Samstag, 26. September 2026

Der Sieg der Sonne


Auch in diesem Jahr galt in München wieder „O´zapft is“. Doch auf einer ganz anderen Ebene ist schon immer O´zapft. Und dieses O´zapft ist schon sehr alt, so alt wie das Leben auf diesem Planeten und vor allem ist es viel wichtiger als das Münchner Oktoberfest – auch wenn das manche in Bayern vielleicht nicht so gerne hören - so der deutsche Energiepublizist Franz Alt.

Ohne Sonne kein Leben: Die Sonne schickt uns etwa 15.000 mal mehr Energie als die gesamte Menschheit heute Energie verbraucht.  Auf der ganzen Welt ist die Sonnenenergie heute auf dem Siegeszug.  Dabei wurde noch vor drei Jahrzehnten belächelt, wer sich eine Solaranlage aufs Dach installieren ließ. Doch inzwischen haben die Solarenergie zusammen mit allen Erneuerbaren (Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie) Atomkraft und Kohleförderung überholt.

Die Solarenergie führt die Welt in ein neues Zeitalter. Im Solarzeitalter werden bereits ganze Großstädte mit der Sonne versorgt. Es waren deutsche Forscher und Forscherinnen wie das Fraunhofer-Institut und das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz, die das „Wunder“ vollbrachten und der Solartechnik weltweit zum Durchbruch verhalfen.

Weltweite Vorreiter der Solartechnik und der erneuerbaren Energien insgesamt sind heute China und Indien, aber auch kleinere Länder wie Pakistan, Kenia und Costa Rica. Auch in Deutschland haben Solaranlagen heute eine Sonderkonjunktur. Im zweiten Quartal 2026 lagen Solaranlagen im Heizungssegment um zehn Prozent über dem Vorjahresquartal. Im Juli waren es schon 21 Prozent mehr als im Vorjahr. 2026 kommen bereits um die 60 Prozent des hierzulande verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen. Der entscheidende Vorteil heute und erst recht morgen: Sonnenenergie schlägt im Preis alle anderen Energiequellen. (Grafiken sind über diesen Link auf der Webseite der Bundesnetzagentur zu finden.)

„Flächen sind neuer Reichtum für die Kommunen“, schreibt das Fachblatt „Photovoltaik“. Und: „Hohe Energiepreise, wachsender Strombedarf, außergewöhnliche Hitze – der Klimawandel hat viele Facetten. Atomkraftwerke gingen vom Netz, überall in Europa“. Aber in Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2026 40 Prozent mehr Wärmepumpen verkauft als ein Jahr zuvor. Das lässt auf ein steigendes Bewusstsein der Verbraucher schließen. Die Solarenergie entwickelt sich zur Stütze der deutschenWirtschaft, wenn die Politik die richtigen Weichen stellt.

Solarparks und Windparks bringen den Kommunen (CH: Gemeinden) willkommene Einnahmen. Solarstrom auf Dächern und Fassaden entlasten die Haushalte von hohen Energiekosten für Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen. Gebäude und Freiflächen können den Kommunen neuen Reichtum bescheren. Parkflächen können als Solar-Carports genutzt werden und bringen Einnahmen. Das treibt zugleich die Energiewende und schützt das Klima. Die E-Mobilität kommt so voran, durch immer mehr Wärmepumpen entstehen neue Jobs.

Und die globale Frage heißt zudem: Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne? Um die Sonne können weder Trump noch Putin noch Xi noch Netanjahu Kriege führen. Jede Solaranlage und jedes Windrad sind ein Zeichen des Friedens. Je mehr wir die Sonne „anzapfen“, desto mehr Frieden und desto mehr Klimaschutz. Alles liegt an uns. So wie wir es geschafft haben, dass sich das Ozonloch wieder schließt, können wir auch den Klimawandel noch aufhalten.

Quelle: Franz Alt 2026
Bild: Guntram Rehsche - Genossenschaftssiedlung in Zürich   

Sonntag, 20. September 2026

So wirkt Solafrica: "Weg aus der Armut"

Manchmal braucht es nur eine ausgestreckte Hand und ein offenes Ohr, damit sich ein Leben entfalten kann. Die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Chance gepackt hat - und das dank der Solarenergie.

«Ich musste als Jugendlicher einen Weg finden, wie meine Familie überleben konnte», erzählte Collins Selifano (22). Während mehreren Jahren arbeitete er unter härtesten Bedingungen auf dem Bau – für knapp 3 Franken pro Tag. Sein Vater war krank und konnte die Familie nicht ernähren. Seine Mutter hatte ihre Kinder und ihren Mann verlassen. Die beiden jüngeren Geschwister gingen noch zur Schule.

«Ich fühlte mich sehr alleingelassen. Das war eine schwierige Zeit für mich», berichtet Collins weiter. Während er das Überleben seiner Familie sicherte, besuchten seine Kolleg:innen eine Hochschule oder die Universität. Über einen Bekannten erfuhr er im Frühling 2022 von einer Solarausbildung. Collins bewarb sich und erhielt einen Platz in unserem Projekt Solar Learning Youth Centers. «Ich hatte die Aussicht auf eine Ausbildung und dadurch eine Chance auf ein neues Leben erhalten», sagt Collins Selifano. Und diese Chance hat er gepackt.

Abigael W. Okello, die Projektleiterin vor Ort, erinnert sich: «Am Anfang war Collins schüchtern. Dann ist er plötzlich aufgeblüht! Das ist vor allem Stanley Kung’u Nfuguna zu verdanken, der als Psychologe im Jugendzentrum arbeitet.»

Angehende Solartechniker:innen bei der Installation einer Solaranlage

Collins blickt dankbar auf die Gespräche mit Stanley Kung’u Nfuguna zurück: «Ich wurde früh von meiner Mutter im Stich gelassen und fühlte mich alleine. Während meiner Gespräche mit Stanley hatte ich die Möglichkeit, mein Herz auszuschütten. Das hat mir geholfen, diese Ausbildung zu machen und meine Einsamkeit zu überwinden.»

Nach der Solarausbildung im Jugendzentrum konnte Collins Selifano letzten Frühling ein Praktikum bei einer Solarfirma starten. Inzwischen ist er festangestellt. «Ich möchte ein Top-Solaringenieur werden. Mein grosses Vorbild ist mein Chef hier», fügt er mit einem breiten Lachen im Gesicht hinzu.

In Kenia hoffen viele junge Menschen wie Collins auf eine Chance, um der strukturellen Armut zu entfliehen. Bitte helfen Sie heute mit Ihrer Spende. Ermöglichen Sie Jugendlichen eine Zukunft mit Perspektiven für sich und ihre Familien vor Ort.

Quelle: Solafrica 

Freitag, 18. September 2026

News (da rechte Spalte nicht funktionierte...)

Die Reichsten zahlen relativ am wenigsten Steuern

Wer mehr verdient, soll auch mehr Steuern bezahlen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Das Top-Eins-Prozent bezahlt am wenigsten. Das zeigt die neue Studie der ETH Zürich: Die Vermögensungleichheit in der Schweiz ist weniger gross als bisher angenommen, die Einkommensungleichheit jedoch grösser. Grund für die neuen Resultate ist ein neuer methodischer Ansatz: Anstatt der Steuerdaten verwendet die Forschungsgruppe rund um den Ökonomen Enea Baselgia und Isabel Martinez als Ausgangspunkt das gesamte Einkommen und Vermögen der Schweiz, so wie es die Nationalbank ausweist. Ziel dieser Methode ist primär, die Einkommen des wohlhabendsten Prozents genauer zu schätzen > srf.ch 19.9.26

 

Großspeicher von Tesvolt sichern Festzelte auf der Wiesn ab

Das Oktoberfest in München stößt an Netzengpässe: Im letzten Jahr kam es in den Festzelten zu mehreren Stromausfällen. Nun sichern Batterieschränke die Veranstaltung ab, installiert von Elektromeister Matthias Poeting. Die Stadtwerke München (SWM) können die Anschlussleistungen der Zelte nur mit sehr hohen Kosten erhöhen. Elektromeister Matthias Poeting sichert den diesjährigen Betrieb der großen Festzelte von Pschorr-Bräurosl und Löwenbräu mit drei Batteriegroßspeichern von Tesvolt ab. Denn die Gefahr von Stromausfällen ist real > sonnenseite.com 18.9.26.

Mittwoch, 16. September 2026

Mit Zahlen / Statistiken die Welt verbessern (12): Weltweit installierte Solar-Kapazität

Solarmedia präsentiert in loser Folge einige der Statistiken, die die britische Plattform «Our World in Data» täglich veröffentlicht, und die mit verbesserten Lebensbedingungen auf der Welt in Zusammenhang stehen (dem ist aber nicht immer so). Das geschieht in diesem Blog naheliegenderweise nicht zum ganzen reichen Schatz an Daten, der sich bei «Our World in Data» in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, sondern vor allem rund um die Themen Energie, Wirtschaft und Nachhaltigkeit.

Zsfsg: Siehe Chart

Our World in Data schreibt dazu im Original: Gar nichts...

 
Quelle: Our World In Data
 
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Samstag, 12. September 2026

Nepal: Keine „normale“ Katastrophe, eine Folge der veränderten Natur

Die größte Ungerechtigkeit unserer Zeit ist diese: Die armen Länder, die durch wenig Energieverbrauch am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, sind am härtesten davon betroffen. Und die reichen Industrieländer mit viel Energieverbrauch haben den Klimawandel verursacht und kommen – bisher zumindest – halbwegs glimpflich davon. Gedanken des deutschen Energie-Publizisten Franz Alt. 

Diese globale Ungerechtigkeit wurde soeben durch die Gletscher-Katastrophe im Himalaya auf tragische Weise bestätigt. Nepal mit bisher über 1.000 Toten, 4.000 Vermissten und tausenden Verletzten ist eines der ärmsten Länder der Welt, wurde aber durch die vom Klimawandel herbeigeführte Gletscherschmelze brutal betroffen und beschädigt. Diese globale Ungerechtigkeit ist auf Dauer unhaltbar.

Die Sturzflut im Himalaya war keine „normale“ Katastrophe, sondern die Folge der veränderten Natur. Diese Veränderung haben die großen und reichen Industriestaaten, auch Deutschland, verursacht. Aber zu diesen Verursachern gehören auch China, Indien und die USA als die drei größten Emittenten von Treibhausgasen. Von ihnen fordert Nepal jetzt Schadenersatz. Das ist eine mutige, zeitgemäße und gerechte Forderung eines kleinen Landes gegenüber den „Großen“ – Endlich!

Ein „Himalaya-Tsunami“: Der nepalesische Außenminister Shisir Khanal nannte die Katastrophe in seinem Land einen „Himalaya-Tsunami“. Er ist in der Menschheitsgeschichte beispiellos. Die Forderung ist nur folgerichtig. Es ist folgerichtig, dass das arme Nepal die reicheren und größeren Länder zur Kasse bittet. Wer verursacht, muss auch zahlen. Das ist ein Grundsatz der Marktwirtschaft.

Der Außenminister: „Wenn unsere Gletscher im Himalaya verschwinden, wird die Wassersicherheit von über zwei Milliarden Menschen in Südasien beeinträchtigt.“ Die Gletscher sind natürliche Wasserspeicher, deren Schmelzwasser die zehn größten Flüsse Asiens wir Indus, Ganges und Brahmaputra speisen.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: „Nepals Ankündigung, andere Staaten in Regress nehmen zu wollen, ist kein hilfloser Akt im Angesicht der Katastrophe – im Gegenteil. Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hat im Juli vergangenen Jahres in einem bemerkenswerten Rechtsgutachten genau diesen Weg vorgezeichnet.“

Die Rechtsanwältin Roda Verheyen, erfahrene Klima-Juristin gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Nepal könnte vor dem IGH gegen Staaten vorgehen, die sich seiner Jurisdiktion unterworfen haben.“ Die Liste umfasst immerhin 75 Staaten. Die USA und China gehören nicht dazu, aber immerhin Deutschland, Japan, Indien, Pakistan, Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien.

Der IGH stellte 2025 fest, dass seine Mitglieder aus internationalen Verträgen wie dem Pariser Klimaabkommen „rechtlich bindende Sorgfaltspflichten“ haben, Ihre Emissionen zu reduzieren. Dies fordere auch das „Völkergewohnheitsrecht“. Das unterstützt auch die Schadenersatzklage Nepals ganz eindeutig.

Der Widerstand der kleinen Länder wie Nepal gegenüber den Verursachern des Klimawandels ist auch eine Hoffnung im weltweiten Kampf um mehr Klimaschutz.  Die Süddeutsche: „Hut ab vor diesem Mut“- (SZ 1. September 2026).

Quelle: Sonnenseite / Franz Alt 2026

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Montag, 7. September 2026

Wieder geht es abwärts mit dem Solaraktienindex



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Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu