es braucht ziemlich viel „Unverfrorenheit“ über eine so lange Zeitdauer an dieser Art von Prognosen festzuhalten. Man kann sich gut ausdenken, dass es für Länder, die bei der IEA sind, schwierig ist, angesichts solcher Prognosen auf ein Wachstum des PV Marktes zu setzen. Immerhin dürften solche Prognosen einer der Gründe sein, weshalb der deutsche Politiker Scheer zur Gründung einer Konkurrenzorganisation der International Renewable Energy Agency IRENA schritt. Bei der IRENA sind 160 Länder Mitglied, was doch deutlich mehr sind als bei der IEA. Man kann sich nur wundern über den fehlenden Rückkopplungszweig, der solche Prognosen über eine solche lange Zeitdauer zulässt.


Nicht freiwillig
Eines der grossen Elektrizitätswerke der Schweiz, die Bernische Kraftwerke AG (BKW), deren Mehrheitsaktionär der Kanton Bern ist, plante 2009 ein 1,2 GW AKW in Mühleberg zum Ersatz des 1975 in  Betrieb gesetzten 300 MW AKW‘s. An einem Hearing im November 2010 vor allen Parteien (ausser der SP) des bernischen Grossen Rates (Landesparlament), der Geschäftsleitung der BKW AG und dem Verwaltungsrat der BKW AG versuchte ich als „frischer“ Professor für Photovoltaik der Bernischen Fach- hochschule BFH und erfahrener PV Unternehmer seit 1985 dem Gremium die Idee beliebt zu machen, dass so ab 2020/ 2025 ein grosser Abschreiber in der Bilanz des AKWs nötig werde, weil der „Solarstrom günstiger als AKW – Strom sein werde“. – Dafür wurde ich von einem anwesenden bürgerlichen Politiker, der vorher Direktor der kantonal bedeutenden Bahngesellschaft BLS war, beschimpft. Das Gremium, ausser den Vertretern einiger Kleinparteien wie den „Grünen“, schaute mich mit grossem Unverständnis an. Der Politiker wurde übrigens zwei Jahre später ganz „manierlich“ als ich selber in das Parlament einzog. Da war meine Meinung bereits Allgemeingut geworden. Der Politiker wurde bei den nächsten Wahlen 2014 abgewählt, ich auf dem ersten Listenplatz der „Grünen“ wiedergewählt. Im Sommer 2011, nach dem Unfall im AKW Fukushima, die Kehrtwende: Neue AKWs wurden obsolet und meine Prognose vom Bilanzabschreiber wurde von der BKW AG sogleich umgesetzt. Die Planungsarbeiten für das AKW Mühleberg wurden abgeschrieben, das alte AKW Mühleberg wurde im Dezember 2019 ohne Ersatz abgestellt. Zwar versicherte der damalige CEO der Alpiq, einer weiteren grossen Stromfirma der Schweiz, Giovanni Leonardi in der Fernsehsendung „Arena“ im März 2011 nach dem AKW Unfall in Fukushima treuherzig „wir würden nie auf AKW Strom verzichten können“12. Er wurde wie seine Kollegen bald darauf ersetzt, neue Chef(Innen) für neue Geschäftsmodelle waren gefragt. Sie konnten auch die im Ausland teuer gekauften Kohle- und Gaskraftwerke mit Verlusten abstossen. Die Firma Alpiq ringt seither um ihre Existenz. 
 
Dem „Neuen“ fehlt etwas
Vielfältig sind die Berichte über neue Technologien, die auch von Insidern falsch eingeschätzt wurden 13. Gerade „Insider“ sind mit ihrer Betriebsblindheit für falsche Annahmen prädestiniert. So wird zuerst der neuen Technik zuerst der Nutzen abgesprochen. Ist dieser belegt, so wird der neuen Technik die „Relevanz“ abgesprochen. So geht das über viele Stufen, bis sich das Neue endgültig durchgesetzt hat. In der Zwischenzeit sind noch Widerstände aller Art zu erwarten, die es den Firmen und Verfechtern der alten Technologien (fossile Energien/ AKWs etc.) erlauben, ihre Investitionen weiter abzuschreiben und eventuell neue Geschäftsfelder zu finden. Wenn auch anzunehmen ist, dass Firmen, die z.B. fossile Energien als Geschäftsfeld haben, verschwinden werden. Oder wie ein Stratege eine grossen Ölfirma zu mir vor Jahren sagte: „Wissen Sie Herr Muntwyler, mit dieser Siliziumtechnologie konnten wir einfach nicht, wir haben sie mit Milliardenverlust verkauft. Das Beste was ich sehe für die Zukunft so in 2050, dass wir den Aktionären das Geld zurückgeben“14! Seither haben sich viele Ölfirmen wie Amoco, Arco Solar, BP, Shell, Mobil etc. aus der Photovoltaik zurückgezogen. 


