Freitag, 23. Juni 2017

Mehr - auch mehr Erneuerbare

Der Endenergieverbrauch der Schweiz ist 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,9% auf 854`300 Terajoule (TJ) gestiegen. Ein wichtiger Grund dafür ist die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung. Zum Verbrauchsanstieg trugen aber auch die positive Entwicklung der Wirtschaft und das anhaltende Bevölkerungswachstum bei.


Der Anstieg des Endenergieverbrauches um 1,9% gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie auf die etwas kühlere Witterung im Jahr 2016 zurückzuführen. Die Anzahl Heizgradtage, ein wichtiger Indikator für den Energieverbrauch zu Heizzwecken, nahm gegenüber dem Vorjahr um 6,7% zu. Zum höheren Energieverbrauch haben auch die langfristigen Treiber wie die ständige Wohnbevölkerung (+1,1%), das Bruttoinlandprodukt (+1,3%), der Motorfahrzeugbestand (+1,6%) und der Wohnungsbestand (Zuwachs, es liegen jedoch noch keine detaillierten Zahlen vor) beigetragen. Während der Zuwachs der langfristigen Treiber den Energieverbrauch erhöht, wirken Effizienzsteigerungen und Substitutionseffekte tendenziell dämpfend auf das Wachstum des Energieverbrauches. Zu den Bestimmungsfaktoren der Energieverbrauchsentwicklung werden die jährlichen Ex-Post-Analysen des Energieverbrauches weitere Aufschlüsse liefern können (Publikation im Oktober 2017). 

Der Verbrauch von Heizöl extra-leicht stieg um 2,4% an, derjenige von Erdgas um 3,8%. Der Elektrizitätsverbrauch blieb unverändert und lag auf dem Vorjahresniveau (siehe Medienmitteilung BFE vom 21. April 2017). Diese drei Energieträger machen mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauches aus (2016: 53,8%).

Die energetische Verwendung von Industrieabfällen hat um 5,9% zugenommen (Anteil am Endenergieverbrauch 2016: 1,3%). Abgenommen hat der Verbrauch von Kohle (-8,1%) und den schweren Heizölsorten (-52,0%), zugenommen jener von Petrolkoks (+122,5%). Der Anteil dieser drei Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch ist gering.

Der Treibstoffverbrauch insgesamt hat erstmals seit drei Jahren gegenüber dem Vorjahr wieder leicht zugenommen (+0,4%). Der Trend zur Substitution von Benzin durch Dieseltreibstoff setzte sich ungebrochen fort: Der Absatz von Dieselöl erhöhte sich um 1,1%, der Benzinverbrauch ging um 3,1% zurück. Der Absatz von Flugtreibstoffen stieg um 4,7%. Die fossilen Treibstoffe machen gut einen Drittel (34,2%) am gesamten Endenergieverbrauch aus. 

Die kühlere Witterung wirkte sich auch auf den Verbrauch der erneuerbaren Energieträger zu Heizzwecken aus. Der Verbrauch von Energieholz stieg um 7,6%. Auch die Nutzung von Umgebungswärme mit Wärmepumpen lag 10,6% über dem Vorjahreswert, ebenso der Verbrauch von Fernwärme (+6,2%) und Solarwärme (+3,8%). Der Anteil dieser Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch 2016 betrug 9,1% (Energieholz: 4,6%, Umgebungswärme: 1,9%, Fernwärme: 2,3%, Solarwärme: 0,3%). Die direkte Nutzung von Biogas blieb konstant. Unter Berücksichtigung des ins Erdgasnetz eingespeisten Biogas (das statistisch unter Gas verbucht wird), ergibt sich ein Anstieg des Biogasverbrauchs um 5,8%. Am gesamten Gasverbrauch machte das eingespeiste Biogas 2016 0,9% aus. Der Verbrauch der biogenen Treibstoffe nahm gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich zu (+72,0%) und hat sich somit innerhalb der letzten drei Jahre insgesamt versiebenfacht. Der Anteil der biogenen Treibstoffe am gesamten Absatz von Benzin und Diesel lag 2016 bei 1,6% (2015: 0,9%). Neben der Befreiung der biogenen Treibstoffe von der Mineralölsteuer wirkt sich auch deren Anrechnung als CO2-Kompensationsmassnahme verbrauchssteigernd aus.

