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Freitag, 12. Juni 2026

Versorgungssicherheit dank Windenergie

Der Bundesrat hat am Freitag die Botschaft zur Waldschutz-Initiative und Gemeindeschutz-Initiative verabschiedet und empfiehlt diese zur Ablehnung. Die aeesuisse, Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz, unterstützt gemäss Medienmitteilung diese Position. Zusammen mit Vertretern der Energiewirtschaft, Branchenverbänden und Umweltorganisationen hat die aeesuisse diese Woche eine Allianz gegen die Verhinderungs-Initiativen gegründet. Denn die Initiativen würden den Ausbau der Windenergie in der Schweiz einschränken und die Versorgungssicherheit schwächen. 

Mit seiner Botschaft hält der Bundesrat fest, dass die Anliegen der beiden Initiativen im geltenden Recht bereits berücksichtigt sind. Sowohl der Schutz des Waldes als auch das Mitspracherecht der betroffenen Gemeinden seien heute ausreichend geregelt. Aus Sicht der aeesuisse besteht deshalb kein zusätzlicher gesetzgeberischer Handlungsbedarf.

Windenergie ist zentral für die Winterversorgung: Die beiden Initiativen geben vor, Natur und Bevölkerung schützen zu wollen. Tatsächlich würden sie jedoch vor allem dazu führen, dass der Ausbau der Windenergie in der Schweiz weitgehend blockiert würde. Das wäre energiepolitisch problematisch: Windenergie leistet besonders in den Wintermonaten einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung und ist damit ein bedeutender Bestandteil einer sicheren, erneuerbaren und möglichst unabhängigen Energieversorgung. Die Initiativen blockieren deshalb nicht nur den Ausbau der Windenergie, sondern torpedieren auch die vom Schweizer Stimmvolk gewünschte Energiewende. «Die beiden Initiativen täuschen einen Schutz vor, den das Gesetz bereits heute umfassend gewährleistet», sagt Fabienne Thomas, Co-Geschäftsführerin der aeesuisse und Co-Präsidentin der Allianz. «Faktisch führen sie jedoch zur Blockade unserer Winterstromproduktion und gefährden damit die Versorgungssicherheit und die Energieziele, zu denen sich die Schweiz und ihre Stimmbevölkerung mehrfach klar bekannt haben.»

Breite Allianz gegen Verhinderungsinitiativen: Am 10. Juni 2026 gründete eine breite Allianz aus Energiewirtschaft, Branchenverbänden, Windenergie-Befürwortenden und Umweltorganisationen in Bern einen Verein zur Bekämpfung der Verhinderungsinitiativen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen der Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz aeesuisse, der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), die Schweizerische Energiestiftung SES, Axpo sowie Suisse Eole und Pro Wind Schweiz. Co-präsidiert wird der Verein von Fabienne Thomas, Co-Geschäftsleiterin der aeesuisse, und Jan Flückiger, Leiter Public Affairs beim VSE. Die Allianz ist sich einig: Die Windenergie ist ein unverzichtbarer Pfeiler der künftigen Winterstromversorgung der Schweiz. Die Annahme der beiden Initiativen würde den Ausbau der Windenergie faktisch unmöglich machen und damit die Versorgungssicherheit, die Energieunabhängigkeit und die Klimaziele der Schweiz gefährden.

Quelle: aeesuisse         
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Mittwoch, 11. Februar 2026

Weltweiter Strombedarf wird bis 2030 ansteigen

Der jüngste IEA-Bericht zum Strom-Sektor prognostiziert, dass der Anteil erneuerbarer Energien und Kernenergie am weltweiten Strommix bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 50 Prozent steigen wird, während auch Erdgas an Bedeutung gewinnt.

Der weltweite Strombedarf wird in diesem Jahrzehnt voraussichtlich um durchschnittlich mehr als 3,5 % pro Jahr steigen, wobei die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, Erdgas und Kernenergie entsprechend zunehmen wird, so ein neuer IEA-Bericht.

