Dienstag, 6. Oktober 2026

Referendum gegen das Atom-Gesetz eingereicht


Das breite, überparteiliche Bündnis «Nein zu neuen AKW» hat heute (Dienstag) 131’793 Unterschriften gegen das Atom-Gesetz eingereicht. Damit ist klar: Die Bevölkerung wird über neue AKW abstimmen und kann die Atom-Kehrtwende verhindern. Neue AKW würden Milliarden kosten, die schliesslich die Steuerzahlenden bezahlen müssten. Zudem würde der Bau neuer AKW die Schweiz in eine zusätzliche Abhängigkeit von Uran-Importen aus dem Ausland treiben, insbesondere aus Russland. Fukushima und Tschernobyl sind Warnung genug. Eine Rückkehr zur Atomkraft würde die dicht besiedelte Schweiz grossen Risiken aussetzen.

Innerhalb von nur drei Monaten ist es gelungen, 131’793 Unterschriften gegen neue AKW zu sammeln. Getragen wurde die Sammlung von Hunderten von engagierten Freiwilligen. Das grosse Engagement von Menschen aus allen politischen Lagern war während der Unterschriftensammlung in der ganzen Schweiz spürbar. So kamen mehr Unterschriften gegen das Atom-Gesetz zusammen als für die Initiative der Atomlobby, die mit ihrer teuer bezahlten Unterschriftensammlung die wackelige Grundlage für das Atom-Gesetz (als Gegenvorschlag zur Initiative) geschaffen hatte.

Eine Rückkehr zur Atomenergie wäre riskant und unverantwortlich gegenüber den künftigen Generationen

Tschernobyl und Fukushima waren eine Warnung. In der dicht besiedelten Schweiz hätte ein Reaktorunfall katastrophale Folgen. Baut die Schweiz ein neues Atomkraftwerk, steigt das Risiko für nukleare Unfälle mit potenziell gravierenden Folgen für die Bevölkerung und die Umwelt.

Neben diesen Risiken hinterlassen Atomkraftwerke radioaktiven Müll, der über eine Million Jahre sicher gelagert werden muss. Weltweit gibt es dafür keine erprobte Lösung. Ein Tiefenlager ist geplant, doch noch sind zahlreiche Fragen offen. Klar ist jedoch: Für zusätzlichen Atommüll aus einem neuen AKW hat es darin keinen Platz. Die Folge wären erneut horrende Kosten und grosse Ungewissheit; ein toxisches Erbe für die kommenden Generationen.

Neue AKW machen die Schweiz abhängig, kosten die Steuerzahlenden Milliarden 

Atomkraftwerke benötigen Uran als Brennstoff. Dieses muss aus dem Ausland importiert werden und stammt auch  aus autokratischen Staaten wie Russland. Wenn die Schweiz neue Atomkraftwerke baut, wird sie noch stärker von Uran-Importen abhängig.

Hinzu kommen gigantische finanzielle Risiken. Ein neues AKW kostet bis zu 43 Milliarden Franken. Wie diese Milliardenkosten finanziert werden sollen, verschweigt der Bundesrat bis anhin. Dabei drohen die Kosten auf die Bevölkerung abgewälzt zu werden, über Steuererhöhungen und höhere Strompreise. 

Referendum gegen fehlgeleitete Politik 

Die Stimmbevölkerung hat sich dreimal klar für eine erneuerbare Zukunft entschieden – 2017 mit dem Ja zur Energiestrategie, 2023 in der Abstimmung zum Klimaschutzgesetz und 2024 mit einer deutlichen Annahme des Stromgesetzes. Dieser Weg ist erfolgreich: Die Schweiz deckt ihren Bedarf zunehmend mit einheimischer Solar-, Wind- und Wasserkraft. Trotzdem hat das Parlament unter grossem Druck dem Atom-Gesetz zugestimmt. Das Bündnis «Nein zu neuen AKW» bringt das Gesetz mit dem Referendum zur Abstimmung und ist überzeugt, dass die Stimmbevölkerung den Fehlentscheid des Parlaments korrigieren wird.


Fotos des Anlasses

Bilder finden Sie nach der Einreichung unter diesem Link:
https://drive.google.com/drive/folders/1z1PvXLba7klRx8eNER-7wHh0VGb-CEZX?usp=sharing


Kontakte der Referentinnen

Priska Wismer-Felder, Vereinigung Die Mitte Frauen, priska.wismer@parl.ch, 076 458 37 78

Barbara Schaffner, Vorstandsmitglied GLP Schweiz, barbara.schaffner@parl.ch, 079 309 81 99

Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne Schweiz, lisa.mazzone@gruene.ch, 077 404 16 08

Jacqueline Badran, Vize-Präsidentin SP Schweiz, jacqueline.badran@parl.ch, 076 324 68 67
 

Kontakt für organisatorische Anliegen

Dimitri Rougy, Medienverantwortlicher Bündnis «Nein zu neuen AKW», medien@neue-akw-nein.ch, 076 681 81 78


Statements der Referentinnen

Priska Wismer-Felder, Nationalrätin Die Mitte (LU), Vereinigung Die Mitte Frauen Schweiz: «Die Aufhebung des AKW-Neubauverbots führt zu Milliarden an Baukosten, die Familien und Gewerbe belasten, dazu kaum kalkulierbare Lasten für Stilllegung, Rückbau und Endlagerung, die wir den kommenden Generationen aufbürden. Das widerspricht den Prinzipien, für die wir Mitte Frauen einstehen. Darum sagen wir klar Nein zu neuen Atomkraftwerken.»

Barbara Schaffner, Nationalrätin (ZH), Vorstandsmitglied GLP Schweiz: «Die Schweiz will die Energieversorgung elektrifizieren. Dafür braucht es die Erneuerbaren, die heute liefern. Ein neues AKW, selbst mit heutigen Technologien gebaut, produziert frühestens in zwanzig Jahren Strom. Der Zeithorizont, in dem wir die Energiewende schaffen müssen, sind aber die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. Wenn wir auf alte Kerntechnologien setzen, verschieben wir Prioritäten.»

Lisa Mazzone, Präsidentin der GRÜNEN Schweiz: «Eine Rückkehr in die 80er Jahre mit diesen AKW-Träumereien bedeutet eine Gefahr für das Klima. Jeder Franken, der in AKW-Projekte investiert wird, fehlt beim Ausbau erneuerbarer Energien: Das ist eine regelrechte Sabotage der Energiewende.»

Jacqueline Badran, Nationalrätin (ZH), Vize-Präsidentin SP Schweiz: «AKWs begleiten mich schon mein ganzes politisches Leben. Sie sind eine Hochrisiko-Technologie, hinterlassen ein toxisches Erbe für Generationen, behalten uns abhängig vom begrenzten Uran und Autokraten wie Putin, verdrängen Investitionen in erneuerbare Energien und kosten uns alle Milliarden. Doch das Parlament wollte die Rechnung nicht einmal anschauen. Die Bevölkerung muss diesen rückwärtsgewandten Fehlentscheid umgehend stoppen.»


Bündnis «Nein zu neuen AKW»

Das Bündnis sorgt mit dem Referendum dafür, dass die Bevölkerung in diesen grundlegenden Fragen das letzte Wort hat. Das Bündnis besteht aus zahlreichen Parteien und Organisationen, die sich für eine erneuerbare statt nukleare Energiezukunft einsetzen.

Die Argumente und unterstützenden Organisationen finden Sie auf: www.neue-akw-nein.ch


Samstag, 3. Oktober 2026

Von erfolgreichen Batteriespeichern und anderen Überraschungen

Einfachste solare Strom-Erzeugung
aber auch schon mit Batterie-Speicherung
Bild: entlang der Limmat in Zürich - by Guntram Rehsche

Im zweiten Quartal dieses Jahres erreichten die Batteriespeicher-Installationen in den USA einen neuen Rekord. Insgesamt wurden 20,2 Gigawattstunden an neuer Speicherkapazität in Betrieb genommen, heißt es in dem von Benchmark Mineral Intelligence und der Solar Energy Industries Association veröffentlichten Bericht. Das reicht aus, um den täglichen Strombedarf von etwa 700.000 Haushalten zu decken. 