Die Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2016 ist ab der zweiten Hälfte Juli auf Internet verfügbar und Anfang August 2017 in gedruckter Form erhältlich. Ab sofort verfügbar ist ein erster zusammenfassender Überblick (siehe Anhang).
Quelle: Bundesamt für Energie
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Mittwoch, 21. Juni 2017

Sonnenwende: Solarmedia-Tag

Hier folgt kein Aufruf zum allseits heiss diskutierten Crowdfunding - vielmehr gibt’s zum astronomischen Sommeranfang oder dem längsten Sonnentag eine simple Sponsoring-Aktion: Es müssen nicht unbedingt neue 20er oder 50er Noten sein (siehe Bild), ein alter Hunderter tuts auch:-) Einzuzahlen für: Zürcher Kantonalbank / Guntram Rehsche / IBAN CH46 0070 0111 3009 63007 (für Zahlungen aus Ausland BIC (SWIFT-Code) angeben: ZKBKCHZZ80A) - vielen Dank! 

Der Blog Solarmedia steht im neunten Jahr seit der Lancierung 2009. Anfangs sogar in Fachkreisen leicht säuerlich belächelt (weil der Autor schon damals an die kraftvolle Macht  der solaren Stromerzeugung und nicht nur von Solarwärme glaubte), wurde das damalige Bekenntnis nur in einer Hinsicht widerlegt: es war noch zu vorsichtig. Damals wie heute gilt aber auch – Solarmedia kann als Blog nur weitermachen, wenn ein gewisses Mass an finanzieller Unterstützung gewährleistet ist (s.u.). 

Jederman, jedefrau kann sich noch heute von den damaligen Infos ein Bild machen, denn der Solarmedia lässt sich bis zu  den Anfängen zurück verfolgen, dem Internet sei Dank (siehe Auflistung nach Jahren in der linken Spalte des Blogs). Und so konnte man im vergangenen Jahrzehnt in der allerersten Meldung vom 13.4.2009 etwa lesen: «Im vergangenen Jahr 2008 wurde ein Anstieg des Solarmarktes von 117 Prozent auf eine Gesamtleistung von rund 15 Gigawatt peak (GWp) verbucht (heute über 300!)» Siehe: http://solarmedia.blogspot.ch/2009/04/13.html
 
Einen Tag später präsentierte sich Solarmedia damals als Social Business: «Es genügt ein kurzer Überblick zur Geschichte der Solarwirtschaft darzutun, dass das Wirtschaften mit der Sonne vorderhand zumindest noch kein einträgliches Geschäft darstellt. Die Landwirtschaft ist ohne die Sonnenenergie zwar nicht denkbar, dort ist sie aber ein klassisches öffentliches Gut, das jeder genäss den klimabedingten Gegebenheiten nutzen kann. Auch als Wärme- resp. Energiespender zur Erwärmung erfüllt die Sonne ihren Zweck seit Menschengedenken. Noch nicht zum Zuge kommt sie allerdings als Elektrizitäts- respektive Stromquelle. Obwohl die technischen Gegebenheiten gegeben wären und der Effekt der photovoltaischen Umwandlung von Licht in Strom bereits durch Albert Einstein entdeckt wurde (wofür er auch den Nobelpreis erhielt). Solarmedia setzt sich nun zum Ziel, die Sonnennutzung in diesem Sinne medial zu begleiten und zu fördern.» Siehe: http://solarmedia.blogspot.ch/2009/04/solarmedia-als-social-business.html 

Damit war umschrieben, was heute noch gilt –  Solarmedia war und ist auf die Unterstützung der LeserInnen angewiesen ist. Leisten Sie Ihren Beitrag (ab 20 CHF als LeserIn, ab 200 CHF als Sponsorin mit Eintrag auf > Sponsorenseite). Hier nochmals die Kontoinformationen: Zürcher Kantonalbank / Guntram Rehsche / IBAN CH46 0070 0111 3009 63007 (für Zahlungen aus Ausland BIC (SWIFT-Code) angeben: ZKBKCHZZ80A) - Danke! 

