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Sonntag, 16. August 2026

Solar am Sonntag - Work in Progress

Nach Ferien und sonnigen wie heissen Zeiten ein Überblick zur weiterhin berauschenden Aktualität im Solarbereich, im Weltmasstab berauschend, obwohl der Anlagenbau 2026 wie schon im letzten Jahr in der Schweiz und auch in Deutschland rückläufig ist. Das sollten Sie sich merken - einen Schwall von Abkürzungen: AgriPV.  AquaPV, RailPV, BI-PV, BESS, SSP usw. Trotz anhaltender Hitze ein paar Überlegungen von Solarmedia-Autor, Guntram Rehsche.

Auch wenn man aufgrund der Verhältnisse derzeit von einer Baisse im Solar-Markt oder in der Solar-Wirtschaft sprechen muss, geht es trotz allem munter voran (und die Verhältnisse sind je nach Marktsegment unterschiedlich). Deutlich springt etwa ins Auge, dass in Deutschland die Auf-Dachanlagen zwar einen Einbruch verzeichnen, hingegen im Freilandbereich das starke Wachstum anhält. In Deutschland schwebt allerdings über allem die Ungewissheit, wie die neue Gesetzgebung (über welche derzeit das Bundesparlament berät), schliesslich umgesetzt und der Markt der Erneuerbaren insgesamt benachteiligt wird.

Doch zu den eingangs  erwähnten Stichworten / Abkürzungen: Vielversprechend ist gemäss Solarmedia die Agri-Photovoltaik, die sich in verschiedenen europäischen Staaten guter Rahmenbedingungen erfreut. Leider ganz im Gegenteil zur Schweiz. Hier gilt nach wie vor eine Bewilligungpflicht, die einschränkend wirkt, und die im Grundsatz Agri-PV verhindert oder nur ermöglicht, wenn sowohl landwirtschaftliche Ertragssteigerung wie positive Solarwerte erreicht werden. Nur eines der beiden genügt nicht, aber bereits eine Erfüllung genügte um AGI-PV wirtschaftlich anzuwenden. Auch hier wieder einmal sind es leider landwirtschaftliche Kreise, die ähnlich wie in der Klimapolitik fortschrittliche Lösungen verhindern.

Sodann die Rail-PV: wieder einmal ist die Schweiz unter den Vorreiter*innen, denn hier wurde eine Anlage mit Modulen zwischen den Schienen Ölîu erfolgreich getestet und ist eine Schweizer Firma zuvor, dass bei der Entwicklung dabei. Da kann man mal nur hoffen, dass es auch dabei bleibt.

Des Weiteren BPV: Fassaden integrierte Fotovoltaik Klammer Bild in Klammer hat nun mal diese unsägliche Abkürzung, ist aber eigentlich eine einfache Sache. Module gehören auch an die Fassaden. Vor allem im Winter ist die senkrechte Aufstände wegen der dauernd tiefstehenden Sonne nur von Vorteil. Und es gibt ja auch schon längst bewährte Anlagen, zu erinnern sei etwa an die Fassade der Gebäude auf dem Jungfraujoch….

Schliesslich nochmals ein Zungenbrecher: BESS steht für ….

Es gibt auf wahrlich vielversprechende verschiedenartige Lösungen um dem Solar Markt wieder neue Impulse zu leihen, denn, das soll nie vergessen sein, das Ziel ist ein radikaler Ausbau in dieser Solar Wirtschaft und ein Anteil von Solarstrom an der Gesamtstromversorgung von rund der Hälfte. Dann kann auch Atomstrom ersetzt werden und der Rest besorgt das Wasser sowie weitere Quellen erneuerbaren Stromes, wie etwa Bioenergie aus Abfällen, etc. oder im beschränkten Mass Geothermie und weiter.

Auch zu erwähnen sind im Anschluss an den Beitrag vom… Der technologisch absolut zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt. Denn zu allen grossen Stossrichtungen kommen viele kleinere hinzu, die das Ganze abrunden und 100 % erneuerbar. Auf der Basis einer Waid verbreiteten Solar Wirtschaft erst ermöglichen.

Quelle / Copyright: Solarmedia

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Samstag, 4. Juli 2026

Solarstrom europaweit auf dem Vormarsch

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland – dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt – lag im ersten Halbjahr 2026 bei 61,8 Prozent. Die Windkraft konnte ihre Erzeugung gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent steigern, die Erzeugung aus Photovoltaik erreichte mit 43,2 Terawattstunden einen neuen Rekord. Die starke Erzeugung aus erneuerbaren Quellen sorgte dafür, dass sich der Strompreis im Frühjahr vom durch den Irankrieg gestiegenen Gaspreis weitgehend entkoppeln konnte. Das geht aus einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE auf Basis der Datenplattform energy-charts.info hervor.

© Fraunhofer ISE/energy-charts.info
Die öffentliche Nettostromerzeugung aus Photovoltaik war in der EU im ersten Halbjahr 2026 auf Rekordniveau.

Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 legt die Erzeugung aus Windkraftanlagen zu: bei den Offhore-Anlagen von 11,4 TWh auf den neuen Rekordwert von 14,6 TWh, Onshore von 48,7 TWh auf 52,8 TWh. Die Windkraft steigerte damit ihren Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung von 28,8 auf 30 Prozent. Die Netzeinspeisung aus Photovoltaik lag mit 43,2 TWh um zehn Prozent höher als im Vorjahr (39,3 TWh) und erreichte damit ein Allzeithoch. Auch EU-weit war die Einspeisung aus Photovoltaik auf Rekordniveau und ist seit 2015 um 254 Prozent gestiegen. Leicht rückläufig war dagegen die Erzeugung aus Wasserkraft (7,8 TWh nach 8,1 in 2025), die auf dem niedrigsten Stand seit 2015 lag. Auch die Netzeinspeisung aus Biomasse ging leicht zurück (17,9 TWh nach 18,3 in 2025). Die Erzeugung aus den fossilen Energieträgern Erdgas, Braun- und Steinkohle stieg gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 78,6 TWh. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung lag mit 61,8 Prozent auf einem ähnlichen Niveau wie im ersten Halbjahr 2025 (61,3 Prozent). Der Anteil erneuerbarer Energien an der Last (diese umfasst den Stromverbrauch und die Verluste bei der Stromübertragung) stieg von 55 auf 58,5 Prozent und erreichte damit einen neuen Rekord. 

Die starke Erzeugung von Wind und Photovoltaik führt zu immer mehr Stunden, an denen der Day-Ahead Börsenstrompreis negativ ist. Im ersten Halbjahr 2026 sind sehr viele Stunden nahe null Euro pro Megawattstunde aufgetreten, da immer mehr Anlagen in der Direktvermarktung keine Förderung bei negativen Börsenstrompreisen erhalten. Daher regeln sie bei Börsenstrompreisen knapp unter oder bei null Euro ab. Die Erzeugungsspitzen und die Lastkurven zeigen den Bedarf an untertägiger Speicherung sowie Flexibilitäten auf. Zwar stieg die Kapazität der Stromspeicher im ersten Halbjahr von 25,4 auf 29,6 GWh – damit wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres bereits mehr große Batteriespeicher in Betrieb genommen als im gesamten Vorjahr. Es verbleibt aber noch eine deutliche »Speicherlücke«, um eine Verschiebung von Überschussstrom in die Stunden schwacher Erzeugung zu ermöglichen. Der Ausbau der Batterien für die untertägige Speicherung könnte negative Börsenstrompreise tagsüber und Preispeaks in den Abendstunden verringern. Die Hitzeperiode im Juni, die zu erhöhtem Strombedarf für Kühlung bei gleichzeitig gedrosselter Leistung von konventionellen Kraftwerken führte, hatte besonders starke Preisausschläge in den Abendstunden zur Folge.  

Dank der starken Erzeugung aus erneuerbaren Quellen wurden im ersten Halbjahr im Saldo nur 1,3 TWh Strom importiert (1. HJ 2025: 9,6 TWh). Die Importe kamen aus Dänemark (8 TWh), den Niederlanden (5,3 TWh), Frankreich (5,1 TWh), Belgien (3,1 TWh) und Norwegen (2,9 TWh). Exportiert wurde nach Österreich (5,7 TWh), Dänemark (5,5 TWh), in die Niederlande (4,8 TWh), nach Tschechien (3,3TWh) und Polen (2,9 TWh).

Photovoltaik-Erzeugungsleistung steigt um 7 GW – Wirtschaftlichkeit kleiner Dachanlagen gefährdet

Im ersten Halbjahr 2026 wurden 2,1 Gigawattpeak Photovoltaik-Gebäudeanlagen mit einer Leistung bis 30 Kilowattpeak neu installiert. Bei den Gebäudeanlagen im Segment bis 1000 Kilowattpeak kamen 1,1 GWp neu hinzu. Freiflächenanlagen trugen mit 3,6 GWp am stärksten zum Zubau bei. Insgesamt stieg die installierte Modulleistung von 117,9 GWp auf 124,8 GWp* (DC). Die installierte Wechselrichterleistung stieg von 107,7 auf 113,8 GW. Nach einer gemeinsamen Analyse von Agora Energiewende und Fraunhofer ISE könnten die derzeit diskutierten Änderungen im Rahmen der EEG-Novelle dazu führen, dass sich insbesondere kleinere PV-Dachanlagen unter den heutigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich schlechter darstellen. Dies könnte Anreize schaffen, Anlagen kleiner auszulegen oder verfügbare Dachflächen nicht vollständig zu belegen.

