Mittwoch, 30. November 2011

Konkretes Speicher-Angebot

Der deutsche Modulproduzent SOLON präsentiert das neue Energiespeichersystem SOLON SOLiberty. Besitzer von Photovoltaikanlagen können damit nach Unternehmensangaben bis zu 70 % ihres jährlichen Strombedarfs decken und sich so unabhängiger von ihrem Energieversorger machen.

Das System hat eine Kapazität von 24 kWh und kann somit den durchschnittlichen Tagesstrombedarf einer 4-köpfigen Familie decken. Mit SOLiberty bietet SOLON eine pflegeleichte, zuverlässige und robuste Speicher-Lösung mit einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis – für alle, die unabhängig von steigenden Strompreisen werden und gleichzeitig ihren Teil zur Energiewende beitragen wollen. SOLiberty wurde gemeinsam von SOLON und Deutsche Energieversorgung GmbH entwickelt, deren Know-how, gebündelt unter der Marke SENEC.IES, entscheidend zur Optimierung des Akkus beigetragen hat. Das System besteht aus einem Speicherblock mit 24 in Reihe geschalteten Bleiakkuzellen sowie einem Schaltschrank mit der dazugehörigen Elektronik. Um eine stabile und sichere Stromversorgung sicherzustellen, ist das Lademanagement so gestaltet, dass Strom aus dem Netz entnommen wird, wenn die Solaranlage oder der Speicher nicht genug Strom zur Verfügung stellen können. Der Akku ist zudem mit einem Schutz vor Tiefentladung versehen. Dies erhöht die Lebensdauer signifikant.

Das Energiemanagement ist primär auf Eigenverbrauch ausgelegt. Erst wenn der Speicher voll ist, wird Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist. SOLON SOLiberty kann sowohl bei bestehenden Anlagen nachgerüstet oder zusammen mit einer neuen Photovoltaikanlage installiert werden. Die Montage ist einfach und schnell auszuführen. Der Akku des Energiesystems hat eine Lebensdauer von rund 10 Jahren, danach verfügt er über eine Restkapazität von 80 %. Für das in Deutschland hergestellte System gibt SOLON eine Produktgarantie von sechs Jahren und eine Leistungsgarantie von zehn Jahren. SOLON SOLiberty wird im ersten Quartal 2012 verfügbar sein.

„Wir wollen, dass Speichern sich rechnet. Daher bieten wir unseren Kunden ein inflations- und krisensicheres Investment, das rentabler ist, als das Festgeldangebot von der Hausbank“, sagt Dr. Lars Podlowski, Technik-Vorstand der SOLON SE. Denn mit einem Solarstromspeicher profitieren die Verbraucher mehrfach: Sie erhalten die im EEG festgelegte Zusatzvergütung für Eigenverbrauch und für den ins öffentliche Stromnetz eingespeisten überschüssigen PV-Strom weiterhin den geltenden EEG-Tarif. Darüber hinaus senken sie ihre Stromrechnung bei ihrem konventionellen Versorger. Und bei stetig steigenden Strompreisen wird Speichern und Selbstverbrauchen langfristig gesehen stets attraktiver.

Die SOLON SE ist einer der größten Solarmodulproduzenten in Europa und Anbieter von solarer Systemtechnik für große Dach- und Freiflächenanlagen. Die SOLON-Gruppe ist mit Tochterunternehmen in Deutschland, Italien, Frankreich und den USA vertreten und beschäftigt weltweit rund 800 Mitarbeiter. Das Kerngeschäft von SOLON ist die Herstellung von Solarmodulen und Photovoltaiksystemen sowie die Projektierung und Errichtung von Großdachanlagen und schlüsselfertigen Solarkraftwerken weltweit.

Quelle: Solon

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Dienstag, 29. November 2011

Stark umstritten

10vor10 vom 29.11.2011

Auf einer geschützten Felswand am Walensee soll das grösste Solarkraftwerk der Schweiz entstehen (siehe Solarmedia vom 22. November 2011). Die Umweltverbände sind alarmiert. Sie befürchten mit dem beschlossenen Atom-Ausstieg einen Wildwuchs von Solar-Anlagen in den Bergen und auf Weiden. Tatsächlich sind bereits weitere grosse Sonnenkraftwerke in der Natur geplant.

Dazu vorderhand zumindest folgender Kommentar von Solarmedia: Die Angaben zu Deutschland treffen nicht zu - erstens strebt Deutschland keinesfalls eine Vollversorgung mit Solarstrom an - vielmehr soll in Deutschland in erster Linie Windenergie für die Stromversorgung verantwortlich zeichnen. Zweitens sind Grossanlagen auf Freiflächen derzeit praktisch nicht mehr möglich und wurden zuvor in erster Linie auf sogenannten Konverstionsflächen errichtet, insbesondere auf alten Militärgeländen in Ostdeutschland. Dass immer mehr Landwirtschaftsfläche der Solarenergie geopfert wird, ist schlicht gesagt, ausgemachter Blödsinn.

Quelle: Video by SF 10 vor 10 29.11.11 / Kommentar by Solarmedia

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Britannien fördert Solarthermie

Die britische Regierung hat ein Förderprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energiequellen gestartet (Renewable Heat Incentive, RHI). Immerhin - denn in der Photovoltaik-Förderung hatte die Regierung unlängst eine Vollbremse eingeleitet.

Das Wärme-Programm sieht einen Zuschuss von bis zu 0,085 Britischen Pfund (circa 0,1 Euro) pro Kilowattstunde für Solarwärme aus Solarthermie-Anlagen mit einer Nennleistung von weniger als 200 Kilowatt vor. Die Regierung stellt 860 Millionen Britische Pfund für das Programm bereit. Unterstützt werden kommerzielle, industrielle, öffentliche, nicht-profitorientierte und kommunale Solarwärme-Anlagen. Das Ministerium für Energie und Klimaschutz (DECC) plant eine zweite Runde, in der private Solarwärmeanlagen gefördert werden sollen. Der zeitliche Ablauf werde 2012 bekannt gegeben, so das Ministerium. “Das RHI wird den Weg in eine neue Ära der umweltverträglichen Heiz-Technologie weisen”, sagte der britische Minister für Energie und Klimaschutz Greg Barker. “Es ist das weltweit erste Programm dieser Art und hat das Potenzial, Großbritannien an die Spitze des pulsierenden Wirtschaftssektors der erneuerbaren Energien zu bringen.” “Wärme aus erneuerbaren Energiequellen wird ein großer Gewinn für unsere Wirtschaft sein. Sie wird tausende Arbeitsplätze schaffen, unsere Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen mindern, unsere CO2-Emissionen senken und uns beim Erreichen unserer selbst gesteckten Ziele bezüglich der erneuerbaren Energien helfen."

Der Industrieverband Solar Trade Association (STA, Milton Keynes, England) kritisierte das Programm, als es im März 2011 vorgestellt wurde. Das Programm laufe für private solarthermische Anlagen zu langsam an. Diese machten aber den Großteil aller solarthermischen Installationen aus. Die Unzufriedenheit mit Details des Programms ist ein neues Kapitel des Konflikts zwischen der regierenden Konservativen Partei und der britischen Solarindustrie. Das von der konservativen Partei geführte DECC bereitet derzeit eine erhebliche Kürzung der Einspeisetarife für Photovoltaik vor. Dies wurde auch von der opponierenden Labour Partei heftig kritisiert.

Anlagen, die nach dem 15.07.2009 installiert wurden, werden in dem Programm berücksichtigt. Die Zahlungen sollen in den nächsten 20 Jahren vierteljährlich erfolgen. Förderung in unterschiedlicher Höhe gibt es auch für andere Formen der Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen, darunter Biomassekessel oder Wärmepumpen. Das DECC hatte das Programm im September 2010 zurückgezogen. Damals lautete die Begründung, es müsse zunächst die Vereinbarkeit mit den EU-Richtlinien für staatliche Subventionen geprüft werden. Dies sei nun erfolgt, so das DECC.

Laut Ministerium wird das RHI-Programm ein wichtiger Faktor, um Großbritanniens Ziele für erneuerbare Energien bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Die CO2-Emissionen sollen bis dahin um 43 Millionen Tonnen gesenkt werden.

Quelle: U.K. Department of Energy and Climate Change | solarserver.de

Bild: Guntram Rehsche

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Schott's technologischer Sprung

SCHOTT Solar entwickelt kostengünstige Herstellmethode für Hochleistungswafer. Gemäss Unternehmensangaben vereint "Quasimono" Vorteile der Herstellverfahren mono- und polykristalliner Wafer. Das Fraunhofer ISE Institut bestätigte bereits einen Wirkungsgrad von 19,9 Prozent.

Quasimono Wafer von SCHOTT Solar
Mit "Quasimono" hat SCHOTT Solar ein neues Verfahren für die Herstellung vollquadratischer Hochleistungswafer mit hohem monokristallinen Anteil entwickelt, das wesentlich kostengünstiger ist als bisher etablierte Prozesse. Dem Unternehmen ist es gelungen, aus einem klassischen VGF-Verfahren, wie man es von der Herstellung polykristalliner Wafer kennt, hochwertige Quasi-Einkristall-Wafer herzustellen. Das Fraunhofer ISE bestätigte im November 2011 in Freiburg, bei einer von SCHOTT Solar beauftragten Messung, einen Wirkungsgrad von 19,9 Prozent. Damit verzeichnet SCHOTT Solar erneut einen wichtigen Entwicklungserfolg und kommt der Einführung des für 2012 geplanten SCHOTT PERFORM MONO Solarmoduls einen großen Schritt näher.

Das Besondere an der neuen Quasimono-Technologie von SCHOTT Solar ist, dass sie die Vorteile von Czochralski-Verfahren und VGF-Verfahren (Erläuterung siehe unten) in einem Verfahren vereint. Der Impfkristall befindet sich dabei am Boden des Schmelztiegels und wird zum Teil aufgeschmolzen. Durch gerichtete Erstarrung (Vertical Gradient Freeze - VGF) erfolgt das quasi-monokristalline Wachstum. SCHOTT Solar ist es gelungen, aus dem Ingot zum Teil reine monokristalline Wafer zu erstellen. Ähnliche Ansätze hatten bisher zu Wafern mit multikristallinem Anteil geführt, jedoch nicht zu echten Einkristallen. Die besondere Leistung der Mitarbeiter von SCHOTT Solar besteht in der Entwicklung einer neuen Prozessführung sowie einer neuen Ofentechnik. Das Entwicklerteam des Unternehmens arbeitet nun daran, die Methode weiter zu verfeinern.

Der vom Fraunhofer ISE bestätigte Wirkungsgrad von 19,9 Prozent liegt sehr nah an dem Rekordwirkungsgrad, den SCHOTT Solar kürzlich für eine monokristalline Solarzelle erreicht hatte. Das Mono-Hochleistungskonzept dieser Solarzelle, das SCHOTT Solar in sehr erfolgreichen Kooperationen mit der Roth & Rau AG (MAiA® PECVD-AlOx Rückseitenpassivierung) und der Schmid Group (durch selektiven Emitter optimierte Vorderseite) entwickelt hatte, konnte nun erfolgreich auf kostengünstige Quasimono-Wafer übertragen werden. Teile der Entwicklungsarbeiten wurden mit Mitteln des Bundes im Rahmen des Forschungsvorhabens "QUASIMONO" (FKZ 0325061) unterstützt.

Zum Standard-Herstellungsverfahren für Solarwafer: Je homogener das Kristallgitter eines Wafers, desto effizienter wandelt die Solarzelle später das Sonnenlicht in Strom. Monokristalline Wafer werden üblicherweise mit dem so genannten Czochralski-Verfahren hergestellt. Dabei wird ein Impfkristall in einen Tiegel mit geschmolzenem Silizium getaucht. In einer Drehbewegung wird der Impfkristall langsam nach oben gezogen, wobei der Kontakt zur Schmelze nicht abreißt. Das erkaltende Material übernimmt die gleichmäßige Kristallstruktur des Impfkristalls. Durch die Drehbewegung entsteht ein runder "Ingot". Die monokristalline Struktur sorgt für einen vergleichsweise hohen Wirkungsgrad, jedoch ist das Verfahren relativ aufwändig. Darüber hinaus entsteht Verschnitt beim Sägen quadratischer Wafer.

Alternativ gibt es die Möglichkeit, das flüssige Silizium im Schmelztiegel zu einem Block erstarren zu lassen und diesen dann in hauchdünne, quadratische Wafer zu zersägen. Jedoch entsteht bei diesem sogenannten VGF-Verfahren normalerweise eine heterogene Kristallstruktur, also polykristalline Wafer mit einem geringeren Wirkungsgrad. Das neue Quasimono-Verfahren von SCHOTT Solar verbindet nach Angaben des Unternehmens die Vorteile beider Prozesse und führt dadurch zu einem höheren Output in der Produktion, was die Kosten senkt.

Quelle: Schott Solar

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Erstmals KEV in den USA

Das städtische Stromversorgungsunternehmen von Gainesville (Florida) wird bis Jahresende über 7,3 Megawatt (MW) installierte Photovoltaik-Leistung im Stadtgebiet erreichen. Als erste Stadt in den USA führte die Gainesville Regional Utility (GRU) bereits 2008 eine (kostendeckende) Einspeisevergütung (KEV) für Solarstrom ein.

Mehr PV-Leistung pro Einwohner als in Kalifornien oder Japan: Das ist das erstaunliche Ergebnis dieses für die USA speziellen Vorgehens in vergleichsweise bescheidenem Rahmen. Die bis Jahresende erwartete installierte Leistung bedeutet nach Angaben von Wind-Works, dass die 200.000-Einwohner-Stadt eine Pro-Kopf-Leistung aus Photovoltaik von 36 Watt erreichen wird. Das ist mehr als in Kalifornien oder Japan, obwohl das Programm von Gainesville noch relativ neu ist (Solarmedia: Zum Vergleich - dieser Wert lag in der Schweiz Ende 2010 bei rund 13 Watt - und in Deutschland bei rund 200 Watt).

Das Vergütungssystem wurde seit seiner Einführung jährlich angepasst, um die sinkenden Kosten bei der Solarstromerzeugung widerzuspiegeln. 37 % des Zubaus entfallen auf Photovoltaik-Aufdachanlagen mit weniger als 100 Kilowatt (kW) Nennleistung.

Quelle: Wind-Works.org | solarserver.de

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Montag, 28. November 2011

Keine Wende ohne Speicher

Drei Tage lang geht es im Berliner Congress Center um die Lösung der Probleme rund um die Energiespeicherung. Über 500 Teilnehmer aus der ganzen Welt machen die sechste Auflage der International Renewable Energy Storage Conference (IRES) zum weltweit größten „Branchentreffen“ für Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft.

„Die Speicherung von Energie ist der Schlüssel zur künftigen Nutzung regenerativer Quellen – und somit entscheidend für das Gelingen der eingeleiteten Energiewende“, erklärt Irm Scheer-Pontenagel, Geschäftführerin von EUROSOLAR, die in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW und zahlreicher weiterer namhafter Unterstützer Gastgeber dieses weltweit bedeutendsten Forum rund um die Speichertechnologien von Morgen ist.

Experten aus dem In- und Ausland diskutierten an der Eurosolar-Konferenzt über nahezu sämtliche Facetten der Speicherung aus regenerativen Quellen erzeugter Energie, die technischen Möglichkeiten, Entwicklungsfortschritte bis zur Markteinführung einzelner Systeme. „Eine beschleunigte Energiewende auf Basis Erneuerbarer Energiequellen ist heute gesellschaftlicher Konsens. Es gilt nun jene anzuspornen, die daran arbeiten, die vorhandenen Speichertechnologien marktfähig zu machen, um der Tatsache, dass Wind nicht ununterbrochen weht oder Sonnenlicht nicht ständig in der gleichen Intensität zur Verfügung steht, Rechnung zu tragen.

Tagesschau vom 08.04.2011
Zum Beispiel: Im Kanton Waadt liefert das Pumpspeicherkraftwerk «Veytaux» seit 40 Jahren Energie. Damit der wachsende Strombedarf in der Schweiz gedeckt werden kann, wird es nun ausgebaut. Quelle: Tagesschau vom 08.04.2011

Eine rechtliche Verankerung der Energiespeicherung durch die Bundesregierung in Deutschland ist überfällig“, forderte Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Tagung zeigte, wie vielfältig die technischen Möglichkeiten inzwischen sind: Speicher können z.B. auch den Wirkungsgrad von Kraftwerken erhöhen. Eine mögliche Technologie ist die adiabatische Druckluftspeicherung, bei der die Wärme, die bei der Komprimierung der Luft entsteht, in einem Wärmespeicher gespeichert wird und die Luft bei der Entspannung wieder erhitzt.

„Die ökonomisch günstigste Form der Energiespeicherung ist derzeit die Nutzung von Pumpspeicherkraftwerken (siehe Video oben). Allerdings ist das Ausbaupotenzial von Pumpspeicherkraftwerken begrenzt und die Planungs- und Betriebszeiten sind sehr lang. Entsprechend schwierig ist es für Unternehmen, das wirtschaftliche Risiko abzuschätzen.“, so Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Tatsächlich bereitet es Schwierigkeiten, wirtschaftlich arbeitende neue Speichersysteme in den Markt zu bringen.

„Gründe dafür sind zum Einen die hohen Kosten der neuen Technologien, die erst durch Massenproduktion billiger werden. Zum Anderen liegt das am bislang kaum gestiegenen Bedarf für Speicherdienstleistungen im Stromnetz. Noch kann der flexible Kraftwerkspark den Ausgleich realisieren. Aber bei dem jetzt kommenden weiteren erheblichen Anstieg des Anteils fluktuierender erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung wird der Speicherbedarf für eine effiziente und sichere Energieversorgung spürbar zunehmen und technisch dringend notwendig werden“, erläutert Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) an der RWTH Aachen, dem wissenschaftlichen Leiter der Tagung. Bis Effekte der Economies of scale zu marktfähigen Preisen führen, bestehe die Möglichkeit, durch Demonstrations- und Markteinführungsprogramme – wie bei den erneuerbaren Energien – den Markt anzuschieben.

„Vor allem im Bereich der Speicher, die Energie über mehrere Tage speichern sollen, bieten sich neben großen Pumpspeichern, die nur in Skandinavien im großen Umfang realisierbar wären, die großen chemischen Speicher mit Wasserstoff oder dem daraus erzeugten Methan an“, blickt Schneider in die Zukunft.

Eurosolar-Geschäftsführerin Irm Scheer-Pontenagel dazu: „Wenn wir Deutschland zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen wollen, bedarf es einer großen Bandbreite von Speichertechnologien und -Lösungen zur Deckung der benötigten Speicherkapazitäten, wie sie auch im Rahmen der IRES vorgestellt werden". Abgerundet wird die Konferenz mit einer Exkursion zum Unternehmen Heliocentris, einem Spezialisten für autonome Energieversorgungssysteme, sowie einem Fachseminar zum Thema Kosten und Märkte von Speicherlösungen.

Quelle: Eurosolar

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Suntech stärkt Europasitz (SH)

Suntech Power Holdings Co., der weltweit größte Hersteller von Photovoltaikmodulen mit Europasitz in Schaffhausen, gibt einen Neuzugang im europäischen Führungsteam bekannt. Seit November 2011 verantwortet Pawel Nowotny das Marketing für Suntech in Europa.

Pawel Nowotny stößt vom Berliner Modulhersteller Solon SE zum Weltmarktführer. Für Solon verantwortete er seit Juli 2009 als Director Corporate Marketing das Marketing weltweit. Zuvor zeichnete Nowotny mehr als zehn Jahre in führenden Positionen in der Daimler AG für das Marketing verantwortlich, zuletzt für die Produktkommunikation der Marken Mercedes Benz und Maybach.

„Wir freuen uns sehr, mit Pawel Nowotny einen erfahrenen Marketingstrategen für unser wachsendes Team gewonnen zu haben“, erklärt Vedat Gürgeli, Vice President Sales und Marketing bei Suntech Europa. „Pawel Nowotny verfügt über bewiesene Expertise in der Führung internationaler Marketingkampagnen für den B2B- als auch für den Konsumentenbereich und bringt darüber hinaus die notwendige Branchenkenntnis in der PV-Industrie mit.“

Hiermit bündelt Suntech zentrale Funktionen und die strategische Bearbeitung des europäischen Marktes. Kurz zuvor wechselte auch Björn Emde (siehe Bild) als Communications Manager Europe von der deutschen Landesgesellschaft Suntech Deutschland GmbH in die Europazentrale im Kanton Schaffhausen. Er verantwortet weiterhin die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das Engagement in Verbänden und die Kontakte zur Politik. Suntech ist Mitglied vieler nationaler Branchenverbände wie beispielsweise des deutschen Solarverbandes BSW Solar, des britischen Verbands BPVA und des europäischen Solar-Dachverbands EPIA.

Suntech Power Holdings Co., Ltd. (NYSE: STP) stellt hochwertige, leistungsstarke Solarmodule für Hausdächer, gewerbliche Immobilien, landwirtschaftliche Betriebe und Großkraftwerke her. Mit regionalen Zentralen in China, der Schweiz und den USA und einer Gigawatt-Produktion hat Suntech bereits über 20 Millionen Solarmodule an tausende von Kunden in mehr als 80 Ländern geliefert. Suntechs bahnbrechende Forschung und Entwicklung bringt innovative Produkte hervor, die sich durch hohen Kundennutzen auszeichnen und Solarenergie gegenüber fossilen Energien immer attraktiver machen (Netzparität). Unser langfristiges Ziel ist es, die sauberste und ergiebigste Energiequelle der Natur allen Menschen verfügbar zu machen. Mehr Informationen zu den Produkten und zum Unternehmen finden sich unter www.suntech-power.com.

Quelle: Suntech Medienmitteilung

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2030 über 1300 Gigawatt solar

Mitte November veröffentlichte Bloomberg New Energy Finance (BNEF, New York, New York, USA) einen Bericht, laut dem im Jahr 2030 weltweit 460 Milliarden US-Dollar (341 Milliarden Euro) in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien investiert werden. Das entspricht einer Gesamtinvestition in Höhe von 7 Billionen US-Dollar (5,2 Billionen Euro) in den nächsten 20 Jahren.

2030 also sollen weltweit 15,7 % der insgesamt produzierten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Das sind 3,1 % mehr als 2010. Solar-Technologien würden sich von allen Technologien am zweitschnellsten entwickeln. Die im Jahr 2030 installierte Solar-Leistung werde 1.137 Gigawatt betragen. “Diese Ergebnisse zeigen, dass die Rekordinvestitionen in erneuerbare Energien im letzten Jahr trotz der schlechten Konjunktur kein Einzelphänomen waren“, sagte Guy Turner, Forschungsdirektor Rohstoffmärkte bei BNEF.

„Die großen Gewinner in den nächsten 20 Jahren werden die neuen Zentren erneuerbarer Energien in Lateinamerika, Asien, dem Mittleren Osten und Afrika sein. Im Jahr 2020 werden 50 % der weltweiten Jahresinvestitionen in Erneuerbare in die Märkte außerhalb von Europa, USA, Kanada und China fließen.“ 130 Milliarden US-Dollar müssen jährlich für solaren Zubau investiert werden. Laut dem Bericht treiben Kostensenkungen in der Solarbranche das Wachstum an. Der enorme solare Zubau erfordere eine durchschnittliche jährliche Investition von über 130 Milliarden US-Dollar (96 Milliarden Euro). 2010 wurden hingegen nur 86 Milliarden US-Dollar (64 Milliarden Euro) dafür ausgegeben.

Investitionen wachsen am schnellsten in Indien, MENA und Lateinamerika: Laut BNEF bleibt Europa in den nächsten drei Jahren einer der größten Märkte für erneuerbare Energien. Die Schuldenkrise sorge jedoch dafür, dass die Regierungen ihre Förderung erneuerbarer Energien herunterfahren müssen. Durch das Wachstum würden die Erneuerbare-Energien-Ziele 2020 jedoch erreicht.

China werde im Jahr 2014 weltweit die Spitzenposition einnehmen, was die Finanzierung erneuerbarer Energien angeht. Das Land werde fast 50 Milliarden US-Dollar (rund 37 Milliarden Euro) pro Jahr investieren. Die USA und Kanada brauchen nach Ansicht von BNEF bis 2020, bis sie diese Investitionshöhe erreichen. Am schnellsten steigen die Investitionen in Indien, dem Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika. Sie wachsen jährlich um 10-18 %.

Quelle: Bloomberg New Energy Finance | solarserver.de

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Sonntag, 27. November 2011

Hannover bietet Solaratlas

Der neue Solaratlas von Hannover bietet online für alle Gebäude im Stadtgebiet eine schnelle Einschätzung, inwieweit ein Dach für eine Solaranlage geeignet ist. Eine Initiative, die in dieser Ausführlichkeit auch Schweizer Städten gut anstünde.

„Viele Menschen wollen sich in der Energiewende umweltfreundlich engagieren. Sie können durch die Regelungen des deutschen Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) dabei auch erfreuliche und vor allem verlässliche Renditen erzielen. Deshalb ist der Solaratlas wichtig, vor allem um eine positive Erstberatung zu liefern. In Hannover und Umgebung gibt es nämlich zahlreiche geeignete Dachflächen auf die eine PV-Anlage installiert werden kann. Das Bild zeigt eine der bereits realisierten Photovoltaik-Anlagen auf der Stadtbibliothek in Hannover.

„Wir freuen uns, dass die Stadt Hannover mit dem Solaratlas eine wichtige Informationsquelle geschaffen hat, die für viele Menschen ein erster Schritt auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen und renditestarken Photovoltaik-Anlage sein kann“ meint Gerd Pommerien, Geschäftsführer von AS Solar, mit Firmensitz in Hannover, das ist auch der Grund, warum die Einrichtung des neuen Online-Portals www.solaratlas-hannover.de von AS Solar unterstützt wird. Im Juni 2011 bezog AS Solar seinen Firmensitz an der Nenndorfer Chaussee in Hannover: Eine umgebaute Industriehalle aus der ein so genanntes Plus-Energiegebäude entstand, das mehr Energie erzeugt als es selbst verbraucht. Ein Leitprojekt, das in Europa einzigartig ist. Die Heizung und Klimatisierung des sanierten Gebäudes erfolgt vollständig durch Sonnenenergie und Biomasse. Der erzeugte Solarstrom übersteigt den eigenen Bedarf bei Weitem und wird deshalb in das Netz eingespeist. Das Unternehmen plant zudem den Bau einer Solartankstelle am Firmenstandort.

Ein ähnliches Projekt wie in Hannover wurde bereits in Berlin realisiert (siehe Solarmedia vom 5. Oktober 2010). Für die Solarthermie hat das Bundesamt für Energie vor Jahresfrist eine gesamtschweizerische Potentialstudie verfasst (siehe Solarmedia vom 7. Dezember 2010). Der Befund wies damals auf ein riesiges Potential für die Wärmeerzeugung hin - offizielle Abschätzungen für den Solarstrom fehlen, während etwa der Fachverband Swissolar mit einem möglichen Stromanteil von bis zu 25 Prozent rechnet.

Quelle: oekonews.at

© Solarmedia

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Samstag, 26. November 2011

Solar-Firmen-News Woche 47

Autsch, das tut weh, auch der weltgrösste Modulproduzent meldet riesigen Verlust – Yingli und Trina Solar aus China gehören unterdessen auch zu den grössten Modulproduzenten und sind gegen die Krise ebensowenig gewappnet - Trotz der Branchenkrise wird vereinzelt immer noch in den Aufbau neuer Modulkapazität inverstiert - Auf der Solarmesse in Mailand wurde ein Hammerangebot für mono- und polykristalline Solarmodule publik.

Suntech Power Co., Ltd.
hat seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2011 vorgelegt. Die Umsätze erhöhten sich um 8,9 Prozent auf 809,8 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig rutschten die Chinesen tief in die roten Zahlen und wiesen einen Nettoverlust von 116,4 Millionen US-Dollar aus. Im dritten Quartal 2010 hatte das Unternehmen unterm Strich noch einen Gewinn von 33,1 Millionen US-Dollar verbucht. Außerdem senkte Suntech seinen Ausblick. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz von 3,0 bis 3,1 Milliarden US-Dollar und die Auslieferung von Produkten im Umfang von zwei Gigawatt erwartet. Quelle: Suntech Power Co., Ltd., Zusammenfassung und Übersetzung: PHOTON

Die Yingli Green Energy Holding Co. Ltd.
hat ihren Geschäftsbericht für das dritte Quartal 2011 vorgelegt. Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um gut 31 Prozent auf 667,7 Millionen US-Dollar. Unterm Strich wiesen die Chinesen einen Verlust von 28,3 Millionen US-Dollar aus. Im vergleichbaren Quartal des Vorjahres konnte noch ein Gewinn von 71,7 Millionen US-Dollar erwirtschaftet werden. Bereits Anfang November hatte Yingli seinen Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt. Statt 1.700 bis 1.750 Megawatt will das Unternehmen 2011 nur noch Module mit einer Leistung von 1.580 bis 1.630 Megawatt ausliefern. ... Quelle: Yingli Green Energy Holding Co. Ltd., Zusammenfassung und Übersetzung: PHOTON

Die Umsätze von Trina Solar Ltd. (Changzhou, China) gingen im Vergleich zum Vorquartal um 17 % auf 482 Millionen US-Dollar (357 Millionen Euro) zurück. Die Umsatzrendite betrug minus 4,9 %, der Nettoverlust 31,5 Millionen US-Dollar (23,3 Millionen Euro). Das Unternehmen führt seine negativen Ergebnisse auf den anhaltenden Einbruch der Photovoltaik-Preise zurück. Es rechnet damit, dass diese schwierigen Zeiten anhalten, und senkt daher seine Produktionsleistung auf 80 %. Quelle: Solarserver

Ungeachtet weltweiter Überkapazitäten will die Schweizer Electronic AG ein Werk in China zur Herstellung von Solarmodulen errichten. Das Investitionsvolumen für die erste Produktionslinie, die von der Freudenstädter Schmid Group aufgebaut wird, beläuft sich auf 50 bis 60 Millionen US-Dollar. »Wir glauben an die Zukunft der Photovoltaik“, erläutert Vorstandschef Marc Schweizer die Strategie. »Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Einstieg ins Solargeschäft.« In der Stadt Nantong, rund 100 Kilometer nordwestlich von Shanghai, sollen bis zu vier 100-Megawatt-Produktionslinien entstehen. Damit will Schweizer den asiatischen Markt, speziell für große Solarparks, bedienen. Quelle: Schweizer Electronic AG, Zusammenfassung: PHOTON


Und der japanische Elektronikgigant Sharp will eine Milliarde US-Dollar in Photovoltaikanlagen in Indonesien investieren. Laut der Zeitung »The Jakarta Post«, sei eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet worden. Laut dem Blatt produziert Sharp mit einer bereits bestehenden 73-Megawatt-Anlage in Thailand derzeit Sonnenstrom zum Preis von 23 US-Cent pro Kilowattstunde. ... Quelle: The Jakarta Post, Zusammenfassung und Übersetzung: PHOTON


Die chinesische Giga Solar Holding Co Ltd. hat auf der Messe EnerSolar+ in Mailand mit Kampfpreisen für Aufsehen gesorgt. Das Unternehmen bot sowohl mono- als auch polykristalline Solarmodule zur Lieferung in diesem Jahr zum Preis von 60 Cent pro Watt an. Das Angebot galt für das komplette Sortiment, Voraussetzung waren die Abnahme von mindestens 500 Kilowatt und Barzahlung. Wer noch auf der Messe bestellte und eine Lieferung für das kommende Jahr vereinbarte, musste sogar nur 55 Cent pro Watt bezahlen. Beide Preise galten für die Lieferung ab Hafen China. Giga Solar hat eine jährliche Produktionskapazität von vier Gigawatt bei Zellen und zwei Gigawatt bei Modulen. .... Quelle: PHOTON


© Solarmedia

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Freitag, 25. November 2011

Google zieht sich zurück

Ende Feuer beim Solarthermie-Engagement von Google: Diese Woche berichtete das Unternehmen habe seine Initiative mit dem Ziel erneuerbare Energien billiger zu machen als Kohle abgebrochen (Renewable Energy Cheaper than Coal; kurz: RE).

“Durch unsere Aktivität sind sicher andere Menschen aufmerksam geworden, die einige Komponenten unserer Technologie aufgreifen werden, um Solarenergie günstiger zu machen”, kommentiert Google RE. Zu den Erkenntnissen des Teams gehört, dass niedrigere Materialkosten und intelligentere Kontrollsysteme die Leistung von Heliostaten (siehe Bild) verbessern können, dass es alternative Motorensysteme gibt, die den Wasserverbrauch reduzieren, und dass Kostensenkungen am besten durch die Systemoptimierung solarthermischer Kraftwerke möglich werden. Google kündigte an, das Team werde verschiedene technische Schriften mit detaillierten Ergebnissen veröffentlichen.

Unter anderem arbeitete das Team an einer Neuentwicklung von Nachführsystemen für Heliostate, das sind die Spiegel, die Licht in solarthermischen Turmkraftwerken auf einen zentralen Receiver konzentrieren.

Quelle: Google Inc. | solarserver.de

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Solarstrom für die ganze Welt

Vor dem Weltklimagipfel in Durban/Südafrika vom 28. November bis 9. Dezember macht SolarWorld AG mit Meilenstein-Projekten auf vier Kontinenten auf die globale Bedeutung von Sonnenstrom aufmerksam. So beginnt zum Gipfelstart in Durban die größte Dachanlage Afrikas mit SolarWorld-Qualitätsmodulen die Stromerzeugung, weitere Grossprojekte gehen in den USA, in Griechenland und Indien ans Netz.

„Solarstrom ist weltweit der Schlüssel zur klimafreundlichen Energieerzeugung. Die Kostensenkungen der vergangenen Jahre machen es möglich, dass in den Industrieländern Strom aus Sonne heute wettbewerbsfähig wird mit herkömmlichem Strom aus endlichen und umweltschädigenden Energieträgern. In ärmeren Regionen der Welt, die bisher über kein Stromnetz verfügen, ermöglicht Solarstrom Menschen erstmals den Zugang zu Elektrizität und damit auch zu Information und Bildung“, sagte SolarWorld-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck (siehe Bild).

Das Projekt der SolarWorld Africa in Durban ist die größte Dachinstallation Afrikas. Auf den Dächern der Agrizone-Dube-TradePort-Gebäude entsteht eine Solarstromanlage mit einer Gesamtleistung von 600 kWp. Der erzeugte Strom wird in das eigene Netz eingespeist und kann die gesamten Kühllager, Gewächshäuser, Verpackungsanlagen sowie Büros des Agrizone-Komplexes mit Strom versorgen. In der ersten Phase wurde eine Lagerhalle mit SolarWorld-Modulen bestückt. Beginn der Netzeinspeisung ist pünktlich vor Beginn des UN-Weltklimagipfels COP17 in Durban am 28. November 2011 geplant. Die zweite Phase der Installation wird nach Fertigstellung des Gebäudes umgesetzt.

Im Bundesstaat Massachusetts wird die größte Solaranlage einer privaten Schule in den USA
mit SolarWorld-Modulen ausgestattet. Eine 3,2 Hektar große Freiflächenanlage mit einer Leistung von 2 Megawatt wird noch im November an der Berkshire School, einem privaten Internat in Sheffield, in Betrieb gehen. Die Berkshire-School-Freiflächenanlage besteht aus 8.332 kristallinen SolarWorld-Modulen „made in USA“. Es ist das jüngste von drei großen SolarWorld-Projekten im Bundesstaat Massachusetts, die in Summe eine Leistung von mehr als 7 Megawatt umfassen.

In Zentralgriechenland sind im November zwei Solarparks ans Netz gegangen: In Voiotia in der Nähe des antiken Hafens von Domvrena belieferte die SolarWorld AG die Projekte „Trepeza I“ und „Trepeza II“ mit einer Gesamtleistung von 4 Megawatt. Bereits im September war dort eine weitere Anlage mit 2 Megawatt polykristallinen SolarWorld Modulen ans Netz gegangen.

Ebenfalls mit polykristallinen Modulen belieferte SolarWorld eine 10,6 Megawatt große Freiflächenanlage im indischen Bundesstaat Gujarat. Es ist bereits das zweite große Projekt für SolarWorld in Indien in diesem Jahr, wo Erneuerbare Energien weiter stark an Bedeutung gewinnen. Von 1,2 Milliarden Indern haben mehr als 400 Millionen keinen Zugang zum Stromnetz.

Quelle: Medienmitteilung Solarworld

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Solarthermie: China top

China hat vor der Klimakonferenz in Durban, die am Montag beginnt, ein Weißbuch zum Klimaschutz veröffentlicht. Daraus geht unter anderem hervor, dass Solarthermie-Kollektoren mit Gesamtfläche von 168 Millionen Quadratmetern installiert sind und auch, dass die Photovoltaik-Kapazität erhöht wurde.

Diese Woche veröffentlichte der chinesische Staatsrat ein Weißbuch über Chinas Maßnahmen und Fortschritte hinsichtlich der Senkung von Treibhausgasen. Dies geschah sechs Tage vor Beginn der internationalen Klimaschutzkonferenz COP17 in Südafrika.

Der Chinesische Staatsrat betont, im Land seien bereits Solar-Kollektoren zur Wassererwärmung mit einer Gesamtfläche von 168 Millionen Quadratmetern installiert.Der Chinesische Staatsrat betont, im Land seien bereits Solar-Kollektoren zur Wassererwärmung mit einer Gesamtfläche von 168 Millionen Quadratmetern installiert.

Am 28.11.2011 beginnt die UN-Klimakonferenz (COP17) in Durban (Südafrika). Die Vereinbarungen, die auf der COP16, die 2010 in Cancun (Mexiko) getroffen wurden, waren eingeschränkt. Experten kritisierten, die dort erzielten Fortschritte seien noch weit entfernt von dem, was notwendig sei, um ernsthafte Schäden durch die Erderwärmung zu verhindern.

Das chinesische Weißbuch zählt Maßnahmen auf, die die Regierung in verschiedenen Politikfeldern eingeleitet hat, um die Kopenhagen-Vereinbarung zu erfüllen. Darunter sind Wiederaufforstung, Transportpolitik, Energiepolitik und internationale Zusammenarbeit. Die CO2-Emissionen sollen gegenüber dem Wert von 2005 um 40 bis 45 Prozent gesenkt werden.

Laut Weißbuch wurde der chinesische Energieverbrauch pro Bruttoinlandsprodukt-Einheit (BIP-Einheit) 2010 um 19 Prozent gegenüber 2005 gesenkt. Die britische Zeitung The Guardian kommentiert, das Dokument enthalte keine Hinweise auf neue politische Maßnahmen. China hat mit Abstand die weltweit höchste Solarthermie-Kapazität und den größten Markt für thermische Solarwärmeanlagen 58 % der weltweiten Niedertemperatur-Solarthermieleistung entfallen auf China und das Land kommt auf einen Weltmarktanteil 79 Prozent bei verglasten Flachkollektoren und Vakuum-Röhrenkollektoren.

In dem Weißbuch betont der chinesische Staatsrat, dass in China Solar-Kollektoren zur Wassererwärmung mit einer Gesamtfläche von 168 Millionen Quadratmetern installiert seien. Außerdem habe das Land seine Photovoltaik-Kapazitäten erhöht und seine Wasserkraft-Kapazitäten seit 2005 mehr als verdoppelt. China ist zudem auf dem Weg, die Photovoltaik-Installationen erheblich zu erhöhen. Dies geht zurück auf die Einführung eines nationalen Solarstrom-Einspeisetarifs im Juli 2011.

Am 07.11.2011 schätzte das Marktforschungsunternehmen Solarbuzz Inc. (San Francisco, Kalifornien), dass der chinesische PV-Markt noch im Jahr 2011 eine Kapazität von 1,8 Gigawatt erreichen werde. Die Ergebnisse einiger chinesischer Photovoltaik-Hersteller für das dritte Quartal 2011 lassen deutliche höhere Modulverkäufe im nationalen Markt erkennen.

