Samstag, 25. April 2015

VESE - ein Verband fasst Fuss

Die erste Tagung des Verbands unabhängiger Energieerzeuger (VESE) nach der Gründung im September 2014 ist gemaess Angaben der Veranstalter ein schöner Erfolg. Über 50 unabhängige Energieerzeuger – insbesondere professionelle und private Betreiber von Solarstromanlagen – haben sich in VESE zusammengeschlossen. Zusammen mit 22 Kleinanlagenbetreiber produzieren die als Genossenschaft, Verein, GmbH oder AG organisierten VESE-Mitglieder mit gut 200’000 m2 Solarzellen jährlich über 28 Mio kWh Solarstrom.

Themen waren das Zusammenspiel der Photovoltaik (PV) mit Dachbegrünung und Absturzsicherheit sowie zukünftige Geschäftsmodelle und Dienstleistungen für PV-Betreiber. Aufgrund der knappen Wirtschaftlichkeit ist man als Bauherr und Betreiber von PV-Anlagen auf Kosteneinsparungen fokussiert. Wird jedoch in der Planung das Thema Dachbegrünung und Absturzsicherung unterschätzt, kann das schwerwiegend-unerwünschte Folgen im Betrieb haben. Besichtigt werden konnte ein kleines PV-Dachbegrünungs-Projekt vom Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering mit Andreas Dreisiebner von Solarspar: Ein stehendes bifaciales PV-Modul erntet mehr Strom als ein gegen Süden geneigtes und stünde weniger in Konflikt mit der Gründach-Wartung. 

Dass der potentielle Minderertrag durch Abschattung signifikanter ist als ein Ertragsgewinn von höchstens 5%, den die PV-Module aufgrund einer kühleren Dachtemperatur erwirtschaften könnten, will auch Stefan Brenneisen von der Fachhochschule Wädenswil nicht abstreiten. Der Vortrag vom Leiter der Forschungsgruppe Dachbegrünung öffnet den Anwesenden jedoch den Horizont, weshalb man in Kombination mit PV die Dachbegrünung nicht grundsätzlich vermeiden sollte. Die Motivation zum Betrieb von PV-Anlagen ist oft ökologischer Natur, und es ist erfreulich, dass die Biodiversität auf Gründächern mit PV-Anlagen höher sein kann als auf “unbeschatteten” Gründächern. Neben der PV-Anlage nur eine Ecke für die Begrünung frei zu halten, sei keine Lösung: Auf einer kleinen Fläche können nicht viele Arten nebeneinander existieren. Gründächer ersetzen karge Flusslandschafts-Biotope, die von Stadt und Agglomerationen verdrängt wurden. Das saugfähige Substrat dient auch der Wasserretention, sodass die städtische Kanalisation bei starkem Niederschlag weniger Spitzenvolumen auffangen muss. 

Der Anlass wie der Verband selbst dient dem Erfahrungsaustausch unter Betreibern von Solarstromanlagen. Leider war das angesetzte Tagungszeitfenster deutlich zu kurz für die vielfältigen Vorträge und die regen Diskussionen beim Pausen-Apero – im nächsten Jahr sollte mehr als einen Halbtag zum Erfahrungsaustausch eingeplant werden. Der offizielle Teil der Generalversammlung im Anschluss musste entsprechend kurz ausfallen, doch die Bilanz der ersten 7 Monate lässt sich sehen. Neben Newslettern und einem Forum zum Erfahrungsaustausch hat VESE zum Thema KEV-Absenkung und Strommarktöffnung die Interessen von unabhängigen Energieerzeugern in den politischen Vernehmlassungsprozess eingebracht. Zudem werden Dienstleistungen für einen kosteneffizienten Betrieb angeboten: Seit April neu auch eine preiswerte Internetplattform zur PV-Fernüberwachung.

Quelle und ausführlicher Text: VESE

Donnerstag, 23. April 2015

Index zeigt's - Erneuerbare wirtschaftlich erfolgreich

Nachdem die Branche für erneuerbare Energien und Energieeffizienz im zweiten und dritten Quartal 2014 eine positive konjunkturelle Entwicklung verzeichnet hat, verliert das Wachstum wie im letzten Quartal 2014 nun auch im ersten Quartal 2015 weiter an Schwung. Der Indikator liegt saisonbereinigt bei 53.0 Punkten.
 
Mit einem Minus von 0.7 Punkten zum Vorquartal weist der Renewable Energy Index Schweiz mit 53.0 Zählern allerdings noch immer eine positive Dynamik auf. Dies zeigt der Indikator, welcher weiterhin über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt. Nach vier Jahren Datenerhebung konnten die Zeitreihen erstmals um Saisoneffekte bereinigt werden. Dabei wurden die einzelnen Komponenten jeweils um saisonale Schwankungen bereinigt und im Anschluss zum Gesamtindex aggregiert. Die Saisonbereinigung erhöht die Interpretierbarkeit von Unterschieden im Index über das Jahr hinweg und erlaubt dadurch präzisere Aussagen.
 
Leichter Anstieg im Export

Die Branche für nachhaltige Energielösungen profitierte Anfang 2015 von den noch im Vorquartal gestiegenen Auftragsbeständen. So stiegen die Subkomponenten «Umsatz» und «Lieferfristen», was auf eine rege Geschäftstätigkeit hindeutet. Im Quartalsverlauf sind die Auftragsbücher jedoch nicht weiter gewachsen, was sicherlich zum Teil auf die jüngste Aufwertung des Schweizer Frankens und den damit verbundenen Verlust preislicher Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen ist. In der Exporttätigkeit führte die Frankenstärke jedoch bislang nicht zu einer stärkeren Verlangsamung: Der Subindex «Export» schloss saisonbereinigt um 0.8 Punkte höher bei 44.8 Zählern. Die Exportnachfrage verharrte zwar unterhalb der Wachstumsschwelle, nahm jedoch trotz der Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses nicht stärker ab.
 
Rege Geschäftstätigkeit im 1. Quartal

Der Subindex «Umsatz» stieg saisonbereinigt um 4.0 Zähler auf 59.9 Punkte und erreichte damit ein 2-Jahres-Hoch. Dies deutet auf eine rege Geschäftstätigkeit im 1. Quartal 2015 hin. Der Subindex «Auftragsbestand» sank um Saisoneffekte bereinigt um 5.8 Punkte auf 50.7 Punkte und schloss damit nur knapp über der Wachstumsschwelle. Die Auftragsbücher haben sich gegenüber dem Vorquartal also kaum verändert. Die Lieferfristen stehen im 1. Quartal 2015 saisonbereinigt bei 53.1 Zählern und haben sich damit gegenüber dem Vorquartal etwas verlängert. Längere Lieferfristen sind ein Indiz für hohe Kapazitätsauslastung. Die Unternehmen bauten auch im 1. Quartal 2015 Lagerbestände von Vorgütern ab. Der entsprechende Subindex «Lagerbestand» sank saisonbereinigt auf 46.4 Punkte und befindet sich nun seit einem Jahr unter der Wachstumsschwelle. Die Unternehmen stellten im 1. Quartal 2015 zwar neues Personal ein, der um Saisoneffekte bereinigte Index «Beschäftigung» sank mit 51.0 Punkten dennoch auf einen neuen Tiefststand.
 
EE-Branche sieht Energiewende nicht in Gefahr

Trotz Frontalangriff der Gegner auf die Energiestrategie 2050 sieht die Branche in der momentanen Frankenstärke keine Gefahr für die Energiewende. Rund zwei Drittel der Umfrageteilnehmer äusserten sich diesbezüglich positiv. Die Energiewende schafft im Inland Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum und ist erst Recht wegen der Frankenstärke das richtige Konjunkturpaket zur richtigen Zeit für die Schweiz.


 Download der Medienmitteilung vom 23. April 2015 (PDF)
 
Über die AEE SUISSE
Die AEE SUISSE vertritt als Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz die Interessen von 24 Branchenverbänden und deren rund 15'000 Mitgliedern, der Unternehmungen und der Energieanbieter aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Ihr Ziel ist es, die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger zu informieren, für eine nachhaltige Energiepolitik zu sensibilisieren und sich aktiv an der Gestaltung der wirtschaftlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen auf nationaler und regionaler Ebene zu beteiligen.
 
Quelle: www.aeesuisse.ch

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Dienstag, 21. April 2015

Blockierung ist ein Skandal

Am Dienstag hat Swissgrid das „KEV-Cockpit 1. Quartal 2015“ veröffentlicht. Es zeigt eine absurde Situation: Die Projekte im Rahmen der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) könnten pro Jahr 12,7 Milliarden Kilowattstunden produzieren, was genau der Hälfte der Atomstromproduktion entspricht. 

Ein handfester Skandal für die solare Interessenvereinigung Pro Solar. Denn damit könnte der Ersatz der alten AKW  rasch umgesetzt werden. Doch leider ist die Hälfte dieser Projekte blockiert, weil die Politik die nötigen Mittel nicht freigibt. Besonders betroffen ist die Photovoltaik mit 34‘000 Projekten auf der Warteliste – meist private Investoren, die ihren persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten wollen! Mit 11‘415 Neuanmeldungen für die KEV im Jahr 2014 wurde ein neuer Rekord erreicht.
 
Pro Solar verlangt, dass die Energiestrategie nun rasch und ohne Abstriche beschlossen wird. So kann die Schweiz rasch in Richtung einer Vollversorgung  mit einheimischen und erneuerbaren Energien voran schreiten und Tausende von Arbeitsplätzen im Inland schaffen. Deshalb schreibt Pro Solar einen offenen Brief an die Energiekommission des Ständerats (UREK-S), die ihre nächste Sitzung am 28./29. April durchführt. In einer Woche haben über 6000 Personen den Brief unterzeichnet. Siehe www.pro-solar.ch.
 
Zentrale Forderung von Pro Solar ist die Beibehaltung der maximalen KEV-Abgabe von 2,3 Rappen pro Kilowattstunde, wie sie vom Nationalrat im Dezember 2014 beschossen wurde. Allfällige Fördermassnahmen zugunsten bestehender Wasserkraftwerke dürfen keinesfalls zulasten der KEV-Abgabe beschlossen werden, da sonst Zehntausende von Solar-, Wind- und Biomasseprojekten mit einem Investitionsvolumen von über 4 Milliarden Franken blockiert wären.
 
***
 
Über Pro Solar
Pro Solar ist eine Initiative von Swissolar, dem schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie, und steht allen Menschen offen, die sich für eine sichere, saubere und unabhängige Energieversorgung dank Solarenergie in der Schweiz einsetzen wollen.

Siehe auch www.pro-solar.ch

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Montag, 20. April 2015

Volle Sonnenkraft voraus

In diesen Apriltagen leistet die Sonne volle Arbeit. Anders als beim dümmlichen und irreführenden Werbespruch der Banken («Lassen Sie Ihr Geld arbeiten») gilt in diesem Fall uneingeschränkt: «Lassen Sie die Sonne arbeiten!». In Deutschland wird am Montag mit über 28 Gigawatt Solarstromleistung ein neuer Rekordwert erreicht.

Was die Sonne zu leisten imstande ist, lässt sich aktuell verschiedenenorts nachvollziehen, so auch im Internet. Für ganz Deutschland lässt sich die aktuell erbrachte Solarleistung zum Beispiel stets einsehen auf der Website «Das leistet Photovoltaik (PV) in Deutschland» des weltgrössten Wechselrichterherstellers SMA. Das sieht dann so aus (vergrössern mit Klick):



 Vergrössern mit Klick auf Bild - hier geht es zur Site >

Alle in Deutschland erstellen PV-Anlagen erbrachten übrigens vergangene Woche mit über 25 Giga- resp. 25'000 Megawatt eine neue Rekordleistung, die vielleicht in diesen Tagen bereits wieder übertroffen wird. Aktuell heute Montagmittag stand die Leistung gemäss obiger Website bereits bei über 28 Gigawatt (was neuen unbestätigten Rekord bedeutet). Das heisst auch, dass die PV in Deutschland während solch sonnenreicher Stunden so viel Strom erzeugt wie etwa 28 Grosskraftwerke aus dem Gas- oder Atomsektor.

Ebenfalls tagesaktuell meldet übrigens der Teletext der ARD, des ersten deutschen Fernsehens, die voraussichtlichen und erbrachten Solarleistungen (Teletextseite 189). Diese Information zeigt stets aktuell, wie viel Strom am entsprechenden Tag voraussichtlich ins Netz eingespeist wird und welchen Anteil der Solarstrom damit am gesamten Stromaufkommen einnimmt (am Montag 20. April: rund 15 Prozent).

Schliesslich sind es viele Anzeigetafeln einzelner Photovoltaik-Anlagen, die jeweils aktuell erbrachte Leistung spiegeln, gelegentlich mit Angaben zur erreichten Leistung am Tag, im ganzen Jahr und seit Inbetriebnahme der Anlage - wie das nachstehende Beispiel der 467-Kilowatt-PV-Anlage Grünmatt der Familienheimgenossenschaft (FGZ) in Zürich Friesenberg zeigt:


Anzeigetafel Grünmatt Zürich-Friesenberg - Vergössern mit Klick auf Bild!

© Text und Bild: Solarmedia

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Samstag, 18. April 2015

Indiewatt - Strom ohne Netz - überall und für Alle



IndieWatt ist eine 100% umweltfreundliche Strom- und Speicherlösung. Kein Lärm, kein Gestank, keine fossilen Energieträger. Solar-Panels oder eine kleine Windturbine verbunden mit der grossen IndieWatt Batterie ersetzt kleinere Dieselgeneratoren und macht unabhängig. Im IndieWatt werkelt eine 100% bewährte Elektroauto-Batterie von FIAMM. Über 3000 Elektroautos fahren mit dieser gleichen Batterie in der alten und neuen Welt. IndieWatt nutzt die lokal vorhandenen Energieressourcen (Wasserkraft, Fotovoltaik (Sonne), Kleinwindanlagen), die uns niemand wegnehmen kann, für die niemand Kriege führen muss und die gratis tagtäglich vom Himmel kommen. Mit dem Batteriespeicher IndieWatt der Vision einer erneuerbaren Energieversorgung einen guten Schritt näher!

Bis Ende April 2015: Unterstützung ab 20 CHF über die Crowdfunding-Site von IndieWatt >>> hier

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Freitag, 17. April 2015

Stromrückgang - es geht also doch !

Im Jahr 2014 ist der Stromverbrauch in der Schweiz um 3,1% auf 57,5 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) gesunken; der Inlandverbrauch (zuzüglich Übertragungs- und Verteilverluste) lag bei 61,8 Mrd. kWh. 

 

Die Landeserzeugung der einheimischen Kraftwerke stieg um 1,9% auf 69,6 Mrd. kWh bzw. erreicht ein Niveau von 67,3 Mrd. kWh nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen von 2,3 Mrd. kWh. Der mengenmässige Stromexportüberschuss lag im Jahr 2014 mit 5,5 Mrd. kWh um 3,1 Mrd. kWh über dem Vorjahreswert, entsprechend stieg der monetäre Aussenhandelssaldo in Schweizer Franken auf 442 Mio. Franken gegenüber 327 Mio. Franken im 2013. Der schweizerische Elektrizitätsverbrauch (entspricht dem Landesverbrauch nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste von 4,3 Mrd. kWh) sank 2014 um 3,1% auf 57,5 Mrd. kWh (2013: 59,3 Mrd. kWh). Hohe Verbrauchsrückgänge ergaben sich im ersten (- 4,7%), im zweiten (- 3,7%) und im vierten (- 2,9%) Quartal; im dritten Quartal sank der Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahresquartal nur geringfügig (- 0,8%).


Die wichtigen Einflussgrössen auf den Elektrizitätsverbrauch zeigen im Jahr 2014 folgende Entwicklungen:
  • Wirtschaftsentwicklung: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) nahm 2014 gemäss den ersten provisorischen Ergebnissen um 2,0% zu (Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO).
  • Bevölkerungsentwicklung: Die Bevölkerung der Schweiz steigt gemäss dem „mittleren" Bevölkerungsszenario 2010 des Bundesamtes für Statistik (BFS) um rund 0,9% pro Jahr. (Das BFS hat noch keine offiziellen Daten zur Entwicklung der Wohnbevölkerung im Jahr 2014 publiziert.)
  • Witterung: 2014 nahmen die Heizgradtage gegenüber dem Vorjahr um 19,9% ab (siehe Tabelle im Anhang). Da in der Schweiz gegen 10% des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet werden (Analysen des Energieverbrauchs nach Verwendungszweck, BFE/Prognos 2014), sank infolge des wärmsten Jahres seit Messbeginn (1864) der Stromverbrauch im 2014 gegenüber dem Vorjahr.

Hohe inländische Elektrizitätsproduktion: Die Elektrizitätsproduktion (Landeserzeugung vor Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen von 2,3 Mrd. kWh) des schweizerischen Kraftwerkparks stieg 2014 um 1,9% auf 69,6 Mrd. kWh (2013: 68,3 Mrd. kWh). Nach dem Rekordjahr 2001 ist dies das zweithöchste jemals erzielte Produktionsergebnis. Im 1. Quartal lag die Inlanderzeugung unter dem entsprechenden Vorjahreswert (- 3,6%), in den drei anderen Quartalen des Jahres lag die Inlanderzeugung hingegen über den entsprechenden Vorjahreswerten (2. Quartal: + 4,2%, 3. Quartal: + 5,5%, 4. Quartal: + 1,5%).

Die Wasserkraftanlagen (Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke) produzierten 0,7% weniger Elektrizität als im Vorjahr (Laufkraftwerke - 2,9%, Speicherkraftwerke + 1,2%). Im Sommer stieg die Produktion der Wasserkraftwerke um 0,8%, in den beiden Winterquartalen ergab sich hingegen eine Produktionsabnahme von 2,5%. Die Stromproduktion der fünf schweizerischen Kernkraftwerke stieg um 6,0% auf den neuen Höchstwert von 26,4 Mrd. kWh (2013: 24,9 Mrd. kWh), wobei das Kernkraftwerk Mühleberg einen neuen Produktionsrekord sowie das Kernkraftwerk Gösgen ab Mitte Jahr eine Leistungserhöhung vermeldete. Die Verfügbarkeit des schweizerischen Kernkraftwerkparks erreichte 90,9% (2013: 86,1%). Am gesamten Elektrizitätsaufkommen waren die Wasserkraftwerke zu 56,4%, die Kernkraftwerke zu 37,9% sowie die konventionell-thermischen und anderen Anlagen zu 5,7% beteiligt.

Bei Importen von 37,4 Mrd. kWh und Exporten von 42,9 Mrd. kWh ergab sich 2014 ein Exportüberschuss von 5,5 Mrd. kWh (2013: Exportüberschuss von 2,4 Mrd. kWh). Im ersten und im vierten Quartal importierte die Schweiz per Saldo 0,7 Mrd. kWh (2013: 1,7 Mrd. kWh), im zweiten und dritten Quartal exportierte sie per Saldo 6,2 Mrd. kWh (2013: 4,1 Mrd. kWh). Der Erlös aus den Stromexporten betrug 2'272 Mio. Franken (5,32 Rp./kWh). Für die Importe fielen Ausgaben von 1'830 Mio. Franken an (4,90 Rp./kWh). Der positive Aussenhandelssaldo der Schweiz stieg um 35,2% auf 442 Mio. Franken (2013: 327 Mio. Franken).
Quelle:  http://www.bfe.admin.ch

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