Sonntag, 21. Dezember 2014

Mehr Solarstrom aus höheren Lagen

Damit sich die Schweiz während des ganzen Jahres selbst mit Strom versorgen kann, werden vermehrt Produktionsanlagen benötigt, die insbesondere im Winterhalbjahr Strom liefern. Dies könnte mit Photovoltaikanlagen in den Alpen erreicht werden. Die ZHAW entwickelt derzeit ein Planungstool, um komplexe Photovoltaikanlagen im Alpenraum.

Eine Versuchsanlage zur Überprüfung der Einflussfaktoren wird nun nach zwei Wochen Testbetrieb am ZHAW-Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen in Wädenswil (siehe Bild) im Dezember am Walensee installiert. Messungen an weiteren Standorten im Alpenraum sollen folgen. Für das Projekt „Tools zur Optimierung komplexer Photovoltaikanlagen“ untersucht die ZHAW in Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) und der ZENNA AG die Einflussfaktoren auf die solare Stromproduktion in den Alpen. Das von der nationalen Kommission für Technologie und Innovation (KTI) unterstützte Projekt dient der Entwicklung einer Software, um grössere Photovoltaikanlagen an komplexen Standorten zu planen und zu realisieren. 

Das Tool wird es ermöglichen, Solarstromanlagen entsprechend den gewünschten Kriterien, wie z.B. ein hoher Anteil der Produktion im Winter oder bevorzugter Morgen-/Abendstrom, zu optimieren und deren Wirtschaftlichkeit im Voraus besser abzuschätzen. Zu den berücksichtigten Einfluss­faktoren gehören unter anderem die Reflexionswirkung von Schnee- oder Wasserflächen sowie die eventuelle Blendwirkung der Module. Um die theoretischen Modelle der Software an verschiedenen Standorten zu prüfen und den realen Bedingungen anzupassen, wurde eine mobile Photovoltaik-Versuchsanlage zur Messung dieser Faktoren gebaut und auf dem Campus Grüental der ZHAW in Wädenswil getestet. Diese Versuchsanlage umfasst 44 Solarpanels mit einer Gesamtfläche von ca. 70 Quadratmetern sowie einen Container mit Messinstrumenten.

Die EKZ finanzieren im Rahmen des KTI-Projektes die Versuchsanlage zu einem grossen Teil, weil sie aufgrund des zunehmenden Bedarfs an Winterstrom Interesse an genauen Modellen zur Ertragsabschätzung von Photovoltaikanlagen im Gebirge haben. Im Gegenzug führt die ZHAW die ersten Testmessungen am Walensee im Steinbruch Schnür durch. Dort planen die EKZ zusam­men mit der St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) den Bau der grössten Solaranlage der Schweiz. Die Versuchsanlage wird zeigen, ob die Reflexion des Wassers die Produktion im erwarteten Rahmen steigert. Daraus ergeben sich wichtige Hinweise bezüglich der Wirtschaftlich­keit einer grossen Anlage. Erste Resultate aus den Messungen am Walensee sind im Laufe des kommenden Jahres zu erwarten.

Die Entwicklung eines Planungstools für komplexe Photovoltaikanlagen wird weitere Messungen, insbesondere an alpinen Standorten, erfordern. Dort ist die Stromproduktion gemäss Schätzungen aufgrund der hohen Einstrahlungswerte und der Reflexionen der Schneedecke um bis zu 50 Prozent höher als im Flachland. Überdies liefern Photovoltaikanlagen im Alpenraum über das ganze Jahr gleich viel Strom, während im Flachland die Stromproduktion im Sommer rund doppelt so gross ist wie im Winter. Die Nutzung der Sonnenenergie im Alpenraum ist daher nicht nur wirtschaftlich interessant. Sie kann aufgrund der hohen Winterproduktion einen bedeutenden Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.

Fachkontakt
Jürg Rohrer, Leiter Fachgruppe Solartechnik & Energieeffizienz, Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen, ZHAW, Wädenswil. Telefon 058 934 54 33; E-Mail: juerg.rohrer(at)zhaw.ch

Quelle:  Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften /  Bild: Guntram Rehsche

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Samstag, 20. Dezember 2014

Calyxo: Neue Dünnschichtmodule

Es ist ruhig geworden um die Hersteller von Dünnschichtmodulen (siehe auch Solarmedia vom 20. Januar 2013). Die starke Verbilligung der Kristallinen hat diese zu einer übermächtigen Konkurrenz gemacht. Viele Hersteller von Dünnschichtmodulen existieren schon gar nicht mehr oder wurden durch grössere PV-Konglomerate aufgekauft wie Miasolé und Solibro durch Hanergy. Calyxo allerdings wagt einen nächsten Schritt.


Das Entwicklungs- und Technologieteam der Calyxo GmbH am Standort Solar Valley in Bitterfeld-Wolfen erreichte gemäss einer Mitteilung des Unternehmens über 14,3 % Wirkungsgrad (aperture area) mit einer neuen Produktgeneration (97 Wp auf 0,72 m²; 13,5% full size area), welche im Jahr 2015 eingeführt werden wird.

Die Herstellung der neuen Produktgeneration erfolgt in der vor einem Jahr neu eröffneten Produktionslinie. „Es ist eine großartige Leistung, parallel zum Hochlauf der Fertigung die anvisierten Leistungsziele bei der Produktneuentwicklung zu erreichen.. Wir gehen davon aus, dass wir über 15% Wirkunsgrad mit der neuen Produktgeneration erzielen können. Wir sind davon überzeugt, dass der einzigartige Calyxo Abscheideprozess neben seinen Kostenvorteilen das Potential für höchste Halbleiterschichtqualitäten hat“, so Dr.-Ing. Michael Bauer, CTO/COO.

Für die Calyxo GmbH hat sich mit der neuen Produktgeneration neue Ziele für das Jahr 2015 gesteckt. „Der Druck nach höheren Leistungsklassen ist am Markt durch die kristalline Konkurrenz für uns deutlich spürbar. Mit der neuen Produktgeneration werden wir mittelfristig aufgrund des besseren Temperaturkoeffizienten im Endeffekt mehr Energie auf der gleichen Fläche als die kristalline Konkurrenz erzeugen. Außerdem arbeiten wir an anderen Produkteigenschaften, welche die Installationskosten der Kunden nochmals verringern werden“, CEO Dr. Florian Holzapfel.

Calyxo Module produzieren bei Temperaturen oberhalb von 25°C bis zu 10% mehr Energie als vergleichbare Solarmodule aufgrund des niedrigeren Temperaturkoeffizienten. Der Übergang der Entwicklungskonzepte in die Massenproduktion ist für Beginn 2015 geplant und wird aktuell mit dem Produktnamen CX4 geführt.

Quelle: Calyxo GmbH

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Donnerstag, 18. Dezember 2014

Weltrekord !

Mit einer Mehrfachsolarzelle wurde ein neuer Weltrekord für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom erreicht. 46% des einfallenden Sonnenlichts wandelt die Zelle direkt in elektrische Energie um. 




Soitec und CEA Leti, Frankreich, sowie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben die Zelle gemeinsam entwickelt. Mehrfachsolarzellen werden in der konzentrierenden Photovoltaik (CVP) eingesetzt, die in Regionen mit hohem Direktstrahlungsanteil regenerativen Strom zu günstigen Kosten erzeugt. Die 46%-Solarzelle ist der zweite Rekord der Partner innerhalb von nur einem Jahr und unterstreicht die starke Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Photovoltaik-Forschung und -Industrie.
 
Mehrfachsolarzellen basieren auf III-V-Halbleiterverbindungen. Die Rekordzelle ist eine Vierfachsolarzelle, jede Teilzelle wandelt exakt ein Viertel der Photonen im Wellenlängenbereich zwischen 200 und 1750 nm in elektrische Energie um. Beim Einsatz in der Konzentrator-Photovoltaik bündelt eine Fresnel-Linse das Sonnenlicht auf eine sehr kleine Zelle. Der neue Rekordwert wurde bei einer Konzentration von 508 Sonnen, d. h. der 508-fachen Bündelung des einfallenden Lichts, gemessen. Der gemessene Wirkungsgrad der Solarzelle ist jetzt durch das National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) in Japan bestätigt worden, einer der führenden Einrichtungen für unabhängige Solarzellenmessungen unter Standard-Testbedingungen.

Eine besondere Herausforderung, die bei dieser Zelle erfolgreich gelöst wurde, liegt in der gleichmäßigen Verteilung der Photonen auf die vier Teilzellen. Dies haben die Forscher durch die genaue Anpassung der Materialzusammensetzung und Dicke jeder einzelnen Halbleiterschicht in der Solarzelle erreicht. »Dieser Weltrekord ist ein wichtiger Meilenstein in unserer französisch-deutschen Zusammenarbeit. Wir sind sehr froh, dass unser Ergebnis von 46% jetzt durch eine unabhängige Messung von AIST in Japan bestätigt wurde«, erklärt Dr. Frank Dimroth, Projektleiter für die Zellentwicklung am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. »Die Konzentrator-Photovoltaik ist heute die effizienteste Solartechnologie und eignet sich für alle Länder mit hoher direkter Solarstrahlung.«

Jocelyne Wasselin, Vice President Solar Cell Product Development bei Soitec, einem der Weltmarktführer für Hochleistungshalbleiter mit Sitz in Frankreich, sagt: »Wir sind sehr stolz auf diesen neuen Weltrekord. Er bestätigt uns in der Wahl der Technologie für die Entwicklung dieser Vierfachsolarzelle und ist gleichzeitig ein klarer Indikator dafür, dass wir in naher Zukunft die 50 Prozentmarke erreichen können«. Sie fügt hinzu: »Wir haben für diese neue Zellgeneration bereits eine Linie in Frankreich aufgebaut. Dort sind mehr als 25 Ingenieure und Techniker beschäftigt, die unsere Bonding- und Schichttransfertechnologien zum Einsatz bringen. Ich habe keine Zweifel, dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren deutschen und französischen Partnern sowohl die Wirkungsgrade der Zellen als auch die Wettbewerbsfähigkeit der CPV-Technologie, weiter voranbringen wird.«

Über SOITEC
Soitec ist ein internationaler Marktführer in der Entwicklung und Herstellung neuartiger Materialien für die Halbleiterindustrie und ein Vorreiter im Bereich Energie und Elektronik. Soitec stellt unter anderem Substrate für die Mikroelektronik, wie etwa SOI (Silicon-on-Insulator), und Konzentrator-Photovoltaik-Systeme her. Soitecs Schlüsseltechnologien sind Smart Cut™, Smart Stacking™ und Concentrix™. Außerdem verfügt das Unternehmen über besondere Expertise im Bereich Epitaxie. Diese Produkte finden Anwendung in der Verbraucherelektronik, mobilen Geräten, Mikroelektronik, Telekommunikation sowie in der Automobilelektronik, in der Beleuchtung und in Solarkraftwerken. Soitec verfügt über Produktionsanlagen und Forschungszentren in Frankreich, Singapur, Deutschland und den Vereinigten Staaten.
www.soitec.com

Über CEA-Leti
Mit Innovation und Technologietransfer bildet Leti die Brücke zwischen Grundlagenforschung und der Produktion von Mikro- und Nanotechnologien zum Nutzen der Menschen. Gestützt durch ein Portfolio mit 2200 Patenten arbeitet Leti mit großen sowie mit kleinen und mittelständischen Firmen zusammen, um deren Wettbewerbspositionen mit maßgeschneiderten Lösungen zu stärken. Mehr als 50 Startups hat Leti initiiert. Auf 8000m² modernster Reinraumfläche werden 200mm und 300mm Wafer prozessiert, von Weltraumanwendungen bis hin zu Smart Devices. Das Institut beschäftigt mehr als 1700 Mitarbeiter, einschließlich 200 Mitarbeitern aus Partnerfirmen. Leti hat seinen Sitz in Grenoble, Frankreich, und hat Büros im Silicon Valley, Calif., sowie Tokyo.
www.leti.fr


Über Fraunhofer ISEMit 1300 Mitarbeitern ist das in Freiburg angesiedelte Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE das größte europäische Solarforschungsinstitut. Das Fraunhofer ISE setzt sich für ein nachhaltiges, wirtschaftliches, sicheres und sozial gerechtes Energieversorgungssystem ein. Es schafft technische Voraussetzungen für eine effiziente und umweltfreundliche Energieversorgung. Hierzu entwickelt das Institut Materialien, Komponenten, Systeme und Verfahren für Energieeffizienz, Energiegewinnung, Energieverteilung und Energiespeicherung. Das Institut ist Mitglied der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten Organisation für angewandte Forschung in Europa. www.ise.fraunhofer.de

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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Sonne schickt weiter keine Rechnung

2014 hat in Deutschland die Große Koalition das Erneuerbare-Energien-Gesetz so radikal novelliert, dass der Ausbau der Photovoltaik gegenüber 2012 um etwa 80 % zurückging. Viele Menschen meinen, dass sich Solarstrom hierzulande jetzt nicht mehr rechnet. Doch Fachleute kommen zum Schluss, dass gerade die kleineren Anlagen nach wie vor auch ökonomisch attraktiv sind, ökologisch sowieso. Ein Kommentar des Energie-Publizisten Franz Alt.

Fakt ist, dass im Dezember 2014 pro Kilowattstunde Solarstrom auf dem Hausdach 12,59 Cent Einspeise-Vergütung bezahlt werden. „Das Solardach lohnt sich weiterhin“, schrieb die FAZ-Sonntagszeitung schon im August 2014. Es lohnt sich deutlich besser als das Tagesgeldkonto auf einer Bank.  „Renditen von vier Prozent sind gut möglich“, schrieb die FAZ. Die 12,59 Cent pro KWh gibt es nach wie vor 20 Jahre lang. Wenn sich dann die Anlage amortisiert hat, kann der Besitzer etwa 20 weitere Jahre Solarstrom für etwa einen Cent pro KWh erzeugen – das ist unschlagbar preiswert.  

Der Strom aus der Steckdose kostet heute etwa 27 bis 29 Cent pro KWh. Deshalb ist Eigenverbrauch das Gebot der Stunde. Die Speicherbatterien hierfür werden ähnlich wie der Solarstrom immer preisgünstiger.  Eine Kilowatt Anlagenleistung kostet zurzeit etwa 1.600 Euro, bei Anlagen bis zu zehn KW. Bei über 10 KW kann man mit circa 1.300 Euro pro KW rechnen. Wer seine Anlage exakt auf den Wirtschaftlichkeits-Prüfstand stellen will, wird fündig bei Stiftung Warentest. Natürlich hängen die Erträge wesentlich vom Standort und von der Ausrichtung der Dächer ab.  

Nachtrag Solarmedia: Die Verhältnisse in der Schweiz sind nicht so günstig zugunsten des Solarstroms, entwickeln sich aber in die gleiche Richtung. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom beträgt schweizweit im Schnitt gegen 21 Rappen - gleichviel wird die hiesige Einspeisevergütung (KEV) im Jahr 2015 bringen. Vorderhand bleibt also kein Ertrag, um eine Solarstrombatterie zu finanzieren, immerhin ist damit aber die so genannte Grid Parity (Gleichstand des Preises für den Strom aus der Steckdose mit den Produktionskosten von Solarstrom auf dem eigenen Dach) auch in der Schweiz erreicht
 
Weblinks:
Franz Alt "Die Sonne schickt uns keine Rechnung - Neue Energie - Neue Arbeit - Neue Mobilität" - Online bestellen!
Thomas Seltmann "Photovoltaik: Solarstrom vom Dach" - Online bestellen!
www.photovoltaikratgeber.info

PV-Rechner im Internet
Online-Rechner Photovoltaik - EnergieAgentur .NRW
Solar­strom Vergleichs­rechner: So kalkulieren Sie Ihre Rendite

Ertragskarte


Quelle: sonnenseite.com

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Dienstag, 16. Dezember 2014

Heliatek's erste Gebäudefassade

Der deutsche Solarfilm-Produzent Heliatek konnte erfolgreich erste BIOPV – Gebäude integrierte OPV – Solarfilme nach China liefern. HeliaFilm® wurde auf dem Gelände von Reckli China in PuDong, Shanghai installiert. Sie wurden direkt in die Betonmatrizen von Reckli, einem langfristigen strategischen Partner von Heliatek, integriert.

Heliatek ist  nach eigenen Angaben weltweit führend in der Produktion und Kommerzialisierung der organischen Solarfilme. HeliaFilm® wird bereits erfolgreich gemeinsam mit verschiedenen Baustoffen wie Glas, Beton und PVC Membranen vermarktet. Heliatek arbeitet dabei eng mit Industriepartnern im Bereich der verschiedenen Materialien zusammen.

Pilotinstallation in PuDong, Shanghai
Pilotinstallation – HeliaFilm® auf Beton 

RECKLI und Heliatek entwickeln partnerschaftlich eine nachhaltige Gebäudelösung basierend auf HeliaFilm® und strukturierten Beton-matrizen, um die Fassade zur Energie-gewinnung auszunutzen. RECKLI ist als Weltmarktführer im Bereich von elastischen Betonmatrizen bekannt. “Heliatek’s führende OPV Technologie funktioniert perfekt in Kombination mit der BiPV-Anwendung für Beton-fassaden, da sie ultra-leicht, dünn und hoch effizient ist. Die Energieausbeute bleibt effizient auch unter suboptimalen Licht- und Temperaturbedingungen.

Der Film kann direkt auf den Beton aufgebracht werden, ohne dass es eines extra Kühlungs- oder Ventilationssystem bedarf. Mit dieser BiPV Lösung kann die CO2 Bilanz drastisch verbessert werden, ohne dass ästhetische Aspekte vernachlässigt werden.“ erklärt Dr. Bernd Trompeter, der Geschäftsführer der RECKLI GmbH.

“HeliaFilm® in Kombination mit Reckli’s architektonischer Betonlösung liefert eine lang durchdachte Lösung für chinesische Architekten und Bauplaner. Betonstrukturen werden mit HeliaFilm® zur Energiegewinnung angereichert und bewahren gleichzeitig den ästhetischen Anspruch,” kommentiert Dr. Thomas Bickl, VP Sales & Marketing.

Das Büro von RECKLI China wurde für die Installation des HeliaFilm® einer ersten Betonfassade gewählt, um bei einer nach Osten, Westen und Süden ausgerichteten Fassade den hohen Grad der Energieausbeute demonstrieren zu können. Diese unterschiedlichen Ausrichtungen findet man häufig bei BiPV Anwendungen. Die installierte Kapazität beträgt 0,62 kWp und die gewonnene Energie wird zu 100% intern genutzt.

Quelle: Heliatek

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Montag, 15. Dezember 2014

Stromspartipps für Jahreswende

Advent, Weihnachtszeit, Jahreswechsel – Millionen Lichter sorgen für festliche Stimmung in langen Winternächten. Doch nicht nur die Beleuchtung kostet. Stromspartipps der Deutschen Energie-Agentur, die sinngemäss für die Schweiz zutreffen. 

Weil die meisten Menschen viel Zeit Zuhause verbringen, hinterlassen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte deutliche Spuren auf der Stromrechnung. Im Jahresdurchschnitt betrachtet sind der Dezember und Januar die beiden Monate mit dem höchsten Stromverbrauch. Circa zehn Prozent mehr Strom verbrauchen die deutschen Haushalte in diesen Monaten gegenüber dem Jahresmittelwert. Damit es am Zahltag keine Überraschung gibt, sollte man einige Fakten beachten.

Mit diesen Energiespartipps behalten Sie die Kontrolle
Eines vorneweg: auf Komfort müssen Sie nicht verzichten! Mit dem richtigen Blick auf die technischen Stromverbraucher in Ihrem Haushalt und auf Ihr ganz individuelles Verbrauchsverhalten können Sie einer zu hohen Stromrechnung vorbeugen. Die Initiative EnergieEffizienz hat Ihnen die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

Modern sind LED-Lampen und Lichterketten
Ein zehn Meter langer herkömmlicher Lichtschlauch kann in sechs Wochen rund 33 Euro an Stromkosten verursachen. Das entspricht ungefähr den Betriebskosten einer kleinen Kühl- und Gefrierkombination der Energieeffizienzklasse A+++ in einem ganzen Jahr. Deutlich energieeffizienter sind LED-Lichtschläuche. Sie benötigen etwa 85 Prozent weniger Strom und können auch draußen eingesetzt werden.
Wer auf moderne Beleuchtung setzt, entscheidet sich heute für die LED-Technologie. Sie zeichnet sich durch eine hohe Lichtausbeute, einen niedrigen Energieverbrauch sowie eine sehr hohe Lebensdauer aus. Im Innenraum stehen LED-Lampen für fast alle gängigen Fassungen zur Verfügung. In der E27-Standardfassung sind LED-Lampen mit über 800 Lumen erhältlich. Sie können damit alte Glühlampen mit bis zu 75 Watt ersetzen.
stromeffizienz.de

