Freitag, 17. Mai 2019

Revolutionär kombiniert

Der spanische Energie- und Technologiekonzern Acciona hat den Turm einer Windkraftanlage mit organischen Solarzellen aus Karbon ausgerüstet. Die Firma verspricht sich von der Technologie eine spürbare Kostensenkung - wie einer Meldung der Solarplattform solarserver.de zu entnehmen ist.

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Wie Acciona demnach mitteilte, sind 120 Module organischer Solarzellen auf einer Anlage des Windparks Breña im südspanischen Albacete installiert worden. Sie sind auf acht verschiedene Höhenniveaus verteilt, nach Südosten und Südwesten ausgerichtet und nehmen etwa 50 Meter der Grundfläche des Turms ein, der eine Nabenhöhe von 80 Metern hat. Die Turbine stammt aus dem Hause des Gemeinschaftsunternehmens Nordex-Acciona. Die flexiblen Bahnen basieren nicht auf Silizium sondern auf Karbon. Die Module des Turms verfügen über eine Spitzenleistung von 9,36 Kilowatt (kWp), sind  einen Millimeter dick und haben jeweils eine Fläche von 5.986 mal 308 Millimeter.


Neben der strukturellen Flexibilität der Zellen, die auf sehr unterschiedliche Oberflächen angepasst werden könnten, zählten auch niedrigere Wartungskosten, eine einfache Logistik und das vollständige Recycling der verwendeten Materialien zu den Vorteilen. „Die Technologie weist die höchsten Fortschritte auf, wenn es um die Verbesserung der Effizienz geht“, erklärt Belén Linares, die bei Acciona für Energieinnovation verantwortlich ist. Die Zellen seien günstig zu produzieren und könnten die Kosten von Solarenergie weiter spürbar senken. Mit Hilfe der Sonnenenergie soll die Windkraftanlage bei Stillstand möglichst keinen Strom mehr aus dem Netz beziehen müssen, der für die Aufrechterhaltung interner Systeme notwendig ist. Die Firma will alle Daten über Produktion und Degradation des Materials sammeln und auswerten.

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zuversichtliche Branche an Münchner Messe

Das sind die Stichworte zur europaweit grössten Solarmesse: Solarenergie auf Wachstumskurs / Geschäftsklimaindex der Solarbranche auf Höchststand / Solar-, Speicher- und E-Mobilitätsmessen starten in München / Umfrage: Schon jeder zweite Eigenheimbesitzer will Solarstrom vom Hausdach, jeder vierte eine eigene E-Tankstelle / Branche erwartet Heraufsetzung von Solarenergie-Ausbauzielen / Bereits vier Millionen Solaranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung in Deutschland in Betrieb.
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Vor den am Mittwoch beginnenden Solarfachmessen von The Smarter E Europe in München mit über 1.300 Ausstellern blickt der BSW – Bundesverband Solarwirtschaft optimistisch in die Zukunft. „Wachsende Märkte, neue Technologien und ein deutlich gestiegenes Klimaschutzbewusstsein bringen starke Zuversicht in die Branche“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. „Das Geschäftsklima ist auf ein Allzeithoch geklettert, Umsätze und Beschäftigungszahlen steigen. Für dieses Jahr rechnen wir mit zweistelligen prozentualen Zuwachsraten.“ 
Dass der Anteil der Solarenergie im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor in den kommenden Jahren stark wachsen wird, gilt als klimapolitische Notwendigkeit. Körnig: „Wir erwarten eine baldige gesetzliche Fixierung deutlich höherer Ausbauziele und die Beseitigung überkommener Marktbarrieren. Solaranlagen zählen zu den wichtigsten Klimaschutz-Technologien. Die Photovoltaik steht bereits in ersten Marktsegmenten auf der Schwelle zur Unabhängigkeit von staatlicher Förderung. Bei der Errichtung neuer Kraftwerkskapazitäten ist Photovoltaik bei Akzeptanz, Ausbaugeschwindigkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis inzwischen unschlagbar.“ 
Jeder zweite Eigenheimbesitzer in Deutschland will Solarstrom vom Hausdach, schon jeder vierte eine eigene  E-Tankstelle. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft.
Die Solarbranche hat in den vergangenen Jahren erfolgreich neue Geschäftsbereiche erschlossen. Das zeigt sich auch an der Ausrichtung der unter dem Dach The Smarter E Europe vereinten Fachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive und EM-Power. Sie decken das gesamte Spektrum solarer Geschäftsmodelle ab, von der Solarstromerzeugung über die Speicherung bis zur intelligenten Nutzung für Mobilität und Gebäudeversorgung. „Auch die Angebote zum Management, zum Zusammenspiel und zur Flexibilisierung verschiedener Energieerzeuger und Energieabnehmer werden immer intelligenter und zahlreicher“, so Körnig. 
Die Photovoltaik- und Speichertechnik ist günstig und lässt sich flexibel und bedarfsgerecht einsetzen – für die Stromversorgung zu Hause, in Industrie und Gewerbe ebenso wie für das Laden von Elektrofahrzeugen. „Moderne Gebäude sind Solargebäude: Auf dem Dach haben sie eine Solaranlage, in ihrem Keller steht ein Solarspeicher und vor der Tür belädt eine Solar-Tankstelle das Auto mit selbsterzeugtem Strom“, so Körnig. In Deutschland sind bereits vier Million Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung und über 130.000 Solarstromstromspeicher im Betrieb.
Hintergrund zur Messe The smarter E Europe
Die Innovationsplattform The smarter E Europe vereint vier Fachmessen – Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power sowie deren Konferenzen, die sich intensiv mit den Themen einer neuen Energiewelt auseinandersetzen. The smarter E Europe ist damit Europas größte energiewirtschaftliche Plattform. Vom 15. bis 17.5.2019 werden rund 50.000 Besucher erwartet.