Quelle: China State Council; Bild: Changzhou Imposol New Energy Co., Ltd. | solarserver.de

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Donnerstag, 24. November 2011

Weiterhin Wachstum in Asien

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Solarbuzz (San Francisco, Kalifornien) wird der Photovoltaik-Markt im asiatisch-pazifischen Raum im vierten Quartal 2011 um 39 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal wachsen.

Im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Marktforscher sogar 130 Prozent Zuwachs. Solarbuzz rechnet im asiatisch-pazifischen Raum mit einem Photovoltaik-Zubau von mehr als zwei Gigawatt im vierten Quartal. Dies würde den Weltmarktanteil der Region in diesem Jahr erheblich steigern. Laut der Studie “Asia Pacific Major PV Markets Quarterly report” kann der Markt in der Region 2012 um weitere 45 Prozent wachsen, da asiatische Regierungen neue Zubau-Ziele setzen.

“Da die europäischen Märkte kein sicheres Wachstum versprechen, konzentrieren sich internationale Unternehmen, die expandieren wollen, zunehmend auf die asiatisch-pazifischen Märkte. Unternehmen, die an diesem Wachstum teilhaben wollen, tun sich noch immer schwer, Absatzstrategien zu entwickeln", sagte Solarbuzz-Analytiker Christopher Sunsong. "Angesichts des Potenzials dieser neuen Märkte ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die erwähnten Schwierigkeiten die Unternehmen an der Teilnahme hindern könnten.”

In Indien wird die Nachfrage durch staatliche Förderprogramme angetrieben, während der japanische Markt erheblich durch neue Einspeisetarife wächst. Andere aufsteigende Märkte, wie etwa Taiwan, Südkorea, Thailand oder Malaysia werden laut Solarbuzz 2012 zusammen weitere 700 Megawatt nachfragen. Chinas Nationale Energiebehörde hat kürzlich das Ausbauziel für Solar-Installationen bis 2015 von 10 auf 15 Gigawatt (GW) erhöht. Dies ist lediglich eines der aktuellen Beispiele. Im vierten Quartal 2011 sollen laut Studie 45 Prozent der regionalen Photovoltaik-Nachfrage auf China entfallen. Damit sei China auf dem besten Weg, das Marktvolumen der USA und Japans zu übertreffen.

Freiflächen-Anlagen im großen Maßstab sollen allein 64 Prozent der regionalen Märkte im vierten Quartal 2012 ausmachen. Im ersten Quartal 2011 waren es lediglich 16 Prozent. Dieses Wachstum verringere den Marktanteil privater Solarstromanlagen, der im ersten Quartal 2011 noch bei 58 Prozent lag und bis zum vierten Quartal 2012 auf 20 Prozent fallen werde.

Die Renditen von Photovoltaik-Anlagen in den vier Hauptmärkten werden laut Solarbuzz in den nächsten vier Quartalen steigen und 10 bis 13 Prozent erreichen, da die Systempreise schneller fallen als die Fördersätze. Solarbuzz betont, die Renditen würden bei Photovoltaik-Großanlagen in China und Indien am höchsten ausfallen. In den weiter entwickelten Märkten Australien und Japan hingegen sollen sich vor allem Investitionen in private Solarstromanlagen auszahlen. Obwohl die Systempreise in Japan deutlich höher sind als in anderen Hauptmärkten, sorgen nationale und lokale Finanzanreize dort weiterhin für Wirtschaftlichkeit.

Laut Solarbuzz wird der Absatz in den meisten Ländern durch Marktzwänge und Rahmenbedingungen eingeschränkt. In China gehören die Finanzierung, Landnutzung und gesetzliche Regelungen zu den größten Hindernissen für Anlagen in großem Maßstab. Der indische Markt wird von nationalen Vorschriften geprägt. In China haben sich staatliche Unternehmen mehr als 50 Prozent des augenblicklichen Auftragsbestandes von 16 Gigawatt gesichert.

In Australien haben politische Brüche schon zahlreiche Handels- und Installationsbetriebe in den Ruin getrieben. Im Gegensatz dazu zeigt sich die wachsende Präsenz internationaler Unternehmen im japanischen Markt in Form der steigenden Modulimporte. Im ersten Quartal 2010 waren es fünf Prozent, im ersten Quartal 2011 bereits 21 Prozent.

Die Analyse der kleineren Länder befasst sich mit Entwicklungen des vergangenen Quartals in Thailand, Malaysia, Taiwan und Südkorea. Die neue Studie enthält eine Powerpoint-Präsentation mit 150 Folien, den bewährten "PolicyTracker" und eine Excel-basierte Datenbank mit den Förderprogrammen jedes einzelnen Landes.

Weitere Informationen und Bestellung: contact@solarbuzz.com

Quelle: NPD Solarbuzz | solarserver.de

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Mittwoch, 23. November 2011

A: Solarenergie ganz konkret

Eine von zwei Schülern in Österreich entwickelte mobile Photovoltaik-Eisdiele ist Montagabend mit dem Klimaschutzpreis 2011 ausgezeichnet worden. Die Schüler der HTBLA Weiz fanden eine Möglichkeit „sonnengekühltes Eis“ zu servieren.

Aus 300 Einreichungen wurden mittels Jury und Publikumsvoting im ORF Servicemagazin „konkret“ die vier besten Projekte und Initiativen ausgewählt. Darunter die Kräuterhandelsgesellschaft Sonnentor aus Niederösterreich, das Kärntner Bauprojekt Griffen Green, die Initiative Bergladen Vorderstoder in Oberösterreich und eben die Photovoltaik-Eisdiele der HTBLA Weiz.

Die beiden Schüler Benjamin Kohl und Andreas Krems hatten im Rahmen ihrer Diplomarbeit das innovative System entwickelt. In einer mobilen Eisdiele wird das Speiseeis mit Hilfe der Sonnekraft gekühlt - mehr dazu in Schüler entwickelten Photovoltaik-Eisdiele

Benjamin Kohl und Andreas Krems mit ihrer Klimaschutz-Eisdiele

Die Initiatoren Helfried Tuisel/ HTBLA Weiz mit ihrem Projekt

Der Glacestand brachte den Entwicklern den Sieg in der Kategorie „Alltag & Ideen“. Kohl und Krems freuten sich sehr über den Preis, den sie als „Wertschätzung für ihre Arbeit“ sehen, die sie in das Projekt Photovoltaik-Eisdiele steckten. Die Auszeichnungen werden seit 2008 jährlich von Umweltministerium und ORF in verschiedenen Klassen vergeben. Ausgezeichnet werden jene Menschen, die sich mit innovativen Ideen aktiv für den Klimaschutz einsetzen.

Quellen: steiermark / orf.at / Klimaschutzpreis 2011

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Dienstag, 22. November 2011

EKZ plant grösste Anlage

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) prüfen den Bau der grössten Photovoltaik-Anlage der Schweiz. In einem Vorprojekt wird abgeklärt, ob im Steinbruch Schnür in der Nähe von Quinten am Walensee eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von neun Megawatt gebaut werden kann. Dazu sollen die Anliegen der Umweltverbände aufgenommen sowie die technische Machbarkeit geklärt werden.

Der Kiesabbau im Steinbruch Schnür in Quinten wird Ende 2012 eingestellt. Die Ortsgemeinde Quinten hat sich deshalb Gedanken über die Zukunft ihres Dorfes gemacht und nach einer Lösung für den Steinbruch gesucht (auf Modellbild: Die Photovoltaik-Anlage im Steinbruch Schnür könnte Solarstrom für rund 1400 Haushalte produzieren.). "Quinten ist ein naturverbundenes, autofreies Dorf, das langfristig erhalten werden soll. So sind wir zum Schluss gekommen, dass die Südausrichtung der Felswand ideal für die Produktion von Solarstrom wäre", erklärt Alois Janser, Präsident der Ortsgemeinde Quinten. "Mit dieser Idee haben wir das Gespräch mit den EKZ gesucht, die sich in den vergangenen Jahren stark für erneuerbare Energien engagiert und ihr Know-how mit verschiedenen Pilotanlagen ausgebaut haben."

Der Steinbruch befindet sich im BLN-Gebiet (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung), weshalb während den kommenden Monaten in einem Vorprojekt weitere Abklärungen betreffend Bewilligungsverfahren und Landschaftsschutz mit Umweltverbänden und Behörden im Kanton St. Gallen erfolgen. Die EKZ haben für das Projekt in Quinten die Umweltverbände zu Gesprächen eingeladen, bei denen sie Gelegenheit haben, ihre Anliegen einzubringen. Freistehende Photovoltaik-Anlagen, sogenannte Freiflächenanlagen, sind hierzulande umstritten. "Das ist beim knappen Siedlungsraum verständlich. Doch verlangt der Ausstieg aus der Kernkraft nach innovativen Konzepten für die Stromversorgung der Zukunft", erklärt Peter Franken, Leiter Geschäftsbereich Energieverteilung bei den EKZ. „Alleine mit Photovoltaik-Dächern und Windenergie kann die langfristige Stromversorgung in der Schweiz nicht sichergestellt werden. Tragfähige Lösungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien können deshalb nur gemeinsam mit den Umweltverbänden entstehen. Hier in Quinten haben wir hervorragende Voraussetzungen für eine Freiflächenanlage, die keinen Siedlungsraum kostet und langfristig Chancen für eine Renaturierung bietet."

Bis sich im Steinbruch wieder Wald entwickeln kann, vergehen noch Jahrzehnte. Die Photovoltaik-Anlage ist als Zwischennutzung der kahlen Felswand während etwa 25 bis 30 Jahren geplant. Das hätte nach Ansicht der EKZ sogar Vorteile für die Renaturierung des Felsens. Denn die im Gestaltungsplan ursprünglich vorgesehene Renaturierung ist aufgrund der hohen Felstemperaturen im Sommer nicht realisierbar. Bisherige Bepflanzungsversuche an der heissen Felswand waren wenig erfolgversprechend. Den grössten Erfolg für die Renaturierung erwartet man durch die natürliche Besiedlung mit Pionierpflanzen, die nach und nach eine Humusschicht bilden. Dieser Vorgang wird aufgrund der Beschattung durch die Solaranlage sogar begünstigt: Das Wasser verdunstet weniger schnell und die Temperaturen sind viel niedriger.

Quinten verfügt über ein mediterranes Klima und verzeichnet eine überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung. Durch eine nahezu senkrechte Befestigung der Panels erwarten die EKZ besonders im Frühjahr und Herbst hohe Erträge, zu Zeiten also, bei denen andere Photovoltaik-Anlagen wenig Strom produzieren. Gemeinsam mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) wollen die EKZ mit einer kleinen Testanlage untersuchen, wie sich die Wasserspiegelung auf die Solarstromproduktion auswirkt. Eine weitere Untersuchung soll aufzeigen, wie die Solarpanels auf der andern Seeseite wahrgenommen werden. Allerdings haben die EKZ aufgrund der steilen Anordnung der Module keine Bedenken, dass die Solarpanels die Anwohner der andern Seeseite blenden könnten. Der Lichtreflex tritt praktisch immer auf den Walensee.

Mit der Befestigung von grossen Solaranlagen am Felsen betreten die EKZ Neuland, da sind Kreativität und Pioniergeist gefragt. Um eine technisch gute und finanzierbare Lösung zu finden, vergeben die EKZ mehrere Studienaufträge. Interessenten, die im Rahmen dieses Studienauftrages eine mögliche Befestigungslösung erarbeiten möchten, finden ab dem 2. Dezember 2011 auf der Plattform SIMAP zusätzliche Informationen zur Bewerbung und Teilnahme. Nach der Vergabe der Studienaufträge erarbeiten die ausgewählten Ingenieure mögliche Befestigungslösungen, aus denen die EKZ dann die erfolgversprechendste auswählen wird.

Das Vorprojekt für den Bau dieser Photovoltaik-Anlage dauert etwa sechs bis acht Monate. Nachdem die technischen Details, die Anliegen der Umweltverbände aber auch die Ertragsaussichten der Anlage geklärt sind, entscheiden die EKZ, ob sie das Baubewilligungsgesuch bei der Gemeinde Amden einreichen werden, die für das Gebiet des Steinbruchs Schnür zuständig ist.

Quelle: EKZ

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Branche vor schwierigem Jahr

Der Photovoltaik-Markt hat sich in den letzten Jahren in rasantem Tempo entwickelt. Nachdem die Branche jahrelang nur Erfolge vermeldete, setzt jetzt eine Konsolidierungsphase ein. Am Freitag ging das 12. Forum Solarpraxis in Berlin zu Ende.

Mit rund 850 Teilnehmern handelt es sich dabei um eine der größten nicht-technischen Veranstaltungen der Solarbranche. In seiner Abschlussrede erklärte Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender der Solarpraxis, dass wieder einmal die Politik das dominierende Thema der Veranstaltung gewesen sei. Es werde Zeit, sich von dieser zu emanzipieren, auch wenn die Branche noch ein paar Jahre deren Unterstützung brauche. Weiterhin sagte er der Solarbranche ein schwieriges Jahr 2012 voraus.

Der Photovoltaik-Markt hat sich in den letzten Jahren in rasantem Tempo entwickelt. Nachdem die Branche jahrelang nur Erfolge vermeldete, setzt jetzt eine Konsolidierungsphase ein. Diese wird Opfer kosten, sei jedoch normal und notwendig, waren sich die Teilnehmer der Konferenz einig. In ihrer Einschätzung des Photovoltaik-Zubaus in diesem Jahr stimmten die Analysten auf dem 12. Forum Solarpraxis zumeist überein. Sie rechnen mit etwa 20 Gigawatt neu installierter Leistung. Doch wo die Reise in den nächsten Jahren hingehe, sei nicht leicht zu sagen. Bei der abendlichen Diskussionsrunde der Unternehmensspitzen ging Murray Cameron, COO von Phoenix Solar, davon aus, dass am Ende der Konsolidierungsphase zehn Firmen 80 Prozent des Marktes dominieren werden – zwei davon seien europäisch.

Die Frage „Gibt es noch attraktive Photovoltaik-Märkte in Europa?“ wurde zu Beginn des zweiten Konferenztages erörtert. Howard Johns vom Solarverband Solar Trade Association zeichnete ein düsteres Bild vom britischen PV-Markt. Im schlimmsten Fall betrage der PV-Markt im kommenden Jahr in Großbritannien lediglich 10 MW. Er warf der Regierung einen Mangel an politischem Willen für Photovoltaik vor.

Im Vorzeigeland Italien werden bereits bis zu 30 Prozent der Stromnachfrage an sonnigen Tagen durch Solarstrom gedeckt. Franco Valentini von Elettronica Santerno erklärte, dass Italien keine technischen Probleme habe, da die Netze bereits auf eine dezentrale Energieerzeugung eingestellt seien, sondern eher vor politischen Herausforderungen stehe. Er hofft auf einen italienischen PV-Markt von 3 GW im Jahr 2012 und darauf, dass auch die neue Regierung die Photovoltaik weiterhin unterstützt. Positive Signale wurden bereits gesendet. Das verlorene Vertrauen in den spanischen Markt müsse erst wiedergewonnen werden, meinte David Peréz von eclareon und ging von einem mäßigen Wachstum von 300 bis 500 MW pro Jahr aus. In bestimmten Regionen in Südspanien sei die Grid Parity bereits Realität. Auch in Spanien sei nach den Wahlen am Wochenende unklar, ob und inwieweit die Regierung die PV-Industrie unterstützt.

Einen Blick über den europäischen Tellerrand hinaus, warf die Session „PV Märkte weltweit“. Rudy Vetter vom Greater Phoenix Economic Council unterstrich, dass die USA in Zukunft einer der größten PV-Märkte weltweit sein werde. Der Markt, der anders als in Europa nicht durch den Preis, sondern durch ein vorgeschriebenes Volumen geregelt wird, sei sehr divers. Er riet Unternehmen trotz Unsicherheiten durch das bevorstehende Wahljahr und den Ausgang der Antidumping-Klage gegen China, keine „sit-and-wait-Strategie“ zu verfolgen, sondern sich bei Interesse sofort auf dem Markt zu engagieren.

Ähnliches berichtete Frank Haugwitz, Deutsche China Consult, für den chinesischen Markt. „Möglichkeiten für deutsche Unternehmen gibt es nach wie vor, aber nicht für immer“, erklärte er. Er ermutigte Unternehmen zum Eintritt in den chinesischen Markt. China sei kein „closed shop“, empfehlenswert sei jedoch die Kooperation mit einem lokalen Partner.

In der Session „Größere Solarthermieanlagen“ bestärkte Rüdiger Mühlhausen von Apel + Hoyer die Solarthermiebranche, nicht nur auf Marktanreizprogramme zu warten, sondern gezielt auf Kunden zuzugehen und diese zu begeistern. „Der Markt ist da“, erklärte er. Das nächste Forum Solarpraxis findet am 22. und 23. November 2012 in Berlin statt.

Quelle: Sonnenseite / Solarpraxis AG 2011

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EMPA weist den solaren Weg

An der Info-Veranstaltung «Solarstrom für die Schweiz» konnten Fachleute und Interessierte einen Blick in die solare Zukunft werfen. Zunächst orientierten Empa-Forscher über verschiedene Solarzellen-Technologien. Dann beleuchtete Solarunternehmer Thomas Nordmann die Rolle der Photovoltaik in der Schweiz.

«Es gibt bald keinen Grund mehr, tiefe Löcher in die Erde zu graben, um fossile Energieträger herauszuholen”, brachte es Ayodhya N. Tiwari, Leiter der Abteilung «Dünnfilme und Photovoltaik», auf den Punkt. Gut 300 interessierte Fachleute und Privatpersonen hatten sich am Mittwoch in der Empa-Akademie versammelt, um sich zum Thema «Solarstrom für die Schweiz» zu informieren. Tiwari und sein Kollege Stephan Bücheler stellten zunächst die verschiedenen Generationen von Photovoltaiktechnologien vor – von der kristallinen Siliziumzelle über Dünnschicht-Zellen auf Glas oder flexibler Folie bis zu Solarzellen der nächsten Generation. Die Symbolfigur Helvetia kann derweilen auch als Symbol für das Solarzeitalter gesehen werden - siehe links.Allein durch Skalierungseffekte und stetig wachsende Produktion, so erklärten die Forscher, seien weitere Preissenkungen bei Solarzellen zu erwarten. Schon die Vergangenheit zeigt: Immer wenn sich die installierte Kapazität verdoppelt, sinkt der Preis für ein Solarmodul um rund 20 Prozent (siehe auch Grafik unten). Auch die Forschung – zum Beispiel an der Empa – wird ihren Teil dazu beitragen: Flexible Dünnschicht-Zellen, wie die aus Tiwaris Labors, könnten kostengünstig im «Roll-to-Roll»-Verfahren hergestellt werden. Wenn keine starren Glasplatten mehr nötig sind, um Solarzellen zu bauen, können auf kompakten Produktionsmaschinen grosse Mengen von Solarpanelen erzeugt werden. Auch die Auslieferung an den Einsatzort und die Montage würde deutlich einfacher.

Der Solarunternehmer Thomas Nordmann unterstützte in seinem Vortrag diese Perspektive. Seit er 1989 an einer Lärmschutzwand der Autobahn A13 die ersten Solarzellen installieren liess, sind die Verkäufe in der Schweiz rasant angestiegen. Dennoch liegt das Land mit einer installierten Leistung von 14,2 Watt pro Kopf noch weit hinter dem Nachbarn Deutschland zurück. Dort sind Solarpanele mit einer Leistung von 212 Watt pro Person installiert – der Freistaat Bayern hat es gar auf 510 Watt gebracht. Nordmann macht folgende Rechnung: Um bis zum Jahr 2035 rund sieben Prozent des Schweizer Strombedarfs solar zu decken, müssten 626 Watt solare Leistung pro Kopf installiert werden. Das sei zwar 44-mal mehr als heute, aber mit Blick auf die bayerischen Nachbarn durchaus machbar.

Wer sich nun vor einem von Solaranlagen zugepflasterten Land fürchtet, den beruhigt Nordmann mit einer weiteren Rechnung: Für die erwähnten 626 Watt pro Kopf seien 4,5 Quadratmeter Solarpanele pro Einwohner nötig. Dies entspricht der halben Dachfläche der Schweizer Industrieflächen oder der Hälfte aller Bahnanlagen – oder neun Prozent aller Dachflächen der Schweiz; weder Wald noch landwirtschaftliche Nutzflächen müssten geopfert werden.

Mit Klick aufs Bild vergrössern!


Quelle: Empa /Bilder: Guntram Rehsche


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Neuer CEO für Edisun Power

Die Edisun Power Europe AG, ein auf Solarstrom spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Zürich und Solaranlagen in ganz Europa, hat Rainer Isenrich als neuen CEO der Gruppe verpflichtet. Das Unternehmen profitierte in den vergangenen Monaten von den ausserordentlich guten Wetterbdingungen.

Isenrich (siehe Bild) wird nach dem bereits früher angekündigten Ausscheiden von Mirjana Blume die Führung des Unternehmens gemäss einer Firmenmitteilung spätestens ab dem zweiten Quartal 2012 übernehmen. Bis dahin soll Markus Kohler, Mitglied der Geschäftsleitung der Edisun Power Gruppe, die operative Führung der Gruppe innehaben. Isenrich blickt auf eine langjährige internationale Führungserfahrung zurück, welche er sich in verschiedenen leitenden Positionen der Industrie angeeignet hat. So war er in verschiedenen leitenden Funktionen im Georg Fischer Konzern tätig. Zudem hat er sich im Rahmen seiner Tätigkeit als CEO der Multi-Contact AG vertieft mit der Solarbranche auseinandergesetzt. Verwaltungsratspräsident Heinrich Bruhin sagte: „Wir sind glücklich, mit Rainer Isenrich einen ausgewiesenen Fachmann in unserer Gruppe begrüssen zu dürfen, der eine fundierte internationale Erfahrung in der Industrie sowie im Bereich Photovoltaik mitbringt.“

Die Edisun Power Gruppe hat im laufenden Jahr bis Ende Oktober insgesamt 10,4 Mio. Kilowattstunden Solarstrom erzeugt. Dies entspricht einer Steigerung von 51% gegenüber der Vorjahresperiode. Die gute Betriebsführung der Anlagen sowie die überdurchschnittlich vorteilhaften Wetterbedingungen haben dafür gesorgt, dass der Solarstromertrag 9% höher ausgefallen ist als prognostiziert. In Frankreich werden noch vor Ende Jahr termingerecht drei Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2,1 Megawatt peak (MWp) an das Netz angeschlossen. Zwei der Anlagen befinden sich auf dem Festland, eine auf Korsika.

Auf Mallorca hat planmässig der Bau einer 2,2-MWp-Freiflächenanlage begonnen. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Firma Energes realisiert, mit welcher die Edisun Power Gruppe eine langjährige Partnerschaft pflegt. Nach der Fertigstellung der Anlage wird der dort gewonnene Solarstrom in das Inselnetz eingespeist und gemäss dem spanischen Einspeisetarifsystem vergütet. Mit dem Abschluss des Projektes auf Mallorca wird sich die Anlageleistung der Edisun Power Gruppe auf 14 MWp belaufen.

Quelle: Edisun Power

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Montag, 21. November 2011

Sarasin: (halb-) duster

Überkapazitäten und Preisverfall führen in den nächsten Monaten zu einer Marktbereinigung in der Solarindustrie, die nur gut aufgestellte Unternehmen wie Solarworld überleben werden. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Nachhaltigkeitsstudie "Solarwirtschaft: Hartes Marktumfeld – Kampf um die Spitzenplätze", in der die Bank Sarasin die wichtigsten börsennotierten Zellen- und Modulhersteller einem Fitnesstest unterzieht.

Für die Gesamtindustrie bringt die Bereinigung allerdings den notwendigen Ausgleich, so dass sich die Wachstumsaussichten wieder bessern: Bis 2015 kann durch neue Absatzmärkte und zusätzliche Anwendungen für Solarstrom ein durchschnittliches Wachstum bei der neu installierten Photovoltaik (PV)-Leistung von 18% pro Jahr erzielt werden.

Eine Marktbereinigung in der Solarbranche ist unvermeidlich: Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ist zu gross geworden. Einem Absatzpotenzial von 21 Gigawatt (GW) stehen Ende dieses Jahres rund 50 GW an Produktionskapazität für Solarmodule gegenüber. Kleine, nicht wettbewerbsfähige und schlecht finanzierte Unternehmen werden die Strukturbereinigung nicht überleben. Unternehmen dagegen, die international breit positioniert und vertikal integriert sind – also mehrere Produktionsschritte eigenständig vornehmen – haben sehr gute Chancen, gestärkt aus der Konsolidierungsphase hervorzugehen.

Gut positioniert für die nächste Entwicklungsrunde des PV-Marktes ab 2013 sind beispielsweise Suntech Power, Trina Solar und Yingli Solar aus China, First Solar und Sunpower aus den USA sowie die deutsche Solarworld (Hauptsitz siehe Bild). Gefährdet sind vor allem kleine bis mittelgrosse Unternehmen mit eher bescheidenen Wachstumsaussichten, wie die deutschen Conergy, Q-Cells, Solar-Fabrik und Sunways. Für das Jahr 2011 rechnet die Bank Sarasin weltweit mit einer neu installierten PV-Leistung von 21GW (Solarmedia: andere Quellen sehen höhere Zahlen von bis zu 24 GW - siehe Solarmedia vom 17. November 2011). Dies entspricht einem Wachstum von 3%. Im kommenden Jahr wird der PV-Markt speziell in Europa in einer schwierigen Übergangsphase verharren. Global gesehen, könnte die Nachfrage im kommenden Jahr mit Hilfe der boomenden Märkte USA, China und Japan trotzdem um 20% wachsen. Von 2010 bis 2015 wachsen die globalen Installationen voraussichtlich mit durchschnittlich 18% pro Jahr. Europas Zubau nimmt in diesem Zeitraum rund 3% pro Jahr ab. Am stärksten entwickelt sich Indien: Dort rechnet die Bank Sarasin mit einem jährlichen Wachstum von 101%. Die breitere geografische Verteilung der Neuinstallationen setzt sich in den nächsten Jahren verstärkt fort. Bis 2013 erreichen insgesamt mehr als zehn PV-Märkte einen jährlichen Zubau von mindestens 500 Megawatt (MW). Die PV-Märkte werden nicht nur geografisch, sondern auch im Hinblick auf die Anwendungen der Solaranlagen diversifizierter. Zukünftig sind Unternehmen gefragt, die über den Verkauf von Solarmodulen hinaus neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln und anbieten können.

Die Solarenergie verzeichnet über die vergangenen zehn Jahre dank intensiver Kostenreduktion die steilste Kostensenkungsrate aller erneuerbaren Energien und gelangt damit sehr schnell auf ein wettbewerbsfähiges Preisniveau. In den kommenden Jahren wird Solarstrom in einer wachsenden Zahl von Regionen Preisparität zum Endverbrauchertarif erreichen. Somit sind auch keine nationalen Förderprogramme mehr notwendig.

Auch bei den Unternehmen mit Dünnschichtmodulen ist die Marktbereinigung in vollem Gange. Dieses Jahr sind nur noch rund 100 Unternehmen in diesem Bereich aktiv, 2010 waren es noch 150. Die Spitzenunternehmen zeigen einen raschen Ausbau der Kapazitäten. 2013 werden deshalb keine Unternehmen mit weniger als 500 MW Produktionskapazitäten mehr unter den Top-Ten zu finden sein. Skaleneffekte, eine tiefe Kostenstruktur und hohe Kreditwürdigkeit sind wichtige Erfolgsfaktoren für ein Dünnschichtunternehmen. Mit Hilfe von grossen, finanzstarken Unternehmen wie First Solar, Sharp, ShowaShell, General Electric oder Hanergy als Vorreiter legen die Dünnschichttechnologien bis 2013 um durchschnittlich 32% pro Jahr zu.

Im Vergleich zur PV sind die CSP-Kraftwerke teuer geblieben (siehe auch Erklärung der Technologien unten). Aufgrund der Materialkosten und des hohen Arbeitsaufwandes lassen sich die Kosten für ein solches Kraftwerk aber nur schwer senken. Wichtigste Nische für CSP bleibt der Einsatz in Hybridkraftwerken. Diese Kombination mit einem Gas- oder Kohlekraftwerk scheint gerade in den Ländern des Mittleren Ostens, Nordafrika, Südostasien und Südamerika sehr lukrativ und spart Kosten für fossile Brennstoffe. Aufgrund der verschärften Konkurrenzsituation wächst die CSP-Leistung in den kommenden zehn Jahren mit durchschnittlich 17% pro Jahr etwas moderater. Bis 2020 erwartet die Bank Sarasin in diesem Bereich eine kumulierte Leistung von 28 GW.

Die drei Technologien der Solarenergie kurz erklärt:

Photovoltaik (PV):
Erzeugung von elektrischem Strom aus Sonnenenergie. In Solarzellen, meist aus Silizium, werden mit Hilfe von Licht Ladungsträger freigesetzt (Photoeffekt) und so direkt Strom erzeugt, der in Akkus gespeichert oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann.

Solarkollektoren:
In einer thermischen Solaranlage werden schwarz oder blau beschichtete Absorber in den Kollektoren von den Sonnenstrahlen erwärmt. Diese Wärme wird in einem Solarspeicher gesammelt und in die Sanitär- und Heizungsinstallation im Haus eingespeist.

Solarthermische Kraftwerke (Concentrating Solar Power, CSP): Solarthermische Kraftwerke nutzen die in Wärme umgewandelte Sonnenstrahlung zur Stromerzeugung. Mit Hilfe von Spiegeln wird das Sonnenlicht gebündelt und die gewonnene Wärmeenergie an einen Dampfkreislauf abgegeben. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt.

Die Studie "Solarwirtschaft: Hartes Marktumfeld – Kampf um die Spitzenplätze" der Bank Sarasin (Autoren: Dr. Matthias Fawer und Balazs Magyar) ist als Druckexemplar in deutscher und englischer Sprache gegen eine Schutzgebühr von CHF 150 respektive EUR 120 (für Kunden und Medien gratis) erhältlich bei: gabriela.pace@sarasin.ch.

Quelle: Sarasin

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Sonntag, 20. November 2011

PV-Cycle vor Scheitern

Der Solarverband PV Cycle hat offenbar eines seiner wichtigsten Ziele, ein freiwilliges Recyclingprogramm für Photovoltaikschrott in der Branche zu etablieren, verfehlt (siehe Solarmedia vom 16. Dezember 2010).

Auf dem Branchentreffen »Forum Solarpraxis« in Berlin sagte der Präsident der Vereinigung, Wilfried Taetow, gemäss der Fachzeitschrift Photon: »Wir gehen davon aus, dass Photovoltaikmodule in die WEEE-Direktive aufgenommen werden.« Der lose Firmenzusammenschluss versucht seit vier Jahren eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Rücknahme von Altmodulen zu organisieren. Damit sollte die sogenannte Elektroschrottrichtlinie der EU (Waste Electrical and Electronic Equipment Directive) umgangen werden, die eine gesetzliche Rücknahmepflicht für Unternehmen vorsieht.

Jürgen Beckmann vom Bayerischen Landesamt für Umwelt sagte, die WEEE-Direktive werde derzeit von der EU überarbeitet. Zwei verschiedene Szenarien sehen vor, die Solarindustrie Ende 2013 oder Mitte 2014 in den europäischen Gesetzesrahmen für Elektromüll zu integrieren. Eine Entscheidung in Brüssel könnte bereits am 16. Januar 2012 fallen.

Quelle: PHOTON

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Samstag, 19. November 2011

Solar-Firmen-News Woche 46

Einige Solarunternehmen haben immer noch Grosses vor, zum Beispiel Solarhybrid – Wie die Politik den Solarmarkt mit Förderkürzungen zerschlägt, zeigt ein Beispiel aus Grossbritannien - Der Maschinenbauer Manz AG will die Produktionslinie für CIGS-Solarmodule von Würth Solar in Schwäbisch Hall übernehmen - Solarworld steigert verkaufte Menge, muss aber Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen – Ähnlich hat sich die Geschäftslage des weltgrössten Wechselrichterherstellers SMA entwickelt - Panasonic reiht sich still und leise unter den grössten Modulproduzenten weltweit ein - Spezielles Jubiläum für First Solar, bereits 5 GW Modulleistung produziert.

Die deutsche Solarhybrid AG will ein Joint Venture mit dem US-Dünnschichtspezialisten First Solar schließen. Wenn Solarhybrid die Projektpipeline der Solar Millennium AG in den USA wie geplant übernehme, sei eine Partnerschaft mit First Solar (im Bild eine deren Grossanlagen) für die Projekte »Blythe« (1.000 Megawatt) und »Palen« (500 Megawatt) in Kalifornien geplant. Das Gesamtpaket der US-Projekte von Solar Millennium umfasst Kraftwerke mit einer Leistung von 2,25 Gigawatt. Quelle: Solarhybrid AG, Zusammenfassung: PHOTON

Die britische Wohnungsbaugesellschaft Mears Group wird zukünftig keine Photovoltaikanlagen mehr installieren. Nach einem Bericht des Onlineportals »This Is Gloucestershire« lohne sich der Geschäftszweig nach den jüngsten Entscheidungen der britischen Regierung nicht mehr für das Unternehmen. Ende Oktober hatte die Regierung verkündet, die Solarförderung für kleine Anlagen von 43 auf 21 Pence pro Kilowattstunde abzusenken. ... Quelle: This Is Gloucestershire, Zusammenfassung und Übersetzung: PHOTON


Der Solar-Anlagenbauer Manz plant, die bisherige Produktionsstätte und insgesamt 116 Würth-Solar-Mitarbeiter in den eigenen Konzern zu integrieren. Der Abschluss der Übernahme wird voraussichtlich Anfang 2012 erfolgt. Das Unternehmen will sich zukünftig komplett auf den Handel und Vertrieb von Modulen konzentrieren. Der Weiterbetrieb der Produktionslinie mit einer Jahreskapazität von 30 Megawatt sei wirtschaftlich nicht mehr darstellbar, da sie im internationalen Vergleich zu klein sei. Manz will die Produktionsstätte zu einer reinen Forschungs- und Entwicklungslinie mit einer Kapazität von sechs Megawatt umstellen. Dort soll die CIGS-Technologie weiterentwickelt werden. ... Quelle: PHOTON


Die SolarWorld AG hat ihre Absatzmenge in den ersten neun Monaten mit 576 (Q1-Q3 2010: 568) MW gesteigert. Der Umsatz lag mit 772,9 (Q1-Q3 2010: 958,3) Mio. € unter Vorjahresniveau. Der operative Gewinn (EBIT) betrug in den ersten neun Monaten 88,7 (Q1-Q3 2010: 133,6) Mio. €. Der Konzerngewinn belief sich auf 13,4 (Q1-Q3 2010: 54,7) Mio. €. „Im gesamten Markt hat sich die Nachfrage auch im 3. Quartal 2011 schlechter entwickelt als erwartet“, erklärte Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. Allein im 3. Quartal belief sich das Konzernergebnis aufgrund von Verlusten in den USA, die sich nicht steuersenkend auswirkten, auf minus 9,0 Millionen Euro (Q3 2010: +19,9 Mio. €). Quelle: Medienmitteilung Solarworld


Die Q-Cells SE (Bitterfeld-Wolfen) hat mit Blick auf ein auch im dritten Quartal deutlich schwierigeres als allgemein erwartetes Marktumfeld ein vergleichsweise solides Quartalsergebnis erzielt. Der Umsatz betrug im dritten Quartal 228,8 Mio. Euro. Der Umsatz im Vorquartal von rund 316,0 Millionen Euro habe von einem Großprojekt profitiert, der Umsatz auf Neunmonatsbasis betrage damit rund 669,9 Millionen Euro. Das Jahresumsatzziel von rund einer Milliarde Euro wurde bestätigt. Quelle: Solarserver


Der weltgrösste Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology meldet ein schwächeres Ergebnis als im vergangenen Rekordjahr, hält aber an seinem Ausblick fest. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel auf 178,3 Millionen Euro, nach 418,2 Millionen im vergangenen Jahr. Das Unternehmen bekräftigte dennoch die zwischenzeitlich reduzierten Jahresziele und will 2011 einem Umsatz zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro und ein Ebit zwischen 220 und 300 Millionen Euro erreichen. ... Quelle: SMA Solar Technology AG, Zusammenfassung und Übersetzung: PHOTON


First Solar, Inc. announced on thursday cumulative production has reached 5 gigawatts (GW), or 66 million solar modules, capable of generating enough clean electricity to power approximately 2.5 million homes. The company began commercial production in 2002 and has since grown to become one of the world’s largest solar module manufacturers, with 36 production lines on three continents. Quelle: Businesswire

Panasonic Corp will invest 50 billion yen ($645 million) to build a solar panel plant in Malaysia, to bolster output by a third to 900,000 kilowatts, the Nikkei business daily reported. The plant, which will open in 2012, will be its first full-range production facility outside Japan that will make silicon wafers and complete final assembly of panels, the Nikkei said. Quelle: Reuters


© Solarmedia

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Bund unterstützt Gemeinden

Das Bundesamt für Energie BFE und das Bundesamt für Raumentwicklung ARE unterstützen achtzehn Gemeinden bei der Umsetzung ihrer Quartierprojekte. Die Gemeinden erhalten während vierzehn Monaten fachliche Beratung von Experten für nachhaltige Entwicklung.

Insgesamt 26 Gemeinden haben sich für die Teilnahme am Bundesprogramm Nachhaltige Quartiere beworben. Das ARE und das BFE wählten elf Quartierprojekte aus der West- und sieben aus der Deutschschweiz aus. Die Gemeinden, die die Projekte durchführen, erhalten einen Berater, der sie bei der Anwendung des neuen Instruments «Nachhaltige Quartiere by Sméo» und bei der Weiterentwicklung ihres Quartierprojektes unterstützt.

Die ehemalige Uhrenmetropole La-Chaux-de-Fonds mit ihrem typischen rechtwinkligen Strassenschema ist eine der Westschweizer Gemeinden, die dank der Beratung durch den Bund die nachhaltige Quartierentwicklung vorantreiben werden (Bild: Guntram Rehsche).




Unter den eingereichten Projekten befinden sich verschiedene Typen von Quartiervorhaben wie der Neubau von Quartieren, die Neugestaltung von Industriebrachen oder Quartiererneuerungen. Einige Projekte befinden sich noch in der Wettbewerbsphase, bei anderen ist der erste Spatenstich schon erfolgt. Die ausgewählten Projekte stammen sowohl aus kleinen Gemeinden wie auch grösseren Städten wie Genf oder Freiburg.

Zur Förderung nachhaltiger Quartiere haben das BFE und das ARE zusammen mit dem Kanton Waadt, der Stadt Lausanne und dem Schéma directeur de l'Ouest lausannois (SDOL) das Instrument «Nachhaltige Quartiere by Sméo» entwickelt. Ziel der Anwendung des Instruments ist es, die Projekte aus Sicht der Nachhaltigen Entwicklung zu bewerten sowie Stärken und Schwächen in der Frühphase zu erkennen. Ebenso soll das Instrument die Koordination der am Projekt beteiligten Akteure gewährleisten. Es kann in den verschiedenen Phasen der Planung, Umsetzung sowie Nutzung eingesetzt werden. Die Publikation «Nachhaltige Quartiere. Herausforderungen und Chancen für die urbane Entwicklung» führt in die Anwendung des Tools «Nachhaltige Quartiere by Sméo» ein. Bestellung: www.bundespublikationen.admin.ch, Art.-Nr. 812.092.d

Quelle: Bundesamt für Raumentwicklung

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