Was nichts anderes bedeutet, als dass die Obstruktions-Politik gegenüber den erneuerbaren Energien seitens des US-Präsidenten letztlich wirkungslos bleibt. Die Erneuerbaren vollziehen ihren Siegeszug selbst in den USA. Aber man muss gar nicht so weit schauen, in den übrigen Kontinenten und insbesondere auch in Europa tut sich genug, was zu Hoffnung Anlass gibt. Im folgenden eine Zusammenfassung der KI «GROK»:

Dynamische PV-gekoppelte Ladeparks

Ladesonne betreibt an der A7 bei Schwarmstedt (Autohof Buchholz/Aller) einen Ladepark, dessen Preis direkt an die Erzeugung eines benachbarten 4,6-MW-Solarparks gekoppelt ist. Bei ausreichend Solarstrom kostet das Laden 29 ct/kWh; sonst orientiert sich der Preis am Spotmarkt bzw. es wird ein Mischpreis berechnet. Seit April stammten über 70 % der geladenen Energie direkt aus dem Solarpark (gemeinsamer Netzverknüpfungspunkt, kein Umweg über das öffentliche Netz). Das Konzept soll Vorbild für weitere Ladeparks werden, besonders für E-Lkw.

Hot-Carrier-Solarzellen: Potenzial bis 66 % Wirkungsgrad

Physiker der Universität Groningen haben erklärt, warum zinnbasierte Perowskite heiße Elektronen extrem lange (ca. 470–636 ps statt nur 4 ps) heiß halten. Zwei Effekte (Phononenstau + Bandfüllung) verhindern den schnellen Energieverlust als Wärme. Das könnte Einschicht-Solarzellen ermöglichen, die das Shockley-Queisser-Limit von ~33 % theoretisch bis auf 66 % überschreiten. Praktische Hot-Carrier-Zellen existieren noch nicht; energieselektive Kontakte und Oxidationsprobleme von Zinn bleiben Herausforderungen.

Umweltfreundliche Perowskit-Produktion

Forscher der TU Dresden und des IFW Dresden (Exzellenzcluster REC²) haben mit computergestützten Modellen umweltfreundliche Lösungsmittel (u. a. Aromastoffe aus der Lebensmittelindustrie) für Perowskit-Solarzellen identifiziert. Die damit hergestellten Zellen erreichen die gleiche Leistungsfähigkeit wie mit giftigen konventionellen Lösungsmitteln. Der Ansatz soll den Entwicklungsaufwand senken und künftig auch die Recyclingfähigkeit verbessern.

Zweites Leben für Solarmodule als Balkonkraftwerke

In Kassel verteilten ClimateHub und SoLocal Energy 300 gebrauchte Solarmodule (13 Jahre alt, von einer Fabrikhalle), die gereinigt und mit neuen Steckern ausgestattet wurden. 150 Haushalte erhalten je zwei Module und können ca. 80 € Stromkosten pro Jahr sparen. Über die Restlebensdauer sollen die Balkonkraftwerke rund 500 t CO₂ einsparen. Die Aktion betont soziale Teilhabe und Ressourcenschonung.

Vattenfall vermarktet 285-MW-Batterieportfolio

Vattenfall übernimmt die Vermarktung von vier Großbatteriespeichern (Gesamtleistung 285 MW) an verschiedenen deutschen Standorten (bis 2036). Es handelt sich um das erste physische (nicht virtuell gebündelte) Batterieportfolio dieser Art in Europa. Die Speicher werden in den automatisierten Handel (Großhandel + Regelleistung) integriert. Drei Anlagen sind bereits im Bau; kommerzielle Inbetriebnahme ab Januar 2027. Vattenfall strebt mittelfristig ein 1,5-GW-Portfolio an.

Großprojekt Albatross (GIGA Storage)

Das 350-MW / 1,4-GWh-Batteriespeicherprojekt Albatross bei Neuenkirchen (Niedersachsen) ist baureif und direkt an das 380-kV-Netz von Amprion angeschlossen. Es kann den Tagesbedarf von ca. 193.000 Haushalten decken. Investitionsentscheidung im Q4 2026, Baubeginn H1 2027, Inbetriebnahme 2028. Zusammen mit den Schwesterprojekten Pelican und Kingfisher entsteht ein Portfolio von >1 GW / 4 GWh.

MiSpeL: Marktintegration von Speichern und Ladepunkten

Die Bundesnetzagentur hat die Festlegung zur Marktintegration von Stromspeichern und Ladepunkten (MiSpeL) beschlossen. Privathaushalte und Unternehmen können künftig Batteriespeicher und bidirektionale Ladepunkte flexibel am Strommarkt nutzen (Mischung von Grün- und Netzstrom). EEG-Förderung bleibt für zwischengespeicherten erneuerbaren Strom erhalten; Umlagen und Netzentgelte werden saldiert. Es gibt eine präzise Abgrenzungsoption und eine vereinfachte Pauschaloption (bis 30 kWp). Übergangsfrist bis Ende September 2027; die Pauschaloption wartet noch auf EU-beihilferechtliche Genehmigung.

Gesamttendenz: Starker Fokus auf Flexibilität (dynamische Preise, Großspeicher, Marktintegration von Heimspeichern) und Weiterentwicklung der Photovoltaik (höhere Wirkungsgrade, umweltfreundlichere Herstellung, Recycling/Upcycling).

Quellen:

 Newsletterhttps://www.pv-magazine.de/2026/10/02/ladesonne-koppelt-schnellladepreis-an-photovoltaik-erzeugung/?utm_source=newsletter_de&utm_medium=email&utm_campaign=weekly&utm_content=20261003
                    https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/66-statt-33-heisse-elektronen-konnten-wirkungsgrad-von-solarzellen-verdoppeln/
                    https://www.solarserver.de/2026/09/24/forschung-perowskit-solarzellen-umweltfreundlich-herstellen/?utm_source=newsletter&utm_campaign=photovoltaik_newsletter 
                    https://www.solarserver.de/2026/09/21/zweites-leben-fuer-solarmodule-balkonkraftwerke-statt-elektroschrott/?utm_source=newsletter&utm_campaign=photovoltaik_newsletter 
                    https://www.iwr.de/news/strom-speicher-werden-zum-wirtschaftsfaktor-vattenfall-vermarktet-neues-285-mw-batterieportfolio-news40077
                    https://giga-storage.com/de/giga-storage-zet-grote-stap-in-duitsland-energieopslagproject-albatross-350-mw-14-gwh-in-nedersaksen-is-ready-to-build/ 
                    https://www.photon.info/news/ladepark-an-der-a7-bei-schwarmstedt-e-autos-laden-bei-sonnenschein-besonders-guenstig/ 
                    https://www.solarserver.de/2026/10/01/bundesnetzagentur-marktintegration-von-batteriespeichern-mispel-kommt/ 

Bild & Zusammenstellung: Guntram Rehsche  

Samstag, 26. September 2026

Der Sieg der Sonne


Auch in diesem Jahr galt in München wieder „O´zapft is“. Doch auf einer ganz anderen Ebene ist schon immer O´zapft. Und dieses O´zapft ist schon sehr alt, so alt wie das Leben auf diesem Planeten und vor allem ist es viel wichtiger als das Münchner Oktoberfest – auch wenn das manche in Bayern vielleicht nicht so gerne hören - so der deutsche Energiepublizist Franz Alt.

Ohne Sonne kein Leben: Die Sonne schickt uns etwa 15.000 mal mehr Energie als die gesamte Menschheit heute Energie verbraucht.  Auf der ganzen Welt ist die Sonnenenergie heute auf dem Siegeszug.  Dabei wurde noch vor drei Jahrzehnten belächelt, wer sich eine Solaranlage aufs Dach installieren ließ. Doch inzwischen haben die Solarenergie zusammen mit allen Erneuerbaren (Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie) Atomkraft und Kohleförderung überholt.

Die Solarenergie führt die Welt in ein neues Zeitalter. Im Solarzeitalter werden bereits ganze Großstädte mit der Sonne versorgt. Es waren deutsche Forscher und Forscherinnen wie das Fraunhofer-Institut und das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz, die das „Wunder“ vollbrachten und der Solartechnik weltweit zum Durchbruch verhalfen.

Weltweite Vorreiter der Solartechnik und der erneuerbaren Energien insgesamt sind heute China und Indien, aber auch kleinere Länder wie Pakistan, Kenia und Costa Rica. Auch in Deutschland haben Solaranlagen heute eine Sonderkonjunktur. Im zweiten Quartal 2026 lagen Solaranlagen im Heizungssegment um zehn Prozent über dem Vorjahresquartal. Im Juli waren es schon 21 Prozent mehr als im Vorjahr. 2026 kommen bereits um die 60 Prozent des hierzulande verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen. Der entscheidende Vorteil heute und erst recht morgen: Sonnenenergie schlägt im Preis alle anderen Energiequellen. (Grafiken sind über diesen Link auf der Webseite der Bundesnetzagentur zu finden.)

„Flächen sind neuer Reichtum für die Kommunen“, schreibt das Fachblatt „Photovoltaik“. Und: „Hohe Energiepreise, wachsender Strombedarf, außergewöhnliche Hitze – der Klimawandel hat viele Facetten. Atomkraftwerke gingen vom Netz, überall in Europa“. Aber in Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2026 40 Prozent mehr Wärmepumpen verkauft als ein Jahr zuvor. Das lässt auf ein steigendes Bewusstsein der Verbraucher schließen. Die Solarenergie entwickelt sich zur Stütze der deutschenWirtschaft, wenn die Politik die richtigen Weichen stellt.

Solarparks und Windparks bringen den Kommunen (CH: Gemeinden) willkommene Einnahmen. Solarstrom auf Dächern und Fassaden entlasten die Haushalte von hohen Energiekosten für Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen. Gebäude und Freiflächen können den Kommunen neuen Reichtum bescheren. Parkflächen können als Solar-Carports genutzt werden und bringen Einnahmen. Das treibt zugleich die Energiewende und schützt das Klima. Die E-Mobilität kommt so voran, durch immer mehr Wärmepumpen entstehen neue Jobs.

Und die globale Frage heißt zudem: Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne? Um die Sonne können weder Trump noch Putin noch Xi noch Netanjahu Kriege führen. Jede Solaranlage und jedes Windrad sind ein Zeichen des Friedens. Je mehr wir die Sonne „anzapfen“, desto mehr Frieden und desto mehr Klimaschutz. Alles liegt an uns. So wie wir es geschafft haben, dass sich das Ozonloch wieder schließt, können wir auch den Klimawandel noch aufhalten.

Quelle: Franz Alt 2026
Bild: Guntram Rehsche - Genossenschaftssiedlung in Zürich   

Sonntag, 20. September 2026

So wirkt Solafrica: "Weg aus der Armut"

Manchmal braucht es nur eine ausgestreckte Hand und ein offenes Ohr, damit sich ein Leben entfalten kann. Die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Chance gepackt hat - und das dank der Solarenergie.

«Ich musste als Jugendlicher einen Weg finden, wie meine Familie überleben konnte», erzählte Collins Selifano (22). Während mehreren Jahren arbeitete er unter härtesten Bedingungen auf dem Bau – für knapp 3 Franken pro Tag. Sein Vater war krank und konnte die Familie nicht ernähren. Seine Mutter hatte ihre Kinder und ihren Mann verlassen. Die beiden jüngeren Geschwister gingen noch zur Schule.

«Ich fühlte mich sehr alleingelassen. Das war eine schwierige Zeit für mich», berichtet Collins weiter. Während er das Überleben seiner Familie sicherte, besuchten seine Kolleg:innen eine Hochschule oder die Universität. Über einen Bekannten erfuhr er im Frühling 2022 von einer Solarausbildung. Collins bewarb sich und erhielt einen Platz in unserem Projekt Solar Learning Youth Centers. «Ich hatte die Aussicht auf eine Ausbildung und dadurch eine Chance auf ein neues Leben erhalten», sagt Collins Selifano. Und diese Chance hat er gepackt.

Abigael W. Okello, die Projektleiterin vor Ort, erinnert sich: «Am Anfang war Collins schüchtern. Dann ist er plötzlich aufgeblüht! Das ist vor allem Stanley Kung’u Nfuguna zu verdanken, der als Psychologe im Jugendzentrum arbeitet.»

Angehende Solartechniker:innen bei der Installation einer Solaranlage

Collins blickt dankbar auf die Gespräche mit Stanley Kung’u Nfuguna zurück: «Ich wurde früh von meiner Mutter im Stich gelassen und fühlte mich alleine. Während meiner Gespräche mit Stanley hatte ich die Möglichkeit, mein Herz auszuschütten. Das hat mir geholfen, diese Ausbildung zu machen und meine Einsamkeit zu überwinden.»

Nach der Solarausbildung im Jugendzentrum konnte Collins Selifano letzten Frühling ein Praktikum bei einer Solarfirma starten. Inzwischen ist er festangestellt. «Ich möchte ein Top-Solaringenieur werden. Mein grosses Vorbild ist mein Chef hier», fügt er mit einem breiten Lachen im Gesicht hinzu.

In Kenia hoffen viele junge Menschen wie Collins auf eine Chance, um der strukturellen Armut zu entfliehen. Bitte helfen Sie heute mit Ihrer Spende. Ermöglichen Sie Jugendlichen eine Zukunft mit Perspektiven für sich und ihre Familien vor Ort.

Quelle: Solafrica 

Freitag, 18. September 2026

News (da rechte Spalte nicht funktionierte...)

Die Reichsten zahlen relativ am wenigsten Steuern

Wer mehr verdient, soll auch mehr Steuern bezahlen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Das Top-Eins-Prozent bezahlt am wenigsten. Das zeigt die neue Studie der ETH Zürich: Die Vermögensungleichheit in der Schweiz ist weniger gross als bisher angenommen, die Einkommensungleichheit jedoch grösser. Grund für die neuen Resultate ist ein neuer methodischer Ansatz: Anstatt der Steuerdaten verwendet die Forschungsgruppe rund um den Ökonomen Enea Baselgia und Isabel Martinez als Ausgangspunkt das gesamte Einkommen und Vermögen der Schweiz, so wie es die Nationalbank ausweist. Ziel dieser Methode ist primär, die Einkommen des wohlhabendsten Prozents genauer zu schätzen > srf.ch 19.9.26

 

Großspeicher von Tesvolt sichern Festzelte auf der Wiesn ab

Das Oktoberfest in München stößt an Netzengpässe: Im letzten Jahr kam es in den Festzelten zu mehreren Stromausfällen. Nun sichern Batterieschränke die Veranstaltung ab, installiert von Elektromeister Matthias Poeting. Die Stadtwerke München (SWM) können die Anschlussleistungen der Zelte nur mit sehr hohen Kosten erhöhen. Elektromeister Matthias Poeting sichert den diesjährigen Betrieb der großen Festzelte von Pschorr-Bräurosl und Löwenbräu mit drei Batteriegroßspeichern von Tesvolt ab. Denn die Gefahr von Stromausfällen ist real > sonnenseite.com 18.9.26.