Strompreise entkoppeln sich weitgehend von Gaspreisen

Beim Vergleich der Strom- und Gaspreise zeigen sich die Auswirkungen des Iran-Kriegs, der am 28. Februar begann: Der Erdgaspreis stieg von Februar auf März um 48 Prozent (von 35,61 Euro/MWh auf 52,71 Euro/MWh). Nach Kriegsbeginn stiegen damit die Grenzkosten der Stromerzeugung aus Erdgas, die sich aus den Kosten für Gas und für die CO2-Emissionszertifikate zusammensetzen, um 39 Prozent auf 132,87 Euro pro MWh. Hätten die Gaskraftwerke nach dem Merit-Order-Prinzip den Strompreis bestimmt, wären die Stromkosten entsprechend deutlich gestiegen. Der Börsenstrompreis sank dagegen nach Kriegsbeginn auf 95,58 Euro/MWh, da die erneuerbaren Energien ab März mit ihren günstigen Gestehungskosten die Preise drückten. Im April sank er nochmals deutlich um 27,7 Prozent, während der Erdgaspreis nur um 12,6 Prozent nachgab. »Hätten die erneuerbaren Energien nicht so stark zur Stromerzeugung beigetragen, wäre der Börsenstrompreis im April 76 Prozent höher gewesen«, erklärt Energy-Charts-Projektleiter Leonhard Gandhi. 

Dienstag, 23. Juni 2026

Weltgrösste Solarmesse

 

The smarter E Europe 2026 hat am Dienstag auf dem voll belegten Gelände der Messe München ihre Tore geöffnet: Bis zum 25. Juni präsentieren rund 2.800 internationale Aussteller ihre Lösungen, Anwendungen und Geschäftsmodelle für eine erneuerbare Energieversorgung 24/7. Die Veranstalter erwarten in den kommenden drei Tagen über 100.000 Fachbesucher. 

Die Eröffnung fällt in eine Zeit historischer globaler Umbrüche: Geopolitische Krisen und volatile Rohstoffmärkte bedrohen die Stabilität ganzer Volkswirtschaften. Fossile Importabhängigkeiten gefährden die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und belasten staatliche Haushalte massiv. Das bewies bereits die fossile Energiekrise 2022/2023 schmerzhaft, als allein in Deutschland staatliche Entlastungspakete von 187 Milliarden Euro nötig waren. Vor diesem Hintergrund ist die Transformation des Energiesystems längst kein reines Klimaschutzprojekt mehr, sondern das fundamentale industrie-, sicherheits- und wirtschaftspolitische Modernisierungsprogramm. Die Erneuerbare Energiebranche tritt an, um diese Doppelkrise aus fossiler Abhängigkeit und Klimawandel zu lösen. Als verlässlicher Partner steht sie bereit, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit durch technologische Souveränität langfristig zu sichern. Das belegen die Veranstalter und eine neue wissenschaftliche Begleitstudie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE unmissverständlich: Eine lückenlose Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen funktioniert verlässlich rund um die Uhr, schützt Wirtschaft und Verbraucher vor Kostenrisiken und treibt das Wirtschaftswachstum an. Die Botschaft dieser Eröffnung ist klar: Die neue Energiewelt steht bereit, die Wirtschaftlichkeit ist erwiesen, die Branche geht selbstbewusst voran.

Von Solar und Speicher über E-Mobilität bis zur digitalen Netzinfrastruktur – die Branchen treten geschlossen auf und sprechen mit einer starken Stimme. Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH, ordnet diese Entwicklung ein: „Wind- und Solarenergie bilden längst die sichere Basis unseres Energiesystems. Auf The smarter E Europe beweisen wir ganz konkret, dass erneuerbare Energien uns 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche sicher versorgen. Damit schaffen wir ein resilienteres System, das geopolitische Risiken minimiert und die nationale Sicherheit nachhaltig stärkt."

 

Sicher und krisenfest: Versorgung rund um die Uhr weltweit garantieren

Die von den Veranstaltern beauftragte Studie „Kostenoptimale Transformation des deutschen Energiesystems bis 2045“ belegt diesen Pfad wissenschaftlich und liefert ein Modell für moderne Industrienationen am Beispiel von Deutschland. Dr. Charlotte Senkpiel, Senior Scientist am Fraunhofer ISE, entkräftet Bedenken zur Stabilität: „Unsere Daten belegen, dass das Energiesystem auch bei einer reinen Versorgung aus erneuerbaren Quellen verlässlich läuft. Sonne und Wind ergänzen sich ideal. Ein intelligenter Verbund aus Netzen, dezentralen Batteriespeichern, regelbaren Kraftwerken betrieben mit klimaneutralen Gasen und flexibler Nachfrage gleicht wetterbedingte Schwankungen lückenlos aus.“

 

Zudem erhöht der Umstieg die geopolitische Resilienz. Durch heimische Quellen sinkt der Importbedarf fossiler Brennstoffe, allein in Deutschland sind es um die 80 Prozent. Das schützt Volkswirtschaften vor extremen finanziellen Risiken, wie sie die europäische Energiekrise 2022/23 mit milliardenschweren staatlichen Hilfspaketen verdeutlichte. Millionen dezentrale Solaranlagen, Windparks und Batterien verringern außerdem das Risiko von gezielten Angriffen auf zentrale Großkraftwerke und stabilisieren die kritische Infrastruktur.

 

Wirtschaftlicher Nutzen: Wohlstand und stabile Preise

Der Umbau ist volkswirtschaftlich die rationalste Entscheidung. Dr. Christoph Kost, Abteilungsleiter Energiesystemanalyse am Fraunhofer ISE, erläutert die ökonomischen Vorteile: „Die Vermeidungskosten von knapp 210 Euro pro Tonne CO2 liegen weit unter den drohenden Klimafolgenkosten, die das Umweltbundesamt mit bis zu 880 Euro pro Tonne beziffert.“ Die transformationsbedingten Mehrkosten – ohne Berücksichtigung von Ersatzinvestitionen – belaufen sich im Vergleich zum heutigen System im Mittel über die nächsten 25 Jahre auf rund 54 Milliarden Euro pro Jahr oder kumuliert 1,3 Billionen Euro. Langfristig arbeitet das System jedoch dauerhaft kostenneutral. Durch Millionen dezentrale Akteure und eine sinkende Importabhängigkeit lassen sich volatile Rohstoffpreise sowie zukünftige Klimafolgenkosten effektiv abfangen. Das Ergebnis ist ein stabiles, kostengünstiges System.

 

Gleichzeitig belebt die Transformation den internationalen Arbeitsmarkt. Schon jetzt entfällt jede dritte Stellenausschreibung weltweit auf die Green Economy, was den Beschäftigungsabbau in alten Industrien deutlich übersteigt. Um diesen ökonomischen Nutzen voll auszuschöpfen, darf der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien nicht ins Stocken geraten. Erforderlich ist ein zügiges Vorankommen bei der gesamten Energieinfrastruktur, ohne politische oder regulatorische Ausbaulücken. Nur so lässt sich die Strombereitstellung realisieren, die sich durch die konsequente Elektrifizierung von Wärme, Verkehr und Industrie bis 2045 fast vervierfachen muss.

 

Das Highlight: Sonderschau „Renewables 24/7“ macht die Energiewende erlebbar

Was die Wissenschaft in Modellen berechnet, zeigt The smarter E Europe direkt vor Ort. Das absolute Highlight der diesjährigen Veranstaltung bildet deshalb die Sonderschau „Renewables 24/7“. Sie demonstriert das reale, intelligente Zusammenspiel von erneuerbarer Erzeugung, Speicherung, flexibler Energieinfrastruktur und digitalem Management. Fünf Kernattribute werden für das Fachpublikum greifbar: Zuverlässigkeit, Kostengünstigkeit, Wohlstandsförderung, Resilienz und Klimaneutralität. Ein breites Bündnis führender Branchenverbände trägt die Initiative der Sonderschau. Zu den Unterstützern zählen der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV), der Fachverband Biogas sowie VDMA Photovoltaics Equipment und VDMA Power Systems. International flankieren E-Mobility Europe, Energy Storage Europe, Smart Energy Europe (smartEn) und SolarPower Europe die Sonderschau. Als technologische Partner begleiten führende Unternehmen das Projekt, darunter CATL, Energy3000, Fenecon, FoxESS, GE Vernova, Maxsolar, Octopus Energy und die Siemens AG.

 

Jens Mohrmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, betont die Relevanz für das Fachpublikum: „Mit der Sonderschau überführen wir komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse in ein direkt erfahrbares Praxiserlebnis. Rund 2.800 Aussteller nutzen unsere Plattform, um zu beweisen, dass die saubere Energiezukunft schon heute real funktioniert. Wir bündeln die globale Innovationskraft und bieten den Raum, um Entscheider weltweit zu vernetzen.“

Vier Fachmessen treiben den globalen Wandel voran

Vom 23. bis 25. Juni bilden die vier Fachmessen – Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe – sowie die begleitenden Konferenzen und Messeforen das gesamte Spektrum des neuen Energiesystems ab. Die Branche zeigt sich handlungsbereit und international vernetzt. Um die verbleibenden Emissionslücken weltweit zu schließen, kommt es nun vor allem darauf an, wie schnell Politik und Gesellschaft die regulatorischen Rahmenbedingungen anpassen und das Umsetzungstempo steigern.

The smarter E Europe vereint als Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft vier Fachmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) und findet vom 23.–25. Juni 2026 auf der Messe München statt.

 

Weitere Informationen im Internet unter: www.TheSmarterE.de

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Freitag, 24. April 2026

Farbige Folien für Muster auf PV-Modulen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE ist es gelungen, farbige Folien mit transparenten Aussparungen zu versehen und so realistisch aussehende Motive auf Photovoltaikmodulen zu erzeugen. Auf diese Art können zum Beispiel Dachziegel imitiert werden. Die Folienschnittmuster nutzen die MorphoColor®-Technologie, eine Erfindung des Forschungsinstituts, bei der ein Farbeindruck erzeugt wird, ohne dass die Effizienz eines PV-Moduls nennenswert beeinträchtigt wird. Besucherinnen und Besucher der Messe The Smarter E / Intersolar 2026 können mit »ShadeCut« ausgestattete PV-Module am Stand A1.440 des Fraunhofer ISE besichtigen.

© Fraunhofer ISE/ Marco Ernst
Mit den Folienschnittmustern können zum Beispiel Dachziegel imitiert werden, ohne die Effizienz des PV-Moduls nennenswert zu beeinträchtigen.

»Durch gezielte Strukturierungen und Aussparungen auf einer farbgebenden Folie können wir Farbeffekte und komplexe Muster direkt in Solarmodule und Fassadenelemente integrieren«, erklärt Marco Ernst, Entwickler der »ShadeCut«-Technik und Wissenschaftler am Fraunhofer ISE. »Zusätzlich gibt es die Option weitere Schichten mit Aussparungen zu ergänzen, um Strukturen oder weitere Farben zu erzeugen.«

Die Technik kann auf allen gängigen Photovoltaik- und Solarthermie-Module angewandt werden, das gewünschte Muster wird in die Folien mit MorphoColor®-Beschichtung durch Laser- oder CAD-gesteuerte Prozesse geschnitten.

»Interessant ist die Technik für Module zur Integration in Fassaden, dachintegrierte PV oder auch an Geländern; insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden«, sagt Dr. Martin Heinrich, Gruppenleiter für Einkapselung und Integration von Photovoltaik am Fraunhofer ISE. »Module mit ShadeCut können wie Mauerwerk oder Dachziegel aussehen und sich farblich perfekt einpassen. Auch eine individuelle Gestaltung von PV-Anlagen zum Beispiel mit Logo-Schriftzug oder Mustern kann man damit umsetzen.«

© Fraunhofer ISE / Foto: Marco Ernst
Auch eine individuelle Gestaltung von PV-Anlagen zum Beispiel Schriftzügen oder Mustern macht ShadeCut möglich.

Die MorphoColor®-Technologie für die Farbe ist vom gleichnamigen Schmetterling inspiriert. Die 3D-photonischen Strukturen auf den Schmetterlingsflügeln erlauben einen intensiven und winkelstabilen Farbeindruck durch einen grundsätzlich verlustarmen Interferenzeffekt. Nach diesem biologischen Vorbild ist es einem Forschungsteam vom Fraunhofer ISE gelungen, eine ähnliche Oberflächenstruktur durch einen Vakuumprozess auf die Rückseite des Deckglases von Photovoltaikmodulen aufzubringen. 

Je nach Feinstruktur lassen sich so Deckgläser in verschiedenen Farben herstellen. Mittlerweile gelingt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dies auch auf Folie, als flexible Einbettungsfolie in Modulen oder als Rückseitenfolie. Unabhängige Messungen bestätigen, dass die farbigen PV-Module mit MorphoColor®-Beschichtung rund 95 Prozent der Leistung eines vergleichbaren unbeschichteten Moduls erbringen.

Sonntag, 28. Dezember 2025

2025 & 2026: Was sind das doch für Jahre!

Das ablaufende Jahr war energiepolitisch absolut revolutionär. Das sei im folgenden dargelegt. Aber auch das anstehende 2026 verspricht bezüglich der erneuerbaren Energien ein Andauern dieser Revolution (Trump hin oder her). Da genügt schon ein Blick auf die neuen Gesetze hierzulande. Aber so richtig ab geht die Post nicht in der Schweiz, sondern in vielen Staaten der Welt, wo man das gar nicht erwarten würde. Das gibt Anlass zu einem optimistischen Ausblick des Solarmedia-Autors Guntram Rehsche: Die Zukunft ist zu 100 % erneuerbar - und die Entwicklung geht schneller, als wir uns das vorzustellen wagen!

Beginnen wir im Kleinen und kommen dann zum wirklich bedeutenden Grossen: Ab dem 1. Januar müssen Netzbetreiber in der Schweiz den Strom aus erneuerbaren Energiequellen, der ins Netz eingespeist wird, zwingend vergüten. Dabei gelten gesetzlich festgelegte Mindestsätze. Sie sorgen dafür, dass die Entschädigung auch bei sehr tiefen Strompreisen nicht so tief fällt, dass die Betreiber von Solaranlagen keine Planungssicherheit in Bezug auf die Amortisation mehr hätten. Für grosse Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von mehr als 100 Kilowatt schafft der Bund zusätzliche Anreize, damit im Winter, wenn der Strom knapp ist, mehr vom knappen Gut produziert wird (siehe dazu: Bundesrat zur Teilrevision der Energieverordnung > hier). 

Wenn wir den Blick über die Grenzen schweifen lassen, so sprechen die Titel jener Bücher eine deutliche Sprache, die im Jahr 2025 zu Solar-Themen erschienen und allesamt eine Lektüre wert sind. Erwähnt seien: «Die Solare Weltrevolution» von Franz Alt, Michael Bukowski: „Deutsches Sonnenmärchen“, und unlängst erschienen „Here Comes the Sun“ von Bill McKibben (bisher nur auf Englisch). Sie alle drücken aus, was sich auch aus den Statistiken bereits ablesen lässt. Das Jahr 2025 war ein absolut sensationelles Jahr bezüglich des Zubaus von erneuerbaren Energien, insbesondere von Solaranlagen zur Erzeugung von Solarstrom (aber auch betreffs Windenergie).

THE NEXT TWO BIG THINGS oder zwei Ideen stechen hervor, die die Solar-Wirtschaft fundamental verändern. Agri-PV (statt Gewächshäusern, siehe Bild oben) sowie Bidirektionales Laden - alles unter dem Motto: Es ist unterdessen ja so einfach respektive technisch absolut lösbar! Selbst wenn nur ein geringer Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche gleichzeitig der Solarstrom-Produktion diente, ergibt sich ein unglaubliches, zusätzliches Potenzial, um solchen Strom zu erzeugen. Von den Möglichkeiten der Stromspeicherung in E-Fahrzeugen gar nicht zu sprechen. Sie öffnen vielerorts Wege, die effektive Lösung des Speicherproblems voran zu treiben - wenn auch nicht unbedingt in der Schweiz. Hingegen lässt aufhorchen,  was das deutsche Magazin DER SPIEGEL über die Wasserstoffwirtschaft zu berichten hat, dass nämlich die Träumerei von ebendieser geplatzt sei und die Energiekonzerne jetzt auf Batterie-Speicher- statt auf Gaslösungen setzen.

Nichtsdestotrotz: Das Wissenschaftsmagazin Science (herausgegeben von der American Association for the Advancement of Science) hat den weltweiten Boom erneuerbarer Energien zum „Breakthrough of the Year 2025“ (Durchbruch des Jahres 2025) gekürt. Dies wurde im Dezember 2025 verkündet und in zahlreichen Medienberichten aufgegriffen. Warum 2025 als Jahr des Durchbruchs gilt? Der Hauptgrund ist ein historischer Meilenstein: 2025 war das erste Jahr, in dem weltweit mehr Strom aus erneuerbaren Quellen (vor allem Solar- und Windenergie) erzeugt wurde als aus Kohle. Dies markiert einen Wendepunkt in der globalen Energiewende. Zu diesem Schluss kommt übrigens auch die künstliche Intelligenz von Elon Musk (Grok). Musk ist, bei aller sonstigen Spinnerei, ein absoluter Verfechter der Solarenergie und sagt dieser eine glänzende Zukunft vorher. Begründet ist das wie folgt:

  • Drastisch gesunkene Kosten für Solar- und Windtechnologien → in vielen Regionen günstiger als fossile Brennstoffe.
  • Treiber ist nicht mehr primär der Umweltschutz, sondern wirtschaftliches Eigeninteresse (niedrigere Kosten und höhere Energiesicherheit).
  • China spielt eine zentrale Rolle: Es dominiert die Produktion (z. B. 80 % der Solarzellen weltweit) und hat die Preise massiv gesenkt.
  • Der Wachstum der Erneuerbaren scheint „unstoppable“ (unaufhaltsam), mit Rekordzubauten und einer Nähe zum Peak der fossilen Emissionen.
Wer hat das deklariert? Science wählt jährlich den bedeutendsten wissenschaftlichen oder technologischen Durchbruch. Chefredakteur Holden Thorp betonte in dem Editorial, dass dieser Shift von fossilen zu erneuerbaren Energien ein entscheidender Fortschritt ist. Berichte von IEA, IRENA und BloombergNEF unterstreichen den Boom (z. B. Rekordzubau von über 585 GW im Vorjahr und Prognosen für weiteres Wachstum), aber die spezifische Deklaration als „Durchbruch des Jahres 2025“ stammt eindeutig von Science. Dieser Meilenstein zeigt, dass die Energiewende wirtschaftlich getrieben voranschreitet, trotz politischer Herausforderungen in manchen Ländern.

Lassen wir zum Schluss eine neue Zauberformel aufblitzen: Energiewende WW3S = Wasser Wind Solar Speichern Steuern. Es wird einem ganz schwindelig, ob der Entwicklungen rund um die Energiewende. Und erweitert gilt: 3W-E-3S, ergänzt also mit Wärmepumpe & E-Auto.

Und natürlich: Ein gutes neues Jahr! 

Text & Bild: Guntram Rehsche Solarmedia  

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Mittwoch, 12. November 2025

E-Autos und Wärmepumpen helfen, Energiewende umzusetzen


© Gemäss einem neuen Bericht könnten Wärmepumpen und E-Autos in Zukunft wichtige Flexibilitätslieferanten für das Schweizer Stromsystem sein. (Bild mit KI generiert: Lea Rüfenacht / ETH Zürich)

Flexible gesteuerte Wärmepumpen und Elektroautos könnten in Zukunft Stromimporte reduzieren und Strompreise senken. Das zeigt eine neue Studie eines Schweizer Forschungskonsortiums unter der Leitung der ETH Zürich.  

Elektroautos und Wärmepumpen könnten bei der Umsetzung der Schweizer Energiestrategie eine grosse Rolle spielen. Bis 2050 soll gemäss Bundesrat die Energieversorgung der Schweiz CO2-neutral sein. Wärmepumpen sollen Öl- und Gasheizungen, und Elektroautos allmählich Verbrennerfahrzeuge ersetzen. Dadurch steigt der Strombedarf deutlich an – von heute rund 56 Terawattstunden (TWh) auf rund 75 TWh pro Jahr bis 2050.

Ein neuer Bericht des Schweizer Forschungskonsortiums «PATHFNDR», das vom Schweizer Bundesamt für Energie im Rahmen des Programms «SWEET» gefördert wird, zeigt nun, dass Wärmepumpen und Elektroautos neben der Wasserkraft wichtige Flexibilitätslieferanten für das Schweizer Stromsystem im Jahr 2050 sein können. Christian Schaffner, Direktor des Energy Science Centers an der ETH Zürich und Co-Leiter des Projektes erklärt: «Beide Technologien stimmen den steigenden Stromverbrauch besser mit der Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen ab. Das entlastet das Stromnetz, verringert die Importe und senkt die Strompreise im Grosshandel – vor allem in den Wintermonaten.» 

Nur verbrauchen, wenn das Netz nicht ausgelastet ist: Diese Flexibilität zeigt sich im Alltag folgendermassen: Bei Aussentemperaturen von 0°C können sich intelligent gesteuerte Wärmepumpen in Gebäuden mit Minergie-Standard bis zu zehn Stunden abschalten, ohne dass die Raumtemperatur spürbar sinkt. Dadurch lässt sich vermeiden, dass zu viele Wärmepumpen gleichzeitig laufen und das Netz überlasten.  

Auch Elektroautos sind oft viel länger am Netz als für eine Vollladung nötig – zum Beispiel, wenn sie nach Feierabend in der Garage zum Laden angeschlossen werden. Dies erlaubt einen zeitlich optimierten Ladevorgang, der sich am Stromangebot orientiert. Besonders lohnen würde sich laut Studie das Laden am Arbeitsplatz: «Tagsüber, wenn die Sonne scheint, stehen viele Fahrzeuge ohnehin auf Parkplätzen. Wenn sie dort laden, liesse sich die Photovoltaikproduktion optimal nutzen», erklärt Siobhan Powell, Energieforscherin an der ETH Zürich und eine der Hauptautorinnen. 

Mehr Strom, weniger Stromimporte: Die Schweiz will bis 2050 50 bis 60 Prozent ihres Strombedarfs (45 TWh pro Jahr) mit neuen erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik, Windenergie oder Biomasse decken. Die Modellrechnungen der Forschenden zeigen nun, dass dieses Ziel durch den flexiblen Stromverbrauch von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen einfacher zu erreichen sein wird. 

