Dienstag, 30. September 2014

Die Sonne schlägt sie alle

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat eine neue Roadmap für Solartechnologien vorgestellt. Im Vergleich zur bisherigen Planung wird doppelt so so viel Strom mit Photovoltaik erzeugt. pv-magazine fasste das Dokument mit den Aussehen erregenden Schlüssen zusammen.

Die Internationale Energieagentur (IEA) misst der Stromerzeugung durch die Sonne (Photovoltaik) ebenso wie der solarthermischen künftig deutlich mehr Bedeutung zu. Am Montag hat die Direktorin Maria van der Hoeven in einem Webinar eine neue Roadmap vorgestellt, nach der Photovoltaik im Jahr 2050 fast doppelt so viel zur Stromversorgung bei wie in der bisher veröffentlichten, so genannten 2DS-Roadmap. 2DS steht für das „Zwei-Grad-Szenario“: Es soll gewährleisten, dass die globale Erwärmung unter zwei Grad Celsius bleiben soll.

Die Variante des 2DS-Szenarios mit höherem Anteil erneuerbarer Energien kostet nach den Berechnungen drei Prozent mehr als das Vergleichsszenario, das dafür mehr Kernenergie und Kohlekraft mit Kohlendioxidspeicherung nutzt. Im Jahr 2050 ist danach der Solarstromanteil bei 16 Prozent, in der Variante ohne bevorzugten Ausbau der erneuerbaren Energien liegt der Anteil bei rund 9,5 Prozent. 

Für die Szenarien sei eine ökonomische Optimierung vorgenommen worden. Über die Sensitivität bezüglich der vielen Parameter, die eingehen, haben die anwesenden Experten allerdings keine Auskunft gegeben. In dem neuen "high-renewables" Szenario steigt der solare Anteil an der weltweiten Stromversorgung bis 2040 stark an. Photovoltaik sei im Ausbau gegenüber den bisherigen Roadmaps real fünf Jahre voraus. Bereits nächstes Jahr werde die installierte Leistung erreicht, die in der älteren Roadmap für 2020 geplant gewesen sei. das erkläre den nun schnelleren Ausbau in der Roadmap. Ab 2030 macht der Photovoltaik jedoch solarthermischer Stromversorgung zunehmend Konkurrenz, weil sie in den Augen der IEA-Experten günstiger werde und sich die Energie damit leichter speichern ließe. Derzeit liegt sie beim Ausbau gegenüber der älteren Roadmap um sieben Jahre zurück.

Ab 2030 wird zunehmend nach dem ökonomisch optimierten Szenario mehr solarthermische Stromerzeugung zugebaut als Photovoltaik. (Aus der IEA Präsentation)

In den verschiedenen Weltregionen sieht die Roadmap unterschiedlich viel Photovoltaik vor. In Lateinamerika ist es mit rund zehn Prozent relativ wenig, da dort viel Wasserkraft zur Verfügung steht. Auch für die Europäische Union sieht die Roadmap mit nur acht Prozent unterdurchschnittlich wenig Photovoltaik vor. Dort sei es wegen dem Winter nicht die beste Option mehr zuzubauen, außerdem gebe es ein großes Potenzial der Windkraft. Kernenergie und Erdgas produzieren in der EU nach der Roadmap auch im Jahr 2050 noch ein Fünftel des Stromes.


 
Für die EU sieht die IEA Roadmap "high renewables" unterdurchschnittlich viel Photovoltaik vor. (aus der IEA Präsentation)

Damit kommen die IEA-Experten zu anderen Ergebnissen als beispielsweise dir Forscher am Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme ISE. Die Experten um Hans-Martin Henning hatten schon vor zwei Jahren eine ökonomische Optimierung des Strom- und Wärmesystems in Deutschland vorgestellt , bei der Photovoltaik mit zwei Fünfteln zur Stromversorgung beiträgt (Zur Infografik Strom und Wärme nur aus erneuerbaren Energien, zur Themenseite). 

Sehr viel Wert legen die IEA-Experten auf die Botschaft an die Politik. Es sei wichtig, langfristige Ziele zu setzen, bei denen sie auch die zukünftigen Kostenreduktionen berücksichtigen solle. Es sei wichtig, faire Regeln für dezentrale Photovoltaik-Anlagen auf Wohn- und Gewerbegebäuden zu entwickeln. Beides ist wichtig, um die Finanzierungskosten zu senken. Denn diese seien bei den solaren Technologien besonders hoch, da nahezu die gesamten Kosten bei der Installation anfallen und daher vorfinanziert werden müssen. Die Finanzierungskosten könnten am besten dadurch gesenkt werden, dass die Politik möglichst vorhersehbar ist, um den Risikoaufschlag gering zu halten.

Montag, 29. September 2014

30'000 gegen Dreckstrom

Pro Solar, WWF Schweiz, Greenpeace haben am Montag die Petition für eine Abgabe auf Dreckstrom mit 30‘000 Unterschriften der Bundeskanzlei überreicht. Die Petition ist ein klares Signal, dass die Bevölkerung hinter einer konsequenten Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien steht. Gerade im Hinblick auf eine vollständige Strommarktöffnung ist es jetzt wichtig, Massnahmen gegen billigen Dreckstrom zu ergreifen. Die Gefahr des steigenden Dreckstromanteils wurde mit einem eindrücklichen Bild eines Kohle-Bahnwagens vor dem Bundeshaus symbolisiert.
 
Die Energiewende ist bedroht: Bereits heute fliesst aus Schweizer Steckdosen zu mehr als 50% Strom aus Kohle-, Atom- oder Gaskraftwerken, und mit der geplanten vollständigen Öffnung des Strommarkts droht dieser Anteil durch Importe weiter zu wachsen. Denn insbesondere in Deutschland produzieren Kohlekraftwerke Dreckstrom, der durch den rasanten Zuwachs bei den erneuerbaren Energien überflüssig geworden ist und deshalb zu Dumpingpreisen verkauft wird. behinSolche Dreckstrom-Importe gefährden die einheimische Wasserkraft, behindern den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und damit den raschen Ausstieg der Schweiz aus der Atomenergie.
 
Pro Solar (eine Initiative von Swissolar), WWF Schweiz und Greenpeace Schweiz haben deshalb am 16. Juni eine Petition für eine Abgabe auf Strom aus Uran, Kohle und Gas an den Bundesrat lanciert. Die Abgabe soll sich nach den von der Allgemeinheit bezahlten externen Kosten der atomaren und fossilen Stromproduktion richten. 30‘000 Personen haben die Petition unterzeichnet, die am Montag der Bundeskanzlei überreicht wurde (siehe Bild oben). Sie setzen damit ein deutliches Zeichen im Hinblick auf die bevorstehenden parlamentarischen Debatten zur Energiestrategie und zur Strommarktliberalisierung. Ein eindrückliches Bild eines mit Kohle gefüllten Bahnwagens vor dem Bundeshaus symbolisierte, was die Unterzeichner verhindern möchten: In einem typischen Steinkohlekraftwerk werden täglich rund 100 solche Wagenladungen verbrannt, was einen Ausstoss von 16‘000 t CO2 verursacht*.
 
„Wasserkraft und Photovoltaik sind die zuverlässigen Standbeine der zukünftigen Stromproduktion, neben Windenergie, Geothermie und Biomasse. Dreckstrom, ob importiert oder aus eigenen Kraftwerken, hat daneben keinen Platz“, sagt Roger Nordmann, Nationalrat und Swissolar-Präsident. „Schweizerinnen und Schweizer wollen keinen Dreckstrom, der auf Kosten von Umwelt und Allgemeinheit produziert wird. Die in kurzer Zeit gesammelten Unterschriften zeigen es deutlich“, meint Patrick Hofstetter vom WWF Schweiz. Und Kaspar Schuler von Greenpeace Schweiz ergänzt: „Die Energiewende wird auf dem Strommarkt verzerrt, solange billiger Dreckstrom importiert oder als Atomkraft hier erzeugt wird. Das Dreckstrom-Schlupfloch kann mit einer gezielten Abgabe marktkonform, clever und schnell gestopft werden.“ 

PV-Index vom 26. September

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Der Photovoltaik-Index PPVX ist letzte Woche um 2,5% auf 1.659 Punkte gefallen, der NYSE Arca Oil um 0,2%. Seit Jahresanfang 2014 liegt der PPVX mit +17,2% währungsbereinigt rund 4,5  Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (+13,7%). Das PPVX-Spitzentrio 2014 bilden Enphase Energy (+129%), Hanergy Solar Group (+82%) und. SunEdison (+49%). Die grössten Gewinner der Woche waren Meyer Burger Technology AG (+4%) und China Singyes Solar (+3%), die grössten Verlierer Shunfeng International (-17%) und  Enphase Energy (-14%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 40,5 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+490% rund 298 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +192%).

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Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at

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Freitag, 26. September 2014

Ausstieg aus Fossilen muss beginnen

Die Fachtagung der Schweizerischen Energie-Stiftung SES “Fossile Schweiz – Der Preis der Abhängigkeit“ von Freitag ging zum einen der Frage der Beschaffungsrisiken dieser Rohstoffe nach. Zum anderen wurde die Technologie des Frackings diskutiert und aufgezeigt, dass dessen Nutzung keine Probleme löst. Und die SES begab sich auf die Suche nach Wegen, wie sich die Schweiz von dieser Abhängigkeit lösen kann. Zu den Referenten der Tagung zählten unter anderem der Autor und Journalist Ulrich Tilgner und der Soziologe Harald Welzer.

Man kann es drehen und wenden, wie man will. Die Schweiz ist in einem unverantwortlich hohem Masse vom Import von fossilen Energien abhängig. Wir verbrennen täglich 250'000 Fass Erdöl und rund 10 Millionen Kubikmeter Erdgas. Und gerade heute ist dieser Erdgas-Import nicht unproblematisch: Ein Viertel unseres Erdgases stammt aus Russland – und 80% der russischen Gas-Lieferungen nach Europa fliessen durch die Ukraine.

Im ersten Teil der Fachtagung zeigten die drei Energie- und KonfliktexperInnen Ulrich Tilgner, Kirsten Westphal und Daniele Ganser die verschiedenen problematischen Aspekte der fossilen Abhängigkeit auf – spezifisch für die Schweiz und ganz generell für die westliche Welt. Sie diskutierten fossile Ressourcenkonflikte und Kriege mit Blick auf die Versorgungssicherheit der Schweiz. Daniele Ganser legte den Fokus auf die 100-prozentige Abhängigkeit der Schweiz von fossilen Energie-Importen. Ulrich Tilgner beleuchtete die kriegerischen Auseinandersetzungen des an fossilen Ressourcen reichen vorderen Orients. Und Kirsten Westphal analysierte die europäische Gasabhängigkeit von Russland vor dem Hintergrund des Russland/Ukraine-Konflikts. 

Der zweite Teil widmete sich der Förderung von nichtkonventionellen fossilen Ressourcen. Bedingt durch die zunehmende Verknappung und den Preisanstieg von Erdöl und Erdgas wird Fracking von Schiefergas und -öl zunehmend wirtschaftlicher. Hans-Martin Schulz (Deutsches GeoForschungs-Zentrum Potsdam) analysierte die Technologie und das Potenzial des Frackings. Er zeigte die Chancen und Risiken als auch die wirklich realisierbaren Potenziale dieser fossilen Ressourcen für Europa. Der Energieexperte Werner Zittel ging der Frage nach, ob Fracking nicht Ausdruck dafür ist, dass die fossilen Ressourcen zur Neige gehen. Andy Gheorghiu (Koordinator der Anti-Fracking-Bewegung in Deutschland) beleuchtete letztlich die Umweltschädlichkeit dieser Technologie. 

Zwei unterschiedliche, sich aber nicht zwingend widersprechende Denkansätze setzten die Thematik  der Tagung in einen grösseren Kontext. Der Soziologe Harald Welzer zeigte auf, wie wir durch einen generellen Kulturwandel unsere Gesellschaft in eine nachhaltigere, lebenswertere transformieren können – eine Welt der Reduktion statt der immer fortfahrenden Expansion. Georg Klinger (Energieexperte Greenpeace) fokussierte auf konkrete Möglichkeiten und Massnahmen dieses Wandels: Wie wir unseren Energiebedarf senken und ihn bis zum Mitte des Jahrhunderts mit 100% erneuerbaren Energien decken können.

Die Tagung zeigte für die SES einmal mehr die dringliche Handlungsnotwendigkeit in der Energie- und Ressourcenpolitik: Trotz momentanem Fracking-Boom bleiben Öl und Gas endliche Ressourcen, aus deren Abhängigkeit wir uns lösen müssen. Wir tun gut daran, den fossilen Energieverbrauch rasch zu minimieren. Das heisst in erster Linie: Häuser einpacken und kleinere Autos fahren. Es gibt keine Alternative zur Energiewende. Sie kommt so oder so. Jetzt damit zu beginnen bedeutet mehr Energiesicherheit, weniger geopolitische Risiken und mehr Umweltverträglichkeit. Und nicht zuletzt sparen wir Kosten und schaffen Arbeitsplätze. 


Die von den ReferentInnen an der Fachtagung gezeigten Präsentationen werden laufend auf www.energiestiftung.ch/service/fachtagungen/fachtagung14/referate aufgeschaltet.

Quelle: SES

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Donnerstag, 25. September 2014

Highlights aus der Forschung

Stefan Glanz, Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme, erhält einen der bedeutendsten Technikpreise, den Becquerel-Preis. Die EU-Kommission würdigt seine Pionierarbeit für hocheffiziente Siliciumsolarzellen. Der Anlagenbauer Manz sieht derweil den neuen Wirkungsgradrekord von CIGS-Solarzellen (siehe Solarmedia vom 22. September 2014) als Meilenstein auf dem Weg zu günstiger Solarenergie.

Seit 1989 vergibt die Europäische Kommission den Becquerel-Preis, in diesem Jahr erhielt ihn Dr. Stefan Glunz, Bereichsleiter »Solarzellen – Entwicklung und Charakterisierung« am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (siehe Bild). Das Preiskomitee ehrt Stefan Glunz für seine herausragende Pionierarbeit im Bereich der hocheffizienten Siliciumsolarzellen und damit seinen Beitrag zum weltweiten Erfolg der photovoltaischen Stromerzeugung. Der Preis wurde am 22. September 2014 im Rahmen der »European PV Solar Energy Conference« in Amsterdam überreicht. Laudator Prof. Wim Sinke, ECN Solar Energy, Niederlande, würdigte Stefan Glunz als »motivierten Forscher, exzellenten Wissenschaftler und großartigen Lehrer, der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inspiriert«. Stefan Glunz gilt als einer der international führenden Wissenschaftler in der Entwicklung von Wafer basierten kristallinen Siliciumsolarzellen, sowohl im Bereich der Grundlagen- als auch in der angewandten Forschung. Dabei sticht besonders die große Bandbreite der Ansätze zur Wirkungsgradsteigerung und damit der Kostensenkung für die Solarstromgewinnung hervor. Diese reichen von der Untersuchung elektrisch aktiver Defekte in den Zellen selbst über die Senkung des Materialbedarfs bis hin zu zahlreichen Innovationen in der Produktionstechnologie. Ein Highlight aus seiner Arbeitsgruppe am Fraunhofer ISE ist unter anderem der Weltrekord für Solarzellen aus multikristallinem Silicium.

Institutsleiter Prof. Eicke R. Weber freut sich über diese Auszeichnung für Stefan Glunz und damit auch für das Fraunhofer ISE: »Mit dem Becquerel-Preis ehrt das Auswahlkomitee einen der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der hocheffizienten Photovoltaik der nächsten und übernächsten Generation, die gerade jetzt beginnt in die Produktion zu gehen.« Stefan Glunz hatte neben Paper- und Poster Awards im Jahr 2008 gemeinsam mit Kollegen den italienischen »Eni Award« in der Kategorie Science & Technology erhalten, für die Entwicklung von Wirkungsgrad steigernden und Kosten senkenden Technologien für dünne Silicium-Wafer.

Der Becquerel-Preis würdigt die Verdienste herausragender Forscher in der Photovoltaik, der solaren Stromerzeugung. Er wurde ins Leben gerufen in Erinnerung an die Entdeckung des photovoltaischen Effekts durch den französischen Forscher Alexandre Edmond Becquerel im Jahr 1839. Stefan Glunz ist der 22. Becquerel-Preisträger.

Ebenfalls in den letzten Tagen hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Forschungspartner der Manz AG (Reutlingen) im Bereich der CIGS Dünnschicht-Solartechnologie auf Glas,  mit 21,7 % einen neuen Wirkungsgrad-Weltrekord auf einer CIGS-Dünnschicht-Solarzelle präsentiert. Das ist der höchste jemals erzielte Wirkungsgrad in der Dünnschicht-Photovoltaik und übertrifft selbst den bisherigen Bestwert der heute noch marktführenden multikristallinen Silizium-Solartechnologie deutlich. „Der neue Weltrekord ist ein beeindruckendes Ergebnis der effizienten Zusammenarbeit zwischen dem ZSW und Manz als exklusivem Industriepartner“, kommentiert Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Manz AG. 
„Mit 21,7 % hat das ZSW den letzten Weltrekord nicht nur eingestellt, sondern bei weitem übertroffen. Das macht mich richtig stolz und ist ein klarer Beweis, dass die CIGS-Dünnschichttechnologie das mit Abstand höchste Potenzial zur weiteren Steigerung des Wirkungsgrades aufweist. In den letzten Jahren konnte ausschließlich die Dünnschichttechnologie mit neuen Rekordwerten aufwarten – mit klarem Vorteil für die von uns weiterentwickelte CIGS-Technologie. Und wir sind noch lange nicht am Ende der Entwicklung angekommen.“

Durch den neuen Weltrekord seien CIGS-Dünnschicht-Solarmodule in der Zukunft nicht nur leistungsstärker als multikristalline Solarzellen, sondern auch deutlich günstiger zu produzieren. Die CIGS- Technologie werde daher im nächsten Investitionszyklus der Photovoltaik eine wichtige Rolle einnehmen. Die neue Rekordzelle wurde im Co-Verdampfungsverfahren hergestellt, einer Technologie, die gemeinsam von Manz und dem ZSW weiterentwickelt und patentiert wurde. Die ausgezeichnete Reproduzierbarkeit des Rekordprozesses lasse auf eine gute Übertragbarkeit der Technologie in die Anlagentechnik für die Massenproduktion schließen. Zu diesem Zweck betreibt Manz am Standort Schwäbisch-Hall eine CIGS-Innovationslinie, mit der in großen Stückzahlen CIGS-Module gefertigt und die Erkenntnisse aus dem Labor in die Massenproduktion überführt werden.

Die Produktionskosten der CIGS Dünnschichttechnologie in einer von Manz schlüsselfertig gebauten CIGS Fabrik (CIGSfab) liegen nach Angaben des Unternehmens, je nach Standort und Größe der Fabrik, um bis zu 50 % unter den Kosten der heute noch vorherrschenden kristallinen Silizium-Solartechnologie. „Die CIGS-Technologie ist die derzeit in jeglicher Hinsicht überlegene Solartechnologie und vereint das Beste aus rund 40 Jahren von der Bundesrepublik geförderter deutscher Entwicklungsgeschichte. Es ist ein Triumph für Politik, Grundlagenforschung und Maschinenbau: wer heute in die Photovoltaik investieren und dabei auch noch Geld verdienen will, kommt an der CIGS-Technologie nicht mehr vorbei“, betont Manz.

Da durch CIGS-Solaranlagen die Stromerzeugung weltweit noch effizienter und kostengünstiger wird, bin ich optimistisch, dass die CIGS-Dünnschichttechnologie deutliche Marktanteile gewinnen wird. „Als der weltweit einzige Anbieter einer voll integrierten Produktionslinie für CIGS-Dünnschichtmodule eröffnen sich uns daher erhebliche Wachstumschancen, die wir nutzen wollen!“, fasst Manz zusammen.

Quellen: ISE und Manz AG

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Mittwoch, 24. September 2014

SMA betreibt auch Solarpark

SMA Canada, die kanadische Auslandsgesellschaft der SMA Solar Technology AG (D-Niestetal), liefert 125 Sunny Central 800CP-US Wechselrichter für das mit einer Leistung von 140 Megawatt (MW) größte Photovoltaik-Kraftwerk des Landes. Darüber hinaus hat der Anlagenbetreiber Kingston Solar LP SMA mit der Betriebsführung des Photovoltaik-Kraftwerks für die kommenden zehn Jahre beauftragt.


Das PV-Kraftwerk in Kingston in der Provinz Ontario wird 2015 ans Netz gehen und rund 16.400 Haushalte mit  173000 Megawattstunden (MWh) Solarstrom versorgen. Bereits im vergangenen Jahr hatte SMA den Zuschlag für die Lieferung von Zentral-Wechselrichtern und die Übernahme der operativen Betriebsführung für ein 130 MW PV-Kraftwerk in Haldimand County, Ontario, in Kanada erhalten. „Wir freuen uns sehr, dass SMA die beiden größten PV-Kraftwerke des Landes mit Wechselrichtern ausstattet und auch die Betriebsführung übernimmt“, erklärt Henry Dziuba, Präsident von SMA Canada.

„SMA ist als Weltmarktführer bei Wechselrichtern bekannt. Multimegawatt-Photovoltaik-Projekte wie die in Kanada zeigen gemäss einer Medienmitteilung, dass SMA auch im Bereich der Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen sowie als Komplettlösungsanbieter für Photovoltaik-Kraftwerke eine führende Position in Nordamerika einnimmt“, so Dziuba weiter
 
Die Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen von SMA umfassen neben den Zentral-Wechselrichtern auch die Mittelspannungskomponenten, Module, Gestelle, sämtliche Verkabelungen sowie die Vegetation und die Umzäunungen der Anlagen. Zu den Serviceleistungen gehören unter anderem Reparatur, Gerätetausch sowie Sichtprüfungen und Wartungen. Anlagenbetreiber profitieren dabei von jederzeit reibungslosem Anlagenbetrieb, höchster Performance und Planungssicherheit. 

„Für Betriebsführung und Serviceleistungen haben wir mit SMA ganz bewusst einen Partner gewählt, der die Erfahrung und die Kapazitäten hat, die Verfügbarkeit eines PV-Kraftwerks von der Größe des Kingston Solar Projects zu maximieren und Ausfallzeiten zu minimieren“, sagt Matt O’Brien, Präsident von Kingston Solar LP.

Quelle: SMA

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SMA Canada, die kanadische Auslandsgesellschaft der SMA Solar Technology AG, liefert 125 Sunny Central 800CP-US Wechselrichter für das mit 140 MW größte Photovoltaik-Kraftwerk des Landes. Darüber hinaus hat Anlagenbetreiber Kingston Solar LP SMA mit der operativen Betriebsführung des Photovoltaik-Kraftwerks für die kommenden zehn Jahre beauftragt. - See more at: http://www.sma.de/newsroom/aktuelle-nachrichten/news-detail/news/12900-sma-liefert-wechselrichter-und-uebernimmt-betriebsfuehrung-fuer-kanadas-groesstes-photovoltaik.html#sthash.grBQgnOv.dpuf