Dienstag, 26. Mai 2020

SES: Nur nicht zu zahm bei neuem Energiegesetz

Um Klimaziele und Netto Null Treibhausgasemissionen zu erreichen, besteht dringender Handlungsbedarf beim Ausbau erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz, so die Schweizerische Energie-Stiftung SES. Das neue Energiegesetz muss gleich lange Spiesse mit dem Ausland schaffen und die Finanzierung erneuerbarer Energien sicherstellen.

Mit den Bemühungen im Klimaschutz gewinnt der Stromsektor an Bedeutung. «Die Elektrifizierung in den Bereichen Verkehr und Gebäude wird zusätzlich zum Ersatz des Atomstroms einen Mehrbedarf an einheimischer Elektrizität schaffen», erklärt Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien bei der Schweizerische Energie-Stiftung (SES). Die Teilrevision des Energiegesetzes, welche der Bundesrat im April in die Vernehmlassung geschickt hat, bietet die Gelegenheit, den Ausbau des hierfür benötigten, klimaneutralen Stroms in Zukunft sicher zu stellen. Die SES hat die Vorlage geprüft und eine Stellungnahme mit Verbesserungsvorschlägen erarbeitet.

Ausbauziele erhöhen: Im Energiegesetz müssen insbesondere die Ausbauziele klar erhöht werden, so dass diese im Einklang mit den Klimazielen sind. Bis 2035 müssen wir die Jahresproduktion aus erneuerbaren Energien auf 70-80 Terawattstunden erhöhen. Dabei werden die Wasserkraft (heute rund 36 TWh) und die Solarenergie (heute erst 2,3 TWh) die tragende Rolle übernehmen.

Finanzierung sicherstellen: Solche Ziele erfordern ein Finanzierungsmodell, das für InvestorInnen die nötigen Anreize schafft. Denn Schweizer Stromversorger haben in den letzten Jahren vornehmlich im Ausland in erneuerbare Energien investiert. Gerade hinsichtlich der geplanten Strommarktöffnung ist diese Absicherung wichtig. Ansonsten bleiben die Investitionen aus und die Schweiz wird abhängig von Importen aus dem Ausland.

«Der Ausbau erneuerbarer Energien ist die einfachste aller Klimaschutzmassnahme», bilanziert Felix Nipkow. Ein Finanzierungsmodell ist langfristig auszugestalten im Sinne der Ausbauziele. Die zeitlichen und finanziellen Beschränkungen sind aufzuheben, so dass Investitionen in den Schweizer Kraftwerkpark langfristig gesichert sind. «Das bringt Unabhängigkeit von Importen, schafft Arbeitsplätze und stärkt die Versorgungssicherheit», so Nipkow weiter.

Umwelt- und naturverträglich ausbauen: Damit der Ausbau umweltverträglich vonstatten geht, sollen diejenigen Technologien, Flächen und Standorte bevorzugt und optimal genutzt werden, die Mensch und Umwelt am wenigsten beeinträchtigen. Die umweltverträglichste und gesellschaftlich am besten akzeptierte Technologie ist glücklicherweise diejenige mit dem höchsten Potenzial und den geringsten Kosten: Photovoltaik. Doch in der Revisionsvorlage fehlen Instrumente für eine Flächen- und Standortvorratspolitik, die die Aktivierung der nötigen Flächen selbst bei ausreichender Finanzierung sicherstellt.

Energieeffizienz stärken: Mindestens so wichtig wie der Ausbau sind ambitionierte Ziele zu einer Senkung des Energieverbrauchs und dazugehörige Massnahmen. Dieser Aspekt fehlt im bisherigen Vorschlag komplett. Die SES schlägt Modelle und Verbesserungen bestehender Instrumente vor, wie mehr Energieeffizienz erreicht werden kann. So sollen z.B. die wettbewerblichen Ausschreibungen schlagkräftiger werden, damit mehr Effizienzprojekte zum Zuge kommen und finanziert werden können.

» SES-Stellungnahme zur Teilrevision des Energiegesetzes (PDF)
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Energiepolitischer Hintergrund
Am 3. April hat der Bundesrat die Vernehmlassung zum Energiegesetz (EnG) gestartet. Nach dem CO2-Gesetz ist dies die derzeit wichtigste klima- und energiepolitische Vorlage auf Bundesebene. Der Bundesrat nimmt damit einen zweiten Anlauf für das 2. Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050. Diese gibt vor, dass die Schweiz auf eine nachhaltige Energieversorgung ohne Atomstrom umschwenkt. Ein erster Vorschlag für ein 2. Massnahmenpaket auf Basis eines Lenkungssystems wurde 2017 vom Parlament abgelehnt.

Weitergehende Massnahmen im Energiesektor werden notwendig aufgrund der Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris und dem Entscheid des Bundesrats, 2050 Netto Null Treibhausgasemissionen erreichen zu wollen. Fokussiert das CO2-Gesetz vor allem auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen, soll das EnG die Substitution fossiler Brenn- und Treibstoffe auf klimafreundliche Energieträger voranbringen. Eine Hauptrolle kommt dabei Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu.


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Montag, 25. Mai 2020

Klimastreik: Jetzt muss eine Solarpflicht her

Die Aktivist*innen des Schweizer Klimastreiks haben am Montag in einer Video-Medienkonferenz einen Krisenaktionsplan lanciert. Neben Massnahmen in den verschiedensten klimarelevanten Bereichen steht zuoberst auf der Liste eine Solarpflicht für Alle und Jeden. Aber gemäss den Initiant*innen geht es um ein Zusammenspiel verschiedenster Massnahmen - die ja immer wieder von den Klimaktivist*innen eingefordert wurden.

Nun liefern sie - zuerst ein Überblick zu einigen der im Krisenaktionsplan erhobenen Forderungen: 
  • Flugverbot innerhalb Europa
  • Autofreie Städte, (natürlich mit Ausnahmen) - Luftqualität ist zentrales Anliegen
  • Alle Unternehmen sollen bis 2030 einen Plan für Netto Null Emissionen vorweisen
  • Ausbau Erneuerbarer Energien in nie dagewesener Intensität - Solarpflicht und Finanzierungsoptionen für diesen Ausbau
  • Ökologische Alternativen für Arbeit - bei gleichem Lohn weniger Arbeiten - Reduktion auf 32h / 4 Arbeitstage pro Woche, finanziert über Rückverteilung der Produktivitätsgewinne
  • Agroindustrie hatte bislang immer Priorität, Krise unterstreicht Notwendigkeit - Verbot der Massentierhaltung und vollständige Umstellung auf ökologische Produktion
Im Text des Krisenplans steht eine Solarpflicht zuoberst, was Klimaaktivistin Lena Bühler (im Bild) nicht als Setzen einer Priorität verstanden wissen will. Vielmehr mache erst das Zusammenspiel aller vorgeschlagenen Massnahmen Sinn. Weiter heisst es im Plan: «Eine Solarpflicht muss eingeführt werden, damit jedes geeignete Hausdach innerhalb von zehn Jahren mit Photovoltaik oder Solarthermie ausgestattet werden kann, wenn ihre Dächer gemäss Sonnendach.ch eine mittlere, gute oder sehr gute Eignung aufweisen. Die Kapazität der Anlage muss an die Grösse des Daches und nicht an den eigenen Strombedarf angepasst werden. Der Bau von Anlagen wird finanziell unterstützt. Zur Verbesserung der Finanzierungsinstrumente für verschiedene Massnahmen sollen eine demokratisch geführte Klimabank bzw. ein Klimafonds geschaffen werden.»

