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Dienstag, 19. Mai 2026

Register erleichtert Umsetzung von lokalen Strommodellen

Mit dem wachsenden Interesse an dezentraler Stromproduktion und Eigenverbrauch steigt auch der Bedarf an professioneller Begleitung. Wer eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) oder einen (virtuellen) Zusammenschluss zum Eigenverbrauch ((v)ZEV) gründen möchte, findet ab sofort zusätzliche Unterstützung: Auf der Informationsplattform www.lokalerstrom.ch steht neu ein Register für Abrechnungsdienstleister zur Verfügung. Damit schaffen Swissolar und VSE mehr Transparenz im Markt und vereinfachen so die Umsetzung lokaler Stromprojekte. 

Viele Initiantinnen und Initianten von lokalen Strommodellen benötigen Unterstützung in der Beratung, Umsetzung und schliesslich im Betrieb und der Abrechnung. Bislang fehlte ein zentraler Überblick über entsprechende Anbieter. Das neue Register von lokalerstrom.ch schliesst diese Lücke: Es bietet eine strukturierte Übersicht über Dienstleister – von privaten Anbietern über Energieversorger (EVU) bis hin zu Verteilnetzbetreibern (VNB) – inklusive Kontaktangaben und Informationen zu ihren Leistungen.  

Im Register können schnell passende Abrechnungsdienstleister gefunden werden. Die Anbieter können u.a. nach Sprache, Region und Dienstleistungsangebot gefiltert werden. Weitere Anbieter können sich ab sofort selbst im Register eintragen. Die Einträge werden vor der Veröffentlichung auf Plausibilität geprüft. 

 

Unabhängige Informations­plattform rund um lokal produzierten Strom 

Die Plattform www.lokalerstrom.ch richtet sich an Gemeinden, Unternehmen, Immobilienbesitzende und Privatpersonen, die lokale Strommodelle umsetzen möchten. Sie erleichtert die Planung und Umsetzung mit neutralen und aktuellen Informationen, Vorlagen und praxisnahen Tools. Lokaler Strom – also Strom, der direkt vor Ort produziert und verbraucht wird (oftmals aus erneuerbaren Energien wie Solar) –trägt zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und zur Senkung der Energiekosten bei. Modelle wie LEG und (v)ZEV ermöglichen es, Strom innerhalb von Quartieren, Gebäuden oder Gemeinden gemeinsam zu nutzen. Auch für VNB bietet die Plattform eine Unterstützung bei der Umsetzung der häufig ändernden und immer komplexeren Regelungen.


Hinweis: Lokalerstrom.ch übernimmt keine Haftung für die im Register aufgeführten Anbieter und deren Angaben. 

Weitere Informationen  

  • Für weitere Informationen zur Umsetzung von ZEV, vZEV, LEG und Praxismodell:  
    www.lokalerstrom.ch   

Donnerstag, 5. Februar 2026

Axpo baut Europas grösste Solardachanlage

Die Axpo Tochter Urbasolar hat mit dem Bau Europas grösster zusammenhängender Dachsolaranlage begonnen. Die Anlage entsteht auf dem 136.000 m² grossen Dach des Logistikgebäudes OMEGA in Dourges, Nordfrankreich, und hat eine Leistung von 18 Megawatt. Darum geht’s:

  • Axpo Tochter Urbasolar baut Europas grösste Dachsolaranlage auf dem OMEGA-Logistikgebäude in Dourges (Nordfrankreich) mit 18 MWp Leistung – davon 1 MWp für den Eigenverbrauch. Die Anlage könnte über 4500 Haushalte mit Strom versorgen.
  • Das OMEGA-Gebäude umfasst 136 000 m2 und bietet Platz für 450 Mitarbeitende; darunter die von PepsiCo.
  • Statt nur das gesetzliche Minimum von 30 Prozent der Dachfläche zu nutzen, deckt das Projekt die gesamte nutzbare Dachfläche mit Solaranlagen ab und zeigt die Kompetenz in grossflächigen Dachinstallationen von Urbasolar.

Das Logistikgebäude OMEGA (siehe Bild oben) wurde als Vorbild für Energieeffizienz konzipiert. Es besteht aus zwölf Lagereinheiten mit je rund 11.000 m² Fläche, einer Höhe von 11,5 Metern und Laderampen an zwei der vier Fassaden. Mit Platz für bis zu 450 Mitarbeitende trägt das neue Lager zur Erfüllung der wachsenden Anforderungen der nationalen Logistik und zur Dekarbonisierung von Logistikaktivitäten bei – insbesondere für den PepsiCo-Konzern, der sich für OMEGA entschieden hat und Ende September 2025 eingezogen ist.

Das OMEGA-Projekt wird von SPL Delta 3 geleitet, dem Immobilienentwickler hinter der multimodalen Plattform. Diese wird von einem gemischten Konsortium und der Region Hauts-de-France getragen. Die Endinvestoren Tristan Capital Partners und Edmond de Rothschild REIM France finanzieren das Projekt gemeinsam.

Thibault Ancely (Geschäftsführer, Tristan Capital Partners) und Kristelle Wauters (Vorstandsvorsitzende, Edmond de Rothschild REIM France) betonen: «Wir sind stolz, Teil eines Projekts zu sein, das Innovation und Nachhaltigkeit verbindet. Unser Ziel ist die Entwicklung von Logistikinfrastrukturen, die heutigen ökologischen Anforderungen entsprechen. Die Partnerschaft mit Urbasolar ist dabei zentral für die Maximierung der Energieeffizienz.»

Antoine Millioud, Präsident von Urbasolar und Leiter der Division Solar bei Axpo, ergänzt: «Dieses Projekt ist ein Meilenstein unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Durch die Integration modernster Photovoltaik-Lösungen zeigen wir, dass Solarenergie Energiekosten und CO₂-Emissionen erheblich senken kann. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit Partnern, die unsere Vision einer nachhaltigen Energiezukunft teilen.» Das Projekt unterstreicht das Engagement von Axpo, die Energiewende voranzutreiben und erneuerbare Energiequellen auszubauen

«Um dieses Gebäude zum Vorbild in der Umweltbilanz zu machen, wollten wir uns nicht auf das gesetzliche Minimum von 30 % Dachfläche beschränken,» erklärt Emmanuel Favreuille, Direktor bei SPLA DELTA 3. «Die Entscheidung, die gesamte nutzbare Dachfläche mit einer Mischung aus Eigenverbrauch und Einspeisung auszustatten, erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor – besonders da Energiemanagement für unsere Kunden zunehmend wichtiger wird.»

Quelle: Axpo Medienmitteilung

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Montag, 2. Februar 2026

Solar, lokal, clever

Ob Mieter, Hauseigentümerin oder Gemeinde: Neue Stromverbünde machen Energie zur Gemeinschaftssache. Sie ermöglichen, dass Solarstrom dort genutzt wird, wo er entsteht – direkt in der Nachbarschaft.

Das am 1. Januar 2025 in Kraft getretene Stromgesetz (Mantelerlass) ermöglicht es unter anderem, lokal produzierten Solarstrom einfacher vor Ort zu verkaufen und zu konsumieren. Dadurch sollen auch Mieterinnen und Mieter, die keine eigene Photovoltaikanlage installieren können, von den Vorteilen des Solarstroms profitieren können. «Die Mieter auf diese Weise zu Akteuren der Energiewende zu machen, war eine revolutionäre Idee», sagt Wieland Hintz vom Bundesamt für Energie BFE. Die neuen Stromverbünde, so der Verantwortliche Solarenergie, seien beliebt, und die Anzahl der Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) wachse schnell.

In ihrem Netzgebiet, so schätzen die Bernischen Kraftwerke (BKW), waren Ende 2025 rund 4000 Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch aktiv. Virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV) gab es bis Ende 2025 etwa 180 (siehe Zweittext „Die neuen Stromverbünde auf einen Blick“).

Ähnlich sieht es bei den Centralschweizerischen Kraftwerken (CKW) aus: Seit Anfang 2025 wurden in ihrem Versorgungsgebiet rund 220 vZEV registriert. Vor allem bei bestehenden Liegenschaften seien virtuelle Zusammenschlüsse interessant, da keine Anpassungen an den elektrischen Installationen nötig sind, erklärt André Rast von den CKW. Gemäss Gesetz sind alle Schweizer Stromversorgungsunternehmen verpflichtet, die verschiedenen Formen der neuen Verbünde in ihrem Gebiet zu erlauben. «Dass wir Stromverbünde ermöglichen, ist ein Auftrag des Gesetzgebers. Ein Geschäftsmodell sind sie für unser Unternehmen nicht», erklärt BKW-Mediensprecher Manfred Joss.

Tessiner Pilotprojekt
Auch für den Tessiner Energieversorgungsunternehmen Azienda Elettrica di Massagno (AEM) rechnen sich die Zusammenschlüsse nicht. Doch mittelfristig könnten sie dazu beitragen, das Netz zu entlasten, wenn in Spitzenzeiten viel Solarstrom produziert wird, sagt Daniele Farrace, der Chief Innovation Officer. Das Interesse der AEM an neuen Stromverbünden ist jedenfalls da: Das Energieversorgungsunternehmen hat die «Lugaggia Innovation Community» (LIC) initiiert, ein vom BFE unterstütztes Pilot- und Demonstrationsprojekt im Dorf Lugaggia in der Region Lugano. Der Versuch zwischen 2019 und 2022 verlief positiv. Der ZEV wird weitergeführt und das gelungene Praxisbeispiel stiess weit über das Tessin hinaus auf Interesse.

Ausgangspunkt für den Zusammenschluss war der Neubau eines Kindergartens mit einer PV-Anlage auf dem Dach. Für überschüssigen Solarstrom während der Sommerferien suchte die Gemeinde Abnehmende. So entwickelte sich schliesslich ein ZEV mit sechs weiteren Solaranlagen als Anbietende und 18 benachbarten Einfamilienhausbesitzerinnen und -besitzern als Abnehmende des Stroms. Je nach Verbrauch fallen die Einsparungen unterschiedlich hoch aus. Doch über den ganzen Verbund gesehen sind die Stromkosten um 3000 bis 4000 Franken pro Jahr gesunken. «Das Gesetz sah vor, dass bei einem ZEV alle Haushalte, die an demselben Anschlusspunkt angeschlossen sind, mitmachen. Bei 18 Hauseigentümerinnen und -eigentümer bedeutete das viel Überzeugungsarbeit», betont Daniele Farrace.

Weil seit Anfang des Jahres die Gründung von Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) möglich ist, befassen sich neuerdings nicht nur Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit neuen Stromverbünden, sondern auch Gemeinden, so etwa Köniz bei Bern. Sie will den Ortsteil Mittelhäusern zum Reallabor machen, das zeigen soll, wie im Jahr 2050 in der Schweiz eine 100-prozentig erneuerbare Energieversorgung aussehen könnte. Der Einsatz von Solarenergie habe in den vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte erzielt, dennoch sei in der Schweiz bisher keine Ortschaft bekannt, die ihr Potenzial systematisch nutze.

Eine wichtige Rolle bei der Energiezukunft von Mittelhäusern spielt eine LEG. Das Projekt sieht vor, auf allen grösseren Dächern Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern zu bauen. Wie eine Studie der Berner Fachhochschule zeigt, ist es dank intelligenter Steuerung möglich, den Solarstrom gleichmässig und über längere Zeit in die neue LEG einzuspeisen. Gemäss der Studie steht so zusammen mit der Schweizer Wasserkraft genügend erneuerbare Energie zur Verfügung, um alle heute noch verwendeten fossilen Energien zu ersetzen. «Wir wollen die neuen Möglichkeiten der lokalen Elektrizitätsgemeinschaften nutzen und so die regionale Wertschöpfung steigern», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. «So wird die Energieversorgung nachhaltiger und auch günstiger.»

Die neuen Stromverbünde auf einen Blick
Beim klassischen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), möglich seit 2018, teilen sich benachbarte Haushalte, die über einen gemeinsamen Hausanschluss verfügen, den selbst produzierten Strom (Eigenverbrauch). In der Regel sind dies die Parteien eines Mehrfamilienhauses, die Strom über die privaten Leitungen im Haus austauschen. Aber auch Haushalte oder andere Stromverbraucher wie KMU in benachbarten Gebäuden können sich zu einem ZEV zusammenschliessen, sofern die Gebäude durch eine private Leitung miteinander verbunden sind. Also der eigenverbrauchte Strom nicht über das öffentliche Netz fliesst. Bei der Gründung eines klassischen ZEV müssen private Stromzähler bei den Teilnehmenden installiert werden. Bei einem ZEV mit mehreren Gebäuden kann es notwendig sein, private Leitungen zu verlegen.

Smart Meter machen virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV) möglich, die seit 2025 gesetzlich geregelt sind. Private Zähler müssen hier nicht installiert werden. Es lassen sich gegen Entgelt die Smart Meter des Stromversorgungsunternehmens verwenden. Virtuelle ZEV bieten mehr Flexibilität, da nicht zwingend alle Parteien im ZEV-Perimeter mitmachen müssen und neu auch Anschlussleitungen bis zur Verteilkabine für den Eigenverbrauch verwendet werden können. Letzteres ermöglicht einen Zusammenschluss in einem grösseren Umkreis, und es können mehr Endverbraucherinnen und -verbraucher lokal produzierten Strom nutzen. Bei beiden Modellen gilt die ganze Gemeinschaft gegenüber dem Stromversorgungsunternehmen als einziger Kunde.

Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) sind seit Anfang dieses Jahres möglich. Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmenden auf der gleichen Netzebene ans öffentliche Netz angebunden sind, im Versorgungsgebiet desselben lokalen Verteilnetzbetreibers liegen und zur gleichen Gemeinde gehören. Zudem muss die Produktionsleistung der LEG mindestens 5 % der gesamten Anschlussleistung der beteiligten Endverbraucherinnen und -verbraucher ausmachen. Die LEG nutzt das öffentliche Verteilnetz, wobei aber nur reduzierte Netznutzungskosten anfallen. Hingegen können auch räumlich weiter voneinander entfernte Haushalte eine solche Gemeinschaft bilden. Die einzelnen LEG-Teilnehmenden bleiben Kunden des lokalen Stromversorgungsunternehmens, der mit ihnen den zusätzlich bezogenen Strom und die Netznutzung abrechnet.

Quelle: https://energeiaplus.com/2026/01/30/solar-lokal-clever/

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Sonntag, 2. November 2025

Energiewende eben doch!


Plötzlich (fast) überall in der Schweiz präsent:
Solarstromanlagen auf Privathäusern
Bild Zürich-Irchel: Guntram Rehsche
Für einmal sei Bezug genommen auf jenen Energiewende-Skeptiker, von dem ich mal behaupte, er verstehe eigentlich von Energien wenig bis gar nichts. Markus Somm, seines Zeichens Chefredaktor des ultrarechten Nebelspalters, Sohn des früheren ABB-Schweiz-Chefs und einst linksradikal soweit draussen, wie ich gar nie denken konnte, dieser Somm also kann sich jeden Sonntag in der Sonntagszeitung des Hauses TA-Media zum Weltgeschehen auslassen. Und er macht das besonders gerne zu Energiefragen und zur Klimapolitik. 

So behauptet Markus Somm in einem Beitrag an diesem Sonntag (ganz «Solar am Sonntag») unter dem Titel «Bill Gates hat recht», dass dessen Haltung zur Klimapolitik bemerkenswert sei, weil er sie total und diametral verändert hat. Früher sah Gates, in der Klima- wirklich die drängendste aller Zeitfragen. Plötzlich ist das nun nicht mehr so. Der Meinungswandel sei einem der reichsten Männer der Welt aus meiner Sicht ja unbenommen. Hingegen ist der Applaus von Somm begleitet von fragwürdigen und sonderbaren Argumenten.

Somm begleitete seine früheren Energie-Ergüsse eine ganze Zeit lang auch mit einem Gekreische wie «Atom Atom Atom» (nachzuhören auf der Nebelspalter-Website) und er glaubt nun zu erkennen, dass das Geld missgleitet ist, welches in die Energiewende investiert wird. Die CO2-
Deutschland hellgrün eingefärbt
unterdessen häufig nur noch geringer 
CO2-Ausstoss bei der Energieproduktion.
Emissionen seien beispielsweise mit diesem Geld nicht eingedämmt worden, wobei er gefliessentlich unterschlägt, dass sie zum Beispiel in Deutschland dank der Energiewende derzeit zumindest zu einem  Stopp gekommen sind (siehe Grafik). Mehr erneuerbare Energien wie Solar- und Windstrom verringern entgegen der Behauptungen von Somm und aller EnergieskeptikerInnen den CO2-Ausstoss eben doch. Und so ist Somm auch nicht auf der Höhe, wenn er die Entwicklung in China beurteilt - wo er nach wie vor zu erkennen glaubt, dass der Zubau von Kohlekraft wichtiger als jener von Energien der erneuerbaren Art sei und vor allem Atomkraft eine grosse Rolle spiele. Was erwiesenermassen nicht stimmt.

Es mag Zufall sein und der Eindruck beruht nur auf einer bezahlten gesponserten Artikel-Serie in der gleichen Ausgabe der Sonntagszeitung - da heisst es unter dem Titel «Heizsystem ersetzen: So profitieren Sie von erneuerbarer Energie», dass eben im Wärmebereich sich derzeit ein Wandel abzeichnet, dem die Aussagen eines Markus Somm überhaupt nicht standhalten. Erneuerbare Heizsysteme senken den CO2 Ausstoss nachgewiesenermassen, ebenso die Energiekosten. Der Schweizer Gebäudebereich ist diesbezüglich ein leuchtendes Beispiel, wenn der Weg auch noch lange nicht zu Ende gegangen ist. 
 
Es gibt noch vieles dieser Energie-Skepsis entgegenzusetzen, ein letztes sei hier der Hinweis auf alle jene Länder weltweit, auch ärmere Staaten, die etwa wie Pakistan derzeit eine regelrechte Solar-Revolution erleben, die Menschen erstmals überhaupt den Zugang zu Elektrizität ermöglicht. Was vielerlei Auswirkungen auf das Alltagsleben hat, beispielsweise die Verfügbarkeit von Licht in der Nacht, welches dem Lernen der Schülerschaft hilft oder auch den  Kühlmöglichkeiten für medizinische Stoffe. Somm liegt also eindeutig daneben, wenn er nun Gates zu seinem Kronzeugen macht, zumal dieser sich nicht direkt zur Energiewende geäussert hat. Vielmehr heisst die Realität: Zukunft ist erneuerbar!

Copyright: Solarmedia Text & Bild Guntram Rehsche / 
Grafik: Screenshot https://app.electricitymaps.com/map/72h/hourly
 

Freitag, 31. Oktober 2025

Energiedashboard zeigt Prognosen zu regionaler Solarstromproduktion

Das Energiedashboard des Bundesamts für Energie (BFE) zeigt neu Tagesdaten zur Solarstromproduktion auf regionaler Ebene (Bezirke) sowie eine Fünf-Tages-Prognose in stündlicher Auflösung. Basis dafür sind Informationen zur gesamthaft installierten Leistung der Solarstromanlagen in der Schweiz. Damit steht den Stromnetzbetreibern und der Öffentlichkeit eine wichtige Datenquelle zu Verfügung, die zeigt, wie viel Solarstrom in den verschiedenen Regionen des Landes aktuell produziert wird und wie sich die Produktion in feiner zeitlicher Granularität im Jahresverlauf und in naher Zukunft verändert.

Die neue Datengrundlage wurde vom BFE gemeinsam mit dem Swiss Data Science Center (SDSC) entwickelt. Die gesamthaft installierte Kapazität der Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in der Schweiz kombiniert Informationen von Pronovo, dem Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR), 3D-Modelle aus dem Swissbuildings Vektordatensatz sowie aus Luftbildern von Swisstopo. Letztere werden mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet, um nicht registrierte PV-Anlagen im Datenbestand zu ergänzen. Für die Berechnung der PV-Produktion und der Produktionsprognose werden meteorologische Daten von Copernicus und MeteoSchweiz sowie regionale Wachstumsfaktoren verwendet. So entsteht ein möglichst vollständiges und aktuelles Abbild der PV-Produktion in der Schweiz mittels Data Science und der Nutzung von KI. Die Daten werden als Open Data bereitgestellt.

Die stetig wachsende, wetterabhängige Solarstromproduktion macht den Betrieb der Stromnetze zunehmend herausfordernder und aufgrund ungenauer oder fehlender aktueller Prognosen, beispielsweise über Wochenenden oder Feiertage, steigen die Kosten für Ausgleichsenergie für die Konsumentinnen und Konsumenten. Die neuen Daten zur PV-Produktion im Energiedashboard leisten einen wichtigen Beitrag zu Transparenz, Planungssicherheit und zur Optimierung des Schweizer Energiesystems für die nationale Netzgesellschaft, die Verteilnetzbetreiber, Energieversorger, Behörden und die Öffentlichkeit.


 

Freitag, 20. Juni 2025

Weltweit grösste PV-Anlage auf Industriedach von Schweizer realisiert

Die gigantische PV-Dachanlage mit dem Montagesystem MSP von
Schweizer ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein
Modell für die klimagerechte Nutzung grosser Dachflächen weltweit –
ein Leuchtturmprojekt mit Vorbildfunktion (Bild: SolarFuture ApS)

In Dänemark wurde auf dem gigantischen neuen Zentrum des Logistikunternehmens DSV die weltweit grösste PV-Dachanlage in Betrieb genommen – und das mit einer Lösung der Hedinger Ernst Schweizer AG. 

Mit gegen 78'000 installierten Solarmodulen auf einer Fläche von über 300’000 Quadratmetern – das entspricht rund 42 Fussballfeldern – setzt das Projekt im dänischen Horsens weltweit neue Massstäbe. Die installierte Leistung beträgt 35 Megawatt Peak (MWp), die erwartete jährliche Stromproduktion liegt bei 33,15 Gigawattstunden (GWh). Damit kann das Logistikzentrum nicht nur seinen Eigenbedarf vollständig decken, sondern zusätzlich 140 Ladestationen für Elektrofahrzeuge vor Ort betreiben. Die CO₂-Einsparung beträgt jährlich rund 5’300 Tonnen – ein bedeutender Beitrag zur Klimastrategie von DSV.

Innovatives Montagesystem für maximale Effizienz: Als Unterkonstruktion entschied sich der ausführende dänische Anbieter SolarFuture ApS für eine Lösung von Schweizer. Zum Einsatz kommt das ballastierte Montagesystem MSP-FR east-west – eine aerodynamisch optimierte Lösung, die komplett ohne Dachdurchdringung installiert werden kann. Die Ost/West-Ausrichtung der Module sorgt für eine gleichmässige Energieerzeugung über den Tagesverlauf, steigert die Eigenverbrauchsquote und entlastet das Stromnetz in Spitzenzeiten.

Die Vorteile des Montagesystems MSP-FR im Überblick:

– Wenige und leichte Komponenten

– Schnelle und einfache Montage durch teilweise Vormontage, weniger Schrauben dank raffiniertem Klicksystem

– Hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Dachtopografien

– Geringe Lasteinwirkung und optimale Gewichtsverteilung– Ressourcenschonender Einsatz von Aluminium, produziert mit rund 75 % weniger CO₂-Emissionen als branchenüblich

– Blitzstromtragfähigkeit für höchste Sicherheitsanforderungen

Ein Leuchtturmprojekt für die Energiewende: «Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie industrielle Dachflächen zum Motor der Energiewende werden können», sagt Gunnar Johansson, Geschäftsbereichsleiter Solar der Ernst Schweizer AG. «Wir sind stolz darauf, dass wir für dieses wegweisende Projekt ausgewählt wurden und mit unserem Montagesystem MSP-FR einen wichtigen Beitrag zur Realisierung dieser aussergewöhnlichen Anlage leisten konnten. Es ist ein starkes Signal, wie Dachflächen intelligent für die Energiewende genutzt werden können.» Das effiziente Montagesystem MSP-FR bildet die tragende Basis dieser wegweisenden Anlage und unterstreicht gemäss Medienmitteilung des Unternehmens die Rolle des Schweizer Familienunternehmens als Anbieter führender Lösungen für mehr Effizienz bei der Photovoltaik.

Quelle: www.ernstschweizer.com

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Mittwoch, 2. April 2025

Viele Farbtupfer am 2.Tag der PV-Tagung

Der zweite Tag der 23.PV-Tagung steht im Zeichen der Farbe - die immer mehr Einzug hält bei den verschiedensten Solaranlagen - hier eine Bildauswahl (Vergrössern mit Klick auf Bilder und mehr Info über swissolar.ch):

 











 Auswahl & Screenshots: Solarmedia - Vergrössern mit Klick auf Bilder

Siehe auch: Solarmedia vom 1.4.25: PV-Tagung läuft

 Über Swissolar
Swissolar ist der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie. Er vertritt die Interessen von rund 1300 Verbandsmitgliedern mit über 11’000 Arbeitsplätzen in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden.

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie als wir brauchen. 2024 lieferte Photovoltaik rund 11 % des in der Schweiz verbrauchten Stroms. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Energieträger ein. Strom und Wärme von der Sonne nehmen dabei eine zentrale Stellung ein. Mehr Infos: www.swissolar.ch

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Montag, 31. März 2025

Zu einem «grünen Kraftwerk» umgebaut

Der Hauptsitz von Energie 360° in Zürich ist in den vergangenen zwei Jahren instand gesetzt und umgebaut worden. Die grossflächige Photovoltaik-Fassade und deren brandschutztechnische Realisierung haben Pioniercharakter.

Von März 2023 bis März 2025 ist der Hauptsitz von Energie 360° in Zürich-Altstetten umgebaut und instand gesetzt worden. Die baulichen Massnahmen umfassten hauptsächlich die Erneuerung der Gebäudetechnik, die inneren Oberflächen, die Umgestaltung in eine zeitgemässe Arbeitsumgebung und die Aufwertung des Aussenbereichs mittels neuer Begrünung. Der Bezug hat bereits stattgefunden, die Umgebungsarbeiten werden im Frühling 2025 fertiggestellt.

PV-Fassaden ein Brandschutz-Pionierprojekt: Die Photovoltaik (PV) bildete bei der Instandsetzung einen Schwerpunkt. Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe und Verwaltungsratspräsident von Energie 360°: «Künftig produziert Energie 360° rund die Hälfte des jährlichen Energiebedarfs ihres Gebäudes selbst.» Und Jörg Wild, CEO von Energie 360°, betont: «Die Dach- und Fassadensolaranlagen mit 1600 Elementen machen unseren Hauptsitz in Altstetten zum grünen Kraftwerk. Es erzeugt etwa 325 Megawattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr.»

Einen Sondereffort leisteten die Projektbeteiligten betreffend Brandschutz: Die Gebäudeversicherung Kanton Zürich erhöhte ihre Bewilligungspraxis um eine zusätzliche Anforderung, als sich das Projekt in der Bewilligungsphase befand: Bei Gebäuden, die höher als elf Meter sind, brauchte es neu zwingend den Nachweis, dass sich ein Brand der PV-Module nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

Da es in der Schweiz keine Prüfstelle für den erforderlichen Nachweis gab, wurde das städtische Amt für Hochbauten mit den Brandschutzfachleuten in Leipzig fündig. Der zweite Brandversuch mit ergänzten Brandriegeln aus Stahlblechen war erfolgreich. Die Westfassade mit durchgehenden, grossflächigen Solarpanels konnte realisiert werden. Auf der Ost- und Südseite wurden Solarpanels auf die Brüstungsbänder unterhalb der Fenster verbaut. Hochbauvorsteher André Odermatt zeigte sich sichtlich erfreut über das Pionierprojekt: «Das Ergebnis beweist, dass es trotz der Herausforderungen möglich ist, grossflächige PV-Fassaden zu realisieren – und dass diese in hoher gestalterischer Qualität umgesetzt werden können.» Dies ist der Expertise von Jessenvollenweider Architektur aus Basel zu verdanken, die mit der Sanierung beauftragt waren. Der Hauptsitz von Energie 360° dürfte schweizweit das erste Gebäude sein, dessen grossflächige PV-Fassade mit diesem Prüfverfahren gebaut wurde.

Unternehmen investiert in den Ausbau der Photovoltaik: Die rund 1600 PV-Module auf einer Fläche von 2600 m2 decken rund 50% des Energiebedarfs des Gebäudes. Dabei nutzt Energie 360° rund 80% des erzeugten Solarstroms selbst – beispielsweise für die eigene E-Autoflotte. Die Ladeinfrastruktur umfasst 91 Ladepunkte und kann auf 148 erweitert werden.

Energie 360° verfolgt das Ziel, gemeinsam mit ihren Kund*innen die nachhaltigen Energie- und Mobilitätslösungen der Zukunft zu schaffen. Dazu baut, finanziert und betreibt sie in der ganzen Schweiz Solaranlagen in integralen Arealen und auf Industriebauten. Ebenso setzt das Unternehmen Projekte in der Landwirtschaft um und treibt so die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Photovoltaik weiter voran. Das Unternehmen hat sich unter anderem grössere Aufträge für PV-Anlagen auf Lärmschutzwänden an Schweizer Autobahnen gesichert.

(Gemeinsame Medienmitteilung der Stadt Zürich und Energie 360°)

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Donnerstag, 16. Januar 2025

The next big thing: Bidirektionales Laden

Wer geglaubt hat, die Energiewende laufe sich tot, reihe nur noch Photovoltaikmodul oder Windrad aneinander und sonst geschehe nichts mehr, wird gerade eines Besseren belehrt (wenn auch die Ewiggestrigen Wende-Skeptikerinnen nicht weit sind). Das neue und gänzlich belebende Element der Energiewende ist die Elektromobilität - wovon sich die Teilnehmer*innen einer Veranstaltung des Forums Energie Zürich (FEZ) diese Woche überzeugen konnten.

Im neuen Kompetenzzentrum im Industriegebiet Haid in Freiburg in Breisgau wird das Fraunhofer ISE auf über 3.700 Quadratmetern Laborfläche an innovativen Batteriematerialien und -zellen forschen, optimierte Lösungen für Batteriesysteme entwickeln, ihre Integration in verschiedene Anwendungen vorantreiben sowie Qualitätssicherungsprüfungen durchführen.

Auch in den Medien heisst es derzeit viel bedeutend: «Elektroautos können viel mehr, als „nur“ leise und ohne Abgase zu fahren.  Mit bidirektionaler Ladetechnologie können sie Strom speichern und ins Netz zurückspeisen. Die jüngste Studie von Transport & Environment (T&E) zeigt, dass dies Europas Energieversorgern und Autofahrenden Einsparungen in Milliardenhöhe ermöglichen könnte. Diese resultieren vor allem aus einer effizienteren Nutzung der Erzeugungskapazitäten, der Reduzierung von Abregelungen und einem geringeren Kraftstoffverbrauch (siehe: PV-Magazine).» 

Bei den Milliarden sind wir in der Schweiz noch nicht so weit - aber mit einer Aufsehen erregenden Zahl vermochte Helion-Ingenieur Daniel Sieveking die Zuhörer*innen an der Zürcher Veranstaltung doch zu fesseln: Nach seinen Berechnungen reichen bereits 100'000 Elektrofahrzeuge, um die Anschlussleistung des Speichkraftwerks Linth-Limmern zu erreichen - und die Schweiz hat rund vier Millionen Fahrzeuge, also rechne.... Helion, schweizweit tätiger Solar-Grossinstallateur und seit mehr als einem Jahr Tochtergesellschaft der grossen Autohandelsfirma Amag, hat längst Fuss gefasst im Geschäft mit dem bidirektionalen Laden. Aber der technischen Hindernisse sind gemäss Sieveking noch einige, vor allem die verschiedenen Stromarten Wechsel- und Gleichstrom gehören dazu. Lösungen sind in den kommenden Jahren, so bis 2028 in Sicht.

Fuss gefasst in diesem viel versprechenden Geschäft der Energiewende haben übrigens auch die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ). Deren Elektrotechniker David Wütschert präsentierte vor dem Energie Forum realisierte Beispiele von Ladestationen in Mehrfamilienhäusern oder Firmengebäuden. Zu letzteren gehört etwa eine Parkgarage von Lindt Chocolatiers. 

Bleibt die zentrale Frage, wie sich die Technologie und die Preise der Batterien entwwickeln werden. Die bereits zitierte Zeitschrift PV-Magazine hält ganz aktuell fest: «Die Preise für Lithium-Ionen-Batterien sind aufgrund niedrigerer Metallkosten und größerer Stückzahlen 2024 auf ein Rekordtief gefallen. Nun erwarten Marktforscher, dass sie sich wieder stabilisieren werden.» Ins Gewicht fallen werden auch die Netzkosten, die für die Stromübertragung anfallen - wobei alles von Null bis Vollkosten denkbar, nur erstere Variante aber hilfreich für den Durchbruch des bidirektionalen Ladens sein wird.

