Dienstag, 31. Januar 2012

Solarstrom senkt Börsenpreis

Der Gesamteinspareffekt durch die Photovoltaik betrug an der EPEX-Strombörse im Jahr 2011 bis zu 840 Millionen Euro. Mittags senkt Solarstrom die Preise sogar um bis zu 40 Prozent. Industriestrompreise sind durch Kostensenkungseffekt um rund 0,15 Cent pro Kilowattstunde niedriger.

Solarstrom senkt die durchschnittlichen Preise an der EPEX-Strombörse um bis zu zehn Prozent, zur Mittagszeit sogar um bis zu 40 Prozent. Das belegt eine Kurzstudie des Instituts für ZukunftsEnergiesysteme (IZES gGmbH), Saarbrücken, die im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) erstellt worden ist. Insgesamt beläuft sich der Preissenkungseffekt für das Jahr 2011 demnach auf 520 bis 840 Millionen Euro – was einer Preisminderung von vier bis sechs Euro pro Megawattstunde entspricht. „Es wird viel über die Kosten des Solarstroms geredet“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Die IZES-Studie zeigt, dass Solarstrom bereits heute auch entlastende Preiseffekte hat.“

Grund für den Preissenkungs-Effekt: Solarstrom wird zu Spitzen-Nachfragezeiten erzeugt – tagsüber, wenn Strom an der Börse am teuersten ist. Die IZES-Studie belegt, dass mit dem wachsenden Zubau an Solarstrom die Preise für sogenannten Peak-Strom (Peak = Spitze) in den Jahren 2007 bis 2011 kontinuierlich gesunken sind. Peak-Strom wird im Spothandel an der EPEX-Börse gehandelt, in der Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr. Der Spothandel setzt den Preis für den gesamten Stromhandel in Deutschland, also auch für den Terminmarkt und OTC („Over the counter“)-Geschäfte.

Der preissenkende Effekt kommt derzeit vor allem Großhändlern und Großver-brauchern zugute, die ihren Strom am Spotmarkt beziehen. Für die stromintensive Industrie entsteht somit durch den Solarstrom eine lukrative Win-Win-Situation. Zum einen profitiert sie von den günstigen Einkaufspreisen an der Strombörse, zum anderen wird sie größtenteils von der Zahlung der EEG-Umlage befreit.

Die privaten Verbraucher hingegen spüren von den kostensenkenden Effekten nichts. Im Gegenteil: Für sie verteuert sich die EEG-Umlage, weil sie für die Differenzkosten zwischen billigem Peak-Strom und garantierter Einspeise-vergütung aufkommen müssen. Würde man die preissenkende Wirkung der Photovoltaik hingegen bei der Berechnung der EEG-Umlage berücksichtigen, entspräche dies einer Entlastung der Verbraucher-Stromtarife in Höhe von rund 0,15 Cent pro Kilowattstunde.

Quelle: Deutscher Bundesverband Solarwirtschaft

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Elektroautos nur mit Ökostrom

Ergebnisse zweier wesentlicher Projekte des Öko-Instituts und des Instituts für Energie- und Umweltforschung zum Thema Klima- und Umweltverträglichkeit von Elektroautos wurden veröffentlicht. Sie zeigen, dass Elektroautos nur bedingt nachhaltig sind.

Erst die Nutzung zusätzlicher erneuerbarer Energien ermöglicht eine signifikante Reduzierung der CO2-Emissionen. Dieser Ansatz ist zentraler Bestandteil des Regierungsprogramms Elektromobilität. Das deutsche Bundesumweltministerium unterstützt die intelligente Netzintegration und Kopplung an Strom aus erneuerbaren Quellen mit einem umfangreichen Forschungsförderprogramm.

