Montag, 30. September 2013

Das ist gelungene Solar-Werbung

Swissolar lanciert einen hochwertigen Lichtschalter sowie einen Aquaclic-Strahlregler mit Solarenergie-Symbol. Mit deren Installation im Haus zeigen die Besitzer von Solaranlagen klar: In diesem Haus wird Solarenergie erzeugt. Schalter und Strahlregler machen Solarstrom und Solarwärme nun auch im Wohnbereich sichtbar und sorgen so für Gesprächsstoff unter Freunden und Bekannten.

Mit dem Lichtschalter (siehe Bild) und dem Strahlregler von Swissolar haben Besitzer von Solaranlagen die Möglichkeit, auch im Haus zu zeigen, dass die Energie vom eigenen Dach stammt. „Wer sich für eine Solaranlage interessiert, fragt zuerst Freunde und Bekannte“, so David Stickelberger, Geschäftsleiter von Swissolar. „Mit dem Strahlregler und dem Lichtschalter gibt es nun eine Steilvorlage zum Gespräch über Solarenergie“, erklärt Stickelberger weiter. 


Beliebter Klassiker: Lichtschalter Feller EDIZIOdue

Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- oder Bürobauten – immer mehr Häuser sind mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach ausgerüstet und erzeugen so den eigenen Solarstrom. 12m2 pro Person reichen aus, um 20% des gesamten Strombedarfs der Schweiz zu decken und immer mehr Schweizer entscheiden sich, das Potenzial der Sonne und des eigenen Daches auch zu nutzen. Mit dem Lichtschalter wird die Solarenergie nun auch im Haus drinnen sichtbar. Der einfache, quadratische Lichtschalter EDIZIOdue von Feller besteht aus Innenrahmen sowie Schalterabdeckung. Der weisse Schalter mit der orangen Sonne wird mit einem Zusatzrahmen installiert. Ob im Wohnzimmer oder im Hausflur, am Solar-Lichtschalter bleibt der Blick bestimmt hängen. 


Hochwertiger Schweizer Strahlregler von Aquaclic

Sonnenkollektoren auf dem Dach erzeugen saubere und günstige Wärme, die den Warmwasser- und Heizungsbedarf zum Teil oder auch ganz decken kann. Mit dem Strahlregler von Aquaclic macht der Hausbesitzer jetzt auch direkt am Wasserhahn auf die Erzeugung von Solarwärme aufmerksam. Der weisse Strahlregler mit orangem Aufdruck reguliert den Wasserverbrauch und passt auf jeden Wasserhahn. Mit nur wenigen Handgriffen ist der Solar-Strahlregler, ob in der Küche oder im Gäste-Bad, einfach und schnell installiert.


Über Swissolar 

Swissolar vertritt als Branchenverband die Interessen von 500 Verbandsmitgliedern mit rund 10‘000 Arbeitsplätzen der Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden. Swissolar setzt sich für eine schnell wachsende Nutzung von Solarenergie in der Schweiz ein. Diese wird zur Stromerzeugung, zur Beheizung von Gebäuden sowie zur Warmwasseraufbereitung genutzt. Der Grundstein für den Verband wurde bereits 1978 gelegt. Swissolar zählt damit zu den ersten Solarorganisationen weltweit.

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 220-mal mehr Energie als wir brauchen. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Energieträger ein. Als Sprachrohr der Branche stellt Swissolar ehrgeizige aber realistische Ziele zur Verbreitung von Sonnenenergie in der Schweiz: 20% Solarstrom bis 2025 (12 m² Modulfläche pro Einwohner).

Samstag, 28. September 2013

Klimawandel bleibt dramatisch

Diese Woche ist der neue Bericht des Weltklimarats (IPCC) erschienen. Er macht – wie schon der letzte Bericht 2007 – erneut auf den Ernst und die Folgen das Klimawandels aufmerksam. Die Alternative heisst: Beschleunigung der solaren Energiewende - ein Kommentar von Franz Alt.

Schmelzende Gletscher, Anstieg des Meeresspiegels, zunehmende Stürme und Überschwemmungen, extreme Wetterereignisse. Die 800 Wissenschaftler, die an dem neuen Bericht arbeiteten,  haben so gut wie keinen Zweifel mehr, dass die global steigenden Temperaturen im Wesentlichen auf das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl zurückzuführen sind. Wir verbrennen heute an einem Tag, was die Natur in einer Million Tagen an fossilen Rohstoffen angesammelt hat. Das kann nach allen Gesetzen der Natur nicht gut gehen. Der neue Bericht gibt die Erkenntnisse von 97 bis 98% aller Klimaforscher wieder.

Demnach sind vier Komponenten nahezu unstrittig:
  • Erstens: Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Die Alternative heißt: Ultimative Beschleunigung der solaren Energiewende.
  • Zweitens: Der Meeresspiegel steigt schneller als es die Wissenschaftler noch in ihrem letzten Bericht angenommen hatten. Diese früheren IPCC-Szenarien waren zu harmlos und sind überholt.
  • Drittens: Die beruhigende These, es könnte ja alles nicht so dramatisch kommen, wie bisher angenommen, kann leider nicht aufrecht erhalten werden. Es gab zuletzt zwar ein paar Jahre halb so hohe Erwärmung wie bisher befürchtet, aber der Gesamttrend des Temperaturanstiegs setzt sich fort. Vor allem die Meere heizen sich ständig weiter auf.
  • Viertens: Die These, dass sich das Klima ja schon immer verändert habe, ist richtig. Aber genau so richtig ist, dass sich in den letzten 800.000 Jahren das globale Klima noch nie so rasch und so stark nach oben verändert hat wie seit Beginn des Industriezeitalters, also seit etwa 200 Jahren. Im Mai 2013 hat die CO2-Menge in der Luft erstmals die Marke von 400 ppm (Pars pro Million) überschritten. Im Jahr 1900 lag der Anteil noch bei 280 ppm.
Die Erdgeschichte lehrt uns, dass in Folge der Erwärmung nach der letzten Eiszeit der Meeresspiegel um 100 Meter gestiegen ist. Schon der Hitzesommer 2003 hat in Westeuropa 60.000 Hitzetote gefordert.

Trotz aller Unsicherheiten darüber wie oft es künftig Hitzesommer, Dürren und Überschwemmungen geben wird, es gibt viele Gründe, den Klimawandel so rasch wie nur möglich zu begrenzen. Der jüngste IPCC-Bericht bietet keinen Grund zur Beruhigung.

Freitag, 27. September 2013

Dänemark: Unerwartetes Beispiel

Die solarthermische Kollektorfläche in dänischen Fernwärme-Anlagen ist in den vergangenen vier Jahren um das 3,5-fache gewachsen, auf 224.000 Quadratmeter im Jahr 2012. Das geht hervor aus einem Bericht von Marstal Fernwärme (Dänemark), der auf dem Nachrichtenportal Solarthermalworld veröffentlicht und von solarserver.de zugänglich gemacht wurde.
 
Solare Fernwärme-Anlagen mit weiteren 350.000 Quadratmetern Kollektorfläche sind in Planung. Neben größeren Kollektorflächen pro Anlage würden auch mehr Systeme gebaut, die Kraft-Wärme-Kopplung einbeziehen, berichtet Marstal. Die erste solare Fernwärme-Anlage in Dänemark wurde 1988 gebaut. Sie kombinierte Solarthermie und Biomasse. Das Kollektorfeld in Salturn in Nordjütland war nur 1.000 Quadratmeter groß. Es folgten zwei Pilotprojekte im Jahr 1990 und weitere Anlagen von 1996 bis 2006. Im Jahr 2006 hatten die Solarthermie-Anlagen für die Fernwärme-Erzeugung eine Kollektorfläche von 39.600 Quadratmetern erreicht. 