Auf die aktuellen Entwicklungen reagiert übrigens auch der Veranstalter von The smarter E Europe, Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft. Sie widmet dem Thema 2025 eine eigene Sonderschau, um Chancen und Herausforderungen für die Mobilitäts- und Energiebranche aufzuzeigen. The smarter E Europe findet vom 7. bis zum 9. Mai 2025 auf der Messe München statt und vereint die vier Fachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe.

Copyright: Guntram Rehsche Solarmedia

Montag, 6. Januar 2025

PV in Deutschland: mehr als 100 GW Leistung

Solarenergie deckte 2024 rund 14 Prozent des deutschen Stromverbrauchs / 2024 mehr als eine Million neue Solarstromsysteme registriert / Neu installierte Photovoltaik-Leistung wuchs gegenüber Vorjahr um rund 10 Prozent.

Die Gesamtleistung aller in Deutschland installierten Solarstromanlagen hat zum Jahreswechsel die historische Marke von 100 Gigawatt (GW) überschritten. Dies geht aus jüngsten Hochrechnungen hervor, die der Bundesverband Solarwirtschaft auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorgenommen hat. Der solare Kraftwerksbestand deckte 2024 rund 14 Prozent des Stromverbrauchs (2023: 12).

Bei der Stromerzeugung aus Sonnenlicht seien 2024 etwa eine Million Photovoltaik-Systeme mit einer Spitzenleistung von rund 17 Gigawatt auf Dächern und Freiflächen neu in Betrieb genommen worden, berichtete der Verband weiter. Dies seien 10 Prozent mehr als im Vorjahr 2023 (15,4 GW). (vgl. Pressegrafik)

Bis 2030 soll die installierte Photovoltaik-Leistung nach dem Willen des Gesetzgebers auf 215 GW ansteigen und sich damit mehr als verdoppeln. „Mit einem in den kommenden zwei Jahren anhaltenden Marktwachstum in etwa gleicher Größenordnung schwenken wir auf die Zielgerade ein. Die nächsten Meilensteine der Energiewende zu erreichen, ist allerdings kein Selbstläufer“, mahnt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Voraussetzung für eine entsprechende Investitionsbereitschaft sei ein attraktiver und verlässlicher regulatorischer Rahmen. Hierfür seien weitere politische Anstrengungen erforderlich. „Der Bau von Solaranlagen und Speichern ist essenziell für die künftige Versorgung mit preiswertem Strom und die Dämpfung der Klimafolgekosten. Die nächste Bundesregierung sollte daher Marktbarrieren abbauen und einen attraktiven Investitionsrahmen sicherstellen“, so Körnig.

Beinahe zwei Drittel der Bürger:innen wünschen sich einen schnelleren Solartechnik-Ausbau, wie eine YouGov-Repräsentativbefragung im Auftrag des BSW-Solar ergab (vgl. Pressegrafik). Die Parteien sollten sich nach ihrer Meinung für den weiteren Ausbau von Solarenergie und Batteriespeichern engagieren, zum Beispiel durch den Abbau von Bürokratie oder mit geeigneten Förderinstrumenten. Besonders stark ist die Zustimmung dafür bei Wähler:innen von CDU/CSU (71%), FDP (72%), SPD (73%) und Grünen (88%) (vgl. Pressegrafik). Welche politischen Maßnahmen dafür aus Sicht der Solarbranche beispielhaft erforderlich wären, hat der Bundesverband Solarwirtschaft in einem 10-Punkte-Papier zusammengefasst.

Wachstumstreiber waren 2024 vor allen Dingen ebenerdig errichtete Solarparks mit einem Vorjahresplus von rund 40 Prozent (6,3 GW). Bei Solarstromanlagen auf Firmendächern rechnet der Verband mit einem Wachstumsplus in Höhe von rund 25 Prozent unter Berücksichtigung von noch zu erwartenden Nachmeldungen (3,6 GW).

Einen anhaltenden Boom verzeichnete weiterhin die Nachfrage nach Steckersolargeräten, sogenannten „Balkonkraftwerken“. Ihre neu installierte Leistung hat sich 2024 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt (+100 Prozent/0,4 GW). Nach mehreren Rekordjahren in Folge verlangsamte sich hingegen der Zuwachs von Solarstromanlagen auf Eigenheim-Dächern im abgelaufenen Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr sank deren neu errichtete Photovoltaik-Leistung nach Hochrechnung von BNetzA-Daten um rund 15 Prozent (Leistungsklasse unter 30 kWp: 6,7 GW). In Verbindung mit einem Preisverfall bei Solarmodulen machte dies vielen Solarunternehmen im abgelaufenen Jahr zu schaffen.

Weitere Pressegrafiken zum Thema:

Samstag, 16. November 2024

Farbliche Anpassung führt zu besserer Akzeptanz von PV

Das Institut für Psychologie der Universität Freiburg und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE haben gemeinsam eine Studie zur sozialen Akzeptanz bauwerkintegrierter Photovoltaik (PV) durchgeführt. 

Dabei kamen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Schluss, dass die Akzeptanz von Photovoltaik im urbanen Raum generell sehr hoch ist. PV an modernen Gebäuden wird positiver bewertet als an historischen Gebäuden. Eine farbliche Anpassung von PV-Anlagen an das Gebäude erhöht diese Akzeptanz weiter, bis zu dem Punkt, dass bei einer unsichtbaren Integration von Photovoltaik keine Akzeptanzunterschiede mehr für unterschiedliche Gebäudetypen feststellbar sind.

Die Studie, die im Rahmen des Exzellenzcluster livMatS der Universität Freiburg durchgeführt wurde, wertet zwei Befragungen aus: Eine Online-Umfrage anhand von Fotos und eine Erhebung in Präsenz mit Ansichtsexemplaren von verschiedenfarbigen PV-Modulen mit MorphoColor®-Technologie. »Eine wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass die soziale Akzeptanz für PV-Anlagen abhängig von Gebäudetyp und optischem Eindruck ist. Diese zwei Faktoren wiegen viel schwerer, als personenbezogene Variablen wie persönliche Werte, politische Einstellungen oder Umweltbedenken«, sagt Angela Zhou, Masterandin an der Universität Freiburg und Hauptautorin der Studie.