Electricity 2026, der soeben veröffentlicht wurde, ist der Jahresbericht der IEA über die globalen Stromsysteme und -märkte. Er enthält eine eingehende Analyse der jüngsten Trends und politischen Entwicklungen sowie Prognosen für den Strombedarf, das Stromangebot und die Kohlendioxidemissionen (CO₂) für den Fünfjahreszeitraum bis 2030.

Dem Bericht zufolge wird der Strombedarf bis 2030 mindestens 2,5-mal so schnell wachsen wie der Gesamtenergiebedarf, da sich das Zeitalter der Elektrizität durchsetzt. Dies ist auf den steigenden Stromverbrauch in der Industrie, die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen, den höheren Einsatz von Klimaanlagen und den Ausbau von Rechenzentren und KI zurückzuführen. Während die Schwellen- und Entwicklungsländer nach wie vor die Haupttreiber des Stromnachfragewachstums sind, steigt auch der Verbrauch in den Industrieländern nach 15 Jahren der Stagnation wieder an und trägt bis 2030 zu einem Fünftel des gesamten Anstiegs der Stromnachfrage bei.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die weltweite Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – angetrieben durch den Rekordeinsatz von Solar-PV – derzeit dabei ist, die Stromerzeugung aus Kohle zu überholen, nachdem sie nach den neuesten verfügbaren Daten im Jahr 2025 praktisch mit ihr gleichgezogen hat. Auch die Stromerzeugung aus Kernkraft erreichte einen neuen Rekordwert. Der Aufschwung der emissionsarmen Energiequellen hält bis 2030 an. Bis dahin sollen erneuerbare Energien und Kernkraft zusammen 50 % des weltweiten Stroms erzeugen, gegenüber 42 % heute.

Auch die Stromerzeugung aus Erdgas wird bis 2030 weiter wachsen, unterstützt durch die steigende Stromnachfrage in den Vereinigten Staaten und die anhaltende Umstellung von Öl auf Gas für die Stromerzeugung im Nahen Osten. Die Stromerzeugung aus Kohle verliert weltweit an Boden, da erneuerbare Energien auf dem Vormarsch sind, und wird bis zum Ende des Jahrzehnts wieder das Niveau von 2021 erreichen. Infolgedessen werden die weltweiten CO₂-Emissionen aus der Stromerzeugung bis 2030 voraussichtlich in etwa gleich bleiben.

Der Bericht betont, dass diese Trends – steigende Nachfrage, eine zunehmend wetterabhängige Stromerzeugungsmix und sich wandelnde Stromverbrauchsmuster und -technologien – einen raschen und effizienten Ausbau sowohl der Stromnetze als auch der Systemflexibilität erfordern. Derzeit sind weltweit Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 2 500 Gigawatt – darunter erneuerbare Energien, Speicher und Projekte mit hohem Stromverbrauch wie Rechenzentren – in Warteschlangen für den Netzanschluss blockiert.

Eine neue Analyse in dem Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass mit dem Ausbau der Netze durch den Einsatz netzverbessernder Technologien und die Umsetzung von Regulierungsreformen, die flexiblere Netzanschlüsse und -nutzung ermöglichen, in naher Zukunft bis zu 1 600 Gigawatt an Projekten aus den Warteschlangen integriert werden könnten. Zusammen würden diese Maßnahmen eine effizientere Nutzung des Netzes ermöglichen und damit erhebliche Kapazitäten freisetzen.

„In einer Zeit großer Unsicherheit auf den Energiemärkten ist eines sicher: Die weltweite Stromnachfrage wächst viel stärker als in den letzten zehn Jahren. In diesem Zeitalter der Elektrizität wird der Anstieg des weltweiten Stromverbrauchs bis 2030 dem Verbrauch von mehr als zwei Europäischen Unionen entsprechen“, sagte Keisuke Sadamori, Direktor für Energiemärkte und Sicherheit bei der IEA. „Um diesen Bedarf zu decken, müssen die jährlichen Investitionen in die Netze bis 2030 um 50 % steigen. Die Erweiterung der Flexibilität wird ebenfalls von entscheidender Bedeutung sein, da sich die Stromnetze weiterentwickeln – ebenso wie ein starker Fokus auf Sicherheit und Widerstandsfähigkeit.“

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Installation von Batteriespeichern im Versorgungsmaßstab stark zugenommen hat und eine wichtige Quelle für kurzfristige Flexibilität darstellt. Märkte wie Kalifornien, Deutschland, Texas, Südaustralien und das Vereinigte Königreich haben in den letzten Jahren ein starkes Wachstum bei der Bereitstellung von Batteriekapazitäten im Versorgungsmaßstab verzeichnet.

Electricity 2026 stellt außerdem fest, dass die Bezahlbarkeit von Strom nach wie vor ein wichtiges und wachsendes Problem darstellt. In vielen Ländern sind die Strompreise für Haushalte seit 2019 schneller gestiegen als die Einkommen. Die hohen Preise setzen auch die Industrie und die Unternehmen unter Druck. Daher konzentrieren sich die politischen Entscheidungsträger auf Strategien, Marktgestaltungen und Vorschriften, die nicht nur zusätzliche Investitionen, sondern auch mehr Flexibilität und Effizienz in allen Bereichen des Stromsystems, einschließlich Nachfrage, Angebot und Nutzung der Infrastruktur, bringen.

Dem Bericht zufolge sind größere Anstrengungen erforderlich, um die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Stromversorgungssysteme weltweit zu verbessern, die mit steigenden Risiken aufgrund alternder Infrastruktur, extremer Wetterereignisse, Cyberbedrohungen und anderer neu auftretender Schwachstellen konfrontiert sind. Die Modernisierung der Funktionsweise der Systeme sowie die Stärkung des physischen Schutzes kritischer Infrastrukturen sind laut dem Bericht unerlässlich, um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken

Electricity 2026 – Analysis and forecast to 2030 (pdf)

IEA (Internationale Energieagentur) 2026 | Translated with www.DeepL.com/Translator 

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Sonntag, 18. Januar 2026

Atom oder Solar: Vision, auf die es ankommt!

Die Verbreitung der Solar-Technologie hat im letzten Jahr ihren Siegeszug auf breiter Basis angetreten, auch wenn in einzelnen Märkten der Fortschritt nun ins Stocken geraten scheint. Doch die weltweit zu beobachtende Entwicklung ist nicht das Ende der Fahnenstange. Die nukleare Technologie mag ihr nicht nach.

Ganz gemäss dem Motto «Solar am Sonntag» sei mal ein Blick in die weitere Zukunft gewagt. Er ist geleitet von der Einsicht, dass bei der Stromerzeugung die entscheidende Weichenstellung erfolgt zwischen Solar- und Atomstromerzeugung. Von Letzterer wird seitens der Energiewende-SkeptikerInnen schon heute so gesprochen, als sei sie die einzig seligmachende künftige Technologie. Und vor allem wird häufig behauptet, die Probleme seien gelöst (Technologie an sich, Brennstoff, Verfügbarkeit, Entsorgung des Atomabfalls).

Wer sich allerdings in der Realität umschaut, kann so gar nirgends erfolgreiche Projekte oder Prototypen erblicken. Als Beleg dienen mag etwa die verwirrende Nachrichtenlage zu einem zuvor hochgelobten Startup, das in Frankreich (neben den USA Atomland par Excellence), den Umstieg auf die SMA realisieren sollte. Und nun das: gemäss der Linksliberalen Tageszeitung Le Monde kämpft das Unternehmen Naarea ums Überleben. Eine Zusammenstellung der Künstlichen Intelligenz Grok hält dazu unter anderem fest: Naarea war eines der ersten Nuclear-Startups, das vom Staat über France 2030 unterstützt wurde (10 Mio. € öffentliche Gelder bei insgesamt etwa 100 Mio. € eingesammeltem Kapital). Das Unternehmen hat kräftig eingestellt (bis zu ~200 Mitarbeiter), einige technische Fortschritte erzielt (Testschleifen, I-Lab-Labor usw.), aber nie nennenswerte Umsätze generiert. Nun herrscht Unklarheit:
  • Praktisch: Eneris ist nicht erreichbar, hat sich öffentlich noch nicht zur Gerichtsentscheidung geäußert und es gibt keinerlei Gewissheit, dass sie das versprochene Geld wirklich einzahlen oder die Arbeitsplätze erhalten.
  • Die Naarea-Geschäftsführung befindet sich laut Le Monde „in völliger Ungewissheit“.
  • Die Zukunft des Mini-Reaktor-Projekts bleibt daher hochgradig ungewiss.
Daraus folgert Solarmedia: Es handelt sich also um extrem teure und langwierige Forschung & Entwicklung. Auch andere Startups aus diesem Bereich lassen konkrete Fortschritte vermissen oder haben wie in den USA  den Schritt in die Pleite getan. Ich folgere: Mir fehlt der Glaube.

Was nun mit Blick auf die solare Stromerzeugung folgt, lässt wohl manche(n) staunend zurück, vielleicht überwiegt auch in diesem Fall die Skepsis. Eine zweiteilige TV-Sendung hat in der abgelaufenen Woche unter dem Titel „Die Revolution der Erneuerbaren“ (15. Januar 2026 auf 3sat > siehe hier) eine Technologie vorgestellt, von der selbst auf Solarmedia noch nie die Rede war. Da kommt dann noch mal so eine kryptische Abkürzung, sie lautet SSPP und steht für Space Solar Power Project. Will heissen: Im Weltall sollen riesige Anlagen mit Solarpanels errichtet werden. Unter anderem das Raumfahrt-Unternehmen SpaceX von Elon Musk, der ja auch den Mars besiedeln möchte, soll die Infrastruktur ins All transportiern und errichten.

Über SpaceX sei hier nicht weiter fabuliert. Hingegen macht das SSPP in Kalifornien technologisch derartige Fortschritte, dass erste Anlagen in Kürze zu erwarten sind. Der Strom, der reinen Weltraum aus unendlichem Solar-Licht erzeugt wird, kann dann durch ein elektromagnetisches Verfahren auf die Erde gebeamt und dort ins Stromnetz einfliessen. Im grossen Stil liesse sich damit die bereits zu Boden so erfolgreiche Solarstrom-Produktion quasi ins Unendliche ergänzen. Auch hierzu ein paar Erläuterungen von Grok, die sich wie folgt lesen: Das Space Solar Power Project (SSPP), das vor allem am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena, Kalifornien, vorangetrieben wird, hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Es zielt darauf ab, Solarenergie im Weltraum zu sammeln und drahtlos per Mikrowellen oder Laser zur Erde zu übertragen, um eine wetter- und tageszeitunabhängige Energieversorgung zu ermöglichen. Das Projekt wird seit 2013 von Caltech-Trustees Donald und Brigitte Bren mit über 100 Millionen US-Dollar finanziert und vereint Expertise aus Elektrotechnik, Photovoltaik und Raumfahrtstrukturen. Das Projekt ist hochaktiv und expandiert. Im Oktober 2025 erschien der Dokumentarfilm "Bright Harvest: Powering Earth From Space", der die Arbeit der Caltech-Professoren Harry Atwater, Sergio Pellegrino und Ali Hajimiri beleuchtet. Neue experimentelle Testzellen wurden im November 2025 an SpaceX übergeben, mit einem geplanten Start zur Internationalen Raumstation (ISS) im Jahr 2026. 
 
Zugegeben, auch SSPP ist eine Vision, deren Erfolg noch nicht gegeben ist. Wie aber eingangs gezeigt, ist auch der nukleare Weg nicht erfolgversprechender, stockt viel mehr. Die energetische Zukunftsfrage der Menschheit wird folglich entschieden werden auf der Ebene zwischen der Atom- und der Solar-Technologie. Hinweise, dass letztere die Nase vorn haben wird, erbringt Solarmedia in unterdessen bald 5000 Beiträgen in den letzten 15 Jahren und es wird je länger je klarer: Solar übertrumpft Atom - bei weitem!

Text & Bild: Guntram Rehsche Solarmedia  

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