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Teil 1 erschien Mitte Mai hier: https://solarmedia.blogspot.com/2026/05/meilensteine-der-solarwirtschaft-nicht.html
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Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Teil 1 erschien Mitte Mai hier: https://solarmedia.blogspot.com/2026/05/meilensteine-der-solarwirtschaft-nicht.html
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Ab 2027 haben Verteilnetzbetreiber die Möglichkeit, den Solarstrom nach dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung zu vergüten. Das neue Vergütungsmodell schafft Anreize, Solarstrom dann ins Netz einzuspeisen, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Bei tiefen Strompreisen kann der Strom stattdessen im Quartier verkauft oder in Batterien gespeichert werden.
Der
Bundesrat hat am 28.Mai die Umsetzung der neuen Abnahme- und
Vergütungspflicht für Strom aus erneuerbaren Energien vorgestellt.
Gemäss dem Parlamentsbeschluss vom Herbst 2025 richtet sich die
Vergütung künftig nicht mehr nach dem vierteljährlichen
Referenzmarktpreis, sondern nach dem stündlichen Spotmarktpreis zum
Zeitpunkt der Einspeisung. Damit entsteht ein klarer Anreiz, Solarstrom
bei tiefen Preisen nicht ins vorgelagerte Netz einzuspeisen, sondern
lokal zu speichern oder direkt zu nutzen.
Betreibende kleiner Photovoltaikanlagen mit einer Leistung unter 150 kW
erhalten zusätzlich einen Investitionsschutz in Form einer
Minimalvergütungsprämie. Falls
der vierteljährliche Referenzmarktpreis im Mittel unter der gesetzlich
festgelegten Minimalvergütung liegt, entspricht die Prämie der Differenz
zwischen Referenzmarktpreis und Minimalvergütung pro eingespeister
Kilowattstunde und wird rückwirkend vergütet. Mit diesem Modell
profitieren Produzenten insbesondere dann, wenn sie bei negativen
Strompreisen nicht ins Netz einspeisen, sind aber gleichzeitig dank der
Minimalvergütung im Mittel vor negativen Preisen geschützt.
Gemäss Bundesratsbeschluss wird die Gesetzesänderung per 1. Januar
2027 mit einer Übergangsfrist von einem Jahr in Kraft treten. Anzumerken
ist, dass die Verteilnetzbetreiber weiterhin höhere Vergütungen
bezahlen dürfen. Swissolar geht davon aus, dass viele Netzbetreiber von
dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden.
Batteriespeicher erhöhen den Eigenverbrauch
Für Betreiberinnen und Betreiber von Photovoltaikanlagen kann das neue
Vergütungsmodell erhebliche Auswirkungen haben, insbesondere bei
geringem Eigenverbrauch. Sie sind künftig stärker den tiefen
Strommarktpreisen an sonnigen Tagen ausgesetzt.
Mit einem Batteriespeicher lässt sich Solarstrom gezielt über Mittag
speichern und später am Abend nutzen oder ins Netz einspeisen, wenn die
Strompreise höher sind. Sinkende Batteriepreise machen diese Lösung
zunehmend attraktiv. Entsprechend entscheiden sich immer mehr
Besitzerinnen und Besitzer von Solaranlagen auch nachträglich für einen
Speicher.
Gemeinsam den Eigenverbrauch steigern
Zusätzliche Möglichkeiten bieten Modelle wie der Zusammenschluss zum
Eigenverbrauch (ZEV) oder lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG).
Dabei wird Solarstrom innerhalb eines Quartiers lokal genutzt und
verkauft, statt über den Netzbetreiber auf dem Strommarkt verkauft zu
werden. Das erhöht den Eigenverbrauch und entlastet gleichzeitig die
Stromnetze.
Swissolar fordert freien Zugang zu Börsenstrompreisen
Damit Anlagenbetreiber das neue Vergütungsmodell optimal nutzen können,
braucht es einen einfachen Zugang zu den relevanten Marktdaten.
Swissolar fordert deshalb vom Bundesamt für Energie (BFE):
Diese Daten ermöglichen es Energiemanagementsystemen, Batteriespeicher und Verbrauch intelligent zu steuern, damit Solarstrom bei tiefen Preisen lokal genutzt oder gespeichert werden kann.
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Genau diese Entwicklung greift die Intersolar Europe 2026 auf: Großspeicher und PV-Batteriespeicher-Hybridanlagen stehen im Fokus, weil sie Strom zeitlich verschieben, Netze entlasten und neue Perspektiven für die Solarbranche eröffnen.
Besonders sichtbar wird dieser Bedarf im Strommarkt. In Stunden mit hoher PV-Erzeugung sinken die Preise stark, während erneuerbarer Strom abgeregelt werden muss. Abends steigt der Verbrauch, während die Solarstromproduktion zurückgeht. Das Problem ist nicht ein Zuviel an Solarstrom, sondern zu wenig Flexibilität. Großspeicher (eng. Battery Energy Storage Systems – BESS) nehmen Strom auf, wenn viel erneuerbare Energie verfügbar ist, und speisen ihn später wieder ein. So reduzieren sie Abregelung und verbessern die Integration.
Auch für die Systemstabilität gewinnen Großspeicher und moderne Leistungselektronik an Bedeutung. Wenn konventionelle Kraftwerke zurückgehen, müssen erneuerbare Anlagen und Batteriespeicher künftig mehr Aufgaben im Netz übernehmen, etwa Frequenzhaltung und Spannungsstützung. Flexibilität ist damit nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern auch Voraussetzung für Versorgungssicherheit.
Gleichzeitig verbessert sich der Business Case. Sinkende Batteriekosten, stärkere Preisschwankungen und neue Marktrollen schaffen Erlöspotenziale. Speicher können bei niedrigen oder negativen Preisen laden und bei höherem Preisniveau ausspeisen. Hinzu kommen Erlöse aus Märkten für Systemdienstleistungen wie Regelenergie. So wird aus einer technischen Ergänzung eine Schlüsselelement der erneuerbaren Energieinfrastruktur mit realen Geschäftsmodellen.
PV-BESS-Hybridanlagen führen diesen Ansatz weiter. Sie verbinden Solarstromerzeugung und Batteriespeicher an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt und nutzen Infrastruktur wie Trafostationen, Verkabelung und Steuerung gemeinsam. Solarstrom kann direkt eingespeist, zwischengespeichert oder später vermarktet werden. Das nutzt knappe Netzkapazitäten besser und reduziert Abregelungsverluste.
Damit verschiebt sich der Fokus der Solarbranche: Nicht mehr allein die installierte Leistung entscheidet, sondern die Qualität der Integration. Wer Photovoltaik wirtschaftlich und netzdienlich betreiben will, muss Speicher, Steuerung, Marktmechanismen und Netzinfrastruktur gemeinsam denken. Diese Schnittstellen stehen im Zentrum der Intersolar Europe.
Die Intersolar Europe 2026 zeigt vom 23. bis 25. Juni auf der Messe München, wie Photovoltaik, Großspeicher und Hybridanlagen die nächste Phase des Solarmarktes prägen. Als weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft bringt sie zentrale Akteure der Branche zusammen.
Ergänzend vertieft die Intersolar Europe Conference am 22. und 23. Juni 2026 im ICM München Themen wie PV-Großanlagen, Märkte, Speicher und Hybridisierung.
Vor der Messe finden am 22. und 23. Juni 2026 die Konferenzen im ICM München statt. Die Intersolar Europe Conference, ees Europe Conference, Power2Drive Europe Conference und EM-Power Europe Conference richten sich an Unternehmen, Investoren, Energieversorger, Projektentwickler, Politik und Forschung. Erwartet werden rund 2.600 Teilnehmende. Ergänzend bieten die Messeforen an allen Messetagen praxisnahe Vorträge zu Kraftwerkstechnologien, Prosuming, Netzintegration und flexiblen Energiesystemen. So wird München zum Treffpunkt für alle, die Europas Energieversorgung sicherer, günstiger und widerstandsfähiger machen wollen.
Quelle: Solar Promotion GmbH
Im April 2026 wurde weltweit erstmals in einem Monat mehr Strom aus Wind- und Solarenergie als aus Gas erzeugt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des britischen Thinktanks Ember.
Demnach erzeugten Wind- und Solaranlagen im April dieses Jahres 22 Prozent des weltweiten Stroms, während Gas bei 20 Prozent lag. Trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit lassen die Daten laut Ember weltweit keine Anzeichen für eine weitreichende Umstellung von Gas auf Kohle erkennen.
Wind- und Solarenergie erzeugten im April mit 531 TWh einen neuen Rekordwert, das sind 54 TWh mehr als die Gaserzeugung mit 477 TWh. Die folgenden Daten zeigen das Tempo der Entwicklung: Vor fünf Jahren, im April 2021, lag die Gaserzeugung mit 476 TWh auf einem ähnlichen Niveau, war aber fast doppelt so hoch wie die kombinierte Erzeugung aus Wind- und Solarenergie mit 245 TWh.
»Die aktuelle Energiekrise hat die wirtschaftlichen Argumente für erneuerbare Energien im Vergleich zu importiertem Gas weiter gestärkt und gleichzeitig den politischen Druck erhöht, deren Ausbau zu beschleunigen. Für viele Importländer ist mit Flüssigerdgas (LNG) erzeugter Strom zunehmend nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber Wind- und Solarenergie«, so Konstantina Rangelova, globale Stromanalystin bei Ember.
© PHOTON
Viele Initiantinnen und Initianten von lokalen Strommodellen benötigen Unterstützung in der Beratung, Umsetzung und schliesslich im Betrieb und der Abrechnung. Bislang fehlte ein zentraler Überblick über entsprechende Anbieter. Das neue Register von lokalerstrom.ch schliesst diese Lücke: Es bietet eine strukturierte Übersicht über Dienstleister – von privaten Anbietern über Energieversorger (EVU) bis hin zu Verteilnetzbetreibern (VNB) – inklusive Kontaktangaben und Informationen zu ihren Leistungen.
Im Register können schnell passende Abrechnungsdienstleister gefunden werden. Die Anbieter können u.a. nach Sprache, Region und Dienstleistungsangebot gefiltert werden. Weitere Anbieter können sich ab sofort selbst im Register eintragen. Die Einträge werden vor der Veröffentlichung auf Plausibilität geprüft.
Unabhängige Informationsplattform rund um lokal produzierten Strom
Die Plattform www.lokalerstrom.ch richtet
sich an Gemeinden, Unternehmen, Immobilienbesitzende und
Privatpersonen, die lokale Strommodelle umsetzen möchten. Sie
erleichtert die Planung und Umsetzung mit neutralen und aktuellen
Informationen, Vorlagen und praxisnahen Tools. Lokaler Strom – also
Strom, der direkt vor Ort produziert und verbraucht wird (oftmals aus
erneuerbaren Energien wie Solar) –trägt zur Erhöhung der
Versorgungssicherheit und zur Senkung der Energiekosten bei. Modelle wie
LEG und (v)ZEV ermöglichen es, Strom innerhalb von Quartieren, Gebäuden
oder Gemeinden gemeinsam zu nutzen. Auch für VNB bietet die Plattform
eine Unterstützung bei der Umsetzung der häufig ändernden und immer
komplexeren Regelungen.
Hinweis: Lokalerstrom.ch übernimmt keine Haftung für die im Register aufgeführten Anbieter und deren Angaben.
Weitere Informationen
Für weitere Informationen zur Umsetzung von ZEV, vZEV, LEG und Praxismodell:
www.lokalerstrom.ch
Zum Register:
www.lokalerstrom.ch/#abrechnungsanbieter
Zum LEG-Tarifrechner:
www.lokalerstrom.ch/betriebsmodelle/leg#tarifrechner