So dauert es 1-2 Generationen bis sich eine neue Technologie gegen eine Alte durchsetzt. So müssen zuerst alle etablierten Spezialisten pensioniert werden bzw. aussterben, bis die Bahn für die neue Technologie frei ist. Für die terrestrische Photovoltaik, die so ab 1975 entwickelt wurde und etwa 1990 - 2000 in der breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, bedeutet das, dass es noch etwa 10 - 20 Jahre dauert, bis sie im Mainstream angekommen ist. Das ist etwa dann der Fall, wenn ein Hausbauer, der keine PV Anlage auf sein Haus baut, schrägt angeschaut wird. Wenn nicht sogar die Baugesetze eine PV Anlage fordern.
In der Zwischenzeit kann man die „Verwirrung“ nutzen, um noch Forschungsgelder zu erlangen, für Technologien, die vielleicht nie mehr eine Chance haben. Solche gibt es ja auch in der Photovoltaik. So nützen die ständigen Ankündigungen von „neuen revolutionären günstigen Solarzellen15“ der Entwicklung des PV Marktes nicht wirklich. 

Das Neue als Chance 
Die Schweiz ist eines der innovativsten Länder der Welt. Sobald es in den Export geht, sind die Schweizer schnell bei der Sache. Dies wäre auch in der Photovoltaik möglich, bei der Schweizer Firmen in Nischen wie PV Komponenten und Maschinen sehr erfolgreich sind. 


Interessant ist, dass dies nicht so kommuniziert wird. So wurde der photovoltaische Effekt vom Schweizer Patentbeamten Albert Einstein 1905 erklärt. Einstein erhielt dafür 1921 den Nobelpreis. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) wurde 1989 in der Schweizer Kleinstadt Burgdorf (wo unser PV Labor seinen Sitz hat) eingeführt. Die KEV war ein Abfallprodukt der „Tour de Sol“, dem ersten Rennen mit solarbetriebenen Fahrzeugen der Welt (1985). Dieses Erfolgsmodell hat die Entwicklung erneuerbarer Energien weltweit befördert. Solche Erfindungen zu vermarkten, liegt den Schweizern nicht. Im Kanton Bern wird allerdings die Photovoltaik als wichtigste neue Energiequelle für die Schweiz betrachtet, wie die Regierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Eingabe mitteilt, die die Förderung von Holzenergie fordert16

Resultate und Ausblick
Die Photovoltaik hat sich viel schneller und besser entwickelt als erwartet. Damit hat sie die konventionelle Energiebranche auf den Kopf gestellt. Konventionelle neue Kraftwerke mit Wasser- und Atomenergie, wie sie in der Schweiz dominieren, sind nicht mehr rentabel. Geplante Atom- und Gaskraftwerk-Projekte wurden abgebrochen. Noch laufen aber 4 Atomkraftwerke und so besteht kein Grund zur Eile, sollen doch in der Schweiz die AKWs solange laufen, wie „sie sicher“ sind. Das hat uns mittlerweile den ältesten AKW-Park der Welt beschert. Die Politik stellt deshalb dem Ausbau der erneuerbaren Energien, und das ist in der Schweiz primär die Photovoltaik, laufend neue Hürden in den Weg. Studien, die konkurrenzfähigen Solarstrom auf 2050 und danach verschieben, helfen dabei wesentlich.




Danksagung und Anmerkungen
Dieses Projekt wird im Rahmen des «Swiss Centre for Competence in Energy Research on the Future Swiss Electrical Infrastructure» (SCCER-FURIES) durchgeführt. Wir bedanken uns ebenfalls für die Unterstützung (Finanzen, Infrastruktur, Personal) der Berner Fachhochschule BFH. 

