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Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Mit dem HELIOFLEX®-Solarfaltdach am Fabrikweg in Vaduz wurde das erste Solarfaltdach in Liechtenstein erfolgreich realisiert. Die Anlage zeigt eindrücklich, wie bestehende Parkflächen mehrfach genutzt und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur lokalen Energieversorgung geleistet werden kann - eine Original-Medienmitteilung des Unternehmens.
Besonders bemerkenswert ist die kurze Projektlaufzeit: Von der Vertragsunterzeichnung bis zur Inbetriebnahme und Werkabnahme vergingen lediglich zwölf Monate. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Vaduz, der Energiekommission Vaduz, allen beteiligten Partnern und dem Team von dhp Technology konnte das Projekt ohne Verzögerungen und im vorgesehenen Zeitrahmen umgesetzt werden.
Die Anlage am Fabrikweg verfügt über eine installierte Leistung von 312 kWp und produziert jährlich bis zu 297'000 kWh Solarstrom. Insgesamt wurden 600 Photovoltaik-Module auf 15 HELIOFLEX®-Faltdachbahnen installiert. Die rund 2'100 m² grosse Parkfläche bleibt dabei vollständig nutzbar und wird gleichzeitig zur nachhaltigen Stromproduktion eingesetzt.
Damit zeigt das Projekt, welches Potenzial in bereits versiegelten Flächen steckt. Anstatt zusätzliche Flächen zu beanspruchen, wird bestehende Infrastruktur intelligent weiterentwickelt und für die Energiewende nutzbar gemacht.
HELIOFLEX® wurde speziell für die Überdachung von Parkplätzen, Kläranlagen und weiteren Infrastrukturanlagen entwickelt. Das bewegliche Solarfaltdach kombiniert Energieproduktion mit hoher Funktionalität und maximaler Nutzbarkeit der darunterliegenden Fläche.
Zu den Vorteilen gehören:
Mit dem Projekt in Vaduz entsteht nicht nur erneuerbare Energie, sondern auch ein sichtbares Zeichen für Innovation und nachhaltige Infrastrukturentwicklung. Das erste Solarfaltdach in Liechtenstein zeigt, wie Parkflächen zu multifunktionalen Energieflächen werden können – effizient, wirtschaftlich und ohne Kompromisse bei der Nutzung.
Wir bedanken uns herzlich bei der Gemeinde Vaduz, der Energiekommission Vaduz, allen beteiligten Partnern sowie dem gesamten Team von dhp Technology für die hervorragende Zusammenarbeit, das Vertrauen und das gemeinsame Engagement.
Der Bundesrat hat am Freitag die Botschaft zur Waldschutz-Initiative und Gemeindeschutz-Initiative verabschiedet und empfiehlt diese zur Ablehnung. Die aeesuisse, Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz, unterstützt gemäss Medienmitteilung diese Position. Zusammen mit Vertretern der Energiewirtschaft, Branchenverbänden und Umweltorganisationen hat die aeesuisse diese Woche eine Allianz gegen die Verhinderungs-Initiativen gegründet. Denn die Initiativen würden den Ausbau der Windenergie in der Schweiz einschränken und die Versorgungssicherheit schwächen.
Mit seiner Botschaft hält der Bundesrat fest, dass die Anliegen der beiden Initiativen im geltenden Recht bereits berücksichtigt sind. Sowohl der Schutz des Waldes als auch das Mitspracherecht der betroffenen Gemeinden seien heute ausreichend geregelt. Aus Sicht der aeesuisse besteht deshalb kein zusätzlicher gesetzgeberischer Handlungsbedarf.
Windenergie ist zentral für die Winterversorgung: Die beiden Initiativen geben vor, Natur und Bevölkerung schützen zu wollen. Tatsächlich würden sie jedoch vor allem dazu führen, dass der Ausbau der Windenergie in der Schweiz weitgehend blockiert würde. Das wäre energiepolitisch problematisch: Windenergie leistet besonders in den Wintermonaten einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung und ist damit ein bedeutender Bestandteil einer sicheren, erneuerbaren und möglichst unabhängigen Energieversorgung. Die Initiativen blockieren deshalb nicht nur den Ausbau der Windenergie, sondern torpedieren auch die vom Schweizer Stimmvolk gewünschte Energiewende. «Die beiden Initiativen täuschen einen Schutz vor, den das Gesetz bereits heute umfassend gewährleistet», sagt Fabienne Thomas, Co-Geschäftsführerin der aeesuisse und Co-Präsidentin der Allianz. «Faktisch führen sie jedoch zur Blockade unserer Winterstromproduktion und gefährden damit die Versorgungssicherheit und die Energieziele, zu denen sich die Schweiz und ihre Stimmbevölkerung mehrfach klar bekannt haben.»
Breite Allianz gegen Verhinderungsinitiativen: Am 10. Juni 2026 gründete eine breite Allianz aus Energiewirtschaft, Branchenverbänden, Windenergie-Befürwortenden und Umweltorganisationen in Bern einen Verein zur Bekämpfung der Verhinderungsinitiativen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen der Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz aeesuisse, der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), die Schweizerische Energiestiftung SES, Axpo sowie Suisse Eole und Pro Wind Schweiz. Co-präsidiert wird der Verein von Fabienne Thomas, Co-Geschäftsleiterin der aeesuisse, und Jan Flückiger, Leiter Public Affairs beim VSE. Die Allianz ist sich einig: Die Windenergie ist ein unverzichtbarer Pfeiler der künftigen Winterstromversorgung der Schweiz. Die Annahme der beiden Initiativen würde den Ausbau der Windenergie faktisch unmöglich machen und damit die Versorgungssicherheit, die Energieunabhängigkeit und die Klimaziele der Schweiz gefährden.
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„Fällt der Klimawandel aus?“ Das fragte die „Welt“ allen Ernstes Ende Mai 2026. Auch die „BILD“-Zeitung titelte: „Prognosen völlig falsch! Klimaforscher streichen ihr schlimmstes Angst-Szenario.“ Die AFD sprach im Bundestag gar „vom Ende des größten Betrugs der Menschheit“. Was war geschehen? Ein Kommentar des Energie-Spezialisten Franz Alt.
Der Weltklimarat IPCC hat sein „Worst-Case-Szenario“, seine schlimmste Prognose für den Klimawandel, revidiert. Und zwar deshalb, weil die bisher ergriffenen Maßnahmen zum Schutz des Weltklimas erste positive Ergebnisse zeigen und es unwahrscheinlich ist, dass die globale Temperatur bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf 4,8 Grad ansteigen wird. Die Hauptursachen: Die erneuerbaren Energien sind dramatisch preisgünstiger geworden und das Pariser Klimaabkommen hat die Welt zur Klimaschutzpolitik angeregt.
Dass Klima-Szenarien regelmäßig angepasst werden, ist ein normaler wissenschaftlicher Vorgang. Die Kollegen der „Welt“ und bei „BILD“ haben freilich schlicht übersehen, dass der Weltklimarat auch sein „Best-Case-Szenario“ gestrichen hat. Das heißt: Auch das 1.5-Grad-Zeil von Paris ist kaum noch zu erreichen, wenn die Staatenwelt den Klimaschutz nicht ernster nimmt als bisher. Das neue, mittlere Szenario, das eine globale Erwärmung von 2.8 Grad voraussieht, wenn die Welt bis 2.100 so weitermacht wie bisher, ist auch eine Katastrophe, was „BILD“ und „Welt“ übersehen haben.
Klimaforscher wie Niklas Höhne vom New Climate Institute: „Aus meiner Sicht ist es unverantwortlich und auch durchschaubar, dass hier Klimawandelleugner, die extrem rechten Medien oder eben die Trump-Administration diesen Vorgang für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Die Anpassung der Klimaszenarien ist ein normaler wissenschaftlichere Vorgang.“ Dass das Worst-Case-Szenario nach unten angepasst wurde, zeigt – laut Höhne – dass der bisherige Klimaschutz gewirkt habe, wenn auch noch nicht ausreichend.
Wir haben mit ehrgeizigeren Klimaschutzmaßnahmen jetzt noch die Chance, unsre gesamte Zivilisation auf eine völlig neue Grundlage zu stellen. 2025 wurde global bereits doppelt so viel Geld in erneuerbare Energien investiert als in die alte fossil-atomare Energiewirtschaft. Um die Paris-Ziele noch zu erreichen, ist allerdings eine Verdreifachung der bisherigen Anstrengungen erforderlich. Die Energiefrage ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts. Das ist das Gegenteil dessen, was die Klimawandel-Leugner in diesen Tagen behaupten. Der Klimawandel fällt nicht aus, er bleibt die Überlebensfrage der Menschheit. Nichts anderes besagt auch der neue Bericht des Weltklimarats. Dass die Klimakrise ausfällt, ist schlicht eine Lüge.
Es gibt aber auch Lichtblicke: China allein hat 2026 schon so viel erneuerbare Energie zugebaut wie Deutschland in den letzten 25 Jahren zusammen. Und nicht nur in Deutschland boomt das Geschäft mit Solaranlagen, E-Autos und Wärme-Pumpen. Erneuerbare Energien senken weltweit den Strompreis, fossile verteuern ihn. Im Mai 2026 trugen die Erneuerbaren Energien 68,2 %, und die Fossilen Energien nur noch 31,8 % zur gesamten Nettostromerzeugung in Deutschland bei.
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Ab 2027 haben Verteilnetzbetreiber die Möglichkeit, den Solarstrom nach dem Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung zu vergüten. Das neue Vergütungsmodell schafft Anreize, Solarstrom dann ins Netz einzuspeisen, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Bei tiefen Strompreisen kann der Strom stattdessen im Quartier verkauft oder in Batterien gespeichert werden.
Der
Bundesrat hat am 28.Mai die Umsetzung der neuen Abnahme- und
Vergütungspflicht für Strom aus erneuerbaren Energien vorgestellt.
Gemäss dem Parlamentsbeschluss vom Herbst 2025 richtet sich die
Vergütung künftig nicht mehr nach dem vierteljährlichen
Referenzmarktpreis, sondern nach dem stündlichen Spotmarktpreis zum
Zeitpunkt der Einspeisung. Damit entsteht ein klarer Anreiz, Solarstrom
bei tiefen Preisen nicht ins vorgelagerte Netz einzuspeisen, sondern
lokal zu speichern oder direkt zu nutzen.
Betreibende kleiner Photovoltaikanlagen mit einer Leistung unter 150 kW
erhalten zusätzlich einen Investitionsschutz in Form einer
Minimalvergütungsprämie. Falls
der vierteljährliche Referenzmarktpreis im Mittel unter der gesetzlich
festgelegten Minimalvergütung liegt, entspricht die Prämie der Differenz
zwischen Referenzmarktpreis und Minimalvergütung pro eingespeister
Kilowattstunde und wird rückwirkend vergütet. Mit diesem Modell
profitieren Produzenten insbesondere dann, wenn sie bei negativen
Strompreisen nicht ins Netz einspeisen, sind aber gleichzeitig dank der
Minimalvergütung im Mittel vor negativen Preisen geschützt.
Gemäss Bundesratsbeschluss wird die Gesetzesänderung per 1. Januar
2027 mit einer Übergangsfrist von einem Jahr in Kraft treten. Anzumerken
ist, dass die Verteilnetzbetreiber weiterhin höhere Vergütungen
bezahlen dürfen. Swissolar geht davon aus, dass viele Netzbetreiber von
dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden.
Batteriespeicher erhöhen den Eigenverbrauch
Für Betreiberinnen und Betreiber von Photovoltaikanlagen kann das neue
Vergütungsmodell erhebliche Auswirkungen haben, insbesondere bei
geringem Eigenverbrauch. Sie sind künftig stärker den tiefen
Strommarktpreisen an sonnigen Tagen ausgesetzt.
Mit einem Batteriespeicher lässt sich Solarstrom gezielt über Mittag
speichern und später am Abend nutzen oder ins Netz einspeisen, wenn die
Strompreise höher sind. Sinkende Batteriepreise machen diese Lösung
zunehmend attraktiv. Entsprechend entscheiden sich immer mehr
Besitzerinnen und Besitzer von Solaranlagen auch nachträglich für einen
Speicher.
Gemeinsam den Eigenverbrauch steigern
Zusätzliche Möglichkeiten bieten Modelle wie der Zusammenschluss zum
Eigenverbrauch (ZEV) oder lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG).
Dabei wird Solarstrom innerhalb eines Quartiers lokal genutzt und
verkauft, statt über den Netzbetreiber auf dem Strommarkt verkauft zu
werden. Das erhöht den Eigenverbrauch und entlastet gleichzeitig die
Stromnetze.
Swissolar fordert freien Zugang zu Börsenstrompreisen
Damit Anlagenbetreiber das neue Vergütungsmodell optimal nutzen können,
braucht es einen einfachen Zugang zu den relevanten Marktdaten.
Swissolar fordert deshalb vom Bundesamt für Energie (BFE):
Diese Daten ermöglichen es Energiemanagementsystemen, Batteriespeicher und Verbrauch intelligent zu steuern, damit Solarstrom bei tiefen Preisen lokal genutzt oder gespeichert werden kann.
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