Dienstag, 7. Juli 2020

Was leistet Photovoltaik in diesen sonnigen Tagen?


Vergrössern mit Klick auf Darstellung !

Eine um nur zwei Stunden versetzte tagesaktuelle Darstellung der Erträge aller Solaranlagen! Leider nur für Deutschland verfügbar.... Alles Weitere auf:  https://www.sma.de/unternehmen/pv-leistung-in-deutschland.html

^^^ Nach oben

Dienstag, 30. Juni 2020

Twitter - da schau her!

Vergrössern mit Klick auf Screenshot!
Kurz und prägnant informiert über Twitter: Solarmedia ist auch auf diesem sozialen Medium aktiv - und wie! Einfach auf den Twitter-Button der Solarmedia-Site drücken (Spalte links oben) oder direkt hier: www.twitter.com/rehsche. Wer selbst  twittern möchte, geht zur Einstiegssite www.twitter.com und meldet sich dort an (kostenfrei und ohne weitere Verpflichtungen). Unter #es2050 spielt sich eine dauerhaft heftige Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Energiestrategie 2050 ab. Dort kann man seine Favoriten kennzeichnen und diesen zu mehr Publizität verhelfen. Und immer ist die Solarmedia-Site präsent mit neuesten Meldungen aus der Solarbranche.

© Text und Bild: GuntramRehsche / Solarmedia

^^^ Nach oben

Freitag, 26. Juni 2020

Swissolar fordert Gesetzes-Anpassungen

Der Solarfachverband Swissolar beurteilt die Zielwerte und Massnahmen, die der Bund im Energiegesetz (EnG) in Bezug auf den Ausbau der erneuerbaren Energien vorschlägt, als ungenügend.

(Artikel übernommen und angepasst von energate.ch)

Der zusätzliche Bedarf an Strom aus erneuerbaren Energien liegt nach Einschätzung von Experten bei rund 45 Mrd. kWh. Dieser Bedarf kann sinken, aber auch deutlich steigen, wenn fossile Energien in den Bereichen Landwirtschaft und Flugverkehr durch Strom ersetzt werden oder die Effizienzmassnahmen im Gebäudebereich weniger stark wirken. Diese zusätzliche Stromproduktion sollte möglichst noch vor 2050 erreicht werden.

Wir weisen zudem darauf hin, dass die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) einen auf Winterstrom fokussierten, zusätzlichen Ausbau an erneuerbaren Energien im Bereich von 5 bis 10 Mrd. kWh empfiehlt, um die Versorgungssicherheit zu stärken. Potenzielle Engpässe betreffen primär die drei Monate Dezember, Januar, Februar. In den Herbst- und Frühlingsmonaten kann die Photovoltaik bereits einen massgeblichen Beitrag leisten, insbesondere dann, wenn PV massiv ausgebaut wird.

Infrastrukturflächen müssen verstärkt für PV genutzt werden

Swissolar plädiert ausserdem für eine verstärkte Nutzung von Photovoltaik bei der Infrastruktur. Auf geeigneten Dach- und Fassadenflächen allein können gemäss Bundesamt für Energie (BFE) rund 67 Mrd. kWh Solarstrom erzeugt werden, davon mindestens 30 Prozent im Winterhalbjahr. Dies zeigt, dass Photovoltaik zwingend zum zweiten Standbein unserer Energieversorgung neben der Wasserkraft werden muss und den gesamten zusätzlichen Strombedarf von 45 Mrd. kWh decken könnte. Ein weiterer Ausbau anderer erneuerbarer Energien, insbesondere der Windenergie, ist aber ebenso erwünscht.
 
500 kW als Grenze zwischen kleinen und grossen Anlagen

Das Ausschreibeverfahren soll bewusst offen bleiben. Je nach Situation kann eine Ausschreibung nach Investitionsbeiträgen oder eine nach Marktprämien wirksamer sein. Wer Fremdkapital aufnehmen müsste, kann besser leben mit einem Investitionsbeitrag. Zudem ist man in diesem Fall geringeren regulatorischen Risiken ausgesetzt. Auktionen sollen erst ab einer Leistung von 500 kW und nur für Anlagen ohne Eigenverbrauch gelten. Die 500 kW sind denn auch die Grenze, ab welcher eine Anlage als gross eingestuft werden soll. Diese entspricht dem EU-Recht.

Geplante Strommarktliberalisierung schafft Unsicherheit für Investoren

Die geplante Strommarktliberalisierung schafft zusätzliche Unsicherheit für Investoren. Die Stromversorger könnten nicht mehr die vollen durchschnittlichen Gestehungskosten der Stromproduktion an ihre gebundenen Kunden weiter verrechnen, sondern nur noch die Grenzkosten. Für die Photovoltaik fällt der Rückliefertarif als wesentliches Finanzierungsinstrument weg. Die Marktliberalisierung verursacht somit zusätzliche Förderkosten, die der aktuelle Netzzuschlag von 2,3 Rp./kWh nicht decken kann. Eine Erhöhung der Abgabe muss die Auswirkungen dieser Systemänderung kompensieren. Diese kann unter anderem ein schweizweit einheitlicher minimaler Rückliefertarif für kleinere Anlagen gemäss Art. 15 EnG finanzieren. Aufgrund dieser Überlegungen müssen StromVG und EnG zwingend aneinander gekoppelt werden. 

Quelle: Swissolar / energate.ch

^^^ Nach oben

Donnerstag, 25. Juni 2020

1. Ausschreibung des Forschungsprogramms

Das Bundesamt für Energie hat die erste Ausschreibung (call for proposals) innerhalb des neuen Energieforschungsprogramms SWEET (Swiss Energy Research for the Energy Transition) gestartet. Das Leitthema dieser Ausschreibung mit einem Gesamtbudget von 30 Millionen Franken lautet "Integration der erneuerbaren Energien in ein nachhaltiges und widerstandsfähiges Schweizer Energiesystem". 

Bewerben können sich Forschungskonsortien aus Hochschulen, nicht gewinnorientierten Forschungseinrichtungen, Privatwirtschaft und öffentlicher Hand bis zum 12. Oktober 2020. Im Rahmen der ersten Ausschreibung sind vier Forschungsaufgaben (research challenges) definiert:

Forschungsaufgabe 1: Verbesserung der Effizienz von erneuerbaren Energiesystemen durch Flexibilität und Sektorkopplung
Forschungsaufgabe 2: Integration der dezentralen Versorgung mit erneuerbarer Energie in das schweizerische Energiesystem
Forschungsaufgabe 3: Einsatz erneuerbarer Energien für Heizung und Kühlung
Forschungsaufgabe 4: Nachhaltigkeit im Zentrum eines widerstandsfähigen Schweizer Energiesystems

Pro Challenge wird jeweils maximal ein Konsortium ausgewählt und finanziert. Die maximale Finanzierung liegt bei 8 Millionen Franken für die Forschungsaufgaben 1 bis 3 sowie bei 6 Millionen Franken für die Forschungsaufgabe 4. Die Forschungsaufgaben müssen trans- und interdisziplinär angegangen werden. Die Konsortien erstellen dazu Portfolios von miteinander verbundenen Projekten. Die Konsortialprojekte haben eine Laufzeit zwischen 6 und 8 Jahren. Die Zuschläge der ersten Ausschreibung werden im Januar 2021 bekanntgegeben, die ersten Forschungsarbeiten starten im Frühjahr 2021. Die genauen Teilnahmebedingungen sind in der «Call Guideline» festgehalten.

SWEET (Swiss Energy Research for the Energy Transition)
wird rollend Ausschreibungen für Konsortialprojekte durchführen. Die letzten Projekte werden 2032 abgeschlossen sein. Gefördert werden ausschliesslich Konsortialprojekte, die zentrale Forschungsthemen der Energiestrategie 2050 umfassend bearbeiten. Schwerpunkt von SWEET ist die anwendungsorientierte Forschung und die Demonstration der erzielten Ergebnisse. Die Programmleitung von SWEET liegt beim Bundesamt für Energie (BFE).

Quelle: Schweizerische Eidgenossenschaft

^^^ Nach oben

Dienstag, 23. Juni 2020

7-Punkte-Fahrplan für Solarausbau - allseits!

Die deutsche Solar- und Speicherwirtschaft begrüßen die Beseitigung des Photovoltaik-Förderdeckels und legen 7 Punkte-Fahrplan zur weiteren Solarisierung der Energieversorgung vor. So seien die Klimaziele im Stromsektor erreichbar, eine Stromlücke vermeidbar und 50.000 neue Jobs möglich - analoge Überlegungen treffen für die Schweiz zu.

Auch Anlagen in der freien
Fläche braucht es für Ausbau -
Vergrössern mit Klick auf Bild!
Die Energiewirtschaft reagierte erleichtert auf die jüngste Entscheidung des Deutschen Bundestages, den Solardeckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu streichen.  Die Solarisierung der Energieversorgung müsse durch den Abbau weiterer Marktbarrieren noch in diesem Jahr deutlich beschleunigt werden, empfiehlt der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW). Unter dem Motto „Auf geht´s“ legte der BSW dafür heute einen 7-Punkte-Fahrplan vor. „Die Solar- und Speicherbranche könnte damit deutlich kraftvoller dazu beitragen, dass die Klimaziele im Stromsektor erreicht werden und die Versorgungssicherheit kosteneffizient gewährleistet wird“, erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. Zugleich werde damit die Schaffung von mindestens 50.000 neuen Vollzeitjobs in der Energiebranche möglich.

An erster Stelle der Empfehlungen stehen eine Verdoppelung des Photovoltaik-Ausbautempos im Jahr 2021 und eine Verdreifachung der jährlich installierten PV-Leistung ab dem Jahr 2022. Die im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung für das Jahr 2030 vorgesehenen solaren Kraftwerkskapazitäten, müssten bereits Mitte der 20‘er Jahre errichtet sein. Nach einem zu Wochenbeginn gemeinsam mit Bonner Forschern vorgelegten Gutachten sei nur so eine Stromerzeugungslücke vermeidbar, die andernfalls infolge des Atom- und Kohleausstiegs bereits in drei Jahren aufreiße.

Damit Batteriespeicher ihre wichtige kurzfristige Pufferfunktion für die Energiewende im erforderlichen Umfang erfüllen können, müsse ihre Kapazität in den kommenden zehn Jahren gegenüber 2019 verzehnfacht werden, mahnt der BSW. Hinzu komme, dass die von der Bundesregierung jüngst vorgelegte Wasserstoffstrategie zwar einige gute Ansätze umfasse, bis 2030 aber nur einen Bruchteil der darüber hinaus notwendigen saisonalen Speicherkapazität schaffen könne. Gegen Ende des Jahrzehnts müsse bereits die vierfache Leistung an Wasserstoff-Elektrolyseuren vorliegen, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen, berechneten die Gutachter von EuPD Research in ihren viertelstundenscharfen Energiemarktszenarien, an deren Realisierung auch die Innovationsplattform The smarter E Europe beteiligt war.

Als vorrangige Marktbarrieren führte die Solarwirtschaft unter anderem die Belastung solarer Eigen- und Direktversorger mit der EEG-Umlage an, ungeeignete Rahmenbedingungen für die Errichtung von Solardächern der Megawattklasse auf großen Industriehallen und eine viel zu restriktive Standortkulisse für ebenerdig errichtete Solarparks. Im Falle der Einführung angemessener CO2-Mindestpreise könne die Förderabhängigkeit der Photovoltaik in den kommenden Jahren deutlich verringert werden. Der durch starke Preisschwankungen gekennzeichnete europäische Emissionshandel böte zu wenig Investitionsimpulse und gleiche Marktverzerrungen zuungunsten Erneuerbarer Energien nur unzureichend aus. Er bilde nur einen Bruchteil der Gesundheits- und Klimafolgenkosten fossiler Energieträger ab.

Weiterer dringender gesetzlicher Reformbedarf bestehe in den Augen des BSW auch, um den Weiterbetrieb tausender Solarstromanlagen zu ermöglichen, die bereits ab 2021 nach 20 Jahren Anlagenbetrieb aus der EEG-Förderung fallen. Dafür bedürfe es nach Auffassung des BSW keiner Anschlussförderung mehr, wohl aber die „Ermöglichung eines barriere- und diskriminierungsfreien Weiterbetriebs“.

Quelle: (Deutscher) Bundesverband Solarwirtschaft BSW

^^^ Nach oben

Samstag, 20. Juni 2020

Statistik zeigt Rückgang bei Stromverbrauch

Schweizerinnen und Schweizer haben im Jahr 2019 mit 57,2 Milliarden Kilowattstunden 0,8% weniger Strom verbraucht als im Vorjahr. Trotz Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum sowie 6,1% mehr Heizgradtagen sank der Stromverbrauch in der Schweiz leicht, was auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen sein dürfte. 

Dies und vieles mehr zeigen die neuesten Zahlen der am Freitag publizierten siehe >>> hier Schweizerischen Elektrizitätsstatistik 2019, die ab sofort online verfügbar ist. Eine Übersicht zu dieser Statistik hat das Bundesamt für Energie (BFE) bereits am 17. April 2020 publiziert. Knapp zwei Drittel des Stromverbrauchs (65%) geht demnach auf Kosten der Wirtschaft (Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen, Verkehr).

Ein Drittel verbrauchten Haushalte und Landwirtschaft: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verbrauch in den Haushalten gleich geblieben, während alle anderen Sektoren weniger Strom konsumierten. Die grösste Abnahme verzeichneten Landwirtschaft und Dienstleistungen, die geringste Industrie und verarbeitendes Gewerbe (siehe Zahlen in Tabelle 2 auf Seite 3). Nebst dem jährlichen Stromverbrauch umfasst die Publikation diverse weitere Themen, wie beispielsweise die Erzeugungsmöglichkeit der Wasserkraft (Kapitel 3) oder die neuesten finanzstatistischen Zahlen zur Elektrizitätswirtschaft in Kapitel 8.

Die genauen Zahlen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien werden am 26. Juni 2020 im Vorabzug der Schweizerischen Statistik der erneuerbaren Energien 2019 veröffentlicht; eine Übersicht zur Gesamtenergiestatistik 2019 erscheint am 25. Juni 2020 und die vollständige Schweizerische Gesamtenergiestatistik wird als pdf am 9. Juli 2020 auf der Homepage des BFE verfügbar sein.

Alicia Salas, Hochschulpraktikantin Medien und Politik, BFE

^^^ Nach oben

Donnerstag, 18. Juni 2020

Weg ins Solarzeitalter



Quelle   Prof. Eicke R. Weber | Chair, European Solar Council ESMC - Former Director, Fraunhofer ISE, Freiburg - Prof. emeritus, Dept. of Materials Science, UC Berkeley 2020

Prof. Eicke Weber, einer der besten und erfolgreichsten Solartechnologie-Forscher der Welt, erklärt in seinem Video-Vortrag „Der Weg ins Solarzeitalter“ die Klimaveränderungen der letzten 400.000 Jahre.
Die Korrelation von CO2-Gehalt in der Atmosphäre und Klimaveränderungen ist wissenschaftlich eindeutig. Heute nähern wir uns den Tipping-Points nach denen unsere gesamte Zivilisation zum Ende kommen könnte.
Wir müssen uns so rasch wie möglich auf den Weg ins Solarzeitalter machen.
Vier Aufgaben haben wir heute dabei zu bewältigen, um unsere Zivilisation vielleicht noch retten zu können: 1. Eine komplette De-Karbonisierung   2. 100% erneuerbare Energien  3. Aufbau von Speicherkapazitäten und 4. Ausbau der Stromnetze.
Die gute Nachricht: Das alles sei in wenigen Jahren zu schaffen. Alle Technologien seien bereits vorhanden. Das zeige allein der globale Ausbau der Photovoltaik in den letzten 30 Jahren. Dabei hat der Photovoltaik-Ausbau jedes Jahr im Durchschnitt um 30% zugelegt. Dieses kontinuierliche Wachstum  hat bisher noch nie eine neue Technologie geschafft. Seit dem Jahr 2000 konnte weltweit die Produktion von Solarstrom mehr als verhundertfacht werden. Deutschland hat das sicherste Stromnetz aller Industriestaaten der Welt. Deutschland und Europa sollten wieder Vorreiter bei der PV Produktion werden. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie gefährlich es sein kann,  es gefährlich von Produktionsketten rund um die Welt abhängig zu sein.
Fazit des Vortrags: Das Solarzeitalter beginnt  - die Sonne gewinnt.

Hinweis zum Film: Die erste halbe Stunde befasst sich mit der Klimageschichte, ab Minute 25 beginnt die eigentliche Solargeschichte!

^^^ Nach oben

Grüner Wasserstoff ist Hoffnungsträger

Grüner Wasserstoff, produziert aus erneuerbarem Strom, ist der Hoffnungsträger für die Energiewende. Die Verschwörungstheoretiker und die Bedenkenträger haben bereits verloren. Deutschland ist erneuerbar – Europa ist erneuerbar - die Welt ist erneuerbar - ein Kommentar des deutschen Energiepublizisten Franz Alt.

Es gibt auch gegenüber der Energiewende Verschwörungstheoretiker und Bedenkenträger.

Theorie Nr. 1: Es drohe Stromausfall, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht.
Fakt ist: Deutschland hat unter allen Industrieländern seit vielen Jahren den geringsten Stromausfall – zurzeit etwa 10 Minuten pro Jahr. Wir haben das sicherste Stromnetz der Welt und jährlich steigenden Stromexport. Und das alles bei immer größerem Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen. 2020 ist Deutschland bereits bei 52% Ökostrom. Es gibt weder Dunkelflaute noch größeren Stromausfall.

Theorie Nr. 2: Deutschland könne niemals zu 100% erneuerbar werden, weil es hierzulande so viele Gegner der Windenergie gibt.
Fakt ist: Es wird übersehen, dass Windräder immer effizienter werden. Durch Repowering kann drei- bis fünfmal so viel Windstrom auf derselben Fläche produziert werden wie mit kleinen alten Anlagen. Die hessische Landesregierung hat errechnet, dass auf einem Prozent der Landesfläche so viel Strom produziert werden kann wie ganz Hessen verbraucht. Dabei wird künftig weit mehr Strom als heute über die Sonne gewonnen werden. Denn in ganz Deutschland haben noch immer etwa 90% der Gebäude keine Solaranlagen.

Theorie Nr. 3: Es gebe niemals so viele Speicher, um zu 100% auf Erneuerbare Energien umzusteigen.
Fakt ist: Von sechs erneuerbaren Energiequellen sind vier speicherbar oder von Natur aus gespeichert: Wasserkraft, Bioenergie, Erdwärme sowie Wellen und Strömungsenergie der Ozeane. Wir müssen und können also die ganze Symphonie der Erneuerbaren nutzen. Die großen erneuerbaren Quellen Sonne und Wind können schon heute gespeichert werden. Jeder zweite, der heute eine PV-Anlage kauft, kauft den Batteriespeicher mit.

Hinzu kommen: Pumpspeicherkraftwerke, Druckluftspeicherkraftwerke, immer effizientere Batterie-Technologien in Häusern und E-Autos sowie der aktuell heftig diskutierte grüne Wasserstoff. Dieser kann aus Überschuss-Solarstrom oder Windstrom gewonnen werden. Die große Speicher-Lösung ist die Power-to-Gas-Technologie. Nach Berechnungen des Fraunhofer-ISE-Instituts in Freiburg kann Deutschland allein mit den heute bereits vorhandenen Gasleitungen damit drei Monate über den Winter kommen. Es ist absehbar – auch durch die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung zur Förderung von E-Autos – dass PKWs künftig mit Öko-Strom, aber Flugzeuge und Schiffe eher mit grünem Wasserstoff fahren werden. Grüner Wasserstoff, produziert aus erneuerbarem Strom, ist der Hoffnungsträger für die Energiewende. Die Verschwörungstheoretiker und die Bedenkenträger haben bereits verloren. Deutschland ist erneuerbar – Europa ist erneuerbar -  die Welt ist erneuerbar.

100% erneuerbar: Jetzt - Die dramatisch voranschreitende Klimaerhitzung zwingt uns, dafür zu sorgen, dass schon in wenigen Jahren alle Fabriken klimaneutral produzieren, alle Gebäude erneuerbar versorgt sowie Autos, Flugzeuge, LKWs und Busse umweltfreundlich fahren werden. Die gute Nachricht: Das ist nicht nur nötig, es ist möglich und ein Gewinn für alle.
 
Quelle   Franz Alt 2020

^^^ Nach oben