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Sonntag, 26. Oktober 2025

Solar am Sionntag: Energiewende möglich!

Effizienzgewinne in der Energienutzung - einer der Schlüssel zu einer 
erfolgreichen Energiewende, im Gebäudebereich ist das bereits gelungen.
Bild: Guntram Rehsche - vergrössern mit Klick auf dieses!

Was könnte für die Blogrubrik «Solar am Sonntag» besser passen als ein tagesaktueller Bericht von der sonntäglichen Veranstaltungsreihe <Was uns antreibt> an der ETH-Zürich. Die hatte es gleich zu Beginn in sich: Der Chef des Instituts stellte die Grundsatzfrage <Wo stehen wir in der Energiewende>?

Christian Schaffner ist als Direktor des Energy Science Center der ETH Zürich bekannt dafür, einer der prononciertesten (und dafür vielfach angefeindeten) Befürworter eben dieser Energiewende zu sein. Und seine auf dem Hönggerberg vorgetragene Einschätzung stellte das nicht infrage. Vielmehr konnte er an diesem Sonntagvormittag vor immerhin 300 ZuhörerInnen die vielen Fortschritte vermelden, die die Energiewende in den letzten Jahren auch hierzulande gemacht hat. Allda ist etwa zu vermerken, dass der Gebäudesektor dank der CO2-Belastung und neuer Technologien, vor allem der Wärmepumpe, einen effektiven Verbrauchsrückgang grossen Ausmasses verzeichnete - der sogar dazu beitragen, dass auch der Gesamtenergieverbrauch insgesamt in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat. Weiter bemerkenswert der Fortschritt, den die Nutzung von Solarstrom in den letzten Jahren vollzogen hat, unterdessen sind wir ja bei einem Gesamtstromanteil der Photovoltaik von rund 14 %. Es gibt viele weitere Beispiele, die zeigen, wie die Energiewende vorangeschritten ist.

Aber es läuft natürlich nicht alles ohne Schwierigkeiten und selbst, wenn eine Dekarbonisierung der Gesellschaft bis 2050 angestrebt ist, ist dies gemäss Schaffner nicht in allen Bereichen zu erreichen. Eher schlecht sieht es etwa beim Flugverkehr aus, der einerseits enorme Zuwachsraten aufweist und bei dem vor allem im Langstreckenverkehr ein Ersatz der fossilen Treibstoffe, des Kerosin, nicht zu erwarten ist. Dass aber eine insgesamt effizientere Energienutzung auch in einer länderweisen Betrachtung erreichbar ist, zeigen etwa China mit den ungeheuerlichen Zuwachsraten an erneuerbaren Energien sowie Norwegen, welches vor allem im Verkehrssektor ausserordentlich vorwärts macht. Dort ist bald die Hälfte aller Personenwagen elektrifiziert. Norwegen hat übrigens noch einen weiteren grossen Vorteil, den auch die Schweiz aufweist, nämlich die natürlicherweise gegebenen oder bereits als Stauseen und Pumpspeicherkraftwerke erbauten Wasserspeicher, die sowohl der Stromerzeugung wie der Vorsorge für wind- und solarstromarme Zeiten dienen.

Schaffner zeigte verschiedene Elemente auf, die für das weitere Gelingen der Energiewende in der Schweiz zentral sind. Einige seien hier erwähnt: Bei der Erzeugung verspricht die neu mögliche AgriPV, also die Errichtung von Solaranlagen über landwirtschaftlich genutztem Land, ein grosses Potenzial. Auf der Ebene der Speicherung könnten es vor allem Quartierspeicher sein, die für die notwendige Flexibilität innerhalb von ein, zwei Wochen herhalten können. Von Atomkraftwerken hingegen hält Schaffner eher wenig. Zumal bei den heutigen Preisen, da seien sie schlicht und einfach noch zu teuer und andererseits wird deren Erstellung viel zu lange dauern. Wenn dagegen viele Photovoltaikanlagen erstellt werden, ermöglicht dies Speichern von überzähligem Sommerstrom. Dies auch, um eine Wärmewände einzuleiten, die dann für Winterstrom genutzt werden könnte.

Von wegen Versorgungssicherheit: Dieser dient das gesamteuropäische Stromnetz, in welches die Schweiz bestens eingebettet ist mit den überdurchschnittlich vielen grenzüberschreitenden Verbindungen (über 40). Diese fehlten etwa in Spanien, was wesentlich dazu beitrug, dass es dort im April zu einem Blackout (einem Zusammenbruch der gesamten Stromversorgung) kam. Die weiteren Vorträge an der ETH zeigten dann auf, dass es grenzenlose Sicherheit nicht gibt und dass Blackout-Situationen immer einer sehr komplexen Gemenelage geschuldet sind (der Schlussbericht zum Ereignis auf der iberischen Halbinsel steht noch aus). Dennoch  gilt, und davon konnte Schaffner auch die versammelte Zuhörerschaft weitgehend überzeugen, dass "Energiewende geht, aber nicht einfach zu bewerkstelligen ist"!


PS einige der Fakten wurden vom Solarmedia-Berichterstatter ergänzt

Hier der Hinweis auf die ganze Veranstaltungsreihe:


Copyright: Solarmedia / Guntram Rehsche / Text und Bild
 

Freitag, 25. April 2025

Test mit Solarzäunen am Flughafen Zürich

 Die Flughafen Zürich AG verfolgt das ambitionierte Ziel, bis 2040 netto null unternehmenseigene Treibhausgasemissionen zu erreichen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist der Ausbau der Photovoltaik-Anlagen. Neben der Errichtung neuer Solaranlagen auf Dächern und an Fassaden testet die Flughafen Zürich AG nun auch den Einsatz von Solarzäunen. Eine erste Testanlage wurde neben der Heizzentrale des Flughafens realisiert, um das Potenzial dieser Technologie zu evaluieren.

Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie treibt die Flughafen Zürich AG den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion weiter voran. Neben klassischen Solarpanels auf Dächern und an Fassaden wird nun ein innovativer Ansatz getestet: Solarzäune. Diese senkrecht stehenden Photovoltaik-Panels bieten zahlreiche Vorteile. Unter anderem ermöglichen sie eine beidseitige Stromproduktion, wodurch ein Mehrertrag von 10 bis 30 Prozent gegenüber herkömmlichen horizontalen Anlagen erzielt werden kann. Die Stromerzeugung erfolgt ausserdem gleichmässiger über den Tag verteilt. Gleichzeitig können die Panels als Zaun dienen und damit zwei Funktionen erfüllen.

Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG

«In einem ersten Schritt wollen wir Erfahrungen mit den vertikalen Solaranlagen sammeln und prüfen, ob diese Technologie für weitere Standorte in Frage kommen könnte. Denkbar sind zum Beispiel Parkplätze. Die Testphase wird mindestens ein Jahr dauern, um die Saisonalitäten abbilden zu können.»

Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG

Der Test-Solarzaun wurde an einem nicht mehr genutzten, freistehenden Sicherheitszaun neben der Heizzentrale des Flughafens installiert. Mit der Pilotanlage will die Flughafen Zürich AG Erkenntnisse über die Effizienz, Witterungsbeständigkeit und betriebliche Integration der Technologie gewinnen.

Investition in Photovoltaik als wichtiges Element zur Dekarbonisierung
Der Ausbau der Photovoltaik spielt eine zentrale Rolle in der Strategie der Flughafen Zürich AG, um den Anteil erneuerbarer Energien weiter zu erhöhen. Bereits heute ist sämtlicher Strom, den die Flughafen Zürich AG nicht selbst produziert und von externen Produzenten bezieht, erneuerbar. Mit den geplanten Photovoltaik-Projekten wird in den kommenden Jahren auch bei der Eigenproduktion der Anteil an nachhaltigem Strom deutlich gesteigert.

Derzeit sind auf zwölf Gebäuden Photovoltaikanlagen installiert und in Betrieb, unter anderem auf dem Dock E sowie auf dem Dach des Circle. Eine erste Machbarkeitsanalyse hat bereits ergeben, dass 40 Dachflächen, darunter auch die von verschiedenen Ersatzneubauten, für weitere Solar-Anlagen geeignet sein könnten. Für eine tatsächliche Realisierung muss berücksichtigt werden, dass der Blendschutz für Pilotinnen und Piloten sowie für die Mitarbeitenden im Tower jederzeit gewährleistet ist. Insgesamt sollen die Photovoltaikanlagen am Flughafen Zürich bis 2040 eine Strommenge produzieren, die dem jährlichen Verbrauch von 5000 Schweizer Haushalten entspricht.

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Montag, 31. März 2025

Zu einem «grünen Kraftwerk» umgebaut

Der Hauptsitz von Energie 360° in Zürich ist in den vergangenen zwei Jahren instand gesetzt und umgebaut worden. Die grossflächige Photovoltaik-Fassade und deren brandschutztechnische Realisierung haben Pioniercharakter.

Von März 2023 bis März 2025 ist der Hauptsitz von Energie 360° in Zürich-Altstetten umgebaut und instand gesetzt worden. Die baulichen Massnahmen umfassten hauptsächlich die Erneuerung der Gebäudetechnik, die inneren Oberflächen, die Umgestaltung in eine zeitgemässe Arbeitsumgebung und die Aufwertung des Aussenbereichs mittels neuer Begrünung. Der Bezug hat bereits stattgefunden, die Umgebungsarbeiten werden im Frühling 2025 fertiggestellt.

PV-Fassaden ein Brandschutz-Pionierprojekt: Die Photovoltaik (PV) bildete bei der Instandsetzung einen Schwerpunkt. Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe und Verwaltungsratspräsident von Energie 360°: «Künftig produziert Energie 360° rund die Hälfte des jährlichen Energiebedarfs ihres Gebäudes selbst.» Und Jörg Wild, CEO von Energie 360°, betont: «Die Dach- und Fassadensolaranlagen mit 1600 Elementen machen unseren Hauptsitz in Altstetten zum grünen Kraftwerk. Es erzeugt etwa 325 Megawattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr.»

Einen Sondereffort leisteten die Projektbeteiligten betreffend Brandschutz: Die Gebäudeversicherung Kanton Zürich erhöhte ihre Bewilligungspraxis um eine zusätzliche Anforderung, als sich das Projekt in der Bewilligungsphase befand: Bei Gebäuden, die höher als elf Meter sind, brauchte es neu zwingend den Nachweis, dass sich ein Brand der PV-Module nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

Da es in der Schweiz keine Prüfstelle für den erforderlichen Nachweis gab, wurde das städtische Amt für Hochbauten mit den Brandschutzfachleuten in Leipzig fündig. Der zweite Brandversuch mit ergänzten Brandriegeln aus Stahlblechen war erfolgreich. Die Westfassade mit durchgehenden, grossflächigen Solarpanels konnte realisiert werden. Auf der Ost- und Südseite wurden Solarpanels auf die Brüstungsbänder unterhalb der Fenster verbaut. Hochbauvorsteher André Odermatt zeigte sich sichtlich erfreut über das Pionierprojekt: «Das Ergebnis beweist, dass es trotz der Herausforderungen möglich ist, grossflächige PV-Fassaden zu realisieren – und dass diese in hoher gestalterischer Qualität umgesetzt werden können.» Dies ist der Expertise von Jessenvollenweider Architektur aus Basel zu verdanken, die mit der Sanierung beauftragt waren. Der Hauptsitz von Energie 360° dürfte schweizweit das erste Gebäude sein, dessen grossflächige PV-Fassade mit diesem Prüfverfahren gebaut wurde.

Unternehmen investiert in den Ausbau der Photovoltaik: Die rund 1600 PV-Module auf einer Fläche von 2600 m2 decken rund 50% des Energiebedarfs des Gebäudes. Dabei nutzt Energie 360° rund 80% des erzeugten Solarstroms selbst – beispielsweise für die eigene E-Autoflotte. Die Ladeinfrastruktur umfasst 91 Ladepunkte und kann auf 148 erweitert werden.

Energie 360° verfolgt das Ziel, gemeinsam mit ihren Kund*innen die nachhaltigen Energie- und Mobilitätslösungen der Zukunft zu schaffen. Dazu baut, finanziert und betreibt sie in der ganzen Schweiz Solaranlagen in integralen Arealen und auf Industriebauten. Ebenso setzt das Unternehmen Projekte in der Landwirtschaft um und treibt so die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Photovoltaik weiter voran. Das Unternehmen hat sich unter anderem grössere Aufträge für PV-Anlagen auf Lärmschutzwänden an Schweizer Autobahnen gesichert.

(Gemeinsame Medienmitteilung der Stadt Zürich und Energie 360°)

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Donnerstag, 22. August 2024

ewz-Stromtarife stabil

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz)  ist gemäss einer Medienmitteilung im laufenden Jahr 2024 der günstigste Stromanbieter im Kanton Zürich, dies dank eigener Kraftwerke. 2025 werden die Stromtarife für die Kund*innen in der Grundversorgung leicht sinken. Der Stadtrat hat die ewz-Stromtarife 2025 für die Stadt Zürich genehmigt. Sie gelten ebenfalls für die von ewz direktversorgten Ortschaften im Kanton Graubünden.

ewz verfügt in der Schweiz und in Europa über eigene Kraftwerke sowie Kraftwerksbeteiligungen für die Produktion von Naturstrom aus Wasser, Wind und Sonne. Entsprechend muss die Tarifkomponente «Energielieferung», also der reine Strom, auf Basis der Gestehungskosten kalkuliert werden. Um diese Produktionskosten zu decken, wird für 2025 die «Energielieferung» um 0,3 Rappen pro Kilowattstunde (kWh) für alle drei Stromprodukte der Grundversorgung leicht angepasst.

Kompensation dank sinkender Tarifkomponente «Netznutzung»: In der «Netznutzung» sind nebst dem Bau, Betrieb und der Instandhaltung des ewz-eigenen Stromnetzes mit insgesamt 29 Unterwerken in Zürich und Graubünden sowie rund 4000 Kilometer Kabel und Freileitungen auch die Abgaben an die Swissgrid AG enthalten. Dazu gehören die Kosten für das nationale Übertragungsnetz, die allgemeinen Systemdienstleistungen sowie der Stromreserve, die Swissgrid im Auftrag des Bundes einzieht. Erfreulicherweise sinkt dieser Kostenblock, nachdem er in den letzten Jahren gestiegen ist. Diese Senkungen kompensieren die leichte Erhöhung der Tarifkomponente «Energielieferung».

Unverändert bleibt die Tarifkomponente «Kommunale Abgaben» mit 2,55 Rp./kWh in der Stadt Zürich und 2,10 Rp./kWh für das Versorgungsgebiet Graubünden. Diese werden für gemeinwirtschaftliche Leistungen erhoben, wie die Beiträge im Rahmen der klima- und energiepolitischen Ziele, Energieberatungen, Rückvergütungen sowie die öffentliche Beleuchtung/Uhren in der Stadt Zürich. Gleich bleibt auch die Tarifkomponente «Nationale Abgaben», der Netzzuschlag von 2,3 Rp./kWh. Damit werden neue erneuerbare Energien und Energieeffizienz gefördert.

Für einen kleinen Haushalt (1'600 kWh/Jahr) wird die jährliche Stromrechnung inkl. MwSt. knapp 4.50 Franken günstiger. Bei einem mittleren Haushalt (2'500 kWh/Jahr) beträgt die Einsparung pro Jahr rund 7 Franken. Knapp 30 Franken weniger wird eine Familie (7'500 kWh/Jahr) auf der Rechnung haben.

Das ist eine Medienmitteilung von ewz (ewz)

Dienstag, 31. Mai 2022

Wasserstoff speichert Solarstrom

Am Seebrighof trifft Tradition auf modernste Technologie.

Ein Wasserstoffspeicher in Hausen am Albis soll Überschüsse der sommerlichen Solarstromproduktion langfristig speichern. EKZ testet damit eine potenzielle Lösung, die für mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern sorgen könnte. Mittlerweile hat die Anlage den ersten Wasserstoff produziert.   

Mit den langen, sonnigen Tagen beginnt die hochproduktive Phase der Solaranlagen. Seit März 2022 produziert die Solaranlage der Mehrgenerationensiedlung Seebrighof in Hausen am Albis Stromüberschüsse, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Siedlung nicht sofort verbraucht werden können. Deshalb werden diese Überschüsse kurzfristig von einer Batterie gespeichert und später zur Verfügung gestellt, wenn der Strombedarf höher ist. Am Abend beispielsweise, wenn die Fernsehgeräte eingeschaltet oder die E-Autos aufgeladen werden. Allerdings kann auch die Batterie nicht alle Stromüberschüsse aufnehmen, die die Solaranlage produziert. Darum macht ein Elektrolyseur daraus Wasserstoff, der in handelsüblichen Gasflaschen gelagert wird. Ende März war der Wasserstoffspeicher bereits zu fünf Prozent gefüllt. Kann die Solaranlage in den kälteren Monaten weniger Strom produzieren, verstromt eine Brennstoffzelle den Wasserstoff und versorgt so den Seebrighof mit der Sonnenenergie des Sommers

Mit Wasserstoff gegen Energieengpässe? Doch können Wasserstoffspeicher einen wesentlichen Beitrag zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern leisten und die Versorgungslücke im Winter überbrücken? Solche Fragen will EKZ klären: «Ich glaube, die Lösung für die Energiewende liegt im Zusammenspiel sämtlicher Technologien und Instrumente, die uns zur Verfügung stehen», sagt Martin Nicklas, Leiter EKZ Energiecontracting. «Der Wasserstofftank wird Ende Herbst zu 100 Prozent gefüllt sein, obwohl wir ihn auch schon während kälterer Sommertage zur Stromproduktion nutzen wollen», so Nicklas weiter. Zur Überbrückung der Winterversorgungslücke des Seebrighofs wird der Wasserstoff allerdings nicht ausreichen, was aber auch noch nicht die Absicht sei, erklärt Nicklas: «Wir sammeln hier im Kleinen jene Erfahrungen, die uns zukünftig beim Einsatz von Wasserstoff in grösseren Projekten sehr nützlich sein könnten».

Freitag, 19. November 2021

Jetzt ein JA zum Zürcher Energiegesetz

Am 28. November stimmen der Kanton Zürich über das Energiegesetz ab. Mit dem Energiegesetz können die 120'000 Öl- und Gasheizungen, die heute für rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses im Kanton verantwortlich sind, rasch durch klimafreundliche Alternativen ersetzt werden. Mehr Informationen im Erklärvideo

 

Das Zürcher Energiegesetz würde zudem den Photovoltaik-Ausbau auf Dächern und Fassaden von Neubauten beschleunigen. Dass das nötig ist, zeigt ein Blick auf einige Neubauten, zum Beispiel in erst kürzlich neu gebauten Europaallee am Hauptbahnhof. Das Potenzial wird noch nicht genutzt. Mehr Informationen bei Swissolar

 

Damit ist das Energiegesetz das wirksamste Gesetz gegen den Klimawandel, das der Kanton Zürich je beschlossen hat. Und nicht nur das: Weil klimafreundlich heizen auf Dauer günstiger ist als mit Öl oder Gas, senkt es auch noch die Heizkosten und erhöht die lokale Stromproduktion. Mehr Argumente

 

Quelle: Pro Solar

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Mittwoch, 10. November 2021

Mit Wasserstoff Solarstrom lagern

In Hausen am Albis beziehen die Bewohner von 28 neuen Wohnungen Solarenergie vom eigenen Hausdach. Einer der ersten Wasserstoffspeicher der Schweiz wird dafür sorgen, dass sie auch im Winter vom Sommerstrom profitieren können. 

Qzuelle: EKZ Elektrizitätswerke des Kantons Zürich

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Donnerstag, 15. Juli 2021

Pensionskasse der Stadt neu Partnerin des kt. EW

Die Pensionskasse Stadt Zürich (PKZH) investiert gemäss einer Medienmitteilung in erneuerbare Energien und wird Partner von EKZ für das neu erbaute Solarkraftwerk «Algibicos» in Südspanien. 49,5 Prozent beträgt die Beteiligung der PKZH. Für die PKZH stellen Anlagen im Bereich erneuerbare Energie ein wichtiges Element der Nachhaltigkeitsstrategie dar mit langfristigen, stabilen Rückflüssen.
 
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«Mit der PKZH haben wir einen langfristigen und uns gut ergänzenden Partner für unser Solarkraftwerk gefunden. Wir freuen uns auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit», so Stefan Aebi, Projektleiter bei EKZ. Und Oliver Grimm (Vermögensanlagen – Abteilungsleiter Mandate) von der PKZH betont: «Wir sind stolz darauf, mit unserer Investition in erneuerbare Energien unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten und stabile Einkünfte zur Finanzierung der Renten zu generieren.»

Diese grosse Freiflächen-Solaranlage von EKZ befindet sich in der Nähe der Stadt Murcia (siehe Bild oben). Das Gebiet von Murcia zählt mit über 300 Schönwettertagen zu den sonnenreichsten Gegenden in ganz Europa. Die Solarpanels sind beweglich und fahren tagsüber dem Sonnenstand nach, womit die Produktion gesteigert wird. Die belegte Solarfläche beträgt 85 Hektar, was circa 85 Fussballfeldern entspricht. Pro Jahr werden über 90 GWh Strom produziert, was jährlichen Verbrauch von mehr als 20'000 Haushalten deckt.

Investition in eine erneuerbare Energiezukunft: EKZ leistet mit dem Ausbau an erneuerbarer Energie in der Schweiz und im Ausland einen Beitrag für eine CO2-freie Energiezukunft. Solarenergie ist in wenigen Jahren ohne Subventionen rentabel geworden. Grosse Freiflächen-Solaranlagen sind in der Schweiz kaum realisierbar. Die niedrigen Produktionskosten neuer Photovoltaik-Anlagen und der sonnenreiche Standort in Spanien ermöglichen einen gewinnbringenden Betrieb – ohne staatliche Einspeisevergütungen. Der Bau von grossen Freiflächen-Solaranlagen ist eine wirtschaftlich interessante Investition, welche es EKZ ermöglicht, die Kunden von EKZ günstig mit Energie zu versorgen.

Für die PKZH führen die Infrastrukturanlagen nach eigenen Angaben zu stabilen Einkünften über die Zeit und tragen damit zur Finanzierung der Ansprüche ihrer Versicherten bei. Zudem sind für die PKZH Infrastrukturanlagen im Segment der erneuerbaren Energien Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie – die Interessen und Zielsetzungen der PKZH und EKZ sind hier deckungsgleich, weshalb der Partnerschaft eine hohe strategische Bedeutung beigemessen wird.


Weitere Auskünfte
Pensionskasse Stadt Zürich, Nadine Bozzolo, Kommunikation

Tel. 044 412 52 32, E-Mail nadine.bozzolo@pkzh.ch

Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, Medienstelle
Tel. 058 359 52 55, E-Mail medienstelle@ekz.ch


Über Pensionskasse Stadt Zürich
Die PKZH wurde 1913 gegründet und ist seit 2003 eine selbstständige Stiftung. Sie versichert das Personal der Stadtverwaltung Zürich und die Mitarbeitenden von rund 160 Angeschlossenen Unternehmen. Mit über 36'000 Versicherten und 19'300 Pensionsberechtigten zählt die PKZH zu den führenden Vorsorgeeinrichtungen der 2. Säule in der Schweiz. Sie verwaltet mehr als CHF 20 Milliarden und zählt zu den am besten kapitalisierten Pensionskassen der Schweiz. Die PKZH ist in der Lage, ihren Versicherten Leistungen zu bieten, die das gesetzlich vorgesehene Minimum teils deutlich übertreffen.


Über EKZ
EKZ ist einer der grössten Energiedienstleister der Schweiz und versorgt rund eine Million Menschen mit Strom – zuverlässig, ökologisch und günstig. Die rund 1300 Mitarbeitenden der EKZ-Gruppe setzen sich für eine nachhaltige Energiezukunft ein: mit Produkten aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen, dem konsequenten Ausbau von Wind-, Wasser- und Solarenergie sowie smarten Technologien. EKZ plant, baut und unterhält ein rund 15 000 Kilometer langes und mit 99.998 Prozent überdurchschnittlich verfügbares Stromnetz. Zu den Kunden von EKZ zählen Private, Unternehmen und andere Schweizer Energieversorger. Als einer der grössten Ausbildner im Kanton Zürich bildet EKZ rund 140 Fachkräfte in neun Lehrberufen aus.

Donnerstag, 15. April 2021

So funktioniert das mit den ewz-Solarmodulen

Wer kein Dach sein Eigen nennt, kann trotzdem selber erneuerbaren Solarstrom produzieren: EWZ, das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, ermöglicht seinen Kundinnen und Kunden gemäss Medienmitteilung die Beteiligung an Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen). Rund 4000 m2 Solarpanels auf vier Schulhäusern kommen dieses Jahr zu den bestehenden 20'000 m2 an 20 PV-Anlagen neu hinzu.

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EWZ realisiert in der Stadt Zürich jährlich neue PV-Anlagen mit einer Leistung von 1,5 Megawatt (MW) und leistet damit einen Beitrag zur Erreichung der 2000-Watt-Ziele. Dies entspricht etwa 10'000 m2 Solarpanels, installiert auf öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Sportanlagen, städtischen Wohnsiedlungen oder wie unlängst auf dem Behandlungstrakt des Spitals Triemli. Die Energie von rund 60% der Fläche wird direkt vor Ort im Eigenverbrauch genutzt. An weiteren 4'000 m2 können sich ewz-Kundinnen und -Kunden in der Stadt Zürich sowie im Versorgungsgebiet Graubünden in diesem Jahr beteiligen und selber nachhaltigen Solarstrom zu produzieren – und das ohne eigenes Dach oder technisches Know-how. Sie leisten zusammen mit ewz einen Beitrag zur Energiewende sowie zum Klima- und Umweltschutz und bringen mit ihrem Engagement den Ausbau der Solarenergie in der Schweiz aktiv und nachhaltig voran.

Kein eigenes Dach und trotzdem Solarenergie – auch für Stadtrat Michael Baumer

Für Stockwerkeigentümerinnen oder Mieter, die wie Stadtrat Baumer nicht die Möglichkeit haben, selber PV-Anlagen zu realisieren, übernimmt ewz diese Aufgabe. An den bisherigen 20 Anlagen haben sich über 5'000 ewz-Kundinnen und -Kunden beteiligt. «Es ist mir wichtig, dass in unserer Stadt mehr Solarstrom produziert wird. Ich habe deshalb die Gelegenheit genutzt und auch schon eine Solarbeteiligung erworben», erläutert Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe, sein Engagement. Für einen Quadratmeter Beteiligung à 250 Franken an einer PV-Anlage erhalten die Kundinnen und Kunden im Gegenzug jährlich 80 Kilowattstunden (kWh) nachhaltig produzierten Sonnenstrom aus Zürich auf ihrer Rechnung gutgeschrieben – und das für die nächsten 20 Jahre. Mit 80 kWh Solarstrom pro Jahr/m2 lassen sich beispielsweise 80 Abendessen für vier Personen kochen oder das E-Bike für rund 8'000 Kilometer aufladen.

Crowdfunding startet sofort …

Doch vorab muss die Finanzierung gesichert sein. Das Crowdfunding-Prinzip macht es möglich. Die ersten 1'100 m2 PV-Flächen stehen ab sofort auf dem städtischen Schulhaus Falletsche in Leimbach zur Verfügung (siehe Bild oben). Mit wenig Aufwand können sich ewz-Kundinnen und -Kunden auf ewz.ch/solar mit maximal zehn Quadratmetern pro Haushalt beteiligen. Die Schulhäuser Rebhügel in Wiedikon, Kolbenacker in Seebach und Mattenhof in Schwamendingen werden im Verlaufe des Jahres aufgeschaltet. Wer eine besondere Bindung zum Bündnerland hat kann sogar noch die letzten Quadratmeter Beteiligung an der bereits 2020 realisierten ersten hochalpinen Solar-Grossanlage der Schweiz an der ewz-Staumauer im Bergell ergattern. Dank der Höhenlage garantiert ewz mit 180 kWh pro Jahr/m2 mehr als den doppelten Ertrag als im Unterland für die einmalige Beteiligung mit 560 Franken.

… damit im Sommer mit dem Bau begonnen werden kann

Noch in diesen Sommerferien sollen die Solarpanels auf dem Dach des Schulhauses Falletsche montiert werden. Für Herbst 2021 ist geplant, die gleiche Fläche auf dem Schulhaus Rebhügel zu installieren. Die Realisierung der beiden anderen Anlagen ist auf Sommer 2022 vorgesehen.

Was mit 80 kWh Sonnenstrom pro Jahr möglich ist:

  • E-Bike für 8'000 km laden
  • Elektroauto für 500 km laden
  • 4'000 Kaffees aufbrühen
  • 12'000 Scheiben Brot toasten
  • 2 x pro Woche den Geschirrspüler betreiben
  • 2 x pro Woche die Waschmaschine betreiben
  • 80 Stunden die Haare föhnen
  • 80 Stunden staubsaugen
  • 80 Tage den Kühlschrank betreiben
  • 80 Abendessen für 4 Personen kochen
  • 4'000 Stunden am Notebook arbeiten
  • 11'000 Stunden unter einer LED-Lampe lesen

(Durchschnittswerte)

Quelle:  ewz


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Dienstag, 12. Januar 2021

Mit nur wenigen Klicks Übersicht zur Förderung

Auf dem neu gestalteten Portal energiefranken.ch finden Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Verwaltungen rasch das für sie passende Förderprogramm für Energie und Mobilität. energiefranken.ch listet alle verfügbaren Förderangebote von Bund, Kantonen, Gemeinden, regionalen Energieversorgungsunternehmen und weiterer Anbieter auf. energiefranken.ch steht auf Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung und vereinfacht die Suche nach finanzieller Unterstützung für Energieprojekte. 
 
Finanzielle Anreize sind ein wichtiges Instrument zur Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien. Die öffentliche Hand (Bund, Kantone und Gemeinden), aber auch Energieversorger und andere Akteure bieten Förderprogramme in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Elektrogeräte an. Angesichts dieser Vielfalt ist es für Privatpersonen oder Unternehmen nicht immer einfach, das richtige Förderprogramm für ihr Projekt zu finden.

Das Portal energiefranken.ch vereinfacht die Suche. Es wurde kürzlich neu gestaltet und ist nun auch auf Französisch und italienisch verfügbar. Es informiert über alle aktuellen Förderprogramme im Energiesektor, einschliesslich steuerlicher Anreize. Die Bedienung ist einfach: Geben Sie die Postleitzahl Ihres Wohn- oder Geschäftssitz ein, wählen Sie den Bereich "Gebäude" oder "Mobilität" und die Zielgruppe "Privatperson" oder "Unternehmen". Die Plattform zeigt dann eine vollständige Übersicht aller relevanten Subventionsangebote, sortiert nach Themen. Mit einem weiteren Klick finden Sie aktuelle Informationen zu den verschiedenen Förderprogrammen, darunter Informationen zu Beiträgen und Förderbedingungen sowie zur Antragstellung.

Das dreisprachige Portal ist ein gemeinsames Projekt der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ), der Faktor Journalisten AG und des Bundesamtes für Energie mit dem Programm EnergieSchweiz.

 Quelle: admin.ch

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Donnerstag, 26. März 2020

Schau mal bei Twitter vorbei - es lohnt sich !

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KKurz und prägnant informiert über Twitter - Solarmedia ist dort auch aktiv! Einfach auf den Twitter-Button der Solarmedia-Site drücken (Spalte links oben) oder direkt hier: www.twitter.com/rehsche. Wer selbst  twittern möchte, geht zur Einstiegssite www.twitter.com und meldet sich dort an (kostenfrei und ohne weitere Verpflichtungen). Unter #es2050 spielt sich eine dauerhaft heftige Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Energiestrategie 2050 ab. Dort kann man seine Favoriten kennzeichnen und diesen zu mehr Publizität verhelfen. Und immer ist diese Solarmedia-Site präsent mit neuesten Meldungen aus der Solarbranche ! 

© Text und Bild: GuntramRehsche / Solarmedia

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Mittwoch, 8. Januar 2020

Auf dem Weg Netto-Null

Was heisst «Klimaangepasste Technik»? So das Thema des ersten Energieforums 2020 in Zürich von Dienstagabend. Im Klima-/Energiebereich bedeutet sie in erster Linie eine Technik, die der notwendigen Sektorenkoppelung gerecht wird. 

Gutbesuchte erste Jahresveranstaltung
des Energieforums Zürich mit rund
200 Interessierten Baufachleuten
(Bild vergrössern mit Klick auf dieses)
Mehr Erklärungsbedarf: Mit Energie- Sektoren sind im wesentlichen die Bereiche Verkehr, Gebäude, Industrie/Haushalte gemeint. Und insgesamt wird die Klimaproblematik nur zu lösen sein, wenn all diese Bereiche gemeinsam gedacht werden – wenn also beispielsweise die Elektro-Mobilität mit den notwendigen Stromspeichern durch die Solaranlage eines Gebäudes gespiesen wird und der gespeicherte Strom allenfalls später auch für das Gebäude und nicht nur das Fahrzeug wieder zur Verfügung steht.

Eine derart gestrickte Energieversorgung wird gemäss dem ETH-Forscher Gianfranco Guidati ermöglichen, dass die Energieversorgung der Schweiz mit Netto-Null-Emissionen (also einer insgesamt ausgeglichenen CO2-Bilanz ohne zusätzliche Emissionen) auskommen wird. Dieses Bilanzierungsziel hatte im 2019 Bundesrätin Sommaruga im Namen des Gesamtbundesrats ausgegeben, unvermittelt und einigermassen überraschend. Alle Gegner der Energiestrategie 2050 (angenommen in der Volksabstimmung von vor bald drei Jahren) sahen sich unvermittelt weiter in die Ecke gedrängt, schlagen seither aber um so wilder um sich, etwa mit der Forderung, für den Klimaschutz eben doch neue Atomkraftwerke (AKW) zu errichten. Aber es geht auch anders, sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis. Guidati ist derzeit mit einem Forscherteam daran, Modelle für das Energiesystem zu entwerfen, die den CO2-Ausstoss minimieren.

Fazit der ETH-Forschung: Es braucht grosse Mengen an Photovoltaik – also sehr viele Anlagen, um Solarstrom zu erzeugen (Anmerkung von Solarmedia: für die Winterstromerzeugung vor allem auch in den Bergen, wie man sich anhand der aktuellen Wettersituation ausmalen kann). Sodann: Der Strombedarf steigt mit der Sektorkoppelung (siehe oben: E-Auto-Mobilität). Der Sommer- / Winterausgleich erfordert den Aufbau eines Systems der Wasserstoff-Elektrolyse sowie der Speicherung. Und schliesslich: Wo allenfalls sogar negative Emissionen (also die zusätzliche und dauerhafte Bindung von CO2) angestrebt sind, bräuchte es eine unteridische CO2-Lagerung. Kein Hehl machte Guidati daraus, dass diese vier Säulen eines neuen schweizerischen Energiesystems kaum völlig autark zu errichten sind. Realistischer und auch kostengünstiger ist die Einbettung in ein gesamteuropäisches Energiesystem, das beispielsweise den Bezug von Wasserstoff aus Norwegen sowie die dortige CO2-Speicherung einbezieht.

Solaranlage Grünmatt, die rechnerisch
den Strombedarf des Anergienetzes
abdeckt (467 Kilowatt peak)
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Die Praxis erläuterte Matthias Kolb, Geschäftsleitung, anex Ingenieure AG anhand des Anergienetzes Friesenberg Zürich – in der zugehörigen Genossenschaft wohnt übrigens auch der Autor dieses Solarmedia-Beitrags. Die Familienheim-Genossenschaft FGZ hat mit ihren rund 5500 Einwohner*innen, einer Energiebezugsfläche von 190'000 m2 und 2300 Wohneinheiten eine neue und weitgehend CO2-freie Wärmeversorgung aufgegleist, die derzeit etwa zur Hälfte bereits realisiert ist. Dabei wird Abwärme der beiden grossen benachbarten Rechenzentren sommers in zwei neu erstellte Erdsondenfelder eingebracht – und steht via Wärmepumpen im Winter zur Beheizung und Warmwasseraufbereitung der Liegenschaften zur Verfügung.
Und die Kosten? Nach Angaben von Matthias Kolb bewegen sie sich bei rund 18 Rappen pro Kilowattstunde Wärme. Das ist derzeit zwar mehr als ölerzeugte Wärme beim immer noch tiefen Ölpreis – doch über die Dauer der Anlage wird dieser vermutlich höher zu liegen kommen und das Projekt für die Wärmebezüger auch finanziell ein Gewinn. Abgesehen davon, dass die FGZ-Bewohner*innen schon heute wissen, dass sie dank einer klimaangepassten Wärmeversorgung einen bedeutsamen Beitrag zur Klimapolitik leisten.

© Solarmedia - Text und Bilder 

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Sonntag, 15. Dezember 2019

Solarausstellung - auch im Winter aktuell !

 



Eingängige Ausstellung zu Thema Solarstrom in Stadtgärtnerei Zürich an der Gutstrasse. Das ewz zeigt, wie Photovoltaik funktioniert und heute auch Mieter*innen eigenen Solarstrom nutzen können. Ausstellung gehört in  jedes Stadtquartier!

© Solarmedia - Text und Bilder 

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Donnerstag, 19. September 2019

Solarplan für die Schweiz - im Videofilm


Swissolar hat die Podiumsdiskussion mit ihrem Präsidenten und Buchautor Roger Nordmann («Sonne für den Klimaschutz») sowie mit Martin Neukom (Regierungsrat Kt. ZH) Ende August aufgezeichnet und auf Youtube gestellt. Ausserdem gab es in der Zwischenzeit Interviews und Reaktionen zum Buch. 

Buchzusammenfassung im Axpo-Blog
Interview mit der BKW 


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Mittwoch, 26. Dezember 2018

Projekt zum Verlieben

Auch in der Schweiz findet das deutsche Alternativ-TV immer wieder Aufsehen erregende Projekte - wie dieses aus Wetzikon (ZH) (ein «schönes» Haus mit hohem Grad an Versorgung mit eigenem Sonnenstrom):



Quelle: Leben mit der Energiewende

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Kt. ZH verpasst Chance

Die gewerbliche Energie-Organisation NEUE ENERGIE ZÜRICH und der Solar-Fachverband Swissolar kritisieren in ihren Vernehmlassungsantworten den Entwurf des Zürcher Energiegesetzes. Mit dem Weglassen von Basismodulen aus der MuKEn 2014 wird die Harmonisierung der Vorschriften über Kantonsgrenzen hinweg sabotiert. Zudem wird dem dringenden klimapolitischen Handlungsbedarf nicht Rechnung getragen. Damit droht der Kanton Zürich eine grosse Chance zu verpassen.

Mehr als 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Schweiz stammen aus Gebäuden. Gemäss Bundesverfassung sind primär die Kantone für Massnahmen im Gebäudebereich zuständig. Zu diesem Zweck hat die Energiedirektorenkonferenz (EnDK) die «Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014)» als Vorlage erarbeitet, die nun von allen Kantonen in ihre Energiegesetze übernommen werden muss. 6 Kantone (BS, BL, JU, LU, OW, VD) haben das bereits getan, in anderen laufen die Vorbereitungen. Am 19.10.2018 läuft die Vernehmlassungsfrist zur Revision des Zürcher Energiegesetzes (EnerG) ab.

Der Kanton Zürich hält sich – anders als die oben genannten 6 Kantone –  nicht an die Vorgaben der EnDK: In der Vernehmlassungsvorlage wurden vier obligatorische Basismodule der MuKEn 2014 weggelassen (Auflistung inkl. Details weiter unten). Unter anderem hat der Kanton Zürich auch die Pflicht gestrichen, bei Neubauten einen minimalen Anteil des Strombedarfs selbst zu erzeugen. An einer Medienkonferenz kritisierten verschiedene Exponenten dieses Vorgehen scharf. Martin Neukom, Kantonsrat GPS und Regierungsratskandidat sagte: «Bei den MuKEn steht der Regierungsrat auf der Bremse. Dabei ist im Gebäudebereich Klimaschutz am einfachsten umzusetzen. Darum muss nachgebessert werden.»

Nationalrätin und Regierungsratskandidatin Rosmarie Quadranti (BDP) kommentierte aus Sicht des Gewerbes: «Der Kanton Zürich vernachlässigt mit dieser Vorlage die dringend notwendige Harmonisierung der baulichen Vorschriften zwischen den Kantonen. Auch Sebastian von Stauffenberg, Präsident NEUE ENERGIE ZÜRICH und CEO AGI AG für Isolierungen, äusserte sich aus dieser Perspektive: «Wir brauchen ein griffiges Energiegesetz, das Anreize für Effizienzmassnahmen und den Einsatz erneuerbarer Energien schafft. So schaffen wir Wertschöpfung im eigenen Land.»

David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar und Vorstandsmitglied AEE SUISSE wies auf die Potenziale der Solarenergie hin: «Allein auf unseren Dächern könnten mit Solaranlagen bis zu 85 Prozent des heutigen Strombedarfs erzeugt werden. Fangen wir bei den Neubauten an, dieses Potenzial für eine saubere Energieversorgung zu nutzen.» Die wichtigsten Forderungen von Swissolar und NEUE ENERGIE ZÜRICH lassen sich wie folgt zusammenfassen:
  • Griffiges Energiegesetz einführen, damit das Gewerbe sich darauf ausrichten kann.
  • Harmonisierung unter den Kantonen erreichen, Übernahme sämtlicher MuKEn-Basismodule.
  • Klare Rahmenbedingungen schaffen, damit künftige Investitionen bei uns Arbeitsplätze generieren können.
  • Gemeinsame Verantwortung für den Klimaschutz wahrnehmen, damit nicht unsere Kinder die Zeche zahlen müssen.
Erstaunliche Fassade - alles sind
Solarmodule - Bild: Guntram Rehsche
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Auch gezeigt wurden an der Medienkonferenz zwei in Bau befindliche Neubauten an der Oberwiesen-/Affolternstrasse in Zürich-Oerlikon (siehe Bilder) besichtigt, deren Fassaden und Balkonbrüstungen vollständig mit Solarmodulen ausgestattet werden. Roger Bögli von der Installationsfirma SunTechnics Fabrisolar AG meinte dazu: «Den meisten Investoren fehlt es am Wissen und an der Erfahrung, dass sich Solaranlagen rechnen und erst noch schön aussehen. Deshalb braucht es jetzt eine Vorschrift für die Eigenstromproduktion bei Neubauten!».

Hintergrundinformationen

Trotz klarer Empfehlung der Energiedirektoren verzichtet die Zürcher Kantonsregierung auf die
Umsetzung folgender Teile im Basismodul der Mustervorschriften (MuKEn 2014):

  • Sanierungspflicht zentraler Elektroheizungen und Elektro-Wassererwärmer (Teil H und I)
    Die Energieeffizienz im Strombereich könnte durch die Sanierungspflicht deutlich erhöht werden, da nach wie vor ca. 14% des schweizerischen Elektrizitätsbedarfs für diese beiden Verwendungszwecke eingesetzt werden. Der vorgeschlagene Gesetzestext verlangt die Sanierung ausserdem nur bei wirtschaftlich vertretbaren und technisch einfach zu realisierenden Voraussetzungen.
  • Eigenstromerzeugung bei Neubauten (Teil E)
    Die Begründung der Verwaltung für eine Ablehnung des Basismoduls E ist aus mehrfacher Hinsicht falsch. Die Vorgabe von 10 Watt pro m2 beheizte Fläche ist auch bei mehr als viergeschossigen Bauten mit einer Photovoltaikanlage leicht zu erreichen. In dem von uns dokumentierten Beispiel «SonnenparkPLUS» in Wetzikon wäre bereits ein Viertel der Dachfläche ausreichend gewesen, um die Vorgabe zu erfüllen. Sollte aus irgendeinem Grund nicht ausreichend Dachfläche zur Verfügung stehen, könnte man die 10 Watt auch an der Fassade realisieren. Gerade für die Fassade kommen immer mehr und effizientere PV-Anlagen auf den Markt, so dass insbesondere bei hohen Gebäuden Fassadenflächen zur Stromerzeugung immer wichtiger werden.
  • Vorbildfunktion öffentliche Hand (Teil M)
    Die öffentliche Hand muss zwingend mit gutem Beispiel vorangehen. Die Technik dazu ist vorhanden und erprobt. Die Massnahmen sind wirtschaftlich und nachhaltig.
Mehr Informationen:
Über NEUE ENERGIE ZÜRICH
Die Unternehmerinitiative NEUE ENERGIE ZÜRICH setzt sich aus Unternehmen, die im Kanton Zürich ansässig sind, zusammen. Die NEUE ENERGIE ZÜRICH ist eine Partnerorganisation der AEE SUISSE, Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Auf kantonaler Ebene suchen wir aktiv den Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Wirtschafts- und Energiebereich. So bündeln wir unsere Kräfte für die politische Interessenvertretung. www.zuerich.aeesuisse.ch

Über Swissolar
Swissolar vertritt als Branchenverband die Interessen von 700 Verbandsmitgliedern mit rund 6‘000 Arbeitsplätzen der Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden. Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie als wir brauchen. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Energieträger ein. Wärme und Strom von der Sonne nehmen dabei eine zentrale Stellung ein. www.swissolar.ch

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Mittwoch, 22. August 2018

Eine Woche voller Ozon

Seit einer Woche nun liegen die Ozonwerte am oder über dem Grenzwert, seit fünf Tagen deutlich darüber. Und doch guckt kein Schwein – geschweige denn ein Mensch, und sei es auch nur ein Verantwortlicher einer Umweltorganisation.

Wissen könnten wir es eigentlich alle. Die Website www.ozon-info.ch lässt uns täglich und sehr detailliert die Schadstoffbelastung für jeden Schweizer Kanton und die meisten Gemeinden einsehen. Und was zeigen diese Werte – beispielsweise für Zürich: einen rekordhohen Wert an diesem Mittwoch Ende August - siehe Darstellung:

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Dabei sind die Werte für Zürich keine extremen Daten, liegen vielmehr ungefähr im Schweizer Mittel. Da gibt es auch an diesem Mittwoch wieder Orte, die nochmals zehn bis 20 Prozent mehr drauf haben (zum Beispiel im Kanton Basel-Land). Der Grenzwert von 120 Mikrogramm pro m3 sollte eigentlich nur einmal jährlich überschritten werden. Doch davon kann zumindest im laufenden Jahr längst nicht mehr die Rede sein.

Was soll’s? werden sich manche denken – und andere werden husten. Hier zur Erinnerung: Die Schweizerische Lungenliga schreibt auf ihrer Website «Phasen mit hoher Ozonbelastung treten besonders im Sommer auf. Die Luftreinhalteverordnung toleriert jährlich nur eine einzige Überschreitung des Stundenmittelwertes von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter. Ab diesem Wert ist mit gesundheitlichen Reaktionen zu rechnen». Und zählt zu den Folgen:
  • 120-150 µg/m³: «Deutliche Belastung». Gesundheitliche Beeinträchtigungen können auftreten, vor allem bei Personen mit bereits bestehenden Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Kindern und älteren Menschen.
  • 150-180 µg/m³: «Erhebliche Belastung». Bei empfindlich reagierenden Personen sind Schleimhautreizungen von Augen, Nase und Hals wahrscheinlich.
  • 180-240 µg/m³: «Hohe Belastung». Die Wahrscheinlichkeit für Schleimhautreizungen ist erhöht.
  • Über 240 µg/m³: «Sehr hohe Belastung». Die Wahrscheinlichkeit für Reizungen der Schleimhäute ist stark erhöht

Zur aktuellen Situation (dem vielfachen Überschreiten des Grenzwerts in den vergangenen Tagen) ist allerdings auch von der Lungenliga nichts zu vernehmen – vielleicht ist auch aus ihrer Sicht die Lage wenig bedrohlich. Oder doch? So oder so bleiben die Tipps an jeden Einzelnen, nämlich:
  • Körperliche Anstrengungen wie Joggen, Wandern und Gartenarbeit an sonnigen Sommertagen vormittags oder abends einplanen.
  • Sport im Wald treiben, da die Luft dort kühler, schattiger und weniger belastet ist.
  • Es ist nicht nötig, bei hohen Ozonwerten im Haus zu bleiben. Man sollte lediglich grosse Anstrengungen vermeiden.
  • Menschen, die bei hohen Ozonwerten Atemwegsbeschwerden haben, sollten ihren Arzt aufsuchen.

Der Kanton Basel-Stadt hält aktuell auf seiner Website       fest: «Die heissen, sonnigen Sommertage in diesem Jahr sind geprägt von einer hohen Ozonbelastung. Die Ozonwerte sind deutlich höher als in den letzten zwei Jahren und vergleichbar mit dem Jahr 2015. Allerdings wurden die Extremwerte vom Jahrhundertsommer 2003 im 2018 nicht annähernd erreicht.» Und einzig die NZZ lieferte unlängst eine etwas ausführlichere Wertung der aktuellen Lage > siehe hier.

Gleich zweifacher Trost: In Österreich sieht es derzeit noch leicht schlimmer aus und ab morgen erwartet das CH-Bundesamt für Umwelt zusammen mit der Temperaturabkühlung auch tiefere Werte beim  Ozon – also sollen wir wieder mal vergessen....

Solarmedia lässt es nicht dabei bewenden und stellt einen Zusammenhang her zwischen der Ozonbelastung und den fossilen Energien, die unser Verkehrssystem lenken – und macht auf Twitter wiederholt auf die aktuelle Situation aufmerksam, siehe: