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Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Die schlechte Nachricht: Raketen auf Ölanlagen im Iran-Krieg und weltweit dramatisch steigende Öl- und Gaspreise. Die gute Nachricht: Der Preis- und Knappheitsschock der fossil-atomaren Energieriesen ist zugleich eine Chance für die erneuerbaren Energien. Für «Solar am Sonntag» eine Einschätzung des deutschen Energie-Publizisten, Franz, Alt. PS: Artikel von Solarmedia über Donald Trump wird im Laufe der kommenden Woche aufgeschaltet.
Soeben hat eine Analyse des Daten- und Forschungsunternehmens Global Data ergeben, dass sich die Kapazität der erneuerbaren Energien bis 2031 mehr als verdoppeln könnte. Der jüngste Bericht „Renewable Energy: Strategic Intelligence“ zeigt, dass die weltweite Kapazität erneuerbarer Energien bereits 2025 einen neuen Höchststand erreicht hat. Besonders die Region Asien-Pazifik dominiert den Ausbau der Erneuerbaren. Vor allem China und Indien bereiten diese Entwicklung maßgeblich vor. Siehe dazu dienbGrafik © GlobalData | www.globaldata.com.
Bisher lieferte die Windkraft den größten Anteil an erneuerbarer Energie. Doch 2025 war die Solarkraft global erstmals die größte Quelle der Erneuerbaren. Eine zunehmend wichtige Rolle beim raschen Ausbau der Ökoenergien spielt die Künstliche Intelligenz. Sie hilft dabei, die schwankende Stromproduktion von Wind- und Solaranlagen besser zu steuern.
Der Professor für Erneuerbare Energien Volker Quaschning sieht in der heutigen Energiekrise eine große Chance für den rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien, für E-Autos und für Wärmepumpen. Solaranbieter erleben derzeit einen Ansturm auf ihre Produkte. E.On-Geschäftsführer Flip Thon: „Die Nachfrage nach Solaranlagen hat sich in den letzten Monaten fast verdoppelt.“
Krisen bieten schon immer auch eine Lernchance. Die Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung verweist auf die Ölkrisen in den Siebzigern: „Es gibt einen Lerneffekt durch die Krisen, und der kann jetzt auch einen Turbo bekommen.“ In vielen Länder boome die Solar- und Windenergie und die Häuser würden besser gedämmt. Die solare Weltrevolution macht Fortschritte.
Damit der derzeitige Hype nicht wieder verpufft, sollte auch die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren verbessern. Notfalls sollte Bundeskanzler Merz auch seine Wirtschaftsministerin Katherina Reiche entlassen. Denn sie schadet mit ihrer Gaspolitk sowohl der Wirtschaft und dem Klima. Aber auch hier besteht die Chance der Krise.
Vom Autor das Erfolgsbuch: Franz Alt „Die solare Weltrevolution“ – Aufbruch in eine neue Menschheitsepoche | HERDER 2025
Am heutigen Freitag hat der Bundesrat die Botschaft zu den Bilateralen III und zum Stromabkommen verabschiedet. Damit kommt ein weiteres grosses Reformpaket im Energiebereich ins Parlament. Für die aeesuisse hebt das Stromabkommen die Energiewende auf das nächste Level. Die starke Stromproduktion aus Wasserkraft und Solar kann mit der Windenergie aus der EU optimal kombiniert werden. Der Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz, die aeesuisse, fordert eine rasche Annahme des Abkommens und eine Stärkung des Ausbaus der erneuerbaren Energien.
Die aeesuisse begrüsst das vom Bundesrat verhandelte Stromabkommen mit der EU ausdrücklich. Die Stärkung des internationalen Stromhandels ist nicht nur wünschenswert, sondern dringend nötig. Der Strommarkt der EU entwickelt sich ständig fort, setzt massiv auf erneuerbare Energien, einen intensiven Stromhandel und zentrale Koordinationsplattformen. Die Schweiz droht den Anschluss an diese Entwicklungen zu verlieren mit grossen Nachteilen bei der Versorgungssicherheit und der Innovation.
Energiewende erreicht nächstes Level
Gerade für das erneuerbare Energiesystem ist das Stromabkommen ein Quantensprung. Das Abkommen schafft:
Effiziente und sichere Netzintegration erneuerbarer Energien durch abgestimmte Regelzonen und Markplattformen.
Sicherer Import von günstigem Windstrom im Winter bei Überschuss und attraktive Bedingungen für den Export bei hohen Strompreisen.
Förderung von Innovation dank mehr Wettbewerb im Strommarkt.
Der Schweizer Strommarkt hat sich zwar in den letzten Jahren dank dem vom Volk angenommenen Stromgesetz weiterentwickelt. Dennoch bleibt das heutige System stark fragmentiert und bietet nur begrenzte Innovationsanreize.
Volles Potenzial der Erneuerbaren freilegen
Das
Stromabkommen und die vollständige Marktöffnung für alle Stromkundinnen
und Stromkunden der Schweiz wird eine Dynamik zugunsten der
erneuerbaren Energien erzeugen. Im heutigen System der kleinteiligen
Versorgung haben Konsumenten und Kleinproduzenten nicht ausreichende
Marktsignale, die für die optimale Marktintegration der Erneuerbaren
notwendig wäre.
Das Stromabkommen stärkt die Wasserkraft
Die
Schweizer Wasserkraft profitiert besonders stark vom Stromabkommen. Als
flexibelste aller Stromproduktionsformen kann sie an den europäischen
Märkten höhere Erträge erwirtschaften. Diese Einnahmen schaffen
Spielraum für neue Investitionen in erneuerbare Energien und sichern die
strategische Rolle der Wasserkraft langfristig. Dazu kommt, dass die Hoheit über
Wasserkraftkonzessionen weiterhin bei Kantonen und Gemeinden liegt. Der
Bundesrat hat deshalb in der Botschaft nochmals in aller Klarheit
dargelegt, weshalb die EU der Schweiz in diesem Bereich keine Vorgaben
machen darf und kann.
Für die aeesuisse ist deshalb klar: Das Stromabkommen ist ein zentraler Baustein für ein sicheres, klimafreundliches und innovationsstarkes Energiesystem. Parlament und Politik sind nun gefordert, diesen nächsten Schritt der Energiewende rasch zu ermöglichen.
Quelle: Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (aeesuisse)
Am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe hat der Ständerat entschieden, den Bau neuer AKW in der Schweiz wieder zuzulassen. Die AKW-Kehrtwende gefährdet den Ausbau der Erneuerbaren. Nun ist der Nationalrat aufgefordert, den bisherigen Kurs zu halten und den unverantwortlichen Fehlentscheid, der den Willen der Bevölkerung missachtet, zu korrigieren. Eine aktuelle Stellungnahme der Schweizerischen Energie Stiftung (SES).
Die Katastrophe von Fukushima vom 11. März 2011 markierte den Wendepunkt in der Energiepolitik. Mit der Energiestrategie 2050 (2017) und dem deutlichen Ja zum Stromgesetz (2024) hat sich die Bevölkerung seither mehrmals zu den Erneuerbaren und zum Atomausstieg bekannt.
Trotzdem ist der Ständerat heute dem bundesrätlichen Vorschlag gefolgt, der wieder neue AKW in der Schweiz ermöglichen will. Dieser Plan macht die Schweiz abhängig von Uran-Importen und schadet der Energiewende.
Neue AKW bremsen den Ausbau der günstigen, sauberen und einheimischen erneuerbaren Energien, wie eine Studie der Schweizerischen Energiestiftung vom letzten November belegt. «AKW und Erneuerbare sind unvereinbare Gegensätze. Der Ständerat riskiert mit der Atom-Kehrtwende, dass die von ihm beschlossenen Ausbauziele für die Erneuerbaren verfehlt werden. Damit gefährdet er die sichere Stromversorgung und die Dekarbonisierung», stellt Nils Epprecht, Geschäftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung klar.
Gemäss der Akademie der Naturwissenschaften SCNAT würde ein neues AKW frühestens 2050 Strom liefern. Der Bau ist mit immensen Kosten verbunden. Die Rechnung bezahlt in jedem Fall die Bevölkerung über höhere Steuern oder Strompreise.
Dazu kommen die gesundheitlichen Risiken durch den radioaktiven Atommüll und die Gefahr einer nuklearen Katastrophe, die in der dicht besiedelten Schweiz katastrophale Folgen hätte.
Als nächstes ist der Nationalrat am Zug. Die SES fordert ihn dringend dazu auf, das gesetzliche Neubauverbot zu erhalten und damit die von der Bevölkerung vorgegebenen Ausbauziele der Energiewende zu gewährleisten sowie die Investitionen in die dezentrale, erneuerbare Energieerzeugung in den kommenden Jahren nicht zu gefährden.
Quelle: SES
Da macht die Arbeit an einem Artikel für die Rubrik «Solar am Sonntag» doch so richtig Sinn: An einem der ersten weit verbreitet sonnigen Tage des Jahres - es ist noch nicht mal Mitte März - haben die Temperaturen bereits annähernd 20° erreicht. Dahinter steckt ja, wer wohl, natürlich die Sonne. Sie versorgt uns mit Solarstrom, dass es nimmer hören will. Schon gestern titelte etwa die Plattform «Pressetext» vom boomenden Solarstrom in Deutschland.
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| Tankstelle Zürich-Höngg 6.3.26 Bild: Guntram Rehsche |
Text & Bild: Guntram Rehsche Solarmedia
Solarmedia präsentiert in loser Folge einige der Statistiken, die die britische Plattform «Our World in Data» täglich veröffentlicht, und die mit verbesserten Lebensbedingungen auf der Welt in Zusammenhang stehen (dem ist aber nicht immer so). Das geschieht in diesem Blog naheliegenderweise nicht zum ganzen reichen Schatz an Daten, der sich bei «Our World in Data» in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, sondern vor allem rund um die Themen Energie, Wirtschaft und Nachhaltigkeit.
In den Ländern der europäischen Union stammt 2025 erstmals mehr Elektrizität aus Wind und Solarenergie, während fossile Energien in dieser Hinsicht einen deutlichen Rückschritt verzeichneten.
Our World in Data schreibt dazu im Original: Just a decade ago, almost three times as much electricity in the European Union was coming from fossil fuels as from solar and wind. But last year, for the first time, solar and wind produced more than coal, gas, and oil combined. They accounted for just over 30% of total electricity production.
You can see this rise of solar and wind — and fossil fuels’ decline — in the chart. This record happened despite a poor year for wind output due to low wind speeds and a slight increase in gas to compensate for lower hydropower output from dry conditions.