Als Dank sei auch auf die neu ergänzte Fotosammlung von Solaraufnahmen aufmerksam gemacht, die Solarmedia weiterhin unter dem Titel «Top Solar Fotos» betreibt - http://solarmedia.blogspot.ch/p/solar-fotos.html. Die Aufnahmen können unter Einhaltung gewisser Regeln (günstige Tarife) weiter verwendet werden.

Samstag, 17. Juni 2017

Who is who Umweltwirtschaft

Der Branchenführer Umweltwirtschaft 2017 leistet Pionierarbeit. Er bietet erstmals einen Überblick über die Akteure der Umwelt- und Cleantechbranche in der Schweiz. Die Publikation ist ein wertvoller Beitrag zu Vernetzung und Austausch einer Branche im Aufwind.  

Die eidgenössische Abstimmung zum Energiegesetz hat gezeigt, in welche Richtung der Wind weht. Der Wertewandel hin zur Nachhaltigkeit geht jedoch weit über Politik und Gesellschaft hinaus. Die Erkenntnis, dass nur langfristig ökonomisch erfolgreich sein kann, wer das Prinzip der Nachhaltigkeit lebt, setzt sich zunehmend quer durch alle Wirtschaftsbranchen durch - ob im stetig wachsenden Biomarkt, der Solarbranche oder im nachhaltigen Anlagemarkt. Doch welche Güter und Dienstleistungen dienen überhaupt dem Umwelt- und Klimaschutz? Wie können diese Gütergruppen erfasst und kategorisiert werden? Welche Organisationen, Branchenverbände und Vereine stehen dahinter?

Diese Fragen beantwortet die OdA Umwelt im „Who is Who“ der Umwelt- und Cleantechbranche: dem Branchenführer Umweltwirtschaft 2017. Auf mehr als 90 Seiten treffen Akteure der Recycling- und Abfallwirtschaft auf Organisationen der Wasserwirtschaft, Naturmuseen auf nachhaltige Planungsbüros. Ein Kapitel widmet sich der Erneuerbaren Energiewirtschaft, während ein anderes sich mit Umwelt- und Naturschutzbehörden befasst. Die Vielfalt an Organisationen, die sich im Feld der Ressourcen- und Energieeffizienz positioniert haben, ist beindruckend. Da es sich bei der Umweltwirtschaft um eine Querschnittsbranche handelt, ist deren Vernetzung und Beschreibung umso anspruchsvoller. Der Branchenführer Umweltwirtschaft 2017 ist deshalb eine wichtige Orientierungshilfe für alle Wirtschaftsbranchen und Fachleute innerhalb der Branchen und entlang der Wertschöpfungsketten. Der Branchenführer soll den Austausch zwischen den Akteuren beleben, die den Wandel der Zeit erkannt haben. Individuen soll er eine Möglichkeit bieten, sich an nachhaltigen Trends und Entwicklungen zu beteiligen – in welcher Form auch immer.

Der Branchenführer Umweltwirtschaft wird 2017 erstmals publiziert. In den nächsten Jahren soll er kontinuierlich weiterentwickelt werden. Weitere Wirtschaftsbranchen werden sich dem Trend der Ressourceneffizienz und der Klimaverträglichkeit anschliessen und neu gegründete Akteure in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten.

Auf umweltprofis.ch liegt der Branchenführer als PDF zum Download (2.8 MB) vor:
http://www.umweltprofis.ch/media/medialibrary/2017/05/Branchenfuhrer_der...