1 World Energy Outlook, Internationale Energie-Agentur IEA, 2013
2 Swissolar, Thomas Hostettler, Markterhebung Sonnenenergie 2018, Juli 2019
3 NZZ am Sonntag, 22. September 2019
4 Almut Kirchner, Die Energieperspektiven für die Schweiz bis 2050, 841 S., Prognos. September 2012 
5 Almut Kirchner, Die Energieperspektiven für die Schweiz bis 2050, S. 126, Prognos. September 2012  
6 Swissolar, Thomas Hostettler, Markterhebung Sonnenenergie 2018, Juli 2019
7 Pierre Verlinden, EUPVSEC 2018 Tagungsleiter, Brüssel September 2018
8 Precise PV long term data and cost tables of PV power (including PV skins), Urs Muntwyler, SCCER Furies Interim Report, August 2019
9 Precise PV long term data and cost tables of PV power (including PV skins), Urs Muntwyler, SCCER Furies Interim Report, August 2019
10 Photovoltaik als kostengünstigste Stromquelle dauerhaft blockiert? Ruedi Rechsteiner et. Al, Schweizerische Energiestiftung SES, 2018
11 Positionspapier freistehende Photovoltaik-Anlagen, Bundesamt für -Energie/ -Umwelt/ - Raumplanung und Landwirtschaft, 2012
12 Persönliche Aufzeichnung, Muntwyler war Teilnehmer der „Arena“
13 Erweiterte Zusammenfassung von „Standardsituationen der Technikkritik“ Kathrin Passig, edition unseld SV MRU Kurs BFH-TI, Urs Muntwyler 5/ 2015; 9/ 2013
14 Quelle dem Verfasser bekannt, möchte wohl lieber anonym bleiben.
15 Ankündigungen, die der Autor seit 35 Jahren hört und liest, u.a. bei der Grätzel Zelle 1993
16 Energiestrategie 2050

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Montag, 16. März 2020

Deutsche Treibhausgas-Emissionen sinken

In Deutschland wurden 2019 rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – rund 54 Millionen Tonnen oder 6,3 Prozent weniger als 2018. Das zeigt die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes (UBA). Damit setzt sich der positive Trend des Vorjahres auch 2019 fort. 

Mit Ausnahme des globalen Krisenjahres 2009 ist die Minderung im Jahr 2019 der größte jährliche Rückgang seit 1990. Die größten Fortschritte gab es in der Energiewirtschaft. Gründe für diese Entwicklung sind die erfolgreiche Reform des europäischen Emissionshandels, der niedrige Gaspreis, der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sowie die Abschaltung erster Kohlekraftwerksblöcke. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Bis 2030 will Deutschland seine Emissionen laut Klimaschutzgesetz um mindestens 55 Prozent mindern.

Umweltbundesamts-Präsident Dirk Messner zur Entwicklung: „Deutschland bewegt sich in die richtige Richtung hin zum Klimaziel 2030. Das ist erfreulich. Wir wissen aber auch, dass wir uns vor allem bei den erneuerbaren Energien auf den Lorbeeren der letzten 20 Jahre ausruhen. Wir müssen wieder deutlich mehr Windenergieanlagen installieren, daran führt kein Weg vorbei, um Kohlestrom zu ersetzen, der vom Netz geht. Und in anderen Branchen stagniert die Bewegung, wie bei Gebäuden und Verkehr. Grundsätzlich sehe ich aber, dass Deutschland seine Klimaziele schaffen kann. Und Deutschland kann auch noch mehr schaffen, wenn wir die richtigen Weichen stellen und in allen Sektoren die Möglichkeiten ausschöpfen.“

Für das Jahr 2019 verteilen sich die Treibhausgasemissionen wie folgt auf die Sektoren:

Die Energiewirtschaft erbringt den mit Abstand größten Minderungsbeitrag von fast 51 Mio. Tonnen CO2, dies sind 16,7 Prozent weniger als 2018. Ein wesentlicher Faktor ist der Einsatz von weniger emissionsintensiven Gas- statt Kohlekraftwerken. Hier macht sich neben niedrigen Weltmarktpreisen für Gas vor allem die erfolgreiche Reform des europäischen Emissionshandels bemerkbar, die zu höheren CO2-Preisen geführt hat. So lag der Durchschnittspreis für eine Tonne CO2 2019 mit 24,65 € fast doppelt so hoch wie 2018. In der Folge war der Betrieb von Kohlekraftwerken 2019 häufig teurer als der von Gaskraftwerken. 2019 wurden Steinkohlekraftwerke mit insgesamt 3,5 Gigawatt Leistung stillgelegt oder in die Netzreserve überführt. Auch die in die Sicherheitsbereitschaft übernommenen Braunkohle-Kraftwerksblöcke im Oktober 2018 und im Oktober 2019 haben zur Minderung beigetragen.

