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Freitag, 14. August 2026

Europas Atomstrategie fällt im Stresstest durch

pixabay.com | jplenio

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Hitze und Dürre bringen Europas Atomkraftwerke an ihre Grenzen: Klimakrise verschärft die Probleme der Atomkraft. EU und Mitgliedstaaten setzen trotzdem auf neue Reaktoren und Laufzeitverlängerungen. In zahlreichen Ländern Europas müssen Atomkraftwerke wegen der anhaltenden Hitze und Dürre gedrosselt oder abgeschaltet werden.

Hierzu erklärt Bettina Ackermann von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Statt Milliarden in teure Atomprojekte zu investieren, muss Europa ein Energiesystem aufbauen, das auch unter den Bedingungen der Klimakrise zuverlässig funktioniert. Die Hitzewellen dieses Sommers zeigen, wie wenig klimaresilient Atomkraft ist: In Ungarn läuft im AKW Paks wegen des niedrigen Wasserstands in der Donau nur noch einer von vier Reaktorblöcken. In der Schweiz gingen beide Reaktoren des AKW Beznau vom Netz, um Schäden für das Ökosystem der Aare zu verhindern. In Rumänien wurde sogar ein Felsen in der Donau gesprengt, um die Kühlwasserversorgung des AKW Cernavodă zu sichern. In Frankreich stehen drei Reaktoren still, weil auch Maas und Mosel infolge der Hitze nicht genug Wasser führen. Und in Großbritannien brannte vergangene Woche nur wenige Kilometer vom britischen AKW Sizewell entfernt eine Fläche von mehr als 200 Fußballfeldern.

Europa gehört zu den Hotspots der Klimakrise: Seit den 1980er Jahren hat sich der Kontinent etwa doppelt so stark erwärmt wie der globale Durchschnitt. Hitzewellen, Dürren und Waldbrände nehmen zu, und damit auch die Probleme für den Betrieb von Atomkraftwerken.

Trotzdem wollen zahlreiche Länder in Europa der Klimakrise ausgerechnet mit neuen Reaktoren und Laufzeitverlängerungen begegnen – und das mit Unterstützung aus Brüssel.

Doch Atomkraft ist zu teuer, zu langsam und zudem immer stärker selbst von der Klimakrise betroffen. Europas Zukunft liegt im Ausbau der Erneuerbaren – kombiniert mit leistungsfähigen Netzen und Speichern. Die Bundesregierung muss jetzt verhindern, dass die EU weiter Milliarden in rückwärtsgewandte Atomprojekte versenkt.

Es ist höchste Zeit für ein Energiesystem, das sicher und bezahlbar ist und auch in einer heißer werdenden Welt zuverlässig funktioniert.“

Quelle: .ausgestrahlt 2026

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Donnerstag, 18. Juni 2026

Nach der Sensation: Jetzt krebst NR zurück

Der Nationalrat hat am Donnerstag doch noch beschlossen, den Weg für neue Atomkraftwerke in der Schweiz zu ebnen (siehe auch Solarmedia vom 15.Juni 2026). Das Atom-Gesetz gefährdet den Ausbau der Erneuerbaren, verschlingt Milliarden an Steuergeldern und hält die Schweiz abhängig von russischen Uran-Importen. Die Schweizerische Energie-Stiftung kritisiert diesen Fehlentscheid scharf und wird zusammen mit einem breiten Bündnis das Referendum dagegen ergreifen.

Der Nationalrat stellt sich gegen den mehrfach bekräftigten Willen der Bevölkerung, die 2017 klar den Atomausstieg und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien vorgegeben hat. Die Umsetzung der Energiestrategie 2050 und des Stromgesetzes von 2024 ist in vollem Gang, die Schweiz wird ihren Strombedarf mit den Erneuerbaren decken können.

Der Beschluss des Nationalrats lässt aber grundlegende Fragen offen. So wurde es insbesondere versäumt, die Finanzierung neuer Atomkraftwerke zu klären, deren Bau sich auf mehrere Milliarden Franken belaufen würde.

Nils Epprecht, Geschäftsführer der Schweizerischen Energiestiftung, betont:

„Dass der Bundesrat die Finanzierung neuer Atomkraftwerke nicht begründen musste, ist ein politisches Versagen. Die Bevölkerung hat das Recht zu erfahren, wie sich der Bau neuer AKW auf ihre Steuern und ihre Stromrechnung auswirken wird.“

Schneller Ausbau der Erneuerbaren gefährdet: Neue AKW-Projekte würden über Jahrzehnte hinweg Kapital binden und den Ausbau der erneuerbaren Energien behindern, die für die Energiewende unverzichtbar sind. Jeder in die Atomenergie investierte Franken fehlt für saubere, erschwingliche und schnell verfügbare Lösungen. Der Bundesrat hat es jedoch versäumt, die Auswirkungen neuer AKW auf den Ausbau der erneuerbaren Energien klar aufzuzeigen. Neue AKW gefährden die Klimaziele und die Versorgungssicherheit der nächsten 20 Jahre, wie eine Studie vom letzten November zeigt. 

“Wir erwarten, dass der Bundesrat mit wissenschaftlich belastbaren Szenarien aufzeigt, wie sich die Förderung und der Ausbau der erneuerbaren Energien in Zukunft entwickeln, wenn gleichzeitig neue AKW aus den Staatsfinanzen subventioniert werden sollen”, unterstreicht Nils Epprecht.

Stimmbevölkerung wird Entscheid korrigieren: Nach dem Ständerat will nun auch der Nationalrat den Bau neuer Kernkraftwerke genehmigen. Das Bündnis «Nein zu neuen AKW» wird daher das Referendum ergreifen. Die Schweizerische Energiestiftung ist Teil dieses breiten Bündnisses. Die Unterschriftensammlung beginnt voraussichtlich am 30. Juni. Die Bevölkerung hat schon mehrfach ihren Willen für die Erneuerbaren und den Ausstieg aus der Atomenergie bestätigt. Sie wird den heute vom Parlament getroffenen Fehlentscheid korrigieren.