Der voll elektrisch betriebene Mitsubishi auf Zürichs Strassen - ein Flottenwagen der Universität (Bild: Guntram Rehsche)






"Eine bloße Verlagerung des CO2-Ausstoßes vom Auspuff zum Kraftwerk ist Augenwischerei. Elektrofahrzeuge müssen regenerativ erzeugten Strom nutzen, der als zusätzliche Kapazität in den Strommarkt gebracht wird. Entscheidend für den Fortschritt hin zu einer Mobilität, die ohne Verbrauch fossiler Ressourcen auskommt, ist die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien", so Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.

Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein für den Klima- und Umweltschutz im Verkehr. Allerdings wird die Gesamtumweltbilanz von Elektroautos von vielen Faktoren beeinflusst, etwa dem Energieeinsatz zur Produktion und zum Betrieb der Fahrzeuge. Im Rahmen seines Förderprogramms Elektromobilität unterstützt das Bundesumweltministerium eine Vielzahl von Flottenversuchen mit E-Fahrzeugen. Die übergreifende Begleitforschung führt die Praxisergebnisse hieraus zusammen und ermittelt die Umweltentlastungspotenziale.

Für die Klimabilanz von Elektroautos ist vor allem die Herkunft des Ladestroms entscheidend. CO2-Emissionen und weitere Umwelteffekte der Elektromobilität können Verbraucher jetzt anhand individueller Parameter im Internet berechnen. Der Umweltrechner zeigt auch die Umweltwirkungen des aktuell genutzten Pkw im Vergleich.

Im Projekt UMBReLA wurde die Untersuchung verschiedener Fahrzeug- und Nutzungstypen auf ihre Umwelteffekte über den gesamten Lebenszyklus hin auch für einen Online-Rechner aufbereitet. Leitfrage dabei war: Unter welchen Rahmenbedingungen zeigt der Einsatz von Elektroautos besonders günstige Umweltbilanzen? Per Mausklick können Verbraucher nun auf einen Blick verschiedene Fahrzeugtypen miteinander vergleichen. Die Nutzung von Energie aus Wind und Sonne wirkt sich maßgeblich auf die Umweltbilanz aus.

Die Elektromobilität ist langfristig notwendig für den Klimaschutz und kann bereits bis zum Jahr 2030 eine wichtige Option für den klimafreundlichen Verkehr sein. Das Öko-Institut distanziert sich daher von der pauschalen Behauptung, dass Elektrofahrzeuge eine „Ökolüge“ darstellen. Entscheidend für die Wirkungen auf die Treibhausgasbilanz und die Weiterentwicklung dieser Verkehrsoption sei vielmehr der rechtzeitige und forcierte Ausbau der erneuerbaren Energien. In welchem Umfang dies passieren müsse, zeigten die Forscher in der Mitte Januar veröffentlichten Studie OPTUM.

Montag, 30. Januar 2012

Solarenergie nachhaltig Spitze

Den Sonderpreis für nachhaltige Klein- und Mittelunternehmen (KMU) erhielt am Montag das Solarunternehmen «energiebüro AG» aus Zürich. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ehrte zum dritten Mal nachhaltige Firmen der Schweiz, wobei der Hauptpreis an das Haustechnik-Unternehmen Hunziker und Partner ging.

Die ZKB lässt sich mit der Preisverleihung nicht «lumpen»: 150'000 Franken stehen insgesamt als Preissumme für die nachhaltigsten KMU der Schweiz zur Verfügung. Der Anlass fand vor hunderten von TeilnehmerInnen mit viel Prominenz im mondänen Zürcher Hyatt Park Hotel statt – und gereichte gar der Konkurrenz der Staatsbank zur Ehre. Denn unter den drei nominierten Unternehmen fand sich auch die Alternative Bank Schweiz (ABS), die sowohl mit den unterstützten Projekten wie mit Transparenz bei der Kreditvergabe glänzt.
Die Geehrten auf dem Podium anlässlich der Preisverleihung für nachhaltige Schweizer KMU - zweiter von links Christian Meier vom Solarunternehmen «energiebüro AG», ganz rechts Christian Hunziker vom gleichnamigen Hauptgewinner (Bild: Guntram Rehsche)

Ganz an die Spitze schaffte es die ABS dann aber doch nicht. Vor der Sonne stand ihr die Hunziker Partner AG – die die Jury mit auch bankfremden ExpertInnen sowohl in wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Hinsicht überzeugte. Gemäss Jurypräsident Bruno Dobler, seines Zeichens auch Vizepräsident des ZKB-Bankrats, trägt der Preis auch «dem Potenzial für künftige Nachhaltigkeitsleistung Rechnung». In der Laudatio heisst es unter anderem, Hunziker zeichne mit seinen rund 60 MitarbeiterInnen als Gebäudetechniker vorbildlich, wie sich ein mittleres Unternehmen erfolgreich der Nachhaltigkeit verschreibt. Firmenchef Christian Hunziker fügte dem launisch an, Nachhaltigkeit sei quasi eine Gelddruckmaschine - will sagen, helfe sowohl Geld zu sparen als auch neue Verdienstquellen zu erschliessen.


Erfolgreich hat sich auch die Zürcher «energiebüro AG» der Nachhaltigkeit verschrieben. Sie montierte, geführt von Firmenchef Christian Meier, bereits Solaranlagen auf Schweizer Dächer – besonders erfolgreich auf Fussballstadien – als dies noch weit herum belächelt wurde. Meier erhielt nach eigenem Bekunden vor zehn Jahren von einer Grossbank den Rat, sich mit seinem Talent doch einem zukunftsträchtigeren Geschäft zu verschreiben. Nun hat die ZKB das Potenzial dieses Geschäfts dennoch er- und den Sonderpreis für Kleinstunternehmen zuerkannt.

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Streichkonzert bei Förderung

Die italienische Regierung hat mit sofortiger Wirkung die Förderung neuer Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen gestoppt. In Frankreich fordert die Solarbranche derweilen wenigstens ein Einfrieren der Einspeisetarife. Radikal geht Spanien vor - und in Deutschland wartet man gespannt auf einen Entscheid der zerstrittenen Regierungskoalition.

Ursprünglich lief in Italien bis Ende des ersten Quartals 2012 noch eine Übergangsfrist. Bis Ende März ans Stromnetz angeschlossen Solarparks auf Ackerflächen sollten noch feste Einspeisevergütung nach dem Conto Energia beanspruchen können, dem italienischen Gegenstück zum EEG. Diese Übergangsregelung stammt vom Juni letzten Jahres, als die Regierung in Rom beim starken Ausbau der italienischen Photovoltaik auf die Bremse trat und die Solarstromvergütung kappte. Dennoch stieg der Zubau der Solarstromleistung in 2011 stärker al je zuvor. Laut dem europäischen Photovoltaikverband wurde weltweit in keinem Land mehr neue Solarstromkapazität aufgebaut als in Italien.

Solarpark-Anlagen wie etwa die im Bild gezeigte von Conergy dürften künftig in Italien nicht mehr von Fördertarifen profitieren. Das ist zwar bedauerlich, kündet aber gleichzeitig von der Tatsache, dass die Solarenergie bereits nahe der Konkurrenzfähigkeit wirtschaftet.


Doch noch ist es nicht sicher, ob es in Italien wirklich zu dem vorgezogenen Aus für neue Solarprojekte auf Ackerflächen kommt. Wie Rödl & Partner in einer Mitteilung erläutert, muss das neue Dekret innerhalb von 60 Tagen in ein geltendes Gesetz umgewandelt werden. Kommt es dies nicht dazu, trete diese rückwirkende Regelung wieder in Kraft. Eben darauf würden die italienischen Solarverbände nun hinwirken.