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Mittwoch, 14. Juni 2017

Renomierter Preis für Jenni

Josef Jenni von der Jenni AG in Oberburg bei Burgdorf - dem Solarspeicherpionier reichte es zum Hauptpreis 2 der Auszeichnung Georg Salvamoser Preis, die seit 2011 zum vierten Mal vergeben wurde. 
Bekannt wurde Jenni unter anderem mit diesen
voll solar versorgten Mehrfamilienhäusern
in Oberburg, wo auch die Jenni AG beheimatet ist.
Mit dem Bau des ersten 100 % solarbeheizten Mehrfamilienhauses setzt Jenni Energietechnik neue Massstäbe in der ganzjährigen Nutzung von solarer Wärme, steht in der Begründung, die auf der Website des Preises zu lesen steht. Seit über 40 Jahren verfolgt Josef Jenni konsequent seine Vision der solaren Vollversorgung im Wohnbereich. Das hat die Jury des Georg Salavmoser-Preises überzeugt.Josef Jenni ist ein Solarpionier der ersten Stunde. Als in Kaiseraugst bei Basel im Jahr 1975 ein Atomkraftwerk gebaut werden sollte, kämpfte er bereits dagegen, übernachtete auf dem besetzten Bauplatz. Mit Erfolg: Das Kraftwerk wurde nie gebaut. 
Auch beruflich wollte Jenni anschließend gegen die Atomkraft kämpfen. Dabei setzte er auf die Solarthermie, was konsequent war, weil die Photovoltaik noch nicht marktreif war. Zudem wurde in der Schweiz zu diesem Zeitpunkt das Brauchwasser zumeist mit Strom erwärmt, weshalb jeder Kollektor den Stromverbrauch im Land reduzierte – und so der Atomwirtschaft ihre Argumente für einen Reaktorbau nahm. Im Frühjahr 1976 gründete Jenni in Oberburg im Kanton Bern sein Unternehmen. Anfangs stand noch die Steuerungstechnik für Solaranlagen im Vordergrund, bald installierte er Kollektoren. Dabei wollte er sich aber nicht auf die solare Warmwasserbereitung beschränken, er propagierte vielmehr auch die solare Heizungsunterstützung. 
Also installierte er bald große Wasserspeicher mit mehreren 1000 Litern Inhalt. Die Speicher wurden im Laufe der Jahre immer größer. Um zu zeigen, dass auch ein energieautarkes Haus möglich ist, baute er 1989 ein solches mit einem 118.000 Liter fassenden Wärmetank. Heute hat das Unternehmen mit seinen 70 Mitarbeitern bereits mehr als 20.000 Exemplare des „Swiss Solartank“ ausgeliefert. Der größte fasst gut 200 Kubikmeter für ein Mehrfamilienhaus in der Nähe der Fabrik. So haben die Tanks schon manche Kilowattstunde Strom und manchen Liter Öl eingespart. 

Quelle:georg-salvenmoser-preis.de

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Dienstag, 13. Juni 2017

D: Solar und Atom gleichauf

Deutschland meldet für den Monat Mai einen Rekord beim erzeugten Solarstrom. Derweil zieht auch die Nachfrage nach Solarstromanlagen wieder an. Die Investition in Photovoltaik (PV) und Batteriespeicher ist nach Preisrückgängen inzwischen wieder attraktiv, wie der Bundesverband Solarwirtschaft schreibt.

Im Mai haben die in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen die Rekordmenge von rund 5,57 Terawattstunden Strom produziert. Dies entspricht einem Anteil von 12,3 Prozent an der Erzeugung von Nettostrom. Damit lagen sie mit den Kernkraftwerken (5,65 Terrawattstunden und 12,5 Prozent der Nettoerzeugung) quasi gleichauf. Dies geht aus Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hervor. Die Nachfrage nach Solarstromanlagen und Batteriespeichern zog in Deutschland nach Auskunft des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) in den letzten Monaten spürbar an, was maßgeblich auf gesunkene Preise zurückzuführen ist. 

„Solarenergie ist preiswert geworden und entwickelt sich zu einer wichtigen Säule der Energieversorgung. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für den Einstieg in die eigene Solarenergieversorgung“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Ein Großteil der Solarenergie-Potenziale im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor liege jedoch noch brach und müsse jetzt konsequent gehoben werden, um die Klimaschutzziele zu erreichen, so Körnig. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern am Fraunhofer IWES kann die installierte Solarstromleistung in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf über 300 Gigawatt ausgebaut werden. Derzeit liegt sie bei rund 42 Gigawatt. 

Nach aktuellen Meldedaten der Bundesnetzagentur war der Photovoltaik-Zubau in den ersten vier Monaten dieses Jahres mit rund 480 Megawatt rund 64 Prozent größer als im Vorjahreszeitraum. Beflügelt wird die wachsende Nachfrage durch die seit Herbst 2016 erneut gesunkenen Systemkosten. „Solarstrom vom Eigenheim- oder Gewerbedach gibt’s inzwischen meist bereits für die Hälfte der Preise regionaler Versorgertarife“, so Körnig. „Im Kraftwerksmaßstab kann Solarstrom in Deutschland bereits für rund 6 Cent je Kilowattstunde erzeugt werden. Das Preis-Leistungsverhältnis der Solarenergie liegt damit auf Augenhöhe mit neuen konventionellen Kraftwerken.“ 

Mit Hilfe eines Solarstromspeichers lassen sich große Anteile des selbst erzeugten Stroms auch selbst verbrauchen. Bereits jeder zweite Eigenheimbesitzer, der sich eine neue Solarstromanlage installiert, kombiniert diese inzwischen mit einem Heimspeicher. Die durchschnittlichen Preise für stationäre Batteriespeicher sanken in den letzten vier Jahren um 40 Prozent. Die Preise gewerblicher Batteriespeicher haben sich in diesem Zeitraum sogar halbiert. Das geht aus einem Preisindex hervor, den der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. 2013 mit Unterstützung der Messe Intersolar/EES Europe aufgebaut hat. 

Vom 17. bis 25. Juni können sich tausende Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der diesjährigen Woche der Sonne deutschlandweit bei lokalen Veranstaltungen über Erneuerbare Energien informieren. Mit Tagen der offenen Tür, Anlagenbesichtigungen, Informationsveranstaltungen, Vorführungen oder Sommerfesten werben Handwerksbetriebe, Unternehmen und regionale Initiativen für den Einsatz von Solarenergie, Holzpellets, Wärmepumpe und Speichern im eigenen Zuhause. Die Teilnahme an der Woche der Sonne ist kostenlos. Die in Eigenregie durchgeführten Veranstaltungen können in den zentralen Veranstaltungskalender auf www.woche-der-sonne.de eingetragen werden. Alles Wichtige rund um die Woche der Sonne findet man ebenfalls auf www.woche-der-sonne.de.

Montag, 12. Juni 2017

Beiträge fürs Stromsparen

2017 werden zum achten Mal Wettbewerbliche Ausschreibungen zum Stromsparen im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten durchgeführt. Die Resultate für die erste Ausschreibung 2017 für Projekte liegen vor: 20 Projekte erhalten insgesamt 3.8 Millionen Franken an Förderbeiträgen, um möglichst kostengünstig und nachhaltig Strom zu sparen. Die 2. Ausschreibung 2017 für Projekte startet heute am 12. Juni 2017. 

 

Für die erste Wettbewerbliche Ausschreibung für Projekte 2017 sind bei der Geschäftsstelle ProKilowatt insgesamt 36 Projektangebote eingegangen. Die Auswahl der eingereichten Vorschläge erfolgte in einem Auktionsverfahren: Den Zuschlag erhielten diejenigen Projekte mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis, das heisst mit der billigsten eingesparten Kilowattstunde.


Das Kosten-Nutzen-Verhältnis (Förderbeitrag pro eingesparte Kilowattstunde) der geförderten Projekte liegt zwischen 1.6 und 3.7 Rappen pro Kilowattstunde (Durchschnitt 2.6 Rp./kWh, Vorjahr 3.3 Rp./kWh). Das thematische Spektrum reicht von der Erneuerung und Optimierung von Prozess- und Kälteanlagen, Druckluft und Beleuchtung bis zu Effizienzsteigerungen von elektrischen Antrieben. Die bewilligte Fördersumme der ersten Runde beträgt 3.8 Mio. CHF.

Seit heute 12. Juni 2017 können Projekte für die zweite Projektrunde 2017 eingereicht werden. Eingabetermin ist der 10. August 2017. Für die Abwicklung ist die Firma CimArk SA in Sion im Auftrag des Bundesamts für Energie verantwortlich. Mit dem Instrument der Wettbewerblichen Ausschreibungen unterstützt der Bund Projekte und Programme zur Förderung der Effizienz im Strombereich, die möglichst kostengünstig zum sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten beitragen. Die Wettbewerblichen Ausschreibungen werden über einen Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze finanziert. Für die Ausschreibungen für Projekte und Programme stehen 2017 insgesamt 45 Millionen Franken zur Verfügung.

Quelle: Bundesamt für Energie BFE

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