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Sonntag, 17. August 2025

(Tessiner) Alltag der Solarrevolution

Unterdessen weit verbreitet:
Wohnhäuser mit Solardächern

Von einer Reise ins hinterste Maggiatal kehrt der Autor des Solarmedia-Blogs erstaunt zurück. Das Tessin hat ganz offensichtlich die Solarenergie entdeckt, anders als vor rund zehn Jahren, als ich mich wunderte, dass es kaum Solardächer gab - trotz des solaren Reichtums. Hier ein Beitrag, der besonders gut zu den  Stichworten  «Solar am Sonntag» wie auch «Solarwandern» passt.

Ausgerechnet in dieser Woche, in der ich mir also ein konkretes Bild machen konnte von den Fortschritten der Solarwirtschaft in der Schweiz, hat der Bundesrat beschlossen, den Bau von Atomkraftwerken wieder zuzulassen. Aber das Ganze ist politisch noch nicht gegessen und es wird sicher zu einer Volksabstimmung kommen. Es braucht wenig hellseherische Fähigkeiten vorherzusagen, dass das wieder knapp wird. Aber wir haben auf jeden Fall eine Chance. Und diese wird vor allem dann wahrgenommen und wirksam, wenn der schnelle Ausbau der Solarenergie voranschreitet wie in den vergangenen drei Jahren wie im Tessin.
 
Gutes Zeichen: auch viele öffentliche Bauten sind unterdessen
mit Solaranlagen ausgerüstet, hier die Feuerwehrstation in Cevio

Im gleichen Ort sichtbar
die Schäden der Unwetter 2024
 
Pionier im Solaranlagen-Bau auch im Tessin:
Grossverteiler Coop
 
Bahnanlagen zeigen: Infrastrukturbauten eignen sich
besonders, um Solaranlagen zu errichten - hier bei Giubiasco
 
Dank gebührt meinem Freund Alfons S., der mir im letzten Jahrzehnt wie auch dieses Jahr wieder ermöglichte, das Tessin zu erkunden und kennen zu lernen!
 
Copyright Text und Bild: Solarmedia / Guntram Rehsche 

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Donnerstag, 24. Januar 2019

PV-Industrietag und die Realität der Sonne

Daran sei wieder mal erinnert: Während im Flachland Nebel vorherrscht, scheint derzeit in den Bergen unvermindert die Sonne (Bilder/Webcam-Screen-Shots aus: Zermatt, Arosa, Montana-Cranc). Das hatte auch der Photovoltaik Industrietag am Mittwoch in Burgdorf klar gemacht: Grosses Potential für die Erzeugung von winterlichem Solarstrom liegt hierzulande in den Bergen (siehe dazu Twitter von Solarmedia).





















Mittwoch, 26. Dezember 2018

Projekt zum Verlieben

Auch in der Schweiz findet das deutsche Alternativ-TV immer wieder Aufsehen erregende Projekte - wie dieses aus Wetzikon (ZH) (ein «schönes» Haus mit hohem Grad an Versorgung mit eigenem Sonnenstrom):



Quelle: Leben mit der Energiewende

Dienstag, 22. September 2015

Mieterstromprojekte machen PV sozialer

Zum Beispiel in Deutschland: Ein innovatives Projekt zur Versorgung von Haushalten mit Solarstrom direkt vom Mehrfamilienhausdach entsteht derzeit in Mosbach in Baden-Württemberg. Zusammen mit der Baugenossenschaft Familienheim Mosbach eG aus der Kreisstadt Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis realisieren WIRSOL und die NATURSTROM AG ein Mieterstrommodell mit Photovoltaik. 

Auf mehreren Wohngebäuden der Baugenossenschaft in Mosbach und umliegenden Gemeinden hat der unabhängige Anlagenprojektierer WIRSOL moderne Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von zusammen über 650 kWp errichtet. Der Strom aus diesen Anlagen wird vom Ökostrom-Pionier NATURSTROM AG als Mieterstrom-Tarif schrittweise für mindestens 350 Wohneinheiten und 37 Häuser angeboten und ist für die ersten Haushalte bereits ab Mitte Oktober verfügbar. „Wir haben nach einem Konzept gesucht, das die Energieversorgung unserer Immobilien umweltfreundlich gestaltet und mit dem vor allem unsere Mieter unmittelbar von den Photovoltaikanlagen profitieren können. Mit dem Mieterstrommodell können wir beides umsetzen“, erklärt Klaus-Dieter Roos, geschäftsführender Vorstand der Baugenossenschaft Familienheim Mosbach eG.


„Durch den Bezug des Sonnenstroms direkt vom Dach ermöglichen wir Mietern eine echte Teilhabe an der Energiewende. Wir machen die Energiewende damit sozial“, beschreibt Peter Vest, Geschäftsführer bei WIRSOL, einen der zentralen Vorteile für die Stromkunden. Für eine umweltfreundliche und sichere Stromversorgung der Mieter kombinieren WIRSOL und NATURSTROM den Solarstrom vom Dach mit Ökostrom aus dem Netz. Das ist nicht nur sehr umweltfreundlich, sondern auch günstig. „Die Mieterstrom-Tarife werden auch preislich attraktiv sein. Denn der Preis des Sonnenstroms vom Dach ist über zwanzig Jahre hinweg kalkulierbar“, erläutert Dr. Tim Meyer, Bereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei der NATURSTROM AG. „Da zudem für den Solaranteil das öffentliche Stromnetz nicht genutzt wird, fallen die entsprechenden Abgaben weg. Dadurch ist Mieterstrom langfristig günstig.“ Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr kann mit Mieterstrom im Vergleich zu einem Stromtarif der lokalen Stadtwerke bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Dass nun auch Mieter günstigen Sonnenstrom vor Ort nutzen können, sehen die Partner als neue Chance für die dezentrale Energiewende. 

„Die Mieter konnten bisher kaum von den sinkenden Strompreisen profitieren. Mit unserem Mieterstrommodell wird das anders und es wird sehr konkret nachvollziehbar, woher ein Teil des genutzten Stroms stammt“, so Johannes Groß, Vertriebsleiter bei WIRSOL und Ansprechpartner für die Immobilienwirtschaft. Gleichzeitig sieht er in diesem ersten Pilotprojekt einen Meilenstein für die soziale Energiewende und hebt hervor, dass gerade im Bereich der Mehrfamilienhäuser in Ballungsräumen noch viel ungenutztes Potenzial vorhanden ist. Als unabhängiger Projektierer könne WIRSOL dabei bei Bau und Betrieb sehr flexibel auf die Kunden und ihre Wünsche für die Partnerschaft bei Anlagenbetrieb und Mieterstrommodell eingehen.


Bei der Realisierung von bundesweiten Mieterstrom-Projekten arbeiten WIRSOL und NATURSTROM auch zukünftig eng zusammen. Im Rahmen der Kooperation übernimmt WIRSOL als unabhängiger und erfahrener Projektierer die Projektierung und den Betrieb der Photovoltaikanlagen. NATURSTROM bringt langjährige Erfahrung als Ökostromversorger und -direktvermarkter ein und kümmert sich in den gemeinsamen Projekten um die Strombelieferung der Kunden, die dahinterstehenden energiewirtschaftlichen Prozesse und den Kundenservice.
NATURSTROM bietet das Mieterstromprodukt unter der Marke Grünstromwerk an. Das Team von Grünstromwerk ist auf die Konzeption und Realisierung innovativer Ökostromprodukte mit lokalem Fokus spezialisiert. Die NATURSTROM AG hatte das Hamburger Start-up im Juli übernommen, um die eigenen Kompetenzen im Bereich Mieter- und Regionalstrom zu stärken.

Sonntag, 2. August 2015

Freiburg im Breisgau: Solarhauptstadt Deutschlands

Im Rahmen einer Reise des Vereins Zürich Erneuerbar ergab sich Gelegenheit, das unweit Basel gelegene Freiburg im Breisgau vor allem auch mit den Sinnen zu erkunden. Lange galt die Stadt am Eingang zum Schwarzwald als Solarhauptstadt Deutschlands - angesichts der vielen Branchenprobleme ist der Lack etwas ab. Zu viele Firmen mussten aufgeben und Arbeitsplätze gingen verloren - und doch: Freiburg sucht unverdrossen seinen Weg zu einem Zentrum, das sich zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen will - bis 2050, besser schon früher - eine Fotoreportage:

Bilder vergrössern mit Klick auf selbige!

Das erste Plusenergiehaus der Welt - vor bald 20 Jahren erbaut durch den hier auch ansässigen Solararchitekten Rolf Disch
Ökohotel im grünen Stadtteil Vauban - einst Kasernenareal der französischen Armee
Das Solarschiff ist eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt Freiburg i.Br.

 Genossenschaftssiedlung im Stadtteil Vauban, mit rund 70 Wohnungen und den typischen Querverbindungen zwischen den Häusern
Platz der Alten Synagoge
Solarmodule an den Plusenergie-Hochhäusern beim Freiburger Bahnhof
Auch die Wärmeerzeugung mit Sonnenkollektoren hat ihren Stellenwert












Alternativbeiz "Süden", ebenfalls im Stadtteil Vauban - mit grossem Solarmoduldach

Wo gibt es denn so was? Natürlich in Freiburg - die Solargarage mit der markanten Solaranlage auf dem Dach
Nochmals die Hochhäuser direkt am Bahnhof
Ein anderer Rohstoff spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in Freiburg - die Vielfalt der Steine
Und Urban Gardening darf nicht fehlen - hier am Platz der Alten Synagoge, der dereinst zu einem neuen Stadtzentrum werden soll
Windanlagen, nicht in grosser Zahl, aber doch sichtbar rund um Freiburg

 Das Solarinfocenter von innen: PV-Zellen auf der Fensterfassade


















Bilder: Solarmedia / Guntram Rehsche (siehe Bild rechts)


Weitere Informationen unter anderem über:
- www.wee100prozent.de
- Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe www.fwtm.de
- Wohngenossenschaft Genova Vauban


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Freitag, 20. März 2015

Solarstrom trotz Sonnenfinsternis

Die partielle Sonnenfinsternis reduzierte am Freitag kurzfristig die Solarstromproduktion. Stromspeicher sicherten jedoch die Versorgung. 

Als die partielle Sonnenfinsternis den Himmel an diesem Freitagvormittag für einige Stunden spürbar verdunkelte, produzierten Solarstromanlagen vorübergehend deutlich weniger Strom als gewöhnlich. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen mussten dennoch keinen Strom vom Energieversorger zukaufen – vorausgesetzt, sie verfügen bereits über einen Solarstromspeicher. Schon jetzt nutzen mehr als 15.000 Haushalte in Deutschland mit Hilfe intelligenter Speicher Solarstrom auch bei Dunkelheit. Nach Einführung staatlicher Zuschüsse und einem Preisrutsch im letzten Jahr ist die Nachfrage nach Speichern sprunghaft gestiegen. Mit Unterstützung der Bundesregierung informiert die-sonne-speichern.de rund um das Thema Solarstromspeicher. 

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) nahm die Sonnenfinsternis zum Anlass, die wachsende Bedeutung von Stromspeichern für die Energiewende herauszustellen: „Wenn das Sonnenlicht für die Stromproduktion nicht ausreicht, übernimmt der Speicher die Versorgung. So steht die Solarenergie immer zur Verfügung – abends, wenn es dunkel wird, genauso wie morgens, bevor die Sonne aufgeht. Und natürlich auch während einer Sonnenfinsternis“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Für den Erfolg der Energiewende und die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit sind Speicher mittel bis langfristig unverzichtbar. Ihre Markteinführung sollte deshalb weiter mit Nachdruck vorangetrieben werden. Auch der nächsten vergleichbaren Sonnenfinsternis im Jahr 2048 können wir dann entspannt entgegensehen“, so Körnig. Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2050 die deutsche Stromversorgung weitgehend auf Erneuerbaren Energien umstellen. 

Die KfW fördert die Installation einer Photovoltaik-Anlage und eines Batteriespeichers seit zwei Jahren mit einem zinsgünstigen Darlehen. Zusätzlich werden bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten als Tilgungszuschuss übernommen. Die Durchschnittspreise von Speichersystemen sanken 2014 um rund 25 Prozent. Die Nachfrage zog gleichzeitig um 30 Prozent an. Da Solarstrom vom eigenen Dach deutlich preiswerter ist als Strom vom Energieversorger, wird die solare Selbstversorgung gegenüber der Stromeinspeisung zusehends attraktiver. Entscheidend für den Einspareffekt ist, dass ein möglichst großer Anteil der Solarstromernte für die Stromversorgung im eigenen Haushalt genutzt werden kann. Mit einem Solarstromspeicher lässt sich bei Privathaushalten die Eigenverbrauchsquote in aller Regel mindestens verdoppeln. 

Zur Qualitätssicherung empfiehlt der BSW-Solar die Ausstellung eines Photovoltaik-Speicherpasses, den der Verband gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke entwickelt hat. Dieser wird auch von der KfW bei der Gewährung der Förderzuschusse als Nachweis einer sachgerechten Speicherinstallation akzeptiert. 

Hintergrund: Wie die Speicherung von Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage genau funktioniert und wie zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse die Investition in einen Speicher jetzt noch attraktiver machen, zeigt der kurze Film Die Sonne speichern – zu sehen auf dem gleichnamigen Informationsportal. Dort gibt es außerdem jede Menge Hintergrundwissen, ein Tool zur individuellen Berechnung der Speichergröße sowie die Möglichkeit, nach qualifizierten Handwerksbetrieben in der Nähe zu suchen. 

Informationsportal zu Solarstromspeichern: www.die-sonne-speichern.de
Film Die Sonne speichern auf Youtube anschauen: http://bsw.li/18ITfum
Gerne möchten wir Sie auch auf die Pressemitteilung unseres Dachverband BEE e.V. "Stromnetz für Sonnenfinsternis gewappnet" vom heutigen Tage hinweisen. 

Montag, 18. November 2013

Fossile sind wahre Kostentreiber

Unverändert dominieren Wärme und Kraftstoffe die Energiekosten eines typischen Haushalts. „Ein kurzer Blick auf die Energierechnung zeigt schnell, dass die anhaltende Diskussion um die Strompreise am Kern des Problems vorbeigeht“, stellt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, für die Verhältnisse in Deutschland fest - die sich aber kaum von jenen in der Schweiz unterscheiden. 

„Kostentreiber Nummer eins sind fossile Brennstoffe, die im Fall der Heizung gut und günstig durch erneuerbare Wärme ersetzt werden können“, so Vohrer. Trotz zuletzt leicht gesunkener Preise für Öl und Gas geben die Deutschen für Heizen, Warmwasser und Autofahren seit vielen Jahren deutlich mehr Geld aus als für Strom. Während Strom in einem typischen Privathaushalt nur knapp 25 Prozent der Energierechnung ausmacht, schlagen Heizöl mit 35 Prozent und Benzin mit gut 40 Prozent zu Buche. Wer mit Öl heizt, muss heute mehr als doppelt so viel für eine warme Wohnung bezahlen als noch im Jahr 2000. Auch Erdgas ist über 70 Prozent teurer als noch vor 13 Jahren. „Durch den Umstieg von einer alten Öl- oder Gasheizung auf ein erneuerbares Heizsystem könnten die meisten Haushalte Heizkosten einsparen“, betont Vohrer. 

„Im Sinne einer finanziellen Entlastung der privaten Haushalte und des Erreichens der Energiewendeziele muss der politische Fokus jetzt auf eine Wärmewende in den deutschen Heizungskellern gerichtet werden. Doch droht dieser Aspekt im Schatten der Strompreisdebatte auf der politischen Agenda erneut nach hinten zu rücken“, befürchtet Vohrer.

Die beste Maßnahme gegen steigende Heizkosten sei der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen: Setzt sich deren durchschnittliche Kostensteigerung fort wie in den Jahren 2002 bis 2012, so rechnet sich in den meisten Fällen der Umstieg von einer alten Öl- oder Gasheizung auf erneuerbare Wärme. Dies zeigt eine aktuelle Berechnung der Agentur für Erneuerbare Energien am Beispiel eines typischen Einfamilienhauses: Auf 20 Jahre gerechnet kommt der Weiterbetrieb einer alten Ölheizung in diesem Fallbeispiel mehr als doppelt so teuer wie eine neue Pelletheizung oder eine Wärmepumpe. Auch der Umstieg von einer alten Gasheizung auf erneuerbare Heizungstechnologien spart am Ende Geld. 

Gegenüber einer neuen Öl- oder Gasheizung mit Brennwert­technologie sind Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarwärme­anlagen zwar in der Anschaffung teurer und werden deshalb mit öffentlichen Fördermitteln bezuschusst. Über die gesamte Lebens­dauer gerechnet sind die umweltfreundlichen Heizungen aber letztlich im Vorteil, denn sie haben erfahrungsgemäß niedrigere verbrauchsgebundene Kosten. So kosteten Holzpellets im Oktober dieses Jahres 5,8 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh). Wärme­pumpenstrom ist laut Vergleichsportalen ab etwa 18,3 Ct/kWh zu haben. Eine Heizungsanlage, die mittels Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom etwa 3,5 Kilowattstunden Wärme macht, stellt ihre Heizenergie also für umgerechnet 5,2 Ct/kWh bereit. Öl und Gas waren im Oktober mit 8,1 bzw. 6,9 Cent je Kilowattstunde deutlich teurer. 

„Wer sich für die Zukunft gegen steigende Brennstoffkosten ab­sichern will, sollte zusätzlich eine Solarthermieanlage installieren“, empfiehlt Vohrer. „Denn das ist die einzige Technologie, deren Heiz­kosten mit Sicherheit nie steigen werden. Den besten Beitrag zum Klimaschutz liefert die Solarwärme sowieso.“

Gut 80 Prozent der Heizungsanlagen in deutschen Haushalten laufen noch mit fossilen Brennstoffen. Zudem sind mehr als drei Viertel der Heizungen nicht mehr auf dem Stand der Technik. Um das Ziel eines CO2-neutralen Gebäudebestands bis 2050 zu erreichen, fördert das Bundesumweltministerium den Wechsel zu einer effizienten, sauberen Heizung mit dem Marktanreizprogramm (MAP): Für den Heizungswechsel gibt es günstige Darlehen und attraktive Zuschüsse, die sich auf mehrere Tausend Euro summieren können. Für eine Pelletheizung mit Unterstützung durch eine Solaranlage gibt es beispielsweise fast 5.000 Euro Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Wer nicht genügend Geld auf der hohen Kante hat, kann die restliche Investitionssumme über einen zinsgünstigen Kredit der KfW-Förderbank finanzieren. Das hilft Heizungswechslern, über die Schwelle der Investitionskosten hinweg zu kommen.

Weitere Informationen zu erneuerbarem Heizen finden Sie unter www.waermewechsel.de. 

Mittwoch, 18. September 2013

Solare Stadtrundfahrten

Münster Stadtrundfahrten fahren mit Deutschlands erstem elektrisch betriebenem Solarbus. Dieses außergewöhnliche (transparente) Fahrzeug fährt emissionsfrei und nahezu lautlos durch die kleinen Winkel der Stadt. Abseits der Hauptverkehrsrouten, im passenden Tempo - ohne den Verkehrsfluß auf den Hauptverkehrsstraßen zu behindern. Allerdings auch ohne Haltestellen - für ein ungestörtes Fahr- und Hörvergnügen.


Der neue Solarbus bietet auch mobilitätseingeschränkten Personen die Möglichkeit zur Mitfahrt. Im ersten Hänger ermöglicht eine stufenlose Rampe den barrierenfreien Einstieg. Entsprechend ist auch Platz für einen großen oder zwei kleinere Rollstühle vorhanden.

Die Münsteraner Stadtverwaltung schreibt dazu weiter: Fahren Sie mit durch die Altstadt Münsters und lernen Sie die Geschichte der Hauptstadt Westfalens kennen. Der Prinzipalmarkt und die wunderschöne Innenstadt mit Ihren zahlreichen Museen und Kirchen - diese und viele weitere Sehenswürdigkeiten können Sie bequem und gut geschützt bei der Münsteraner Stadtrundfahrt ansehen.

Sie erfahren Wissenswertes und Wunderbares, Altertümliches und Aktuelles, Romantisches und Reizendes von Münster und seinen Bewohnern. Auf dieser Tour lernen Sie Münster in ca. einer Stunde kennen und sind bestens vorbereitet, um weitere Erkundigungen nach Ihrem persönlichen Geschmack durchzuführen.

Wir fahren auf kleinen Straßen durch die Stadt. Dabei erzählen wir eine Geschichte aus einem Guß und können dabei in einzelnen Anhängern Ansagen in unterschiedlichen Sprachen einspielen. Derzeit können wir Ansagen in deutsch, niederländisch, englisch, französisch, russisch und plattdeutsch anbieten.

Quelle: Stadt Münster

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Freitag, 9. August 2013

Die Zahl - 437 Megawatt

Nun liegen die definitiven Marktzahlen für 2012 in der offiziellen Statistik des BFE vor. Demnach wurden im vergangenen Jahr 226 MW Photovoltaik-Leistung verkauft (Vorjahr: 103 MW). Die gesamthaft installierte Leistung lag am Jahresende bei 437 MW. Bei der Solarwärme kam es nicht zum befürchteten Markteinbruch: Es wurden 143'000 m2 verglaste Kollektorfläche verkauft, gegenüger 138'000 m2 im Vorjahr. Die gesamthaft installierte Fläche lag Ende 2012 bei 1'054'000 m2 - die Millionengrenze ist überschritten! 

Quelle: swissolar.ch (mit Download-Funktion zur Statistik)

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Samstag, 27. Juli 2013

Enklave Büsingen: Energie-Pionier

Die Kombination aus Solarthermie und Biomasse macht die an der Nordgrenze der Schweiz gelegene Enklave Büsingen unabhängig von steigenden Energiepreisen. Ein Pionierprojekt für Deutschland - aber auch für die Schweiz.

Baden-Württembergs Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller sowie der Bundestagsabgeordnete des Landkreis Konstanz, Andreas Jung, eröffneten diese Woche feierlich das hochinnovative Bioenergiedorf Büsingen. Hier wird zukünftig mit einer Kombination aus Solarthermie und Biomasse geheizt. „Als bisher einziges Bioenergiedorf in Baden-Württemberg und Deutschland stellt das Bioenergiedorf Büsingen die sommerliche Grundlast durch solarthermische Kollektoren bereit.

Diesen innovativen und zukunftsgerichteten Ansatz hat die Landesregierung daher mit 100.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert“, so Untersteller.  Die durch Solarthermie und Biomasse erzeugte Wärme ersetzt rund 400.000 Liter Heizöl im Jahr und senkt den CO2-Ausstoß um etwa 1.200 Tonnen. In Auftrag gegeben wurde das Projekt von solarcomplex, einem Bürgerbeteiligungsunternehmen für erneuerbare Energien, das bereits mehrere Gemeinden ökologisch umgerüstet hat und nun erstmals die besonders effizienten Vakuumröhrenkollektoren von Ritter XL Solar einsetzt.

Das rund 1.300 Einwohner zählende Dorf gehört zum deutschen Hoheitsgebiet, ist jedoch Teil der Schweizer Wirtschaftszone. Deshalb gilt hier das „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) nicht - solarcomplex entschied sich daher für die wirksamste Technologie zur Wärmeerzeugung: Die Vakuumröhrenkollektoren von Ritter XL sind bezogen auf den Energieertrag pro Fläche viermal effektiver als die durch EEG - Subventionen im übrigen Deutschland bevorzugten Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung. So reicht schon eine Kollektorfläche von lediglich 1.090 m2 aus, um 107 Haushalte im Sommer mit Wärme zu versorgen. Dies spart Platz und Kosten und liefert ein eindrucksvolles Beispiel für die Chancen dieser Technologie.

Das Büsinger Wärmekonzept kombiniert Solarthermie mit Biomasse: Im Sommer wird die Wärme vorrangig durch eine Solarthermieanlage erzeugt. In kälteren Monaten unterstützt diese eine Biomasseanlage, deren Kessel im Sommer abgeschaltet werden können, was ihre Lebensdauer erheblich verlängert. Die verwendete Biomasse stammt, anders als Heizöl, aus der Region. Bei derzeitigem Ölpreis fließen nun jährlich ca. 400.000 Euro weniger aus der Region ab und Kaufkraft wird vor Ort gebunden. Von zu erwartenden Preissteigerungen der fossilen Brennstoffe ist Büsingen künftig unabhängig, ein Standortvorteil auch für die Wirtschaft.

Projektleiter Detlev Seidler von Ritter XL Solar hat das effiziente AquaSystem in das Büsinger Nahwärmekonzept integriert und den Aufbau begleitet: „Unser System ist eigentlich sehr einfach. Das Sonnenlicht trifft auf eine spezielle Absorberschicht, die die Wärme auf die Vakuumröhren projiziert. Jede Vakuumröhre funktioniert dabei wie eine Thermoskanne. Die Wärme wird nicht wieder nach außen abgegeben, sondern in fast vollem Umfang genutzt. Unser großer Vorteil ist, dass die Kollektoren ganz einfach mit Wasser arbeiten, nicht mit Glykol, wie der Großteil anderer Anlagen. Das kostet weniger und ist deutlich effektiver – und umweltschonender.“ Deswegen wurde das AquaSystem bereits mit dem Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistung des Handwerks ausgezeichnet.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Erfolgreiche Jugend-Solar-Projekte

Jugendsolar blickt auf eine erfolgreiche erste Hälfte des Jahres 2013 zurück. Rund 20 Schulklassen bauten an sieben Solaranlagen mit und arbeiteten an vier Solarkatastern, wovon drei fertiggestellt wurden und eines voraussichtlich nächstes Jahr abgeschlossen wird. Jugendsolar bedeutet nicht mehr nur Anlagenbau, sondern hilft bei der Erstellung von Potentialanalysen mit und arbeitet eng mit dem Büro Weichen stellen, der Baugenossenschaft GLB und anderen Partnern am 4%-Ziel der Energieregion Emmental zusammen. Einige Beispiele im Detail:


Das bisher grösste Jugendsolarprojekt von Greenpeace Schweiz hat in Ebnat-Kappel (Kanton St. Gallen) stattgefunden. Etwa 160 Schüler und Lehrer der Oberstufe Wier haben sich mit dem Thema «Erneuerbare Energien» befasst und sich als Solarmacher betätigt. Höhepunkt der Projektwoche im Toggenburg war der erfolgreiche Bau einer Solaranlage auf dem Dach der Firma Alder & Eisenhut: «Hoffentlich werde ich sie noch meinen Kindern zeigen können», sagte ein vierzehnjähriger Schüler in der Schulzeitung. «Ich habe gelernt, wie man besser mit Strom umgeht: Darum werde ich zuhause das Handykabel öfters ausstecken». 

Laut Greenpeace-Solarexperte Georg Klingler «zeigt Ebnat-Kappel eindrücklich, dass wir nicht auf den Bund warten müssen, um die Energiewende zu vollziehen: sie hat schon begonnen!». Während der Projektwoche haben die Schüler das grosse Solarpotential der Gemeinde erfasst und mit einer Solarküche gekocht. «Ein solches Jugendkraftwerk stimmt mich zuversichtlich, dass die Zukunft erneuerbar ist», fügt Klingler hinzu. Die Projektwoche wurde zusammen mit dem Förderverein energietal toggenburg organisiert. Projektleiterin Christiane Pietsch ist begeistert: «Es ist unglaublich, wie gross und engagiert die Beteiligung der Schule, des Gewerbe und aller Partner war». Ebnat-Kappel ist somit auf gutem Weg, um zusammen mit Wildhaus-Alt St. Johann und Nesslau eine Energiestadtregion zu werden.

Zusammen mit der Energieregion Emmental und der Energiestadt Burgdorf hat Jugendsolar im Juni die erste von insgesamt drei geplanten Projektwochen an der Oberstufe Gsteighof durchgeführt. Drei Klassen haben einen grossen Teil der Burgdorfer Dächer einer Potenzialanalyse für den Einsatz von Photovoltaik unterzogen. Die SchülerInnen waren die Tage über unterwegs zu beobachten, ausgerüstet mit Notebooks und Winkelmesskarten. Ziel der drei Projektwochen ist die Erfassung sämtlicher Dächer der Gemeinde Burgdorf bis Sommer 2014 und sie zu einem umfassenden Solarkataster zusammenzutragen.

Neben den Dachabklärungen wurde den insgesamt 54 SchülerInnen ein Rahmenprogramm geboten. Neben Workshops von Schulbesuch by Greenpeace konnten die SchülerInnen die ganze Woche über an zwei Photovoltaikanlagen mitbauen. Dabei wurde ein Einfamilienhaus am Falkenweg und ein Mehrfamilienhaus an der Meiefeldstrasse mit einer Solaranlage von jeweils 8 kWp resp. 30 kWp ausgestattet. Die SchülerInnen meisterten die Herausforderungen des Baus auf einem Schrägdach mit Bravour.

Zudem kamen die Teilnehmenden der Projektwoche in den Genuss eines Teilabschnitts des Energiewegs Sonne, den Sie auf dem Velo absolvierten und dabei aus erster Hand spannende Infos zu bestehenden Anlagen erhielten. Abgerundet wurde das Programm von der Informationsplattform für nachhaltige Energien mobil-e und dem Kochen von leckeren Brownies nur mit der Kraft der Sonne in speziell dafür gebauten Parabolspiegeln und Kochkisten.

Pünktlich zum offiziellen Tag der Sonne eröffneten am 4. Mai die Energieregion Emmental und Jugendsolar den «Energieweg Sonne». Neun verschiedene Anlagen gibt es auf der 40 Kilometer langen Strecke von Burgdorf über Sumiswald nach Langnau zu entdecken – am bequemsten per Elektro-Bike. Die eigentliche Heldin des Tages liess sich am Eröffnungstag zwar nur durch die Wolkendecke erahnen. Das hielt die 15-köpfige Gruppe von Solarenergie-Interessierten aber nicht davon ab, sich per E-Bike auf «Jungfernfahrt» durch die sanften Hügellandschaften des Emmentals aufzumachen. An neun Standorten wechselten sich Referate des Projektleiters der Energieregion Emmental, Anton Küchler, mit Wortmeldungen von Vertretern von Unternehmen und Gemeinden ab. Ein besonders innovatives Beispiel für Solarnutzung ist die Schreinerei von Kurt Baumberger in Sumiswald: Im Winter kommen drei Gebäude mit einer minimalen Holzzusatzheizung aus. Im Sommer trocknet die Anlage eindrückliche 15 Tonnen Kräuter für Ricola. 

Mit der neuen Entdeckungstour will die Energieregion Emmental Solarenergie erlebbar machen und einen Beitrag zur Diskussion über ihre Möglichkeiten leisten. Die Energieregion ist ein Netzwerk von Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen, welche die Nutzung der regionalen erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz im Emmental fördern möchten. Der «Energieweg Sonne» steht ab sofort der breiten Bevölkerung zur freien Verfügung.

→ Routenplan und Beschreibung der vorgestellten Anlagen: www.energieweg-sonne.ch
→ Info-Flyer und Führungen: www.energieregion-emmental.ch

Donnerstag, 12. April 2012

Rollstühle solar betrieben

Die aktuelle Energiedebatte macht vor Institutionen für Menschen mit Körperbehinderungen nicht halt. Menschen die auf Elektro-Rollstühle angewiesen sind, beziehen den Strom für ihre täglichen Fahrten aus dem regulären Stromnetz. Damit laden sie die zwei 12 Volt Akkubatterien ihrer Gefährte auf. Seit dieser Woche ist auch ein solarer Betrieb möglich.
Ein Projekt in der Ostschweiz verfolgt das Ziel, den Strom zu 100 Prozent von der Sonne zu beziehen. Dazu wurde die Institution „Quimby-Huus“ in Winkeln SG mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet, damit die Klient/Innen sich mit reiner Sonnenenergie fortbewegen können. Dabei ist es ein Anliegen das Bewusstsein für Energieverbrauch – sowohl bei Klient/Innen, als auch bei Angestellten – zu fördern und damit einhergehend den Energieverbrauch und das vorhandene Stromsparpotential kennen zu lernen. Daraus sollten weitere Ideen zur Energie- bzw. Stromeinsparung entstehen. Das Quimby Huus ist eine Institution für körperbehinderte Menschen in Winkeln St. Gallen und gehört dem Ostschweizer Verein zur Schaffung und Betrieb von Wohnmöglichkeiten für Körperbehinderte, dem OVWB, an. Es bietet 12 Wohnplätze und ca. 30 Tagesstättenplätze an. Man arbeitet mit dem Grundsatz der Eigenverantwortung und Selbstbestimmung des Klienten und verfolgt einen lösungs- und zielorientierten Ansatz. Das Haus ist im Quartier fest verankert, lädt zu kulturellem und sozialem Austausch durch das wöchentliche „Quartiercafé“ und andere regelmässig stattfindende Kulturevents ein.

Die Mehrheit der Bewohner des Quimby Huus(10 von 12) sind auf einen Elektro-Rollstuhl wie im Beispiel nebenan angewiesen um sich in und ausserhalb des Hauses fort zu bewegen. Die Rollstühle werden grundsätzlich durch zwei 12 Volt Akkubatterien betrieben, welche im Schnitt jede zweite Nacht für mindestens 6 Stunden am Stromnetz geladen werden müssen. Ein E-Rollstuhl verbraucht zwischen 200-300 kWh/Jahr.

Die Bewohner Severin Bischof und Eduard Schweizer beispielsweise haben sich sehr positiv über dieses Projekt geäussert und finden die Idee mit Sonnenenergie Rollstuhl zu fahren spannend. Die ausschliesslich positiven Rückmeldungen haben mich (den Autor dieses Textes) im weiterverfolgen des Projektes bestärkt. Gabriela Kasper-Dudli, die Institutionsleiterin, empfindet dieses Projekt als eine gute Gelegenheit teilweise auf Sonnenenergie umzustellen um damit der Umwelt einen Gefallen zu erweisen und an die nächsten Generationen zu denken. Nach Absprache mit dem Geschäftsführer des OVWB, gibt sie grünes Licht für dieses Projekt. Und seit dieser Woche produziert die Anlage nun die ersten Kilowattstunden Strom für die E-Rollstühle.

Text: Sandro Buff, Bewohner Quimby Huus

^^^ Zur Homepage Solarmedia

Montag, 5. Juli 2010

Solarwandern zur Migros

Als neuer Eingangsbereich des Migros-Herdern-Hochhauses der Genossenschaft in Zürich ist ein allein stehender Glaskubus entstanden, welcher auf dem Niveau 1. Obergeschoss mit einer Passarellen-Verbindung zum bestehenden Hochhaus-bereich erstellt wurde. Ein weiterer Kubus auf dem Parkdeck ergänzt die Anlage.



Das fassadenintegrierte Solarkraftwerk (BIPV) ist mit einer Leistung von 38 kWp und einem jährlich prognostizierten Energieertrag von ca. 19'000 kWh/a ein zukunftsweisendes Vorzeigebeispiel in einem städtebaulich sensiblen Umfeld. Mit dem zweiten um 90° Grad nach Osten gedrehten Glaskubus, welcher die Erschliessung des Parkdeckes darstellt (siehe Fassade im Bild links, im Hintergrund die neuen Hochhäuser in Zürich West - Bild: Guntram Rehsche), wurde die Architektur kompromisslos weiter gezogen. Beide Glaskuben wurden im Bereich der betonierten Fassadenpartien der Gesamtfassade (ca. 40%) mit einer vorgehängten transluziden Solarfassade gestaltet.

Es kamen beiderorts kundenspezifische Solarmodule (Glas-Glas-Module) zum Einsatz. Die Solarmodule sind aus gestalterischen Gründen mit blauen polykristallinen Solarzellen ausgestattet. Die Solarmodule sind transluzid, zwischen des Zellabständen sieht man auf die dahinterliegende Fassade. Es kamen über 20 verschiedene Solarmodule zum Einsatz, um ein optimales Erscheinungsbild zu ermöglichen.

Der prognostizierte mittlere solar erzeugte Stromertrag beträgt gemittelt 500 kWh/kWp/a. Weitere Kennwerte sind gemäss Erstellerangaben:
· Art des Solarkraftwerkes: vollständig fassadenintegriertes Solarkraftwerk (BIPV=Building integrated Photovoltaic)
· Installierte Leistung: Haupteingang: 23 kWp, Erschliessung Parkdeck: 15 kWp
· Prognostizierter Energieertrag: Haupteingang: 12000 kWh/Jahr, ErschliessungParkdeck: 7000 kWh/Jahr
· Solarmodul-Technologie: Glas-Gals-Module mit blauen polykristallinen Solarzellen
· Installation Solarmodule: Haupteingang: Ost-, Süd-, Westfassade, Erschliessung Parkdeck: Nord-, Ost-, Südfassade
· Neigung Solarmodule: 90°
· Energierückzahlzeit: 4 Jahre
· Genutzte Dachfläche: betonierte Fassadenpartien, ca. 40% der gesamten Fassade

Die Migros hat bereits mit anderen Solarprojekten ihr Engagement in diesem Bereich der Stromerzeugung belegt, etwa mit dem Dach des Einkaufscenters Länderpark Stans, wo die Genossenschaft Migros Luzern zusammen mit dem Elektrizitätswerk Nidwalden die grösste Solarstromanlage der Zentralschweiz mit einer installierten Leistung von 567 kWp realisierte (siehe Solarmedia vom 11. Mai 2010).

© Solarmedia
/ Quelle: energiebüro

Mittwoch, 7. April 2010

Jungfernflug Solar Impulse

Heute hat das Solarflugzeug Solar Impulse von Bertrand Piccard erstmals abgehoben. Erleben Sie das Ereignis hier live - aber ehrlich, der Berichterstatter sass auch nur am Radio und verfolgte zahlreiche Liveschaltungen im Internet.

12h: Just zur Mittagszeit ist das Flugzeug sicher auf dem Flugplatz Payerne gelandet und hat damit den Erstflug erfolgreich absolviert. Die letzten Flugphasen brachten noch einen vermeintlichen Schrecken, als die Propeller aussetzten - doch war auch das geplant. Die Maschine rollte schliesslich auf der Piste aus und stoppte erneut die Motoren. Der Jungfernflug ist geschafft. An der folgenden Pressekonferenz wurde klar, dass die Weltumrundung nicht vor dem Jahre 2013 absolviert werden wird.

11.15h: Als «wunderbares» Ereignis hat der Reporter von Radio DRS I soeben den Jungfernflug des Solar Impulse geschildert (Bild Reuters). Mit lediglich rund 35 Stundenkilometern rauschte das Fluggerät vor Hunderten von ZuschauerInnen vorbei, bevor es erstmals so richtig abhob (ein Hüpferflug mit rund einem Meter Abheben hatte bereits früher statt gefunden). Aber auch der heutige Flug, der mehr als eine Stunde dauern soll, ist nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum grossen Ziel, einer solargetriebenen Weltumrundung im Jahre 2012. Vorher sollen noch ein Atlantikflug und eine Überquerung der USA die Flugtauglichkeit beweisen.

11.00h: Nun ist das Flugzeug gestartet, hält sich in der Luft und dreht seine ersten Runden. Erstaunlich ist der Motorenlärm, den das Propellerflugzeug erzeugt - was sich im Nachhinein als Fehlinfo erwies, der Lärm stammt offenbar von einem Begleithelikopter. Das Solarflugzeug selbst fliegt gemäss anderen Augenzeugen völlig geräuschlos, trotz Propellern. Ein Video des Starts steht auf der Website des Tages-Anzeigers zur Verfügung. Der Flug soll voraussichtlich eineinhalb Stunden dauern und bis auf maximal 1500 Meter Höhe gehen.

10.49h: Leider nichts Neues vom Flugfeld. Meine Quelle befasst sich derzeit mit Verkehrsbussen - das kann mit einem solaren Flugbetrieb später mal ja auch ein Problem werden... vorläufig warten wir also geduldig auf den Erstflug.

10.05h: Bisher nichts Neues vom Flugfeld, hingegen hat das Projekt einen weiteren prominenten Partner erhalten, wie das Webportal nachhaltigkeit.org meldet: Bayer MaterialScience ist demnach neu offizieller Partner des Projekts. Dessen Initianten Bertrand Piccard und André Borschberg entwickeln das erste bemannte Flugzeug, das Tag und Nacht ohne Treibstoff fliegen kann und ausschließlich von Sonnenenergie angetrieben die Welt umrunden soll. Dank modernster Technologien ist ein Prototyp des Flugzeugs mit der Spannweite eines großen Verkehrsflugzeugs (63,40 Meter) nicht schwerer als ein Mittelklassewagen (1.600 Kilogramm). 12.000 Solarzellen auf der Oberfläche des Flugzeugs treiben vier elektrische Motoren an. Die Sonnenenergie für die Nacht wird in Lithium-Batterien gespeichert, die insgesamt 400 Kilogramm wiegen.

09.40h h: Nach dem Ballonflug mit Weltumrundung vor einem Jahrzehnt nun also das Projekt mit dem Solarflugzeug im Leichtbau mit 12'000 Solarzellen: «Wie ein Gleiten durch grosse Wellen sollte das Fliegen sein», so der Flug- und Solarpionier Bertrand Piccard (siehe Bild) in einer persönlichen Stellungnahme.

09.30 h: Die Wetterprognosen sind nicht schlecht. Allerdings ist in der Westschweiz nicht mit solch strahlendem Sonnenschein wie im restlichen Land zu rechnen. Der Prognostiker empfiehlt, die Flugroute entsprechend auszurichten, also richtung Bern / Zürich zu steuern. Nur wie kommt das Fluggerät dann zurück?

© Solarmedia

Freitag, 30. Oktober 2009

Zürich: Relativer Erfolg

Die Stadtzürcher Solarstrombörse ist erfolgreich unterwegs. 105 neue Photovoltaik-Anlagen wurden 2009 realisiert. Doch ein Blick nordwärts (nicht südwärts!) zeigt, wie relativ solche Erfolge sind.

Die Zürcher Presse ist heute voll des Lobes über den Erfolg der Solarstrombörse des Elektrizitätswerks (EWZ). Vor 13 Jahren eingeführt, entfaltet dieser Mechanismus eine für Schweizer Verhältnisse zumindest durchaus beachtliche Wirkung. Wobei der Vorgang einfach ist: Das EWZ kauf Solarstrom-ProduzentInnen aus der ganzen Schweiz (und nicht etwa nur aus Zürich) den Strom zu einem kostendeckenden Preis ab. Es verkauft diesen dann, nach eigenen Angaben ohne einen weiteren Aufschlag etwa fürs Marketing, seinen StromkundInnen.

Eine der ersten (und noch kleinen) Solarstromanlagen, deren Strom an die Kundschaft des EWZ via Solarstrombörse gelangt - das Getreidesilo beim Dammweg/Limmatstrasse unweit des Zürcher Escher-Wysss-Platzes (Bild: Guntram Rehsche)



Weil sich die Stromkundschaft von gegenüber den herkömmlichen Strompreisen noch um rund das Vierfache höheren Preisen nicht abschrecken lässt, musste das EWZ bereits neun Bieterrunden durchführen. Anlässlich der neuesten gaben über 300 ProduzentInnen ein, 105 fanden Unterschlupf beim EWZ. Und sorgten fast für eine Verdoppelung auf nunmehr 11,5 Megawatt Peak Leistung aller 268 Anlagen. Berücksichtigung fanden solche zu einem Durchschnittspreis von 58 Rappen. Was erlauben wird, den der Kundschaft verrechneten Preis von derzeit 75 nach Solarmedia-Schätzungen auf rund 68 Rappen zu senken.

So weit so gut – doch der Blick über die Grenze zeigt, dass sich solche Erfolge trotz allem als bescheiden ausnehmen. So meldet zufälligerweise ebenfalls heute die EuPD Research (Bonn) in einer Pressemitteilung, dass im vergangenen Jahr in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1650 Megawatt (MWp) neu installiert wurden. Da nehmen sich die fünf (also rund 300mal weniger!) beim erfolgreichsten Schweizer Stromunternehmen installierten MWp doch sehr bescheiden aus. Der deutsche Photovoltaik-Zubau eines Jahres hingegen entspricht in etwa der Leistung zweier konventioneller Kohlekraftwerke. Angesichts dieser Zahlen und eines Branchenumsatzes von zuletzt 9,5 Milliarden Euro markiere 2008 das bislang erfolgreichste Jahr der deutschen Photovoltaik-Branche.

Und die Gesamtzahlen für Deutschland lassen einen nochmals schwindlig werden: Die kumulierte PV-Leistung in Bayern ist mit 2114 MWp rund doppelt so hoch wie beim Zweitplazierten Baden-Württemberg und entspricht etwa der Leistung von zwei herkömmlichen Atomkraftwerken (für die Schweiz total etwa 35 MWp). Insgesamt wurden mit dem Einsatz von Photovoltaikanlagen bereits bis 2008 deutschlandweit 8.530.671 Tonnen CO2 eingespart, rechnet EuPD Research vor.

Die Deutschen kaufen im großen Stil Solaranlagen, das stellt auch Spiegel Online fest. Trotz Wirtschaftskrise wurden in den vergangenen zwölf Monaten Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 2340 Megawatt installiert. Damit sei der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgehaltene Schwellenwert von 1500 Megawatt deutlich überschritten worden, sagte Behörden-Chef Matthias Kurth am Freitag in Bonn. Ab diesem Schwellenwert greift eine automatische Regelung aus dem EEG: Ab kommendem Jahr sinkt die Vergütung für Solarstrom um einen Prozentpunkt stärker als ursprünglich vorgesehen. Für Standardanlagen bis zu 100 Kilowatt schrumpft der Zuschuss von derzeit 43 Cent damit um neun Prozent, für Großanlagen sogar um elf Prozent.

© Solarmedia / Quellen: EuPD Research / Spiegel Online

Sonntag, 27. September 2009

Solarelektrizität funktioniert

Vorurteile und Missverständnisse rund um die direkte Nutzung der Sonnenkraft sind immer noch zahlreich. Doch die Sonne taugt zur Stromerzeugung, wie immer mehr Beispiele auch in der Landwirtschaft zeigen.

Gossau im Kanton St.Gallen an einem leicht nebligen Wochenendnachmittag: Eine muntere Schar von Interessierten ist auf Initiative der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) und der Solarbauern Schweiz zu Gast bei der Bauernfamilie Lehner im Ortsteil Albertswil (siehe Bild). Was sie vorzeigt, überzeugt auf Anhieb. Denn selbst bei diesigem Wetter läuft die 34-Kilowatt-Anlage anstandslos, mit geringerem Ertrag als bei Sonnenschein, aber immerhin. Immerhin deshalb, weil die Anlage Ende September bereits den erwarteten Jahresertrag erreicht hat (30'000 Kilowattstunden – ausreichend für den Stromverbrauch von gut acht Haushalten). Und damit die Betriebsrechnung noch besser als erwartet ausfällt.

Landwirte können – anders als sonstige BetreiberInnen von photovoltaischen Solaranlagen – neben der kostendeckenden Einspeisevergütung auf einen zusätzlichen Stiumulus zählen. Zinslose Kredite aus der Investitionshilfe für die Verbesserung der Infrastruktur führen zu einem zählbaren Ertrag. Im Kanton St.Gallen sieht das nach Auskunft von Seline Heim-Keller von der landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft so aus: Der Ertragswert eines Betriebs gilt aus Ausgangspunkt – und wird bis zu 80 Prozent mit einem Investitonskredit belehnt – 30 Prozent dieser Summe können im besten Fall für eine Solaranlage gesprochen werden. Das Darlehen ist zwar rückzahlbar (in 15 bis 20 Jahren). Gekoppelt mit der Einspeisevergütung des Bundes (KEV), die im Falle des Lehner-Hofs anstandslos gesprochen wurde, fällt für den Betrieb eine ansehnliche Rendite an. Eine Rendite, die allerdings nicht in erster Linie finanzieller Natur ist, sondern vor allem der Umwelt, dem Klima und damit uns allen zugute kommt. Denn Solarstrom ist weitgehend CO2-frei und damit ein substantieller Beitrag zur Lösung des Klimaproblems.

Ach ja, da wären noch die übrigen Missverständnisse und Vorurteile: Widerlegt sind mit dem Beispiel der Land- und Energiewirte Lehner unter anderem, dass Solarstrom zu teuer sei, sich energetisch nicht auszahle, die Technologie noch ungenügend entwickelt und die Allgemeinheit zu sehr belaste. Oder auch, dass sie nur einen Bruchteil der Stromversorgung ermögliche und die Landschaft zugepflastert werden müsse. Schliesslich: Die Sonne sei doch besser im Süden, aber ja nicht hierzulande anzuzapfen.

Vielmehr gilt, was unter anderem immer mehr LandwirtInnen erkennen : Die Sonne scheint überall – und wie es Franz Alt, der deutsche Journalist und Betreiber der Website www.sonnenseite.com zu formulieren pflegt: «Die Sonne schickt uns keine Rechnung.»

© Solarmedia

Samstag, 15. August 2009

Berlin hat ein Solarschiff

Klimafreundliche Solarmobilität jetzt also auch auf dem Fluss, noch bevor die Weltmeere durch den CH-Katamaran Planetsolar erorbert werden (siehe Artikel vom 14.August 2009).

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und SolarWaterWorld tauften das erste solare Fahrgastschiff der deutschen Hauptstadt. Es ist damit auch das erste solare Groß-Fahrgastschiff der Hauptstadt. Namensgeber ist das Berliner Solarunternehmen, dass auch die 24 Solarmodule lieferte, die das Schiff mit Energie für den Antrieb versorgen. Die Aktion setzt gemäss Pressemitteilung ein Signal für den Ausbau der klimafreundlichen Mobilität durch Solarstrom.

Die Solarmodule auf dem Dach des Bootes sorgen mit 5,6 kWp Leistung für die nötige Antriebsenergie. Die SolarWaterWorld AG als Hersteller und Betreiber der "SOLON" bedient zugleich die weltweit erste Solartankstelle für Solarboote in Berlin-Köpenick (siehe Bild) und hat mehr als 17 Jahre Erfahrung im Bereich Forschung und Entwicklung der Solarschifffahrt. "Solarmobilität gehört die Zukunft, ob auf der Straße, der Schiene oder zu Wasser und SOLON ist ein starker Treiber dieser Entwicklung", sagte Thomas Krupke, CEO der SOLON SE anlässlich der Taufe.

Der Solarkatamaran C60 bietet bis zu 60 Passagieren Platz und wird als solares Fahrgastschiff auf Berlins Gewässern für Stadtrundfahrten und Cruise-Touren unterwegs sein. Das Schiff setzt damit ein sichtbares Zeichen, die emissionsfreie Mobilität auch in der Binnenschifffahrt voranzutreiben. Mit einem Prototyp dieser Baureihe wurde 2006/2007 bereits die erste Atlantiküberquerung nach New York unternommen (damals mit CH-Besatzung). Die SolarWaterWorld baut und vertreibt das C60 in Serie und liefert weltweit.

Quelle: Solarwaterworld

Sonntag, 24. Mai 2009

Solarwanderer: Österreich, du hast es besser!

Für einmal war der Solarwanderer nur mit dem Zug unterwegs, die Wanderug über hunderte von Kilometern sei für einen späteren Zeitpunkt aufgespart. Anlass für eine Reise von Zürich nach Salzburg bildete der Vortrag von Frances Moore Lappé, einer engagierten Globalisierungskritikerin aus einer Zeit, zu der der Begriff Globalisierung die Debatte noch gar nicht beherrschte. Doch davon später.

Die Zugreise ist wohl eine der schönsten Bergstrecken, die das weltweite Eisenbahnnetz überhaupt bietet. Und sie bietet auch Anschauungsmaterial, wo die beiden Länder Schweiz und Österreich bezüglich der Solarförderung stehen. Anders als beim Fussball oder Skisport, wo die kleinere Schweiz unlängst die Nase vorne hatte, trocknen die Österreicher in Bezug auf Alternativenergien und auch auf die Photovoltaik ihre westlichen Nachbarn locker ab.

Ungerechte Wertung vielleicht: die Zugreise startet von Zürich in die Ostschweiz, einer Region, die sich bei der Förderung der Solarenergie im schweizweiten Vergleich noch kaum einen Namen gemacht hat. Westwärts sähe es da ja besser aus. Aber die Reise bis nach Buchs zeigt nur einzelne Sonnenkollektoren, montiert auf Einfamilienhäusern und gelegentlich grösseren Gebäuden zur Gewinnung von Warmwasser und damit auch von Heizenergie. Die photovoltaisiche Stromgewinnung ist kaum vertreten - was besonders enttäuscht angesichts der vielen Neubauten entlang des Zürichsees und auch in der schwyzerischen March-Gegend.

Buchs zeigt vom Zug aus ein Industriegebäude, sonst bleibt der Grenzbahnhof durch seine Öde in Erinnerung, die einzig den Gedanken aufkommen lässt, hier wäre doch eigentlich viel Platz für solare Anlagen aller Art. Dann die Überfahrt nach Österreich, der Zug fährt jetzt in umgekehrter Richtung, aus der Rückwärts- wird eine Vorwärtsfahrt, die sofort den Unterschied zur Schweiz klar macht. Hier hat es auf sehr vielen kleinen Gebäuden Solaranlagen, von Ferne geschätzt wohl auch einige gemischte, die sowohl Solarkollektoren wie auch Module für die Stromgewinnung vereinen. Später dann, vor und nach Innsbruck beeindrucken vor allem jene Häuser, deren Dächer vollumfänglich mit Solaranlagen belegt sind - die Nutzungsmöglichkeiten also voll ausgeschöpft werden.

Diskussionen in Salzburg zeigen dann: Auch in der kaiserlich-königlichen Rot-Weiss-Rot-Nation ist nicht alles solar, was glänzt. So hat die österreichische Politik unlängst die kostendeckende Einspeisevergütung für Erneuerbare Energien stark zurück gefahren. Und setzt jetzt wieder vermehrt auf Wasserkraft. Was nichts daran ändert, dass das Land in Bezug auf die Nutzung der Solarenergie zwar hinter Bayern, aber sonst europaweit derzeit an der Spitze steht. Ach ja, und was meinte Frances Moore Lappé? Sie präsentierte ihr neues Buch «Packen wir's an» und gab damit eine Handlungsanweisung für eine lebendige Demokratie, die sich gerade auch für den Kampf zugunsten der Erneuerbaren Energien bestens eignet. Und ist im Übrigen mit ihrer Website Smallplanet sehr präsent.

Copyright Solarmedia

Freitag, 17. April 2009

Solarwanderer unterwegs

Die erste Etappe einer Wanderung ist stets die Überlegung, wohin es denn gehen und auf welche Art die Wanderung ablaufen soll. So folgen hier erste Gedanken, wie das separate Projekt Solarwandern zu verwirklichen ist. Zugegeben: Originell ist die Idee im Grundsatz nicht. Aber während andere wie Stefan Hohler (52 Wochen wandern) oder Emil Zopfi (Rund um den Walensee) oder Thomas Widmer (Unterwegs in der Schweiz) Beizen, Routen und Landschaftsschönheiten erkunden, mache ich mich auf die Socken, um grössere und vor allem kleinere Solarprojekte zu finden, immer auch verbunden mit einer Wanderung, die nachvollziehbar und für Alle leistbar ist. Aber die vor allem die rasche Hinwendung der Schweiz zu einer solaren Gesellschaft dokumentieren wird.

Versuchsbalon war eine Wanderung im aargauischen Wynental, die mich teils der Strasse entlang von Zetzwil nach Teufenthal führte, dann noch weiter zu Schloss Liebegg. Unterwegs Gebäude einer grossen sozialen Institution, die sich sehr wohl für PV eignen würde – was für das ganze offene Tal mit Südexposition gilt. Danach verschiedenen Einfamilienhäuser, die in unterschiedlicher Form offenbar bereits Solarenergie nutzen – sowohl zur Strom- wie zur Wäremerzeugung. Mich nimmt Wunder, ob die das einfach um der Sache willen machen oder ob sie im AKW-Kanton doch auch in irgendeiner Form Unterstützung erfahren. Nichts mit Sonnenenergienutzung hat schliesslich das Schloss Liebegg zu tun, direkt neben der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt. Aber wunderbar ist es trotzdem, ein Ort für eine Rückkehr und für rauschende Feste! Neben Schloss Liebegg ist auch die Trostburg in Teufenthal interessant, aber leider nicht zugänglich, da privat....

Ausführlichere Beschreibungen, Karten und eigene Fotos sollen eine Rosine des Blogs Solarmedia werden, aber auch zum Weiterverkauf an herkömmliche Printmedien dienen. Der Abdruck der Texte ist mit dem Autor via Mailverkehr zu regeln.

© Solarmedia