Licht bewusst einschalten
Die Beleuchtung macht zwischen acht und zwölf Prozent des privaten Stromverbrauchs aus. Licht sollte also nur dort brennen, wo es tatsächlich gebraucht wird. Häufiges ein und ausschalten ist unproblematisch: Energiesparlampen mit Vorheizfunktion oder LED werden auf der Verpackung als „besonders schaltfest“ ausgewiesen. Lassen Sie sich beim Händler beraten.

Energielabel vereinfacht Lampenkauf
Schon beim Einkauf können Sie feststellen, wie sparsam eine Lampe wirklich ist. Das auf der Verpackung angebrachte EU-Energielabel weist die Energieeffizienzklasse der Lampe aus. A++ bedeutet, dass die Lampe einen niedrigen Stromverbrauch hat. Bei Energieeffizienzklasse D ist der Stromverbrauch sehr hoch.


Heimkino – vergleichen lohnt sich
Auch TV-Geräte müssen beim Kauf mit einem EU-Energielabel ausgezeichnet sein. Das Label gibt Auskunft über die Energieeffizienzklasse, den jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden bei einer Nutzung von vier Stunden täglich und darüber, ob das Gerät einen echten Ein- und Ausschalter zur Vermeidung des Stand-by-Betriebs besitzt. Ein Modell der im Handel bei einigen Geräten schon erhältlichen Klasse A++ mit 110 Zentimetern Bildschirmdiagonale verursacht pro Jahr rund 15 Euro Stromkosten, ein zehn Jahres altes Gerät durchschnittlich das Vierfache – rund 60 Euro Stromkosten. 
Besonders energieeffiziente Fernseher listet die TopGeräte-Datenbank der Initiative auf

Multifunktionsgeräte statt Fax, Kopierer und Drucker
Laut statistischem Bundesamt verfügen heute ¾ aller Haushalte über einen stationären Drucker, fast ein Viertel über ein privates Faxgerät. Eine energieeffiziente Alternative zu Faxgerät, Drucker, Kopierer und Scanner sind Multifunktionsgeräte. Sie kombinieren alle Einzelfunktionen in einem Gerät. Das nimmt nicht nur weniger Platz ein, sondern ist in der Summe auch energieeffizienter.

Energiesparend kochen und backen
Beim Backen lassen sich die Stromkosten mit der Umluftfunktion um bis zu 20 Prozent reduzieren. Umluft ist energiesparender, weil die Backtemperatur um 20 Grad niedriger gewählt werden kann. Bei der Zubereitung des Weihnachtsmenüs gilt zudem: Ein passender Deckel für jeden Topf spart bares Geld. Wer Töpfe und Pfannen dem Durchmesser nach passend zur Herdplatte wählt, reduziert ebenfalls seinen Stromverbrauch. Bei langen Garzeiten von über 20 Minuten lohnt sich außerdem der Einsatz von Schnellkochtöpfen. Das spart bis zu 30 Prozent Energie – und einiges an Zeit. Nach dem Festtagsschmaus sollten die Lebensmittel gut abkühlen  – denn durch heiße Lebensmittel im Kühlschrank schnellt der Energieverbrauch ebenfalls in die Höhe.

Geschirr spülen: besser maschinell als per Hand
Eine energieeffiziente Geschirrspülmaschine der Energieeffizienzklasse A+++ kommt mit weniger Strom und Wasser aus als ein geübter Handabwäscher. Stromsparende Geräte benötigen heute unter 0,9 kWh  und nur etwa 10 Liter Wasser pro Spülprogramm (14 Maßgedecke). Ineffizientere Geräte hingegen verbrauchen deutlich mehr Wasser und Strom. Die niedrigsten Stromvrebrauchswerte bietet das Energiesparprogramm Ihres Geschirrspülers. Dieses nennt sich z. B. Sparprogramm, Öko, Eco oder Intelligent und spült meistens bei 50 °C. Das Geschirr wird dennoch strahlend sauber.


Quelle:   Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) 2014

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