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Montag, 16. Oktober 2023

Mehr Solarästhetik bei erhöhter Effizienz

Mehr Leistung, grösseres Format und homogeneres Design: Mit dem innovativen TeraSlate System präsentiert das Schweizer Unternehmen 3S Swiss Solar Solutions den leistungsstärkeren Nachfolger des erfolgreichen MegaSlate. Im folgenden die Medienmitteilung eines der wenigen verbliebenen Schweizer Modul-Produzenten.

Der technologische Fortschritt des TeraSlate-Solarmoduls beruht auf der derzeit weltweit grössten Solarzelle G12. Die Zelle bietet mehr Leistung auf der gleichen Fläche. Durch die Verwendung von mehr Busbars, also elektrischen Leitern auf der Zelle, wird der Strom pro Leiter reduziert, wodurch sich die internen Verluste reduzieren. Zusätzlich werden Halbzellen verwendet, wodurch der Strom halbiert wird, was einen positiven Effekt auf die internen Verluste hat. Somit ist mehr effektive Leistung verfügbar.

Zudem lässt das Schweizer Unternehmen bei der Verarbeitung und Auslieferung äusserste Sorgfalt walten. Die Module werden beispielsweise mit Steckerabdeckungen transportiert, um Verunreinigungen und Eindringen von Wasser zu verhindern. Des Weiteren sorgt die durchdachte Hinterlüftung für eine kontinuierliche Kühlung der Module und verhindert Kondenswasser – dies gewährleistet maximale Energieerträge und langanhaltende Funktionalität.

Das TeraSlate-System eignet sich für alle Gebäudehüllen, insbesondere in Alpinregionen mit erhöhten Anforderungen durch Wind und Schnee. TeraSlate erfüllt die europäische Brandschutznorm EN 13501-5 und ist als harte Bedachung BROOF(t1) klassifiziert. Falls das Gebäude über einen Blitzschutz verfügt, kann dieser wie beim MegaSlate an den GFK-Schienen befestigt werden.

Einfache Montage und moderne Ästhetik

Die TeraSlate-Module sind in vier verschiedene Standardgrössen erhältlich und werden zur Markteinführung ab Lager lieferbar sein. Das System ist darüber hinaus flexibel: TeraSlate ist ebenfalls als CREA-Dachelement verfügbar und ermöglicht eine massgefertigte Anpassung an unterschiedliche Dachgrössen und -formen. Mit der neuen Grössenausführung «L» werden bei der Eindeckung pro Quadratmeter weniger Module benötigt, was den Montageaufwand verkürzt und die Gesamt-Systemkosten reduziert. Auch bei den Haken wurde die Anzahl in gewissen Konfigurationen verringert und so auch hier Montageaufwand und Materialkosten reduziert. Alle TeraSlate-Module können weiterhin von einer einzigen Person verlegt werden. 

Das neue Design und die verbesserte Leistungsfähigkeit ziehen keinerlei optische Einbussen nach sich: Das rahmenlose TeraSlate-Solarmodul erfüllt mit seiner homogenen Oberfläche und den kaum sichtbaren vertikalen Busbars höchste ästhetische Anforderungen und verleiht auch klassischen oder rustikalen Gebäuden einen eleganten und zeitlosen Gesamteindruck. Dank des vertikalen Designs fügen sich die Module harmonisch in die optische Flussrichtung des Gebäudes ein.

Aus Sand und Sonne entsteht nachhaltige Energie

3S Swiss Solar Solutions leistet mit der Produktion von Solarsystemen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und handelt dabei kompromisslos nachhaltig: Die TeraSlate-Module werden in der Schweiz mit CO2-neutralem Strom hergestellt, sind äusserst robust und dementsprechend auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Das strahlungsfreie TeraSlate-System, das keine elektromagnetischen Wellen erzeugt, wird nach abgelaufener Nutzungsdauer bei 3S kostenlos recycelt.

Zusätzlich verbessert das Thuner Unternehmen mit dem Verzicht auf Aluminiumrahmen seine CO2-Bilanz und verringert dank kurzen Transportwegen seine CO2-Emissionen. «3S will eine lebenswerte Welt für unsere Kinder hinterlassen, in der Schönheit und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen», betont Geschäftsführer Patrick Hofer-Noser. Dass die TeraSlate-Module im Wesentlichen aus dem natürlichen Rohstoff Sand, zum Beispiel geschmolzen in Form von Glas oder oxidiert als Silicium, bestehen, unterstreicht diesen Vorsatz.

Umfassende Service- und Garantieleistungen

3S gewährleistet für TeraSlate eine Garantiezeit von 25 Jahren, für diesen Zeitraum gilt auch eine Ersatzteilverfügbarkeit. Wartung und Systemanalysen sind im Leistungsangebot mitinbegriffen, jedes TeraSlate-Modul ist mit einer Seriennummer jederzeit rückverfolgbar. Die Installation der Module erfolgt ausschliesslich von autorisierten und geschulten Fachpartnern.