Quelle: energiestiftung.ch

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Freitag, 12. Juni 2026

Versorgungssicherheit dank Windenergie

Der Bundesrat hat am Freitag die Botschaft zur Waldschutz-Initiative und Gemeindeschutz-Initiative verabschiedet und empfiehlt diese zur Ablehnung. Die aeesuisse, Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz, unterstützt gemäss Medienmitteilung diese Position. Zusammen mit Vertretern der Energiewirtschaft, Branchenverbänden und Umweltorganisationen hat die aeesuisse diese Woche eine Allianz gegen die Verhinderungs-Initiativen gegründet. Denn die Initiativen würden den Ausbau der Windenergie in der Schweiz einschränken und die Versorgungssicherheit schwächen. 

Mit seiner Botschaft hält der Bundesrat fest, dass die Anliegen der beiden Initiativen im geltenden Recht bereits berücksichtigt sind. Sowohl der Schutz des Waldes als auch das Mitspracherecht der betroffenen Gemeinden seien heute ausreichend geregelt. Aus Sicht der aeesuisse besteht deshalb kein zusätzlicher gesetzgeberischer Handlungsbedarf.

Windenergie ist zentral für die Winterversorgung: Die beiden Initiativen geben vor, Natur und Bevölkerung schützen zu wollen. Tatsächlich würden sie jedoch vor allem dazu führen, dass der Ausbau der Windenergie in der Schweiz weitgehend blockiert würde. Das wäre energiepolitisch problematisch: Windenergie leistet besonders in den Wintermonaten einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung und ist damit ein bedeutender Bestandteil einer sicheren, erneuerbaren und möglichst unabhängigen Energieversorgung. Die Initiativen blockieren deshalb nicht nur den Ausbau der Windenergie, sondern torpedieren auch die vom Schweizer Stimmvolk gewünschte Energiewende. «Die beiden Initiativen täuschen einen Schutz vor, den das Gesetz bereits heute umfassend gewährleistet», sagt Fabienne Thomas, Co-Geschäftsführerin der aeesuisse und Co-Präsidentin der Allianz. «Faktisch führen sie jedoch zur Blockade unserer Winterstromproduktion und gefährden damit die Versorgungssicherheit und die Energieziele, zu denen sich die Schweiz und ihre Stimmbevölkerung mehrfach klar bekannt haben.»

Breite Allianz gegen Verhinderungsinitiativen: Am 10. Juni 2026 gründete eine breite Allianz aus Energiewirtschaft, Branchenverbänden, Windenergie-Befürwortenden und Umweltorganisationen in Bern einen Verein zur Bekämpfung der Verhinderungsinitiativen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen der Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz aeesuisse, der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), die Schweizerische Energiestiftung SES, Axpo sowie Suisse Eole und Pro Wind Schweiz. Co-präsidiert wird der Verein von Fabienne Thomas, Co-Geschäftsleiterin der aeesuisse, und Jan Flückiger, Leiter Public Affairs beim VSE. Die Allianz ist sich einig: Die Windenergie ist ein unverzichtbarer Pfeiler der künftigen Winterstromversorgung der Schweiz. Die Annahme der beiden Initiativen würde den Ausbau der Windenergie faktisch unmöglich machen und damit die Versorgungssicherheit, die Energieunabhängigkeit und die Klimaziele der Schweiz gefährden.

Quelle: aeesuisse         
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Donnerstag, 14. Mai 2026

Parlament muss wieder Planungssicherheit für Solarausbau schaffen

Die Entwicklung beim Solarausbau ist weiterhin besorgniserregend. Dies zeigen die neuesten Zahlen von Pronovo. Die monatlichen Anmeldungen von neuen Photovoltaikanlagen sinken weiter. Bei den kleinen Anlagen liegt die Anzahl Gesuche inzwischen bei rund 2’600. Anfang 2025 betrug sie noch mehr als 5’100. 

Somit hat sich die Anzahl Gesuche seither halbiert. Um die Ausbauziele zu erreichen, hätte sie sich aber verdoppeln müssen. Das ist das Ergebnis der Umsetzung des Stromgesetzes, welche die Energiewende sabotiert und mit der Diskussion um neue AKW in Tat und Wahrheit den Ausstieg aus den fossilen Energien verzögert. Das Parlament muss jetzt korrigieren. Bei Umsetzung des Stromabkommens soll es gemäss der SSES Planungssicherheit für Investitionen in Solaranlagen schaffen.

Obwohl Volk und Parlament dem Bundesrat mit dem Stromgesetz hohe Ziele für den Solarausbau vorgegeben haben, ergreift er nicht die nötigen Massnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Die neuesten Zahlen von Pronovo zeigen: Der Zubau nimmt weiter ab statt zu. Dies betrifft vor allem kleine Anlagen. Diese haben bisher über die Hälfte zum Photovoltaik-Ausbau beigetragen. Das Wegbrechen dieses Segments rückt die Ausbauziele in weite Ferne. Auch Anlagen ohne oder mit wenig Eigenverbrauch werden praktisch nicht mehr gebaut, obwohl diese vielfach zu den preisgünstigsten zählen.

Die Schweizerische Vereinigung für Sonnenergie SSES vermutet gemäss Medieninformation, dass die verfehlten Ausbauziele als Grund genommen werden, um den Ausstieg aus den fossilen Energien zu verzögern, neue Kernkraftwerke zu fordern und damit beim Umwelt- und Klimaschutz weitere Abstriche vorzunehmen.

Unsichere Amortisation gefährdet Solarausbau
Wer nicht sicher ist, dass sich die Solaranlage amortisiert, wird kaum in sie investieren. Damit es beim Solarausbau wieder voran geht, müssen die Solarbremsen gelöst werden:

·      Es braucht Planungssicherheit mit langfristig stabilen Förderbedingungen.

·      Es braucht Investitionssicherheit mit klaren Rahmenbedingungen für die Amortisation der Anlagen sowie einfache Instrumente, die verständlich und anwendbar sind.

·      Es braucht Rechtssicherheit: Wer eine Solaranlage betreibt, muss sicher sein, dass die Bedingungen während der Dauer der Amortisation stabil bleiben.

·      Und nicht zuletzt braucht es klare Signale, dass der Ausbau der Sonnenenergie weiter nötig ist und wir noch weit weg sind von den gesetzten Zielen.

Das Parlament hat es nun in der Hand, Verbesserungen beim Stromgesetz zu beschliessen sowie bei der Umsetzung des Stromabkommens die Finanzierung so anzupassen, dass Solar endlich als Teil der Versorgungsinfrastruktur behandelt wird. Mit einem Anteil von 22 Prozent am Stromverbrauch in den ersten Tagen des Mais wird die Sonnenenergie immer mehr zum zweiten Standbein der Energieversorgung nebst der Wasserkraft. Vorschläge für eine Neugestaltung der Solarstromvergütung liegen auf dem Tisch. Die SSES-Fachgruppe VESE hat verschiedene Möglichkeiten ausgearbeitet und sie vergangenes Jahr in der Kurzstudie PV-Zubau 2.0 veröffentlicht.

Download der Medienmitteilung als pdf:

https://www.sses.ch/wp-content/uploads/260513_MM_Rueckgang_PV-Anmeldungen_d.pdf 

Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES:

In Reaktion auf die Energiekrise von 1973 wurde die Schweizerische Vereinigung für Sonnenergie SSES am 11. Juni 1974 als privatrechtlicher Verein in Bern gegründet. Die SSES zählt rund 4500 Mitglieder und ist in 11 Regional- und Fachgruppen gesamtschweizerisch als Konsumentenorganisation im Bereich Solarenergie tätig. Die SSES ist Mitglied der Klima-Allianz und setzt sich für eine Schweiz 100% erneuerbar ein. Ihre Projekte umfassen Öffentlichkeits- und Informationsarbeiten, aber auch die Teilnahme am politischen Gestaltungsprozess und Projekte zur Förderung des Ausbaus der Solarenergie. www.sses.ch

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Dienstag, 28. April 2026

Tschernobyl 40 Jahre nach Atomkatastrophe


© Fotolia.com | jah_unit | Tschernobyl

Nur dezentrale Erneuerbare Energien machen resilient und unabhängig: Zum 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl erklärt der Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien – EUSOSOLAR e.V., Stephan Grüger: „Wer heute wieder für die Atomkraft trommelt, hat aus der Nuklearkatastrohe von Tschernobyl nichts gelernt. Der Super-GAU hat die europäische Geschichte verändert und wirkt bis heute nach. Die Vertuschungsversuche und die falschen Schuldzuschreibungen durch die Regierung und die Behörden der UdSSR haben deren Niedergang und Zerfall beschleunigt.

Heute ist die Ukraine, auf deren Territorium Tschernobyl liegt, ein souveräner Staat, der seit Jahren von Russland mit Krieg überzogen wird. Die EU versucht daher, dass Erpressungspotenzial Russlands gegenüber den Mitgliedsstaaten der EU zu reduzieren. Europas Atomkraftwerke sind aber zum großen Teil von Uran-Importen aus Russland und vom russischen Staatskonzern Rosatom abhängig. Rund 40 Prozent des von der EU importierten Urans stammen aus Russland und aus dem mit Russland verbündeten Kasachstan. In Osteuropa sind 18 Atomkraftwerke sogar zu 100 Prozent von russischen Brennelementlieferungen abhängig.

In der EU wird kein Uran gefördert. Vor diesen Hintergrund ist es absurd, dass die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen von Energieunabhängigkeit durch Atomkraft fabuliert, zumal die Kosten neuer Atomkraftwerke sehr viel höher sind, als die Stromerzeugung auf der Basis nahezu aller anderen Energieträger, besonders der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Atomkraft ist nicht nur für die Gesundheit der Menschen gefährlich, sondern auch für die Wirtschaft, Energiesicherheit und Unabhängigkeit der EU und ganz besonders Deutschlands.

Der 40. Jahrestag des Super-GAU in Tschernobyl mahnt uns – genauso wie die steigenden Preise von Öl und Erdgas – den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beschleunigen, um in Europa unabhängig von Uranimporten und fossilen Energien zu werden.“

Quelle: EUROSOLAR 2026

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Freitag, 20. März 2026

PV-Tagung 2026 rückt näher - 31. März und 1. April - Festhalle Bern





Jetzt anmelden und dabei sein
Weshalb du die Schweizer Photovoltaik-Tagung 2026 auf keinen Fall verpassen solltest?
  • Ein abwechslungsreiches Programm mit 8 Fachsessionen mit über 50 Referierenden zu aktuellen politischen, technischen und marktbezogenen Themen
  • Rund 80 Aussteller aus der PV- und Speicher-Industrie
  • Networking mit rund 1000 Teilnehmenden und der erstmalig fürs Publikum geöffneten Expo am Tag 2
  • Umfangreiche Posterausstellung zu den wissenschaftlichen Themen der Stunde
  • Livestream-Aufzeichnung für Teilnehmende 30 Tage verfügbar
  • Moderator Michael Elsener moderiert Tag 1 und lädt zur grossen PV-Debatte

Die Teilnehmenden erwarten zwei geballte Tage mit inspirierenden Referaten, den letzten Trends der Solar- und Speicherbranche sowie wertvollem Austausch rund um die Zukunft der Solarenergie. 

Quelle. Swissolar 

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Freitag, 13. März 2026

Stromabkommen ist der nächste grosse Schritt der Energiewende

Am heutigen Freitag hat der Bundesrat die Botschaft zu den Bilateralen III und zum Stromabkommen verabschiedet. Damit kommt ein weiteres grosses Reformpaket im Energiebereich ins Parlament. Für die aeesuisse hebt das Stromabkommen die Energiewende auf das nächste Level. Die starke Stromproduktion aus Wasserkraft und Solar kann mit der Windenergie aus der EU optimal kombiniert werden. Der Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz, die aeesuisse, fordert eine rasche Annahme des Abkommens und eine Stärkung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. 

Die aeesuisse begrüsst das vom Bundesrat verhandelte Stromabkommen mit der EU ausdrücklich. Die Stärkung des internationalen Stromhandels ist nicht nur wünschenswert, sondern dringend nötig. Der Strommarkt der EU entwickelt sich ständig fort, setzt massiv auf erneuerbare Energien, einen intensiven Stromhandel und zentrale Koordinationsplattformen. Die Schweiz droht den Anschluss an diese Entwicklungen zu verlieren mit grossen Nachteilen bei der Versorgungssicherheit und der Innovation.

Energiewende erreicht nächstes Level
Gerade für das erneuerbare Energiesystem ist das Stromabkommen ein Quantensprung. Das Abkommen schafft:

  • Effiziente und sichere Netzintegration erneuerbarer Energien durch abgestimmte Regelzonen und Markplattformen.

  • Sicherer Import von günstigem Windstrom im Winter bei Überschuss und attraktive Bedingungen für den Export bei hohen Strompreisen.

  • Förderung von Innovation dank mehr Wettbewerb im Strommarkt.

Der Schweizer Strommarkt hat sich zwar in den letzten Jahren dank dem vom Volk angenommenen Stromgesetz weiterentwickelt. Dennoch bleibt das heutige System stark fragmentiert und bietet nur begrenzte Innovationsanreize.

Volles Potenzial der Erneuerbaren freilegen
Das Stromabkommen und die vollständige Marktöffnung für alle Stromkundinnen und Stromkunden der Schweiz wird eine Dynamik zugunsten der erneuerbaren Energien erzeugen. Im heutigen System der kleinteiligen Versorgung haben Konsumenten und Kleinproduzenten nicht ausreichende Marktsignale, die für die optimale Marktintegration der Erneuerbaren notwendig wäre. 

Das Stromabkommen stärkt die Wasserkraft
Die Schweizer Wasserkraft profitiert besonders stark vom Stromabkommen. Als flexibelste aller Stromproduktionsformen kann sie an den europäischen Märkten höhere Erträge erwirtschaften. Diese Einnahmen schaffen Spielraum für neue Investitionen in erneuerbare Energien und sichern die strategische Rolle der Wasserkraft langfristig. Dazu kommt, dass die Hoheit über Wasserkraftkonzessionen weiterhin bei Kantonen und Gemeinden liegt. Der Bundesrat hat deshalb in der Botschaft nochmals in aller Klarheit dargelegt, weshalb die EU der Schweiz in diesem Bereich keine Vorgaben machen darf und kann. 

Für die aeesuisse ist deshalb klar: Das Stromabkommen ist ein zentraler Baustein für ein sicheres, klimafreundliches und innovationsstarkes Energiesystem. Parlament und Politik sind nun gefordert, diesen nächsten Schritt der Energiewende rasch zu ermöglichen.

Quelle: Dachverband der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (aeesuisse

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Mittwoch, 11. März 2026

SES: Neue AKW in der Schweiz – Fehlentscheid des Ständerats

Am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe hat der Ständerat entschieden, den Bau neuer AKW in der Schweiz wieder zuzulassen. Die AKW-Kehrtwende gefährdet den Ausbau der Erneuerbaren. Nun ist der Nationalrat aufgefordert, den bisherigen Kurs zu halten und den unverantwortlichen Fehlentscheid, der den Willen der Bevölkerung missachtet, zu korrigieren. Eine aktuelle Stellungnahme der Schweizerischen Energie Stiftung (SES).

Die Katastrophe von Fukushima vom 11. März 2011 markierte den Wendepunkt in der Energiepolitik. Mit der Energiestrategie 2050 (2017) und dem deutlichen Ja zum Stromgesetz (2024) hat sich die Bevölkerung seither mehrmals zu den Erneuerbaren und zum Atomausstieg bekannt.

Atom-Kehrtwende macht abhängig und gefährdet die Erneuerbaren

Trotzdem ist der Ständerat heute dem bundesrätlichen Vorschlag gefolgt, der wieder neue AKW in der Schweiz ermöglichen will. Dieser Plan macht die Schweiz abhängig von Uran-Importen und schadet der Energiewende. 

Neue AKW bremsen den Ausbau der günstigen, sauberen und einheimischen erneuerbaren Energien, wie eine Studie der Schweizerischen Energiestiftung vom letzten November belegt. «AKW und Erneuerbare sind unvereinbare Gegensätze. Der Ständerat riskiert mit der Atom-Kehrtwende, dass die von ihm beschlossenen Ausbauziele für die Erneuerbaren verfehlt werden. Damit gefährdet er die sichere Stromversorgung und die Dekarbonisierung», stellt Nils Epprecht, Geschäftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung klar.

Kosten in Milliardenhöhe und hohe Risiken für die Allgemeinheit

Gemäss der Akademie der Naturwissenschaften SCNAT würde ein neues AKW frühestens 2050 Strom liefern. Der Bau ist mit immensen Kosten verbunden. Die Rechnung bezahlt in jedem Fall die Bevölkerung über höhere Steuern oder Strompreise. 

Dazu kommen die gesundheitlichen Risiken durch den radioaktiven Atommüll und die Gefahr einer nuklearen Katastrophe, die in der dicht besiedelten Schweiz katastrophale Folgen hätte.

Nationalrat muss am bisherigen Kurs festhalten

Als nächstes ist der Nationalrat am Zug. Die SES fordert ihn dringend dazu auf, das gesetzliche Neubauverbot zu erhalten und damit die von der Bevölkerung vorgegebenen Ausbauziele der Energiewende zu gewährleisten sowie die Investitionen in die dezentrale, erneuerbare Energieerzeugung in den kommenden Jahren nicht zu gefährden.

Quelle: SES

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Mittwoch, 11. Februar 2026

Weltweiter Strombedarf wird bis 2030 ansteigen

Der jüngste IEA-Bericht zum Strom-Sektor prognostiziert, dass der Anteil erneuerbarer Energien und Kernenergie am weltweiten Strommix bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 50 Prozent steigen wird, während auch Erdgas an Bedeutung gewinnt.

Der weltweite Strombedarf wird in diesem Jahrzehnt voraussichtlich um durchschnittlich mehr als 3,5 % pro Jahr steigen, wobei die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, Erdgas und Kernenergie entsprechend zunehmen wird, so ein neuer IEA-Bericht.

Electricity 2026, der soeben veröffentlicht wurde, ist der Jahresbericht der IEA über die globalen Stromsysteme und -märkte. Er enthält eine eingehende Analyse der jüngsten Trends und politischen Entwicklungen sowie Prognosen für den Strombedarf, das Stromangebot und die Kohlendioxidemissionen (CO₂) für den Fünfjahreszeitraum bis 2030.

Dem Bericht zufolge wird der Strombedarf bis 2030 mindestens 2,5-mal so schnell wachsen wie der Gesamtenergiebedarf, da sich das Zeitalter der Elektrizität durchsetzt. Dies ist auf den steigenden Stromverbrauch in der Industrie, die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen, den höheren Einsatz von Klimaanlagen und den Ausbau von Rechenzentren und KI zurückzuführen. Während die Schwellen- und Entwicklungsländer nach wie vor die Haupttreiber des Stromnachfragewachstums sind, steigt auch der Verbrauch in den Industrieländern nach 15 Jahren der Stagnation wieder an und trägt bis 2030 zu einem Fünftel des gesamten Anstiegs der Stromnachfrage bei.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die weltweite Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – angetrieben durch den Rekordeinsatz von Solar-PV – derzeit dabei ist, die Stromerzeugung aus Kohle zu überholen, nachdem sie nach den neuesten verfügbaren Daten im Jahr 2025 praktisch mit ihr gleichgezogen hat. Auch die Stromerzeugung aus Kernkraft erreichte einen neuen Rekordwert. Der Aufschwung der emissionsarmen Energiequellen hält bis 2030 an. Bis dahin sollen erneuerbare Energien und Kernkraft zusammen 50 % des weltweiten Stroms erzeugen, gegenüber 42 % heute.

Auch die Stromerzeugung aus Erdgas wird bis 2030 weiter wachsen, unterstützt durch die steigende Stromnachfrage in den Vereinigten Staaten und die anhaltende Umstellung von Öl auf Gas für die Stromerzeugung im Nahen Osten. Die Stromerzeugung aus Kohle verliert weltweit an Boden, da erneuerbare Energien auf dem Vormarsch sind, und wird bis zum Ende des Jahrzehnts wieder das Niveau von 2021 erreichen. Infolgedessen werden die weltweiten CO₂-Emissionen aus der Stromerzeugung bis 2030 voraussichtlich in etwa gleich bleiben.

Der Bericht betont, dass diese Trends – steigende Nachfrage, eine zunehmend wetterabhängige Stromerzeugungsmix und sich wandelnde Stromverbrauchsmuster und -technologien – einen raschen und effizienten Ausbau sowohl der Stromnetze als auch der Systemflexibilität erfordern. Derzeit sind weltweit Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 2 500 Gigawatt – darunter erneuerbare Energien, Speicher und Projekte mit hohem Stromverbrauch wie Rechenzentren – in Warteschlangen für den Netzanschluss blockiert.

Eine neue Analyse in dem Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass mit dem Ausbau der Netze durch den Einsatz netzverbessernder Technologien und die Umsetzung von Regulierungsreformen, die flexiblere Netzanschlüsse und -nutzung ermöglichen, in naher Zukunft bis zu 1 600 Gigawatt an Projekten aus den Warteschlangen integriert werden könnten. Zusammen würden diese Maßnahmen eine effizientere Nutzung des Netzes ermöglichen und damit erhebliche Kapazitäten freisetzen.

„In einer Zeit großer Unsicherheit auf den Energiemärkten ist eines sicher: Die weltweite Stromnachfrage wächst viel stärker als in den letzten zehn Jahren. In diesem Zeitalter der Elektrizität wird der Anstieg des weltweiten Stromverbrauchs bis 2030 dem Verbrauch von mehr als zwei Europäischen Unionen entsprechen“, sagte Keisuke Sadamori, Direktor für Energiemärkte und Sicherheit bei der IEA. „Um diesen Bedarf zu decken, müssen die jährlichen Investitionen in die Netze bis 2030 um 50 % steigen. Die Erweiterung der Flexibilität wird ebenfalls von entscheidender Bedeutung sein, da sich die Stromnetze weiterentwickeln – ebenso wie ein starker Fokus auf Sicherheit und Widerstandsfähigkeit.“

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Installation von Batteriespeichern im Versorgungsmaßstab stark zugenommen hat und eine wichtige Quelle für kurzfristige Flexibilität darstellt. Märkte wie Kalifornien, Deutschland, Texas, Südaustralien und das Vereinigte Königreich haben in den letzten Jahren ein starkes Wachstum bei der Bereitstellung von Batteriekapazitäten im Versorgungsmaßstab verzeichnet.

Electricity 2026 stellt außerdem fest, dass die Bezahlbarkeit von Strom nach wie vor ein wichtiges und wachsendes Problem darstellt. In vielen Ländern sind die Strompreise für Haushalte seit 2019 schneller gestiegen als die Einkommen. Die hohen Preise setzen auch die Industrie und die Unternehmen unter Druck. Daher konzentrieren sich die politischen Entscheidungsträger auf Strategien, Marktgestaltungen und Vorschriften, die nicht nur zusätzliche Investitionen, sondern auch mehr Flexibilität und Effizienz in allen Bereichen des Stromsystems, einschließlich Nachfrage, Angebot und Nutzung der Infrastruktur, bringen.

Dem Bericht zufolge sind größere Anstrengungen erforderlich, um die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Stromversorgungssysteme weltweit zu verbessern, die mit steigenden Risiken aufgrund alternder Infrastruktur, extremer Wetterereignisse, Cyberbedrohungen und anderer neu auftretender Schwachstellen konfrontiert sind. Die Modernisierung der Funktionsweise der Systeme sowie die Stärkung des physischen Schutzes kritischer Infrastrukturen sind laut dem Bericht unerlässlich, um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken

Electricity 2026 – Analysis and forecast to 2030 (pdf)

IEA (Internationale Energieagentur) 2026 | Translated with www.DeepL.com/Translator 

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Freitag, 12. Dezember 2025

Solarenergie ist rentabler, sicherer und nachhaltiger als Atom

Atomkraft gehört in die Vergangenheit. Die Solarenergie hingegen erhellt bereits unsere Zukunft. In der Schweiz ist das Solar-Potenzial enorm, die Technologien sind ausgereift, ab Stange verfügbar und die Kosten sinken kontinuierlich. Im Gegensatz dazu könnte laut dem jüngsten Bericht der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) frühestens 2050 ein neuer Atomreaktor in der Schweiz in Betrieb genommen werden. Ein solches Projekt wäre zudem extrem kostspielig, würde enorme Subventionen und erhebliche Risiken mit sich bringen und erneut wertvolle Zeit und Ressourcen beanspruchen. Die Energiezukunft der Schweiz liegt auf unseren Dächern. Hier bringt Greenpeace  fünf gute Gründe, sich in der Schweiz für Solarenergie zu entscheiden.

1. Solarenergie ist beliebt

Im Jahr 2025 werden zum ersten Mal in der Geschichte mehr als 10 Prozent des in der Schweiz erzeugten Stroms aus Sonnenenergie stammen. Das ist dreimal so viel wie im Jahr 2021. Der Sektor wächst exponentiell und die Begeisterung der Bevölkerung ist gross.

Laut einer Umfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), die 2023 veröffentlicht wurde, befürworten 96 Prozent der Bevölkerung die Installation von Solaranlagen auf Dächern oder Fassaden und auf geeigneten Infrastrukturen sogar 98 Prozent. Diese Zustimmung erstreckt sich über alle politische Lager.

2. Solarenergie hat ein grosses Potenzial

Die Schweiz profitiert von besseren Bedingungen für Solarenergie als Deutschland. Mit einer durchschnittlichen horizontalen Sonneneinstrahlung von etwa 1100 kWh/m² bleibt ein immenses Potenzial ungenutzt. Das Bundesamt für Energie (BFE) schätzte bereits 2019, dass das Potenzial für die Solarstromerzeugung auf den Dächern und Fassaden unseres Landes unseren gesamten Stromverbrauch übersteigt.

Auch andere Infrastrukturen bieten ein grosses ungenutztes Potenzial, beispielsweise Lärmschutzwände entlang von Strassen und Schienen, Staumauern, Strassentunnel, Lawinenverbauungen, Parkhäuser usw. Durch die Nutzung dieses Potenzials kann vermieden werden, dass Produktionsanlagen mitten in der Natur errichtet werden und die Biodiversität beeinträchtigt wird.

3. Solarenergie ist sicher

Im Gegensatz zu Gas, Öl oder Uran ist die Stromerzeugung aus Sonnenenergie nicht auf den kontinuierlichen Import von Brennstoffen angewiesen. Und wenn es Nacht wird oder der Winter kommt? Durch die Kombination mit anderen Formen erneuerbarer Energien wie Windkraft und vor allem Wasserkraft, Speicherlösungen und einer flexibleren Steuerung des Stromnetzes lässt sich die Versorgung ausgleichen und die Stabilität des Netzes gewährleisten.

Bei guter Steuerung und in Kombination mit Wasser- und Windenergie kann Solarenergie bis zum Winter ausreichend Strom produzieren und gleichzeitig die Reserven der Staudämme schonen. Wenn der Anteil erneuerbarer Energien, darunter ein hoher Anteil an Solarenergie, nicht mehr ausreicht, kann das Wasser aus Stauseen zur Ergänzung der Produktion genutzt werden. Im Frühjahr liefert die Solarenergie dann wieder genug Strom, sodass die Wasserkraftwerke geschont und ihre Reserven wieder aufgefüllt werden können. 

Solar- und Wasserkraft sind ein Dreamteam, um unsere Energieunabhängigkeit zu gewährleisten.

4. Solarenergie bedeutet Unabhängigkeit

Je mehr wir die Sonne nutzen, desto weniger abhängig sind wir von Importen fossiler Brennstoffe und der Geopolitik. Solarzellen liefern 30 Jahre lang Strom, völlig unabhängig vom Ausland. Es ist unmöglich, die Zufuhr von Primärenergie zu blockieren und so Druck auf unser Land auszuüben.

Unsere Energiepreise hängen nicht mehr von Oligarchien ab, und unser Geld finanziert keine Kriege oder autokratische Regime mehr. Unser Energieszenario, das 2022 veröffentlicht und seither von zahlreichen unabhängigen Analysen bestätigt wurde, zeigt, wie wir unseren gesamten Energiebedarf ohne Öl, Gas und Atomkraft decken können – und damit sowohl das Klima schützen als auch unsere Energiesouveränität stärken.

5. Solarenergie lohnt sich

Solarstrom wird von Jahr zu Jahr günstiger. Während die Produktionskosten in den letzten Jahren dramatisch gesunken sind, steigen die Kosten für Atomkraft weiter an. Für unser Land wird die Investition in Solarenergie lokal einen viel grösseren Mehrwert schaffen als die Beibehaltung des derzeitigen Importniveaus von Öl und Gas. Wenn die Milliarden, die wir im Ausland für den Kauf von Kohlenwasserstoffen ausgegeben, bei uns investieren, könnten wir Tausende von Arbeitsplätzen schaffen und gleichzeitig unsere CO2-Emissionen drastisch reduzieren. 

Atomkraft? Nie wieder!

Unterzeichne die Petition an das Parlament: Stoppt den Wiedereinstieg

Mitmachen 
 
Quelle: Greenpeace

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Mittwoch, 10. Dezember 2025

Umsetzung des Stromabkommens bremst inländischen Solarausbau

Letzten Freitag hat der Bundesrat die Ergebnisse der Vernehmlassung zum Stromabkommen veröffentlicht und seine Beschlüsse dazu bekannt gegeben. Die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES stellt fest, dass der Bundesrat weiterhin die Mindestvergütung abschaffen will. Gleichzeitig schlägt der Bundesrat keine neuen Massnahmen vor, um den Ausbau der Solarenergie zu stärken. Dadurch können die in Volksabstimmungen beschlossenen Ziele im Klimagesetz und im Stromgesetz nicht erreicht werden. Zudem verfolgt auch das Stromabkommen das Ziel, die erneuerbaren Energien auszubauen. Dies ist aber nur mit einem massiven Ausbau der Solarenergie zu erreichen.

Die Debatte um die Minimalvergütung für eingespeisten Solarstrom hat gezeigt, dass es bei der Interpretation des Stromabkommens noch viele Unklarheiten gibt. So bleiben die von der SSES im Rahmen ihrer Vernehmlassungsantwortgestellten Fragen zur Kompatibilität zwischen Stromabkommen und inländischem Solarausbau unbeantwortet. Die SSES bemängelt, dass in den Berichten des Bundesrats nicht klar nachvollziehbar ist, welche Bestimmungen durch das Stromabkommen zwingend sind, welche Änderungen z.B. nach Auslaufen von Übergangsfristen noch zu erwarten sind und welcher politische Spielraum für Anpassungen des Umsetzungserlasses besteht. Aus Sicht der SSES ist nun das Parlament gefordert auszuloten, welche Möglichkeiten zur Sicherung des Solarausbaus bestehen.

Solarausbau absichern: Die SSES stellt zudem fest, dass das Abkommen die Wasserkraft speziell absichert und in der Vernehmlassung weitere Absicherungen verlangt wurden. Im Vergleich dazu fehlen Absicherungen für die Sonnenenergie. Mit einem Anteil von voraussichtlich 14 % an der Energieerzeugung in diesem Jahr ist die Photovoltaik aber ein Teil unserer kritischen Infrastruktur geworden. Als solche muss sie behandelt werden, ist sie doch neben der Wasserkraft der zweite Pfeiler der Energieversorgung unseres Landes. Zudem verfügt sie im Vergleich zur Wasserkraft über ein noch riesiges unausgeschöpftes Potential. 

Die SSES bedauert schliesslich, dass der Bundesrat auf die Vorschläge der SSES für eine Neugestaltung der Solarstromvergütung nicht eingegangen ist. Diese hat die SSES-Fachgruppe VESE ausgearbeitet und kürzlich im White Paper PV-Zubau 2.0 veröffentlicht. Das Papier hat zum Ziel, Wege zum Lösen der von der SSES identifizierten Solarbremsen aufzuzeigen.

 Link zur Stellungnahme der SSES zum Stromabkommen
 Link zu White Paper PV-Zubau 2.0

Quelle: Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES:
In Reaktion auf die Energiekrise von 1973 wurde die Schweizerische Vereinigung für Sonnenergie SSES am 11. Juni 1974 als privatrechtlicher Verein in Bern gegründet. Die SSES zählt rund 4500 Mitglieder und ist in 11 Regional- und Fachgruppen gesamtschweizerisch als Konsumentenorganisation im Bereich Solarenergie tätig. Die SSES ist Mitglied der Klima-Allianz und setzt sich für eine Schweiz 100% erneuerbar ein. Ihre Projekte umfassen Öffentlichkeits- und Informationsarbeiten, aber auch die Teilnahme am politischen Gestaltungsprozess und Projekte zur Förderung des Ausbaus der Solarenergie. www.sses.ch

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Dienstag, 18. November 2025

Über Folgen des Wegfalls des AKW-Neubauverbots

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES warnt in einer heute veröffentlichten Politikfolgenabschätzung, dass die geplante Streichung des AKW-Neubauverbots die Energiewende in der Schweiz stark verzögern und massive Kosten verursachen würde. Die Studie modelliert drei Szenarien und kommt zum Schluss: Allein die vage Aussicht auf ein neues Atomkraftwerk bremst Investitionen in die erneuerbaren Energien und verunmöglicht das Erreichen der Ausbauziele. 

Der Bundesrat beabsichtigt, das Neubauverbot für Atomkraftwerke aus dem Kernenergiegesetz zu streichen, um neue AKW dereinst zu ermöglichen. In seiner Botschaft ans Parlament unterschlägt er aber eine fundierte Analyse, wie sich diese politische Weichenstellung unmittelbar in den nächsten 20 Jahren auswirkt – also genau jener Zeitspanne, in der die Energiewende dringend vorangetrieben werden muss.

Einschätzung der politischen Folgen in mehreren Szenarien

Die heute von der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) publizierte «Politikfolgenabschätzung zur Aufhebung des AKW-Neubauverbots» beleuchtet diesen blinden Fleck. Die Studie modelliert mithilfe von drei Szenarien die Effekte auf relevante Akteure wie Investor:innen, Projektentwickler:innen sowie die Politik und die staatlichen Institutionen. Dabei werden die Auswirkungen untersucht, falls das Neubauverbot aufgehoben würde – von einer Situation ohne AKW-Bauprojekt bis zum Szenario, in dem staatliche Mittel für einen AKW-Neubau umgeleitet und bereitgestellt werden.

Die Hauptbefunde der SES-Analyse sind bedenklich:

  1. Investitionsbremse für Erneuerbare: Bereits die Streichung des Verbots und die vage Aussicht auf neue AKW schaffen eine massive Verunsicherung am Markt. Das führt zu einer spürbaren Zurückhaltung der Investitionen und zu einer Verlangsamung des Ausbaus von Solar-, Wind- und Wasserkraft und Batteriespeichern in den nächsten 20 Jahren. Die blosse Spekulation über neue Atomkraftwerke kühlt das Investitionsklima für erneuerbare Energien also deutlich ab. 
     
  2. Verfehlte Ausbauziele: In allen untersuchten Szenarien verfehlt die Schweiz die ambitionierten Ausbauziele für erneuerbare Energien, wie sie im Stromgesetz von 2024 vorgegeben sind, deutlich. Im pessimistischsten Szenario, das die SES als realistisch bei einem AKW-Neubauprojekt erachtet, liegt der Ausbau der Photovoltaik bis 2045 um bis zu 30 Prozent unter dem heutigen Referenzszenario.
     
  3. Kostenexplosion und Subventionsverschiebung: Wenn staatliche Mittel – etwa 0.5 Rappen pro Kilowattstunde aus dem Netzzuschlagsfonds – für den AKW-Neubau umgeleitet werden, stehen sie nicht mehr für die Förderung der kostengünstigen erneuerbaren Energien zur Verfügung. Dies verteuert die Energiewende unnötig und führt zu massiven Verzögerungen. Das stellt auch die Versorgungssicherheit in Frage. 

Nils Epprecht, Geschäftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung SES, fasst die Ergebnisse zusammen: «Unsere Politikfolgenabschätzung zeigt klar: Die Aufhebung des AKW-Neubauverbots bedeutet keine langfristige Option, sondern die sofortige Blockade der Energiewende. Wir können es uns nicht leisten, die günstigste und schnellste Lösung – den Ausbau der erneuerbaren Energie – aufs Spiel zu setzen, nur um einem unsicheren Atom-Abenteuer in ferner Zukunft einen Türspalt zu öffnen.»

AKW und Erneuerbare sind unvereinbar 

Die Studie hält fest, dass der Bau neuer AKW nicht nur technologisch, sondern vor allem regulatorisch, finanziell und zeitlich mit extrem hohen Unsicherheiten behaftet ist. Diese Unsicherheiten strahlen direkt auf den Ausbau der sicheren und planbaren erneuerbaren Energien ab. Die Schweiz braucht jetzt eine klare, verlässliche Energiepolitik, die auf den schnellen Ausbau der sauberen und einheimischen Solar-, Wind- und Wasserkraft setzt.

Epprecht ergänzt: «Die Politik muss erkennen, dass neue Atomkraftwerke und der notwendige, forcierte Ausbau der Erneuerbaren unvereinbare Gegensätze sind. Jeder Franken, der in ein AKW-Projekt fliesst – oder allein schon die Diskussion darüber befeuert – fehlt, um unsere Energie rasch erneuerbar und unabhängig zu machen. Das bringt die Ausbauziele in Gefahr.» 

AKW-Neubauverbot schafft Planungssicherheit und schützt die Ausbauziele

Die SES fordert das Bundesparlament darum dringend auf, das gesetzliche Neubauverbot zu erhalten, um Planungssicherheit für die von der Bevölkerung vorgegebenen Ausbauziele der Energiewende zu gewährleisten und die Investitionen in die dezentrale, erneuerbare Energieerzeugung in den kommenden Jahren nicht zu gefährden.

Studie zum Download


Politikfolgeabschätzung zur Aufhebung des AKW-Neubauverbots (PDF, 2,7 MB)
 

Donnerstag, 13. November 2025

Solarenergie für unsere Versorgungssicherheit: 7-Punkte-Plan präsentiert




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Der Ausbau der Solarenergie in der Schweiz schreitet rasant voran: Im laufenden Jahr wird bereits mehr als 14 Prozent unseres Stromverbrauchs aus Photovoltaikanlagen stammen – eine Strommenge, die etwa der regulären Jahresproduktion des AKW Gösgen entspricht. 2025 wird der Ausbau wiederum auf hohem Niveau, aber leicht tiefer als im Vorjahr liegen. Zur Stabilisierung des Ausbaus und zur Erreichung der gesetzlichen Ziele für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien braucht es weitere Massnahmen. Mit einem in 7 Punkten aufgegliederten Aktionsplan zeigt Swissolar auf, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen, damit die enormen Potenziale der Solarenergie genutzt werden können und sich Solarstrom zusammen mit dezentralen Steuerungen und Speicherlösungen optimal ins Gesamtenergiesystem integriert. 

Der Branchenverband Swissolar appelliert mit dem Aktionsplan 2030 an die Politik, den eingeschlagenen und vom Volk mehrfach bestätigten Pfad in Richtung Vollversorgung mit erneuerbaren Energien konsequent weiter zu verfolgen. Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen ist die wichtigste Voraussetzung, dass weiterhin in Solaranlagen investiert wird. Swissolar setzt für einen nächsten Marktaufschwung grosse Hoffnungen auf die neuen lokalen Strommodelle. Swissolar-Präsident und Nationalrat Jürg Grossen sagt dazu: «Solarstrom sollte möglichst dort verbraucht und gespeichert werden, wo er produziert wird. Das entlastet die Stromnetze und ist für die Anlagenbetreiber wirtschaftlich interessant. Die neu eingeführten Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften und virtuellen Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch vereinfachen dies massiv.» Allerdings fordert der Verband die Beseitigung von bestehenden Hindernissen bei der Anwendung dieser Modelle. 

Im Aktionsplan 2030 verweist Swissolar auch auf die möglichen negativen Auswirkungen des geplanten Entlastungsprogramms des Bundes. Mit Abstrichen beim Gebäudeprogramm der Kantone würde es weniger interessant, Dächer und Fassaden zu sanieren und mit Solarmodulen auszustatten. Weitere geplante Kürzungen würden die derzeit international starke Position der Schweiz in der Solarenergieforschung und -entwicklung gefährden. 

 

Kosteneffizienter Solarausbau dank Batterien, Elektromobilität und intelligenter:

Steuerung: Ebenfalls von zentraler Bedeutung für die nächsten solaren Ausbauschritte sind Batteriespeicher: Sie werden laufend günstiger und ermöglichen eine deutliche Erhöhung des Eigenverbrauchs. Zudem werden Batterien von Elektrofahrzeugen kombiniert mit bidirektionalem Laden massgeblich zur Entlastung der Stromnetze beitragen. Swissolar-Geschäftsführer Matthias Egli sagt dazu: «Die Solarbranche ist bereit, die Verantwortung zu übernehmen, die der rasch gestiegene Anteil Solarstrom mit sich bringt. Wir werden gemeinsam mit der Elektrizitätswirtschaft die Regularien so gestalten, dass der weitere Solarausbau kosteneffizient gelingt. Dabei spielen dezentrale Speicher, Elektromobilität und Flexibilität eine entscheidende Rolle». 

Weltweiter Trend: Jede Woche kommt global eine Jahres-Solarstromproduktion in der Grössenordnung des AKW Gösgen hinzu. Es zeigt sich, dass Solarstrom unschlagbar günstig ist und rascher als jede andere Technologie ausgebaut werden kann. Eine ähnliche Entwicklung wie bei Photovoltaik in den letzten Jahren zeigt sich nun bei den Batteriespeichern. In Kombination mit Photovoltaik ermöglichen sie eine sichere, stabile und dezentrale Stromversorgung. 

Solarmonitor Schweiz 2025: Drei Szenarien für den Schweizer Ausbau der Photovoltaik:  Im zeitgleich mit dem Aktionsplan veröffentlichten Solarmonitor Schweiz 2025 präsentiert Swissolar zum zweiten Mal eine detaillierte Analyse des Schweizer Photovoltaikmarkts und liefert drei mögliche Szenarien für den weiteren Ausbau. Der Solarmonitor 2025 gibt zudem Aufschluss über die wirtschaftliche Bedeutung der Branche, erläutert die im nächsten Jahr geltenden neuen Bestimmungen für lokale Strommodelle und zieht Vergleiche mit der internationalen Entwicklung.

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Quelle: swissolar.ch