Donnerstag, 26. Februar 2026

Transformation überall: Erstaunliches aus Kuba

Kuba leidet im Energiebereich unter einem heftigen Embargo seitens der USA. Nun hat es begonnen, neue Energiekapazitäten mit Solar Energie aufzubauen. Im Bild eine der bereits erstellten Grossanlagen auf Kuba. Was weiss man über die Situation im karibischen Inselstaat? Eine Recherche, die sich auch abstützt auf den KI-Dienst von Elon Muask's «X». Und Beginn einer Serie von Solarmedia über die Staaten dieser Welt, die plötzlich und vehement in die Solarwirtschaft dringen.

Kuba baut seit 2024/2025 massiv Solarenergie-Kapazitäten aus, um eine schwere Energiekrise zu bekämpfen. Die Regierung setzt dabei stark auf chinesische Unterstützung (Finanzierung, Technik, Ausrüstung). Das Embargo der USA erschwert Treibstoffimporte und Investitionen erheblich, was zu chronischen Blackouts führt – oft 12–24 Stunden täglich, mit Defiziten von bis zu 1.500–1.800 MW bei einer Spitzen-Nachfrage von ca. 3.200–3.500 MW. Veraltete thermische Kraftwerke, Treibstoffknappheit (z. B. reduzierte Lieferungen aus Venezuela und Mexiko) und Netzprobleme verschärfen die Lage.
 
  • Ziel: Bis 2028 insgesamt 92 Photovoltaik-Parks mit ca. 2.000 MW (2 GW) Leistung.
  • Phase 1: 55 Parks bis Ende 2025 mit 1.200 MW (die meisten mit je 21,8 MW).
  • Weiteres: Zusätzliche 37 Parks bis 2028. Ergänzend kleine Projekte, Dachanlagen und erste Windparks (z. B. Herradura mit 33 MW, Start 2026).
Der Ausbau ist Teil der „Nationalen Energiestrategie zur Transition“ (seit 2024) und soll den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030/2035 auf 24–26 % steigern (aktuell unter 5–9 %). China spielt die zentrale Rolle: Verträge seit 2024, Lieferung von Millionen Paneelen (teilweise gegen Nickel getauscht), technische Hilfe und Spenden.
Aktueller Stand (Stand Februar 2026)
  • 2025: Über 1.000 MW neu installiert (350 % Steigerung der Erneuerbaren-Kapazität). Bis Oktober 2025 bereits 35 Parks mit 750 MW in Betrieb, die ca. 111.620 Tonnen fossilen Brennstoff einsparten.
  • Fortschritt 2025/2026: Schnelle Inbetriebnahme – z. B. 8 neue Parks in 8 Wochen (März 2025), weitere im Laufe des Jahres. Bis Anfang 2026 über 37 Parks synchronisiert, Gesamt-Solar-Kapazität deutlich über 1.000 MW aus dem Programm (plus ältere Anlagen).
  • Rekorde: Am 10. Februar 2026 erstmals >800 MW Photovoltaik-Einspeisung mittags, am 11. Februar >900 MW – ein Meilenstein, der tagsüber Blackouts spürbar reduziert. 
  • Neue Parks entstehen weiter (z. B. Neustart in Las Tunas im Februar 2026). Die Regierung priorisiert den Bau als Notfallmaßnahme.Herausforderungen
    • Intermittenz: Ohne ausreichende Batteriespeicher (teuer und begrenzt) liefert Solar nur tagsüber Strom – der Spitzenbedarf liegt abends.
    • Netz & Logistik: Hohe Verluste (~16 %), alternde Infrastruktur, Abhängigkeit von Importen (trotz Zollbefreiungen für Solar-Technik seit 2025).
    • Gesamteffekt: Solar mildert die Krise tagsüber und spart Importe, löst sie aber nicht vollständig – Nachtdefizite und alternde thermische Anlagen bleiben problematisch. Der Ausbau kostet Milliarden, die Kuba nur schwer aufbringt.
    Zusätzliche MaßnahmenDie Regierung fördert private und betriebliche Solaranlagen (Steuererleichterungen bis 8 Jahre, Verkauf von Überschussstrom möglich, Zollfrei für Paneele/Batterien/Inverter). Kleine Projekte gibt es z. B. für Krankenhäuser oder Bauern (mit internationaler Hilfe, auch aus Europa). Fazit: Der Solar-Ausbau ist Kubas ambitionierteste Antwort auf die Krise – ein „Sprung“ von fast null auf über 1 GW in kurzer Zeit, fast ausschließlich mit chinesischer Hilfe. Er bringt spürbare Entlastung tagsüber und Fortschritte bei der Unabhängigkeit, reicht aber (noch) nicht für stabile Versorgung rund um die Uhr. Der Bau geht 2026 weiter, mit Fokus auf mehr Speicher und Wind. Offizielle Quellen (Granma, Cubadebate, Minem) und Berichte von Reuters, pv magazine, Guardian bestätigen den raschen Fortschritt trotz aller Widrigkeiten. 
    Quelle: Solarmedia & Grok
     
    ^^^ Nach oben