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Freitag, 20. März 2026

PV-Tagung 2026 rückt näher - 31. März und 1. April - Festhalle Bern





Jetzt anmelden und dabei sein
Weshalb du die Schweizer Photovoltaik-Tagung 2026 auf keinen Fall verpassen solltest?
  • Ein abwechslungsreiches Programm mit 8 Fachsessionen mit über 50 Referierenden zu aktuellen politischen, technischen und marktbezogenen Themen
  • Rund 80 Aussteller aus der PV- und Speicher-Industrie
  • Networking mit rund 1000 Teilnehmenden und der erstmalig fürs Publikum geöffneten Expo am Tag 2
  • Umfangreiche Posterausstellung zu den wissenschaftlichen Themen der Stunde
  • Livestream-Aufzeichnung für Teilnehmende 30 Tage verfügbar
  • Moderator Michael Elsener moderiert Tag 1 und lädt zur grossen PV-Debatte

Die Teilnehmenden erwarten zwei geballte Tage mit inspirierenden Referaten, den letzten Trends der Solar- und Speicherbranche sowie wertvollem Austausch rund um die Zukunft der Solarenergie. 

Quelle. Swissolar 

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Mittwoch, 26. Juli 2023

Klimaschule macht Schule in der Schule

Sonnenenergie für die Schule: In der Zürcher Gemeinde Buchs konnten die Schülerinnen und Schüler gleich selber Hand anlegen bei der Installation der Solarmodule auf dem Schulhausdach. Die Aktion wurde vom Programm Klimaschule von Myblueplanet geleitet. Energeiaplus stellt das Programm vor und wollte wissen, warum EnergieSchweiz, das Programm des Bundesamts für Energie für Energieeffizienz und erneuerbare Energien, die Klimaschule unterstützt hat.

749 Module wurden insgesamt installiert auf dem Schulhausdach und dem Dach der angrenzenden PEMA-Arena. Seite an Seite mit den Fachleuten einer Solarfirma konnten die Schülerinnen und Schüler beim Verlegen der Module mithelfen. Gleichzeitig erfuhren sie an einem Energieworkshop, wie Photovoltaik genau funktioniert und was PV leisten kann.

«Ich finde es toll, dass meine Schule versucht, eine Klimaschule zu werden», fasst eine Schülerin der Klasse 2b ihre Eindrücke zu diesem Aktionstag zusammen. Eine positive Rückmeldung gibt es auch von der Solarfirma. «Es hat grossen Spass gemacht, mit den Kindern zu arbeiten. Sie waren wissbegierig und haben sich reingehängt», kommentiert ein Mitarbeiter der Firma Helion AG den Arbeitseinsatz.

Die neue Anlage liefert nun eine maximale Leistung von 314 kWp. Das bedeutet: Die Sekundarschule Petermoos kann neu rund 60% ihres gesamten Strombedarfs durch Solarenergie decken.

Die Schule Petermoos in Buchs ZH ist nicht die erste Schule, wo Schülerinnen und Schüler bei der Installation einer PV-Anlage mitanpacken. Seit dem Start des Programms 2019 wurden 28 Solaranlagen im Rahmen von 36 Schulprojekten realisiert. Rund 14’000 Schülerinnen und Schüler haben sich aktiv daran beteiligt. 

Was ist eine Klimaschule? Die Klimaschule ist ein vierjähriges Bildungsprogramm für Schweizer Schulen. Mit der Teilnahme am Programm verankern die Schulen die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz langfristig in ihrem Schulalltag und richten ihre Infrastruktur CO2 und energieeffizient ein.

Energeiaplus fragte bei Kerstin Bütschi, Fachspezialistin Aus- und Weiterbildung im Bundesamt für Energie nach, wie wichtig solche Aktionen sind und warum EnergieSchweiz das Programm über mehrere Jahre unterstützte.

 Interview und Quelle siehe: energeiaplus.com

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Mittwoch, 14. Dezember 2022

Endlich: Dashboard für Versorgungssituation



Das Bundesamt für Energie (BFE) hat am Mittwoch ein Dashboard mit den wichtigsten Kennzahlen zur aktuellen Energieversorgungssituation der Schweiz aufgeschaltet (www.energiedashboard.admin.ch). Die Zahlen, beispielsweise zum Strom- und Gasverbrauch oder zur Inlandproduktion und zu Importen, werden laufend aktualisiert, so dass sich Interessierte jederzeit einen Überblick über die Versorgungslage verschaffen können.

Das Dashboard wird in den kommenden Wochen weiterentwickelt und ausgebaut. Insbesondere soll die Datenqualität zum Stromverbrauch mit Hilfe von Methoden der Datenwissenschaft weiter verbessert werden. Die im Dashboard aggregierten Zahlen basieren einerseits auf öffentlich zugänglichen Quellen, wie jenen des BFE sowie von den europäischen Verbänden der Stromübertragungs- und Gasnetzbetreiber (ENTSO-E, ENTSO-G), von Swissgrid, von Strom- und Gasbörsen und MeteoSchweiz. 

Andererseits werden für das Dashboard nicht öffentliche Daten verwendet, insbesondere von Swissgrid. Das Dashboard deckt aktuell den Strom- und Gasbereich ab. Erweiterungen auf andere Energieträger und Informationen sind in Prüfung. Datenqualität wird laufend verbessert Nicht alle Daten sind derzeit auf Basis von Messungen verfügbar. Einige Daten werden von den jeweiligen Akteuren zudem relativ spät und in nicht vollständig befriedigender Qualität geliefert. Vor allem beim Stromverbrauch fliessen in das Dashboard deshalb Angaben ein, die auf Methoden der Datenwissenschaft beruhen, insbesondere des maschinellen Lernens. Das BFE arbeitet dazu mit dem Swiss Data Science Center zusammen. Aufgrund der derzeit teils noch mangelhaften Datenqualität kann es im Dashboard in der Anfangszeit zu kurzfristigen Abweichungen und dadurch zu nachträglichen Anpassungen kommen. Das BFE treibt die Verbesserung der Datenqualität und Digitalisierung darum gemeinsam mit der Strom- und Gasbranche weiter voran. Bis Ende Januar soll so die Datenqualität insbesondere im Bereich des Stromverbrauchs stark verbessert werden. Dafür wird ein Modell erarbeitet, das auf anonymisierten Smart Meter-Daten beruht, die von einigen Schweizer Netzbetreibern mit einem hohen Smart Meter-Anteil in ihrem Netzgebiet zur Verfügung gestellt werden. 

In Kombination mit Wetterdaten und historischen Daten können so der Stromverbrauch und z.B. die Einsparungen in täglicher Auflösung für die Schweiz extrapoliert werden. Auch im Gasbereich sollte sich die Datenlage bis Ende Januar weiter verbessern. Trotz diesen Schwachstellen, an deren Verbesserung intensiv gearbeitet wird, liefert das Dashboard bereits eine gute Übersicht zur Entwicklung der aktuellen Energieversorgungslage. 

Adresse für Rückfragen Marianne Zünd, Leiterin Medien und Politik, Bundesamt für Energie (BFE) 058 462 56 75, marianne.zuend@bfe.admin.ch 

Link www.energiedashboard.admin.ch 

Herausgeber Bundesamt für Energie http://www.bfe.admin.ch

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Freitag, 2. Dezember 2022

Chancen für Geflüchtete in der Solarbranche

Refugees go Solar+ ist ein innovatives und schweizweites Angebot im ersten Arbeitsmarkt der Solarbranche. Durch eine On-the-Job Branchenqualifikation nach dem Drei-Lernorte-Prinzip des dualen Berufsbildungssystems der Schweiz erhalten Geflüchtete eine realistische Chance, sich bei unseren Partnerfirmen eine langfristige berufliche Anschlusslösung im ersten Arbeitsmarkt zu erarbeiten.


Mit dem Joint-Programm Refugees go Solar+ (RgS+) fördern Solafrica und Root & Branch gemeinsam mit ihren Partnern aus Wirtschaft, Sozialwesen sowie der regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) die Arbeitsmarktinklusion von geflüchteten Menschen. Die Branchenqualifikation beginnt mit einem zweimonatigen Praktikum und ist erst dann abgeschlossen, wenn die Teilnehmenden die Mindestanforderungen für eine Festanstellung oder für einen formalen Abschluss in der beruflichen Grundbildung erarbeiten konnten.

RgS+ bietet gerade jungen Geflüchteten einen vielversprechenden Einstieg in das Berufsbildungssystem der Schweiz. Ältere Personen erhalten durch RGS+ einen Leistungsausweis, der ihnen langfristig eine Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt ermöglichen soll.

Der überregionale Inklusionsverbund von Solarfirmen sowie deren Zulieferanten und Mutterorganisationen soll neben einem nationalen Ausbildungs- und Qualifizierungsverbund mit Hilfe einer transnationalen Branchenqualifizierung und einer grenzüberschreitenden Personalvermittlung auch die Chancen auf eine berufliche Eingliederung von ausreisewilligen oder ausreisepflichtigen Personen in einem Dublin-Staat, dem Herkunftsland oder einem sicheren Drittstaat erhöhen.

Das Programm RgS+ wird mit Unterstützung von Swissolar, dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und Bundesamt für Energie (BfE) und zahlreichen Stiftungen (siehe unten) realisiert.

Das zentrale Anliegen von RgS+ ist, die Arbeitsmarktinklusion von geflüchteten Menschen zu fördern und somit zugleich dem Arbeitskräftemangel der weltweit boomenden Solarbranche entgegenzuwirken. Das Programm strebt eine einheitliche und schweizweite Ausbildung und Qualifizierung der Teilnehmenden nach dem Drei-Lernorte-Prinzip im Verbund der teilnehmenden Solarfirmen sowie deren Zulieferanten und Mutterorganisationen an. In einem grösseren Kontext leisten die Teilnehmenden einen Beitrag zur globalen Energiewende: Eine Auseinandersetzung mit Solartechnologie schärft das Verständnis für den Klima- und Umweltschutz und fördert klimafreundliches Handeln.

Nach dem Prinzip der Drei-Lernorte des dualen Berufsbildungssystems der Schweiz werden die Teilnehmenden bis zur langfristigen, individuellen Anschlusslösung im ersten Arbeitsmarkt in ihrem Kompetenzerwerb begleitet und gestärkt sowie in allen Belangen der beruflichen Inklusion unterstützt. Analog eines Lehrbetriebverbundes übernehmen die Programmanbieter Solafrica und Root & Branch in Bezug auf das Ausbildungs- und Qualifizierungsverfahren die Funktion einer Leitorganisation.

Quelle:  Solafrica

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Mittwoch, 9. November 2022

Grünes Licht für Schweizer Solarlehre


Ab dem Schuljahr 2024/25 werden die neuen Berufslehren «Solarmonteur:in EBA» und «Solarinstallateur:in EFZ» starten. Die Lancierung dieser Berufslehren ist ein wichtiger Schritt, um den immensen Fachkräftebedarf in der rasch wachsenden Schweizer Solarbranche langfristig zu decken.

Anfang November hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation grünes Licht für die neuen Berufsbilder gegeben, die von Swissolar, dem Bildungszentrum Polybau und Branchenvertretern entwickelt wurden. Schulungsstandorte werden die Polybau-Bildungszentren in Uzwil SG und Les Paccots FR sein. Die Lancierung dieser Berufslehren ist neben diversen Ausbildungs- und Umschulungsangeboten ein wichtiger Schritt, um den immensen Fachkräftebedarf in der rasch wachsenden Schweizer Solarbranche langfristig zu decken und die Professionalisierung weiter voranzutreiben.

Das Eidgenössische Berufsattest «Solarmonteur:in EBA» wird nach 2-jähriger Lehre abgeschlossen, das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis «Solarinstallateur:in EFZ» kann nach 3-jähriger Ausbildung erworben werden. «Diese neuen Berufe sind ein wichtiger und dringlicher Schritt, um dem Fachkräftebedarf in der rasch wachsenden Schweizer Solarwirtschaft zu begegnen und um die Branche weiter zu professionalisieren», sagt Rita Hidalgo, Leiterin Bildung und Wissensmanagement bei Swissolar.

Die beiden Bildungspläne wurden von Swissolar unter Hochdruck und in rekordverdächtiger Zeit entwickelt. Von Mai bis September 2022 hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus 20 Branchenvertreternvon grossen und kleinen Unternehmen unter der gemeinsamen Leitung von Swissolar und Polybau die neuen Berufsbilder definiert. Unter pädagogischer Begleitung der eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung haben Solarspezialisten mit unterschiedlichem Werdegang festgelegt, was Lehrabgänger:innen im Bereich Solarinstallation und Solarmontage fachlich können müssen. Zudem wurden weitere Abklärungen mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (Esti), dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) getroffen.

Die Bildungspläne liegen nun in Entwurfsform vor. Nach der im November folgenden Branchenvernehmlassung werden sie Ende Januar 2023 von Swissolar beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) eingereicht. Während das SBFI 2023 die Dokumente prüft, wird die konkrete Umsetzung vorbereitet. Dazu gehören die Definition von Lernzielen für die Berufsfachschule, die Erstellung von Programm und Inhalt von überbetrieblichen Kursen, die Aufgabenstellung für das Qualifikationsverfahren sowie die Festlegung des Ausbildungsprogramms für die Lehrbetriebe.

Schnupperlehren und Lehrverträge: Ab sofort können Solarfirmen Schnupperlehren in den neuen Berufen Solarmontage und -installation anbieten. Die definitive Bildungsverordnung wird voraussichtlich frühestens per 1. Oktober 2023 und spätestens per 1. Januar 2024 vom SBFI erlassen. Ab dann können auch Lehrverträge abgeschlossen werden. Die ersten Lernenden beginnen ihre Ausbildung im Schuljahr 2024/25 ab August 2024. Betriebe, die Lernende ausbilden möchten, müssen von ihrem Kanton eine Ausbildungsbewilligung erhalten. Um die Betriebe auf diese neue Situation vorzubereiten, finden im Frühjahr 2023 von Swissolar organisierte Informationsveranstaltungen statt. Ab Herbst 2023 sollen Informationsveranstaltungen für angehende Berufsbildner:innen stattfinden.

Derzeit umfasst die Schweizer Solarwirtschaft zirka 10’000 Vollzeitstellen. Bis 2050 wird sich die Anzahl voraussichtlich mehr als verdoppeln. Dazu David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar und Vorstandsmitglied Polybau: «Mit diversen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind wir auf gutem Weg, den immensen Fachkräftebedarf langfristig decken zu können. Die Solarbranche bietet eine sinnstiftende Arbeit mit Zukunft. Deshalb wollen viele junge Leute in diesen Sektor einsteigen oder wechseln.»

Quelle: Swissolar

Dienstag, 17. Mai 2022

Solarwirtschaft investiert in Nachwuchs


An der Generalversammlung das Fachverbandes Swissolar in Aarau haben sich am Dienstag die Mitglieder klar für eine aktive Nachwuchsförderung und eine weitere Professionalisierung der Branche ausgesprochen. Eine deutliche Mehrheit stimmte zudem für die dafür notwendige Erhöhung der Mitgliederbeträge. Denn in der Branche herrscht Einigkeit: Um bis 2050 das Netto-Null-Ziel zu erreichen, muss in der Schweiz rund 12-mal mehr Solarstrom als heute produziert werden und die Potenziale der Solarwärme müssen optimal genutzt werden. Neu in den Vorstand gewählt wurden Thomas Bachmann (Solarville/CKW) und Lars Kunath (Suissetec).

Die Nachfrage nach Photovoltaik bleibt in der Schweiz ungebremst hoch: In den letzten zwei Jahren betrug das Wachstum jeweils 30%. Der Zuwachs ist also exponentiell. Swissolar rechnet für das Jahr 2022 mit einem Leistungszubau von 750 Megawatt (MW). Für Dekarbonisierung von Gebäuden und Verkehr und den Ersatz von AKW muss dieser Zubau innert der nächsten Jahre verdreifacht werden. Für die Erreichung dieses Ziel hat Swissolar Anfang des Jahres das 11-Punkte-Programm der Schweizer Solarwirtschaft vorgestellt. Folgende Massnahmen wurden an der Generalversammlung in Aarau als besonders dringend diskutiert.

1.     Anreize für Volldachanlagen, Solarpflicht bei Dachsanierungen und Neubauten: Derzeit werden viele Dachflächen auf Eigenverbrauch optimiert, also nicht voll bedeckt. Zu oft werden zudem bei Dachsanierungen Ziegel durch Ziegel ersetzt, obwohl dies der am besten geeignete Moment für den Ersatz durch ein Solardach wäre. Das Problem: So gehen wertvolle Flächen für Jahrzehnte verloren. Swissolar fordert zur Behebung dieses Problems eine schweizweit einheitliche Minimalgrenze bei der Abnahmevergütung sowie eine grundsätzliche Solarpflicht bei Neubauten und Sanierungen. Ausserdem sollen lokale Energiegemeinschaften ermöglicht werden, um den Stromverbrauch vor Ort zu fördern. Auch die Branche tut ihren Teil: Um Solarofferten vergleichbarer zu machen, hat Swissolar neu eine Standart-Offertstruktur (SOQ) erarbeitet. Und mit ElektroForm solar bietet Swissolar seinen Mitgliedern neu ein Tool zur Reduzierung administrativer Aufwände.

2.     Aufbau einer Solarlehre und Ausbau der Weiterbildungen im Solarbereich: Derzeit umfasst die Schweizer Solarwirtschaft ca. 7‘500 Vollzeitstellen in der Schweiz. Bis 2050 muss deren Anzahl verdreifacht werden. Schon jetzt sind die Arbeitskräfte in der Branche knapp. Swissolar erarbeitet deshalb derzeit in Kooperation mit dem Verein Polybau eine Solar-Berufslehre. Sie soll 2024 starten. Schulstandorte sollen Uzwil (SG) und Les Paccots (FR) sein. Ausserdem wird das Weiterbildungs- und Umschulungsangebot erneuert und erweitert. Das Ziel: Den Zugang für Quereinsteiger:innen erleichtern. 

3.     Die Rolle der Solarenergie in der künftigen Wärmeversorgung: Zur Deckung des Schweizer Wärmebedarfs wird derzeit 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs benötigt. 60 Prozent dieser Energie wird derzeit noch aus fossilen Quellen gedeckt, bis ins Jahr 2050 soll die Wärme komplett aus erneuerbaren Quellen stammen. Die Nachfrage nach Solarthermie bei Gebäuden ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Hauptgrund dafür ist, dass die Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpe oft wirtschaftlicher ist. Es drängt sich deshalb die Frage auf, welche Rolle die Solarthermie in der Schweiz spielen soll. Insbesondere in der Kombination mit Wärmeverbünden sowie in der Industrie ist das Potenzial weiterhin gross. Ein Workshop im Anschluss an die Generalversammlung beschäftigte sich deshalb mit Fragen zur solaren Wärmeversorgung. 

Fazit: Ein starker Verband für die zweite Säule der Schweizer Stromversorgung: Das deutliche Ja zur Erhöhung Mitgliederbeiträge zeigt, dass Swissolar in der Schweizer Solarbranche grosses Vertrauen geniesst. Die Notwendigkeit zur weiteren Professionalisierung und Nachwuchsförderung wird von der Schweizer Solarbranche als wichtig eingeschätzt und die politische Arbeit des Verbandes erfährt eine hohe  Wertschätzung. Swissolar ist zuversichtlich, dass die laufende Umsetzung des 11-Punkte-Programms der Schweizer Solarwirtschaft der Photovoltaik den Weg ebnet zur zweiten Säule der Schweizer Stromversorgung neben der Wasserkraft zu werden. Für die Solarthermie erarbeitet der Fachverband gemeinsam mit Partnern aus der Branche eine Roadmap. Sie soll 2023 vorgestellt werden.  

Mehr Informationen zur Generalversammlung

Swissolar-Jahresbericht 2021

11-Punkte-Programm der Schweizer Solarwirtschaft

Programm des Workshops «Solarenergie in der Wärmeversorgung»
 

Auskünfte 

David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar, stickelberger@swissolar.ch, +41 79 323 18 68 
Jürg Grossen, Präsident Swissolar, juerg.grossen@parl.ch, +41 79 444 94 65

Über Swissolar 

Swissolar ist der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie. Er vertritt die Interessen von rund 830 Verbandsmitgliedern mit rund 7000 Arbeitsplätzen in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden.

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie als wir brauchen. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Energieträger ein. Wärme und Strom von der Sonne nehmen dabei eine zentrale Stellung ein.

Quelle:  www.swissolar.ch

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Dienstag, 1. Februar 2022

Gebäudebereich und EE brauchen Fachkräfte

Ob Heizungsinstallateur oder Dachdeckerin, Bauplaner oder Bauingenieurin: Fachkräfte im Gebäudebereich sind gesucht. Die Branche lanciert nun zusammen mit Bildungsinstitutionen eine Bildungsoffensive. EnergieSchweiz, das Programm des Bundesamts für Energie (BFE) für erneuerbare Energien (EE) und Energieeffizienz, unterstützt sie dabei. Denn nur mit genügend gut ausgebildeten Fachkräften kann die Schweiz ihre Energie- und Klimaziele erreichen.

Rund ein Drittel der CO2-Emissionen gehen auf das Konto des Gebäudebereichs. 900’000 fossile Heizungen, oder gut 30’000 pro Jahr, müssen bis 2050 durch erneuerbare Heizsysteme ersetzt werden. Heute werden jährlich gerade einmal 10’000 Heizungen ersetzt. Und eine Million Häuser wartet noch auf eine energetische Sanierung, die deren Energieverbrauch markant senken kann.

Es gibt also viel zu tun im Gebäudebereich. Darum braucht es genügend gut ausgebildete Fachleute, die Solarpanels montieren, neue Heizungen installieren oder Sanierungs-Projekte planen. Die Liste der Berufe, die von Fachkräftemangel betroffen sind, wird länger, das Problem ist jedoch nicht neu. Das zeigen Studien, die anfangs der 2010-er Jahre erstellt wurden. Nun akzentuiert sich das Problem: Die Erwerbslosenquote in der Baubranche ist tief, gleichzeitig gibt es viele offene Stellen. Zudem stagnieren die Nachwuchszahlen seit Jahren. Der Fachverband Swissolar hatte vergangene Woche ja einen 11-Punkte-Plan für die Solarbranche vorgestellt (siehe Solarmedia vom 26.Januar 2022) und unter anderem die baldige Etablierung einer Berufslehre für Solarenergie-Fachleute in Aussicht gestellt.

Energeiaplus hat bei den beiden Branchenverbänden suissetec und Holzbau Schweiz nachgefragt, was sie gegen den Fachkräftemangel in ihrem Bereich unternehmen wollen. Der Verband suissetec hat rund 3’500 Mitglieder und vertritt Organisationen aus den Branchen Spenglerei/Gebäudehülle, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, Gas- und Wasser-Installationstechnik. Holzbearbeiter und Zimmerleute sind Berufe, die bei Holzbau Schweiz angesiedelt sind.

Zu Quelle und Interview geht es >>> hier

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Montag, 3. Juli 2017

Wie viel Power?



Viele trauen einem Solarmodul nicht wirklich viel zu. Und es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass für die Herstellung eines Solarmoduls mehr Energie aufgewendet werden muss als das Modul jemals wieder abgeben kann. Dieses Video räumt mit diesem Gerücht auf und beantwortet die Frage, wie viel Power ein Solarmodul wirklich hat. Ein Wettkampf zwischen einem Solarmodul und einem Fahrrad liefert dabei einen Hinweis - Video mit Professor Volker Quaschning.

Freitag, 1. April 2016

Holländer machen vieles anders

Ein 2-Megawatt-Kraftwerk soll tagsüber für die Öffentlichkeit geöffnet sein, um Photovoltaik hautnah erleben zu können. Bis August will B&W Energy die Solarmodule von Solarworld und Leistungsoptimierer von Solaredge installiert haben. Die landesweite Solarförderung in Holland geht derweilen eigene Wege, wie ein Bericht von pv-magazine.de aufzeigt.

In dieser Woche gab es im holländischen Hengelo den Spatenstich für ein besonderes Photovoltaik-Projekt. Der geplante Solarpark „NL Solarpark de Kwekerij“ mit zwei Megawatt Leistung soll nach seiner Fertigstellung jährlich etwa 1,7 Millionen Kilowattstunden Solarstrom für die Umgebung produzieren und tagsüber für die Öffentlichkeit – und insbesondere Schulklassen - zugänglich sein, um das System hautnah erleben zu können. Auch werde ein Spielplatz in dem Solarpark errichtet. „Das gibt es bisher so noch nicht“, sagt Rene Busch vom Generalunternehmer B&W Energy, der das Photovoltaik-Kraftwerk im Auftrag eines niederländischen Investors plant, installiert und ans Netz bringt. Bis August solle die Freiflächenanlage fertiggestellt sein. Als Zulieferer habe B&W Energy dabei langjährige Partner in das Projekt eingebunden. So werde Solarworld insgesamt 7000 Solarmodule für das Projekt liefern. Diese sollen demnächst aus Deutschland geliefert werden. Zudem würden Wechselrichter und Leistungsoptimierer von Solaredge sowie Unterkonstruktionen von Schletter für den Solarpark verwendet. 