Ein weiterer wesentlicher Treiber der Minderung ist der deutlich gestiegene Beitrag der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion. Grund dafür ist allerdings nicht in erster Linie der Bau neuer Anlagen, sondern ein besonders wind- und sonnenreiches Wetter.

Im Sektor Industrie gehen die Emissionen gegenüber dem Vorjahr um über 7 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente zurück (minus 3,7 Prozent). Zum großen Teil ist dieser Rückgang der rückläufigen Brennstoffnutzung in den Industriefeuerungen und der geringeren Stromerzeugung in den Industriekraftwerken zuzuordnen. Im Bereich der Prozessemissionen sanken diese insbesondere in der Stahlindustrie. In der mineralischen Industrie, wie auch in der chemischen Industrie ergeben sich ebenfalls leichte Rückgänge der Treibhausgasemissionen

Die Emissionen aus dem Gebäudebereich stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5 Mio. Tonnen an (plus 4,4 %). Ein wesentlicher Treiber des Emissionsanstiegs sind die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Heizölabsätze. Das lag vor allem am Preis: 2019 war der Heizölpreis deutlich niedriger als 2018. Daneben spielte auch die Witterung eine Rolle: Nach dem außergewöhnlich warmen Jahr 2018 war das Jahr 2019 in vielen Teilen Deutschlands wieder etwas kühler.

Die Treibhausgasemissionen des Verkehrs liegen mit 163,5 Mio. Tonnen CO2 auf einem leicht höheren Niveau als im Vorjahr (+1,2 Mio. Tonnen bzw. +0,7 %). Zwar kamen sparsamere Fahrzeuge auf den Markt, gleichzeitig nahm aber auch der Kfz-Bestand zu (+1,6%), so dass in Summe mehr Benzin und Diesel verbraucht wurde.

Im Sektor Landwirtschaft gingen die Treibhausgasemissionen um 2,3 % auf 68,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zurück. Gründe dafür sind sinkende Tierbestände bei Rindern (-2,6 %) und bei Schweinen (-2,0 %) sowie ein um 10,3 % zurückgegangener Mineraldüngerverkauf. Die beobachtbaren Effekte können nach ersten Analysen zum einen auf die Folgen der sehr trockenen Witterung zurückzuführen sein (insb. Tierfuttermittelverfügbarkeit), zum anderen auf geringe Marktpreise und die Verschärfung der Düngeverordnung von 2017. Die Emissionen des Abfallsektors sanken gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. Tonnen bzw. um 4,7 %. Der Trend wird bestimmt durch die Emissionen der Abfalldeponierung, die um 5,9 % weiter zurückgingen. Bei den anderen Kategorien gibt es kaum Veränderungen.

Im Ergebnis gingen bei allen Treibhausgasen die Emissionen zurück. Beim dominierenden Kohlendioxid beträgt der Rückgang nahezu 50 Mio. Tonnen (-6,6 %). Die Methangesamtemission gingen um 2,5 Mio. Tonnen (-4,7 %) zurück. Lachgas lag bei nahezu minus 1,3 Mio. Tonnen (-3,5 %). Die Gesamtheit der F-Gase sank um nahezu 0,3 Mio. Tonnen.

Die genauen Zahlen finden sich unter:
https://www.umweltbundesamt.de/dokument/trendtabelle-sektoren-vorlaeufige-thg-daten-2019
Grafiken Sie unter:
https://www.umweltbundesamt.de/galerie/entwicklung-der-treibhausgasemissionen-in-2019
Die Dokumentation zur Berechnungsmethode finden Sie unter:
https://www.umweltbundesamt.de/dokument/dokumentation-berechnungsmethode-vorlaeufige-thg

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