In Frankreich fordert die Solarbranche ein Einfrieren der Einspeisetarife. Deren stete Absenkung bringe jeden zweiten Arbeitsplatz der Branche in Gefahr. Die Industrieorganisation Enerplan, die mehr als 250 Solarunternehmen vertritt, verlangt zudem, von den Ausschreibungsverfahren für PV-Systeme mit einer Leistung von mehr als 100 KW Abstand zu nehmen. Denn seit der Einführung dieses Verfahrens sei in Frankreich keine Anlage dieser Größe mehr installiert worden. Die Bewerbungsfristen würden zu lange laufen und die hohen Entwicklungskosten das ökonomische Potenzial zerstören.

Wie der französische Regulierer CRE ankündigte, sinken die Solarstromtarife für Neuanlagen im ersten Quartal 2012 zwischen vier und zehn Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2011. Mit einer Vergütung von 38 Cent pro kWh für Anlagen mit einer Leistung von bis zu drei KWh sei der Preis 15 Prozent jetzt schon unter dem Niveau von März 2011. Größere Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen 36 und 100 Kilowatt erhalten aktuell lediglich 24 Cent pro Kilowatt – das ist rund sogar ein Viertel weniger als vor einem Jahr.

Ende Woche gab das spanische Ministerium für Industrie, Tourismus und Handel (MITyC) bekannt, dass es das nationale Einspeisetarif-Programm für Neuanmeldungen zeitweise aussetzen wird. Dies betrifft sowohl Photovoltaik- als auch solarthermische Kraftwerke. Die Sperre wird sich nicht auf Anlagen auswirken, die bereits Vergütungen erhalten oder bereits angemeldet sind.

Schliesslich wird in Deutschland auf eine Neufassung des Einspeisegesetzes für Erneuerbare Energien (EEG) gewartet - der Streit um diese ist vor allem auch innerhalb der regierenden Koalitionsregierung entbrannt und dreht sich im wesentlichen um die Frage einer fixen Begrenzung der Förderung (Deckel).

Quellen: ecoreporter.de / Solarserver

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Atomfreies Japan

In Japan hat der Stromkonzern Chugoku Electric Power heute seine letzten beiden Reaktoren in dem Atomkraftwerk (AKW) Shimane in der Stadt Matsue zur regulären Wartung heruntergefahren. Damit laufen aktuell nur noch drei der 54 Atomreaktoren, die bis zu der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 rund 30% des Strombedarfs des Landes gedeckt haben.

Die restlichen drei Meiler werden ebenfalls in Kürze zur Wartung abgeschaltet (im Bild das soeben herunter gefahrene AKW Shimane aus der Luft gesehen). Dies ist in Japan alle 13 Monate üblich. Damit wird das Land bis Ende April 2012 atomstromfrei sein. Über das Hochfahren der AKW wird neben mehreren nötigen Schritten auch ein staatlich angeordneter Stresstest entscheiden Zur Deckung des aktuellen Energiebedarfs wurden stillgelegte fossile Kraftwerke (Öl, Gas, Kohle) wieder angefahren. Japan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der weltweit größten Ansammlung von Vulkanen. Das Potential an Geothermie zur Strom- und Wärmeerzeugung ist somit riesig. Das Landesinnere ist gebirgig und bietet gute Chancen für Wasserkraft. Die Insel verfügt zudem über eine extrem lange Küstenlinie, die sich für Windenergie eignet. Laut der Studie "Energy Rich Japan" von 2003 könnte das Land der aufgehenden Sonne zu 100% mit Erneuerbaren Energien versorgt werden. Derzeit decken sie lediglich 3,4% des Verbrauchs.

Die Dreifachkatastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe war die teuerste Naturkatastrophe der Geschichte. Sie hat dem Rückversicherer Munich Re zufolge 210 Milliarden Dollar an volkswirtschaftlichen Schäden verursacht, von denen 35-40 Milliarden versichert waren (die Kosten der Atomkatastrophe sind dabei noch gar nicht vollständig abzusehen). Die Katastrophe war damit beinahe so teuer, wie das gesamte bislang teuerste Katastrophenjahr der Geschichte, das Jahr 2005 mit einem Schadensvolumen von 220 Milliarden Dollar (vor allem aufgrund der Überschwemmung von New Orleans durch den Hurrikan Katrina). Das Gesamtjahr 2011 war mit 380 Milliarden Dollar Schäden das mit Abstand teuerste Katastrophenjahr der Geschichte.

Quelle: Agitano Wirtschaftsforum Mittelstand - (mb)

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Sonntag, 29. Januar 2012

Zertifikate für Solarwärme

Erstmals wurden Zertifikate für das MINERGIE-Modul Thermische Solaranlagen überreicht. MINERGIE-Module sind ausgewählte und zertifizierte Bauteile in MINERGIE-Qualität. Sie zeichnen sich aus durch Energieeffizienz, aber ebenso durch Komfort und Qualität. Im Rahmen einer Fachveranstaltung an der Swissbau in Basel, wurden die ersten drei Zertifikate für Thermische Solaranlagen übergeben.

In Neubau- und Modernisierungsprojekte ist der MINERGIE Standard ein häufig angewandtes und verlässliches Instrument. MINERGIE-Module sind die Bausteine des MINERGIE-Hauses: Wird ein Haus konsequent mit ihnen realisiert, erfüllt es in der Regel die Anforderungen des MINERGIE-Standards. Was bedeutet, dass mit dem konsequenten Bauen mit Modulen das MINERGIE-Zertifikat für das Gebäude meistens erreicht werden kann. Diese Module gab es bisher in den Kategorien, Fenster, Holzfeuerstätten, Komfortlüftung, Leuchten, Sonnenschutz, Türen sowie Wand- und Dachkonstruktionen. Mitte Januar wurden im Rahmen einer Fachveranstaltung an der Swissbau in Basel Systeme der Ernst Schweizer AG (siehe Bild), Helvetic Energy GmbH und SOLTOP Schuppisser AG mit dem MINERGIE-Modul Thermische Solaranlagen durch den Trägerverband Swissolar und MINERGIE ausgezeichnet.

Die Qualität eines Bauteils ist durch das MINERGIE-Modul-Zertifikat garantiert. Aber nicht nur das: "MINERGIE-Module zeichnen sich durch drei Merkmale aus", erläutert Prof. Heinrich Huber von der MINERGIE Agentur Bau das Konzept. "Sie sind energieeffizient, qualitativ hochwertig und bieten mehr Komfort als ein konventionelles Produkt."

Für thermische Solaranlagen heisst das beispielsweise, dass nicht nur hochwertige Komponenten eingesetzt werden, sondern dass diese durch Solarprofis auch zu einem effizienten und betriebssicheren System zusammengebaut werden. Die MINERGIE-Module bezeichnet Heinrich Huber als eine Art Leuchtturm oder Wegweiser auf dem Weg zum besseren Bauen: "Wenn eine Modernisierung ansteht und ein Gebäude aus Budgetgründen schrittweise modernisiert werden soll, können beispielsweise in einem ersten Schritt MINERGIE-Fenster eingebaut werden. Der Eigentümer kann dann entscheiden, wie es weiter geht, was er wann und wie modernisieren will und ob er überhaupt MINERGIE anstrebt. Wenn er später auch die Gebäudehülle und alles Übrige nach MINERGIE modernisiert, erfüllt er am Ende die Anforderungen des Standards." Für Neubauten wird grundsätzlich von vornherein die konsequente Planung nach MINERGIE empfohlen. Auch hier kommen Module zum Einsatz – oft zum Beispiel bei der Beleuchtung.

Für Hausbesitzer und Planer wird es noch einfacher, eine hohe qualitativ hochwertige Sonnenkollektoranlage in ihre Projekte zu integrieren. Das MINERGIE-Modul bezieht sich auf die gesamte Solaranlage, da der Ertrag und die Funktionstüchtigkeit einer Kollektoranlage ganz wesentlich durch das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und durch die Einbindung in die übrige Haustechnik bestimmt werden. Also auf die Ausrichtung und Fläche der Kollektoren, auf die Grösse des Speichers und den Stromverbrauch der Solarpumpe. Auch die Planung und die Installation der Anlage durch anerkannte Fachkräfte – Die Solarprofis Swissolar® – ist eine Bedingung zur Zertifizierung als MINERGIE-Modul.

Nach Einschätzung von Swissolar soll dieses Modul mithelfen den Anteil von Solaranlagen bei MINERGIE-Gebäuden und insbesondere bei den wichtigen Gebäudemodernisierungen zu erhöhen. Rund 1,5 Millionen Gebäude der Schweiz sind erneuerungsbedürftig. In der Schweiz besteht noch Nachholbedarf: Während in Österreich rund 4,6 Mio. Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert sind, ist die Kollektorfläche in der Schweiz fast sechsmal weniger gross (pro Person). Dass die Schweiz bei der Kollektordichte noch etwas zulegen wird, besteht berechtigte Hoffnung. Denn viele der geplanten Erneuerung von Häusern eignen sich besonders gut für die Integration einer Kollektoranlage. So bekommt das Haus einen besseren Wärmeschutz und die noch notwendige Wärme wird umweltfreundlich erzeugt.

MINERGIE-Module Thermische Solaranlagen kombinieren als Gesamtsystem: einerseits hohe Ansprüche an Komponenten und andererseits an die Installation. Die Komponenten der Solaranlage entsprechen den Qualitätsanforderungen des europäischen SolarKeymark-Labels. Realisiert werden die Systeme von Solarprofis Swissolar®, den anerkannten Fachkräften der Solarbranche. Weiter erfüllen die Systeme spezifische Anforderungen an Dimensionierung und Grenzwerte bei der Hilfsenergie.

Quelle: Verein Minergie, Foto: Guntram Rehsche

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Samstag, 28. Januar 2012

So viel Solarstrom wie 10 AKW

Mitte Woche veröffentlichte der europäische Photovoltaik-Industrieverband EPIA (European Photovoltaic Industry Association, Brüssel, Belgien) einen neuen Bericht, wonach 2011 weltweit Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 27,7 Gigawatt (GW) in Betrieb genommen wurden, drei Viertel davon in Europa. Weltweit wird damit gemäss Berechnungen von Solarmedia bereits mindestens so viel Solarstrom produziert, wie zehn grosse Atomkraftwerke liefern.


Die neuen Zahlen zum PV-Weltmarkt liegen im Durchschnitt der Schätzungen von Marktforschern. Der "Market Report 2011" sagt unter anderem auch, dass sich die Zahl der Länder mit einem Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung von drei (2010) auf sechs (2011) erhöht habe. “Die Photovoltaik-Industrie befindet sich an einem Scheideweg“, sagte EPIA-Präsident Ingmar Wilhelm. „Die europäischen Märkte waren immer schon größer als ihre eigene Produktion. Das wird wahrscheinlich in den nächsten Jahren nicht mehr der Fall sein.”

“Auf der ganzen Welt müssen neue Märkte eröffnet werden, um die Photovoltaik-Entwicklung in den nächsten zehn Jahren anzutreiben, so wie es Europa in den letzten zehn Jahren getan hat.“ Durch den Zubau lag die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung Ende 2011 bei 67,4 Gigawatt - diese produzieren mindestens so viel Strom wie zehn grosse AKW. Anders als andere Marktforscher identifiziert EPIA Italien als weltgrößten Photovoltaik-Markt 2011. Es folgen Deutschland, China, die USA, Frankreich und Japan. Alle haben mehr als ein Gigawatt zugebaut.

EPIA hält die Auffächerung des weltweiten Photovoltaik-Markts für die wichtigste Errungenschaft der Branche. Viele dieser Märkte hätten jedoch erst einen kleinen Teil ihres Potenzials entfaltet.

Quelle: EPIA | solarserver.de

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