»Die Studie gibt erste Einblicke zur sozialen Akzeptanz von PV-Anlagen auf und an Gebäuden«, ergänzt Andreas Wessels, Doktorand am Fraunhofer ISE und Co-Autor der Untersuchung. »Sie bestätigt, dass die Akzeptanz für PV-Anlagen durch eine gute visuelle Integration mit farbigen Modulen tatsächlich gesteigert werden kann und das insbesondere für historische Gebäude.«Aus der Studie kann geschlossen werden, dass es für Bestandsbauten sinnvoller ist, PV-Module so auszuwählen, dass sie sich homogen in das Erscheinungsbild des Gebäudes einfügen, anstatt PV als architektonischen Akzent zu nutzen. Eine große Bandbreite an verschieden aussehenden PV-Modulen ist damit für verschiedene Gebäudekontexte wichtig. Photovoltaik in Kombination mit Neubauten wurden in der Studie nicht untersucht, so dass diese Einschränkung hier nicht gelten muss.

Bereits heute befinden sich 75 Prozent der installierten PV an Gebäuden. Der Markt für Photovoltaik an Gebäuden wächst kontinuierlich und birgt großes Potenzial. So werden für ein Gelingen der Energiewende in Deutschland bis 2045 rund 400 Gigawatt Peak an installierter PV-Leistung benötigt. Mit einem technischen Potenzial von etwa 1000 Gigawatt Peak kann Photovoltaik an Gebäuden einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors und bebauter Infrastruktur leisten – und das ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.

Dienstag, 27. August 2024

Gebäudeprogramm mit Rekordnachfrage

Zum vierten Mal in Folge hatte Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen ein Rekordjahr: Rund 528 Millionen Franken (Mio. Fr.) an Fördermitteln wurden 2023 ausbezahlt. Das ist der höchste Betrag seit Bestehen des Programms und 25% mehr als im Vorjahr. Die im Jahr 2023 dank Fördergeldern umgesetzten Massnahmen reduzieren über ihre Lebensdauer den Energieverbrauch des Schweizer Gebäudeparks um 11,2 Milliarden Kilowattstunden und den CO2-Ausstoss um rund 3,4 Millionen Tonnen.

2023 bezahlten die Kantone im Rahmen ihrer Förderprogramme rund 528 Mio. Fr. an Sanierungs- und Neubauprojekte aus (2022: 425 Mio. Fr.). Mit 216 Mio. Fr. ging der grösste Teil der Beiträge an Haustechnikprojekte, eine Steigerung um 55% im Vergleich zum Vorjahr (2022: 139 Mio. Fr.). 26 560 Öl-, Gas- und Elektroheizungen (2022: 17 000) wurden ersetzt, 87% davon durch Wärmepumpen. An Wärmedämmprojekte gingen 139 Mio. Fr. (2022: 128 Mio. Fr.). Für Systemsanierungen wurden 98 Mio. Fr. ausbezahlt (2022: 89,2 Mio. Fr.). An Projekte der zentralen Wärmeversorgung gingen 30,7 Mio. Fr. (2022: 25,9 Mio. Fr.). Für indirekte Massnahmen in den Bereichen Information und Kommunikation, Bildung und Qualitätssicherung wurden 2023 19,2 Mio. Fr. (2022: 17,6 Mio. Fr.) ausbezahlt. Über 67% dieses Betrags floss in die Erstellung von Gebäudeenergieausweisen mit Beratungsbericht (GEAK Plus). Für 389 hocheffiziente Neubauten im Minergie-P-Standard oder nach GEAK A/A  wurden 2023 24,6 Mio. Fr. ausbezahlt.

Energielage erhöht Nachfrage nach Förderbeiträgen: Im Berichtsjahr waren die Themen Energieversorgungssicherheit und Energiesparen in Gesellschaft und Öffentlichkeit nach wie vor präsent. Die hohen Energiepreise in den vergangenen Jahren haben zu einem Anstieg der Heizungssanierungen geführt. Zudem erhöhten Kantone ihre Förderbudgets und teilweise auch die Förderbeiträge. Diese Ausgangslage steigerte die Nachfrage nach Fördermitteln für energetische Sanierungen.

Neben den Auszahlungen erreichten auch die Verpflichtungen von Fördermitteln für energetische Massnahmen, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt und ausbezahlt werden, mit 587 Mio. Fr. fast wieder den Höchstwert von 2022 (592 Mio. Fr.). Das enstpricht über alle Kantone betrachtet praktisch den gesamten zur Verfügung stehenden Mitteln.

235 Mio. Fr und damit der mit Abstand grösste Teil der Verpflichtungen gehen an Haustechnikprojekte (2022: 245 Mio. Fr). Sie werden in den nächsten Jahren umgesetzt und die Fördermittel dafür ausbezahlt. Mit diesen Mitteln sollen in den nächsten Jahren rund 26 500 Heizungen ersetzt werden. Für Systemsanierungen wurden 114 Mio. Fr. verpflichtet.  

Förderbudgets von Bund und Kantonen für das Jahr 2024: Zusätzlich zu den kantonalen Mitteln in Höhe von 271 Mio. Fr. (+22% gegenüber 2023) hat der Bund 2024 rund 336 Mio. Fr. in Form von Globalbeiträgen aus der CO2-Teilzweckbindung an die Kantone ausbezahlt. Damit wurden alle aus der Teilzweckbindung zur Verfügung stehenden Mittel abgeholt. 2024 stehen damit insgesamt rund 607 Mio. Fr. für Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs oder der CO2-Emissionen zur Verfügung.

Mit dem Ja zum Klima- und Innovationsgesetz vom 18. Juni 2023 verpflichtet sich die Schweiz bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Im Rahmen des Gesetzes wird ein Impulsprogramm mit 150-200 Mio. Fr. pro Jahr für den Ersatz von grösseren Wärmeerzeugungsanlagen und Massnahmen im Bereich der Energieeffizienz umgesetzt. Diese Fördermittel werden ab 2025 zusätzlich ausgeschüttet und sind auf 10 Jahre beschränkt.

Heizungsersatz führt zu Rekord bei Energie- und CO2-Wirkung: Die im Berichtsjahr geförderten Massnahmen sparen über ihre Lebensdauer 11,2 Milliarden kWh und 3,4 Mio. t CO2 ein. Mit 152 Fr./t CO2 hat sich die Wirkung pro eingesetzem Förderfranken gegenüber dem Vorjahr verbessert (2022: 162 Fr./t CO2). Dies liegt primär daran, dass die Auszahlungen an Haustechnikprojekte um 55% zugenommen haben gegenüber 2022. Der Ersatz bestehender fossiler und elektrischer Heizungen erwies sich dabei als besonders wirkungsvoll.

Das Gebäudeprogramm erzielte 2023 wiederum einen positiven Beschäftigungseffekt von 3000 Vollzeitäquivalenten und rund 150 Mio. Fr. an zusätzlicher inländischer Wertschöpfung.

Über Das Gebäudeprogramm: Gebäude sind für rund 40% des Energieverbrauchs der Schweiz und ein Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich. Über eine Million Häuser sind nicht oder kaum gedämmt und damit energetisch dringend sanierungsbedürftig. Zudem werden über die Hälfte der Schweizer Gebäude heute noch immer fossil oder elektrisch beheizt. Mit dem seit 2010 bestehenden Gebäudeprogramm wollen Bund und Kantone den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss des Schweizer Gebäudeparks erheblich reduzieren. Das Gebäudeprogramm ist damit ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Energie- und Klimapolitik.

Das Gebäudeprogramm wird über teilzweckgebundene Mittel aus der CO2-Abgabe und aus Fördergeldern der Kantone finanziert und läuft unbefristet. Unterstützt werden Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs oder des CO2-Ausstosses von Liegenschaften. Gefördert werden etwa die Wärmedämmung der Gebäudehülle, der Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien oder durch den Anschluss an ein Wärmenetz, umfassende energetische Sanierungen oder Sanierungen in grösseren Etappen sowie Neubauten im Minergie-P- und GEAK A/A-Standard.

Die Kantone legen individuell fest, welche Massnahmen sie zu welchen Bedingungen fördern. Unter www.dasgebaeudeprogramm.ch sind die geförderten Massnahmen pro Kanton aufgeführt. Die Basis für die kantonalen Förderprogramme bildet das Harmonisierte Fördermodell der Kantone (HFM 2015).

Alle Details, Zahlen und Vergleich mit vorherigen Jahren: dasgebaeudeprogramm.ch > Publikationen > Jahresberichte

Sonntag, 12. November 2023

Energiewende: Autark im Einfamilienhaus


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© KIT.edu

Photovoltaikanlagen in Kombination mit Batteriespeichern ermöglichen mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung: Wie groß das Potenzial für eine vollständig autarke Energieversorgung von Wohngebäuden ist, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gemeinsam mit Partnern untersucht. In der Fachzeitschrift Joule zeigen sie, dass bereits heute 53 Prozent der Einfamilienhäuser in Europa technisch energieautark werden könnten. Bis zum Jahr 2050 könnten durch Mehrinvestitionen von 50 Prozent mehr als zwei Millionen Gebäude das Netz verlassen. (DOI: https://doi.org/10.1016/j.joule.2023.09.012)

Die Strompreise in Europa steigen seit Jahren – nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben sie laut Berechnungen von Eurostat nun ein Rekordniveau erreicht. Gleichzeitig wird es mit Photovoltaik und Batteriespeichern immer einfacher, sich unabhängiger von Energieversorgern zu machen. „Durch Investitionen in lokale Energieversorgungssysteme kann ein Großteil des eigenen Stromverbrauchs selbst gedeckt und damit die Abhängigkeit von hohen Strompreisen reduziert werden“, sagt Hauptautor Max Kleinebrahm, Gruppenleiter am Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP) des KIT.

In Europa würden sich deshalb Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer verstärkt für mehr Eigenständigkeit entscheiden: „Neben der Wirtschaftlichkeit spielen bei der Entscheidung auch nicht-monetäre Aspekte wie ein hoher Anteil erneuerbarer Energien, die Ablehnung der Nutzung nuklearer und fossiler Energien und ein hoher Grad an Autarkie eine immer wichtigere Rolle.“ Wie groß der Schritt von einer teilautarken zu einer vollständigen Selbstversorgung mit Strom und Wärme wäre, hat ein Team des KIT gemeinsam mit Forschenden des Forschungszentrums Jülich, der ETH Zürich und des Paul Scherrer Instituts berechnet.

Was kostet die Energieunabhängigkeit im Eigenheim?

Grundlage für ihre Berechnungen ist eine Datenbank, in der geografisch hoch aufgelöste Informationen zum europäischen Gebäudebestand und den darin lebenden Haushalten mit lokalen klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen kombiniert wurden. Durch den Einsatz neuartiger Methoden zur Komplexitätsreduktion auf Hochleistungsrechnern wurden zunächst für 4 000 repräsentative Einfamilienhäuser kostenoptimierte energieautarke Versorgungssysteme konfiguriert. In einem weiteren Schritt wurden dann neuronale Netze eingesetzt, um die Ergebnisse auf die 41 Millionen untersuchten Einfamilienhäuser zu übertragen.

„Unter heutigen Bedingungen sind 53 Prozent der 41 Millionen Gebäude technisch in der Lage, sich unabhängig von externer Infrastruktur allein durch die Nutzung der lokalen Sonneneinstrahlung auf dem Dach zu versorgen, und dieser Anteil könnte aufgrund verbesserter Technologien bis 2050 auf 75 Prozent steigen“, sagt Professor Russell McKenna von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) und Leiter des Labors für Energiesystemanalyse am Paul Scherrer Institut in der Schweiz.

„Wenn man nun annimmt, dass Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer dazu bereit wären, bis zu 50 Prozent mehr zu investieren, als für ein vergleichbares Energiesystem mit Netzanschluss notwendig wäre, dann könnten bis 2050 bis zu zwei Millionen Einfamilienhäuser das Stromnetz verlassen.“

Ein ausgeprägtes Potenzial für energieautarke Wohngebäude sehen die Forschenden vor allem in Regionen mit geringen saisonalen Wetterschwankungen, wie beispielsweise in Spanien oder mit hohen Strompreisen wie in Deutschland. Auch die konkrete Ausgestaltung der kostenoptimierten Energiesysteme steht fest: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein erfolgreiches, kostenoptimales und autarkes Energieversorgungssystem für Gebäude in Mitteleuropa aus Photovoltaik zur Stromerzeugung sowie einer Kombination von kurzfristiger Batteriespeicherung und einem langfristigen, saisonalen Wasserstoffspeichersystem bestehen wird“, so Dr. Jann Weinand, Abteilungsleiter am Forschungszentrum Jülich.

Mehr Stabilität für das Energiesystem

Welche Auswirkungen eine mögliche großflächige Verbreitung energieautarker Versorgungssysteme auf das europäische Energiesystem hätte, wollen die Forschenden in weiteren Arbeiten noch genauer analysieren, sie vermuten aber einen positiven Effekt. „Teilautarke Wohnhäuser könnten in Zukunft dazu beitragen, das übergeordnete Energiesystem zu stabilisieren. Ein weniger stark ausgeprägtes Nachfrageprofil der Haushalte könnte etwa die Nachfrage nach Spitzenlastkraftwerken dämpfen“, sagt Elias Naber vom IIP des KIT. „Allerdings müsste dann verhindert werden, dass sich Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer komplett vom Netz abkoppeln – etwa indem sie für netzfreundliches Verhalten mit speziellen Strompreistarifen belohnt werden.“ (mhe)

Quelle: Karlsruher Institut für Technologie 2023

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