2006 wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, um die Kombination von Solarthermie und Kraft-Wärme-Kopplung in Hybridsystemen zu untersuchen. Sie stellte fest, dass diese Anlagen halfen, die schwankende Windenergieleistung auszugleichen und dass sie relativ günstig zu errichten waren. Marstal schreibt das schnelle Wachstum im dänischen Markt für solare Fernwärme den positiven Erfahrungen mit der Technologie zu. Dazu gehören die niedrigen Erzeugungs- und Unterhaltskosten, die das Unternehmen mit 0,03 bis 0,04 EUR pro Kilowattstunde Wärme beziffert, gerechnet über eine Anlagenlebensdauer von mehr als 20 Jahren.

Solarthermie soll 2030 10% des Energiebedarfs der dänischen Fernwärmenetze decken: Die dänische Regierung hat ein Ziel von 1,4 Terawattstunden (TWH) für solare Fernwärmenetze im Jahr 2020 und 2,7 Terawattstunden im Jahr 2030 gesetzt. Das entspricht einer Kollektorfläche von acht Millionen Quadratmetern und würde 10% des Fernwärmebedarfs des Landes decken. Weiterhin planen die Dänen 7 Terawattstunden im Jahr 2050 zu erreichen, das entspräche 40% des Fernwärmebedarfs. 

Der vollständige Bericht kann auf Solarthermalworld heruntergeladen werden: http://solarthermalworld.org/content/long-term-experiences-solar-district-heating-denmark-2013

Quelle: Solar Thermal World | solarserver.de

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Donnerstag, 26. September 2013

Goms wird 1. Alpen-Energie-Region


Das Goms hat sich 2007 aufgemacht, um die erste Energieregion der Schweizer Alpen zu werden, zur energieregionGOMS. Wie sieht die einhemische Bevölkerung das Projekt gut 5 Jahre nach dessen Start?

Quelle: Youtube / Energieregion Goms

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Mittwoch, 25. September 2013

Juwi: Die spezielle Energiefirma

Der deutsche Anlagenbauer Juwi mischt sich immer wieder vehement in die Energiepolitik ein. Jetzt nach den Bundestagswahlen sieht deren Gründer eine grosse Chance gekommen. Juwi-Chef Willenbacher fordert die CO2-Steuer und weniger Ausnahmen bei der Umlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG - vergleichbar mit der KEV in der Schweiz).

Das Ergebnis der Bundestagswahl bietet nach Ansicht von Matthias Willenbacher, Vorstand des Energieunternehmens juwi, die einmalige Chance, der ins Stocken geratenen Energiewende neuen Schwung zu verleihen. „Mit Rösler und Brüderle sind die größten Bremser weg. Jetzt geht es darum, die erneuerbaren Energien zügig auszubauen. Das ist es, was die große Mehrheit der Bürger fordert.“ An dieser Realität müsse sich, so Willenbacher, jede neue Bundesregierung messen lassen, gleichgültig welche Parteien ihr angehören.

Für Willenbacher hat sich das bestehende Fördersystem basierend auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) national wie international bewährt und bietet vielfältige, bis dato noch ungenutzte Steuerungsoptionen, um die Energiewende kosteneffizient und effektiv weiterzuentwickeln. „Mit der richtigen Politik sind dramatische Einsparungen möglich“, ist der juwi-Chef überzeugt. Künftig dürfe beispielsweise die Befreiung von der EEG-Umlage nur noch für Unternehmen gelten, die tatsächlich im internationalen Wettbewerb stehen. Zusätzlich  müsse endlich Schluss sein mit der Subventionierung von Kohlekraftwerken, die bekanntlich die größten Dreckschleudern im Energiesektor sind.

„CO2-Ausstoß muss Geld kosten“, fordert Willenbacher. Eine CO2-Steuer hätte neben den positiven Auswirkungen auf Klima und Umwelt auch den Vorteil, dass man mit den Einnahmen die Stromsteuer senken könnte. Willenbacher: „Auch die EEG-Umlage würde deutlich reduziert. Zusammen mit dem Abbau der Industrieprivilegien könnte der private Stromkunde künftig um gut 4 Cent pro Kilowattstunde entlastet werden.“

Nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag habe Angela Merkel die einmalige Chance, die nach Fukushima versprochene Energiewende auch tatsächlich umzusetzen, sagt der juwi-Chef. Deshalb erneuert Willenbacher sein „unmoralisches“ Angebot, das er der Kanzlerin vor der Wahl auf spektakuläre Weise in seinem Buch unterbreitet hat: Falls Frau Merkel die Energiewende bis 2020 ohne Wenn und Aber zu 100 Prozent umsetzt, verschenkt Willenbacher seine Anteile an der juwi-Gruppe, einem Unternehmen mit 1,1 Milliarden Euro Umsatz in 2012, an die deutschen Energiegenossenschafte.

Quelle: juwi 2013

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Dienstag, 24. September 2013

Sensationelle Solarpreise in USA

Lazard Ltd. (New York City) hat einen neuen Bericht veröffentlicht, laut dem die Stromgestehungskosten (levelized cost of electricity, LCOE) von Photovoltaik-Kraftwerken mit Spitzentechnologien in den letzten vier Jahren um mehr als 50 % gesunken sind. In den Vereinigten Staaten lagen sie ohne Förderung bei 0,089 – 0,104 US-Dollar/kWh (0,066 – 0,077 Euro) - so ein Bericht der Solarplattform solarserver.de.
 
“Lazard's Levelized Cost of Energy Analysis-Version 7.0” berichtet, die Photovoltaik sei nun in vielen Teilen der Welt ohne Förderung mit der konventionellen Stromerzeugung wettbewerbsfähig (Netzparität). Die private Solarstrom-Erzeugung sei in den USA im Vergleich zu Großkraftwerken nach wie vor relativ teuer: Solarstrom aus Kleinanlagen koste ohne Förderung 0,149 - 0,204 USD/kWh (0,11 – 0,15 Euro). Das Bild zeigt eine grosse Solaranlage in Kalifornien. Wird die bundesstaatliche Förderung hinzugerechnet, sinken die Stromgestehungskosten von Photovoltaik-Kraftwerken sogar auf 0,071 - 0,082 USD/kWh (0,05 – 0,06 Euro), bei Solarstrom-Dachanlagen auf 0,117 - 0,160 USD/kWh (0,087 – 0,12 Euro). Die Stromgestehungskosten von solarthermischen Kraftwerken (CSP) beziffert Lazard mit 0,125 – 0,164 USD/kWh (0,09 – 0,12 Euro).

Allgemein ist Strom, der mit großen Dünnschicht-Kraftwerken erzeugt wird, günstiger als Solarstrom aus Kraftwerken, die aus kristallinen Silizium-Modulen bestehen. Die Stromgestehungskosten betragen inklusive Förderung nur 0,071 – 0,078 USD/kWh (0,05 – 0,06 Euro). Lazard rechnet damit, dass sie bis 2015 bei Dünnschicht-Kraftwerken auf 0,051 USD/kWh (0,038 Euro) und bei Kraftwerken mit kristallinen Silizium-Modulen auf 0,054 USD/kWh (0,04 Euro) sinken werden.

Windstrom ist laut Lazard mit 0,023 - 0,085 USD/kWh inklusive Förderung (0,017 – 0,063 Euro) von allen regenerativ erzeugten Stromarten der billigste und sogar günstiger als Strom aus Gas- und Dampfturbinenkraftwerken (Kombikraftwerken) mit 0,061 - 0,087 USD/kWh (0,045 – 0,064 Euro).

Selbst ohne Förderung ist Solarstrom aus Photovoltaik-Kraftwerken in der Regel günstiger als Atomstrom (0,086-0,122 USD/kWh bzw. 0,064 – 0,09 Euro). Batteriespeicher sind jedoch nach wie vor sehr teuer. Lazard setzt die Kosten mit 0,216 - 0,329 USD/kWh an (0,16 – 0,24 Euro). Die Stromerzeugung mit Photovoltaik ist in Australien und Südafrika noch günstiger als in den USA. Aber selbst in Regionen Nordeuropas, wo die Solarstromerzeugung wesentlich teurer ist (0,139 - 0,285 USD/kWh bzw. 0,10 – 0,21 Euro), ist Solarstrom immer noch günstiger als Strom aus Gaskraftwerken bei Bedarfsspitzen (0,245 - 0,288 USD/kWh bzw. 0,18 – 0,21 Euro) und viel billiger als mit Dieselgeneratoren erzeugter Strom.

Quelle: Lazard Ltd.; Bild: NRG | solarserver.de

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FDP über Energieposition gestolpert

Der Geschäftsführer des deutschen Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE), Hermann Falk, plädiert für eine Schwarz-Grüne Regierung - spricht sich also gegen eine Beteiligung der Sozialdemokraten aus. Interessant auch seine Position zu den aus dem Parlament verabschiedeten Freien Demokraten - deren Misserfolg führt Falk auch auf die extreme Anti-Energiewende-Propaganda zurück. Im Folgenden ist das Statement wörtlich dokumentiert:

Die Extrem-Positionen der deutschen FDP gegen die Energiewende und gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) haben die wichtige erneuerbare Mittelstandswirtschaft düpiert. Das hat dazu beigetragen, dass Klimaschutz und Energiepolitik nun vier Jahre lang ohne die FDP gestaltet werden können.  Allerdings ist zu befürchten, dass eine große Koalition eine Stagnation bei der Energiewende bedeutet – denn da treffen sich einige rote Kohlebefürworter mit schwarzen Masterplanern. Beide Parteien haben noch nicht gezeigt, dass sie das große Engagement der Bürger für Klimaschutz und Erneuerbare ernst nehmen und umsetzen wollen, für eine zukunftsweisende Wirtschafts- und Umweltpolitik.

Kurz vor der Wahl unterstützten in einer Emnid-Umfrage 93 Prozent der deutschen BürgerInnen den weiteren, zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Gleichzeitig stimmten fast drei Viertel klar gegen einen Förderstopp, und das unabhängig von ihrer Parteipräferenz. Damit hat die neue Regierung einen klaren Auftrag: Die Bürger erwarten den konsequenten Umstieg auf Erneuerbare Energien.


Eine schwarz-grüne Option könnte der Union neue energiepolitische Dynamik verleihen und eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Energiewende anstoßen. Denn Energiewende heißt konkret auch nachhaltige Wirtschaftspolitik: Arbeitsplätze in Handwerk und Mittelstand, Technologieentwicklung in dem entscheidenden Zukunftssektor sowie regionale Wertschöpfung in Ländern und Kommunen.“


Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 26 Verbänden und Organisationen mit 30.000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5.000 Unternehmen. Wir vertreten auf diese Weise ca. 380.000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.


Quelle: BEE

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Montag, 23. September 2013

Vorschriften / Verfahren verzögern

Oft verzögert sich der Bau von Kraftwerken und Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. In Erfüllung der Motion 09.3726 und des Postulats 11.3419 hat der Bundesrat einen Bericht gutgeheissen, der die Hauptgründe für Verzögerungen aufzeigt.

Der Bericht bietet eine aktuelle Momentaufnahme zu den derzeit blockierten Kraftwerkprojekten. Dazu wurde im Januar 2013 eine Umfrage bei den Projektanten durchgeführt, die ihre Projekte trotz eines positiven KEV-Bescheids (Kostendeckende Einspeisevergütung) bis Ende 2012 noch nicht realisiert hatten. Die Umfrage richtete sich an 1`223 Projekte, davon konnten für 570 Projekte Interviews realisiert werden.

Bei den Photovoltaikprojekten sieht es anders aus: Nur gegen jedes zwanzigste Projekt gab es Beschwerden oder Einsprachen (Bild Solaranlage auf Bauernhaus in Regensdorf bei Zürich: Guntram Rehsche).

 

 

Verzögerungsgrund: Gesetzliche Vorschriften

Die Vielzahl einzuhaltender Vorschriften können bei allen Technologien zu Verzögerungen führen, da deren Einhaltung zeitaufwändig sichergestellt und kontrolliert werden muss. Biomasseprojekte kämpfen zudem damit, dass gesetzliche Vorschriften zu Umweltschutz, Energie, Gesundheitsschutz und Landwirtschaft oft nicht kohärent sind. Vom Präzisierungsgrad der Vorschriften (offene Formulierungen) seitens Bund und Kantone sind mit Ausnahme der Wasserkraft ebenfalls alle Technologien betroffen. Heute fehlen detaillierte Vorschriften für den Bau von Wind-, Geothermie-, Biomasse- und Photovoltaikprojekten. Dies kann zu langen Bearbeitungsdauern führen. Auch kantonal unterschiedliche gesetzliche Vorschriften erschweren die Arbeit der Projektanten, vor allem wenn sie in mehreren Kantonen oder Gemeinden planen.

Verzögerungsgrund: Verfahren und Behörden

Verzögerungen aufgrund der Bewilligungsverfahren ergeben sich vor allem bei Windenergieprojekten. So können beispielsweise die Planungsinhalte nicht einfach angepasst werden, was jedoch wichtig wäre, wenn die vorgesehene Technologie aufgrund des langen Bewilligungsverfahrens veraltet ist. In solchen Fällen muss das Verfahren neu eröffnet werden. Verzögernd wirkt auch, dass Nutzungsplanänderungen und Baugesuch gestaffelt eingereicht werden müssen und sich so mehrfache Einsprachemöglichkeiten bieten. Auch das Fehlen eines Eintrags im kantonalen Richtplan kann zu Beschwerden führen. Zu Verzögerungen führt auch eine fehlende behördeninterne Planung . Sind Kompetenzverteilung und Koordination zwischen den Behörden von Kantonen und Gemeinden nicht geregelt, kommt es zu Verzögerungen im Ablauf.

Behördenauflagen können vor allem Photovoltaik- und Biomasseprojekte verzögern. Bei der Photovoltaik geht es dabei vor allem um Denkmal- und Ortsbildschutz, bei der Biomasse um den Umgang mit neuen gesetzlichen Regelungen. Mangelnde Ressourcen bei den Behörden verzögern hauptsächlich Wasserkraftprojekte. Die Zahl der Gesuche vor allem in den Bereichen Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, was zu einer Überbeanspruchung der Behörden und damit zu zeitlichen Verzögerungen führt.

Verzögerungsgrund: Projektanten

Insbesondere bei Wasser- und Windkraftprojekten können sich die Verfahren aufgrund zu wenig ausgearbeiteter oder unvollständiger Gesuchunterlagen verzögern. Gerade für kleinere Wasserkraft-, aber auch für Biomasseprojekte scheint dies eine wesentliche Herausforderung zu sein. Grund dafür ist die zunehmende Komplexität der Regelungen.

Verzögerungsgrund: Einsprachen

Fast gegen jedes dritte Biomasseprojekt wurden Beschwerden oder Einsprachen eingereicht, am häufigsten von betroffenen Anwohner/innen aber auch von Behörden oder der Nachbargemeinde. Als Gründe werden beispielsweise Lärm- und Geruchsemissionen oder die Nichteinhaltung der Bauordnung aufgeführt. Gegen jedes fünfte Wasserkraftprojekt wurden Beschwerden oder Einsprachen eingereicht, am häufigsten von einspracheberechtigten Organisationen aber auch von direkt betroffenen Anwohner/innen und Behörden. Als Gründe werden beispielsweise Widerspruch zu öffentlichem Interesse, Konzessionsfragen, Zonenplanänderungen, Umweltauswirkungen (Restwasser, Hochwasser etc.) oder Wasserrechtsfragen genannt.

Bei den Windenergieprojekten wurden gegen fast jedes zweite Projekt Beschwerden oder Einsprachen eingereicht, am häufigsten von einspracheberechtigten Organisationen sowie von direkt betroffenen Anwohner/innen und Behörden. Als Gründe werden beispielsweise geplante Richtplananpassungen, Lärmemissionen oder negativen Auswirkungen auf Biodiversität und Fledermausaktivitäten aufgeführt. Bei den Photovoltaikprojekten sieht es anders aus: Nur gegen jedes zwanzigste Projekt gab es Beschwerden oder Einsprachen, am häufigsten von betroffenen Anwohner/innen aber auch von Behörden, von einspracheberechtigten Organisationen oder seitens des Denkmalschutzes. Als Gründe werden beispielsweise Ästhetik, Denkmalschutz, Zonenordnung oder das Nichteinhalten der Bauordnung erwähnt.

Fazit

Zur Beschleunigung des Zubaus von Kraftwerken und Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien können aus Sicht der befragten Projektanten folgende Faktoren beitragen:
  1. Möglichst einheitliche, einfache, nachvollziehbare und klare Regeln sowie die Koordination und die Konzentration der Bewilligungsverfahren durch die Kantone. Ideal wäre eine einzige Ansprechstelle (Leitbehörde) für das gesamte Verfahren, die dieses aktiv und speditiv abwickelt.
  2. Personelle Engpässe bei kantonalen Fachstellen aufgrund der stark gestiegenen Anzahl der Gesuche sind zu beseitigen. Zudem müssen sich die zuständigen Behörden die notwendigen Fachkompetenzen für neue Technologien möglichst rasch aneignen.
  3. Die Qualität der Projekteingaben muss seitens der Projektanten verbessert werden. Dazu beitragen können klare Regeln und eine einzige, unterstützende Ansprechstelle.
  4. Um die Zahl von Einsprachen oder Beschwerden zu verringern, sollten die Kantone konzentrierte Entscheidungsverfahren einführen. Auf Stufe Bund können entsprechende Gesetzesänderungen sowie Präzisierungen und die Erarbeitung von Mustervorschriften und Qualitätsstandards dazu beitragen. Diese Massnahmen sind Bestandteil des ersten Massnahmenpaketes der Energiestrategie 2050 (siehe Botschaft zur Energiestrategie 2050 vom 4.9.2013).

Adresse für Rückfragen:

Marianne Zünd, Leiterin Kommunikation BFE, 031 322 56 75, 079 763 86 11

Herausgeber:

Generalsekretariat UVEK
Internet: http://www.uvek.admin.ch
Bundesamt für Energie
Internet: http://www.bfe.admin.ch

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Samstag, 21. September 2013

Quotenmodell besonders schlecht

Das so genannte Bofinger-Gutachten beurteilt das Quotenmodell zur Mengenbegrenzung erneuerbarer Energien als untauglich. Diese in Deutschland geführte Diskussion um die Energiewende und eine kostendeckende Einspeisevergütung hat Auswirkungen in der Schweiz.


Der Volkswirt Peter Bofinger (siehe Bild), Mitglied des Sachverständigenrats der deutschen Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, schlägt ein Auktionsmodell für die langfristige Förderung von erneuerbaren Energien in Deutschland vor. Das von Bofinger im Auftrag der Landesstiftung Baden- Württemberg erstelltes Gutachten vergleicht acht derzeit in der Diskussion stehende Fördermechanismen anhand der Kriterien Planungssicherheit für Investoren, Vermeidung von Überrenditen für Produzenten, Effektivität im Sinne der Erreichbarkeit der politischen Ausbauziele sowie Wirksamkeit der Marktintegration.

Im Ergebnis sieht Bofinger den entscheidenden Vorteil eines Auktionsmechanismus gegenüber dem EEG in seiner jetzigen Form wie auch gegenüber einem Quotenmodell darin, "dass damit die aggregierte Angebotsfunktion zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung enthüllt und ein gravierendes volkswirtschaftliches Risiko beseitigt würde".

Das von der FDP und der Monopolkommission favorisierte Quotenmodell schneidet in Bofingers Vergleich besonders schlecht ab. Anders als von seinen Anhängern behauptet, sei die Einführung dieses Modells vermutlich sogar mit besonders hohen Kosten für die Verbraucher verbunden, heißt es in dem Gutachten. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller dazu: „Weder für die EEG-Reform noch für die Energiewende ist eine Quote für den Ausbau der erneuerbaren Energien zukunftsweisend.“

Das Bofinger-Papier ist auf der Homepage des Umweltministeriums Baden-Württemberg veröffentlicht 

Quellen : PHOTON 2013 / Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg 2013

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Freitag, 20. September 2013

Solarfirma: Family Business Award

Mitte September wurde in Bern der Family Business Award im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung zum zweiten Mal verliehen. Unter Beisein von rund 200 Vertretern aus Wirtschaft und Politik erhielt das Familien- und Solarunternehmen Ernst Schweizer AG mit Sitz in Hedingen (ZH) als einer von drei Finalisten eine Auszeichnung. 

Unternehmensleiter Hans Ruedi Schweizer zeigte sich stolz darüber, unter den Top 3 aus rund 100 angemeldeten Unternehmen zu sein. «Wir sind sehr glücklich über unsere Auszeichnung als Finalist des Family Business Awards. Wir sehen dies als Bestätigung für unsere ganzheitliche Unternehmensführung, als Anerkennung für das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und als Motivation für die Zukunft.» Neben der Auszeichnung stellt die AMAG den MitarbeiterInnen von Schweizer für ein Jahr einen neuen VW Golf Variant zur Verfügung.

Die siebenköpfige Jury des Family Business Awards – bestehend aus Pascale Bruderer Wyss, Dr. Hanspeter Burkhardt, Klaus Endress, Jürg Läderach, Monika Ribar, Dr. Thomas Staehelin und Albert P. Stäheli – beurteilte in der engeren Auswahl 15 Unternehmen, aus denen die drei Finalisten hervorgingen. Alle drei Familienunternehmen überzeugten durch die langfristige Ausrichtung ihrer Unternehmensstrategie und den Fokus auf eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Unternehmenskultur.


Die AMAG Automobil- und Motoren AG hat den Family Business Award zu Ehren ihres Gründers und Patrons Walter Haefner ins Leben gerufen, der sich für eine echte und gelebte Firmenkultur eingesetzt hat. Trotz ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung für die Schweiz wird den Leistungen von Familienunternehmen in der Öffentlichkeit nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die öffentliche Kommunikation dieser unternehmerischen Werte und der wichtigen Leistungen von Familienunternehmen für die Schweizer Volkswirtschaft ist ein Ziel des Family Business Awards, der damit ein Zeichen für die unternehmerische Nachhaltigkeit setzen will.

Text: Ernst Schweizer AG

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Donnerstag, 19. September 2013

Solarmarkt verlagert sich nach Asien

Der Solarmodul-Absatz der großen Photovoltaik-Hersteller verlagert sich immer mehr von Europa nach China und Japan, berichtet die Abteilung EnergyTrend von TrendForce (Taipeh, Taiwan) gemäss einem Artikel des Solarportals solarserver.de.
 
Bei sechs von sieben untersuchten Photovoltaik-Produzenten stieg im zweiten Quartal 2013 der Anteil der Modulverkäufe in Asien. Dabei spiele die chinesische Förderpolitik eine große Rolle, die die Nachfrage ankurble und die Produktion reguliere.Yingli, JA Solar, REC ASA, SunPower, Trina Solar und ReneSola verkauften im Berichtszeitraum alle anteilsmäßig mehr Photovoltaik-Module im Asien-Pazifik-Raum. REC machte dort 59 %, JA Solar 72 % seines Absatzes. Nur bei Canadian Solar ging der Anteil von 57 % auf 52 % zurück.Gleichzeitig schrumpfte bei allen außer SunPower der Verkaufsanteil in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika. ReneSola lag hier mit 49 % vorne, alle anderen verkauften im zweiten Quartal weniger als 40 % ihrer Produkte in diesen Regionen.

China hat sich zum Ziel gesetzt, vor 2015 Photovoltaik-Anlagen mit 35 GW zu installieren, was laut EnergyTrend die Nachfrage ankurbelt. Außerdem spiele die chinesische Solarstrom-Einspeisevergütung eine wichtige Rolle für die Verbreitung dezentraler Solarstromanlagen. Mit den neuen Vorgaben zur Ausbaukontrolle wolle das Land seine PV-Industrie neu strukturieren. Die Marktforscher gehen davon aus, dass der Photovoltaik-Markt im vierten Quartal 2013 von China, Japan und den USA beherrscht wird und die Veränderungen im chinesischen Markt sich wahrscheinlich auf die gesamte Branche auswirken werden.

Quelle: TrendForce | solarserver.de

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Mittwoch, 18. September 2013

Mehrheit lehnt Atomenergie ab

Die Schweizer Bevölkerung steht der Atomenergie zunehmend kritisch gegenüber. 57 Prozent lehnen sie laut einer Umfrage des Bundes ab. Fast alle finden zudem, dass die Entsorgung radioaktiver Abfälle jetzt angepackt werden muss, dies trotz Zweifeln an einer sicheren Lösung.


In einer ersten Erhebung des Bundesamtes für Energie (BFE) hatten sich 1998 noch 52 Prozent eher oder vollständig gegen die Atomkraft ausgesprochen. 41 Prozent befürworten gemäss der neuen Umfrage vom Juni 2013 diese Energieform, gegenüber 40 Prozent vor fünf Jahren, wie das BFE am Mittwoch mitteilte (im Bild das weltälteste AKW in Beznau).  Mit 34 Prozent ist die Zustimmung bei den Frauen geringer als bei den Männern, von denen sich 49 Prozent zur Atomenergie bekennen. In der Deutschschweiz, wo alle fünf AKW des Landes stehen, zählen sich zwischen 43 und 46 Prozent zu den Befürwortern, mehr als in den anderen Landesteilen mit jeweils 33 Prozent. 
   
95 Prozent der gut 1000 Befragten sind laut BFE der Ansicht, dass jetzt eine konkrete Lösung für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle gefunden werden muss und das Problem nicht nachfolgenden Generationen überlassen werden darf (2008: 97%). Allerdings denken heute 82 Prozent, dass es kein sicheres Rezept dafür gibt. 2008 waren es noch 77 Prozent. Für die Hälfte der Befragten ist die geologische Tiefenlagerung die am besten geeignete Methode für die langfristige Lagerung. Falls ein solches Lager in ihrer Nähe gebaut würde, befürchten ebenfalls 50 Prozent mögliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. 28 Prozent beunruhigt, dass radioaktive Stoffe entweichen könnten. Annähernd zwei Drittel (63%) der Befragten fühlen sich über radioaktive Abfälle zu wenig informiert. So geht fast die Hälfte fälschlicherweise davon aus, dass die Schweiz derzeit Atommüll im Meer versenkt. 71 Prozent wissen, dass es verschiedene Abfallkategorien gibt, 85 Prozent halten alle davon für sehr gefährlich. 

Informationen zu diesem Themenkreis werden vor allem dann als vertrauenswürdig eingeschätzt, wenn sie von unabhängigen Quellen stammen, insbesondere von Nichtregierungsorganisationen (38%), Wissenschaftlern (36%) und internationalen Organisationen, die sich für die friedliche Nutzung der Atomenergie einsetzen (33%). 32 Prozent erachten die Informationen der Nagra als vertrauenswürdig, deutlich mehr als 2008 (24%). Nur rund ein Fünftel (21%) vertraut den Verlautbarungen des Bundesrates und der Nuklearindustrie, nur 7 Prozent den Medien. 

Quelle: SDA / Bild: Guntram Rehsche

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Solare Stadtrundfahrten

Münster Stadtrundfahrten fahren mit Deutschlands erstem elektrisch betriebenem Solarbus. Dieses außergewöhnliche (transparente) Fahrzeug fährt emissionsfrei und nahezu lautlos durch die kleinen Winkel der Stadt. Abseits der Hauptverkehrsrouten, im passenden Tempo - ohne den Verkehrsfluß auf den Hauptverkehrsstraßen zu behindern. Allerdings auch ohne Haltestellen - für ein ungestörtes Fahr- und Hörvergnügen.


Der neue Solarbus bietet auch mobilitätseingeschränkten Personen die Möglichkeit zur Mitfahrt. Im ersten Hänger ermöglicht eine stufenlose Rampe den barrierenfreien Einstieg. Entsprechend ist auch Platz für einen großen oder zwei kleinere Rollstühle vorhanden.

Die Münsteraner Stadtverwaltung schreibt dazu weiter: Fahren Sie mit durch die Altstadt Münsters und lernen Sie die Geschichte der Hauptstadt Westfalens kennen. Der Prinzipalmarkt und die wunderschöne Innenstadt mit Ihren zahlreichen Museen und Kirchen - diese und viele weitere Sehenswürdigkeiten können Sie bequem und gut geschützt bei der Münsteraner Stadtrundfahrt ansehen.

Sie erfahren Wissenswertes und Wunderbares, Altertümliches und Aktuelles, Romantisches und Reizendes von Münster und seinen Bewohnern. Auf dieser Tour lernen Sie Münster in ca. einer Stunde kennen und sind bestens vorbereitet, um weitere Erkundigungen nach Ihrem persönlichen Geschmack durchzuführen.

Wir fahren auf kleinen Straßen durch die Stadt. Dabei erzählen wir eine Geschichte aus einem Guß und können dabei in einzelnen Anhängern Ansagen in unterschiedlichen Sprachen einspielen. Derzeit können wir Ansagen in deutsch, niederländisch, englisch, französisch, russisch und plattdeutsch anbieten.

Quelle: Stadt Münster

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Dienstag, 17. September 2013

Solar Impulse holt Google an Bord

Auf dem Weg zur ersten Erdumrundung mit einem Solarflugzeug hat Solar Impulse einen neuen Partner an Bord geholt: Mit den Plattformen von Google sollen jüngere Generationen für das Vorhaben der beiden Flugpioniere Bertrand Piccard und André Borschberg begeistert werden. 

Es geht vorwärts mit dem Langzeitprojekt des solaren Fliegens: Die Partnerschaft ist gemäss den Initianten aus der erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Firmen bei der Amerika-Überquerung diesen Sommer hervorgegangen, teilte Solar Impulse am Montag mit. Die beiden Gründer von Solar Impulse, Borschberg und Piccard, hatten in sechs Etappen allein mit der Kraft der Sonne den amerikanischen Kontinent überquert. 2015 soll dann die Erdumrundung glücken.

Der Internetriese Google wird nun ab sofort der offizielle Internet-Technologie-Partner von Solar Impulse. Diese Partnerschaft sei eine einmalige Gelegenheit, gemeinsam geteilte Werte wie Pioniergeist, Innovation und saubere Technologie zu fördern, werden Borschberg und Piccard in der Mitteilung zitiert. Ins Auge gefasst hat Solar Impulse dabei vor allem die Bereiche soziale Medien und Multimedia. Künftig will das Unternehmen über die diversen Google Plattformen wie YouTube, Google+ oder Google Earth mit Interessierten kommunizieren. Zudem sollen Flüge live übertragen werden.

Quellen: SDA und diverse Zeitungen

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Montag, 16. September 2013

Hohe Wahlkampfwellen

Der deutsche Wahlkampf geht in seine letzte Woche. Und wenn auch die Energiepolitik die Diskussion nicht gerade beherrscht, so zeigen einzelne Äusserungen doch, dass es dabei auch um die Wurst geht bei der deutschen Energiewende. Ein Überblick.

Die Freien Demokraten haben als (Noch-) Regierungspartei FDP in einem Fünf-Punkte-Papier Forderungen zur energiepolitischen Entmachtung des Bundesumweltministeriums erarbeitet, wie das Solarmagazin Photon schreibt. Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, und der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch fordern demnach für den Fall einer Regierungsbeteiligung der FDP nach der Bundestagswahl, dass künftig »alle energiepolitischen Bundeskompetenzen« im Wirtschaftsministerium angesiedelt werden. 

Bislang gilt in Fragen der erneuerbaren Energien grundsätzlich eine gemeinsame Zuständigkeit von Umwelt- und Wirtschaftsressort; für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat hierbei das Umweltministerium die Federführung. Brüderle und Rentsch wiederholen zudem die bereits bekannten Forderungen nach einem Ausbaumoratorium für Windkraft- und Solarstromanlagen sowie nach einer Abschaffung des EEG und der Streichung aller Abnahmegarantien für Ökostrom. Bündnis 90/Die Grünen kritisierten die FDP-Pläne unmittelbar nach dem Bekanntwerden als »Generalattacke auf die Energiewende«. Der Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin erklärte, mit dem Wirtschaftsminister solle »der Bock zum alleinigen Gärtner der Energiewende gemacht werden«. 

Der energiepolitische Sprecher der eben dieser Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Josef-Fell, schlägt demgegenüber in einem »Sofortprogramm zur Rettung der deutschen und europäischen Solarwirtschaft« vier Maßnahmenpakete vor. Das erste dieser Pakete hat die »Steigerung des Marktvolumens in Deutschland in Richtung sieben Gigawatt« zum Ziel. Weiterhin geht es um »eine aktive Solarpolitik auf EU-Ebene«, um »aktive Industriepolitik« und »aktive Energiewendepolitik«. Zur Steigerung des Marktvolumens fordert Fell eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, bei der unter anderem die Begrenzung der Wirkeinspeiseleistung auf 70 Prozent abgeschafft und große Freiflächenanlagen über 10 Megawatt Leistung wieder in die Vergütung aufgenommen werden.

Wohin die Politik der CDU/CSU/FDP-Regierung führen könnte, so sie denn die Wahlen gewinnt, zeigt ein Blick über die Grenze ostwärts: Der Senat des Parlaments der tschechischen Republik – die obere Kammer der tschechischen Legislative – hat in der vergangenen Woche einem Gesetz zugestimmt, das die Förderung aller neuen Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stoppt und stattdessen Fördermittel für fossile Großkraftwerke bereitstellt. Einem Bericht des »Wall Street Journal« zufolge bedarf das im Senat mit 56 zu eins Stimmen gebilligte Gesetz nur noch der Unterschrift von Präsident Milos Zeman und tritt dann unmittelbar in Kraft. 

Das Gesetz würde die Einspeisevergütungs-Programme für alle erneuerbaren Energien in Tschechien bis Ende 2013 beenden. Wasserkraft-, Wind- und Biomasseanlagen, die 2013 die Baugenehmigung erhalten haben, würden noch Zugang zu den Tarifen erhalten, sofern die Fertigstellung im Jahr 2014 erfolgt. Solarprojekte würden ab Ende dieses Jahres nicht mehr gefördert. Nach Angaben der Regierung seien die Förderungen für erneuerbare Energien und besonders für Photovoltaik Grund für steigende Strompreise. 

Quellen: 
 - http://www.bild.de
- http://www.hans-josef-fell.de
- http://online.wsj.com/article/BT-CO-20130913-702609.html
- www.photon.de 
 
©  Solarmedia

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Freitag, 13. September 2013

Banker setzen auf Solarenergie

Das Schweizer Magazin für kollektive und strukturierte Investments, kurz «B2B» geheissen, fördert in seiner neuesten Ausgabe erstaunliche Einsichten aus der Bankenwelt zutage. Nicht nur gilt der Markt regenerativer Energien als Top-Trend der kommenden Jahre - verbunden mit gigantischen Investments. Es ist die Photovoltaik, die die Entwicklung beherrscht.

Den Siegeszug der solaren Stromerzeugung sehen die befragten Banker nicht erst in ferner Zukunft - nein, dieser Siegeszug hat sogar schon begonnen. So hält etwa seitens der Kantonalbanken-Fondsgesellschaft der Swisscanto-Vertreter Gerhard Wagner fest, dass beim Solarstrom die Netzparität in einigen Ländern bereits erreicht ist. Will heissen, dass der durch die eigene Solarstrom-Anlage erzeugte Strom nicht mehr teurer als der aus dem Netz bezogene ist. 

Nicht mehr nur für Piraten: Schon im Frühling hatte die Grossbank UBS darauf aufmerksam gemacht, dass der Strommarkt in Bälde durch die Photovoltaik aufgemischt werde - siehe dazu den Solarmedia-Beitrag vom 25. Mai 2013 - Bild einer Offgrid-Rustico-Anlage im Tessin: Guntram Rehsche.









Für Wagner von Swisscanto bedeutet Netzparität, dass finanzielle Förderung des Solarstroms nicht mehr nötig ist - hingegen müsse der Staat weiterhin regulierend eingreifen. So geht es etwa um die Verpflichtung der Stromunternehmen, die erneuerbare Energie wirklich im Netz einzuspeisen. 

Grundlage des zu erwartenden Booms der Solarenergie bildet die radikale Preisreduktion, die die benötigten Komponenten, vor allem die Solarmodule in den letzten Jahren erfuhren. Deren Preise haben sich innert fünf Jahren mehr als halbiert - eine Entwicklung, die sich weiter fortsetzen wird, wenn auch nicht mehr so schnell. Besonders segensreich ist die Preissenkung natürlich in sonnenreichen Gebieten, wo Netzparität und absolute Konkurrenzfähigkeit schneller erreicht ist als etwa in Mitteleuropa. Da verwundert es nicht, dass Solaranlagen immer häufiger in den ärmeren Ländern des Südens anzutreffen sind. Dass damit nicht alle Probleme der Energieerzeugung gelöst sind, wissen die Banker - sie erinnern etwa an die noch nicht verfügbaren Lösungen für die Speicherung von unregelmässig anfallendem Strom aus erneuerbarer Produktion, die Steuerung der Nachfrage und den Ausbau der Stromnetze.

Vermerkenswert ist eine weitere Erkenntnis, die in der Bankenwelt angekommen scheint. Roberto Cominotto von vom JB Energy Transition Fund scheint es «wichtig, dass man die Kosten der Energiewende mit den wahren Kosten der Nuklearenergie vergleicht». Da habe in der Energiepolitik nach Fukushima das entscheidende Umdenken stattgefunden.   

Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Probleme der Modulhersteller wagt einer der Banker, Andreas Schneller vom EIC Renewable Energy Fund, sogar eine Herstellerempfehlung. Im Solarbereich favorisiert er den Technologieführer der kristallinen Produktion, die amerikanische Firma Sunpower (die teils vom französischen Erdölkonzern Total beherrscht wird).

Für Banker ist die Frage des Vormarschs der Erneuerbaren Energie vor allem deshalb von Interesse, weil sich da ein «aufregender Markt» entwickle, wie es Robert Hauser von der Zürcher Kantonalbank auf den Punkt bringt. «Die Herausforderungen durch den limawandel sowie die eralteten Kraftwerke und Stromnetze führen zu einer Neuorientierung im energiebereich. Sie wird nicht immer gradlinig verlaufen, aber stark in Richtung erneuerbare Energieerzeugung laufen

Dazu passt übrigens eine aktuelle Meldung zum weltweiten Solarmarkt. Dieser dürfte im laufenden Jahr wieder um mehr als 20 Prozent wachsen und der Gesamtzubau rund 38 Gigawatt betragen - womit der weltweite Zubau an Windkapazitäten erreicht werden wird.
 
©  Solarmedia

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Energiewende ist KMU-Politik

Zusammen mit der Branchendachorganisation der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz AEE begrüssen 37 Branchenverbände der Bauwirtschaft Schweiz die Vorlage zur Energiestrategie 2050. Die Verbände beurteilen die Umsetzung der neuen Klima- und Energiepolitik als nachhaltige Investition in die Zukunft und langfristige Stärkung der Schweizer Wirtschaft. 

Gleichzeitig fordern all diese Verbände zusammen mit der AEE wirksame wie effiziente Massnahmen, verlässliche politische Rahmenbedingungen und die Wahrnehmung der Vorbildfunktion von Bund, Kantonen und Gemeinden als Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. 49% des Verbrauchs fossiler Energieträger und 37% des elektrischen Stroms entfallen auf das Heizen und Betreiben der rund 1.6 Millionen Gebäude in der Schweiz. Dies muss nicht sein und kann bereits heute durch gute Bauten und effiziente Gebäudetechnik deutlich reduziert werden. Mehr noch: der eklatante Unterschied zwischen den «Energieschleudern» des letzten Jahrhunderts und den Plusenergiebauten der Gegenwart zeigt, wohin die Reise gehen kann und muss. Das Haus der Zukunft ist ein Kraftwerk, das mehr Energie produziert als es selber verbraucht.

Die Botschaft des Bundesrates liefert die rechtliche Grundlage für den Umbau des Gebäudeparks Schweiz. Die Ausbau- und Gebäudehüllebranche mit ihren 26 Berufsverbänden, 35'500 organisierten Unternehmen, 230'000 Mitarbeitenden und 32'000 Lernenden sowie das Planungsgewerbe mit seinen 11 Berufsverbänden begrüssen deshalb die Energiestrategie 2050 im Grundsatz. Stefan Cadosch, Präsident sia ist überzeugt, dass die Ziele der Energiestrategie des Bundes „nicht nur sinnvoll sondern auch umsetzbar sind – vorausgesetzt alle relevanten Akteure, insbesondere die Kantone, nehmen ihre Verantwortung wahr“.
 
Um den Anteil der erneuerbaren Stromproduktion von heute 60 auf neu 85% (2035) zu erhöhen, braucht es einen verlässlichen und einfachen Investitionsrahmen. Das bisherige Einspeisevergütungssystem hat sich bewährt. Die angedachte Ausweitung des Volumens ist zwingend und richtig. Hingegen verunsichern in der Botschaft präsentierte Zusatzmassnahmen wie Direktvermarktung, Verbot einzelner Kraftwerkstypen (Kleinwasserkraft) und Auktionen für die Strompreisermittlung private und institutionelle Anleger und hemmen deren Investitionsbereitschaft. Nur wenn das Einspeisesystem einfach bleibt, ist das anvisierte Ziel von 10 TWh erneuerbarem Strom erreichbar. Technisch und fachlich ist ein solcher Ausbau möglich und kann von der Baubranche geleistet werden.
 


Download der Medienmitteilung (PDF)
Download der Einladung zur Medienkonferenz (PDF)
Weitere Stellungnahmen der A EE zur Energiestrategie 2050

Kontakte

  • Christoph Rutschmann, Präsident AEE: 079 377 36 38
  • Eric Nussbaumer, Nationalrat, Vorstand AEE: 079 200 79 06
  • Stefan Cadosch, Präsident sia: 079 434 04 16
  • Peter Schilliger, Nationalrat, Zentralpräsident Gebäudetechnikverband suissetec: 078 671 14 18
  • Hans Rupli. Zentralpräsident Holzbau Schweiz: 079 773 72 38
Über die A EE
Die AEE vertritt als Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz die Interessen der Branchenverbände, der Unternehmungen und der Energieanbieter aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Ihr Ziel ist es, die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger/innen zu informieren, für eine nachhaltige Energiepolitik zu sensibilisieren und sich aktiv an der Gestaltung der wirtschaftlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen auf nationaler und regionaler Ebene zu beteiligen.


Quelle:  www.aee.ch

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Donnerstag, 12. September 2013

Solartechnik für den Sonnengürtel

Bereits am Vortag hat Solarmedia dokumentiert, dass grosse photovoltaische Sonnenkraftwerke zunehmend auch in den Südländern zum Einsatz kommen, wo die Sonneneinstrahlung ja auch besonders stark ist (siehe Solarmedia vom 11.9.13). Nun zeigen die Zahlen, dass der Einsatz Erneuerbarer Energien und vor allem der Photovoltaik in den Schwellen- und Entwicklungsländern insgesamt auf dem Vormarsch ist.

Die Nachfrage nach Erneuerbaren Energien befindet sich auf einem Rekordhoch. Allein 2012 hat sich weltweit die erneuerbare Stromerzeugungskapazität mehr als verdoppelt. Spitzenreiter mit einem Anteil von rund 37 Prozent war die Photovoltaik, berichtet REN21. Solarunternehmen in Deutschland haben einen Erfahrungsvorsprung gesammelt, den sie jetzt auf den wachsenden Auslandsmärkten mit maßgeschneiderten Produktlösungen ausspielen können.

Ein Beispiel dafür ist das Projekt Giga-PV, das im Rahmen der Innovationsallianz Photovoltaik mit rund 3,5 Millionen Euro vom Bund gefördert wird. Im Sonnengürtel der Erde zwischen Südspanien und Südafrika scheint häufiger und intensiver die Sonne als an anderen Orten. „Ideale Voraussetzungen für solare Großkraftwerke. Wir entwickeln in unserem Verbund optimierte Lösungen für solche Großanlagen, die den oftmals außergewöhnlichen Umweltbedingungen in dieser Zone gewachsen sind“, erklärt Nick Morbach, Vice President Product & Program Management in der Division Power Plant Solutions der SMA Solar Technology AG das Entwicklungsvorhaben. Ziel ist es, Komponenten zu entwickeln, die extremer Hitze, Monsunregenfällen und Wüstenstürmen standhalten, ohne dass die Wirtschaftlichkeit der Anlagen darunter leidet. Dafür arbeiten der Wechselrichterhersteller und Systemspezialist SMA Solar Technology AG, die Hanwha Q Cells GmbH, führender Anbieter für Photovoltaik-Lösungen, die TÜV Rheinland LGA Products GmbH und die Universität Kassel eng zusammen.

Der Anteil der 148 Länder im Sonnengürtel an der global installierten Photovoltaik-Leistung ist heute noch gering. Ein Grund: Die oft geringe Wirtschaftskraft in dieser sonnenreichen Region. Doch zunehmend sind es die Schwellen- und Entwicklungsländer, die die globale Energiewende vorantreiben. Knapp die Hälfte der 2012 getätigten Investitionen in Erneuerbare Energien entfallen bereits auf sie, so der Bericht „Global Trends in Renewable Energy Investment 2013“.

In der Innovationsallianz Photovoltaik haben sich mehr als 120 renommierte Forschungsinstitute und Solarunternehmen aller Produktionsstufen mit Unterstützung des deutschen Bundesumweltministeriums und des Bundesforschungsministeriums zusammengeschlossen. Sie arbeiten an Innovationen, mit denen das Energiewendeland Deutschland von den neu entstehenden Märkten profitieren kann. 

Beschreibungen der geförderten Projekte sind auf der Internetseite www.innovationsallianz-photovoltaik.de zu finden. 

Details zum Entwicklungsvorhaben GIGA-PV

Quelle: Innovationsallianz

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Mittwoch, 11. September 2013

PV-Grossanlage für die Karibik

In der dominikanischen Provinz Monte Plata hat der deutsche Anlagenbauer WIRSOL, der auch in der Schweiz tätig ist, mit dem Bau des größten Solarparks der Karibik begonnen. Die Anlage hat ein Gesamtvolumen von 64,14 Megawatt (MW). Bis Jahresende will der Dienstleister für erneuerbare Energien die erste Phase mit 32 MW ans Netz bringen. 

"Sowohl die Bevölkerung als auch die dominikanische Regierung bringen uns aufgrund unserer langjährigen Erfahrung größtes Vertrauen entgegen", sagt WIRSOL-Vorstandsmitglied Markus Wirth. "Staatspräsident Danilo Medina Sánchez hat uns persönlich den ersten staatlichen Stromverkaufsvertrag des Landes erteilt", so Wirth weiter. Monte Plata ist der erste Solarpark der Dominikanischen Republik. Durch den starken Bevölkerungsanstieg der letzten Jahre auf über zehn Millionen Einwohner und den rasanten wirtschaftlichen Aufschwung in der Region hat sich der Strombedarf des karibischen Inselstaats drastisch erhöht. 

Auf der Dominikanischen Republik wird die Energie vornehmlich noch aus teuren fossilen Brennstoffen wie Diesel und Gas gewonnen. Für die lokale Stromversorgung stellt das solare Großkraftwerk eine kostengünstige und nachhaltige Alternative dar. Die Sonneneinstrahlung ist in der Karibik rund 50 Prozent höher als in Deutschland – dennoch wird die Sonne als Ressource dort bisher kaum genutzt. "Von Seiten der Regierung werden Projekte mit erneuerbaren Energien durch Steuervergünstigungen indirekt gefördert", erklärt der Konsul der Dominikanischen Republik in Madrid, Frank Bencosme.

Wie gewohnt wurde WIRSOL  gemäss eigenen Angaben den hohen Umweltauflagen gerecht, die europäischen Standards entsprechen. Mit der UN-Registrierung als emissionsreduzierendes Kraftwerk hat die Anlage zudem ein offizielles Gütesiegel aus Genf für eine umweltverträgliche Entwicklung erhalten. Schon nach Abschluss der ersten Bauphase können jährlich bis zu 33.000 Tonnen CO2 vermieden werden. Für das Großprojekt Monte Plata konnte das Unternehmen auf ein starkes Netzwerk an Dienstleistern in der Dominikanischen Republik zurückgreifen. Die technische Betriebsführung und weitere Projekte in der Region sollen zukünftig von der vor Ort ansässigen Tochtergesellschaft WIRSOL Caribbean ausgeführt werden. 


Quelle: Wirsol

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So geht es nicht mit PV-Förderung

Die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES fordert eine Überprüfung der Grundlagen der PV-KEV und plädiert für eine Förderpolitik, die einen nachhaltigen Photovoltaik-Zubau für alle Anlagen ermöglicht. 

Kleine Anlagen wie diese auf einer Molkerei am Fuss des Bachtels im Kanton Zürich drohen bei der Förderung künftig durch die Maschen zu fallen (Bild: Guntram Rehsche)
 
 





Die geplante starke Absenkung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) in der Energieverordnung (EnV) für die Photovoltaik erscheint der SSES viel zu weitgehend. Der Übergang von einer Vergütungsdauer von 25 Jahren auf 15 Jahren sollte verträglicher gestaltet werden. Für Investitionen soll Planungssicherheit geschaffen werden. Daher sollten die Annahmen zur Berechnung der Höhe der Ausrichtung der KEV überprüft werden.  Eine Verkürzung der KEV-Vergütungsdauer aller Technologien auf 15 Jahre bedeutet höhere Vergütungssätze und damit weniger förderbarer Strom bei gleichen vorhandenen KEV-Mitteln.  Damit die förderbare Anlagenleistung kompensiert werden kann, sollte die Verkürzung mit einer Erhöhung der KEV-Mittel verbunden werden.  

Integrierte Photovoltaik-Anlagen, welche etwas mehr kosten als angebaute Anlagen sollten weiterhin kostendeckend vergütet werden, damit dieser Anlagentyp mit hohem Potential für die Schweiz weiterhin zur Anwendung kommen kann. Die vorgeschlagene EnV KEV-Tarifberechnung greift ab für PV Anlagen ab 30 kW Leistung. Dadurch resultiert für Kleinanlagen ab 10 kW ein deutlich tieferer Vergütungssatz als nötig. Kleinere Anlagen bis 10 kW wurden kürzlich faktisch aus der KEV ausgeschlossen und sollen eine Einmalvergütung von maximal 30% Investitionshilfen erhalten, was kaum kostendeckend ist. Anlagen von 10 bis 30 kW sollen zwischen den beiden Fördersystemen wählen können.  Insgesamt lässt dies befürchten, dass zum einen der Zubau in der PV mangels Kostendeckung stark einbricht, zum andern nur noch günstigste angebaute Grossanlagen an idealen Standorten zur Ausführung kommen.

Die SSES würde einen umfassenden Ansatz in der PV-KEV begrüssen, der weiterhin einen Zubau für alle Anlagentypen,  Anlagengrössen und Standorte in der ganzen Schweiz vorsieht. Insbesondere wird der speziellen Situation der PV-Anlagen zu wenig Rechnung getragen: Oft werden sie bei anstehender Dachsanierung oder im Neubau erstellt. Viele sinnvolle Projekte können wegen der PV-Kontingentierung und unbekannter KEV-Wartefrist nicht oder nur mit beträchtlichen finanziellen Risiken realisiert werden: Die SSES vermisst  Massnahmen, welche nachhaltig Abhilfe von diesen unbefriedigenden Zuständen schaffen, die Situation deblockieren und einen schnelleren PV-Ausbau ermöglichen.


Quelle: Schweiz. Vereinigung für Sonnenenergie SSES 

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Dienstag, 10. September 2013

Grosses Potenzial in Kantonen


Die Energieversorgung der Schweiz – d.h. die Versorgung mit Strom, Wärme und Treibstoffen – wird heute nur zu 20% mit einheimischen erneuerbaren Quellen gedeckt. Neue Untersuchungen der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigen, dass viel mehr möglich ist: Der Selbstversorgungsgrad kann auf 89% gesteigert werden – innerhalb der nächsten 20 Jahre. Die SES ruft die Kantone auf, diese Chance wahrzunehmen.

Heute produzieren nur die Kantone Graubünden und Uri mehr Energie, als sie selbst verbrauchen. Bis 2035 könnten auch die Kantone Appenzell Innerrhoden, Glarus, Jura, Obwalden, Tessin und Wallis die Auszeichnung «Selbstversorger» erhalten. Uri als Spitzenreiter kann sogar fünf mal mehr Energie produzieren, als im Kanton verbraucht wird. SES-Projektleiter Felix Nipkow stellt fest: «Ländliche und strukturschwache Kantone profitieren am meisten vom energetischen Umbau.»

Dabei geht es weniger darum, die Schweiz energieautark zu machen, denn der internationale Austausch ist wichtig, um Produktions- und Nachfrageschwankungen über Ländergrenzen hinweg auszugleichen. Ein hoher Selbstversorgungsgrad aber bringt viele Vorteile: Die Versorgungssicherheit steigt dank minimierter Importabhängigkeit. Der Abfluss von Finanzmitteln ins Ausland wird verringert. Und ganz wichtig: Neue Unternehmen schaffen attraktive Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region. Bereits im Oktober 2012 hat die SES berechnet, dass durch die Energiewende schweizweit 85'000 neue Jobs geschaffen werden können.

In rund 20 Jahren kann sich die Schweiz zu 89% und damit fast vollständig mit einheimischen erneuerbaren Energien versorgen. Eine Erhöhung der Stromproduktion aus Wasserkraft ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt. «Das Potenzial ist da. Wer es heute, in Zeiten von steigenden Preisen für fossile Energieträger und dem Atomausstieg, nicht ausschöpft, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt» sagt Nipkow.

Deshalb setzt sich die SES dafür ein, dass sich die Kantone verstärkt mit einheimisch erzeugten Energien versorgen. Dafür sollten sie förderliche rechtliche Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in ihrem Kanton schaffen, sich als Vorbild und Unterstützer für die einheimische Energieversorgung engagieren und entsprechende politische Bestrebungen auf Bundesebene unterstützen.


Einheimisch – erneuerbar – effizient: Kantonaler Wirtschaftsfaktor Energiewende. Erfahren Sie mehr über das Potenzial in Ihrem Kanton: www.energiestiftung.ch/kantone.

Quelle: SES

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