Swiss made: Bald auch in Worb

3S Swiss Solar Solutions ist eine Pionierin der Schweizer Photovoltaikindustrie, deren Erfolgsgeschichte vor 22 Jahren in Bern begann. Heute befindet sich die Produktionsstätte in Gwatt bei Thun, im Januar 2024 findet die offizielle Eröffnung eines weiteren Produktionsstandorts in Worb statt. Hier entstehen optimale Fertigungsbedingungen für das neue TeraSlate-System und gleichzeitig neue Arbeitsplätze. Die Produktion erfolgt im Einklang mit dem Schweizer Qualitätsverständnis und unter Einhaltung der Richtlinien von Swiss Label.

Quelle: 3S Swiss Solar Solutions

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Donnerstag, 26. Mai 2022

Solar-Recycling - in der Schweiz bereits möglich

Was passiert mit Solarpanels, wenn sie ausgedient haben oder kaputt sind? Wie genau funktioniert das Recycling? Und wie wird das Ganze finanziert? Ein Informations-Video von Swissolar

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Samstag, 12. Februar 2022

PERC-Solarzellen aus 100 % recyceltem Silizium

 
In Deutschland landen jährlich circa Zehntausend Tonnen Silizium in alten Photovoltaik-Modulen auf dem Recyclingmarkt, ab 2029 werden es mehrere hunderttausend Tonnen pro Jahr sein. Aktuell werden von Altmodulen nur das Aluminium, Glas und Kupfer neu aufbereitet, nicht aber die Silizium-Solarzellen. 
 

Um auch dieses Material weiter nutzen zu können, haben Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gemeinsam mit dem größten deutschen Recyclingunternehmen für PV-Module, der Reiling GmbH & Co. KG, eine Lösung entwickelt: Das Silizium der Module wurde im industriellen Maßstab wiederverwertet und zur Herstellung neuer PERC-Solarzellen genutzt.

Die meisten PV-Anlagen wurden in Deutschland in der ersten Ausbauwelle zwischen 2009 und 2011 installiert. »Auf diese wird nach Ende der zwanzig Jahre dauernden Einspeisevergütung ab 2029 absehbar eine erste Entsorgungswelle folgen«, erklärt Prof. Dr. Andreas Bett, Institutsleiter des Fraunhofer ISE. »Es müssen daher im Vorfeld vernünftige Prozesse und Verfahren zur Rückgewinnung des Siliziums aus ausgedienten Modulen aufgebaut werden«. Bereits 2021 betrug die insgesamt installierte Menge an PV-Modulen in Deutschland ungefähr fünf Millionen Tonnen, mit einem Siliziumanteil von 150.000 Tonnen. Silizium ist als Halbleiter-Material Hauptbestandteil der Solarzellen.


Eine Arbeitsgruppe am Fraunhofer CSP hat mit der Reiling GmbH & Co. KG deshalb, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima BMWK (ehemals BMWi), ein Verfahren entwickelt, mit dem das Silizium zurückgewonnen werden kann. Möglich ist damit das Recycling sämtlicher kristalliner Silizium-PV-Module, unabhängig von Hersteller und Herkunft. Dazu Prof. Dr. Peter Dold, Projektleiter am Fraunhofer CSP: »Sonst wäre das für die Recyclingunternehmen ein viel zu großer Aufwand. Es war uns wichtig, einen skalierbaren Prozess zu entwickeln, der auch wirtschaftlich Sinn macht. Im Labor ist vieles möglich, aber unser neues Verfahren sollte sich für die Recyclingindustrie in der Praxis bewähren.«


Für das Verfahren werden aus Nebenprodukten des bereits etablierten mechanischen Aufbereitungsprozesses die Solarzellenbruchstücke abgetrennt und gesammelt. Die Zellbruchstücke im Größenbereich von 0,1 bis 1 Millimeter werden am Fraunhofer CSP im ersten Schritt durch verschiedene Sortierverfahren von Glas und Kunststoff befreit. Danach erfolgt durch nasschemisches Ätzen die schrittweise Entfernung des Rückseitenkontaktes, der Silberkontakte, der Antireflexschicht und letztendlich des Emitters. Das derart aufgereinigte Silizium wird in Standardprozessen zu monokristallinen oder quasi-monokristallinen Ingots verarbeitet und anschließend zu Wafern weiterprozessiert. Die Kristallisation erfolgt mit 100 Prozent Recycling-Silizium ohne Zusatz von kommerziellem Reinstsilizium. Die Wafer wurden am Fraunhofer ISE im PV-TEC zu PERC-Solarzellen verarbeitet, deren Zellwirkungsgrad im ersten Versuch bei 19,7 Prozent lag. »Das liegt unter dem Wirkungsgrad heutiger Premium PERC-Solarzellen mit circa 22,2 Prozent Wirkungsgrad, aber mit Sicherheit über dem der Solarzellen in den alten, ausgemusterten Modulen«, setzt Dold die ersten Ergebnisse in Kontext.