Mittwoch, 7. Dezember 2016

Jetzt wird die Innovation realisiert

Die IBC realisiert gemeinsam mit ihren Partnern - unter anderen preisgekrönten Jungunternehmern - das weltweit erste Solar-Faltdach über einer Kläranlage. Zukunftsorientiert wird die geplante Photovoltaik-Anlage dort Strom produzie- ren, wo er gebraucht wird. Dieses Projekt leistet einen wichtigen und wegweisenden Beitrag zur Nutzung von erneuerbarer Energien.

Am 6. Dezember 2016 fand der Spatenstich für das Solarkraftwerk HORIZON auf dem Gelände der Abwasser-Reinigungs-Anlage ARA Chur statt. Als Bauherrin hat die IBC gemeinsam mit dem Grüscher Jungunternehmen dhp technology und Vertretern der Stadt Chur den Startschuss für das weltweit erste Solar- Faltdach über den Becken einer Kläranlage gegeben. Unterstützt wird dieses zukunftsweisende Projekt vom Bundesamt für Energie und von der Stiftung für Innovation, Entwicklung und Forschung Graubünden. Das Jungunternehmen dhp technology hatte im Sommer den Nachhaltigkeitspreis Prix Eco gewonnen (siehe Solarmedia 5. Juni 2016).

HORIZON ist ein bewegliches Leichtbausystem basierend auf Seilbahntechnologie, dass die doppelte Nutzung der überdachten Fläche ermöglicht. So können die Klärbecken, die aus be- trieblichen Gründen jederzeit von oben zugänglich sein müssen, für die Produktion von Solar- energie genutzt werden. Die Überdachung der Becken reduziert gleichzeitig die Algenbildung und somit den Wartungsaufwand der ARA Chur. 

Nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks im 1. Semester 2017 übernimmt die IBC die Betriebsverantwortung und liefert den Solarstrom direkt an die ARA Chur. Die produzierte erneuerbare Energie wird direkt vor Ort verwendet, weshalb weder Investitionen in Netzverstärkungen noch eine kostendeckende Einspeisevergütung durch den Bund notwendig sind. Mit einer jährlichen Stromproduktion von 660'000 kWh können rund 20% des Strombedarfes der ARA Chur mit umweltfreundlicher Solarenergie abgedeckt werden.
Unter ibc-chur.ch können alle Interessierten den Baufortschritt des weltweit ersten Solar-Falt- dachs mitverfolgen.

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Montag, 5. Dezember 2016

Sonnenschein war nur von kurzer Dauer


Der Solaraktienindex PPVX ist letzte Woche um 2,4% auf 923 Punkte gesunken, der NYSE Arca Oil um 2,4% gestiegen. Seit Jahresanfang 2016 liegt der PPVX mit -39,8% währungsbereinigt rund 57 Prozentpunkte hinter dem Erdölaktienindex (+17,2%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind BCPG (+5%), SPCG (+1%) und Thai Solar Energy (0%). Die grössten Gewinner der Woche warenMeyer Burger Technology AG (+15%) undCapital Stage AG(+4%), die grössten Verlierer Daqo New Energy (-9%) und  JA Solar(-8%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 20,4 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+228%) rund 57 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +171%). 

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Der Solaraktienindex PPVX erscheint abwechslungsweise auf Solarmedia und in den Zwischenwochen auf  Vorsorgemedia!

Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at

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Samstag, 3. Dezember 2016

Fachverband Swissolar ist nicht zufrieden

Bis Herbst 2017 sinken die Vergütungssätze für Photovoltaik gemäss Beschluss des Bundesrats um bis zu 28% (siehe Solarmedia vom 2.12.16). Swissolar betrachtet diesen Schritt als problematisch, weil die Absenkung deutlich stärker ist als die zu erwartende Preisreduktion im gleichen Zeitraum. Im Gegenzug verlangt der Verband ein KEV-Kontingent für Photovoltaik im nächsten Jahr -  hier die Stellungnahme im Ganzen:

Die am Freitag vom Bundesrat beschlossene Revision der Energieverordnung ist für die Betreiber von Solaranlagen von grosser Bedeutung. Die Vergütungssätze der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) für Photovoltaik werden 2017 in zwei Schritten um 10 bis 28% gesenkt. Dies basiert auf unrealistischen Annahmen zur Kostensenkung bei Solarmodulen und berücksichtigt nicht die verschiedenen Faktoren, welche die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen beeinträchtigen. Erwähnt seien unter anderem die sinkenden Rückliefertarife der Elektrizitätswerke (EW) für nicht selbst gebrauchten Strom sowie die weiterhin massiv überteuerten von EW erhobenen Gebühren für Stromzähler. Ebenfalls fragwürdig ist die zugrunde gelegte Annahme eines Eigenverbrauchs von durchschnittlich 40%, die bei Anlagen auf Einfamilienhäusern und landwirtschaftlichen Anlagen kaum erreichbar ist. Im Gegenzug braucht es jetzt ein KEV-Kontingent für 2017, um ein Stop&Go vor der Energiestrategie 2050 zu verhindern.

Auch die Einmalvergütung wird in zwei Schritten abgesenkt. Unverständlich ist insbesondere die überproportionale Absenkung bei dachintegrierten Anlagen – für eine typische 10 kW-Anlage auf einem Einfamilienhaus beträgt sie 22%. Diese Alternative zur KEV ist zurzeit der wichtigste Anreiz für Investoren und damit essentiell für den Fortbestand des Photovoltaik-Markts bis zur Einführung der Energiestrategie 2050, voraussichtlich Anfang 2018.

Allerdings erlaubt diese Tarifsenkung, die knappen Fördermittel für zusätzliche Projekte zur Verfügung zu stellen. Swissolar verlangt deshalb die Bereitstellung eines KEV-Kontingents für Photovoltaikanlagen in der Höhe von 100 Megawatt für 2017. So kann einerseits ein Stop&Go vor der Einführung der Energiestrategie 2050 (voraussichtlich 2018) verhindert werden, andererseits kann ein massgeblicher Beitrag zum Abbau der KEV-Warteliste mit über 35‘000 Photovoltaikprojekten geleistet werden.

Quelle: swissolar.ch

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Freitag, 2. Dezember 2016

Vergütungen des Bundes sinken erneut

Der Bundesrat senkt im nächsten Jahr in zwei Schritten  die Vergütungssätze für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Photovoltaik-Anlagen und Kleinwasserkraftwerke. 

Der Photovoltaik-Vergütungssatz wird in zwei Schritten per 1. April und per 1. Oktober 2017 um bis zu 28 Prozent gesenkt und liegt ab dann für angebaute und freistehende Anlagen einheitlich bei 13,7 Rappen und für integrierte Anlagen bei 15,8 Rappen. Die Ansätze der Einmalvergütung (EIV) für kleine Photovoltaikanlagen werden per 1. April 2017 und per 1. April 2018 gesenkt. Für Kleinwasserkraftwerke gelten ab 1. Januar 2017 um bis zu 18% tiefere Grundvergütungen und ein bis zu 50% tieferer Wasserbau-Bonus. Diese und weitere Änderungen hat der Bundesrat am 2. Dezember 2016 in einer Revision der Energieverordnung festgelegt, die per 1. Januar 2017 in Kraft tritt. 

Aufgrund der periodischen Überprüfung der Berechnung der Gestehungskosten sowie der Vergütungssätze der KEV durch das UVEK passt der Bundesrat die Vergütungssätze nötigenfalls den neuen Verhältnissen an. Er berücksichtigt dabei verschiedene Aspekte, wie z.B. die Entwicklung der Technologien, ihre langfristige Wirtschaftlichkeit und die Bedingungen des Kapitalmarkts. 2016 wurden die Vergütungssätze aller Technologien überprüft. Anpassungsbedarf ergab sich bei den KEV-Vergütungssätzen für Photovoltaik und Kleinwasserkraft sowie der EIV für kleine Photovoltaik-Anlagen.

Die Einmalvergütung für Photovoltaik-Anlagen bis zu einer Leistung von 30 kW wird per 1. April 2017 und 1. April 2018 in zwei Schritten abgesenkt. Für angebaute und freistehende Anlagen bleibt der Grundbeitrag unverändert, der Leistungsbeitrag wird in den zwei Schritten um insgesamt 100 Franken/kW abgesenkt. Für integrierte Anlagen sinkt der Grundbeitrag um 200 Franken und der Leistungsbeitrag in zwei Schritten um insgesamt 150 Franken/kW.
Die neuen KEV-Vergütungssätze und Einmalvergütungen gelten für Anlagen, die nach Inkrafttreten der Verordnungsrevision in Betrieb gehen.

Ab 1. Januar 2017 sinkt die Grundvergütung für Kleinwasserkraftwerke je nach Leistungsklasse um 4 bis 18% und der Wasserbau-Bonus um 14 bis 50%. Die neuen Vergütungssätze gelten für Anlagen, die nach Inkrafttreten dieser Verordnungsrevision in Betrieb genommen werden. Nicht betroffen sind Betreiber von Anlagen, die ab dem 1. Januar 2017 in Betrieb gehen, jedoch schon vorher einen positiven Bescheid erhalten und die vollständige erste Projektfortschrittsmeldung eingereicht haben.
Weitere Änderungen, die vom Bundesrat im Rahmen dieser Revision beschlossen wurden, betreffen allgemeine Vollzugsfragen, Präzisierungen zur KEV sowie Anpassungen der Stromversorgungsverordnung.

Zur vorliegenden Revision wurde vom 9. Mai bis 26. August 2016 eine Vernehmlassung durchgeführt. Die Mehrheit der insgesamt 80 eingegangenen Stellungnahmen begrüsst die Anpassungen. Teilweise kritisiert wurden die Überprüfung der Gestehungskosten und die Anpassung der Vergütungssätze. Die Ergebnisse der Vernehmlassung werden in einem Bericht publiziert.

Adresse für Rückfragen
Marianne Zünd, Leiterin Kommunikation BFE
+41 58 462 56 75, +41 79 763 86 11
marianne.zuend@bfe.admin.ch

Herausgeber
Der Bundesrat
https://www.admin.ch/gov/de/start.html

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Montag, 28. November 2016

Nach Stromtagung war am Sonntag die Welt wieder in Ordnung

Ende vergangener Woche fand in Zürich der Kongress Stromtagung Schweiz statt, veranstaltet von der HSG St.Gallen. Die Ausführungen zum Stand der Branche liessen schon befürchten, was sich nach dem Abstimmungswochenende zur Atom-Ausstiegsinitiative (AAI) zur unumstösslichen Tatsache mauserte - es bewegt sich wenig im Schweizer Elektrizitätswesen.

Franco Gola vom deutschen Energieversorger E.ON
präsentierte die Grundlagen des erfolgreichen Einstiegs
ins Solargeschäft, u.a. mit einer Überwachungs-App.
Das ist mitnichten die Feststellung des Beobachters (oder vielleicht auch), sondern vielmehr eines der Referenten, des deutschen Eon-Vertreters Franco Gola. Dieser trat allerdings erst zum Schluss der Veranstaltung an, als die Zuhörer (-innen waren kaum vorhanden), mit ihrer Aufmerksamkeit wohl längst im Wochenende weilten. Aber es hatte es in sich, was der Mann aus Baden-Württemberg sagte. Eigentlich könne er nicht viele Unterschiede ausmachen zwischen deutschen und schweizerischen Verhältnissen - ausser dass hierzulande wohl alles noch einige Jahre brauche. Dortzulande, in deutschen Landen jedenfalls, herrscht Chaos in der Stromwirtschaft, «der Markt wurde über den Haufen geworfen». Wenn auch erste zaghafte Ausbrüche aus diesem zu verzeichnen seien. So gibt es bei E.on, einem der vier Grossen Deutschlands, das zarte Pflänzchen einer Solarabteilung. Diese hat Gola aufgebaut - und er realisiert unterdessen monatlich Dutzende von - man glaubt es kaum - Solaranlagen.

Deutschland hat es diesbezüglich besser, also auch die Solarbranche, weil bereits ein Förderprogramm für Speichersysteme aufgegleist ist. Und damit kann Eon ein wirklich innovatives Produkt anbieten, eine umfassende Solaranlage quasi von der Wiege bis zur Bahre. Und das hat offenbar Erfolg, obwohl es sich wirtschaftlich vielleicht noch gar nicht so rechne. Aber für Eon rechnet es sich wohl - zumindest hat das Unternehmen, das ähnlich wie die anderen Grossen in den vergangenen Jahren riesige Verluste und Abschreiber verzeichnete, jetzt wieder eine Perspektive.

Die hingegen haben die Schweizer EVU's (Elektrizitäts-Versorgungs-Unternehmen) weniger. Zumindest wenn man den Aussagen der Tagungsreferenten glauben schenken mochte - mit Ausnahmen natürlich. Sie sind alten Geschäftsmodellen verhaftet, was deutlich wurde an den Ausführungen des (nach eigenem Bekunden branchenfremden) neuen Verwaltungsratspräsidenten der Axpo, Thomas Sieber. Als Lösung der Branchenprobleme kam er wiederholt auf die Forderung zu sprechen, dass endlich die Wasserzinsen anzupassen seien. Ein Vorschlag, den mangels anderer auch weitere Tagungsreferenten dankbar aufnahmen. Dass allerdings Axpo-intern ein Gerangel eingesetzt hat über die künftige Strategie (wie aus wohlunterrichteter Quelle zu vernehmen), sagte Sieber nicht.

Und auch sonst nicht viel mehr als - man verzeihe - tote Hose. Mit der gewichtigen Ausnahme des Basler Chefs der Industriellen Werke (IWB), David Thiel (auf dem Bild im Halbdunkel während Power-Point-Präsentation). Ein Schelm wer Böses denkt, wenn man deren Wirken mit der Abstimmung vom Wochenende vergleicht - waren doch die beiden Basel die einzigen deutschschweizer Kantone, die dem Atomausstieg zustimmten. In Basel haben sie nämlich das neue Energiesystem zum Teil bereits, welches Thiel auf fünf «Gamechangern» gründen sieht.  Diese sind die 3D Dezentralisierung, Digitalisierung und Dekarbonisierung sowie Komplexität und Regulierung. Kai Hufendiek, Professor an der Stuttgarter Technik-Universität machte aufmerksam auf die Parallelität des Verkehrssektors mit der Strombranche. Auch im Verkehr habe es den Wechsel von der öffentlichen Massenversorgung (Eisenbahn) zur Individualversorgung (PW) gegeben - und jetzt schlage das Pendel zurück, ohne dass deswegen das Standbein Individualverkehr völlig wegbrechen müsse. Aber anpassen müsse es sich schon, die deutsche Automobilindustrie tut sich mit dem Übergang zum E-Auto ja schwer genug.

Zum Generaltenor der Veranstaltung passte, dass der Vertreter des Bundes, BfE-Chefökonom Matthias Gysler, eine in seinen Worten visionslose Analyse des Gesamtsystems lieferte. Zudem drohte er den Solaranlagenbetreibern, dass sie bei Eigenverbrauch des erzeugten Stroms nicht um eine Netzabgabe herumkommen werden. Was möglicherweise im Sinne der EVU ist, aber den Tod vieler Projekte bedeuten könnte. Lichtblick von seiner Seite, aber auch unverhohlener Hieb auf die Branche: Am meisten Innovation sieht Gysler bei den Stadtwerken und nicht etwa bei den Grossen (siehe Basel).

Und vielleicht auch Ironie der Geschichte, dass am gleichen Tag vonseiten des einzigen noch namhaften Schweizer Solarunternehmens, von Meyer Burger, Kunde kam vom abrupten Führungswechsel angesichts drängender Finanzierungsprobleme. Die vielleicht auch daher rühren, dass ein Unternehmen wie MB in der Schweiz nie so richtig Fuss fassen konnte - denn wer wollte seitens der EVU schon eine Solaranlage? 