Werden Wärmepumpen und Elektroautos flächendeckend flexibel koordiniert und gesteuert, könnten in der Schweiz im Jahr 2050 rund vier Prozent mehr erneuerbarer Strom zur Verfügung stehen. «Der grösste Teil davon ist Solarstrom im Frühling und Sommer, der besser verteilt und dadurch nicht abgeregelt werden muss», erklärt Powell. 

Dazu kommt, dass durch flexible Wärmepumpen und Elektroautos die Netto-Stromimporte über das ganze Jahr hinweg um rund 20 Prozent sinken könnten, insbesondere auf Grund höherer Nettoexporte im Frühling und im Sommer. «Das sind etwa 1.8 TWh Strom, was dem Jahresverbrauch von rund 0,5 Millionen Schweizer Haushalten entspricht», sagt Powell. Gemäss der Studie würde die Schweiz auch in den Wintermonaten rund 0.7 TWh weniger Strom importieren. Dies entspricht 4.4 Prozent weniger Winter-Nettoimporte im Vergleich zu einem Energiesystem ohne flexibel gesteuerte Wärmepumpen und Elektroautos.  

Günstigerer Strom und weniger Gaskraftwerke: Die Studie zeigt ausserdem, dass auch die Strompreise im Grosshandel auf Grund einer gleichmässigeren Verteilung von Angebot und Nachfrage mittels flexibler Wärmepumpen und Elektroautos sinken könnten. Am grössten ist diese Strompreissenkung in den Wintermonaten Januar bis März, wo die Preise im Grosshandel um bis zu sechs Prozent sinken könnten.

Die Forschenden schätzen ausserdem, dass ein durch flexible Wärmepumpen und Elektroautos gestütztes Stromsystem um rund vier Prozent günstiger betreibbar wäre als ein System ohne diese beiden Flexibilitätslieferanten. 

Zudem müssten durch den Einsatz flexibel gesteuerter Wärmepumpen und Elektroautos 2050 auch weniger Gaskraftwerke und Batteriespeicher gebaut werden. Der Investitionsbedarf in Gaskraftwerke und Batterien sinkt den Schätzungen zu Folge um rund ein Drittel. «Gaskraftwerke und Batterien sind vor allem notwendig, um Spitzen der Stromnachfrage auszugleichen. Wenn Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen diese Funktion übernehmen, dann brauchen wir weniger davon», erklärt Powell. 

Tiefere Spitzenlasten in Quartieren und reduzierter Netzausbau: Wenn viele Haushalte gleichzeitig ihre Autos laden oder ihre Wärmepumpen betreiben, drohen Engpässe. Die heutigen Leitungen und Transformatoren wären für diese Lasten häufig nicht ausgelegt und müssten verstärkt werden.  

Die Forschenden untersuchten rund 50 Netzgebiete in der Schweiz. Sie kommen zum Schluss, dass durch flexibel gesteuerte Wärmepumpen und Elektroautos die Spitzenlasten in Quartieren sinken würden und dadurch teure Verstärkungen der Verteilnetze verzögert und reduziert werden könnten. Wie gross diese Effekte tatsächlich sind, hängt auch davon ab, ob es sich um städtische oder ländliche Gebiete handelt.

Stromtarife, die Bürger:innen belohnen: Damit Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen bis 2050 tatsächlich als Flexibilitätslieferanten dienen können, müssen sie mit der nötigen Steuerungs- und Kommunikationstechnologie ausgestattet sein. Das ist aktuell noch nicht flächendeckend der Fall. Die Studienautoren empfehlen daher, dass nur mehr Systeme subventioniert werden, die auch flexibel und intelligent betrieben werden können.  

Zudem sollten die Betreiber:innen von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen einen Anreiz haben, ihr Heiz- und Ladeverhalten anzupassen. Um dies zu erreichen, empfiehlt die Studie unter anderem dynamische Stromtarife, die zeitlich flexibles Laden und Heizen belohnen. Vor allem die starken lokalen Unterschiede bei den Stromtarifen und Einspeisevergütungen würden diese Massnahme in der Schweiz jedoch erschweren, heisst es in der Studie.  

Die Forschenden weisen ausserdem darauf hin, dass die Förderinstrumente in der Schweiz sehr heterogen sind und es bislang keine nationales «Recht auf Laden» für Mieter:innen mit Elektrofahrzeugen gibt. Das müsse sich schnell ändern.   

Literaturhinweis: Powell S, Marinakis A, Ruefenacht L et.al., Flexibility provision from electromobility and buildings. Synthesis report, PATHFNDR Consortium, 11.11.2025, doi: externe Seite 10.3929/ethz-c-000787060

Quelle:  Christoph Elhardt, Hochschulkommunikation  -  ETH