Rückläufige
Umsätze, Wertberichtigungen auf deutschen Solaranlagen und höhere
Nettofinanzierungskosten führten 2025 zu einem Nettoverlust von CHF 7.1 Mio..
Der Verkauf des Projekts
‘Fuencarral to AI’ stösst gemäss Medienmitteilung auf grosses Interesse und befindet sich in
einem fortgeschrittenen Verkaufsstadium. Angesichts der erheblichen
Investitionen schlägt der Verwaltungsrat der ordentlichen
Generalversammlung vor, die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr
2025 auszusetzen.
Ungünstige
Wetterbedingungen, niedrige Strompreise sowie eine hohe Vergleichsbasis
aufgrund des Verkaufs des italienischen Portfolios an Projektrechten im
Vorjahr führten zu einem starken Umsatzrückgang um
72.7 % (in lokalen Währungen -72.2 %). Betrachtet man nur die Umsätze
aus dem Verkauf von Solarstrom, musste Edisun Power einen
Umsatzrück-gang von CHF 0.8 Mio. verzeichnen (-5.2 %, in lokaler Währung
-3.9 %), was hauptsächlich auf den Rückgang der Solarstromproduktion
in den spanischen und portugiesischen Märkten, niedrigere
Strommarktpreise und die Stilllegung kleinerer Anlagen in Deutschland am
Ende ihrer Lebensdauer zurückzuführen ist. Insgesamt lag die
Solarstromproduktion mit 152’352 MWh um 5.2 % unter dem Wert von
2024.
Die Solarstromproduktion sank in Spanien um 12.6 %, in
Deutschland um 5.7 % und in Portugal um 3.7 %, während sie in der
Schweiz um 4.3 %, in Frankreich um 3.2 % und in Italien um 3.2 % stieg.
Hauptgründe für die Rückgänge waren die schlechten Wetterbedingungen
vor allem auf der Iberischen Halbinsel, der sechswöchige Ausfall des
PV-Kraftwerks Requena in Spanien aufgrund von Vandalismus durch
Kupferkabel-diebstahl, der Schäden an kritischer Infrastruktur
verursachte, sowie in geringerem Masse die Stilllegung einiger
kleiner Anlagen in Deutschland, nämlich in Erbach (440 kWp) und
Kempten-Lebert (312 kWp). Ein noch geringerer Stromertrag konnte dank
einer Reihe von Erneuerungs-investitionen, insbesondere in
Wechselrichter, und einem proaktiven Anlagenmanagement verhindert
werden: So verbesserte sich der Stromertrag im Vergleich zu 2024 in der
Schweiz im Grand-Hangar-Kraftwerk (+45,8 MWh oder 17 %), in Spanien in
den Valle-Hermoso-Kraftwerken (+26,8 MWh oder 12,5 %) und in Frankreich
im Imerys-Kraftwerk (+53,7 MWh oder 12,2
%). Insgesamt wurden 74 % der Energieproduktion von Edisun in Portugal,
18 % in Spanien und die restlichen 8 % in Frankreich, Deutschland, der
Schweiz und Italien zusammen erwirtschaftet.
EBITDA Marge mit 60.2 % und Eigenkapitalquote mit 28.3 % bleiben solide
Edisun
Power arbeitet gemäss eigenen Angaben weiterhin mit einer äusserst schlanken Struktur. Das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf
CHF
8.5 Mio., verglichen mit CHF 16.6 Mio. im Vorjahreszeitraum 2024. Die
Erlöse aus dem Verkauf von Herkunftsnach-weisen (GOs) in Portugal
stiegen deutlich von knapp CHF 50'000 im Jahr 2024 auf CHF 0.6 Mio. im
Berichtszeitraum 2025, was sich positiv auf das Ergebnis
auswirkte.
Die
Abschreibungen auf die Solaranlagen beliefen sich auf 5.7 Mio. CHF
(2024: 6.6 Mio. CHF). Darüber hinaus wurde eine Wertminderung in Höhe
von 2.1 Mio.
CHF erfasst, die sich in erster Linie auf Photovoltaikanlagen in
Deutschland bezog, nämlich auf die PV Hörselgau UG & Co. KG, bei der
eine künftige Werthaltigkeit unwahrscheinlich ist, sowie auf die PV
Leipzig Alter Flughafen UG & Co. KG, aufgrund geringerer
erwarteter künftiger Cashflows. Im Vergleich zum Vorjahr erreichte das
Betriebsergebnis mit CHF 0.7 Mio. (2024: CHF 9.7 Mio.) eine geringere
EBIT-Marge von 4.9 % (2024: 18.8 %).
Insgesamt
belief sich der Nettoverlust auf -7.1 Mio. CHF (2024: Gewinn von 2.9
Mio. CHF), was einem Ergebnis je Aktie von -6.30 CHF (2024: 2.75 CHF)
entspricht.
Dies ist vor allem auf die widrigen Wetterbedingungen zurückzuführen,
die sich auf die operative Leistung auswirkten, sowie auf externe
Faktoren und die höhere Vergleichsbasis aufgrund des gewinnbringenden
Verkaufs des italienischen PV-Portfolios im Jahr 2024.
Fortlaufende Investitionen und neue Finanzierungen
Der
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf CHF -3.4 Mio.
und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von CHF 0.2 Mio.. Dies
ist
vor allem auf geringere Zahlungs-eingänge aus dem Stromverkauf sowie
höhere Zinsaufwendungen zurückzuführen. Die Entwicklung der PV-Anlagen
schritt weiter voran. Die Anlage in Sadino (22 MWp) befindet sich im
baureifen Zustand und wurde als «zur Veräusserung
gehalten» klassifiziert. Die Solar-anlage Fuencarral (941 MWp)
beanspruchte den grössten Teil der Entwicklungsinvestitionen in Höhe von
CHF 4.2 Mio. (2024: CHF 9.7 Mio.).
Edisun
Power war bei ihren Finanzierungsaktivitäten erfolgreich: Das
Unternehmen emittierte eine fünfjährige 3.5%-Anleihe, die sowohl von
bestehenden als auch von neuen Investoren
gezeichnet wurde und zu Zeichnungen in Höhe von insgesamt CHF 16.2 Mio.
führte; zudem wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von CHF 5 Mio.
durchgeführt. Diese Mittel wurden für die Entwicklung der Solarprojekte
sowie für die Rückzahlung von Schulden verwendet,
die hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb der
Fuencarral-Projekte standen.
Ausblick für das laufende Jahr, neue Finanzierungsmassnahmen, anstehende Verkäufe und Aussetzung der Dividendenausschüttung
Operativ
war die Solarstromproduktion in den ersten Monaten des Geschäftsjahres
2026 sehr herausfordernd. Ungünstige Wetterbedingungen in Portugal,
Spanien und Italien, volatile
Strompreise, Netzrestriktionen aufgrund von Überproduktion, die in
Portugal und Spanien zu vorübergehenden „Produktionsstopps“ führen,
sowie Kabeldiebstähle an zwei Standorten in Spanien belasteten das
Ergebnis. Der Schwerpunkt für 2026 liegt weiterhin auf
wichtigen Liquiditätsmassnahmen und dem erfolgreichen Verkauf des
grossen Projektportfolios ‘Fuencarral to AI’ sowie den damit verbundenen
Möglichkeiten im Bereich Rechenzentren. Der Verwaltungsrat schlägt
daher vor, die Ausschüttung einer Dividende für das
Geschäftsjahr 2025 auszusetzen.
Der Edisun Power Jahresbericht 2025 ist auf der Website der Gruppe verfügbar unter
https://www.edisunpower.com/de/investoren#reports
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