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Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Sonnenenergie für die Schule: In der Zürcher Gemeinde Buchs konnten die Schülerinnen und Schüler gleich selber Hand anlegen bei der Installation der Solarmodule auf dem Schulhausdach. Die Aktion wurde vom Programm Klimaschule von Myblueplanet geleitet. Energeiaplus stellt das Programm vor und wollte wissen, warum EnergieSchweiz, das Programm des Bundesamts für Energie für Energieeffizienz und erneuerbare Energien, die Klimaschule unterstützt hat.
749 Module wurden insgesamt installiert auf dem Schulhausdach und dem Dach der angrenzenden PEMA-Arena. Seite an Seite mit den Fachleuten einer Solarfirma konnten die Schülerinnen und Schüler beim Verlegen der Module mithelfen. Gleichzeitig erfuhren sie an einem Energieworkshop, wie Photovoltaik genau funktioniert und was PV leisten kann.
«Ich finde es toll, dass meine Schule versucht, eine Klimaschule zu werden», fasst eine Schülerin der Klasse 2b ihre Eindrücke zu diesem Aktionstag zusammen. Eine positive Rückmeldung gibt es auch von der Solarfirma. «Es hat grossen Spass gemacht, mit den Kindern zu arbeiten. Sie waren wissbegierig und haben sich reingehängt», kommentiert ein Mitarbeiter der Firma Helion AG den Arbeitseinsatz.
Die neue Anlage liefert nun eine maximale Leistung von 314 kWp. Das bedeutet: Die Sekundarschule Petermoos kann neu rund 60% ihres gesamten Strombedarfs durch Solarenergie decken.
Die Schule Petermoos in Buchs ZH ist nicht die erste Schule, wo Schülerinnen und Schüler bei der Installation einer PV-Anlage mitanpacken. Seit dem Start des Programms 2019 wurden 28 Solaranlagen im Rahmen von 36 Schulprojekten realisiert. Rund 14’000 Schülerinnen und Schüler haben sich aktiv daran beteiligt.
Was ist eine Klimaschule? Die Klimaschule ist ein vierjähriges Bildungsprogramm für Schweizer Schulen. Mit der Teilnahme am Programm verankern die Schulen die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz langfristig in ihrem Schulalltag und richten ihre Infrastruktur CO2 und energieeffizient ein.
Energeiaplus fragte bei Kerstin Bütschi, Fachspezialistin Aus- und Weiterbildung im Bundesamt für Energie nach, wie wichtig solche Aktionen sind und warum EnergieSchweiz das Programm über mehrere Jahre unterstützte.
Interview und Quelle siehe: energeiaplus.com
Das Dashboard wird in den kommenden Wochen weiterentwickelt und ausgebaut. Insbesondere soll die Datenqualität zum Stromverbrauch mit Hilfe von Methoden der Datenwissenschaft weiter verbessert werden. Die im Dashboard aggregierten Zahlen basieren einerseits auf öffentlich zugänglichen Quellen, wie jenen des BFE sowie von den europäischen Verbänden der Stromübertragungs- und Gasnetzbetreiber (ENTSO-E, ENTSO-G), von Swissgrid, von Strom- und Gasbörsen und MeteoSchweiz.
Andererseits werden für das Dashboard nicht öffentliche Daten verwendet, insbesondere von Swissgrid. Das Dashboard deckt aktuell den Strom- und Gasbereich ab. Erweiterungen auf andere Energieträger und Informationen sind in Prüfung. Datenqualität wird laufend verbessert Nicht alle Daten sind derzeit auf Basis von Messungen verfügbar. Einige Daten werden von den jeweiligen Akteuren zudem relativ spät und in nicht vollständig befriedigender Qualität geliefert. Vor allem beim Stromverbrauch fliessen in das Dashboard deshalb Angaben ein, die auf Methoden der Datenwissenschaft beruhen, insbesondere des maschinellen Lernens. Das BFE arbeitet dazu mit dem Swiss Data Science Center zusammen. Aufgrund der derzeit teils noch mangelhaften Datenqualität kann es im Dashboard in der Anfangszeit zu kurzfristigen Abweichungen und dadurch zu nachträglichen Anpassungen kommen. Das BFE treibt die Verbesserung der Datenqualität und Digitalisierung darum gemeinsam mit der Strom- und Gasbranche weiter voran. Bis Ende Januar soll so die Datenqualität insbesondere im Bereich des Stromverbrauchs stark verbessert werden. Dafür wird ein Modell erarbeitet, das auf anonymisierten Smart Meter-Daten beruht, die von einigen Schweizer Netzbetreibern mit einem hohen Smart Meter-Anteil in ihrem Netzgebiet zur Verfügung gestellt werden.
In Kombination mit Wetterdaten und historischen Daten können so der Stromverbrauch und z.B. die Einsparungen in täglicher Auflösung für die Schweiz extrapoliert werden. Auch im Gasbereich sollte sich die Datenlage bis Ende Januar weiter verbessern. Trotz diesen Schwachstellen, an deren Verbesserung intensiv gearbeitet wird, liefert das Dashboard bereits eine gute Übersicht zur Entwicklung der aktuellen Energieversorgungslage.
Adresse für Rückfragen Marianne Zünd, Leiterin Medien und Politik, Bundesamt für Energie (BFE) 058 462 56 75, marianne.zuend@bfe.admin.ch
Link www.energiedashboard.admin.ch
Herausgeber Bundesamt für Energie http://www.bfe.admin.ch
RgS+ bietet gerade jungen Geflüchteten einen vielversprechenden Einstieg in das Berufsbildungssystem der Schweiz. Ältere Personen erhalten durch RGS+ einen Leistungsausweis, der ihnen langfristig eine Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt ermöglichen soll.
Der überregionale Inklusionsverbund von Solarfirmen sowie deren Zulieferanten und Mutterorganisationen soll neben einem nationalen Ausbildungs- und Qualifizierungsverbund mit Hilfe einer transnationalen Branchenqualifizierung und einer grenzüberschreitenden Personalvermittlung auch die Chancen auf eine berufliche Eingliederung von ausreisewilligen oder ausreisepflichtigen Personen in einem Dublin-Staat, dem Herkunftsland oder einem sicheren Drittstaat erhöhen.
Das Programm RgS+ wird mit Unterstützung von Swissolar, dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und Bundesamt für Energie (BfE) und zahlreichen Stiftungen (siehe unten) realisiert.
Nach dem Prinzip der Drei-Lernorte des dualen Berufsbildungssystems der Schweiz werden die Teilnehmenden bis zur langfristigen, individuellen Anschlusslösung im ersten Arbeitsmarkt in ihrem Kompetenzerwerb begleitet und gestärkt sowie in allen Belangen der beruflichen Inklusion unterstützt. Analog eines Lehrbetriebverbundes übernehmen die Programmanbieter Solafrica und Root & Branch in Bezug auf das Ausbildungs- und Qualifizierungsverfahren die Funktion einer Leitorganisation.
Quelle: Solafrica
Ab dem Schuljahr 2024/25 werden die neuen Berufslehren «Solarmonteur:in EBA» und «Solarinstallateur:in EFZ» starten. Die Lancierung dieser Berufslehren ist ein wichtiger Schritt, um den immensen Fachkräftebedarf in der rasch wachsenden Schweizer Solarbranche langfristig zu decken.
Anfang November hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und
Innovation grünes Licht für die neuen Berufsbilder gegeben, die von
Swissolar, dem Bildungszentrum Polybau und Branchenvertretern entwickelt
wurden. Schulungsstandorte werden die Polybau-Bildungszentren in Uzwil
SG und Les Paccots FR sein. Die Lancierung dieser Berufslehren ist neben
diversen Ausbildungs- und Umschulungsangeboten ein wichtiger Schritt,
um den immensen Fachkräftebedarf in der rasch wachsenden Schweizer
Solarbranche langfristig zu decken und die Professionalisierung weiter
voranzutreiben.
Das Eidgenössische Berufsattest
«Solarmonteur:in EBA» wird nach 2-jähriger Lehre abgeschlossen, das
Eidgenössische Fähigkeitszeugnis «Solarinstallateur:in EFZ» kann nach
3-jähriger Ausbildung erworben werden. «Diese neuen Berufe sind ein
wichtiger und dringlicher Schritt, um dem Fachkräftebedarf in der rasch
wachsenden Schweizer Solarwirtschaft zu begegnen und um die Branche
weiter zu professionalisieren», sagt Rita Hidalgo, Leiterin Bildung und
Wissensmanagement bei Swissolar.
Die beiden Bildungspläne wurden
von Swissolar unter Hochdruck und in rekordverdächtiger Zeit
entwickelt. Von Mai bis September 2022 hat eine Arbeitsgruppe bestehend
aus 20 Branchenvertreternvon
grossen und kleinen Unternehmen unter der gemeinsamen Leitung von
Swissolar und Polybau die neuen Berufsbilder definiert. Unter
pädagogischer Begleitung der eidgenössischen Hochschule für
Berufsbildung haben Solarspezialisten mit unterschiedlichem Werdegang
festgelegt, was Lehrabgänger:innen im Bereich Solarinstallation und
Solarmontage fachlich können müssen. Zudem wurden weitere Abklärungen
mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (Esti), dem Bundesamt für
Umwelt (Bafu) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) getroffen.
Die Bildungspläne liegen nun in Entwurfsform vor. Nach der im November
folgenden Branchenvernehmlassung werden sie Ende Januar 2023 von
Swissolar beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
(SBFI) eingereicht. Während das SBFI 2023 die Dokumente prüft, wird die
konkrete Umsetzung vorbereitet. Dazu gehören die Definition von
Lernzielen für die Berufsfachschule, die Erstellung von Programm und
Inhalt von überbetrieblichen Kursen, die Aufgabenstellung für das
Qualifikationsverfahren sowie die Festlegung des Ausbildungsprogramms
für die Lehrbetriebe.
Schnupperlehren und Lehrverträge: Ab sofort können Solarfirmen Schnupperlehren in den neuen Berufen
Solarmontage und -installation anbieten. Die definitive
Bildungsverordnung wird voraussichtlich frühestens per 1. Oktober 2023
und spätestens per 1. Januar 2024 vom SBFI erlassen. Ab dann können auch
Lehrverträge abgeschlossen werden. Die ersten Lernenden beginnen ihre
Ausbildung im Schuljahr 2024/25 ab August 2024. Betriebe, die Lernende
ausbilden möchten, müssen von ihrem Kanton eine Ausbildungsbewilligung
erhalten. Um die Betriebe auf diese neue Situation vorzubereiten, finden
im Frühjahr 2023 von Swissolar organisierte Informationsveranstaltungen
statt. Ab Herbst 2023 sollen Informationsveranstaltungen für angehende
Berufsbildner:innen stattfinden.
Derzeit umfasst die Schweizer
Solarwirtschaft zirka 10’000 Vollzeitstellen. Bis 2050 wird sich die
Anzahl voraussichtlich mehr als verdoppeln. Dazu David Stickelberger,
Geschäftsleiter Swissolar und Vorstandsmitglied Polybau: «Mit diversen
Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind wir auf gutem Weg, den
immensen Fachkräftebedarf langfristig decken zu können. Die Solarbranche
bietet eine sinnstiftende Arbeit mit Zukunft. Deshalb wollen viele
junge Leute in diesen Sektor einsteigen oder wechseln.»
Quelle: Swissolar
Die Nachfrage nach Photovoltaik bleibt in der Schweiz ungebremst hoch: In den letzten zwei Jahren betrug das Wachstum jeweils 30%. Der Zuwachs ist also exponentiell. Swissolar rechnet für das Jahr 2022 mit einem Leistungszubau von 750 Megawatt (MW). Für Dekarbonisierung von Gebäuden und Verkehr und den Ersatz von AKW muss dieser Zubau innert der nächsten Jahre verdreifacht werden. Für die Erreichung dieses Ziel hat Swissolar Anfang des Jahres das 11-Punkte-Programm der Schweizer Solarwirtschaft vorgestellt. Folgende Massnahmen wurden an der Generalversammlung in Aarau als besonders dringend diskutiert.
1. Anreize für Volldachanlagen, Solarpflicht bei Dachsanierungen und Neubauten: Derzeit werden viele Dachflächen auf Eigenverbrauch optimiert, also nicht voll bedeckt. Zu oft werden zudem bei Dachsanierungen Ziegel durch Ziegel ersetzt, obwohl dies der am besten geeignete Moment für den Ersatz durch ein Solardach wäre. Das Problem: So gehen wertvolle Flächen für Jahrzehnte verloren. Swissolar fordert zur Behebung dieses Problems eine schweizweit einheitliche Minimalgrenze bei der Abnahmevergütung sowie eine grundsätzliche Solarpflicht bei Neubauten und Sanierungen. Ausserdem sollen lokale Energiegemeinschaften ermöglicht werden, um den Stromverbrauch vor Ort zu fördern. Auch die Branche tut ihren Teil: Um Solarofferten vergleichbarer zu machen, hat Swissolar neu eine Standart-Offertstruktur (SOQ) erarbeitet. Und mit ElektroForm solar bietet Swissolar seinen Mitgliedern neu ein Tool zur Reduzierung administrativer Aufwände.
2. Aufbau einer Solarlehre und Ausbau der Weiterbildungen im Solarbereich: Derzeit umfasst die Schweizer Solarwirtschaft ca. 7‘500 Vollzeitstellen in der Schweiz. Bis 2050 muss deren Anzahl verdreifacht werden. Schon jetzt sind die Arbeitskräfte in der Branche knapp. Swissolar erarbeitet deshalb derzeit in Kooperation mit dem Verein Polybau eine Solar-Berufslehre. Sie soll 2024 starten. Schulstandorte sollen Uzwil (SG) und Les Paccots (FR) sein. Ausserdem wird das Weiterbildungs- und Umschulungsangebot erneuert und erweitert. Das Ziel: Den Zugang für Quereinsteiger:innen erleichtern.
3. Die Rolle der Solarenergie in der künftigen Wärmeversorgung: Zur Deckung des Schweizer Wärmebedarfs wird derzeit 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs benötigt. 60 Prozent dieser Energie wird derzeit noch aus fossilen Quellen gedeckt, bis ins Jahr 2050 soll die Wärme komplett aus erneuerbaren Quellen stammen. Die Nachfrage nach Solarthermie bei Gebäuden ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Hauptgrund dafür ist, dass die Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpe oft wirtschaftlicher ist. Es drängt sich deshalb die Frage auf, welche Rolle die Solarthermie in der Schweiz spielen soll. Insbesondere in der Kombination mit Wärmeverbünden sowie in der Industrie ist das Potenzial weiterhin gross. Ein Workshop im Anschluss an die Generalversammlung beschäftigte sich deshalb mit Fragen zur solaren Wärmeversorgung.
Fazit: Ein starker Verband für die zweite Säule der Schweizer Stromversorgung: Das deutliche Ja zur Erhöhung Mitgliederbeiträge zeigt, dass Swissolar in der Schweizer Solarbranche grosses Vertrauen geniesst. Die Notwendigkeit zur weiteren Professionalisierung und Nachwuchsförderung wird von der Schweizer Solarbranche als wichtig eingeschätzt und die politische Arbeit des Verbandes erfährt eine hohe Wertschätzung. Swissolar ist zuversichtlich, dass die laufende Umsetzung des 11-Punkte-Programms der Schweizer Solarwirtschaft der Photovoltaik den Weg ebnet zur zweiten Säule der Schweizer Stromversorgung neben der Wasserkraft zu werden. Für die Solarthermie erarbeitet der Fachverband gemeinsam mit Partnern aus der Branche eine Roadmap. Sie soll 2023 vorgestellt werden.
> Mehr Informationen zur Generalversammlung
> Swissolar-Jahresbericht 2021
> 11-Punkte-Programm der Schweizer Solarwirtschaft
> Programm des Workshops «Solarenergie in der Wärmeversorgung»
Auskünfte
David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar, stickelberger@swissolar.ch, +41 79 323 18 68
Jürg Grossen, Präsident Swissolar, juerg.grossen@parl.ch, +41 79 444 94 65
Über Swissolar
Swissolar ist der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie. Er vertritt die Interessen von rund 830 Verbandsmitgliedern mit rund 7000 Arbeitsplätzen in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden.
Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie als wir brauchen. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Energieträger ein. Wärme und Strom von der Sonne nehmen dabei eine zentrale Stellung ein.
Quelle: www.swissolar.ch
Ob Heizungsinstallateur oder Dachdeckerin, Bauplaner oder Bauingenieurin: Fachkräfte im Gebäudebereich sind gesucht. Die Branche lanciert nun zusammen mit Bildungsinstitutionen eine Bildungsoffensive. EnergieSchweiz, das Programm des Bundesamts für Energie (BFE) für erneuerbare Energien (EE) und Energieeffizienz, unterstützt sie dabei. Denn nur mit genügend gut ausgebildeten Fachkräften kann die Schweiz ihre Energie- und Klimaziele erreichen.
Rund ein Drittel der CO2-Emissionen gehen auf das Konto des Gebäudebereichs. 900’000 fossile Heizungen, oder gut 30’000 pro Jahr, müssen bis 2050 durch erneuerbare Heizsysteme ersetzt werden. Heute werden jährlich gerade einmal 10’000 Heizungen ersetzt. Und eine Million Häuser wartet noch auf eine energetische Sanierung, die deren Energieverbrauch markant senken kann.
Es gibt also viel zu tun im Gebäudebereich. Darum
braucht es genügend gut ausgebildete Fachleute, die Solarpanels
montieren, neue Heizungen installieren oder Sanierungs-Projekte planen. Die
Liste der Berufe, die von Fachkräftemangel betroffen sind, wird länger,
das Problem ist jedoch nicht neu. Das zeigen Studien, die anfangs der
2010-er Jahre erstellt wurden. Nun akzentuiert sich das Problem: Die
Erwerbslosenquote in der Baubranche ist tief, gleichzeitig gibt es viele
offene Stellen. Zudem stagnieren die Nachwuchszahlen seit Jahren. Der Fachverband Swissolar hatte vergangene Woche ja einen 11-Punkte-Plan für die Solarbranche vorgestellt (siehe Solarmedia vom 26.Januar 2022) und unter anderem die baldige Etablierung einer Berufslehre für Solarenergie-Fachleute in Aussicht gestellt.
Energeiaplus hat bei den beiden Branchenverbänden suissetec und Holzbau Schweiz nachgefragt, was sie gegen den Fachkräftemangel in ihrem Bereich unternehmen wollen. Der Verband suissetec hat rund 3’500 Mitglieder und vertritt Organisationen aus den Branchen Spenglerei/Gebäudehülle, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, Gas- und Wasser-Installationstechnik. Holzbearbeiter und Zimmerleute sind Berufe, die bei Holzbau Schweiz angesiedelt sind.
Zu Quelle und Interview geht es >>> hier
Im
laufenden Jahr 2012 sind in Deutschland bis einschließlich Oktober rund 6.800 MW
Solarleistung neu installiert worden - in der Schweiz dürften es zwischen 100 und 150 MW sein. Solaranlagen zu bauen ist eine Sache.
Sie wirtschaftlich zu betreiben ein ganz andere. Die kaufmännische
Betriebsführung (KBF) bildet die Schnittstelle zwischen den Eignern
eines Solarparks und allen weiteren relevanten Projektteilnehmern, wie
z.B. Banken, Versicherungen, technische Betriebsführung und Behörden. In
dieser zentralen Rolle ist die sorgfältige KBF ein wichtiger Faktor für
den erfolgreichen Betrieb eines Solarparks. wie das Haus der Technik schreibt.
Ein (auch bürokratisch) bedingter Wermutstropfen bleibt das geringe Engagement für Erneuerbare Energien. Gleichzeitig plant Vietnam den Bau einer ganzen Reihe von Atomkraftwerken. Aber immerhin, es gibt Ansätze, wie die folgende Meldung zeigt: Im Rahmen der Initiative „Solarenergie für Bildung“ engagiert sich die GÖDE-Stiftung in Entwicklungsländern. Der Versand der ersten Photovoltaik-Inselanlagen nach Vietnam steht unmittelbar bevor und die ersten Familien wurden bereits in die Technik eingeführt. Ohne Bildung keine Zukunft – das gilt für moderne Wohlstandsgesellschaften und umso mehr für Entwicklungsländer. Die Verbesserung der persönlichen Lebenssituation und zugleich der wirtschaftliche Aufschwung ganzer Regionen hängen dort entscheidend vom Zugang der Menschen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ab. Mit der Initiative „Solarenergie für Bildung“ setzt sich die GÖDE-Stiftung dafür ein, den Menschen in unterversorgten Regionen der Welt mit Hilfe von Photovoltaik-Technik die Anwendung moderner Bildungsmedien zu ermöglichen. So soll auch dort, wo noch kein ausgebautes Stromnetz existiert, für zeitgemäße Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene gesorgt werden.
PV-Modulanlage in Mali (Bild UN).
Energie-Landesrat Rudi Anschober: "Ich möchte mit diesem nächsten Schritt Richtung Energiewende Oberösterreichs Jugendlichen die Solarenergie verständlich machen und für sie das Energiesparen und die Zukunftstechnologie Sonnenenergie zur Normalität machen. Und schließlich viele Jugendliche dazu motivieren, sich eine berufliche Zukunft im Bereich der grünen Jobs zu überlegen. Denn Oberösterreich will viele neue grüne Jobs schaffen - 36.000 sind es derzeit, 50.000 sollen es bis Ende 2015 werden - und gleichzeitig droht ein massiver Facharbeitermangel. Dem gilt es durch offensive Informationsarbeit über Inhalte und Perspektiven grüner Jobs entgegen zu wirken."