Montag, 13. Mai 2019

Immer aktuell: Versuch's doch mal mit Twitter

Auch Solarmedia ist auf Twitter vertreten - und das Lesen der dortigen aktuellen Kurzmeldungen benötigt nicht mal eine Anmeldung. Das Beispiel im Bild bezieht sich auf den aktuellen Fortschritt in der Solartechnologie, gefolgt von vielen weiteren aktuellen Kurzmeldungen der vergangenen Tage (meist auch mit weiterführendem Link). Einfach auf den Twitter-Button der Solarmedia-Site drücken (Spalte links oben) oder direkt hier: www.twitter.com/rehsche

Sonntag, 5. Mai 2019

Wogen gehen hoch, dabei wäre es so einfach.

Die energiepolitische Diskussion hat im Laufe der Auseinandersetzungen ums Klima wieder an Brisanz gewonnen. Und wie das Amen in der Kirche tauchen erneut Forderungen auf nach dem Bau neuer AKW, um den CO2-Ausstoss zu mindern. Vergessen geht dabei: Niemand weiss, wie das konkret zu bewerkstelligen ist. Dabei steht die Alternative mit den Erneuerbaren Energien bereit.

Auch regionenmässig
geschieht Erstaunliches,
wie der Autor dieser Zeilen
auf einer Ferienreise
erkunden konnte: In Sizilien
wurde schon viel gemacht
und soll noch viel mehr
geschehen – davon  die Bilder
Jürg Rohrer ist einer der jüngeren Schweizer Energiewissenschafter, die sich rund um die Erneuerbaren langsam aber sicher in den Vordergrund schieben. Der Professor für ebendiese von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat sich in den letzten Jahren mit Ertragsmessungen für kombinierte PV-Module (inkl. Wärmeerzeugung) einen Namen gemacht (siehe Solarmedia 1.März 2015). Nun verallgemeinert er seine Erkenntnisse und hält in einem Beitrag für die Zeitschrift «Erneuerbare Energien» (Nr.2 April 2019) klipp und klar fest: «Nachhaltige Energie ist im Überfluss vorhanden.» Sie ist gemäss Rohrer der mit Abstand schnellste, kostengünstigste und vor allem sicherste Weg zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Energiepolitik. Zuvorderst steht dabei die Solarenergie, gefolgt von der Windenergie, der Biomasse und der Wasserkraft. Und das entsprechende Potential sei erst zu einem Bruchteil genutzt – liege mithin also praktisch immer noch brach und wäre problemlos erschliessbar.

So könnte gemäss Rohrer auch ein wesentlich grösserer Strombedarf als heute mit heimischen Erneuerbaren gedeckt werden. Finanziell ginge das auf, da wir bis anhin jährlich weit über zehn Milliarden ins Ausland zahlen, um Energieträger wie Erdöl und Gas überhaupt erst ins Land zu holen. Mit der bereits erschlossenen und genutzten Wasserkraft, die heute schon zu drei Fünfteln den hiesigen Strombedarf deckt, liesse sich dessen vollständige Versorgung also mit heimischen erneuerbaren Energien bewältigen – und ein Mehr an Strom anderen Anwendungen wie der E-Mobilität zukommen. Eine Absage erteilt Roher dem Hoffen auf freiwillige Verhaltensänderungen. Wenn überhaupt wirkten sie viel zu langsam. Nicht weit liegt der Vergleich mit dem Verkehr, der sich eben teilweise auch nur mit Verboten und Vorschriften regeln lasse (Beispiele: Gurtentragpflicht, Halteverbot bei Rotlicht etc.). Niemand darf sich schliesslich freikaufen im Bestreben, das Klima zu schützen – daraus ergäbe sich jene Investitionssicherheit, aufgrund derer die Wirtschaft sicherlich mitziehen würde bei klimaschützenden Massnahmen.

Doch wie steht es aktuell um die technische Realisierbarkeit dieses schnellen Weges zu 100%-Erneuerbar? Mit Blick auf die Meldungen der jüngsten Zeit muss man anerkennen: auf jeden Fall viel besser als mit der Realisierbarkeit im Bereich der Atomtechnologie. Mal abgesehen davon, dass letztere in den vergangenen Jahren nur immer teurer wurde (Kostenüberschreitungen bei den einzigen beiden Neubau-Projekten in Europa um jeweils das Dreifache). Vielmehr stehen AKW der dritten und vierten Generation nicht einfach so bereit, sind technisch weiterhin unausgereift – und politisch letztlich auch nicht willkommen (ausser bei einigen weisshaarigen älteren sowie vorzeitig gealterten Männern.

Die Technologien der Erneuerbaren zeigen hingegen in vielerlei Hinsicht gerade in jüngster Zeit wiederum bedeutende Innovationen, die auch schon an der Schwelle zur Umsetzung stehen. So werden Windkraftanlagen immer grösser und leistungsfähiger – sie sind vor allem zu See zunehmend im Einsatz und versorgen hunderttausende zusätzliche Haushalte. Beispiel gefällig aus jüngerer Zeit: Der Windkraftanlagen-Hersteller Siemens Gamesa hat die Bauarbeiten inklusive der Installation und Inbetriebnahme der 60 Offshore Turbinen vom Typ SWT-6.0-154 Direct Drive mit einer Leistung von 6 MW je Anlage in einer Rekordzeit von nur fünf Monaten zwischen Juni und Oktober 2018 durchgeführt. Der Arkona Windpark verfügt über eine Gesamtleistung von 385 MW und wird rund 400.000 deutsche Haushalte mit Strom versorgen. Der Windpark liegt in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone in der Ostsee, 35 Kilometer nordöstlich der Insel Rügen. (Quelle: iwr.de).

Die Solartechnologie erzielt demgegenüber vielerorten lauter kleine, aber bedeutsame Fortschritte. Sie zeigen, dass die Spitze der Fahnenstange der technologischen Entwicklung noch längst nicht erreicht ist. So schien die Dünnschichttechnologie lange in ein Nischendasein abzugleiten, plötzlich ist sie wieder da: Die Hoffnung ruht auf einer Silizium- oder Dünnschichtzelle, die mit einer zweiten, über ihr liegenden Solarzelle verschaltet werden, siehe Neue Zürcher Zeitung Und die herkömmliche und marktbeherrschede Siliziumtechnologie mausert sich gerade, auch dank den technischen Fortschritten bei Meyer Burgers Produktionsanlagen, zu bislang nicht für möglich gehaltenen Leistungsgraden. Zudem zeigt sich unterdessen, dass Module in der Regel deutlich länger als die früher veranschlagten 20 Jahre gute Erträge liefern  -  die Tessiner Versuchsanlage arbeitet unterdessen mit bald 40 Jahre alten PV-Zellen. Ganz allgemein gilt: Auf Schweizer Dächern und Fassaden könnten 67 Terawattstunden Solarstrom erzeugt werden. Das sind 40-mal mehr, als heutige Photovoltaikanlagen erzeugen. Das potenzielle Angebot übersteigt den Stromverbrauch deutlich, siehe hier.

Noch dies: auch mit der Speichertechnologie geht es unterdessen in Riesenschritten vorwärts. Batterien werden immer ausgereifter und billiger und dienen der Kurz- und Mittelfristspeicherung. Insbesondere Power-to-Gas-Anlagen sind derweil so weit fortgeschritten, dass sie die Langfristspeicherung in Griffweite rücken lassen – und jene 1000 Lastwagen, die künftig für Migros und Coop wasserstoffbetrieben über hiesige Strassen rollen sollen, lassen das Potential im Verkehrsbereich erahnen (neben chinesischen Städten geht es in Riesenschritten auch anderswo voran, etwa in Vietnam). Und riesige Batterie-Speicher kommen für die Balance zum Einsatz: In den letzten Jahren entstanden Batterie-Stromspeicher mit mehreren Gigawatt Leitung. Sie sind flexibler als herkömmliche Kraftwerke, müssen sich aber erst auf dem Markt durchsetzen.

Will also heissen: Weder ist Atomtechnologie in der Lage, die Energiebedürfnisse zu decken – noch ist sie auf der Höhe der Zeit, wenn man sie mit der erreichten Kosteneffizienz und technologischen Reife der Erneuerbaren vergleicht. Besonders gute Voraussetzungen hat dabei die Schweiz: eine Solarforschung auf Weltklasse-Niveau, viele gute Praktiker (und wenige Praktikerinnen), hervorragende Speichervoraussetzungen dank der bereits erstellten Infrastruktur und nicht zuletzt gute Solarerträge.

Montag, 29. April 2019

Trends bei Sonnenhäusern

Sonnenhäuser mit Photovoltaik und solarstromgeregelter Wärmepumpe - das ist der Trend im Hausbau. Dabei erfüllt das Sonnenhaus-Konzept heute bereits die wichtigsten Anforderungen der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD), die Niedrigstenergiegebäude im Neubau ab 2021 zur Pflicht macht. Der Energiebedarf ist extrem niedrig, der geringe Restenergiebedarf wird in der Regel mit erneuerbaren Energien gedeckt. Sonnenhäuser zeichnen sich zudem durch den extrem niedrigen Primärenergiebedarf von etwa 10 kWh/(m²a) aus.

© Sonnenhaus-Institut e.V. |
Sonnenhaus 3D-Grafik (Schnittdarstellung)
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Das Sonnenhaus-Institut stellt auf der Fachmesse „The Smarter E“ vom 15. bis 17. Mai 2019 in München sein solares Bau- und Energiekonzept für hohe Autarkie bei Wärme, Strom und Mobilität vor. Kriterium für Sonnenhäuser ist, dass mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs für die Raumheizung und das warme Wasser solar gedeckt werden. Das ist entweder mit einer großen Photovoltaikanlage mit solarstromgeregelter Wärmepumpe oder mit einer großen Solarthermieanlage möglich. Mit der Kombination von Photovoltaik und Solarthermie, die sich immer mehr zum Standard bei Sonnenhäusern entwickelt, können sowohl in der Wärmeversorgung, als auch beim Strom und in der Elektromobilität hohe Autarkiegrade erreicht werden.

Auf der „größten energiewirtschaftlichen Plattform Europas“, als welche „The Smarter E“ mit ihren vier Fachmessen von den Veranstaltern bezeichnet wird, stellt das Kompetenznetzwerk für solares Bauen Trends bei Sonnenhäusern vor. So nimmt beispielsweise die Zahl an Sonnenhäusern mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpe deutlich zu. Mit einer speziellen Steuerung, die von Mitgliedern des Sonnenhaus-Instituts entwickelt wurde, kann der solare Deckungsgrad von mindestens 50 Prozent in der Wärmeversorgung erreicht werden. Im Einfamilienhaussektor werden immer häufiger Sonnenhäuser mit KfW Effizienzhaus 40 plus-Standard gebaut. Auch Sonnenhäuser mit moderner Smarthome-Technik gibt es bereits.

Außerdem findet das Sonnenhaus-Konzept immer häufiger in Mehrfamilienhäusern und im Geschosswohnungsbau Anwendung. Darunter sind Gebäude zu finden, bei denen nur Solarthermie installiert wird. Häufiger sind aber Mehrfamilienhäuser, bei denen Dächer und Fassaden für Solarthermie und Photovoltaik genutzt werden. Die Bewohner können so große Teile ihres Energiebedarfs für Wärme und Strom klimaschonend und kostensparend solar decken. Im Idealfall beladen sie auch die Akkus von Elektrofahrzeugen damit.

Aus dem Sonnenhaus-Konzept heraus ist das Geschäftsmodell „Pauschalmiete mit Energieflatrate“ dank großer Solarthermie- und Photovoltaikanlagen und entsprechender Energiespeicher entstanden. Es wird von Prof. Timo Leukefeld, Mitglied im Vorstand des Sonnenhaus-Instituts, weiterentwickelt und vorangetrieben. In Cottbus und Wilhelmshaven waren im Dezember drei solcher Mehrfamilienhäuser, die von Wohnungsgenossenschaften gebaut wurden, bezugsbereit. Erreicht werden solare Deckungsgrade von rund 70 Prozent in der Wärme- und Stromversorgung. Für dieses Jahr sind zehn Projekte in Planung, darunter Mehrfamilienhäuser und Quartiere in Großstädten.

Klassische Sonnenhäuser, bei denen große Solarthermieanlagen für die geforderte solare Deckung sorgen, werden nach wie vor gebaut. „Der Vorteil der Solarwärme besteht in den geringen spezifischen Speicherkosten und der Langlebigkeit von Wärmespeichern mit Wasser als Medium“, benennt Georg Dasch, 1. Vorsitzender des Sonnenhaus-Institut e.V., Vorteile dieses Konzeptes. „Wir stellen aber fest, dass Bauherren sowohl in der Wärme- als auch in der Stromversorgung größtmögliche Unabhängigkeit wollen. Wird auch noch Elektromobilität eingesetzt, ist das Sektorenkopplung, wie sie im Wohnungsbau zur Umsetzung der Energiewende dringend benötigt und gefordert wird.“

Quelle   Sonnenhaus Institut e.V. | 2019

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Neuerlicher Anstieg des PPVX Solarkatienindex


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Der PPVX stieg letzte Woche um 2,4% auf 1.165 Punkte, der NYSE Arca Oil um 0,1%. Seit Jahresanfang 2019 liegt der PPVX mit +29,7% währungsbereinigt rund 12 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (+17,7%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind Enphase Energy (+121%), JinkoSolar Holding (+100%) und Xinyi Solar Holdings (+61%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 30,8 Mrd. Euro. Die grössten Gewinner der Woche waren Enphase Energy (+10%) und Vivint Solar (+9%), die grössten Verlierer GCL Poly Energy Holding (-9%) und Scatec Solar (-6%). Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+314%) rund 134 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +180%). Der Gewichtungsfaktor der Encavis AG wurde am 26.4.19 von 3 auf 4 erhöht.

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Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu

Quelle: oeko-invest.net 

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