Samstag, 28. September 2013

Klimawandel bleibt dramatisch

Diese Woche ist der neue Bericht des Weltklimarats (IPCC) erschienen. Er macht – wie schon der letzte Bericht 2007 – erneut auf den Ernst und die Folgen das Klimawandels aufmerksam. Die Alternative heisst: Beschleunigung der solaren Energiewende - ein Kommentar von Franz Alt.

Schmelzende Gletscher, Anstieg des Meeresspiegels, zunehmende Stürme und Überschwemmungen, extreme Wetterereignisse. Die 800 Wissenschaftler, die an dem neuen Bericht arbeiteten,  haben so gut wie keinen Zweifel mehr, dass die global steigenden Temperaturen im Wesentlichen auf das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl zurückzuführen sind. Wir verbrennen heute an einem Tag, was die Natur in einer Million Tagen an fossilen Rohstoffen angesammelt hat. Das kann nach allen Gesetzen der Natur nicht gut gehen. Der neue Bericht gibt die Erkenntnisse von 97 bis 98% aller Klimaforscher wieder.

Demnach sind vier Komponenten nahezu unstrittig:
  • Erstens: Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Die Alternative heißt: Ultimative Beschleunigung der solaren Energiewende.
  • Zweitens: Der Meeresspiegel steigt schneller als es die Wissenschaftler noch in ihrem letzten Bericht angenommen hatten. Diese früheren IPCC-Szenarien waren zu harmlos und sind überholt.
  • Drittens: Die beruhigende These, es könnte ja alles nicht so dramatisch kommen, wie bisher angenommen, kann leider nicht aufrecht erhalten werden. Es gab zuletzt zwar ein paar Jahre halb so hohe Erwärmung wie bisher befürchtet, aber der Gesamttrend des Temperaturanstiegs setzt sich fort. Vor allem die Meere heizen sich ständig weiter auf.
  • Viertens: Die These, dass sich das Klima ja schon immer verändert habe, ist richtig. Aber genau so richtig ist, dass sich in den letzten 800.000 Jahren das globale Klima noch nie so rasch und so stark nach oben verändert hat wie seit Beginn des Industriezeitalters, also seit etwa 200 Jahren. Im Mai 2013 hat die CO2-Menge in der Luft erstmals die Marke von 400 ppm (Pars pro Million) überschritten. Im Jahr 1900 lag der Anteil noch bei 280 ppm.
Die Erdgeschichte lehrt uns, dass in Folge der Erwärmung nach der letzten Eiszeit der Meeresspiegel um 100 Meter gestiegen ist. Schon der Hitzesommer 2003 hat in Westeuropa 60.000 Hitzetote gefordert.

Trotz aller Unsicherheiten darüber wie oft es künftig Hitzesommer, Dürren und Überschwemmungen geben wird, es gibt viele Gründe, den Klimawandel so rasch wie nur möglich zu begrenzen. Der jüngste IPCC-Bericht bietet keinen Grund zur Beruhigung.

Kommentare: