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S O L A R M E D I A
Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Samstag, 14. Februar 2026
Solaraktienindex PPVX seit Jahresbeginn im Plus
Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu
Mittwoch, 11. Februar 2026
Weltweiter Strombedarf wird bis 2030 ansteigen
Der jüngste IEA-Bericht zum Strom-Sektor prognostiziert, dass der Anteil erneuerbarer Energien und Kernenergie am weltweiten Strommix bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 50 Prozent steigen wird, während auch Erdgas an Bedeutung gewinnt.
Der weltweite Strombedarf wird in diesem Jahrzehnt voraussichtlich um durchschnittlich mehr als 3,5 % pro Jahr steigen, wobei die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, Erdgas und Kernenergie entsprechend zunehmen wird, so ein neuer IEA-Bericht.
Electricity 2026, der soeben veröffentlicht wurde, ist der Jahresbericht der IEA über die globalen Stromsysteme und -märkte. Er enthält eine eingehende Analyse der jüngsten Trends und politischen Entwicklungen sowie Prognosen für den Strombedarf, das Stromangebot und die Kohlendioxidemissionen (CO₂) für den Fünfjahreszeitraum bis 2030.
Dem Bericht zufolge wird der Strombedarf bis 2030 mindestens 2,5-mal so schnell wachsen wie der Gesamtenergiebedarf, da sich das Zeitalter der Elektrizität durchsetzt. Dies ist auf den steigenden Stromverbrauch in der Industrie, die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen, den höheren Einsatz von Klimaanlagen und den Ausbau von Rechenzentren und KI zurückzuführen. Während die Schwellen- und Entwicklungsländer nach wie vor die Haupttreiber des Stromnachfragewachstums sind, steigt auch der Verbrauch in den Industrieländern nach 15 Jahren der Stagnation wieder an und trägt bis 2030 zu einem Fünftel des gesamten Anstiegs der Stromnachfrage bei.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die weltweite Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – angetrieben durch den Rekordeinsatz von Solar-PV – derzeit dabei ist, die Stromerzeugung aus Kohle zu überholen, nachdem sie nach den neuesten verfügbaren Daten im Jahr 2025 praktisch mit ihr gleichgezogen hat. Auch die Stromerzeugung aus Kernkraft erreichte einen neuen Rekordwert. Der Aufschwung der emissionsarmen Energiequellen hält bis 2030 an. Bis dahin sollen erneuerbare Energien und Kernkraft zusammen 50 % des weltweiten Stroms erzeugen, gegenüber 42 % heute.
Auch die Stromerzeugung aus Erdgas wird bis 2030 weiter wachsen, unterstützt durch die steigende Stromnachfrage in den Vereinigten Staaten und die anhaltende Umstellung von Öl auf Gas für die Stromerzeugung im Nahen Osten. Die Stromerzeugung aus Kohle verliert weltweit an Boden, da erneuerbare Energien auf dem Vormarsch sind, und wird bis zum Ende des Jahrzehnts wieder das Niveau von 2021 erreichen. Infolgedessen werden die weltweiten CO₂-Emissionen aus der Stromerzeugung bis 2030 voraussichtlich in etwa gleich bleiben.
Der Bericht betont, dass diese Trends – steigende Nachfrage, eine zunehmend wetterabhängige Stromerzeugungsmix und sich wandelnde Stromverbrauchsmuster und -technologien – einen raschen und effizienten Ausbau sowohl der Stromnetze als auch der Systemflexibilität erfordern. Derzeit sind weltweit Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 2 500 Gigawatt – darunter erneuerbare Energien, Speicher und Projekte mit hohem Stromverbrauch wie Rechenzentren – in Warteschlangen für den Netzanschluss blockiert.
Eine neue Analyse in dem Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass mit dem Ausbau der Netze durch den Einsatz netzverbessernder Technologien und die Umsetzung von Regulierungsreformen, die flexiblere Netzanschlüsse und -nutzung ermöglichen, in naher Zukunft bis zu 1 600 Gigawatt an Projekten aus den Warteschlangen integriert werden könnten. Zusammen würden diese Maßnahmen eine effizientere Nutzung des Netzes ermöglichen und damit erhebliche Kapazitäten freisetzen.
„In einer Zeit großer Unsicherheit auf den Energiemärkten ist eines sicher: Die weltweite Stromnachfrage wächst viel stärker als in den letzten zehn Jahren. In diesem Zeitalter der Elektrizität wird der Anstieg des weltweiten Stromverbrauchs bis 2030 dem Verbrauch von mehr als zwei Europäischen Unionen entsprechen“, sagte Keisuke Sadamori, Direktor für Energiemärkte und Sicherheit bei der IEA. „Um diesen Bedarf zu decken, müssen die jährlichen Investitionen in die Netze bis 2030 um 50 % steigen. Die Erweiterung der Flexibilität wird ebenfalls von entscheidender Bedeutung sein, da sich die Stromnetze weiterentwickeln – ebenso wie ein starker Fokus auf Sicherheit und Widerstandsfähigkeit.“
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Installation von Batteriespeichern im Versorgungsmaßstab stark zugenommen hat und eine wichtige Quelle für kurzfristige Flexibilität darstellt. Märkte wie Kalifornien, Deutschland, Texas, Südaustralien und das Vereinigte Königreich haben in den letzten Jahren ein starkes Wachstum bei der Bereitstellung von Batteriekapazitäten im Versorgungsmaßstab verzeichnet.
Electricity 2026 stellt außerdem fest, dass die Bezahlbarkeit von Strom nach wie vor ein wichtiges und wachsendes Problem darstellt. In vielen Ländern sind die Strompreise für Haushalte seit 2019 schneller gestiegen als die Einkommen. Die hohen Preise setzen auch die Industrie und die Unternehmen unter Druck. Daher konzentrieren sich die politischen Entscheidungsträger auf Strategien, Marktgestaltungen und Vorschriften, die nicht nur zusätzliche Investitionen, sondern auch mehr Flexibilität und Effizienz in allen Bereichen des Stromsystems, einschließlich Nachfrage, Angebot und Nutzung der Infrastruktur, bringen.
Dem Bericht zufolge sind größere Anstrengungen erforderlich, um die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Stromversorgungssysteme weltweit zu verbessern, die mit steigenden Risiken aufgrund alternder Infrastruktur, extremer Wetterereignisse, Cyberbedrohungen und anderer neu auftretender Schwachstellen konfrontiert sind. Die Modernisierung der Funktionsweise der Systeme sowie die Stärkung des physischen Schutzes kritischer Infrastrukturen sind laut dem Bericht unerlässlich, um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken
Electricity 2026 – Analysis and forecast to 2030 (pdf)
IEA (Internationale Energieagentur) 2026 | Translated with www.DeepL.com/Translator
Samstag, 7. Februar 2026
Donnerstag, 5. Februar 2026
Axpo baut Europas grösste Solardachanlage
Die Axpo Tochter Urbasolar hat mit dem Bau Europas grösster zusammenhängender Dachsolaranlage begonnen. Die Anlage entsteht auf dem 136.000 m² grossen Dach des Logistikgebäudes OMEGA in Dourges, Nordfrankreich, und hat eine Leistung von 18 Megawatt. Darum geht’s:
- Axpo Tochter Urbasolar baut Europas grösste Dachsolaranlage auf dem OMEGA-Logistikgebäude in Dourges (Nordfrankreich) mit 18 MWp Leistung – davon 1 MWp für den Eigenverbrauch. Die Anlage könnte über 4500 Haushalte mit Strom versorgen.
- Das OMEGA-Gebäude umfasst 136 000 m2 und bietet Platz für 450 Mitarbeitende; darunter die von PepsiCo.
- Statt nur das gesetzliche Minimum von 30 Prozent der Dachfläche zu nutzen, deckt das Projekt die gesamte nutzbare Dachfläche mit Solaranlagen ab und zeigt die Kompetenz in grossflächigen Dachinstallationen von Urbasolar.
Das Logistikgebäude OMEGA (siehe Bild oben) wurde als Vorbild für Energieeffizienz konzipiert. Es besteht aus zwölf Lagereinheiten mit je rund 11.000 m² Fläche, einer Höhe von 11,5 Metern und Laderampen an zwei der vier Fassaden. Mit Platz für bis zu 450 Mitarbeitende trägt das neue Lager zur Erfüllung der wachsenden Anforderungen der nationalen Logistik und zur Dekarbonisierung von Logistikaktivitäten bei – insbesondere für den PepsiCo-Konzern, der sich für OMEGA entschieden hat und Ende September 2025 eingezogen ist.
Das OMEGA-Projekt wird von SPL Delta 3 geleitet, dem Immobilienentwickler hinter der multimodalen Plattform. Diese wird von einem gemischten Konsortium und der Region Hauts-de-France getragen. Die Endinvestoren Tristan Capital Partners und Edmond de Rothschild REIM France finanzieren das Projekt gemeinsam.
Thibault Ancely (Geschäftsführer, Tristan Capital Partners) und Kristelle Wauters (Vorstandsvorsitzende, Edmond de Rothschild REIM France) betonen: «Wir sind stolz, Teil eines Projekts zu sein, das Innovation und Nachhaltigkeit verbindet. Unser Ziel ist die Entwicklung von Logistikinfrastrukturen, die heutigen ökologischen Anforderungen entsprechen. Die Partnerschaft mit Urbasolar ist dabei zentral für die Maximierung der Energieeffizienz.»
Antoine Millioud, Präsident von Urbasolar und Leiter der Division Solar bei Axpo, ergänzt: «Dieses Projekt ist ein Meilenstein unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Durch die Integration modernster Photovoltaik-Lösungen zeigen wir, dass Solarenergie Energiekosten und CO₂-Emissionen erheblich senken kann. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit Partnern, die unsere Vision einer nachhaltigen Energiezukunft teilen.» Das Projekt unterstreicht das Engagement von Axpo, die Energiewende voranzutreiben und erneuerbare Energiequellen auszubauen
«Um dieses Gebäude zum Vorbild in der Umweltbilanz zu machen, wollten wir uns nicht auf das gesetzliche Minimum von 30 % Dachfläche beschränken,» erklärt Emmanuel Favreuille, Direktor bei SPLA DELTA 3. «Die Entscheidung, die gesamte nutzbare Dachfläche mit einer Mischung aus Eigenverbrauch und Einspeisung auszustatten, erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor – besonders da Energiemanagement für unsere Kunden zunehmend wichtiger wird.»
Quelle: Axpo Medienmitteilung
Montag, 2. Februar 2026
Solar, lokal, clever
Das am 1. Januar 2025 in Kraft getretene Stromgesetz (Mantelerlass) ermöglicht es unter anderem, lokal produzierten Solarstrom einfacher vor Ort zu verkaufen und zu konsumieren. Dadurch sollen auch Mieterinnen und Mieter, die keine eigene Photovoltaikanlage installieren können, von den Vorteilen des Solarstroms profitieren können. «Die Mieter auf diese Weise zu Akteuren der Energiewende zu machen, war eine revolutionäre Idee», sagt Wieland Hintz vom Bundesamt für Energie BFE. Die neuen Stromverbünde, so der Verantwortliche Solarenergie, seien beliebt, und die Anzahl der Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) wachse schnell.
In ihrem Netzgebiet, so schätzen die Bernischen Kraftwerke (BKW), waren Ende 2025 rund 4000 Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch aktiv. Virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV) gab es bis Ende 2025 etwa 180 (siehe Zweittext „Die neuen Stromverbünde auf einen Blick“).
Ähnlich sieht es bei den Centralschweizerischen Kraftwerken (CKW) aus: Seit Anfang 2025 wurden in ihrem Versorgungsgebiet rund 220 vZEV registriert. Vor allem bei bestehenden Liegenschaften seien virtuelle Zusammenschlüsse interessant, da keine Anpassungen an den elektrischen Installationen nötig sind, erklärt André Rast von den CKW. Gemäss Gesetz sind alle Schweizer Stromversorgungsunternehmen verpflichtet, die verschiedenen Formen der neuen Verbünde in ihrem Gebiet zu erlauben. «Dass wir Stromverbünde ermöglichen, ist ein Auftrag des Gesetzgebers. Ein Geschäftsmodell sind sie für unser Unternehmen nicht», erklärt BKW-Mediensprecher Manfred Joss.
Tessiner Pilotprojekt
Auch
für den Tessiner Energieversorgungsunternehmen Azienda Elettrica di
Massagno (AEM) rechnen sich die Zusammenschlüsse nicht. Doch
mittelfristig könnten sie dazu beitragen, das Netz zu entlasten, wenn in
Spitzenzeiten viel Solarstrom produziert wird, sagt Daniele Farrace,
der Chief Innovation Officer. Das Interesse der AEM an neuen
Stromverbünden ist jedenfalls da: Das Energieversorgungsunternehmen hat
die «Lugaggia Innovation Community» (LIC) initiiert, ein vom BFE
unterstütztes Pilot- und Demonstrationsprojekt im Dorf Lugaggia in der
Region Lugano. Der Versuch zwischen 2019 und 2022 verlief positiv. Der
ZEV wird weitergeführt und das gelungene Praxisbeispiel stiess weit über
das Tessin hinaus auf Interesse.
Ausgangspunkt für den Zusammenschluss war der Neubau eines Kindergartens mit einer PV-Anlage auf dem Dach. Für überschüssigen Solarstrom während der Sommerferien suchte die Gemeinde Abnehmende. So entwickelte sich schliesslich ein ZEV mit sechs weiteren Solaranlagen als Anbietende und 18 benachbarten Einfamilienhausbesitzerinnen und -besitzern als Abnehmende des Stroms. Je nach Verbrauch fallen die Einsparungen unterschiedlich hoch aus. Doch über den ganzen Verbund gesehen sind die Stromkosten um 3000 bis 4000 Franken pro Jahr gesunken. «Das Gesetz sah vor, dass bei einem ZEV alle Haushalte, die an demselben Anschlusspunkt angeschlossen sind, mitmachen. Bei 18 Hauseigentümerinnen und -eigentümer bedeutete das viel Überzeugungsarbeit», betont Daniele Farrace.
Weil seit Anfang des Jahres die Gründung von Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) möglich ist, befassen sich neuerdings nicht nur Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit neuen Stromverbünden, sondern auch Gemeinden, so etwa Köniz bei Bern. Sie will den Ortsteil Mittelhäusern zum Reallabor machen, das zeigen soll, wie im Jahr 2050 in der Schweiz eine 100-prozentig erneuerbare Energieversorgung aussehen könnte. Der Einsatz von Solarenergie habe in den vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte erzielt, dennoch sei in der Schweiz bisher keine Ortschaft bekannt, die ihr Potenzial systematisch nutze.
Eine wichtige Rolle bei der Energiezukunft von Mittelhäusern spielt eine LEG. Das Projekt sieht vor, auf allen grösseren Dächern Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern zu bauen. Wie eine Studie der Berner Fachhochschule zeigt, ist es dank intelligenter Steuerung möglich, den Solarstrom gleichmässig und über längere Zeit in die neue LEG einzuspeisen. Gemäss der Studie steht so zusammen mit der Schweizer Wasserkraft genügend erneuerbare Energie zur Verfügung, um alle heute noch verwendeten fossilen Energien zu ersetzen. «Wir wollen die neuen Möglichkeiten der lokalen Elektrizitätsgemeinschaften nutzen und so die regionale Wertschöpfung steigern», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. «So wird die Energieversorgung nachhaltiger und auch günstiger.»
Die neuen Stromverbünde auf einen Blick
Beim
klassischen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), möglich seit
2018, teilen sich benachbarte Haushalte, die über einen gemeinsamen
Hausanschluss verfügen, den selbst produzierten Strom (Eigenverbrauch).
In der Regel sind dies die Parteien eines Mehrfamilienhauses, die Strom
über die privaten Leitungen im Haus austauschen. Aber auch Haushalte
oder andere Stromverbraucher wie KMU in benachbarten Gebäuden können
sich zu einem ZEV zusammenschliessen, sofern die Gebäude durch eine
private Leitung miteinander verbunden sind. Also der eigenverbrauchte
Strom nicht über das öffentliche Netz fliesst. Bei der Gründung eines
klassischen ZEV müssen private Stromzähler bei den Teilnehmenden
installiert werden. Bei einem ZEV mit mehreren Gebäuden kann es
notwendig sein, private Leitungen zu verlegen.
Smart Meter machen virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV) möglich, die seit 2025 gesetzlich geregelt sind. Private Zähler müssen hier nicht installiert werden. Es lassen sich gegen Entgelt die Smart Meter des Stromversorgungsunternehmens verwenden. Virtuelle ZEV bieten mehr Flexibilität, da nicht zwingend alle Parteien im ZEV-Perimeter mitmachen müssen und neu auch Anschlussleitungen bis zur Verteilkabine für den Eigenverbrauch verwendet werden können. Letzteres ermöglicht einen Zusammenschluss in einem grösseren Umkreis, und es können mehr Endverbraucherinnen und -verbraucher lokal produzierten Strom nutzen. Bei beiden Modellen gilt die ganze Gemeinschaft gegenüber dem Stromversorgungsunternehmen als einziger Kunde.
Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) sind seit Anfang dieses Jahres möglich. Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmenden auf der gleichen Netzebene ans öffentliche Netz angebunden sind, im Versorgungsgebiet desselben lokalen Verteilnetzbetreibers liegen und zur gleichen Gemeinde gehören. Zudem muss die Produktionsleistung der LEG mindestens 5 % der gesamten Anschlussleistung der beteiligten Endverbraucherinnen und -verbraucher ausmachen. Die LEG nutzt das öffentliche Verteilnetz, wobei aber nur reduzierte Netznutzungskosten anfallen. Hingegen können auch räumlich weiter voneinander entfernte Haushalte eine solche Gemeinschaft bilden. Die einzelnen LEG-Teilnehmenden bleiben Kunden des lokalen Stromversorgungsunternehmens, der mit ihnen den zusätzlich bezogenen Strom und die Netznutzung abrechnet.
Quelle: https://energeiaplus.com/2026/01/30/solar-lokal-clever/
Mittwoch, 28. Januar 2026
Stromabkommen Schweiz-EU: Schwelle für Grundversorgung
Der Bundesrat hat am 28. Januar 2026 die Schwelle für die Grundversorgung bei der Umsetzung des Stromabkommens festgelegt. Sie liegt bei einem Stromverbrauch von 50 Megawattstunden (MWh) pro Jahr und Haushalt oder Verbrauchsstätte. Zusätzlich schafft er die Möglichkeit eines Opt-In (Wahlmöglichkeit) für Kleinstunternehmen mit einem Stromverbrauch zwischen 50 und 100 MWh pro Jahr. Dieses Opt-In ist auf zehn Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens begrenzt.
Bisher können in der Schweiz nur Verbrauchsstätten mit einem Stromverbrauch von über 100 MWh pro Jahr ihren Stromlieferanten frei wählen. Mit dem Stromabkommen erhalten alle Endverbraucher diese Möglichkeit. Kleine Verbraucher mit einem Jahresverbrauch unter 50 MWh (Vernehmlassungsvorlage) können aber in der Grundversorgung mit regulierten Preisen bleiben. Anfang Dezember 2025 hatte der Bundesrat das UVEK in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) beauftragt, ihm bis Ende Januar 2026 Optionen zu unterbreiten, wie stromintensive Kleinunternehmen in der Grundversorgung verbleiben können.
Ausgestaltung der Grundversorgung
Der Bundesrat ist der Ansicht, dass ein Grundversorgungsregime für Haushalte und Verbrauchsstätten mit unter 50 MWh Jahresverbrauch vorgesehen wird. Stromintensive Kleinstunternehmen können freiwillig teilnehmen. Konkret bedeutet dies:
Alle Endverbraucher können ihren Stromlieferanten auf dem freien Markt wählen. Haushalte und Verbrauchsstätten mit einem Jahresverbrauch unter 50 MWh können in der Grundversorgung mit regulierten Preisen verbleiben oder in diese zurückkehren. Dies hatte der Bundesrat bereits in der Vernehmlassungsvorlage zum Stromabkommen vorgeschlagen.
Neu sollen auch Verbrauchsstätten mit einem Jahresverbrauch zwischen 50 MWh und 100 MWh auf Wunsch in der Grundversorgung verbleiben können. Bei der Nutzung dieser Opt-In-Möglichkeit müssen sie darlegen, dass sie sich als Kleinstunternehmen gemäss Artikel 2, Ziffer 6 der EU-Strombinnenmarktrichtlinie qualifizieren. Solche dürfen höchstens zehn Personen beschäftigen und ihr Jahresumsatz bzw. ihre Bilanzsumme dürfen nicht mehr als zwei Millionen Euro betragen. Der Verbleib in der Grundversorgung ist zudem für diese Unternehmen zeitlich begrenzt. Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Stromabkommens müssen sie in den freien Markt wechseln.
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