Mehr Informationen unter: 

© Text und Bild (Screenshot): GuntramRehsche / Solarmedia

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Samstag, 23. Mai 2020

Über Vielfalt der Agro-Solarstrom-Erzeugung

Der Bundesverband Photovoltaic Austria präsentiert in einer Broschüre neue Nutzungskonzepte von Solarstromflächen in der Landwirtschaft.

© citysolar -| Mit Klick vergrössern !
Beschränkte sich Photovoltaik-Nutzung lange Zeit ausschließlich auf Dachflächen, ist sie mittlerweile der Allrounder der erneuerbaren Energie geworden. Diese Vielfalt zeigt sich besonders auch in den unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft. Sonnenstrom kann hier neben dem Einsatz auf Gebäuden, Stallungen oder Gewächshäusern auch auf geeigneten landwirtschaftlichen Flächen realisiert werden. "Wir freuen uns, nun die neue Informations-Broschüre "Photovoltaik-Nutzung in der Landwirtschaft" u diesem zukunftsgerichteten Thema zu präsentieren. Durch die Doppelnutzung von Flächen für Photovoltaik und Landwirtschaft kann beispielsweise dem Druck auf die zunehmende Flächenknappheit und -versiegelung entgegengewirkt, aber auch Wasserverbrauch und Verdunstung können durch die teilweise Überdachung durch die Module reduziert werden. Darüber hinaus kann auch die Biodiversität gefördert werden, um nur einige Vorteile dieses Konzepts der Doppelnutzung hervorzuheben", freut sich Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria.
 
Das Beste aus beiden Welten: Eine kürzlich präsentierte Studie von Oesterreichs Energie zeigt auf, dass vor allem Flächen abseits von Gebäuden großes Potential für die Sonnenstromproduktion bieten. Dabei schafft die Doppelnutzung von geeigneten Freiflächen auch zur Stromproduktion - auch Agro-Photovoltaik genannt - neue Möglichkeiten, die Flächen optimal zu nutzen und das gänzlich ohne Versiegelung der darunter liegenden Fläche. Die nun erschienene Broschüre des Bundesverbands Photovoltaic Austria zeigt die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten anschaulich auf. So hängt die Umsetzung der PV-Anlage unter anderem von der Landnutzung, den vorherrschenden Bodenbedingungen, der geplanten elektrischen Energieerzeugung, aber auch von den Bedürfnissen der Pflanzen bzw. Tiere ab. Hier kann die PV-Anlage flexibel angepasst werden, damit sowohl für die landwirtschaftliche Produktion als auch für die Sonnenstromproduktion das Optimum ermöglicht wird - und somit das Beste aus beiden Welten möglich ist.

Mit der neuen Broschüre und der darin vorgestellten umfangreichen sowie spannenden Anwendungsmöglichkeiten, zeigt der Bundesverband Photovoltaic Austria das Potential der Sonnenstromproduktion in der Landwirtschaft auf. Die Broschüre ist digital sowie als Druckversion unter www.pvaustria.at/pvdoppelnutzenlw erhältlich.

Quelle:   Bundesverband Photovoltaic Austria 2020

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Mittwoch, 20. Mai 2020

Schweiz abgeschlagen

Bei der Produktion von Solar- und Windstrom liegt die Schweiz im europäischen Vergleich auf den hintersten Rängen. Um das Ziel des Bundesrats – Netto Null Treibhausgasemis-sionen bis 2050 – zu erreichen, besteht dringender Handlungsbedarf. Das neue Energiegesetz muss gleich lange Spiesse mit dem Ausland schaffen und die Finanzierung erneuerbarer Energien sicherstellen.

In einer Kurzstudie hat die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) die Pro-Kopf-Produktion von Sonnen- und Windenergie in der Schweiz und den 28 Staaten der Europäischen Union verglichen. Die Schweiz konnte gegenüber dem letzten Jahr einen Rang gut machen und landet auf Platz 24, knapp vor Tschechien, Ungarn, Slowenien, der Slowakei und Lettland. Im Vergleich mit den neun umliegenden Ländern (siehe Grafik) landet die Schweiz auf dem vorletzten Platz. Nur 4.2% des Stromverbrauchs werden hierzulande mit den beiden erneuerbaren Technologien erzeugt – in Dänemark sind es über 50%, in Deutschland 33%.



An der Spitze der Liste stehen seit Jahren nordeuropäische Länder: Dänemark, Deutschland und Schweden produzieren alle ein Vielfaches an Windenergie im Vergleich zur Schweiz. Betrachtet man ausschliesslich die Photovoltaik, liegt die Schweiz immerhin auf Rang 7. Wir werden hier von Deutschland, Malta, Italien, Belgien, Griechenland und den Niederlanden, also teilweise auch von nördlicheren Ländern mit weniger Sonneneinstrahlung geschlagen.

Klimaziele in Gefahr: Die Schweiz täte gut daran, bei der Solar- und Windkraft aufzuholen. Mit den Bemühungen im Klimaschutz gewinnt der Stromsektor an Bedeutung. «Die Elektrifizierung in den Bereichen Verkehr und Gebäude wird zusätzlich zum Ersatz des Atomstroms einen Mehrbedarf an einheimischer Elektrizität schaffen», erklärt Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien. Die Teilrevision des Energiegesetzes, die Bundesrätin Sommaruga im April in die Vernehmlassung geschickt hat, bietet die Gelegenheit, den notwendigen Rahmen für das Erreichen des Netto Null-Ziels zu setzen.

Aus Sicht der SES ist ein zweites Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 fällig. Felix Nipkow führt aus: «Im Energiegesetz müssen insbesondere die Ausbauziele klar erhöht werden, so dass diese im Einklang mit den Klimazielen sind. Bis 2035 müssen wir die Jahresproduktion aus erneuerbaren Energien auf 70 bis 80 Terawattstunden (TWh) erhöhen.» Heute stammen bereits rund 36 TWh aus Wasserkraft. Die übrige Energie müssen neue erneuerbare liefern. Solche Ziele erfordern ein Finanzierungsmodell, das für InvestorInnen die nötigen Anreize schafft. Denn Schweizer Stromversorger haben in den letzten Jahren vornehmlich im Ausland in erneuerbare Energien investiert. Auch sie beklagen die schlechten Investitionsbedingungen in der Schweiz. Und gerade hinsichtlich der geplanten Strommarktöffnung ist diese Absicherung wichtig. Ansonsten bleiben die Investitionen aus und die Schweiz wird abhängig von Importen aus dem Ausland. «Der Ausbau erneuerbarer Energien ist die einfachste aller Klimaschutzmassnahme. Nutzen wir, was wir haben: Sonne, Wind und Wasser – und unsere Köpfe», bilanziert Felix Nipkow.

» Download Grafik «Ländervergleich 2019» (pdf)
» Download Kurzstudie «Ländervergleich 2019» (pdf)
Weitere Informationen
Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien
Tel.: 044 275 21 28
Mobile: 077 413 24 31
Mail: felix.nipkow@energiestiftung.ch
Twitter: @FelixNipkow

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Energiepolitischer Hintergrund
Am 3. April hat der Bundesrat die Vernehmlassung zum Energiegesetz (EnG) gestartet. Nach dem CO2-Gesetz ist dies die derzeit wichtigste klima- und energiepolitische Vorlage auf Bundesebene. Der Bundesrat nimmt damit einen zweiten Anlauf für das 2. Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050. Diese gibt vor, dass die Schweiz auf eine nachhaltige Energieversorgung ohne Atomstrom umschwenkt. Ein erster Vorschlag für ein 2. Massnahmenpaket auf Basis eines Lenkungssystems wurde 2017 vom Parlament abgelehnt.

Weitergehende Massnahmen im Energiesektor werden notwendig aufgrund der Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris und dem Entscheid des Bundesrats, 2050 Netto Null Treibhausgasemissionen erreichen zu wollen. Fokussiert das CO2-Gesetz vor allem auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen, soll das EnG die Substitution fossiler Brenn- und Treibstoffe auf klimafreundliche Energieträger voranbringen. Eine Hauptrolle kommt dabei Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu.


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Montag, 18. Mai 2020

Schau wieder mal bei Twitter vorbei, es lohnt !

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Kurz und prägnant informiert über Twitter: Solarmedia ist auch dort aktiv! Einfach auf den Twitter-Button der Solarmedia-Site drücken (Spalte links oben) oder direkt hier: www.twitter.com/rehsche. Wer selbst  twittern möchte, geht zur Einstiegssite www.twitter.com und meldet sich dort an (kostenfrei und ohne weitere Verpflichtungen). Unter #es2050 spielt sich eine dauerhaft heftige Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Energiestrategie 2050 ab. Dort kann man seine Favoriten kennzeichnen und diesen zu mehr Publizität verhelfen. Und immer ist die Solarmedia-Site präsent mit neuesten Meldungen aus der Solarbranche - etwa dieser: Die Berner Kraftwerke BKW erachten eine Energiewende auf der Grundlage des Zubaus grosser Solarkapazitäten finanziell für stemmbar ! 

© Text und Bild: GuntramRehsche / Solarmedia

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Samstag, 16. Mai 2020

Auf und Ab geht auch bei Solaraktien weiter


Der Solaraktienindex PPVX fiel letzte Woche um 2,2% auf 1.551, der NYSE Arca Oil um 8,0%. Er liegt mit +5,4% seit Jahresanfang 2020 währungsbereinigt rund 46 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex NYSE Arca Oil (-40,2%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind Enphase Energy(+123%), Scatec Solar(+39%) und West Holdings(+29%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 43,0 Mrd. Euro. Die grössten Gewinner der Woche waren Neoen SA(+9%) und Azur Power Global (+4%), die grössten Verlierer SunPower(-18%) und SMA Solar Technology AG (-16%). Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+451%) rund 392 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +59%).

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Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu

Quelle: oeko-invest.net 

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Freitag, 15. Mai 2020

Aktuell: Tage der Sonne


Die Tage der Sonne finden trotz Corona statt - bis zum 20.Mai! Informationen und weitere Angaben für die Anmeldung zu bestimmten Anlässen finden sich in den entsprechenden Einträgen im Veranstaltungskalender. Bei Unklarheiten, können Sie die  Initiant*innen jederzeit kontaktieren. Für Veranstaltende stehen hier Ideen und Alternativen für die aktuelle Situation zur Verfügung.

Ein paar Tipps für Spezielles:
  • Bereits zum 3. Mal organisiert die Stadt Bern gemeinsam mit der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenrgie SSES den grossen Leuchtturm-Event im Rahmen der Tage der Sonne. Aufgrund der besonderen Lage rund um Covid-19 musste der Anlass vom 15./16. Mai 2020 schweren Herzens in der geplanten Form abgesagt werden. Anschliessend wurden Ideen gesammelt und ein Konzept entwickelt, wie […] 
  • Online-Podiumsgespräch - Energiewende nach Corona mit: Ruedi Meier: Dr.oec.publ.,Präsident energie-wende-ja, Co-Autor Studie Impulsprogramm 2020/2030 Marionna Schlatter: Soziologin, Nationalrätin Grüne Niklaus Haller: Dr. MSc. ETH Architekt SIA, stv. Geschäftsführer BS2 AG (Entwicklung von Gebäudetechnik-Komponenten für den CO2-freien Betrieb von Immobilien) Pascal Angehrn: Designer FH / VSI.ASAI, Mitglied der Geschäftsleitung baubüro in situ Zürich (Umbauten, Arealumnutzungen, Holzbau, Kreislaufwirtschaft) Moderation: Bernhard Schneider, Schneider Communications AG Corona verdrängt kurzfristig […]
  • Fröhlicher Küsnachter Sonnen-Wettbewerb Freitag, 15.05.2020 @ Ganztägigie Corona-Krise zeigt uns die internationalen Abhängigkeiten hautnah! Auch in der Energieversorgung ist ein hoher Eigenversorgungsgrad wichtig. Deshalb organisiert Genossenschaft Solarenergie Zürisee mit Unterstützung der Werke am Zürichsee einen fröhlichen Wettbewerb zur Sonnenenergie. Es winken sieben tolle Preise von der Solarlampe bis zum Solarkraftwerk! Mit der Beantwortung der drei Fragen wissen Sie, welcher Ihrer Nachbarn...
  • Zeitschrift „Erneuerbare Energien“ gratis lesen - Während den Tagen der Sonne vom 15. bis zum 24. Mai bietet die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie ihre Publikation „Erneuerbare Energien“ 2/20 gratis zum download an. Wir wollen damit alle ermuntern, sich auch während den Tagen der Sonne mit dem Thema Energiewende und Klimaneutralität auseinander zu setzen. Inhaltlich setzt sich die Ausgabe mit folgenden Schwerpunkten […]

Das weitere Programm >>> hier!

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Donnerstag, 7. Mai 2020

Wir haben den Impfstoff !

Franz Alt bei TV-Auftritt auf
Transparenz.tv
Wir leben im Zeitalter von zwei Pandemien: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat im März 2020 die Corona-Epidemie zur Pandemie erklärt. Seither suchen Wissenschaftler auf der ganzen Welt nach einem Impfstoff, der die Rettung vor dem Virus bringen soll. Ein Kommentar des deutschen Energiepublizisten Franz Alt.

Die erste große Umweltkonferenz in Rio 1992 hat den Klimawandel zwar nicht Pandemie genannt, aber ihn praktisch in seither 15 Weltklimakonferenzen zur fossilen Pandemie erklärt. Die deutsche Bundeskanzlerin und UN-Generalsekretär Guterres übereinstimmend: "Die Klimafrage ist die Überlebensfrage der Menschheit." Die aktuelle Coronakrise wird 2020 wahrscheinlich Zehntausende Tote fordern, aber die Klimaerhitzung und Luftschadstoffe fordern Jahr für Jahr Millionen Tote.

Jetzt kann man ständig hören: In der Coronakrise macht der Klimawandel keine Pause. Richtig! Wir verbrennen heute an einem Tag global so viel fossile Rohstoffe, also Kohle, Gas, Öl, Benzin und Diesel, wie die Natur in einer Million Tagen angesammelt hat. Wir benehmen uns wie Pyromanen und verstoßen dabei im Verhältnis eins zu einer Million Mal gegen Naturgesetze, obwohl wir auf jeder Weltklimakonferenz hören, dass wir lernen müssen, nachhaltig zu wirtschaften. Das mag eine Zeitlang gut gehen, aber nicht auf Dauer.

Der nächste Dürresommer kündigt sich über Waldbrände bereits an - der dritte in Folge. Aber schon vor 28 Jahren hat die Weltgemeinschaft in Rio beschlossen, auf den Impfstoff Erneuerbare Energien zu setzen, also auf klimafreundliche Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Der Deutsche Bundestag hat daraus die Konsequenz gezogen und im Jahr 2.000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen. Es wurde so erfolgreich und überzeugend, dass knapp hundert Regierungen dieses Gesetz in seiner Intention übernommen haben.

EEG heißt: Du bekommst einen ökonomischen Anreiz, wenn du auf Öko-Energie umsteigst. Deutschland produziert im Frühjahr 2020 immerhin 52% seines Stroms erneuerbar. Der Impfstoff zeigt erste positive Wirkungen. Freilich noch viel zu wenige. Noch steigen weltweit die Treibhausgase - erst in der Zeit der neuen Corona-Pandemie sinken sie erstmals leicht, weil Flugzeuge am Boden bleiben, Fabriken geschlossen sind und weniger Autos fahren.

Die Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung sagen uns, dass wir das Tempo des Umstiegs auf erneuerbare Energien beschleunigt müssen. Denn das CO2-Budget, das wir noch haben, um das Paris-Ziel von höchstens zwei Grad zusätzlicher Erwärmung zu erreichen, ist spätestens 2030 oder 2035 aufgebraucht. Also in zehn oder spätestens 15 Jahren erreichen wir "Kipp-Punkte" der Klimaerhitzung, nach denen das bisher Menschen- und lebensfreundliche Klima nicht mehr zu retten sein wird. Afrika werde dann auf Dauer in weiten Teilen unbewohnbar und  Europa werde klimatisch Afrika. Also müssen wir die Dosis des Impfstoffs gegen die Klimaerhitzung erhöhen.

Das heißt in Deutschland: Nicht nur die Stromwende, sondern auch die Verkehrs-, die Wärme- und die Landwirtschaftswende organisieren, um unseren Beitrag zur Stabilisierung des Weltklimas zu leisten. Die Techniken hierfür sind alle vorhanden. Es gibt keinen Grund, die Energiewende aufzuschieben. Die Bundesregierung, die EU und weitere Industriestaaten wie die USA, Japan oder auch China wollen nach der Corona-Krise mit vielen Milliarden-Investitionen die Wirtschaft wieder anschieben. Wenn wir diese Riesensummen in eine grüne Wirtschaft und in den Umstieg auf klimafreundliche Energieträger investieren, erreichen wir einen mehrfachen Erfolg: Wir nutzen den Impfstoff gegen die fossile Pandemie und stabilisieren das Klima, wir schaffen Millionen neue Arbeitsplätze, was nach der Rezession durch Corona dringend nötig sein wird und wir bekommen preiswerte Energie. Denn Sonne und Wind schicken keine Rechnung.

Schon heute sind Solar- und Windstrom deshalb in den meisten Ländern der Welt die billigste Energiequelle. Das hat die Internationale Agentur für Erneuerbare Energie (IRENA) soeben berechnet. Zugleich gab sie bekannt, dass seit dem Jahr 2.000 weltweit elf Millionen neue Jobs durch erneuerbare Energien entstanden sind und über 40 Millionen geschaffen werden können. Die EU will unter Ursula von der Leyen einen Green Deal organisieren.

Albert Einstein hat schon 1915 den Physik Nobelpreis für die Erklärung des photovoltaischen Effekts erhalten. Worauf warten wir im Jahr 2020 eigentlich noch? Die Sonne schickt uns theoretisch 10.000 Mal mehr Energie als die Menschheit heute verbraucht. Es gibt von Natur aus kein Energieproblem. Aber in Deutschland haben in diesem Frühjahr noch immer 90% der Dächer keine Solaranlagen. Sie stehen energetisch völlig umsonst in der Gegend herum. Stattdessen holen wir für viel Geld Öl aus Arabien, Gas aus Sibirien und Kohle aus Australien hierher und belasten damit die Umwelt. Das ist weder ökonomisch sinnvoll noch ökologisch vertretbar, wenn die Sonne auch hierzulande kostenlos  auf jedes Dach scheint.

In diesen Tagen hat Grünen-Chef Robert Habeck in der "Zeit" geschrieben: "Für den Klimawandel gibt es keinen Impfstoff". Da irrt er sich. Die Grünen sollten nicht hinter ihr eigenes Diskussions-Niveau vor der Corona-Pandemie zurückfallen. Hermann Scheer, einer der Väter des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, hat in seinem letzten Buch sinngemäß geschrieben: Wir haben unendlich viel erneuerbare Energien, aber nicht unendlich viel Zeit für den Umstieg auf erneuerbare Energien. Ein ökologisches Wirtschaftswunder ist jetzt möglich. Auf den Impfstoff gegen das Corona-Virus müssen wir vielleicht noch ein Jahr warten, sagen die Wissenschaftler. Der "Impfstoff" gegen die Klimaerhitzung ist längst bekannt. Wir sollten ihn endlich auch intensiver einsetzen.

Quelle:   Franz Alt 2020

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Mittwoch, 6. Mai 2020

Fassaden-Solaranlage in Wallisellen bei Zürich


Die K3 Immobilien AG und die werke versorgung wallisellen ag (die werke) haben die gemäss einer Medienmitteilung ertragsreichste Fassaden-Solaranlage Europas in Betrieb genommen. Zusammen mit einem biogasbetriebenen Blockheizkraftwerk versorgt sich der Gewerbepark «K3 Handwerkcity» zum grössten Teil selbst mit Strom. Das wegweisende Energiekonzept hat Signalkraft für die Schweizer Energiewende und wird von der Empa wissenschaftlich begleitet. 

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2'100 Solarpanels von der Fläche eines Fussballfeldes kleiden den Walliseller Gewerbepark «K3 Handwerkcity» rundherum ein. Die Solaranlage erzeugt mit einer installierten Leistung von 663 Kilowattpeak jährlich etwa 400'000 Kilowattstunden erneuerbaren Strom. Das ist neuer europäischer Rekord bei den Fassadenanlagen. Die produzierte Energie dient vorrangig dem Eigenbedarf und entspricht in etwa dem jährlichen Strombedarf von 100 Haushalten oder 200 Elektroautos.

Die 3’900 Quadratmeter grosse Solaranlage an den Fassaden und auf dem Dach des Gewerbeparks gehört auch zu den grössten gebäudeintegrierten Solaranlagen der Welt. Sie prägt nicht nur die Bauform und Optik des Gebäudes, sondern ist auch das Herzstück einer neuartigen Gerätekombination, die der verantwortliche Energiecontractor die werke zur Energiegewinnung und -bereitstellung geschaffen hat. Die Solaranlage deckt den erwarteten Strombedarf des Gewerbeparks über das ganze Jahr vollständig ab. Der Solarstrom treibt auch eine Wärmepumpe an, die für Wärme und Kälte sorgt. Ergänzend liefert ein hauseigenes, biogasbetriebenes Blockheizkraftwerk in der kalten Jahreszeit einerseits Wärme und andererseits sehr wertvollen Winterstrom. Alle Komponenten sind ausgeklügelt aufeinander abgestimmt und sorgen für eine hohe Autarkie des Gewerbebaus. «Wir sehen erneuerbares Gas als Teil der Lösung der Energiezukunft», erklärt Markus Keller, Geschäftsführer von die werke, den Zweck des Blockheizkraftwerkes. «Mit diesem Versorgungskonzept übernimmt die K3 Handwerkcity eine Vorreiterrolle im Bereich der Energie-Innovationen.» Allein die Solaranlage spart gegenüber einer konventionellen Energieproduktion 140 Tonnen CO2 pro Jahr ein.
 
Der Neubau fusst auf den visionären Ideen der Initianten. «Wir wollten einen innovativen und flexibel nutzbaren Gewerbepark – mit einem Maximum an Ökologie und Ökonomie», erläutert Dieter Stutz, Verwaltungsrat der Bauherrin K3 Immobilien AG. Die werke brachten daraufhin das innovative Energiekonzept ein, um einen wichtigen Meilenstein für die lokale Energiewende zu erreichen. Der Neubau illustriert, wie der neuste Stand der Solartechnik und -architektur ästhetische und ökonomische Anforderungen gleichermassen erfüllt. Für die Schweizer Energiestrategie soll das Walliseller Rekordprojekt Signalkraft haben.

Rund 1.5 Millionen Franken investieren die werke allein in die Energiekomponenten und die Datenverarbeitung. Das Innovationsprojekt wird vom Forschungs-, Entwicklungs- und Förderungsfonds der Schweizerischen Gasindustrie (FOGA) unterstützt. Ein gewichtiger Faktor einer nachhaltigen Energiezukunft ist es, erneuerbare Energie im Gebäude oder im Quartier lokal zu produzieren und zu nutzen. Deshalb interessiert die hohe Eigenversorgung des Gewerbeparks auch die Wissenschaft. Das Projekt wird von der Empa wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, den Gewerbepark gemeinsam so ökologisch und so autark wie möglich zu betreiben. Die Empa erforscht insbesondere, wie überschüssiger Solarstrom für eine autarke Energieversorgung gespeichert werden kann und im Zusammenspiel mit Gas eine ökologischere Energiewirtschaft erreicht werden kann.

Quelle:  diewerke.ch

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Montag, 4. Mai 2020

Energiepartner der Sonne: Schweizer Wasserkraft

Am 1. Januar 2020 waren in der Schweiz 674 Wasserkraft-Zentralen mit einer Leistung grösser 300 kW in Betrieb (1.1.2019: 658 Anlagen). Die maximale mögliche Leistung ab Generator hat gegenüber dem Vorjahr um 30 MW zugenommen. Der grösste Anteil der Zunahme erfolgte aufgrund mehreren neu in Betrieb gesetzten Kraftwerken und Erneuerungen. 
 
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Die in etwa erwartete Energieproduktion der in der Statistik der Wasserkraft geführten Kraftwerke ≥ 300 kW stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 118 GWh/a auf rund 36’567 GWh/a (Vorjahr: 36’449 GWh/a). Die Kantone mit der grössten Produktionserwartung sind das Wallis mit 9‘765 GWh/a (26,7%), Graubünden mit 7’950 GWh/a (21,7%), Tessin mit 3’566 GWh/a (9,7%) und Bern 3’336 GWh/a (9,1%).

Gemäss dem geltenden Energiegesetz soll die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion bis 2035 auf 37‘400 GWh ansteigen (Richtwert). Die Entwicklung wird im Rahmen des «Monitoring Energiestrategie 2050» beobachtet. Das Monitoring stützt sich auf die vorliegende Statistik der Wasserkraft. Für das Monitoring wird jedoch von der erwarteten Energieproduktion gemäss Statistik der wirkungsgradbereinigte Verbrauch der Zubringerpumpen abgezogen und danach die effektive Produktion der kleineren Wasserkraftwerke < 300 kW addiert (die effektive Produktion der Wasserkraftwerke < 300 kW nahm 2019 um 33 GWh/a zu). Für das Monitoring ergibt sich damit für 2019 eine durchschnittliche inländische Produktion von 36’137 GWh/a (+ 151 GWh/a gegenüber dem Vorjahr).

Mit Wasserkraft werden rund 57% des inländischen Stroms erzeugt. Mit der Storymap des BFE wird die Statistik der Wasserkraft auf spielerische Art zugänglich gemacht. Sie visualisiert die Wasserkraftanlagen mit einer Leistung grösser als 300 kW gemäss ihrer Bedeutung für die Stromproduktion und zeigt, wo sie sich befinden und durch welche Zuflüsse sie gespeist werden.

Die Bedeutung der Energiespeicherung für die Versorgungssicherheit nimmt zu. Wasserkraftwerke spielen dabei eine wesentliche Rolle für die Schweiz. Die Storymap des BFE zur speicherbaren Wasserkraft veranschaulicht, welche Anlagen in der Schweiz wie stark zur Speicherung beitragen und wie der jeweilige Speicheranteil im Verhältnis zur Gesamtproduktion aussieht.



Herausgeber
Bundesamt für Energie
http://www.bfe.admin.ch

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Sonntag, 26. April 2020

7 Gründe wider AKW

Auch noch ein Problem: Derzeit
brennt es rund um die
Reaktorruine!
Am 27. April jährte sich zum 34sten Mal die Atomkatastrophe von Tschernobyl. Abgesehen vom unendlichen menschlichen Leid (je nach uellen erforderte der Unfall 4000 bis mehrere Millionen Menschenleben) waren auch die Schäden wirtschaftlicher Art immens. Greenpeace Energy bezifferte sie unlängst mit 654 Milliarden Euro. Aber noch immer gibt es Ewig-Gestrige, die gerade jetzt die Zeit für neue Atomanlagen gekommen sehen. Ihnen seien die folgenden sieben Argumente entgegen gehalten (ursprünglich zusammengestellt von Mark Z. Jacobson - siehe Quelle).

1. Lange Zeit zwischen Planung und Fertigstellung: Da braucht es wenig theoretische Erläuterungen, sondern den Blick auf die Realitäten: In Westeuropa sind derzeit nur deren zwei AKW im Bau, sie weisen enorme zeitliche Verzögerungen auf - wie etwa der neue Reaktor im finnischen Olkiluoto, dessen Bau im Jahr 2000 beschlossen wurde. 2009 begann er dann und unterdessen beträgt die Verspätung zehn Jahre - nur vielleicht wird der Reaktor noch in diesem Jahr in Betrieb gesetzt. Ein ähnliches Schicksal hat das britische Vorhaben Hinkley Point zu gewärtigen. Und selbst in China benötigten neu gestartete AKW von Planungsbeginn an beinahe 20 Jahre!

2.  Kosten überschiessen um ein X-faches: Auch das illustriert Olkiluoto. Interessant sind aber vor allem die Konkurrenzvergleiche mit anderen Energiequellen. Denn unterdessen zeigt sich, dass Atomenergie unter heutigen Gegebenheiten mehr als dreimal so teuer zu stehen kommt als Wind- oder Solarenergie (Produktionskosten pro Kilowattstunde Energie). 

3. Risiken des militärischen Missbrauchs: Das ist immer wieder die Blackbox des AKW-Baus. Und gleichzeitig wohl die Erklärung, warum trotz der Kosten überhaupt weiterhin gebaut wird - denn die radioaktiven Abfälle dürften in manchen Fällen für die Atomwaffenproduktion ihr Geld wert sein. Die Gefahr, illegaler Urananreicherung auch in Staaten ohne Atomwaffenproduktion ist auf jeden Fall nicht von der Hand zu weisen.

4. Kernschmelzen drohen immer wieder: Eine Zusammenstellung bisheriger Ereignisse dieser Art kommt auf deren vier (noch ohne das schweizerische Luçens). Neuere Reaktortypen sollen diesbezüglich sicherer sein - der Beweis ist aber noch nicht erbracht. 

5. Gefährlicher Abbau von Uranium: Gern geht vergessen, welch hohe Gefahren der für die AKW's nötige Abbau des Rohstoffs Uranium mit sich bringt. Kein Wunder, denn er findet in abgelegenen und unkontrollierten Orten statt und dürfte etwa im afrikanischen Niger höchst problematisch sein. Es ist auf jeden Fall Sand in die Augen gestreut, wenn ein Land wie die Schweiz bei der Suche nach Energieunabhängigkeit ausgerechnet auf diesen Rohstoff setzen würde, der uns in vielerlei Hinsicht vielleicht mal noch um die Ohren fliegt. 

6. CO2-Freiheit ist eine Chimäre! Im Rahmen der Klimadiskussion wird ja gern auf die vermeintliche CO2-Freiheit des Atomstroms verwiesen. Das ist schlicht und einfach falsch: Neuere Studien zeigen einen richtig berechneten CO2-Gehalt von Atomstrom von 78 bis 178 Gramm pro Kilowattstunde auf. Das ist dann sehr viel höher als jener von Windstrom und bereits auch höher als von Solarstrom, der diesbezüglich ständige Fortschritte realisiert. Zudem bringt die Atomstromproduktion ja weitere Schadstoffe mit sich.

7. Das Abfallrisiko ist unermesslich: Die Schadstoffproduktion hält zudem an, auch wenn ein AKW dereinst still gelegt wird (auch mit nicht abschätzbaren Kosten). Das ist wohl überhaupt das grösste Problem der Atomenergie - dass wir mit ihr ein Erbe hinterlassen, das unermesslichen Schaden anrichten kann!

Quellen:
- iwr.dehttps://www.iwr.de/news.php?id=36708
- leonardodicaprio.org

Dienstag, 21. April 2020

100 Prozent erneuerbar ist weltweit möglich

Die neue Studie der Energy Watch Group und LUT University skizziert als erste ihrer Art ein 1,5°C Szenario mit einem kostengünstigen, sektorenübergreifenden und auf hoher Technologievielfalt beruhenden globalen 100% Erneuerbare-Energien-System, welches ohne negative CO2-Emissionstechnologien auskommt. 

Die wissenschaftliche Modellierungsstudie simuliert eine vollständige weltweite Energiewende in den Bereichen Strom, Wärme, Verkehr und Meerwasserentsalzung bis 2050. Sie basiert auf viereinhalb Jahren Forschung und Analysen von Datenerfassungen und technischen und finanziellen Modellierungen durch 14 Wissenschaftler. Dadurch wird bewiesen, dass die Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien mit dem heutigen, konventionellen fossil-nuklearen System wirtschaftlich konkurrenzfähig ist und die Treibhausgasemissionen im Energiesystem noch vor 2050 auf Null reduziert werden. 

„Der Bericht bestätigt, dass eine Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien in allen Sektoren möglich und nicht teurer ist als das heutige Energiesystem", sagte Hans-Josef Fell, ehemaliger Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Präsident der Energy Watch Group, im Vorfeld der Veröffentlichung. „Es wird gezeigt, dass die ganze Welt auf ein emissionsfreies Energiesystem umstellen kann. Deshalb können und sollten alle politischen Kräfte weltweit viel mehr für den Klimaschutz tun als derzeit anvisiert.“ Dank des erarbeiteten Modells und der umfangreichen vorhandenen Datenbasis können EWG und LUT nun auch nationale Pläne für den Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien entwickeln, die genau auf den jeweiligen Kontext der einzelnen Länder zugeschnitten sind, so Fell weiter.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass in allen Ländern die aktuellen Ziele des Pariser Klimaabkommens beschleunigt werden können und sollten", sagte Dr. Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft an der finnischen Universität LUT. „Eine Wende hin zu 100% sauberen, erneuerbaren Energien ist sehr realistisch – schon jetzt, mit den heute verfügbaren Technologien.“ Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hob die wirtschaftliche Rentabilität der Erneuerbaren Energien hervor: „Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass eine weltweite Umstellung auf erneuerbare Energien nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlichen sinnvoll ist.“ Auch David Wortmann, Initiator der Eco Innovation Alliance und Gründungsmitglied von Entrepreneurs For Future forderte von der Politik innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und betonte, dass „eine wirtschaftlich profitable Energiewende für uns schon längst kein Mythos mehr“ ist. Schnellstmöglichen Handlungsbedarf von Seiten der Politik verlangte auch Franziska Wessel von Fridays For Future: „Diese Studie zeigt was möglich ist, wenn unsere Politikerinnen und Politiker zum Handeln bereit sind. Wir – Fridays For Future – fordern, dass bereits 2035 auf 100% Erneuerbare Energien umgestellt werden muss.“

Die Studie schließt mit politischen Empfehlungen zur raschen Einführung Erneuerbarer Energien und emissionsfreier Technologien. Zu den wichtigsten in dem Bericht festgelegten Maßnahmen zählen die Förderung von Sektorenkopplung, privaten Investitionen (die am besten durch feste Einspeisevergütungen angereizt werden), Steuervergünstigungen und rechtlichen Privilegien bei gleichzeitiger Einstellung von Subventionen für Kohle und fossile Brennstoffe. Mit der Umsetzung starker politischer Rahmenbedingungen, so der Bericht, ist eine Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien bereits vor 2050 möglich.

Einige Schlüsselerkenntnisse der Studie:
  • Die Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien erfordert eine umfassende Elektrifizierung in allen Energiesektoren. Die gesamte Stromerzeugung wird das Vier- bis Fünffache der Stromerzeugung von 2015 ausmachen. Dadurch wird der Stromverbrauch im Jahr 2050 mehr als 90% des Primärenergiebedarfs betragen. Gleichzeitig wird der Verbrauch fossiler und nuklearer Energierohstoffe in allen Sektoren vollständig eingestellt.
  • Die weltweite Primärenergiegewinnung im 100% Erneuerbare-Energien-System wird aus dem folgenden Mix an Energiequellen bestehen: Solarenergie (69%), Windkraft (18%), Wasserkraft (3%), Bioenergie (6%) und Geothermie (2%).
  • Wind- und Solarenergie machen bis 2050 96% der gesamten Stromversorgung aus erneuerbaren Energien aus. Erneuerbare Energien stammen nahezu ausschließlich aus dezentraler lokaler und regionaler Erzeugung.
  • 100% Erneuerbare Energien sind günstiger: Die Energiekosten für ein vollständig nachhaltiges Energiesystem sinken von 54 €/MWh 2015 auf 53 €/MWh 2050.
  • Die jährlichen Treibhausgasemissionen im Energiesektor sinken durch die Umstellung in allen Sektoren kontinuierlich von rund 30 Gt-CO2-Äq. im Jahr 2015 auf Null bis 2050.
  • Ein zu 100% erneuerbares Stromsystem wird weltweit 35 Millionen Menschen beschäftigen. Die rund 9 Millionen Arbeitsplätze im weltweiten Kohlebergbau aus dem Jahr 2015 werden bis 2050 komplett eingestellt. Diese werden durch mehr als 15 Millionen neue Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbare-Energien-Branche überkompensiert. 

    Studie und Zusatzmaterial: http://energywatchgroup.org/globales-energiesystem-mit-100-erneuerbaren-energien
     
    Über die Studie
    Die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Stiftung Mercator mitfinanzierte Studie „Globales Energiesystem mit 100% Erneuerbaren Energien“ ist eine der modernsten Modellierungen, entwickelt von der LUT University, und berechnet einen kostenoptimalen Mix von Technologien auf Grundlage lokal verfügbarer erneuerbarer Energiequellen. Dabei wird ein kosteneffizienter Übergang hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung für die ganze Welt, aufgeteilt in 145 Regionen, mit stündlicher Auflösung für ein gesamtes Referenzjahr ermittelt. Das Szenario der globalen Energiewende wird in fünfjährigen Zeiträumen von 2015 bis 2050 durchgeführt. Die Ergebnisse werden in neun große Weltregionen zusammen- gefasst: Europa, Eurasien, MENA, Südsahara-Afrika, SAARC, Nordostasien, Südostasien, Nordamerika und Südamerika.

    Quelle: energywatchgroup.org 

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Montag, 20. April 2020

Schweiz unterstützt PV mit Sondermitteln

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) verkürzt die Wartefristen für Photovoltaik-Förderbeiträge. Damit soll der Zubau der Photovoltaik angesichts der Corona-Situation gestützt werden. Dafür werden Fördermittel im Umfang von 46 Millionen Franken aus dem Netzzuschlagsfonds bereitgestellt. 

In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 gab es in der Schweiz gegenüber dem ersten Quartal 2019 ein starkes Wachstum bei der Installation/Anmeldung neuer Photovoltaikanlagen. Allerdings wird sich der Markt voraussichtlich aufgrund der Corona-Situation ab April abschwächen. Das Bundesamt für Energie (BFE) stellt darum ein Sonderkontingent von 46 Millionen Franken aus dem Netzzuschlagsfonds zur Verfügung. Die gute Liquidität des Fonds lässt diese Sondermassnahme zu, mit der der Zubau ab Sommer 2020 stabilisiert und ab 2021 weiter beschleunigt werden soll. Von dieser Massnahme profitiert neben den Projektanten auch das einheimische Planungs- und Installations-Gewerbe, darunter zahlreiche KMU. Durch die zusätzlichen Mittel können die Wartefristen von bisher rund einem Jahr wie folgt verkürzt werden:
  • Einmalvergütung für grosse Photovoltaikanlagen (GREIV): Die Warteliste kann komplett abgebaut werden. Für Anmeldungen, die seit Februar 2020 bei der Pronovo AG eingehen, bleibt lediglich eine Bearbeitungsfrist von etwa 3 Monaten bestehen. Anmeldungen, die früher erfolgt sind, erhalten die Zusicherung ihres Förderbeitrags bis spätestens Mitte Mai 2020.
  • Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen (KLEIV): Bis Ende 2020 erhalten alle Anlagenbetreiber eine Zusicherung ihres Förderbeitrags, die ihr Gesuch bei der Pronovo AG bis 31. März 2020 eingereicht hatten. Die Wartefrist für Neuanmeldungen sinkt damit ab April 2020 auf etwa neun Monate.
Eine weitere Unterstützungsmassnahme ist die am 24. März 2020 kommunizierte Kulanzregelung der Pronovo AG für Photovoltaikanlagen, die aufgrund der Corona-Massnahmen des Bundesrates nicht bis Ende März 2020 fertiggestellt werden konnten (oder die Beglaubigung nicht rechtzeitig erhalten haben). Sie wären unverschuldet von den ab 1. April 2020 geltenden tieferen Vergütungssätzen betroffen. Um dies zu verhindern, können die Anlagenbetreiber bei der Pronovo AG eine Ausnahme von der Absenkung der Vergütungssätze beantragen.

Weiter werden die verfügten Förderbeträge während der Dauer der Pandemie-Massnahmen bereits innerhalb von 14 Tagen nach Versand der definitiven Verfügungen (KLEIV und GREIV) ausbezahlt (rund 1 Monat schneller als bisher). Selbstverständlich bleibt die 30-tägige Einsprachefrist und damit die Möglichkeit zur Erhebung einer Einsprache bestehen. Diese Handhabung gilt nur vorübergehend und wird nach Entschärfung der Pandemie-Massnahmen wieder dahingehend umgestellt, dass die Förderbeiträge erst nach Ablauf der Einsprachefrist zur Auszahlung gelangen.



Herausgeber: Bundesamt für Energie  http://www.bfe.admin.ch

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Freitag, 17. April 2020

Stromverbrauch ist in der Schweiz gesunken

Im Jahr 2019 lag der Stromverbrauch in der Schweiz mit 57,2 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) unter dem Niveau des Vorjahres (-0,8%). Die Landeserzeugung (nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen) betrug 67,8 Mrd. kWh. Der physikalische Stromexportüberschuss lag bei 6,3 Mrd. kWh.

Der Landesverbrauch lag 2019 bei 61,5 Mrd. kWh. Nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste von 4,3 Mrd. kWh ergibt sich ein Stromverbrauch von 57,2 Mrd. kWh. Das sind 0,8% oder 449 Millionen kWh (entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 89‘800 Haushalten) weniger als 2018 (57,6 Mrd. kWh). Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr betrugen -1,6% im ersten, +2,0% im zweiten, -1,3% im dritten und -1,8% im vierten Quartal 2019.

Obwohl wichtige Einflussgrössen wie die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung sowie die Witterung (siehe unten) verbrauchssteigernd wirkten, sank der Stromverbrauch in der Schweiz leicht (Redaktion: pro Kopf sogar deutlich um rund 3%). Dies dürfte vor allem auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen sein.
  • Wirtschaftsentwicklung: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) nahm 2019 gemäss den ersten provisorischen Ergebnissen um 0,9% zu (Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO).
  • Bevölkerungsentwicklung: Die Bevölkerung der Schweiz nahm 2019 gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom 9. April 2020 um 0,7% zu.
  • Witterung: 2019 nahmen die Heizgradtage gegenüber dem Vorjahr um 6,1% zu (siehe Tabelle im Anhang). Da in der Schweiz gegen 10% des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet werden, wirkt diese Entwicklung leicht verbrauchssteigernd.

Zu den Bestimmungsfaktoren der Verbrauchsentwicklung von Strom werden die jährlichen Ex-Post-Analysen des Energieverbrauchs weitere Aufschlüsse liefern können (Publikation im Oktober 2020).

 

Die Inländische Elektrizitätsproduktion 2019: Die Elektrizitätsproduktion (Landeserzeugung) stieg 2019 um 6,4% auf 71,9 Mrd. kWh (2018: 67,6 Mrd. kWh). Nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen von 4,1 Mrd. kWh ergibt sich eine Nettoerzeugung von 67,8 Mrd. kWh. In drei von vier Quartalen lag die Landeserzeugung über dem entsprechenden Vorjahreswert (+2,2%, -10,1%, +17,5%, +18,9%).


Die Wasserkraftanlagen (Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke) produzierten 8,4% mehr Elektrizität als im Vorjahr (Laufkraftwerke +4,7%, Speicherkraftwerke +11,4%). Im Sommer 2019 stieg die Produktion der Wasserkraftwerke im Vergleich zum Vorjahr um 8,2% (Laufkraftwerke +1,5%, Speicherkraftwerke +14,9%), in den beiden Winterquartalen stieg die Produktion um 8,6% (Laufkraftwerke +10,5%, Speicherkraftwerke +7,4%).

Die Stromproduktion der schweizerischen Kernkraftwerke stieg um 3,5% auf 25,3 Mrd. kWh (2018: 24,4 Mrd. kWh). Dies ist vor allem auf die höhere Verfügbarkeit des Kernkraftwerks Leibstadt zurückzuführen. 2019 lag die Verfügbarkeit des schweizerischen Kernkraftwerkparks bei 86,9% (2018: 83,9%). Am 20. Dezember 2019 erfolgte nach 47 Betriebsjahren die Einstellung des Leistungsbetriebs des Kernkraftwerks Mühleberg.

An der gesamten Elektrizitätsproduktion waren die Wasserkraftwerke zu 56,4% (davon Laufkraftwerke 24,6%, Speicherkraftwerke 31,8%), die Kernkraftwerke zu 35,2% sowie die konventionell-thermischen und erneuerbaren Anlagen zu 8,4% beteiligt.

 

Exportüberschuss im Jahr 2019: Bei physikalischen Importen von 29,5 Mrd. kWh und physikalischen Exporten von 35,8 Mrd. kWh ergab sich 2019 ein Exportüberschuss von 6,3 Mrd. kWh (2018: Exportüberschuss von 1,6 Mrd. kWh). Im ersten und im vierten Quartal (Winterquartale) importierte die Schweiz per Saldo 1,4 Mrd. kWh (2018: 5,1 Mrd. kWh), im zweiten und dritten Quartal exportierte sie per Saldo 7,7 Mrd. kWh (2018: 6,7 Mrd. kWh).


Der Erlös aus den handelsbasierten Stromexporten betrug gemäss den Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) 1'786 Mio. Franken (4,90 Rp./kWh). Für die handelsbasierten Stromimporte fielen Ausgaben von 1’385 Mio. Franken an (4,57 Rp./kWh). Somit ergab sich im Jahr 2019 für die Schweiz ein positiver Aussenhandelssaldo von 401 Mio. Franken (2018: positiver Aussenhandelssaldo von 279 Mio. Franken) [Quelle: EZV / swissimpex; Stand: 1.4.2020].


Adresse für Rückfragen
Marianne Zünd, Leiterin Medien und Politik BFE, Tel. 058 462 56 75 / 079 763 86 11


Herausgeber: Bundesamt für Energie   http://www.bfe.admin.ch

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