Donnerstag, 18. Juli 2019

E-Auto laden mit Strom vom eigenen Hausdach

Photovoltaikanlagen auf dem Dach sind klimafreundlich und erzeugen inzwischen Strom zu besonders niedrigen Kosten. Kombinieren Hauseigentümer die Solaranlage mit ihrem Elektroauto, können sie noch stärker vom eigenen Ökostrom profitieren. 

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Durch den höheren Eigenverbrauch steigt der Gewinn der Photovoltaikanlage. Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin. Auch volkswirtschaftlich lohnt sich die Kombination von Solarstrom und Elektromobilität: Das Stromnetz vor Ort wird entlastet, der Netzausbau verringert. Um ausreichend Solarstrom für die elektrischen Geräte im Haushalt sowie für das Laden des Elektroautos zu haben, sollten Hauseigentümer die Solaranlage möglichst groß dimensionieren, rät Franz Pöter, Geschäftsführer des Solar Clusters.

Für Hauseigentümer (wenn man denn ein solcher ist) lohnt sich eine neue Photovoltaikanlage besonders, wenn sie den Solarstrom selbst verbrauchen und dadurch weniger Strom vom Energieversorger kaufen müssen. Inzwischen ist der Sonnenstrom unschlagbar günstig geworden: Solarstrom vom Dach kostet bei Kleinanlagen unter zehn Kilowatt installierter Leistung aktuell noch etwa 10 bis 12 Cent pro Kilowattstunde. Wer den Photovoltaikstrom für die elektrischen Geräte im Haus nutzt und dafür keinen Netzstrom für netto 25 Cent pro Kilowattstunde kaufen muss, hat folglich einen Vorteil von 13 bis 15 Cent pro Kilowattstunde. Überschuss wird ins Netz eingespeist und trägt zur positiven Rendite bei. Bei größeren Photovoltaik-Anlagen sinken die Stromerzeugungskosten  deutlich und der Gewinn pro Kilowattstunde steigt.  
 
Ohne Zusatzaufwand sind je nach Größe der Anlage in der Regel Eigenverbrauchsanteile von 20 bis 30 Prozent möglich. Wer seinen Eigenverbrauch weiter steigern möchte, bestellt derzeit meist einen Heimakku mit. Wirtschaftlich ist das derzeit meist noch nicht. Als Alternative kann man aber auch die Batterie seines Elektroautos nutzen. Das Auto wird dann tagsüber mit dem Ökostrom geladen. Damit kann sich der Eigenverbrauchsanteil auf 40 bis 50 Prozent erhöhen. Wer mit seinem E-Auto zur Arbeit pendelt, muss sich auf freie Tage und das Wochenende beschränken, um durch das Laden des Elektroautos den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen. 

Um ausreichend Solarstrom für das Elektroauto zur Verfügung zu haben, sollte die Solaranlage nicht zu klein sein: Für eine Fahrleistung von 20.000 Kilometern benötigt man drei bis vier Kilowatt installierter Photovoltaikleistung. Für den Energiebedarf der weiteren elektrischen Geräte sind noch einmal drei bis vier Kilowatt Leistung erforderlich. Um auch bei weniger optimalen Wetterbedingungen genügend Leistung für alle elektrischen Verbraucher zur Verfügung zu stellen, sollte die Anlage möglichst groß ausgelegt werden. Überschussstrom an sehr sonnigen Tagen speist man dann ins Netz und erhält dafür die Einspeisevergütung. Die zusätzlichen Kilowatt Leistung lohnen sich: Je größer die Anlage, desto geringer sind die Zusatzkosten pro Modul. Entsprechend steigt der Gewinn. „Hauseigentümer sollten das Dach so voll wie möglich machen“, rät Pöter daher. Als Faustregel gilt: Pro Kilowatt installierter Leistung braucht man rund fünf Quadratmeter Dachfläche.
 
Die Fahrtkosten von Elektroautos sind bereits mit Netzstrom günstig. Je nach Größe verbrauchen die Stromer auf 100 Kilometer durchschnittlich 20 Kilowattstunden – bei einem Renault Zoe sind es beispielsweise rund 16 Kilowattstunden, bei dem Tesla Model S 70 rund 21 Kilowattstunden. Bei einem normalen Haushaltsstrompreis von netto 25 Cent pro Kilowattstunde verursacht der Renault auf 100 Kilometer daher Fahrtkosten von 4 Euro, der Tesla Fahrtkosten von 5,30 Euro. Zum Vergleich: Ein mit Benzin betriebenes Auto verursacht durchschnittlich Kosten von 11 Euro.

Nutzt man eigenen Solarstrom mit Erzeugungskosten von 12 Cent pro Kilowattstunde, sieht die Sache noch besser aus. Dann sinken die Kosten der gewählten Beispielautos auf rund 1,90 Euro beziehungsweise 2,50 Euro auf 100 Kilometer. Gegenüber Strom aus der Steckdose ergibt sich eine Ersparnis um 50 Prozent. Die verstärkte Solarnutzung im Auto macht die Photovoltaikanlage rentabler. Für die Elektromobilisten lohnt es sich auch aus anderen Gründen: Nicht immer finden sie freie Ladesäulen, zudem ist der Strom dort manchmal recht teuer. Bei bis zu zwei Euro pro Kilowattstunde können die Kosten liegen. Mit der eigenen Solaranlage lassen sich solche Situationen reduzieren.
 
Günstig für einen größeren Solarstromanteil im Tank ist eine niedrigere Ladeleistung der Ladestation für das E-Mobil. Liegt diese bei etwa drei bis sechs Kilowatt, ist das optimal. Allerdings sind längere Ladezeiten die Folge. Der Vorteil: Die Photovoltaikanlage kann so einen höheren Anteil der in den Akku gelieferten Energiemenge bereitstellen. Wer dagegen 22 Kilowatt nutzt, der braucht zum Laden auch mittags Strom aus dem Netz. Mehr als 22 Kilowatt Leistung sind für den Hausgebrauch übrigens nicht zu empfehlen, da sie den Anschluss überfordern – und das unabhängig von der Solaranlagengröße, die meist kleiner ist.

Auch für die Niederspannungsnetze kann das Laden des E-Autos über die Solarstromanlage segensreich sein. Wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig und mit hoher Leistung aus dem Ortsnetz geladen werden, kann dieser Vorgang das Netz an die Belastungsgrenze bringen. Verhindern tun dies eine intelligente Steuerung der Ladevorgänge, der Verteilnetzausbau – oder aber mehr Elektroautos an Solaranlagen. Sie reduzieren die Ladeleistung aus dem Netz beziehungsweise die Einspeisung in das Netz und stabilisieren es dadurch, besonders wenn die Ladestation im Haus eine niedrigere Ladeleistung aufweist.
 
Wenn in Zukunft Autos auf den Markt kommen, deren Batterie auch Strom ins Hausstromnetz liefern kann, so könnte Solarstrom aus dem Elektroauto auch abends im Haus genutzt werden. Darüber hinaus diskutieren Fachleute weitere Dienstleistungen, in denen Autobatterien Solar- und Windstrom aus dem Netz aufnehmen, wenn Überschuss vorhanden ist, und bei einem niedrigen Angebot an erneuerbaren Energien wieder abgeben. Das würde den Verbrauch von Strom an das Angebot anpassen. Als Anreiz könnten die Stromversorger niedrigere Strombezugskosten bei einem Überangebot einführen.

Tipp: Das Elektroauto mit Solarstrom laden - Die Photovoltaikanlage und die Ladestation sollten kompatibel zueinander sein. Die Solaranlage kann dann die Ladeleistung der Ladestation steuern, je nachdem, wie viel Solarstrom gerade zur Verfügung steht. 

Dienstag, 16. Juli 2019

Es geht wieder aufwärts, aber viel zu langsam

Die kürzlich veröffentlichte Sonnenenergie-Markterhebung für das Jahr 2018 zeigt einen leichten Aufschwung bei der Photovoltaik. Die Massnahmen im Rahmen der Energiestrategie 2050 beginnen ihre Wirkung zu entfalten. Doch für den Ersatz der Atomkraft und der fossilen Energien muss der jährliche Zubau von Photovoltaik-Anlagen mindestens verfünffacht werden. Um dies zu erreichen, braucht es insbesondere stärkere Anreize für den Bau von Grossanlagen auf Landwirtschafts-, Gewerbe- und Bürogebäuden. 

Jährliche Verkäufe von Photovoltaikanlagen in der Schweiz in Kilowatt Leistung. Gut erkennbar ist das rasche Wachstum nach 2010, ausgelöst durch die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV). 2016 und 2017 wurden nur noch Kleinanlagen gefördert, während 2018 die  Auswirkungen der Energiestrategie 2050 sichtbar werden. Quelle: Markterhebung Sonnenenergie 2018.
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Am 10.7.2019 wurde die von Swissolar durchgeführte und vom BFE (Bundesamt für Energie) plausibilisierte Markterhebung Sonnenenergie 2018 veröffentlicht. Swissolar hat eine vertiefte Analyse der Zahlen vorgenommen.

Photovoltaik: Talsohle durchschritten
Die Photovoltaik (PV)-Verkaufszahlen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 12 % auf 271 Megawatt, was etwa einer Fläche von 253 Fussballfeldern (ca. 1.7 Mio. m2)  neu installierten Modulen) entspricht. Der Anteil der Solarstromproduktion am Stromverbrauch der Schweiz lag 2018 bei 3.4 % (2017: 2.9 %)[1]. Damit konnte eine Trendwende nach zwei sehr schwierigen Jahren eingeleitet werden, aber der Zubau liegt immer noch deutlich unter dem bisher höchsten Wert von 2015 mit fast 340 Megawatt.

Gründe für die positive Entwicklung sind in den Massnahmen im Rahmen der Energiestrategie 2050 zu suchen, die auf Anfang 2018 in Kraft traten. Dazu gehört insbesondere die Einmalvergütung für Anlagen jeder Grösse, die rund 20 Prozent der Investitionskosten abdeckt. Die anfangs noch sehr langen Wartefristen bis zur Auszahlung dieser Förderung wirkten hemmend, aber inzwischen liegt sie bei weniger als zwei Jahren, was von den Investoren sehr positiv aufgenommen wurde.

Eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr liess sich in fast allen Grössenkategorien feststellen, mit Ausnahme der grössten Anlagen (über 1 MW), wo ein Rückgang der neu installierten Leistung um den Faktor 5 zu verzeichnen war. Aufgeteilt nach der Art der Anlagen legten insbesondere die Wohngebäude zu (Einfamilienhäuser +13 %, Mehrfamilienhäuser + 47 %), während Anlagen auf Industrie- und Gewerbebauten stagnierten und auf Landwirtschaftsbauten sogar deutlich zurückgingen.

Damit zeigt sich ein deutlicher Mangel der aktuellen Förderung: Für den wirtschaftlichen Betrieb einer Photovoltaikanlage braucht es, ergänzend zur Einmalvergütung, eine hohe Eigenverbrauchsquote. Bei Grossanlagen sowie in der Landwirtschaft ist dies meist schwierig.

Ein möglicher Ausweg liegt in den Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV), mit denen mehrere Verbraucher gemeinsam, auch auf angrenzenden Grundstücken, ihren Eigenverbrauch optimieren. Dieses Anfang 2018 eingeführte Instrument stösst insbesondere bei Mehrfamilienhäusern auf grosses Interesse. Zu ergänzen ist noch, dass in der Schweiz praktisch alle Photovoltaikanlagen auf Gebäuden installiert werden, im Gegensatz zu Nachbarländern mit teils sehr grossen Freilandanlagen.

Stromspeicher: Immer beliebter
Die Verkäufe von Batteriespeichern nahmen um mehr als einen Viertel auf 1590 Stück zu. Jede zehnte Photovoltaikanlage wurde mit einem Speicher kombiniert. Die durchschnittliche Speichergrösse lag bei 9.1 Kilowattstunden gegenüber 8.1 im Vorjahr. Hier zeigt sich der rasche Preisrückgang bei den Speichern.

Solarthermie: leichter Rückgang
Beim Verkauf von Kollektoranlagen zur Nutzung der Solarwärme musste leider ein weiterer Marktrückgang um 9 % auf 58‘500 Quadratmeter hingenommen werden, nach einem leichten Zuwachs im Vorjahr. Überraschenderweise konnte dabei jedoch das Marktsegment der Anlagen auf Einfamilienhäusern, das in den letzten Jahren am stärksten schrumpfte, um 18 % zulegen. Mehr als die Hälfte der neuen Kollektorfläche liegt somit auf Einfamilienhäusern.

Ausblick: Es braucht sehr viel mehr Solarenergie
Mit dem Ja zur Energiestrategie 2050 hat die Schweiz den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, und mit der Ratifizierung des Pariser Klimaprotokolls hat sich unser Land faktisch verpflichtet, bis spätestens 2050 auf fossile Energien zu verzichten. Beide Ziele können aus Sicht von Swissolar nur mit einem massiven Ausbau der Solarenergie erreicht werden.

Bei der Photovoltaik müsste der jährliche Zubau mindestens bei 1500 Megawatt pro Jahr liegen, bei der Solarthermie sollte der Wert von 100‘000 Quadratmetern, wie zuletzt im Jahr 2014, wieder erreicht werden. Zur Erreichung dieser Ziele braucht es gezielte Fördermassnahmen für grosse Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch (z.B. auf Landwirtschafts-, Gewerbe- und Bürogebäuden), wozu beispielsweise Ausschreibungen dienen können.

Zudem braucht es eine rasche Revision der kantonalen Energiegesetze gemäss MuKEn 2014, die unter anderem eine Pflicht zur Eigenstromproduktion für Neubauten und den Einsatz erneuerbarer Energien bei Heizungssanierungen vorsieht.

Über Swissolar: Der Branchenverband die Interessen von 700 Verbandsmitgliedern mit rund 6‘000 Arbeitsplätzen der Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden.

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie als wir brauchen. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Energieträger ein. Wärme und Strom von der Sonne nehmen dabei eine zentrale Stellung ein.

Quelle: Swissolar

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Sonntag, 7. Juli 2019

Solar-Potential sichtbar

Das Bundesamt für Energie publiziert über 60 Datensätze als sogenannte offene Behördendaten (Open Government Data OGD). Diese Datensätze stehen der Bevölkerung zur freien Nutzung zur Verfügung. Dass die Bundesverwaltung einen grossen Schatz an frei verfügbar Daten bereitstellt, ist für viele nichts Neues. Was mit den Daten angestellt werden kann aber schon.

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Die Grundlagen sowie der Umgang mit OGD lernen Studierende der Unviersität Bern im Rahmen der Vorlesung Open Data. Neben dem Theorieteil erstellen die Studierenden in einer praktischen Arbeit eine Visualisierung von bestehenden OGD Datensätzen. Dieses Jahr haben drei Teams den BFE-Datensatz «Solarenergiepotenziale der Schweizer Gemeinden» verwendet. Dieser Datensatz beruht auf den Informationen aus www.sonnendach.ch und www.sonnenfassade.ch und weist für jede Gemeinde der Schweiz das Solarenergiepotenzial aus.

Entstanden sind drei spannende Visualisierungen (mit Mozilla Firefox oder Edge öffnen), welche zeigen, wie die BFE-Daten verwendet werden können:

Solarpotenziale pro Kopf der Schweizer Kantone
Sascha Zeiter und Diego Ritz haben die Daten für jeden Kanton addiert und ausgewertet, in welchem Kanton das höchste pro Kopf Solarpotenzial vorhanden ist. Sie haben herausgefunden, dass die Kantone Graubünden und Jura die höchsten Pro Kopf Solarpotenziale aufweisen.

Solarenergiepotenziale der Schweizer Gemeinden – Fokus Strom
Suvetha Somasundram und Carine Hürbin haben das Solarpotenzial für jede Gemeinde analysiert. Zusätzlich haben Sie den Gebäudepark für jede Gemeinde ausgewertet. Für jede Gemeinde kann nun abgefragt werden, wie gross der Anteil an Einfamilien- bzw. Mehrfamilienhäuser ist.

Wie gut wurde das Solarenergiepotenzial im Jahr 2018 genutzt?
Kevin Schär und Nicola Zimmermann haben für jede Gemeinde das Solarpotenzial den KEV-Vergütungen gegenübergestellt. Sie wollten herausfinden, wie stark in welchen Gemeinden das Solarpotenzial bereits genutzt wird. Ihre Ergebnisse zeigen, dass in der Gemeinde Onnens dank KEV-Anlagen bereits über 50 Prozent des Solarpotenzials ausgeschöpft wird.

Weitere Visualisierungen von anderen offenen Behördendaten finden sich im Open Data Showroom der Universität Bern.

Nico Rohrbach, Fachspezialist Geoinformation, BFE

Quelle: energeiaplus.com


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Samstag, 6. Juli 2019

Edisun Power's grosser Schritt - ohne Subvention


Am 5. Juli 2019 unterzeichnete Edisun Power die Verträge zum Kauf eines 23 MW Photovoltaik-Bauprojekts in Portugal. Es handelt sich bereits um das zweite Projekt in Portugal, welches von der Schweizerischen Smartenergy Invest AG erworben und mit ihr zusammen umgesetzt wird. 

Durch die fast zeitgleiche Realisierung der beiden portugiesischen Projekte entstehen gemäss einer Medienmitteilung interessante Synergien im Ablauf, bei den Investitionskosten und im Betrieb. Das Projekt ist bereits im Besitz der Produktionslizenz, sodass voraussichtlich schon im vierten Quartal 2019 mit dem Bau begonnen werden kann. Die Inbetriebnahme der Anlage wird im Laufe des Jahres 2020 erwartet. 

Die Anlage wird auf einer Fläche von gut 54 Hektaren mittels einachsig nachgeführter Module jährlich rund 46 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren, was dem Jahresbedarf einer Stadt mit rund 12'000 Einwohnern entspricht. Die produzierte Energie wird ohne staatliche Subventionen am Markt verkauft. Zur Absicherung der Erträge ist vorgesehen, für die ersten Betriebsjahre ein PPA (Power Purchase Agreement) mit fixen Abnahmepreisen abzuschliessen. Mit dem Projekt wird auf annualisierter Basis voraussichtlich ein Nettoergebnis von rund CHF 0.6 Mio. erzielt.

Die Investition wird aus bestehenden Mitteln, mit einer Projektfinanzierung sowie durch eine Kapitalerhöhung mittels Sacheinlage abgedeckt. Die Sacheinlage erfolgt unter Ausschluss des Bezugsrechts der bisherigen Aktionäre durch Ausgabe von 27'675 Aktien aus dem genehmigten Kapital, womit die Smartenergy nach Abschluss der Transaktion einen Anteil von rund 17.5% an Edisun Power halten wird. 

Edisun Power Gruppe: Als kotierter europäischer Solarstromproduzent finanziert und betreibt die Edisun Power Gruppe Solar­strom­anlagen in verschiedenen europäischen Ländern. Edisun Power startete ihr Engagement auf diesem Gebiet bereits 1997. Seit September 2008 ist das Unternehmen an der Schweizer Börse kotiert. Edisun Power verfügt bei der Realisierung und beim Kauf sowohl nationaler als auch internationaler Projekte über breite Erfahrung. Aktuell besitzt das Unternehmen 37 Solarstromanlagen in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien.


Quelle: www.edisunpower.com

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Samstag, 29. Juni 2019

Unglaubliches Plus des Solarindex im 1.Halbjahr


Der PPVX stieg letzte Woche um 0,7% auf 1.243 Punkte, der NYSE Arca Oil um 0,1%. Seit Jahresanfang 2019 liegt der PPVX mit +38,4% währungsbereinigt rund 28 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (+10,7%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind Enphase Energy (+285%),JinkoSolar Holding(+119%) und SunPower (+115%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 33,3 Mrd. Euro. Die grössten Gewinner der Woche waren Thai Solar Energy(+19%) und Solaria Energia y Medio (+11%), die grössten Verlierer Panda Green Energy Group(-18%) und West Holdings (-7%). Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+342%) rund 178 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +164%).

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Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu

Quelle: oeko-invest.net 

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Mittwoch, 26. Juni 2019

CH-Solarfirma nimmt Bundesrätin beim Wort

Die Das Walliser Solarunternehmen winsun AG reagiert auf die neusten Pläne des eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), in Zukunft auf erneuerbare Energien zu setzen: Das auf Solarenergie spezialisierte Unternehmen aus dem Wallis will eine mobile Photovoltaik-Anlage zu entwickeln, die auf gerade ungenutzten Flächen des VBS eingesetzt werden könnte. Das Besondere der Anlage: Die «Solarraupe42» wäre aus- und einfahrbar. Pro Anlage könnten im Sinn des Klimaschutzes jährlich 25 Tonnen CO2 eingespart werden.
 
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«Das eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Energie, VBS, will künftig einen wesentlichen Teil zur Senkung des CO2-Ausstosses und zur Produktion erneuerbarer Energien beitragen. Das hat Winsun auf die Idee gebracht, für dieses nachhaltige Vorhaben eine spezielle Solaranlage zu entwickeln», sagt Beat Ruppen, Verwaltungsratspräsident der winsun AG. Das Walliser Photovoltaik-Unternehmen plant eine mobile Solaranlage mit dem Namen «Solarraupe42», die das VBS auf leerstehenden Flächen platzieren könnte. Die geplante Anlage setzt sich aus mehreren Modulen – Solarzellen – zusammen, die sich in der Bewegung einer Raupe ganz leicht aus- und einfahren liessen. Ist das Interesse seitens des eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport vorhanden, plant die winsun AG die Entwicklung dieser speziellen Solaranlage. Bundesrätin und VBS-Chefin Viola Amherd hatte am Wochenende via Sonntagszeitungen entsprechendes Interesse bekundet.
 
Optimale Nutzung von leerstehenden Flächen: «Unsere Solarraupen könnten beispielsweise auf Militärflugplätzen, die gerade nicht genutzt werden, aneinandergereiht werden. Werden die Flugplätze wieder gebraucht, können wir die Raupen via Fernsteuerung einfahren und die Anlagen vom Platz nehmen», so Beat Ruppen. «Eine ‹Solarraupe42› hat eine Fläche 238 m2 und erzielt – daher die Zahl im Namen – eine Leistung von 42 kWp. Auf einem Flugplatz wie auf jenem in Turtmann könnten 300 Anlagen aufgestellt werden, was einer jährlichen Energieproduktion von mehr als 12 GWh entspricht. Damit könnten rund 2’700 Haushaltungen mit Energie versorgt werden». Bei dieser nachhaltigen Energieversorgung stehen auch die CO2-Einsparungen im Zentrum: Pro Anlage könnten jährlich 25 Tonnen eingespart werden. Die geplante Solaranlage verfügt über eine intelligente Wetter-Sensorik: Die Raupe reagiert bei Wind, Regen oder Schnee und fährt, falls nötig, automatisch ein. So kann die Anlage immer die bestmögliche Rendite generieren.