Montag, 28. Februar 2011

100 Millionen € für Solarthermie

Ab März können in Österreichs Bankfilialen und Bausparkassen Zuschüsse von bis zu 6.500 Euro beantragt werden - 100 Millionen Euro für mehr Wachstum, Arbeitsplätze und Energieeffizienz, wie das Nachhaltigkeitsportal oekonews.at berichtet.

Am Dienstag, startet die neue Bundesförderung für die thermische Sanierung von Wohngebäuden. Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Niki Berlakovich stellen dafür allein heuer 100 Millionen Euro bereit, davon sind 70 Millionen für private Haushalte reserviert. "Der neue Sanierungsscheck stützt den Aufschwung, schafft Green Jobs und hilft beim Sparen von Heizkosten. Jeder in die Sanierung investierte Euro ist gut angelegt", betont Mitterlehner. Mitterlehner erwartet, dass die Förderoffensive im Sinne der Energiestrategie Investitionen von rund 700 Millionen Euro auslösen und bis zu 10.000 Arbeitsplätze schaffen und sichern wird.

"Mit der Einleitung zur Ökologisierung des Steuersystems können wir 2011 100 Millionen Euro für die thermische Sanierungsoffensive bereit stellen. Bis 2014 stehen uns insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Klimaschutz und hilft den Menschen Energiekosten und damit Geld zu sparen.Österreich profitiert dreifach: Mit jährlich vier Millionen Tonnen CO2- Einsparung, einer Wirtschaftsbelebung durch ein ausgelöstes Investitionsvolumen von 700 Millionen Euro und mit der Schaffung und Sicherung von bis zu 10.000 green jobs", so Berlakovich.

Förderanträge können direkt in den Bankfilialen und Bausparkassen gestellt werden. Die Förderungen werden für umfassende thermische Sanierungen in Form eines Zuschusses von bis zu 5.000 Euro vergeben. Dazu kommen noch mögliche Zuschüsse von bis zu 1.500 Euro für die Umstellung auf umweltfreundliche Heizsysteme. "Insgesamt sind so Auszahlungen von bis zu 6.500 Euro möglich. Je umfangreicher die Sanierung, desto höher ist der Zuschuss", erläutert Mitterlehner. Teilsanierungen werden mit bis zu 3.000 Euro unterstützt, wenn der Heizwärmebedarf um mindestens 30 Prozent verringert wird. Um auch in den Städten Sanierungsimpulse auszulösen, gibt es Sonderregelungen für Eigentümer und Mieter im mehrgeschossigen Wohnbau.

Das zu sanierende Wohngebäude muss mindestens 20 Jahre alt sein. Gleichzeitig muss ein aktueller Energieausweis vorliegen, durch den die jeweils erforderlichen Werte der Energieeinsparung ausgewiesen sind. Zusätzlich zu den Antragsformularen stehen in den Bankfilialen Informationsblätter mit Antworten auf häufig gestellte Fragen bereit. Alle Details zur Förderaktion erhalten Sie auch auf der neuen Webseite www.sanierung2011.at.

Unternehmen können ihre Förderanträge ab dem 28. März online bei der KPC-Kommunalkredit Public Consulting (www.publicconsulting.at) stellen. Die Höhe der Auszahlungen orientiert sich an der erzielten Sanierungsqualität und dem entsprechend sinkenden Heizwärme- und Kühlbedarf. Einen Zuschlag gibt es für die Kombination von Sanierungsmaßnahmen mit technischen Verbesserungen zur effizienteren Nutzung von Energie.

Quelle: oekonews.at / Bild: Guntram Rehsche

PV-Forschung auf Höchstniveau

An der Universität Konstanz am Bodensee wurden in der von Prof. Dr. Giso Hahn geleiteten Abteilung Photovoltaik zwei neue, von der Europäischen Union (EU) geförderte Forschungsprojekte eingeworben. Das EU-weite Verbundprojekt „20plµs“ (20 percent efficiency on less than 100 μm thick industrially feasible c-Si solar cells, www.20plus-pv.eu), mit einem Gesamtvolumen von sieben Millionen Euro, wird hier koordiniert - beteiligt ist auch eine Schweizer Hochschule.

Barbara Terheiden, stellvertretende Abteilungsleiterin der Konstanzer Photovoltaik, leitet das Projekt mit Forschungspartnern aus ganz Europa: Die Hochschule École Polytechnique Fédérale de Lausanne, (EPFL, Lausanne), das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE, Freiburg, Deutschland), das National Renewable Energy Centre (NaREC, Blyth, Großbritannien), die Firma Projects in Solar Energy (PSE, Freiburg, Deutschland), die Solarzellenhersteller Photovoltech (Tienen, Belgien) und Q-Cells (Thalheim, Deutschland) sowie der Maschinenproduzent Mechatronics Systemtechnik GmbH (Villach, Österreich) sind an dem Projekt beteiligt.

Ziel des Projekts 20plµs ist es, Solarzellen zu entwickeln, die deutlich dünner und trotzdem effizienter sein werden, als bisher üblich. Aus kristallinem Silizium sollen Solarzellen mit einer Dicke von höchstens 100 Mikrometern entstehen, die gleichzeitig einen Wirkungsgrad von mindestens 20 Prozent zeigen werden. Dabei wird es aber nicht bei reinen Forschungsergebnissen bleiben: Die teilnehmenden Forschungspartner haben es sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung der Zellen auch in eine industrielle Pilotfertigungslinie zu transferieren.

„Das heißt, dass wir einen Tauglichkeitstest für die Praxis durchführen und zeigen werden, dass die von uns entwickelten Technologien auch bei hohen Durchsätzen industriell anwendbar sind“ fasst Dr. Terheiden die Herausforderung des Projekts zusammen. Bei einer Laufzeit von drei Jahren beläuft sich der Anteil der Fördersumme für die Universität Konstanz auf rund 1,2 Millionen Euro. Der Großteil des Budgets, über 75 Prozent, werden als Personalmittel für wissenschaftliche und technische Angestellte eingesetzt, während die verbleibenden Gelder für Verbrauchsmittel und Reisen zu den notwendigen Projekttreffen verwendet werden.

Barbara Terheiden leitet auch das zweite von der Universität Konstanz eingeworbene Projekt: „R2M-Si“ (Roll to Module processed Crystalline Silicon Thin-Films for higher than 20% efficient modules). In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Freiburg, Deutschland), dem Forschungszentrum Interuniversity Microelectronics Centre (IMEC, Leuven, Belgien), dem physikalisch-technischen Abram F. Ioffe-Institut (St. Petersburg, Russland), den Firmen RENA GmbH (Gütenbach, Deutschland) und S'Tile SA (Poitiers, Frankreich) sowie dem Forschungsinstitut SINTEF (Trondheim, Norwegen) sollen hier noch dünnere Solarzellenmodule, basierend auf Silizium-Dünnschichten, entwickelt werden.

Allerdings liegt das Forschungsinteresse in einem kreativen Produktionsansatz: Wie es der Titel des Projekts andeutet, sollen dünne Silizium-Schichten von einem runden Silizium-Kristall abgerollt werden anstatt den Kristall in Scheiben zu sägen. Die in diesem innovativen Vorhaben hergestellten Solarzellen sollen einen Wirkungsgrad von mindestens 20 Prozent erlauben. Die Konstanzer Wissenschaftlerin Terheiden betont: „Wenn es uns gelänge, ein solches Roll-to-Module-Verfahren zu entwickeln, könnten große Fortschritte für die Herstellung von Solarzellen erzielt werden. Es wäre möglich, mit deutlich geringeren Kosten als bisher ein sehr hochwertiges Silizium zu erzeugen.“ Auch für das Projekt „R2M-Si“ ist eine Laufzeit von drei Jahren vorgesehen, bei einem Gesamtvolumen von knapp vier Millionen Euro beträgt der Förderanteil für die Universität Konstanz rund 450.000 Euro.

Quelle: Universität Konstanz

Sonntag, 27. Februar 2011

Kraftvolle Solarthermie

Bislang werden Thermoöle in Parabolrinnenkraftwerken eingesetzt. Thermoöl fließt in den Absorberrohren (dunkles Rohr links im Bild). Auf diese Absorberrohre konzentrieren die Parabolspiegel das Licht, hier wird die Sonnenstrahlung in Wärme umgewandelt mit der für einen konventionellen Kraftwerksprozess Dampf erzeugt wird. In einer neu entwickelten Testanlage wird geschmolzenes Salz durch die Absorberrohre fließen.

Siemens Energy wird zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Partnern aus der deutschen Industrie eine Kraftwerks-Testanlage für den Betrieb mit geschmolzenem Salz (Molten Salt) als Wärmeträgermedium in Portugal errichten. Salz ist kostengünstiger als bisherige Wärmeträgermaterialen, außerdem kann ein Kraftwerk bei höheren Temperaturen arbeiten, wodurch der Wirkungsgrad steigt.

Über einen Zeitraum von drei Jahren soll die Anlage auf dem Gelände der Universität Evora rund 130 Kilometer südöstlich von Lissabon getestet und optimiert werden. Das DLR beteiligt sich an der Planung und konzeptionellen Auslegung der Versuchsanlage sowie der Qualifizierung des Kollektorfeldes. DLR-Forscher werden zudem den Versuchsbetrieb wissenschaftlich begleiten. Das Forschungsprojekt "High Performance Solarthermie (HPS)" wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Zu den Projektpartnern zählen neben dem DLR, die K+S AG und Senior Berghöfer GmbH. Das Gelände und die Infrastruktur für die Anlage werden durch den portugiesischen Energieversorger Energias de Portugal (EdP) zur Verfügung gestellt.

Ziel des Forschungsvorhabens unter der Leitung von Siemens ist es, die Wirtschaftlichkeit und die Betriebssicherheit von Parabolrinnenkraftwerken mit flüssigem Salz als Wärmeträgermedium zu untersuchen. Diese Art solarthermischer Kraftwerke konzentriert das Sonnenlicht mit Parabolspiegeln auf ein Receiverrohr, in dem sich ein Wärmeträgermedium befindet. Während in heutigen kommerziellen Parabolrinnenkraftwerken Thermoöle als Wärmeträgermedium zum Einsatz kommen, welche einen Dauereinsatz von bis zu 400 Grad Celsius erlauben, soll die Testanlage mit geschmolzenem Salz bei Temperaturen oberhalb von 500 Grad Celsius betrieben werden. In einem neuartigen Durchlaufdampferzeuger gibt das Salz seine Energie an einen angeschlossenen Wasser-Dampf-Kreislauf ab. Die gegenüber dem Stand der Technik erhöhten Dampftemperaturen erlauben höhere Wirkungsgrade des Kraftwerksblocks.

Salz kann in Parabolrinnenkraftwerken nicht nur als Wärmeträgermedium eingesetzt werden, in heute schon existierenden Solarkraftwerken wird Flüssig-Salz in riesigen Tanks auch als Wärmespeicher eingesetzt. Solche Kraftwerke laufen mit einem Zweikreissystem, mit synthetischem Öl im Kollektorfeld und Flüssig-Salz im Speichersystem. Wird Salz als Speicher- und auch als Trägermedium eingesetzt, ist ein Zweikreissystem nicht mehr notwendig. Dies führt zu einer Senkung der Systemkomplexität und damit der Investitionen.

In der Testanlage sollen unterschiedliche Salze auf ihr Einsatzpotenzial hin untersucht werden. Dazu zählen etwa eine weiterentwickelte Form des bisher üblichen "Solar Salts", aber auch Salze auf Basis anderer Bestandteile. Die Herausforderung für die Entwicklung neuer Salze besteht unter anderem darin, Wärmeträgermaterialien mit niedrigem Schmelzpunkt zu finden. Das potenzielle Risiko von Einfrierungen in den salzführenden Systemen und die thermischen Verluste können dadurch signifikant reduziert werden. Mit der Testanlage sollen daher verbesserte Salzschmelzen, ein angepasstes Anlagen-Design und geeignete Betriebskonzepte entwickelt werden.

Quelle Text und Bild: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Samstag, 26. Februar 2011

Frankreichs Deckel definitiv

Künftig wird die Solarförderung in Frankreich auf 500 Megawatt Photovoltaik-Leistung im Jahr begrenzt. Das neue Regulierungssystem soll am 10. März in Kraft treten.

Die französische Regierung hat sich nach einem Medienbericht auf eine Neuregelung der Solarförderung verständigt. Bei einem Ministertreffen am 22. Februar soll eine Obergrenze für die Photovoltaik-Förderung von 500 Megawatt festgelegt worden sein, wie der „Solarserver“ auf Berufung des Büros des französischen Premierministers berichtet. Nach dem Willen von Premierminister Francois Fillon soll die Neuregelung zum 10. März in Kraft treten; bis zum 8. März läuft noch das dreimonatige Moratorium für Photovoltaik-Anlagen. Die Neuregelung sehe vor, dass die Photovoltaik-Einspeisetarife künftig automatisch je nach Marktwachstum jedes Quartal angepasst werden, heißt es in dem Bericht weiter. Außerdem seien Ausschreibungen für große Photovoltaik-Dachanlagen und Solarparks vorgesehen. Die Anfangsvergütung liege dabei 20 Prozent unter der Einspeisevergütung vom 1. September 2010. Überdies müssten Bankbürgschaften für die Photovoltaik-Projekte bestehen und Umweltaspekte würden künftig bei der Genehmigung stärker berücksichtigt. Die Karte zeigt die unterschiedliche Intensität der Solareinstrahlung in Frankreich.

Nach Angaben von Fillon hat Frankreich seine selbstgesteckten Ziele bei der Photovoltaik bereits für 2012 erreicht. Er erwarte für die kommenden beiden Jahre einen Zubau von jeweils etwa 1000 bis 1500 Megawatt. Dies sei mehr als 2010 installiert worden sei. Für Mitte kommenden Jahres kündigte Fillon ein erneutes Treffen mit der Solarbranche an, um die tatsächliche Umsetzung von Photovoltaik-Projekten zu prüfen. Zum Zeitpunkt des Moratoriums am 9. Dezember habe eine Projekt-Pipeline von 3400 Megawatt bestanden. Sollte sich bei dem Treffen herauskristallisieren, dass der Zubau mit der Neuregelung eingebrochen ist, könnte laut Bericht die Begrenzung auf 800 Megawatt korrigiert werden.

Quelle: Photovoltaik

Solarfirmen-News Woche 8

Erneut werden Solarunternehmen für gute Arbeitsbedingungen ausgezeichnet - First Solar mit neuen Rekordmarken - Dünnschicht-Modul-Markt wird stark steigen - Trina und Ja Solar melden ebenfalls starke Jahresabschlüsse (siehe auch Solarmedia vom 23. Februar 2011) – Der Aufbau der Produktionskapazitäten geht munter weiter – Wieder Mal ein Lebenszeichen von Oerlikon Solar.

Die juwi-Gruppe aus dem rheinland-pfälzischen Wörrstadt gehört zu Deutschlands besten Arbeitgebern 2011. Im gleichnamigen und renommierten Wettbewerb des „Great Place to Work Institute“ landete der führende Projektentwickler für Wind-, Solar- und Bioenergie-Anlagen in der Kategorie 501 bis 2.000 Beschäftigte unter den Top 20. Die amerikanische First Solar konnte mit ihrer deutschen Niederlassung beim gleichen Wettbewerb das gute Vorjahresergebnis nochmals um fünf Plätze verbessern und erreichte Platz 14. Das Bild zeigt die von juwi im bulgarischen Drachevo errichtete Solaranlage. Quelle: juwi

Der US-Dünnschichtmodulproduzent First Solar hat 2010 den Umsatz um 24 Prozent gesteigert und mehr Gewinn erwirtschaftet. Der Umsatz stieg von 2,066 auf 2,563 Milliarden Dollar, der Betriebsgewinn von 679,6 auf 748,9 Millionen Dollar. Der Nettogewinn stieg von 640,1 auf 664,2 Millionen Dollar, so dass sich der Gewinn pro von 7,53 auf 7,68 Dollar erhöhte. Quelle: Ecoreporter

Das Wirtschaftsanalyse-Unternehmen NanoMarkets mit Sitz in Glen Allen im US-Bundesstaat Virginia hat eine neue Marktanalyse und -prognose für die CIGS-Branche herausgegeben, laut der die Umsätze für Photovoltaik-Module auf Basis von Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) von etwa 615 Millionen US-Dollar (rund 451 Millionen Euro) in diesem Jahr auf 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 2,7 Milliarden Euro) im Jahr 2016 steigen werden. Dem Bericht zufolge gibt es derzeit über 50 Hersteller auf dem CIGS-Markt, doppelt so viele wie noch vor wenigen Jahren. Quelle: Solarserver

Die in der chinesischen Provinz Jiangsu ansässige Trina Solar hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 120 Prozent auf 1,86 Milliarden Dollar gesteigert. Es wurden Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von 1,06 Gigawatt ausgeliefert. Das sind 165 Prozent mehr als 2009. Der operative Gewinn stieg um 223 Prozent auf 311,5 Millionen Dollar, der Gewinn pro Aktie erreichte 4,18 Dollar. 2009 waren es 1,69 Dollar. Quelle: Ecoreporter

Starke Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2010 hat die chinesische JA Solar veröffentlicht. Demnach hat der Solarkonzern aus Shanghai seinen Umsatz im Jahresverlauf auf 1,78 Milliarden Dollar verdreifacht. Nach einem Fehlbetrag von 0,18 US-Dollar je Aktie sprang der Nettogewinn je Aktie auf 1,61 Dollar. Der Betriebsgewinn vervielfachte sich von 14,2 Millionen auf 299,6 Millionen Dollar, bei einer Marge von 16,8 Prozent. Die Auslieferung von Solarprodukten stieg um 187 Prozent auf knapp 1,5 Gigawatt (GW). Quelle: Ecoreporter

Der chinesische Solarkonzern LDK plant, seine Produktionskapazitäten für Solarwafer noch im laufenden Jahr 2011 um nahezu 2 Gigawatt (GW) auf 5 GWzu erweitern. Dies kündigte LDK-Chef Sam Tong gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters an. Der weltweite Bedarf an Photovoltaikprodukten werde 2011 um 30 bis 50 Prozent asteigen; damit werde die Nachfrage nach Silizium-Wafern die des Vorjahres übertreffen, zitiert ihn die Nachrichtenagentur. Quelle: Ecoreporter

Oerlikon Solar
gab die Auftragserteilung von Dong Xu Ltd., einem der bekanntesten chinesischen Glashersteller in der PV-Industrie im Bereich der Dünnschicht-Technologie, bekannt. Der Auftrag umfasst mehrere KAI-Anlagen von Oerlikon Solar, die Kernkomponente bei der Beschichtung von Dünnschichtsilizium-Solarmodulen. Konkrete Zahlen wurden keine genannt. Quelle: Oerlikon Solar

© Text Solarmedia

Freitag, 25. Februar 2011

In 80 Tagen um die Welt


Die Teams der Zero Emissions Race sind nach 80 Tagen wieder an ihrem Startort Genf angekommen. Die Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südkorea waren im August in Genf gestartet. Der Weg führte sie zur Klimakonferenz im mexikanischen Cancún und wieder zurück nach Europa.

Mit der Tour mit den Elektromobilen wollten die Teilnehmer "beweisen, dass der emissionsarme Transport mit grünen Technologien möglich und verlässlich ist". Das ist nur fast geglückt: Ursprünglich wollten sie bereits am 22. Januar in Genf ankommen, die Ankunft verzögerte sich aber um rund einen Monat. Den ersten Platz erreichte der "Zerotracer" des Oerlikon Solar Racing Teams aus der Schweiz. Auf Platz zwei landere das deutsche "Vectrix Team" aus Berlin, dahinter reihte sich das Team aus Österreich ein. Die Fahrer des vierten und letzten E-Mobils aus Südkorea kamen nicht bis zum Ziel.

Bei dem Rennen ging es nicht darum, das Ziel als erster zu erreichen. Stattdessen werden Kriterien wie "Zuverlässigkeit des Fahrzeugs", "Effizienz der Fortbewegung" oder "Beliebtheit an den Etappenzielen" bewertet.

Quelle: klimaretter.info/jot / Bild und weitere Info: zero-race

Viel Geld für wenig Öl

„Angst vor Ölkrise“ titelt „Bild“, „Hilfe, der Ölpreis steigt“, schreibt die Süddeutsche und „Benzinpreis explodiert“ meinen jetzt alle. Und sie haben recht. Nur: Das war absehbar. Der aktuelle Benzin-Preis von 1.60 Euro ist noch lange nicht das Ende – Benzinpreise von drei bis fünf Euro werden kommen. Nicht nur wegen der aktuellen politischen Krise im ganzen arabischen Raum. Ein Kommentar des Publizisten Franz Alt.

Selbst wenn ab sofort in ganz Nordafrika demokratische Verhältnisse entstünden, müsste der Ölpreis weiter steigen, denn der Stoff, an dem die Industriestaaten hängen wie ein Junkie an der Nadel, geht zu Ende. Selbst die konservative Weltenergie-Agentur in Paris hat festgestellt, dass der weltweite Höhepunkt der Ölförderung überschritten ist. Jetzt geht die Ölförderung zurück, aber die Nachfrage steigt – China, Indien, Brasilien, Südafrika, Indonesien!

Das aber heißt: Öl und Benzin werden noch viel teurer als heute. Es gibt nie mehr billiges Benzin. Der Stoff geht absehbar zu Ende und die Panik am Ölmarkt treibt die Preise zusätzlich in die Höhe. Aber wie diskutieren die Ökonomen und der „Rat der Weisen“ der Bundesregierung diese existentiellen Probleme unseres Landes?

Der entscheidende ökonomische Vorteil der Ökoenergien wird noch immer ignoriert: Sonne, Wind, Wasserkraft und Erdwärme schicken uns keine Rechnung. Die Rohstoffe für die Versorgung mit erneuerbarer Energie gibt es umsonst – außer der Biomasse. Sonne und Wind sind kostenlose Geschenke des Himmels. Die intelligenteste Antwort auf die Herausforderung des Klimawandels und auf die steigenden Preise der alten Energien heißt: So rasch wie möglich und zu 100% auf erneuerbare Energien umsteigen.

Das ist – nach Hermann Scheer – der „energethische Imperativ“ unserer Zeit. Der große Lärm um das bisschen Öl lohnt gar nicht. Allein die Sonne schickt uns jede Sekunde 15.000 mal mehr Energie als zurzeit alle Menschen verbrauchen. Die Natur kennt keine Energiekrise. Wir brauchen lediglich einen Ölwechsel – so rasch wie möglich.

Quelle: © Franz Alt / Sonnenseite

D: Erneute Kürzung

Der deutsche Bundestag hat am Donnerstagabend der Kürzung der Solarförderung zugestimmt. Die schwarz-gelbe Bundestags-Mehrheit stimmte für die Pläne der Bundesregierung, die EEG-Umlage zu kappen. SPD und Linke stimmten gegen den Vorschlag, die Grünen enthielten sich.

Die Pläne hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bereits am 20. Januar vorgestellt: Wenn in den Monaten März bis Mai 2011 ein Marktwachstum ermittelt wird, dass für das Gesamtjahr einen Zubau von mehr als 3.500 Megawatt erwarten lässt, wird die Solarförderung statt zum 1. Januar 2012 bereits in diesem Jahr gekürzt. Für Dachanlagen würde die Absenkung zum 1. Juli 2011 erfolgen, für Freiflächenanlagen zum 1. September. Schrittweise könnte die Kürzung somit bis Anfang 2012 24 Prozent betragen. Die Kappung des so genannten Grünstromprivilegs, die ursprünglich zum 1. Juli 2011 vorgesehen war, wurde auf den Jahreswechsel 2012 verschoben.

Die Solarkürzungen waren von der Solarbranche abgesegnet worden,
um noch weitergehende Kürzungsvorschläge, die etwa der energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Bareiß, ins Gespräch gebracht hatte, abzuwehren. Die SPD hatte statt der starken Einmal-Absenkung im Juli für eine geringere, vierteljährliche Reduzierung von vier bis 4,5 Prozent plädiert. Man benötige "eine grundsätzliche Neuregelung bei der Förderung, auf die sich Hersteller, Handwerker und Investoren für die kommenden zwei Jahre verlassen können", sagte der SPD-Abgeordnete Dirk Becker.

Quelle: Klimaretter.info

Donnerstag, 24. Februar 2011

Solarspar: Aktiv dabei

Noch sind in der Schweiz die Möglichkeiten rar für jene, die sich ohne eigene Liegenschaft an einer Solarstromanlage beteiligen wollen. Solarmedia stellt solche Projekte in lockerer Folge vor, nachstehend den Verein Solarspar. Als Varianten stehen offen eine Vereinsmitgliedschaft für einen tiefen Betrag oder eine direkte Beteiligung ab 1000 CHF.

Soeben ist Nummer 1 der Vereinszeitschrift des laufenden Jahres erschienen. Wer das locker geschriebene und mit vielen Beispielen angereicherte Blatt liest, weiss gleich ganz gut Bescheid, wohin die Reise gehen soll: Hin zu einer weit gehenden Versorgung mit Erneuerbaren und insbesondere mit solarer Energie. Dass das vor allem auch eine politische Frage ist, macht das Editorial von Nationalrätin Maya Graf klar, die zu einer klaren Wahl bei den anstehenden Kantonal- und Bundeswahlen (Frühjahr / Herbst 2011) aufruft. Dannzumal werden indirekt wichtige Weichen gestellt für die künftige Energieversorgung der Schweiz.

Eines der neueren Solarsparprojekte, das mit Geldern des Vereins finanziert wurde: Haus Bordeauxstrasse in Basel, Leistung: 20.9kWp - 20'000kWh/a





Noch ist der Verein mit seinen Aktivitäten auf die Region Nordwestschweiz konzentriert – immerhin hat er aber mit dem Zürcher Peter M. Wettler, einem ehemaligen TV-Journalisten (auch Kassensturz) aber einen umtriebigen Präsidenten, der für den nationalen Blick sorgt – und in der aktuellen Zeitschrift über den Club der Autofreien Schweiz (CAS – www.clubderautofreien.ch) berichtet. Der Zusammenhang: ein Übergang zu einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien wird nur gelingen, wenn die Energienachfrage wesentlich effizienter erfolgt – also der grosse Verbrauchsposten Verkehr deutlich zurückgestutzt wird.

«Wir hätten gern eigenen Strom im Dorf» ist der Artikel überschrieben, der über das Projekt des Oberbaselbieter Dorfs Oltingen berichtet. Dort tritt der Verein Solarspar als Partner der DorfbewohnerInnen auf, die auf einem Stalldach und eventuell weiteren Gebäuden Strom für den Eigenbedarf und die Einspeisung ins allgemeine Netz produzieren wollen – finanzielle Beteiligung auch von aussen möglich.

Im Übrigen setzt Solarspar gemäss Website seit der Gründung auf handfeste Projekte. «Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Darlehensgeberinnen machen wir Klimaschutz konkret – mit photovoltaischen und solarthermischen Anlagen sowie mit Solarprojekten im Süden.» Solarspar blickt also auch über die Grenzen – und beteiligt sich etwa am Projekt Swisswaterkiosk, welches Solarmedia auch schon vorgestellt hat (siehe Artikel vom 5. Dezember 2010).

Weitere Angaben zu den Vereinsaktivitäten und Beteiligungsmöglichkeiten bei Solarspar hier

© Solarmedia

D: Energieverbrauch steigt

Nach Angaben der deutschen Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ist der Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2010 um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Der Energieverbrauch liegt damit im Jahr 2010 bei 14.012 Petajoule. Trotz des Anstiegs gegenüber dem Vorjahr liegt der Wert - abgesehen vom Verbrauch im Jahr 2009 - damit auf dem niedrigsten Niveau seit 1990.

Für den Anstieg im Vergleich zu 2009 gibt es im Wesentlichen zwei Gründe. Zum einen hat der außerordentlich gute Konjunkturverlauf mit einer Ausweitung der Produktion zu einer erhöhten Energienutzung geführt. Zum anderen hat der strenge Winter 2010 den Heizbedarf und damit den Energieverbrauch zusätzlich erhöht. Über die Hälfte des Anstiegs geht allein auf den Witterungseffekt zurück.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: "Der langfristige Trend zur Energieeinsparung setzt sich auch in diesem Jahr fort. Gleichwohl können wir beim Thema Energieeffizienz noch besser werden. Daher haben wir mit vielfältigen Maßnahmen im Rahmen des Energiekonzepts wichtige Impulse für mehr Energieeffizienz gegeben. Das Rauf und Runter beim Energieverbrauch in den letzten drei Jahren zeigt allerdings, dass wir keine starren Verbrauchsziele vorgeben dürfen. Denn wir wollen ja nicht, dass unsere Industrie ihre Produktion drosseln muss, nur weil wir einen strengen Winter haben. Darum plädiere ich für energiewirtschaftliche Ziele, die flexibel genug sind, um solche Effekte zu berücksichtigen."

Der Jahresbericht der AG Energiebilanzen bietet zusätzlich zu den präzisen Daten der Verbrauchsentwicklungen ausführliche Detailinformationen zur Energieeffizienz, zur Preisentwicklung sowie eine erste Abschätzung der energiebedingten CO2-Emissionen. Der Jahresbericht ist damit ein umfassendes und unverzichtbares Hilfsmittel für energiewirtschaftliche Berichterstattungenund Recherchen.

Quellen: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie / AG Energiebilanzen / Sonnenseite

Belectric: Gross-Anlagenbauer

Aus der Beck Energy GmbH, der S&F Umwelttechnik GmbH und der Blitzstrom GmbH (Kolitzheim) wird BELECTRIC. Die Unternehmen aus dem deutschen Photovoltaik-Zentrum Kolitzheim agieren ab sofort unter einer gemeinsamen Dachmarke, die vor allem auf dem internationalen PV-Markt neue Möglichkeiten eröffnet.

"Mit der neuen Marke setzen wir ein Signal und drücken noch deutlicher aus, was wir intern bereits seit Jahren leben: Wir sind BELECTRIC. Ab sofort kommunizieren und handeln wir unter dieser einheitlichen Marke", sagt Bernhard Beck, einer der Geschäftsführer von BELECTRIC. Für ihn ist die Namensänderung der Unternehmen im Photovoltaik-Zentrum Kolitzheim ein logischer Schritt, der sich aus der Entwicklung in den letzten Jahren ergibt. "Wir haben uns auf dem internationalen Markt, der zunehmend wichtiger wird, nachhaltig etabliert", betont Beck. Niederlassungen in 15 Ländern weltweit, unter anderem in Spanien, Italien, Nordamerika, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien treten bereits seit einiger Zeit unter dem Namen BELECTRIC auf.

Die ehemalige Beck Energy GmbH verbaute auch schon Module des sagenumworbenen Dünnschichtherstellers Nanosolar - auf entsprechende Nachfrage von Solarmedia hielt sie sich aber bedeckt zu den Umständen und Zukunftsaussichten - im Bild die Nanosolaranlage in Luckenwalde (siehe Artikel vom 20. Oktober 2010).



Die Beck Energy GmbH, im letzten Jahr nach eigenen Angaben mit 269 Megawatt (MW) Weltmarktführer im Bau von Solar-Kraftwerken auf Freiflächen, wird zur BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH. Die S&F Umwelttechnik GmbH, mit mehr als 2.600 installierten Dachanlagen eines der führenden deutschen Unternehmen im PV-Dachanlagenbereich, tritt künftig als BELECTRIC PV-Dachsysteme auf. Die Blitzstrom GmbH, ein international agierender Händler für Systemkomponenten, firmiert als BELECTRIC Trading GmbH. Die Unternehmen mit nun fast 10jähriger Firmengeschichte seit 2001 verfügen über ein umfangreiches Produktportfolio, angefangen von der privaten Photovoltaik-Dachanlage bis zum Freiflächen-Solarkraftwerk.

Hierbei werden alle Schritte auf dem Weg zur schlüsselfertigen Installation durch eigene Projekt- und Montageteams abgewickelt. "Die bekannte Qualität unserer Photovoltaik-Systeme, die Servicebereitschaft sowie die kundenorientierte Zusammenarbeit mit unseren Partnern bleiben weiterhin wesentliche Merkmale unserer Unternehmensphilosophie", erklärt BELECTRIC Geschäftsführer Martin Zembsch. Auch künftig wird BELECTRIC interdisziplinär auf allen relevanten Gebieten der Solartechnologie forschen. "Strom aus der Sonne ist eine der Energiequellen der Zukunft. Wir wollen maßgeblich dazu beitragen, Solarstrom zu einer marktfähigen Alternative zu fossilen Energieträgern zu machen", sagt Bernhard Beck. "Wir entwickeln unsere Produkte stetig weiter und suchen immer nach neuen Lösungen."

Spezielle Überdachungen für Großparkplätze oder Photovoltaik-Gewächshäuser sind nur zwei Beispiele für Innovationen. Als Pionier etabliert sich BELECTRIC auch in Sachen Elektromobilität. Im letzten Jahr wurde eine flexible und kostengünstige Ladeinfrastruktur entwickelt, die Energieversorgern und Netzbetreibern gesteuertes Laden und Entladen von Elektrofahrzeugen ermöglicht.

Quellen: BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH | solarserver.de

Mittwoch, 23. Februar 2011

Ölpreis bereits über 110 US-$


Der Ölpreis hat an diesem Mittwochnachmittag soeben die Marke von 110 US-$ pro Barrel der Sorte Brent Spar überschritten. Diese rasante Steigerung ist zweifellos der Libyenkrise geschuldet - dahinter stecken aber jene fundamentalen Vorgänge an den Energiemärkten, die den Erneuerbaren zum Durchbruch verhelfen werden.

Nur wenige werden sich unmittelbar freuen über die neue Rekordmarke - seit rund drei Jahren war das Öl nicht mehr so teuer. Damals, mit Beginn der Finanzkrise, war der Ölpreis noch Ausdruck der grassierenden Spekulation auf allen möglichen Märkten. Nun sind die Gründe unmittelbar fassbarer und gleichzeitig anders gelagert.

Denn die Krise in der arabischen Welt - und damit in der erdölreichsten Gegend auf dem Planeten - fällt zusammen mit einer wieder erwachten Weltkonjunktur, will heissen mit dem offenbar unstillbaren Durst der Weltwirtschaft nach dem Schmiermittel Erdöl. Doch gleichzeitig mehren sich die Zweifel an den Reserven. Kürzlich hatte etwa einer der Konzerngiganten (Shell) vor der Verknappung des kostbaren Saftes gewarnt.

Da lag der Preis noch deutlich unter 100 US-$ pro Barrel. Nun liegt er ebenso deutlich darüber - und auch das Heizöl dürfte in kürzester Zeit eine weitere deutliche Verteuerung erfahren, stieg doch die 100-Liter-Marke hierzulande bereits auch auf um die 100 CHF. Keine guten Aussichten für all jene, die immer noch mit Erdöl heizen - und ebensowenig für jene, die mit benzinschluckenden Automobilen durch die Gegend rauschen. Der Benzinpreis hat sich unlängst gegen die 1.80 CHF bewegt für die bleifreie Normalvariante - die Schallgrenze von 2 CHF dürfte da nicht mehr weit liegen.

Solarmedia hatte schon zum vergangenen Jahreswechsel darauf aufmerksam gemacht (siehe Artikel vom 25. Dezember 2010): Die Erhöhung der Erdölnachfrage wird tendenziell bereits jetzt zu einer effektiven Verknappung führen, die die Preise nach oben treibt. Da ist die seit je erzielte Rekordmarke von 147 US-$ vielleicht gar nicht mehr so weit entfernt. Das wird nicht nur den HeizkundInnnen und den Automobilisten schlecht bekommen - sondern vor allem auch vielen öllosen armen Staaten im Südteil der Weltkugel. Gleichzeitig steigt aber die Konkurrenzfähigkeit verschiedenster Formen der Erneuerbaren Energien - und das ist dann die eigentlich gute Nachricht.

© Text Solarmedia

Aufstieg in die Bundesliga

Es ist ein sportlicher Wettkampf mit Anlehnung an den Fussball - leider nur in Deutschland. Nun erfährt die solare Liga weitere Aufwertung: Der Bundesverband Solarwirtschaft wird Partner des bundesweiten Städte-Wettbewerbs um höchste Solaranlagendichte. Auch wird eine Rekordteilnehmerzahl gemeldet.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) engagiert sich künftig als Partner der "Solarbundesliga". Bei diesem bundesweiten Wettbewerb streiten Städte und Gemeinden um die höchste Pro-Kopf-Dichte von Solarwärmekollektoren und Solarstromanlagen. Initiator und Veranstalter ist die Zeitschrift Solarthemen in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe. Im Juni dieses Jahres soll zum 11. Mal der Deutsche Städte-Meister im "Solarsport" gekürt werden. Bereits im Februar hatte sich eine Rekordteilnehmerzahl von 1.639 Städten und Gemeinden zum Wettbewerb angemeldet.

Kein seltenes Bild in deutschen Gemeinden: fast auf jedem Dach eine Solaranlage wie hier in Dardesheim. Die Solar-Bundesliga hat ihren Beitrag geleistet.




"Der Bundesverband Solarwirtschaft unterstützt die Solarbundesliga, weil dieser Wettbewerb auf sehr sympathische und anschauliche Weise über die Vorzüge der Solarenergie vor Ort informiert", sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar. "Die Idee, Solarenergie als Sportart zu kommunizieren, entspricht dem ausdauernden Engagement, mit dem Menschen überall in Deutschland die dezentrale Energiewende vorantreiben."

Die Solarbundesliga wurde im Frühjahr 2001 ins Leben gerufen und diente als Anregung für eine ganze Reihe weiterer Solarkampagnen "von unten". Darunter unter anderem die "Woche der Sonne", die der BSW-Solar auch dieses Jahr wieder ab 6. Mai organisiert und die auf rund dreitausend Veranstaltungen im ganzen Land Bürger rund um die Themen Solarwärme und Solarstrom zusammen bringt.

"Wir freuen uns, dass der BSW-Solar, mit dessen Woche-der-Sonne-Team die Solarbundesliga seit vielen Jahren kooperiert, nun auch offiziell als Premiumpartner ins Boot steigt", sagt Guido Bröer, Solarthemen-Herausgeber und Solarbundesliga-Veranstalter. "Unser gemeinsames Ziel ist es, beide Aktionen, die einer ähnlichen Philosophie folgen und sich ideal ergänzen, künftig noch besser aufeinander abzustimmen, denn in vielen Orten sind es dieselben lokalen Akteure, die für ihre Informationsarbeit vor Ort sowohl die Woche der Sonne als auch die Solarbundesliga nutzen."

Teilnehmer-Meldeschluss für die Solarbundesliga-Saison 2010/2011 ist der 1. Juni 2011. Weitere Informationen unter www.solarbundesliga.de

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft

Immer bessere Effizienz

Forschern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE ist es gelungen, neue Spitzen-Wirkungsgrade für einfach herzustellende großflächige Siliciumsolarzellen zu erreichen. Mit gegenüber dem heutigen Industriestandard weiter entwickelten Zellstrukturen konnten sie demonstrieren, dass in naher Zukunft Wirkungsgrade von 20 Prozent realisierbar sind.

Mehr als 80 Prozent der zur Zeit hergestellten Solarzellenleistung basiert auf kristallinem Silicium. Ziel von Industrie und Forschung ist es, die Kostenoptimierung für dieses Arbeitspferd der Photovoltaik weiter voranzutreiben. Wandeln derzeit die Zellen durchschnittlich 14-19 Prozent des Sonnenlichts in elektrische Energie um, so haben die Forscher die 20-Prozent-Marke bereits im Blick. Die Übertragung ihrer Ergebnisse in die Produktion wird – parallel zur rasanten Marktentwicklung in Deutschland – die Kosten für photovoltaisch erzeugten Strom weiter senken.

So sieht sie aus - die Industrienahe kristalline Siliciumsolarzelle mit 19,6 Prozent Wirkungsgrad - Bild ISE Fraunhofer




»Wir konnten jetzt mehrere Entwicklungsarbeiten für kristalline Siliciumsolarzellen sehr erfolgreich abschließen und dabei Ergebnisse erzielen, die weltweit zu den besten zählen«, freut sich Christian Schmiga, Projektleiter für hocheffiziente Siliciumsolarzellen am Fraunhofer ISE. Die untersuchten Zellstrukturen unterscheiden sich zum einen in der Art des verwendeten Siliciummaterials, das als Basis bezeichnet wird, und zum anderen in der Art des sogenannten Emitters, einer dünnen Schicht, die die elektrischen Ladungsträger sammelt. Man spricht von n-Typ Solarzellen, wenn die Basis negativ und von p-Typ Solarzellen, wenn die Basis positiv leitend ist. Dabei ist der Emitter immer umgekehrt zur Basis gepolt. »Zur Herstellung des Emitters haben wir drei unterschiedliche Verfahren eingesetzt: Aluminium-Legieren und Bor- Diffundieren für die p-Emitter unserer n-Typ Solarzellen sowie Phosphor-Diffundieren für den n-Emitter unserer p-Typ Solarzellen«, so Christian Schmiga.

Für eine n-Typ Siliciumsolarzelle mit Aluminium-legiertem Emitter erreichten die Forscher nun einen Wirkungsgradrekord von 19,3 Prozent. Dabei wandten sie zur Emitterformierung das einfache Siebdrucken einer Aluminium-haltigen Paste, gefolgt von einem kurzen Hochtemperatur-Feuerschritt an. Ebenfalls für eine n-Typ Siliciumsolarzelle, aber mit einem Bordiffundierten Emitter, dessen Oberfläche durch eine zusätzliche neue Schicht aus Aluminiumoxid (Al2O3) passiviert wird, konnte Armin Richter, Doktorand am Fraunhofer ISE, einen Wirkungsgrad von 19,6 Prozent demonstrieren. Als weiteres wichtiges Ergebnis erzielten die Wissenschaftler für p-Typ Solarzellen mit Phosphor-diffundiertem Emitter und unter Anwendung der am Fraunhofer ISE entwickelten und patentierten Laser-fired-contact (LFC) Technologie 19,6 Prozent Wirkungsgrad. Alle Solarzellen wurden auf 125 x 125 mm2 großen einkristallinen Siliciumscheiben gefertigt. Ein großer Vorteil ist, dass bei der Herstellung keine aufwändigen Justage- oder Strukturierungsschritte benötigt werden, was den Prozessablauf wesentlich vereinfacht und beschleunigt. Das Fraunhofer ISE entwickelt seit nahezu 30 Jahren neuartige hocheffiziente Siliciumsolarzellen. Mit den aktuellen Ergebnissen der Freiburger Forscher rücken Wirkungsgrade über 20 Prozent für die Massenfertigung von Siliciumsolarzellen in die nahe Zukunft.

Quelle: ISE Fraunhofer

PV-Unternehmen glänzen

Ein angesichts der Jahresergebnisse widersprüchliches Bild zeigt die Solarbranche. Während die allermeisten Unternehmen glänzende Jahresabschlüsse vermelden, dümpeln die Kurse an den Börsen vor sich hin. Ausnahmen gibt es sowohl beim Geschäftsgang wie an der Börse. Ein exklusiver Überblick von Solarmedia.

Wie stets kurz vor Frühlingsbeginn lüftet sich auch dieses Jahr bereits wieder der Schleier über den Geschäftsgang der Unternehmen. Und da zeigen sich ausserordentliche Zahlen für 2010 – was allerdings nur jene überraschen kann, die das gewaltige Marktwachstum des vergangenen Jahres nicht wahrnehmen wollten. Der weltweite Photovoltaik- (PV) Markt – also die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom über PV-Anlagen hat sich schlicht und ergreifend verdoppelt. Installiert wurden gemäss übereinstimmenden Aussagen verschiedener Marktbeobachter rund 16 Gigawatt (GW) an neuer Leistung. Die erbringen, so nebenbei erwähnt, bereits so viel Strom wie zwei grosse Atomkraftwerke.

Doch zurück zum PV-Markt: Das gigantische Wachstum hinterliess erwartungsgemäss seine Spuren bei den grossen Solarfirmen. Noch fehlen Geschäftszahlen von einigen renommierten wie etwa die des bisherigen Marktleaders First Solar. Diesen vermutlich vom Sockel gestossen hat die chinesische Suntech Power (das Bild stammt aus deren hochmoderner Produktion in China). Dicht gefolgt – und das ist in zweierlei Hinsicht eine grosse Überraschung – von einem der teuersten Modulproduzenten, der amerikanischen Sunpower. Sie erhöhte nicht nur die Ergebnisprognose für das laufende Jahr, sondern meldete für 2010 einen bemerkenswerten Gewinn von 179 Mio. US-$ bei einem Umsatz von 2,2 Milliarden. Das bedeutet eine Umsatzrendite von für ein klassisch-industrielles Produktionsunternehmen bemerkenswerten acht Prozent. Das heisst auch: Es gibt unterdessen weltweit mindestens drei solche Unternehmen, die bereits die Umsatzschwelle von zwei Milliarden US-$ überschritten haben. Das gute Sunpower-Ergebnis geht einher, und das ist die zweite Überraschung, mit einem starken Anstieg des Börsenkurses um rund 50 Prozent innerhalb eines halben Jahres – nachdem allerdings auch Sunpower gewaltig Federn gelassen hatte.

Glänzend eine weitere chinesische Firma: Yingli will entsprechend seine Kapazitäten massiv erweitern. 2010 hat sie analog dem Wachstum des Gesamtmarkts den Absatz von Solarmodulen verdoppelt. Insgesamt seien 1061,6 Megawatt ausgeliefert worden, teilte Yingli mit. Beim Umsatz erreichte der neue Premium-Sponsor des FC Bayern München im abgelaufenen Geschäftsjahr umgerechnet rund 1390 Millionen Euro.

Auch zu deutschen Unternehmen liegen bereits Zahlen vor. Solarmedia berichtete ausführlich über das zuallererst verfügbare Ergebnis von Solarworld (siehe Artikel vom ). Es zeigte ein Absatzplus von 42 Prozent, einen Umsatzsprung um 29 Prozent, der Gewinn erhöhte sich um 50 Prozent. Tatsächlich kann der deutsche Branchenriese auf sein erfolgreichstes Geschäftsjahr zurück blicken: Denn in Geld stieg der Jahresumsatz 2010 auf 1,3 Milliarden Euro, der Gewinn lag bei 89 Millionen Euro. 2009 waren es noch 59 Millionen Euro. Merke dabei: Auch bei Solarworld betrug die Umsatzrendite rund sieben Prozent.

Durchzogen dagegen das Bild bei zwei anderen grossen deutschen Zell- und Modulproduzenten. Q-Cells immerhin schaffte nach einer katastrophalen Zeit mit Milliardenverlust immerhin die Rückkehr in die schwarzen Zahlen: Der Umsatz für das Jahr 2010 wurde im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 70 % auf insgesamt 1,35 Milliarden Euro gesteigert (2009: 790,4 Mio. Euro). Operativ ergab sich ein EBIT von 82,3 Millionen Euro und am Schluss steht immerhin ein Gewinn von 19 Millionen – allerdings auch genährt von veräusserten Geschäftsbereichen. Den Turnaround noch nicht geschafft hat demgegenüber Conergy, welche an diesem Mittwoch die Geschäftszahlen zugänglich machte: Der Umsatz wurde zwar um rund die Hälfte auf 913 Mio. Euro gesteigert (und erreicht damit bald wieder das Vorkrisenniveau, das einst über einer Milliarde gelegen hatte). Aber wegen ausserplanmässiger Abschreibungen – was immer das heissen mag bei einem in der Umstrukturierung stehenden Unternehmen – resultierte am Ende ein (immerhin verminderter) Verlust von 13 Millionen.

Auch zu Anlagenbauern liegt bereits ein sehr positives Ergebnis vor: Centrotherm veröffentlicht soeben ihre Zahlen: Das Unternehmen stattet namhafte Solar-Unternehmen und Branchen-Neueinsteiger mit schlüsselfertigen ("Turnkey") Produktionslinien und Einzelanlagen zur Herstellung von Silizium, kristallinen Solarzellen und -modulen sowie Dünnschichtmodulen aus. Das Umsatzplus betrug 22,6 % (auf 624,2 Millionen Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich auf 75,4 Millionen Euro verdoppelt (2009: 37,2 Mio. Euro).

Bleibt die Frage, warum die Aktienbörsen ob derart vieler positiver Meldungen (mit Ausnahme von Conergy) die Branche insgesamt weiterhin milde gesagt vernachlässigen. Selbst angesichts der guten Meldungen kam kaum Euphorie auf, egalisierten sich kurzzeitige Gewinne schnell wieder – auf extrem niedrigen Niveau. Die Branche steht zweifellos vor grosser Ungewissheit – und das lieben die InvestorInnen zuallerletzt, ein paar Spekulanten immerhin dürfte das auch reizen. Der Börsenwert einer Solarworld etwa beträgt kaum noch so viel wie ein Jahresumsatz, das Kurs-Gewinnverhältnis liegt bei 10 bis 15, also tief.

Die unsicheren politischen Rahmenbedingungen müssen zuerst für eine Erklärung herhalten – die Förderung der Solarbranche steht in vielen Ländern derzeit auf des Messers Schneide. Allerdings ist das Kostensenkungspotential für die Branche weiterhin intakt – eine Produktion also durchaus auch in Zukunft erfolgversprechend. Die Konkurrenz aus China muss ebenfalls als Erklärung herhalten – allerdings: Sunpower und Solarworld etwa produzieren bereits ebenfalls in Asien. Vielleicht ist der Zwiespalt aber auch einfach im explosionsartigen Erfolg der Branche begründet, der nach einem gewaltigen Auf an der Börse nun den Taucher sah – dem auch die Aufwärtsbewegung wieder folgen wird.

Quellen: Geschäftsberichte und Pressemeldungen der Unternehmen

© Text Solarmedia

Grossanlage südlich der Sahara

Der Hauptsitz des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi, Kenia, wird jetzt mit Solarstrom versorgt. Eine über 500 kW starke Photovoltaikanlage, gebaut von der deutschen Firma Energiebau Solarstromsysteme GmbH, macht das neue Verwaltungsgebäude für 1200 Fachkräfte zum ersten energieneutralen Gebäude dieser Größenordnung im energieknappen Ostafrika.

Das Gebäude wird so zum Vorbild für Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit. Die Bundesregierung unterstützt deutsche Solarunternehmen bei ihrem Engagement in Afrika. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist hier im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien tätig. Unterstützung leistet auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit einer Entwicklungspartnerschaft im Rahmen des Programms develoPPP.de. Das Bild zeigt die Skykube vin Nairobi, wo sich der Hauptsitz des UNEP befindet. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, bekräftigt: "Ein zentraler Bestandteil der Partnerschaft ist die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, die in Kooperation mit Ausbildungsinstitutionen vor Ort sowohl für die Installation als auch für die Wartung von Photovoltaikanlagen weitergebildet werden. Vom gestärkten Privatsektor vor Ort profitieren die deutschen Partnerunternehmen und zudem zukünftige Investoren, die ebenfalls auf die qualifizierten Fachkräfte zugreifen können. Die Entwicklungspartnerschaft schafft also eine Win-Win-Situation, die sowohl den Menschen in unserem Partnerland als auch der Wirtschaft dient."

Die deutsche Firma Energiebau Solarstromsysteme GmbH bekam Mitte 2010 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen den Zuschlag, die Photovoltaik-Großanlage bis Anfang 2011 am neuen UNEP-Hauptsitz zu errichten. Energiebau realisiert das Projekt federführend in enger Kooperation mit den deutschen Firmen Schott Solar AG und SMA Solar Technology AG, der Firma Kaneka aus Japan und kenianischen Partnern. Für die deutschen Unternehmen ist dies ein wichtiger Meilenstein für den Eintritt in die Solarmärkte Ostafrikas.

Bernd Wolff, Geschäftsführer der Energiebau GmbH: "Während der Unternehmerreise konnten wir uns einen wichtigen Überblick über die Marktpotentiale und Akteure verschaffen und Kontakte knüpfen, die für die Partnersuche zur Projektumsetzung hilfreich waren. Jetzt ist es für uns wichtig, durch die Entwicklungspartnerschaft in der Implementierungsphase die Rahmenbedingungen vor Ort zu verbessern." Nicht zuletzt durch die bestehenden politischen Rahmenbedingungen für Investitionen in Solarenergie wurde Photovoltaik in Ostafrika bislang häufig als Nischenprodukt für Einzelhaushalte wahrgenommen. Es fehlte vor allem an Richtlinien zu Standards, Tarifen für die Netzeinspeisung und Anreizen für ländliche Elektrifizierung. Erfahrungen mit Photovoltaik-Großprojekten gab es bisher nicht.

Das ändert nun die neue Anlage auf dem UNEP-Gebäude, die so dazu beitragen kann, das Bewusstsein für die Leistungsfähigkeit und Potenziale von Solarenergie in Afrika zu schärfen. Um die Breitenwirksamkeit für die Region zu verstärken, werden im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft weitere Anlagen in Kenia und Tansania in Betrieb genommen, die dort die vielfältige Einsetzbarkeit von solaren Energiequellen demonstrieren sollen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Dienstag, 22. Februar 2011

Dünnschicht einfach installiert

Die Centrosolar AG hat aufgrund der großen Nachfrage eine neue Installations-möglichkeit für das Dünnschicht-Solarmodul TF Multi Professional entwickelt. Das Großflächen-Modul kann damit auf Dächern installiert werden, die mit Trapezblech gedeckt sind. Bisher war nur Montage auf Kunststoff-Foliendächern möglich.

„Unsere Kunden haben verstärkt nach einer Befestigungsmöglichkeit auf Trapezdächern gefragt“, erklärt Dr. Josef Wrobel, Vertriebs- und Marketing-Vorstand der Centrosolar AG (Hamburg): „Das Modul ist aufgrund der Größe und des geringen Gewichts von nur sechs Kilogramm pro Quadratmeter prädestiniert für große Industriedächer (siehe Bild), die oft mit Trapezblech eingedeckt sind. Für diese Dachflächen haben wir nun ein passendes Photovoltaiksystem entwickelt.“ Die Handhabung für Monteure ist einfach. TF Multi Professional kann auf zwei Arten auf Trapezdächern angebracht werden: parallel oder im rechten Winkel zum Verlauf der Vertiefungen im Trapezblech, der so genannten Sicken. Die Installation des Moduls parallel zum Sickenverlauf erfordert eine Unterkonstruktion. Centrosolar setzt dafür Hutschienen ein, die der Installateur im rechten Winkel auf den Erhöhungen im Trapezblech, den so genannten Hochsicken, aufschraubt. Sollen die Module senkrecht zu den Sicken verlegen werden, ist keine Unterkonstruktion erforderlich. Die Module können dann direkt auf den Hochsicken verschraubt werden. Die Befestigung erfolgt mit Bohrschrauben und einem speziellen Abdichtungsband (Butylband). Centrosolar liefert alle zur Montage nötigen Komponenten der Anlage mit.

Als Spezialist für Photovoltaik-Dachlösungen hat Centrosolar TF Multi Professional im Frühjahr 2010 entwickelt. Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa erzeugt das System auf Flachdächern sauberen Strom. Das Modul besteht aus Dünnschichtzellen des amerikanischen Herstellers United Solar Ovonic, die in einem elf-Grad Winkel auf ein Aluminiumblech aufgebracht sind. Eine Einheit besteht aus fünf Elementen. Die Nennleistung pro Element liegt bei 144 Watt Peak.

Aufgrund der verwendeten Triple-Junction-Technologie liefert TF Multi Professional auch bei ungünstigen Dachausrichtungen - zum Beispiel Richtung Osten oder Westen - oder bei bewölktem Himmel mit diffuser Sonneneinstrahlung sehr gute Erträge. Die neue Trapezdach-Version des über fünf Meter langen Solarmoduls ist ab sofort erhältlich.

Quelle: Centrosolar AG | solarserver.de

Montag, 21. Februar 2011

EE wachsen in ganz Europa

Das EurObserv’ER-Konsortium hat in dem Bericht "The State of Renewable Energies in Europe" neue Kennzahlen für das Jahr 2009 veröffentlicht. Demnach betrug der Anteil der Erneuerbaren Energien (EE) am Bruttoendenergieverbrauch in der EU 11,6 Prozent.

Nach Schätzungen von EurObserv’ER wuchs 2009 der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtprimärenergieverbrauch gegenüber 2008 um einen Prozentpunkt (von 8,4 % auf 9,4 % im Jahr 2009) und der Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtstromverbrauch stieg um fast zwei Prozentpunkte (von 16,4 % im Jahr 2008 auf 18,2 % im Jahr2009). In "The State of Renewable Energies in Europe" beschäftigt sich auch ein Kapitel mit den sozioökonomischen Indikatoren (Beschäftigung, Umsatz) eines Großteils der Technologien, die erneuerbare Energiequellen nutzen. Nach Schätzung von EurObserv’ER verzeichnete die Branche der erneuerbaren Energien 912.000 Beschäftigte und einen Umsatz von 120 Milliarden Euro (für das Jahr 2009 in der EU-27).

In der Veröffentlichung werden in fünf Länder-Fallstudien bestimmte Regionen beleuchtet, die in der Industrie der erneuerbaren Energien besonderes Gewicht haben: Portugal (Baixo Alentejo), Bulgarien (Region Sofia), Nordirland (Camphill Community), Belgien (Wallonien) und die Tschechische Republik (Kněžice).

Das "Barometer" hilft politischen Entscheidern im Bereich der erneuerbaren Energien, die Fortschritte der einzelnen Energieträger in jedem Land der Europäischen Union nachzuvollziehen. Durch eine direkte Zusammenarbeit mit Institutionen und Vertretern der speziellen Sparten sind die im Barometer dargestellten Zahlen meist aktueller als Daten der öffentlichen statistischen Ämter. Das Barometer beschreibt realisierte Projekte und liefert politische und länderspezifische Hintergrundinformationen. Außerdem werden Neuigkeiten aus der jeweiligen Energiebranche aufgegriffen.

EurObserv’ER ist ein Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms "Intelligent Energy Europe" der DG TREN und der französischen Agentur für Umwelt und Energie (Ademe) unterstützt wird. Die zweisprachige EurObserv’ER Studie "The State of Renewable Energies in Europe" steht zum kostenlosen Download zur Verfügung unter http://www.eurobserv-er.org/pdf/barobilan10.pdf

Quelle: EurObserv'ER

Modulproduktion in der Schweiz

Die Solar Industries AG plant den Bau einer hochmodernen Produktionsanlage für Solarmodule im schweizerischen Mittelland, wie die CH-Wagniskapitalgesellschaft New Values mitteilt. Die Module werden für den schweizerischen Markt hergestellt. Wieder zieht einer der bedeutendsten CH-Risikokapitalisten im Hintergrund die Fäden.

„Damit können wir dem Heimmarkt ein lokales, konkurrenzfähiges Produkt mit einer optimalen Ökobilanz anbieten“, so Thomas Cadonau, CFO und Leiter Business Development der Solar Industries AG. Zur geplanten Kapazität der Produktionsstätte sowie den anfallenden Investitionskosten machte das Unternehmen keine Angaben.

Rolf Wägli hatte als Risikokapitalist mit seiner Beteiligungsgesellschaft New Values bereits bei der Entwicklung der 3-S Swiss Solar Systems eine wichtige Rolle gespielt - sie gehört heute zu Meyer Burger. Nun stellt er für das nächste Solarprojekt bedeutende Mittel zur Verfügung.


Energie Wasser Bern hat zudem eine Beteiligung von 15.3 % an der Solar Industries AG übernommen. Rolf Wägli, der umtriebige VR Präsident der Solar Industries AG freut sich über den gewonnenen Energiepartner: „Für Solar Industries ist das eingebrachte Know-how für den erfolgreichen Ausbau in der Schweiz wertvoll. Die Beteiligung unterstreicht das Bekenntnis von Energie Wasser Bern zum Zukunftsmarkt der Photovoltaik. Beide Seiten sichern sich bei der Verbreitung dieser erneuerbaren und sauberen Energie in der Schweiz eine wichtige Rolle.“

Solar Industries beendet die 2. Tranche der laufenden Kapitalerhöhungsrunde ab. Insgesamt hat das Unternehmen im Jahr 2011 das Kapital um 8,6 Mio. CHF erhöht.

Quelle: New Values

© Solarmedia

15'000 neue Solarwärmeanlagen

Die Branche rechnet im laufenden Jahr für die Schweiz mit einem wachsendem Solarthermiemarkt aufgrund hoher Ölpreise und der Sanierungspflicht bei Heizungen. Der Fachverband Swissolar appelliert an die Kantone, ihre Fördermassnahmen kontinuierlich weiter zu führen.

Im Jahr 2010 wurden in der Schweiz gemäss ersten provisorischen Zahlen rund 15'000 Solarthermie-Anlagen mit einer Kollektorfläche von insgesamt etwa 140‘000 Quadratmetern installiert1. Damit sind inzwischen rund 85‘000 Solarheizungen mit einer Gesamtfläche von 800‘000 Quadratmetern in Betrieb, die im vergangenen Jahr fast 100‘000 Tonnen an klimaschädlichem CO2 einsparten. Zum Vergleich: In Österreich sind rund 4,6 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche installiert, das sind pro Einwohner etwa fünfmal mehr als in der Schweiz. Auch wenn die Zahlen noch nicht definitiv sind, so ist bereits klar, dass nach Jahren des Marktwachstums im zweistelligen Bereich eine Stagnation im Vergleich zu 2009 eingetreten ist. „Wir gehen von einem vorübergehenden Phänomen aus“, kommentiert Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger. „Potenzielle Käufer einer Solarthermieanlage stellten ihre Investitionen im Bereich Gebäudetechnik zugunsten von neuen Fenstern und Fassadenisolationen zurück, da sie vom neuen Gebäudeprogramm profitieren wollten.“

Für 2011 rechnet Swissolar mit einer Marktbelebung. Gründe dafür sind einerseits die steigenden Heizkosten - der Ölpreis hat mit rund 100 Dollar pro Barrel ein Zweijahreshoch erreicht. Andererseits führt die 2005 beschlossene Verschärfung der eidgenössischen Luftreinhalteverordnung (LRV) zu einem grossen Sanierungsbedarf bei Heizungen: Mehrere Zehntausend Anlagen haben eine Sanierungsfrist, die in den Jahren 2012 bis 2014 abläuft. Swissolar empfiehlt den betroffenen Bauherrschaften, diese Arbeit möglichst frühzeitig, also schon im laufenden Jahr anzugehen, um Engpässe bei den Fachbetrieben zu vermeiden.

Unabdingbare Voraussetzung für einen wachsenden Markt ist jedoch, dass wie im vergangenen Jahr alle Kantone namhafte Förderbeiträge für Solarwärmeanlagen bezahlen. „Ein Stop and Go bei der Förderung muss unbedingt vermieden werden. Bauherrschaften müssen sich darauf verlassen können, dass sie bei ihrem Engagement für den Klimaschutz unterstützt werden, dies ganz besonders jetzt, wo sehr viele in ihre Heizung investieren müssen!“ sagt Stickelberger dazu.

Quelle: Swissolar

Sonntag, 20. Februar 2011

Planet Solar überquert Pazifik

Das Projekt ist eines der Vorzeigebeispiele der Schweizer Solarbranche – zumindest in der deutschen Schweiz wird es, im Gegensatz zum Solarflugvorhaben von Bertrand Piccard, aber kaum wahr genommen. Ein Zwischenbericht zur Weltumrundung auf hoher See durch Planet Solar.

Ende September 2010 war es soweit: Nach sechs Jahren Vorbereitung startete die "Planet Solar" zur Weltumseglung (siehe Solarmedia vom 28. September 2010). Das Solarschiff hatte den Hafen von Monaco in Richtung Gibraltar verlassen: Mehrere Monate lagen vor dem Katamaran, um über Atlantik, Pazifik und den Indischen Ozean über den Suezkanal zurück ins Mittelmeer zu gelangen. Auf dem 31 Meter langen, 15 Meter breiten und 7,5 Meter hohen Boot sind Solarmodule auf einer Fläche von 500 Quadratmetern angebracht. Getauft und zu Wasser gelassen wurde das weltgrößte Solarschiff zuvor bereits im April in Kiel – angetrieben ausschließlich durch Solarenergie. 38.000 Solarzellen "fischen" dafür auf der Weltumrundung nach Sonnenenergie, um bis zu vier Elektromotoren anzutreiben. Mithilfe von Batterien kann der Solar-Katamaran Energie speichern und fast drei Tage lang auch ohne strahlendes Sonnenwetter auf Kurs bleiben.

Gerade in den letzten Tagen war die Batteriefüllung das grosse Thema der Meerestour. Denn vor rund zwei Wochen verliess das Schiff mit der Schweizer Crew die letzte Andockstation, die Galapagos-Inseln, vor der grossen Pazifiküberquerung richtung Neuseeland. Und seither wechseln gemäss Bordbuch auf der Website sonnige und regnerische Tage einander ab. Doch der letzte Eintrag tönt wieder positiv: «Wir freuen uns über viel Sonnenschein. Unsere Batterie sind wieder voll aufgeladen. Jetzt können wir wieder mit höherer Geschwindigkeit fahren. Momentan folgen uns 7 Thunfische. Es ist herrlich zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit sie sich neben unseren Schwimmern fortbewegen. Dank unseres Sponsors Polaroid haben wir polarisierende Sonnengläser, die Spiegelungen an der Wasseroberfläche herausfiltern.»

Es sei faszinierend, heisst es im Bordbuch weiter, «all diese Farben und Schattierungen unter der Wasseroberfläche zu sehen, die sich auf der Jagd nach fliegenden Fischen mit unglaublicher Geschwindigkeit fortbewegen. Wir wollen die Thunfische mit unserer mit Weitwinkelobjektiv ausgestatteten Unterwasserkamera filmen. Also bauen wir eine Art Stativvorrichtung und machen unsere ersten Unterwasser-Aufnahmen während der Fahrt. Nun, momentan sieht man hauptsächlich Wasser... Aber morgen werden wir diese Technik verbessern und die Kamera so fixieren, dass wir schöne Bilder bekommen. Einen schönen Sonntag wünschen, aus dem Südpazifik, Raphaël and Crew».

Zum weiteren Verlauf des Vorhabens siehe die stets aktuelle Website Planet Solar

© Solarmedia

Samstag, 19. Februar 2011

Parkplätze als Solarreserve

Die Meldung ist brisant und zeigt Perspektiven auf: Die Niederlassung von Mercedes-Benz im deutschen Mainz hat sich der Produktion von sauberem Strom verschrieben - gerade rechtzeitig, bevor die ersten Benz-Elektromobile auf den Markt kommen. Je überdeckten Parkplatz lässt sich so viel PV-Strom erzeugen, wie eine Person pro Jahr verbraucht.

Im Februar 2011 wurde in Mainz der erste Solar-Carport einer Niederlassung des Autoherstellers in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von fast 1.000 Quadratmetern erzeugt die Photovoltaik-Anlage auf dem Carport pro Jahr etwa 125.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom; je Stellplatz (insgesamt 72) sind das mehr als 1.700 kWh. Und das ist etwa so viel Haushaltstrom, wie eine Durchschnittsbürgerin jährlich verbraucht.

Der Solar-Carport der Mercedes-Niederlassung in Mainz mit einer Leistung von 132,3 kW - ein Modell, das auch hierzulande Schule machen könnte.






Daraus ist zu folgern: Deckt alle Stell- und Parkplätze für Automobile mit Solarmodulen - und erreicht ist zweierlei: Der Schutz der Gefährte und eine signifikante Stromproduktion. In der Medienmitteilung von Mercedes-Benz heisst es denn auch weiter: Der Solar-Carport hat eine Leistung von 132,3 Kilowatt und besteht aus 588 kristallinen Modulen des Herstellers REC. Er ist damit einer der größten solaren Carports im Rhein-Main-Gebiet. Die Photovoltaik-Anlage erzeugt so viel sauberen Sonnenstrom, dass pro Jahr rund 75 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart werden können. "Solare Carports bieten Schutz vor Wind und Wetter und sind der konsequente Schritt auf dem Weg zur solaren Mobilität, da sie sauberen Strom direkt vor Ort bereitstellen. Das macht solare Carports auch für Industrie und Gewerbe sehr interessant", sagt Andreas Fischer, Geschäftsführer der RIO Energie.

Die andere Rechnung bezieht sich auf die Autos direkt: Der Solarcarport produziert pro Jahr so viel Strom, dass damit rund 70 "smart fortwo electric drive" etwa 15.000 Kilometer weit fahren können. Realisiert wurde das Photovoltaik-Projekt im Auftrag der Rio Energie GmbH von der juwi Solar GmbH. Rio Energie ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Mainz AG und der juwi-Gruppe aus Wörrstadt (Rheinland-Pfalz). Neben dem Solar-Carport ist auf dem Gelände der Mercedes-Benz Niederlassung in Mainz-Bretzenheim eine Strom-Ladesäule installiert worden, an der bis zu vier Elektrofahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden können.

Die Mercedes-Benz Niederlassung hat die Fläche, auf der der Carport entsteht, der RIO Energie, einem Joint Venture von juwi und den Stadtwerken Mainz, zur Verfügung gestellt. "Für die Stadtwerke Mainz AG gewinnt das Thema Elektromobilität zunehmend an Bedeutung. So haben wir im vergangenen Jahr vor unserer Firmenzentrale in der Rheinallee die erste Mainzer Stromladesäule in Betrieb genommen. Unser Fuhrpark enthält inzwischen mit dem smart fortwo electric drive ein erstes reines Elektrofahrzeug und wir werden weitere elektrisch betriebene Autos und Roller testen oder anschaffen", sagt Detlev Höhne, Vorstand der Stadtwerke Mainz AG.

Quellen: Daimler AG | solarserver.de

© Solarmedia

Freitag, 18. Februar 2011

Grösster Solarpark Europas

Einer der größten Solarparks in Europa befindet sich derzeit im deutschen Brandenburg in der Planungs- und Genehmigungsphase. Die Berliner Parabel AG ist alleinige Gesellschafterin der verantwortlichen Projektgesellschaft und wurde von dieser mit der Entwicklung des Solarparks beauftragt. Nach Berechnungen von Solarmedia handelt es sich sogar zumindest in Europa um das grösste bekannte Vorhaben.

Die in Brandenburg geplante Anlage wird auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz errichtet und in der Endausbaustufe eine Leistung von ca. 90 MW haben. Im ersten Bauabschnitt sollen von Juni bis August 2011 zunächst 41 MW realisiert werden. Die für die Bauleitplanung zuständige Gemeinde Marienfließ steht dem Vorhaben sehr positiv gegenüber und unterstützt das Verfahren nach Kräften. Mit der Errichtung des Solarparks Jännersdorf möchte die Gemeinde gemäß den Vorgaben der Energiestrategie des Landes Brandenburg – bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent des Primärenergieverbrauchs gesteigert werden - einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit dem Abschluss der Genehmigungsverfahren wird im Mai 2011 gerechnet.

„Die Nutzung von Konversionsflächen für Photovoltaik-Anlagen ist aus ökologischen und ökonomischen Gründen vernünftig und attraktiv“, erklärt Jürgen Will, Vorstand der Parabel AG. „Für das derzeit laufende Investoren-Auswahlverfahren laden wir alle Investoren ein, uns bis Ende Februar ihr grundsätzliches Interesse mitzuteilen. Eine ausführliche Projektbeschreibung mit den technischen und wirtschaftlichen Details kann unter den angegebenen Kontaktdaten bezogen werden.“

Im Jahr 2010 haben die Mitarbeiter des Unternehmens Parabel ca. 10 MW auf Dächern installiert und vier Freiflächenparks in Deutschland und Tschechien mit über 19 MWp Leistung abgeschlossen. Das 1992 gegründete Unternehmen Parabel AG mit Sitz in Berlin ist Hersteller und Systemanbieter von Solaranlagen sowie Projektentwickler für Aufdach- und Freilandanlagen. Im Projektgeschäft hat Parabel bereits Projekte mit einem Volumen
von über 35 MW realisiert und arbeitet zusätzlich zum Solarpark Jännersdorf an ca.
40 MW in europäischen Photovoltaik-Projekten. Für Großanlagen auf industriellen
Flachdächern hat Parabel das System SmartRoof entwickelt.

Quelle: www.parabel-solar.de

Mittwoch, 16. Februar 2011

Last Fight of Thinfilm?

In der Photovoltaik gibt es die Siliziumtechnologie und die anderen. Erstere beherrschen mindestens vier Fünftel des Weltmarkts – letztere werden durch eine einzige Firma dominiert – die amerikanische First Solar. Doch das könnte sich schnell ändern. In Japan hat in dieser Woche Solar Frontier die Produktion ihrer Dünnschichtmodule (Thinfilm) in grossem Stil aufgenommen – viele weitere Firmen stehen in den Startlöchern.

Dünnschichtmodule hatten einen ersten Hype in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts. Als Silizium knapp und sehr teuer war, sahen fast alle in einer Technologie das künftige Heil, die wesentlich tieferen Rohstoffverbrauch versprach. Doch seit das Silizium weniger als ein Viertel seines früheren Preises kostet, sieht kaum einer mehr dessen Kosten als grosses Hindernis. Fürwahr, die Preissenkungen bei den kristallinen Siliziummodulen der vergangenen drei Jahre legen beredtes Zeugnis ab, sie brachten eine Verbilligung der Solarmodule auf kristalliner Basis um rund 50 Prozent. Dennoch bleibt es dabei: Dünnschichtmodule sind billiger, bringen aber auch weniger Stromertrag.

Die Entwicklungsarbeiten in vielen Dünnschichtunternehmen gingen trotz des Wiedererstarkens der kristallinen Produktion weiter. Nun treten sie an zum Kampf um Marktanteile – und vielleicht zum letzten Gefecht. So hat Solar Frontier diese Woche die Produktion von CIS-Dünnschichtmodulen aufgenommen - mit einer Jahreskapazität von 900 Megawatt will das japanische Photovoltaik-Unternehmen, an dem die Ölgiganten Shell und Saudi Aramco namhafte Beteiligungen halten, in seinem neuen Werk produzieren. Die Fabrik, die in nur 16 Monaten errichtet wurde, werde im Sommer ihre volle Produktionskapazität von einem Gigawatt erreichen, teilte das Photovoltaik-Unternehmen mit (das Bild zeigt die neue Solar-Fabrik in Miyazaki).

Es ist die weltweit größte Anlage zur Herstellung von CIS-Dünnschichtmodulen. Die Leistung und Sicherheit der produzierten Solarmodule sei bereits von den japanischen und europäischen Normungsorganisationen bestätigt worden. Die Zertifizierung in den USA werde in Kürze erwartet, teilte Solar Frontier weiter mit. Nach Angaben des japanischen Photovoltaik-Herstellers sind seine Module effizienter und größer als die Vorgängermodelle. Damit ließen sich die Kosten für die übrige Systemtechnik deutlich senken. Außerdem werde wegen der hohen Automation der Produktion eine hohe Effizienz bei den Dünnschichtmodulen erreicht. Die in Japan produzierten CIS-Module sollen bei Projekten weltweit zum Einsatz kommen.

Fürwahr, die Dünnschichtproduktion von Solarzellen ist so richtig im Anrollen. Das stellte auch das US-Grünportal Greentechmedia im Januar feststellen: die risikokapitalfinanzierte AQT aus dem kalifornischen Sunnyvale begann damit, CIGS-Module auszuliefern – wobei die komplizierte Abkürzung wie bei CIS für die Elemente der verwandten Halbleiter steht (Kupfer-Indium-Gallium-Selenid) . Die Liste weiterer Firmen aus diesem Solarbereich umfasst etwa Solyndra, die Garantien der US-Regierung über mehr als eine halbe Milliarde US-$ erhielt, oder auch die deutsche Solibro (die knapp an der Pleite vorbeischrammte), MiaSolé, Wurth Solar, Stion, Global Solar Energy und Nanosolar – über deren wunderliche Wandlungen auch Solarmedia wiederholt berichtete (siehe Artikel vom ).

Ein weiteres deutsches Unternehmen schickt sich an, in die Grossproduktion von Dünnschichtmodulen zu wachsen. Dafür hat sich Sulfursell aus Berlin-Adlershof soeben Risikokapital aus den USA beschafft, ein in der Branche eher ungewöhnlicher Schritt der Finanzierung über den grossen Teich hinweg. Sulfurcell fügte damit den früher erhaltenen 135 Mio. US-$ an Risikokapital weitere 25 hinzu – ein Zeichen dafür, welch immense Summen für den Eintritt in einen Markt nötig sind, der halt doch immer noch und wohl weiterhin von den kristallinen Modulen beherrscht wird. Sulfurcell hat seine Produktion unterdessen auf jährlich 35 Megawatt erhöht und die Module erreichen mit 12,6 Prozent (Umwandlung von Licht in Strom) respektable Werte – die wiederum bei den besten kristallinen Modulen um rund 50 Prozent höher liegen. Trumpf der Dünnschichtmodule bleibt deren höhere Flexibilität – so produziert Sulfurcell vor allem für die direkte Integration in die Bauhülle, also Dach oder Fassade.

Schliesslich zu einem weiteren wichtigen Player der Szene, längst nicht dem einzigen: Sharp ist eines der wenigen Unternehmen, das eine wichtige Rolle sowohl bei den kristallinen wie bei den Dünnschichtmodulen spielt: Bereits im Februar 2011 will der Solarpionier einerseits die Produktionskapazität für kristalline Solarmodule im walisischen Wrexham, Grossbritannien, von derzeit 250 auf 500 Megawatt verdoppeln. Im Rahmen eines Joint Venture mit Enel und STMicroelectronics wird Sharp zudem in der zweiten Jahreshälfte 2011 die Dünnschichtproduktion in Italien mit einer Anfangskapazität von 160 Megawatt aufnehmen. Seit März 2010 produziert Sharp dagegen in der weltweit ersten Gigawatt-Dünnschicht-Fabrik in Sakai Dünnschichtmodule. Die Produktionskapazität beträgt 160 Megawatt und kann auf 1.000 Megawatt im Jahr ausgebaut werden. Trotz Änderungen der Förderungsbedingungen in wichtigen europäischen Märkten erwartet Sharp auch für die nächsten Jahre eine Steigerung des Absatzes.

© Solarmedia
/ Quellen: Photovoltaik / Greentechmedia

So nachhaltig wird produziert

Mit manchem Vorurteil räumt eine aktuelle Studie über die Nachhaltigkeit der Hersteller von Photovoltaikprodukten auf. So zeigen chinesische Produzenten durchaus überzeugende Leistungen bei sozialer Verantwortung, Umweltstandards und Transparenz. Dagegen erweist sich ein westlicher Hersteller als Negativbeispiel, wie das Nachhaltigkeitsportal Ecoreporter zusammenfasst.

Vor einem Jahr hatte Murphy&Spitz aus Bonn erstmals
einen Bericht zur „Nachhaltigkeit & Social Responsibility in der Photovoltaik-Industrie“ veröffentlicht (siehe Solarmedia vom 25. Februar 2010). Nun liegt ein neuer Report vor, der über Fortschritte und auch Rückschritte berichtet und über einen Besuch vor Ort bei chinesischen Hersteller von Photovoltaikprodukten. Diese hätten dabei zum Teil "positiv überrascht", stellt Studien-Autorin Nicole Vormann dazu fest. Offenbar sei die Photovoltaik in der Volksrepublik eine Vorzeige-Branche, schränkt sie aber auch ein, und man dürfe von den untersuchten Firmen auch nicht auf alle übrigen schließen.

Suntech hat gemäss der Studie "enorme Fortschritte" gemacht und in Sachen Transparenz sogar eine Wende um 180 Grad geschafft - das Bild zeigt den Suntech-Firmensitz in Wuxi westlich von Shanghai.


Die vorgelegte Studie konzentriert sich auf die Nachhaltigkeitsanalyse von sieben Solarherstellern, die zu den führenden weltweit zählen. Mit Suntech Power Holdings, Trina Solar, Yingli Green Energy und der mittlerweile in Hanwha SolarOne umgetauften Solarfun haben davon vier ihren Hauptsitz in China. Laut Vormann haben dabei Suntech und Yingli neben der deutschen SolarWorld AG in der Analyse am besten abgeschnitten. Gegenüber dem Vorjahresreport habe vor allem Suntech "enorme Fortschritte" gemacht und in Sachen Transparenz sogar eine Wende um 180 Grad geschafft. Die Studie führt dazu für das Unternehme aus Wuxi sehr gute Leistungen etwa bei den Umweltstandards auf, es biete nicht nur eine Umweltzertifizierung nach ISO 14001 und die Mitgliedschaft bei PV Cycle auf, dem Branchenstandard für Wiederverwertung. Der Solarkonzern überzeuge auch bei sozialen Kriterien. Murphy&Spitz habe die Rohfassung des Nachhaltigkeitsberichtes einsehen können, den Suntech in Kürze als einer der ersten Hersteller von Photovoltaikprodukten weltweit überhaupt veröffentlichen wolle. Darin setze sich das Unternehmen weitere Nachhaltigkeitsziele, etwa die Umwelt- und Sozialzertifizierung sämtlicher fünf Produktionsstätten.

Yingli mit Hauptsitz in Baoding bescheinigt die Studie ebenfalls große Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit.
Wie auch Suntech könne das Unternehmen für alle Produktionsstätten Zertifkate für das Arbeitsschutzmanagementsystem OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) als auch die Zertifizierung nach ISO 14001 vorweisen. Darüber hinaus garantiere das Unternehmen mit der Zertifizierung nach SA 8000 einen zusätzlichen hohen Standard für soziale Arbeitsbedingungen. Dieses Zertfikat steht laut Murphy&Spitz unter anderem für eine faire Entlohnung, den Ausschluss von Kinderarbeit und Dikriminierung am Arbeitsplatz sowie die Begrenzung der wöchentlichen Arbeitsstunden. Wie bei Suntech wird die soziale und ökologische Nachhaltigkeitsleistung von Yingli in der vorgelegten Studie mit "gut" bewertet. Damit bewegen sie sich in einer Liga mit der deutschen SolarWorld AG.

Der Bonner SolarKonzern hat laut Vormann mit seinem Nachhaltigkeitsbericht Standards für die Branche gesetzt und informiert weiterhin gut über sozial und ökologische Aspekte. Allerdings bemängelt sie noch weitere Angaben zu dem Gemeinschaftsunternehmen Qatar Solar Technologies (QST) mit Sitz im Emirat Katar, das SolarWorld 2010 gegründet hat. Partner bei dieser Produktionsstätte für Polysilizium sind die Qatar Foundation (70%) und die Qatar Development Bank (1%).

Noch besser als diese drei Unternehmen mit großen Fortschritten schneidet in der Studie nur First Solar ab, die weltweit größte Produzentin von Dünnschicht-Solarmodulen. Das Unternehmen aus Tempe in Arizona wird in Sachen Nachhaltigkeit als "sehr gut" bezeichnet. Bereits in der Vorgängerstudie hatten die US-Amerikaner als beste abgeschnitten. Seither biete es noch bessere Informationen über Umweltaspekt wie soziale und Umweltaspekte, zudem sei die Zertifizierung nach dem Arbeitsschutzmanagementsystem OHSAS 18001 mittlerweile abgeschlossen. Dies gelte allerdings noch nicht für die POroduktion in Malaysia, hier sieht Murphy&Spitz noch Nachholbedarf.

Wie im Vorjahr erhält der kalifornische Solarkonzern SunPower in der aktuellen Nachhaltigkeitsanalyse die mit Abstand schlechteste Beurteilung. Während die chinesische Hanwha SolarOne immerhin noch eine mittlere Bewertung erreichte, da sie Zertifizierung nach ISO 14001 und OHSAS 18001 nachweisen konnte, auch wenn sie ansonsten stark für mangelnde Transparenz kritisiert wurde, fällt die Studie über SunPower ein vernichtendes Urteil. Der Solarkonzern habe diesmal noch schlechter abgeschnitten als im Vorjahr. Abgesehen von der eingetragenen Mitgliedschaft bei PV Cycle mache das Unternehmen keinerlei Angaben zu Aspekten der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit. Investoren würden so nichts darüber erfahren, welche sozialen oder ökologischen Risiken die Produktion der Amerikaner auf den Philippinen berge, wo SunPower in erster Linie seine Module baue.

Quelle: Ecoreporter

Dienstag, 15. Februar 2011

CH-Energiefachbuch 2011

Noch ist die 2000-Watt-Gesellschaft eine Vision mit ehrgeizigem Ziel: Wollen wir es erreichen, müssen wir bis in 40 Jahren den Energieverbrauch um zwei Drittel reduzieren. Die neueste Ausgabe des Schweizer Energiefachbuchs zeigt: Nachhaltigkeit schränkt Kreativität der ArchitektInnen in keiner Weise ein.

Ehrgeizig zwar, aber kein Ding der Unmöglichkeit. Das zeigen neueste Modellrechnungen von Schweizer Experten. Damit die Vision nicht zur Illusion wird, müssen wir u. a. nachhaltiger bauen - das heisst vor allem langfristiger denken und die Lebenskosten eines Gebäudes mit einkalkulieren: Die Energie in Wohngebäuden, Büros und Infrastrukturbauten muss effizienter genutzt und der Anteil an erneuerbarer Energie muss vergrössert werden. Das bedeutet aber nicht, dass Architekten deswegen keine formal ansprechenden Gebäude erstellen können. Im Gegenteil: Das Schweizer Energiefachbuch 2011 beweist, dass Nachhaltigkeit die Kreativität des Architekten in keiner Weise einschränkt, im Gegenteil - der Anspruch nach Nachhaltigkeit stellt eine spannende und sinnvolle Herausforderung dar. Zahlreiche konkrete und gelungene Beispiele belegen dies und beweisen, dass attraktiv und energieeffizient sich nicht ausschliessen.

Zudem finden Interessierte detaillierte Dokumentationen zum Stichwort "Energie-Contracting": Ein aktuelles Thema, denn die Auslagerung der Haustechnik macht Investitionen in energieeffiziente Anlagen möglich - der Bauherr als Contractingnehmer spart die Investition der Anlage und kauft Kälte und Wärme zu vertraglich festgelegten Konditionen ein, der Contractor finanziert und betreibt die Anlage für eine Dauer von 15 oder 20 Jahren und ist entsprechend an einem energieeffizienten, gewinnbringenden Betrieb interessiert. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten - besonders aber auch für die Umwelt.

Weitere Themenschwerpunkte sind: "Facility-Management" - wichtig für die klare Ermittlung der Lebenszykluskosten eines Gebäudes - sowie der "Bau- & Energiemarkt" mit vielen herausragenden Innovationen, die praxistauglich sind. Spannend ist auch die Auseinandersetzung mit dem Thema "Tageslicht für nachhaltiges Bauen" - also die richtige Anwendung von Licht und Schatten und die Erfolgsstory der LED-Beleuchtung - im Büro wie auch im öffentlichen Bereich. Neben den praxisnahen Artikeln macht der ausgedehnte "Serviceteil" das Energiefachbuch zum nachhaltigen Nachschlagewerk für Ingenieure, Architekten, Investoren und Bauherrschaften.

Quelle: KünzlerBachmann Medien AG / Sonnenseite

Solardach regelmässig reinigen

Regelmäßige Solaranlagenreinigung bedeutet mehr Energieeffizienz und Ertrag. Nicht nur in der Politik und bei Umweltverbänden, sondern auch in der Bevölkerung wächst die Bereitschaft, in Solartechnik zu investieren. Dazu gehört aber auch die Pflege der Anlage.

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe und Eigentümer von Großgrundstücken versuchen, zusätzliche Erträge mit dem Aufstellen von Solarzellen zu erzielen. Doch trotz staatlicher Subventionen und Marktförderungen bleiben die Erträge oft hinter den Erwartungen zurück. "Mit dem Aufstellen und der technischen Wartung der Solaranlagen ist es nicht getan", weiß Rainer Sadlo, Gründer und Inhaber des Fachbetriebes für Solaranlagenreinigung Weisad. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Reken im Münsterland an der Grenze zum Ruhrgebiet und weiß aus eigener Erfahrung, welchen Umwelteinflüssen viele Anlagen ausgesetzt sind. "Je nach Luftverschmutzung, Lage und Witterungsbedingungen setzen sich Ablagerungen und Verunreinigungen auf den Sonnenkollektoren ab und mindern deren Leistung", erklärt Sadlo. Das führe teilweise zu erheblichen Einbußen.

Eine regelmäßig gewartete und gereinigte Solaranlage kann eine Lebensdauer von 20-30 Jahren erreichen. Eine Reinigung der Solarmodul-Oberfläche minimiert Verluste und steigert die Stromproduktion (Bild: weisad).



Mindestens einmal im Jahr sollte eine Reinigung erfolgen,
meint er. Insbesondere an Standorten, an denen Umwelteinflüsse wie Stallabluft, Eisenbahnverkehr oder Bäume die Solaranlagen zusätzlich verschmutzen. An manchen Standorten vermindere sich die Leistung sogar um bis zu 28%. "Gerade diejenigen, die in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen auf Solaranlagen setzen, sollten auf diese Effizienz- und Ertragssteigerungen nicht verzichten. Nicht-Reinigen kostet bares Geld", macht Sadlo deutlich.

Der Rekener ist gelernter Elektriker und Service-Ingenieur und hat mehr als 15 Jahre lang im Ausland gelebt, unter anderem in Dubai, Quatar, Pakistan und Abu Dhabi. Er weiß um die Kraft der Sonnenenergie und die technischen Möglichkeiten. "Wir haben noch längst nicht alle Potentiale ausgeschöpft", ist sich Sadlo sicher. Sonnenenergie werde an Bedeutung gewinnen und eine der zukünftigen Schlüsseltechniken sein. Daran, so der Solaranlagenexperte, bestehe kein Zweifel. Gerade die Verbände und Interessenvertreter der Industrie sollten diesem Wirtschaftszweig mehr Aufmerksamkeit schenken. Das sei keine reine Umwelt-, sondern vielmehr eine Zukunftsfrage.

Die Firma Weisad, so deren Inhaber, leiste mit ihren Angeboten und Methoden der umweltschonenden Solaranlagenreinigung mit Reinstwasser einen kleinen Beitrag. Das helfe, die Erträge zu steigern und die Solarenergie zumindest regional noch ein wenig attraktiver zu machen. Weitere Informationen über die Firma Weisad und zum Thema Solaranlagenreinigung finden Interessierte unter www.weisad.de.

Quelle: Sonnenseite