So könnte sich denn dereinst der Sieg im Abstimmungskampf um die Atomausstiegs-Initiative als Pyrrhussieg erweisen.  Die Stromversorger haben es offenbar einfach noch nicht geschnallt, was in der Branche abgeht und dass sie vielleicht schon mit mehr als einem Bein am Abgrund stehen. Gegenbeweis gern gesehen! Oder wie formulierte es doch der deutsche Gastredner so schön: «Man muss mitgehen mit der Zeit, sonst muss man gehen mit der Zeit

©  Text und Bild Guntram Rehsche - Solarmedia

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Sonntag, 27. November 2016

Energiestrategie 2050 ist minimaler Konsens

Volk und Stände haben die Atomausstiegsinitiative mehrheitlich abgelehnt. Damit ist nicht der Ausstieg an sich in Frage gestellt, aber das Konzept einer auf 45 Jahre beschränkten Laufzeit. Was es jetzt braucht, ist ein alternatives Modell, wie sich der Ausstieg aus der Kernenergie und der gleichzeitige Aufbau eines neuen Energiesystems zielstrebig erreichen lassen. Mit der Energiestrategie 2050 liegt eine breiter getragene und machbare Lösung auf dem Tisch, wie dies auch die Gegner der Ausstiegsinitiative im Abstimmungskampf immer betonten. Die Stellungnahme der Dachorganisation der Wirtschaft für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz:

Die Schweizer Bevölkerung hat entschieden. Sie sagt Nein zu einem Atomausstieg mit maximalen Laufzeiten von 45 Jahren. Die unmittelbar bevorstehende Ausserbetriebnahme der drei kleinen Kernkraftwerke im 2017 war für eine Mehrheit der Bevölkerung zu ambitiös. Der Weg in die Energiezukunft führt damit über die Energiestrategie 2050, die eine breite Unterstützung geniesst. Die AEE Suisse ist überzeugt, dass die von Bundesrat und Parlament gutgeheissene Energiestrategie auch in der bevorstehenden Volksabstimmung eine Mehrheit finden wird und als minimaler Konsens die weiteren Schritte bestimmen wird. Die Energiestrategie 2050 beinhaltet ein ausgewogenes erstes Massnahmenpaket, das die Schweiz schrittweise in eine verantwortliche Energiezukunft auf Basis der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz führen wird. Damit erfährt jene Energiepolitik und -praxis eine politische Fortschreibung, die von vielen Unternehmen, Privaten und Institutionen schon seit vielen Jahren umgesetzt wird.

Bundesrat und eine grosse Mehrheit des Parlamentes stehen hinter dieser Energiestrategie. Eine starke Minderheit der Schweizer Bevölkerung wünscht sich zudem eine verbindlichere Regelung des Atomausstiegs. Mit der Energiestrategie 2050 liegt ein Grund-Konzept auf dem Tisch, das aber eine abschliessende Regelung des Ausstiegs offen lässt. Es liegt in der Verantwortung der Politik, das Resultat dieser Volksabstimmung bei der Weiterentwicklung der Energiestrategie passend zu berücksichtigen. Die Vorgaben sind klar: soll der Atomausstieg bei plötzlichen Abschaltungen wegen Sicherheitsmängeln geordnet erfolgen, muss in den nächsten Jahren wesentlich stärker in den Ausbau eines neuen, intelligenten und wirtschaftlich tragbaren Energiesystems investiert werden. Die Wirtschaft der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz ist bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Was sie braucht, ist ein verbindlicher Fahrplan und damit verlässlichen Rahmenbedingungen für die nötige Planungs- und Investitionssicherheit, wie Gianni Operto, Präsident der AEE Suisse betont. «Es gibt viel zu tun. Die Aufgaben sind gross aber machbar. Wichtig ist, dass jetzt alle konstruktiven Kräfte zusammenrücken».


Quelle: AEE Suisse