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S O L A R M E D I A
Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Donnerstag, 7. Mai 2026
Appell der Zivilgesellschaft: Nein zu neuen Atomkraftwerken
Dienstag, 5. Mai 2026
Wasserkraft Schweiz: Statistik 2025
Am 1. Januar 2026 waren in der Schweiz 706 Wasserkraft-Zentralen mit einer Leistung von über 300 Kilowatt in Betrieb (1.1.2025: 703 Zentralen). Die zu erwartende mittlere Energieproduktion der in der Wasserkraftstatistik enthaltenen Kraftwerke lag 2025 bei 37'162 GWh/a (Gigawatt-Stunden pro Jahr) und somit unter dem Vorjahreswert von 37'350 GWh/a.
Der Zubau durch Erneuerungen und Neubauten betrug rund 50 GWh/a, wovon die Neuinbetriebnahme des Laufkraftwerks Sousbach in Lauterbrunnen mit 30.5 GWh/a den grössten Anteil hatte. Zudem konnte auch auch die Anlage in Bondo wieder in Betrieb genommen werden, nachdem diese nach dem Bergsturz von 2017 wieder neu aufgebaut werden musste. Im Jahr 2025 standen 12 Zentralen im Umbau und 6 Zentralen im Bau mit zu erwartenden Produktionsausbau von knapp 40 GWh/a.
Durch die regelmässige Aktualisierung der mittleren Produktionserwartung der bestehenden Anlagen resultierte eine Abnahme von 188 GWh im Jahr 2025. Verantwortlich dafür waren unter anderem diverse Datenaktualisierungen mit Restwassersanierungen wie auch die niedrigen Zuflüsse im vergangenen Jahr. Zudem sind zwei Zentralen nach dem schweren Unwetter im 2024 im Wallis weiterhin ausser Betrieb, wobei das grosse Rhône-Kraftwerk in Susten-Chippis (mittlere Produktionserwartung 215 GWh) am meisten ins Gewicht fällt. Die Produktionserwartung dieser beiden Zentralen musste daher temporär auf Null gesetzt werden.
Die Kantone mit der grössten Produktionserwartung sind das Wallis mit 10'469 GWh/a (28.1%), Graubünden mit 7'919 GWh/a (21.4%), Tessin mit 3'485 GWh/a (9.4%) und Bern 3'424 GWh/a (9.2%).
Zunahme der jährlichen Wasserkraftproduktion bis 2035
Gemäss dem geltenden Energiegesetz soll die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion bis 2035 auf 37'900 GWh ansteigen. Die Entwicklung wird im Rahmen des «Monitoring Energiestrategie 2050» beobachtet. Das Monitoring stützt sich auf die vorliegende Statistik der Wasserkraft. Für das Monitoring wird jedoch von der erwarteten Energieproduktion gemäss Statistik der wirkungsgradbereinigte Verbrauch der Zubringerpumpen abgezogen und danach die Produktion der Wasserkraftwerke < 300 kW addiert. Für das Monitoring ergibt sich damit für 2025 eine durchschnittliche inländische Produktion von 36'724 GWh/a (minus 176 GWh gegenüber dem im Vorjahr gemeldeten Wert).
Storymap «Die bedeutendsten Wasserkraftanlagen der Schweiz»
Mit Wasserkraft wurden 2025 rund 58.5% (10jähriger Mittelwert) des inländischen Stroms erzeugt. Mit der Storymap des Bundesamt für Energie (BFE) wird die Statistik der Wasserkraft auf spielerische Art zugänglich gemacht. Sie visualisiert die Wasserkraftanlagen mit einer Leistung grösser als 300 kW gemäss ihrer Bedeutung für die Stromproduktion und zeigt, wo sie sich befinden und durch welche Zuflüsse sie gespeist werden.
Storymap «Wasserkraft: die speicherbare Energie»
Die Bedeutung der Energiespeicherung für die Versorgungssicherheit nimmt zu. Wasserkraftwerke spielen dabei eine wesentliche Rolle für die Schweiz. Die Storymap des BFE zur speicherbaren Wasserkraft veranschaulicht, welche Anlagen in der Schweiz wie stark zur Speicherung beitragen und wie der jeweilige Speicheranteil im Verhältnis zur Gesamtproduktion aussieht.
Links:
Statistik der Wasserkraftanlagen der Schweiz
Storymap «Die bedeutendsten Wasserkraftanlagen der Schweiz»
Storymap «Wasserkraft: die speicherbare Energie»
Sonntag, 3. Mai 2026
«Tage der Sonne» machen Lösungen erlebbar
Die Energiewende ist machbar – und sie beginnt jetzt. Rund um den internationalen Tag der Sonne am 3. Mai finden vom 2. bis 10. Mai in der ganzen Schweiz die «Tage der Sonne» statt. Die Veranstaltungsreihe setzt ein klares Zeichen: Die Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft sind vorhanden. Was es jetzt braucht, ist gemeinsames Handeln.
Während der Bau neuer Atomkraftwerke wieder diskutiert wird, droht diese Diskussion den Ausbau erneuerbarer Energien zu verzögern statt zu beschleunigen. Dabei zeigt sich: Solarenergie und andere erneuerbare Technologien sind heute schneller, günstiger und breit verfügbar.
In Basel wird die Energiewende zur Gemeinschaftsaufgabe: Hier haben sich für die «Tage der Sonne» ungewöhnlich viele Akteurinnen und Akteure zusammengeschlossen, um Lösungen gemeinsam erlebbar zu machen. «Die Energiewende ist eine Herausforderung, die wir gesamtgesellschaftlich angehen müssen, alle können mithelfen: vom Versorgungsunternehmen über die Politik bis hin zu Unternehmen und Privatpersonen», sagt Francesco Vazzano von den Industriellen Werken Basel IWB. «Basel gehört mit rund 1’500 bis 1’700 Sonnenstunden pro Jahr zu den sonnenreichen Städten im Schweizer Mittelland und profitiert besonders im Herbst und Winter von häufigeren Nebelauflösungen – gute Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie.»
Organisiert vom ersten Verein für erneuerbare Energien der Schweiz, der über 50-jährigen SSES, gemeinsam der IWB, Planeco, Sonnwende, Energiewendegenossenschaft Basel, Solarbalkon und dem Verein Nomatark, sowie mit IWB und dem Swisslosfonds Basel-Stadt als Hauptsponsoren, entsteht ein offener und kollaborativer Anlass für alle. Ob Familien, Mieterinnen und Eigentümer, Unternehmen, Stiftungen oder DIY-Begeisterte – die Veranstaltung bietet vielfältige Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.
Die Energiewende braucht Hände
Im Zentrum steht die Idee: Die Energiewende braucht keine
Atomkraft – sie braucht Menschen, die anpacken.
«Es ist wichtig, Solarenergie greifbar zu machen. Deswegen
veranstalten wir sonnenbetriebene Events – man lernt dazu und
hat Spass dabei», erklärt Fabian Müller vom Verein Nomatark, die
mit ihrer solarbetriebenen Stage und Umweltkino vor Ort sind.
Das Programm ist entsprechend praxisnah und interaktiv gestaltet: In Workshops können Besucherinnen und Besucher eigene Solarbalkon-Anlagen bauen oder aus alten E-Bike-Batterien eine Second-Life-Powerbank herstellen. Die Energiewendegenossenschaft zeigt live, wie Solaranlagen im Selbstbau realisiert werden können. «Wir können viel bewegen, wenn wir unsere eigene Selbstwirksamkeit spüren. Beim Bauen der eigenen Anlage, ist der eigene Impact unmittelbar erlebbar», sagt Eliane Zumstein von der Energiewendegenossenschaft Basel.
Ein Highlight ist der «SolarButterfly», der die Welt umrundet hat und den Klimawandel anschaulich vermittelt – ergänzt durch Quiz und Informationsangebote. Im Forum im kHaus finden zudem Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen statt: Mieterinnen, Eigentümer, Unternehmen und Stiftungen erhalten konkrete Einblicke in die Nutzung von Solarenergie. Beim Podium «Warum Solar?» teilen Anlagenbesitzende ihre Erfahrungen und geben praktische Tipps.
Weitere Programmpunkte reichen vom Mini-Solarmobil-Wettrennen über eine solarbetriebene Musikbühne bis hin zu Sonnenyoga. Am Sonntag folgt ein Podium zur solaren Architektur mit anschliessender Schweizer Premiere des Films «The Sun Queen» im solarbetriebenen Umweltkino.
Die «Tage der Sonne» sind damit weit mehr als nur eine Veranstaltung – sie sind ein Startpunkt. Ein Moment, um sich zu vernetzen, zu lernen und selbst Teil der Energiewende zu werden. Denn eine lebenswerte Zukunft entsteht nur, wenn wir sie gemeinsam gestalten.
Informationen und Kontaktangaben:
Das gesamte Festivalprogramm finden Sie unter www.tagedersonne.ch/festival
Linda Wachtarczyk | T +4178
810 21 66 | linda.wachtarczyk@sses.ch
Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie | Aarbergergasse 21
| CH-3011 Bern | www.sses.ch
Francesco
Vazzano | T +41 61 275 34 21 | francesco.vazzano@iwb.ch
IWB | Margarethenstrasse 40 | Postfach | CH-4002 Basel | www.iwb.ch
Samstag, 2. Mai 2026
Solaraktienindex PPVX zwar hinter Erdölaktien - aber doch auch im Plus
Vergrössern von Grafik, Tabelle und Text mit Klick auf Darstellungen!
Donnerstag, 30. April 2026
Atomkraft stagniert und bleibt in einer Talsohle
Dienstag, 28. April 2026
Tschernobyl 40 Jahre nach Atomkatastrophe
© Fotolia.com | jah_unit | Tschernobyl
Nur dezentrale Erneuerbare Energien machen resilient und unabhängig: Zum 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl erklärt der Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien – EUSOSOLAR e.V., Stephan Grüger: „Wer heute wieder für die Atomkraft trommelt, hat aus der Nuklearkatastrohe von Tschernobyl nichts gelernt. Der Super-GAU hat die europäische Geschichte verändert und wirkt bis heute nach. Die Vertuschungsversuche und die falschen Schuldzuschreibungen durch die Regierung und die Behörden der UdSSR haben deren Niedergang und Zerfall beschleunigt.
Heute ist die Ukraine, auf deren Territorium Tschernobyl liegt, ein souveräner Staat, der seit Jahren von Russland mit Krieg überzogen wird. Die EU versucht daher, dass Erpressungspotenzial Russlands gegenüber den Mitgliedsstaaten der EU zu reduzieren. Europas Atomkraftwerke sind aber zum großen Teil von Uran-Importen aus Russland und vom russischen Staatskonzern Rosatom abhängig. Rund 40 Prozent des von der EU importierten Urans stammen aus Russland und aus dem mit Russland verbündeten Kasachstan. In Osteuropa sind 18 Atomkraftwerke sogar zu 100 Prozent von russischen Brennelementlieferungen abhängig.
In der EU wird kein Uran gefördert. Vor diesen Hintergrund ist es absurd, dass die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen von Energieunabhängigkeit durch Atomkraft fabuliert, zumal die Kosten neuer Atomkraftwerke sehr viel höher sind, als die Stromerzeugung auf der Basis nahezu aller anderen Energieträger, besonders der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Atomkraft ist nicht nur für die Gesundheit der Menschen gefährlich, sondern auch für die Wirtschaft, Energiesicherheit und Unabhängigkeit der EU und ganz besonders Deutschlands.
Der 40. Jahrestag des Super-GAU in Tschernobyl mahnt uns – genauso wie die steigenden Preise von Öl und Erdgas – den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beschleunigen, um in Europa unabhängig von Uranimporten und fossilen Energien zu werden.“