Vor rund 100 Gästen erfolgte am Dienstag der Spatenstich. Bis August sollen die rund 7000 Module von Solarworld installiert sein. (Foto: B&W Energy)

Die Förderung von Photovoltaik-Anlagen in den Niederlanden unterscheidet zwischen großen und kleinen Systemen. Für private Photovoltaik-Dachanlagen gibt es ein Net-Metering, wobei die Anlagen so ausgelegt werden, dass sie so viel Solarstrom produzieren, wie der aktuelle Jahresstromverbrauch des Kunden beträgt. Mit dieser bilanziellen Autarkie werden die Stromkosten auf Null gesenkt, auch wenn der Solarstrom nicht komplett selbst verbraucht wird. Dieses Modell soll nach Angaben von B&W Energy auch bis mindestens 2020 erhalten bleiben. Für große Photovoltaik-Anlagen, wie das nun geplante Projekt, gibt es hingegen ein Prämienmodell mit Ausschreibungscharakter. Nur mit dem Erhalt dieser sogenannten SDE Förderung lohnt sich der Bau von Solarparks. Sie muss beantragt werden und wird zusätzlich zur allgemeinen Vergütung für eingespeisten Strom gezahlt, die in Holland derzeit bei etwa sieben Cent pro Kilowattstunde liegt.


Montag, 5. Januar 2015

Speichern technologisch gelöst


Dies ist ein dicker Schinken geworden. Aber es geht ja auch um ein wichtiges und gewichtiges Thema: Um Speicher für erneuerbare Energien. 

Die Autoren Michael Sterner, Professor für Elektronik und Informationstechnik an der TH Regensburg und Ingo Stadler, Professor für Energiewirtschaft an der FH Köln, sagen schon in den ersten Zeilen des Vorworts allen Skeptikern: „Wir haben kein Energiespeicherproblem, wir haben eher die Qual der Wahl zwischen all den Flexibilitäts- und Speicheroptionen… Es gibt ausreichende Kapazitäten in Deutschland, Europa und weltweit.“

Technologisch ist also das Speicherproblem gelöst. Das ist deshalb so wichtig, weil ein Haupteinwand gegen die rasche Energiewende schon immer hieß: Dazu gibt es keine Speicher. Richtig ist, dass es bisher keine guten Bücher gab, die diesen Einwand widerlegten. Mit dem Buch „Energiespeicher – Bedarf – Technologien, Integration“ ist diese schmerzliche Lücke geschlossen. Es gibt jetzt, ihr lieben alten Energieversorger und ihr Bedenkenträger in der Politik, keine Ausreden mehr.  Also endlich ein umfassendes Buch zur Energiewende, das auch für technische Laien verständlich und inspirierend geschrieben ist. 

Alle Energieversorgungssysteme haben schon immer auf Energiespeicherung beruht. Lediglich die Perspektiven ändern sich. Das Energiesystem, das wir gerade hinter uns lassen, hat hauptsächlich Primärenergie gespeichert. Im System der Erneuerbaren speichern wir eher Strom und Endenergie. Vor etwa 2 Milliarden Jahren begann die Photosynthese mit der ersten Energiespeicherung. Sie speichert Solarenergie in Form organischer Verbindungen und ermöglicht somit alles Leben auf unserem Planeten. Vor etwa 1,5 Millionen Jahre wurde das Feuer entdeckt und als Energiespeicher in Form von Holz genutzt. 

Seit etwa 200 Jahren nutzen wir Menschen fossile Energieträger als langfristig gespeicherte Energie. In den letzten Jahrzehnten wurden neue Speichertechnologien wie  Batterien, Pumpspeicher, Druckluftspeicher, BHKW, Power-to-Gas-Technologien und Wasserstoff-Technologien entwickelt. Die Autoren beschreiben zunächst die Bedeutung von Energiespeichern in der Energieversorgung und definieren ihre Rolle darin. Dann gehen sie auf den Speicherbedarf in der Strom-, Wärme- und Kraftstoffversorgung im Kontext der Energiewende ein. Im Hauptteil werden die verschiedenen Speichertechnologien ausführlich vorgestellt sowie ihre Vor- und Nachteile diskutiert. 

Praktische Anwendungsbeispiele und die Integration von Speichern über alle Energiesektoren hinweg runden das Buch ab. Zahlreiche Grafiken und Beispiele veranschaulichen das gesamte Feld der Energiespeicher und sind als Ergänzung samt Animationen online in Farbe verfügbar. Zielgruppen dieses unendlich wichtigen und hilfreichen Buches sind Ingenieure, Energieplaner, Wissenschaftler, Energiepolitiker, Energiegenossenschaften, Stadtwerke, Kommunalpolitiker, Energiewissenschaftler in Forschung und Industrie sowie Studierende in Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Elektronik und Energietechnik.

Um deutlich zu machen wie ganzheitlich die Autoren ticken sei der originelle Epilog zu diesem Buch von Michael Sterner zitiert:

Die technischen Mittel sind da, um die Energie zu wenden.
Daher sollten wir keine Zeit verschwenden
Und der Umwelt und dem Klima die Zeit spenden,
den Transformationsplan zu vollenden.

Denn was sind wir ohne unsere natürlichen Lebensgrundlagen?
Kein Wirtschaften wär möglich, umsonst wär alles Mühen und Plagen!
Können wir es daher überhaupt wagen,
das alles aufs Spiel zu setzen und zu versagen?

Wir haben das Wissen gesammelt, das Know-How ist vorhanden,
die Herausforderung ist uns bewusst, wir haben verstanden,
doch nicht an Worten, an Taten sind wir zu messen,
zu verfangen sind wir, zu besessen,
von Profit, Wachstum und der Kurzfristigkeit,
unnatürlicher Wettbewerb statt Einigkeit.

Doch die Ökonomisierung unseres Lebens,
treibt uns nicht in den Wohlstand, ist vergebens,
wenn wir keinen Lebensraum mehr haben,
uns überwerfen, uns nicht mehr vertragen.

Die Dinge sind aber nicht starr, sondern immer zu Wandeln,
es bleibt uns nur noch zu Handeln
und an dem anzubandeln,
was uns gegeben ist:

Das Universum ist 14 Milliarden Jahre alt
Und einmalig in seiner Gestalt.
Was es gelernt hat, steckt in uns, in Fleisch und Blut, in jedem Atem,
die Natur macht es uns vor – legt in uns Ideen wie Saaten,
treibt die spirale Dynamik voran, schreit nach Taten!
Also los, worauf noch warten?


Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner 
erforscht und lehrt an der Technischen Hochschule Regensburg in der Fakultät Elektro- und Informationstechnik die Bereiche Energiespeicher, Energiewirtschaft und Integration erneuerbarer Energien. Zuvor war er am Fraunhofer IWES in leitender Funktion verantwortlich für die Bereiche Systemanalyse und Energiewirtschaft und hat mit Kollegen die Speichertechnologie Power-to-Gas entwickelt. Der Ingenieur arbeitet ehrenamtlich in der Energietechnischen Gesellschaft des VDE, dem bayerischen Wirtschaftsministerium und dem Weltklimarat (IPCC), leitet Speicherkonferenzen von VDI und OTTI, ist beratend für die Bundesregierung tätig und im wissenschaftlichen Beirat der International Renewable Energy Storage Conference der Eurosolar sowie der Energy Storage Düsseldorf.
Prof. Dr.-Ing. habil. Ingo Stadler forscht und lehrt an der Fachhochschule Köln und ist dort für die Erneuerbaren Energien und Energiewirtschaft verantwortlich. Er habilitierte an der Universität Kassel. Seine Arbeiten umfassen die Netzintegration Erneuerbarer Energien und Energiesysteme mit hohen Anteilen an Erneuerbaren Energien und konzentriert sich auf die über die Elektrizität hinausgehenden, nichtelektrischen Speicher und das Lastmanagement. Er ist Mitglied des Beirats der International Renewable Energy Storage Conference sowie des International Centre for Sustainable Development of Energy, Water and Environment Systems. Über ein Jahrzehnt arbeitete er im Photovoltaik-Programm der Internationalen Energieagentur IEA.

Quelle: Franz Alt / sonnenseite.com

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Freitag, 24. Mai 2013

72 Millionen für Energie-Kompetenz

Mit der Botschaft zum Aktionsplan «Koordinierte Energieforschung Schweiz» stärkt der Bundesrat im Rahmen der Energiestrategie 2050 des Bundes die Energieforschung in den Jahren 2013-2016. Eine der Massnahmen umfasst den Aufbau von interuniversitär vernetzten Forschungskompetenzzentren, den Swiss Competence Centers for Energy Research (SCCER). Die Ausschreibung zu deren Errichtung in sieben Aktionsfeldern startete am 23. Mai. 

Die SCCER werden in den Bereichen Effizienz, Netze und ihre Komponenten, Energiesysteme, Speicherung, Strombereitstellung, Ökonomie-Umwelt-Recht-Verhalten, Effiziente Konzepte-Prozesse-Komponenten in der Mobilität sowie Biomasse errichtet. Sie sollen die für die nachhaltige Umsetzung der Energiestrategie 2050 nötigen Innovationen fördern. Dabei verfolgen sie das Ziel technische wie politisch-gesellschaftliche Entwicklungen zu ermöglichen. Die Entwicklungen sollen von der Grundlagenforschung über die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung bis zum Transfer der Forschungsresultate in den Markt gehen. Dies indem die SCCER die nötigen Kapazitäten aufbauen und die potenziell wirksamsten Ideen und Ansätze verfolgen. Die frühe Einbindung von Partnern aus Industrie und Öffentlichkeit ist dabei essenziell.

Für den Aufbau der Kompetenzzentren sind 72 Mio. Franken für die Jahre 2013 bis 2016 vorgesehen. Der Betrieb der SCCER wird während dieser Periode laufend evaluiert und soll in der nächsten BFI-Botschaftsperiode (2017 bis 2020) fortgeführt werden, sofern sie die Erwartungen gemäss den Zielformulierungen erfüllen. Mit den SCCER geht die KTI neue Wege, um den Problemstellungen, die durch die Energiewende entstehen, gerecht zu werden und die Innovation voran zu treiben. Daneben setzt sie auf ihr bewährtes Förderinstrument: Zusätzliche 46 Millionen Franken stehen für die herkömmliche Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Energiebereich bereit. Diese steht auch Institutionen offen, die nicht an den SCCER beteiligt sind. Für das reguläre Fördergeschäft in anderen Bereichen  stehen nach wie vor genügend Mittel zur Verfügung.

Die Kommission für Technologie und Innovation KTI ist mit der Ausschreibung und Errichtung der SCCER beauftragt. Sie hat zur Ausführung des Auftrages ein Steuerungskomitee eingesetzt, das aus Vertretern der KTI und des Schweizerischen Nationalfonds SNF besteht und von Walter Steinlin, Präsident KTI, geleitet wird. Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie BFE, steht dem Steuerungskomitee als beratendes Mitglied zur Seite.

Beurteilt werden die SCCER-Gesuche zuhanden des Steuerungskomitees von einem international zusammengesetzten Evaluationspanel unter der Führung von Andreas Umbach, Präsident und Chief Executive Officer von Landis + Gyr AG, Zug. Zu den Aufgaben des Evaluationspanels gehören darüber hinaus die Evaluierung und Begleitung der SCCER während des laufenden Betriebs sowie die Formulierung von Empfehlungen zuhanden des Steuerungskomitees. Die Gesuche müssen bis zum 9. Juli 2013 bei der KTI eingereicht werden. Verträge mit ersten SCCER sollen bereits Ende 2013 abgeschlossen werden können.

Fachkontakt: sccer@kti.admin.ch

Quelle:  Kommission für Technologie und Innovation  KTI

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Donnerstag, 13. Dezember 2012

Deutschland - du hast es besser!

Nach Angaben der deutschen Bundesnetzagentur waren Ende Oktober 2012 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 31.6000 Megawatt (MW) am Netz. Das ist weit mehr als in jedem anderen Land der Welt. Das ist aber vor allem auch - bei einer rund 10mal grösseren Bevölkerung - rund das 100fache dessen, was in der Schweiz installiert ist.


Im laufenden Jahr 2012 sind in Deutschland bis einschließlich Oktober rund 6.800 MW Solarleistung neu installiert worden - in der Schweiz dürften es zwischen 100 und 150 MW sein. Solaranlagen zu bauen ist eine Sache. Sie wirtschaftlich zu betreiben ein ganz andere. Die kaufmännische Betriebsführung (KBF) bildet die Schnittstelle zwischen den Eignern eines Solarparks und allen weiteren relevanten Projektteilnehmern, wie z.B. Banken, Versicherungen, technische Betriebsführung und Behörden. In dieser zentralen Rolle ist die sorgfältige KBF ein wichtiger Faktor für den erfolgreichen Betrieb eines Solarparks. wie das Haus der Technik schreibt.

Das Seminar "Kaufmännische Betriebsführung von Solarparks" am 30.1.2013 im Haus der Technik in Essen vermittelt den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer die wesentlichen Elemente (z.B. Reporting, Controlling, Vertragsmanagement usw.) der kaufmännischen Betriebsführung von Solarparks und vertieft diese anhand von realen Beispielen. Kurse in der Schweiz bietet Swissolar an (>>> Weiterbildungsangebote in der Schweiz). Ziel solcher Kurse ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern fundierte und aktuelle Kenntnisse der Methoden der kaufmännischen Betriebsführung von Solaranlagen zu an die Hand zu geben und diese in Frage- und Diskussionsrunden zu vertiefen. 

Quelle: Haus der Technik e.V. 2012

Dienstag, 27. September 2011

Solarstrom vom Schuldach

Die Anlage auf dem Dach der Staatlichen Gewerbeschule für Metalltechnik mit Technischem Gymnasium (G17) im norddeutschen Wilhelmsburg bei Hamburg speist nicht nur Strom ins Netz ein, sondern steht Schülerinnen und Schülern für den praktischen Unterricht zur Verfügung.

Regenerative Energien sind für die G17 nicht erst seit dem Umwelthauptstadtjahr ein Thema. Bereits bei ihrer Gründung vor 25 Jahren hat die Schule ihnen einen eigenen Profilbereich gewidmet, der vor allem praktisch ausgerichtet ist. „Mit professionellen Anlagen zu verschiedenen regenerativen Energieerzeugungsarten ermöglichen wir Schülerinnen und Schülern einen praktischen Zugang zum Thema. Die aktuellen Messdaten machen den Unterricht anschaulich und bringen die Technik vom Dach ins Klassenzimmer“, sagt Schulleiter Wolf-Rüdiger Giersch.

Den besonderen Mehrwert würdigt auch Bildungssenator Ties Rabe: „Die Angebote der G17 bereiten Schülerinnen und Schüler optimal für den wachsenden Arbeitsmarkt im Bereich der erneuerbaren Energien vor. Die Erfahrungen, die sie mit der neuen Solaranlage sammeln, können sie später in ihrer beruflichen Praxis einsetzen.“ Dass Klima- und Ressourcenschutz aber nicht nur gelehrt und angewandt, sondern auch finanziert werden will, verdeutlicht Klaus Teichert, Sprecher der Geschäftsführung von SBH | Schulbau Hamburg: „Wirtschaftliche Investitionen in Klimaschutz und energetische Maßnahmen haben im Schulbau große Bedeutung. Deswegen haben wir als Gebäudeeigentümer das Dach der G 17 auch gerne als Produktionsstätte zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bietet Schulbau Hamburg weitere geeignete Möglichkeiten, auch an anderen Schulen vergleichbare Projekte zu realisieren.“

Die Anlage dient zwar zu Versuchszecken, speist aber gleichzeitig regulär Strom ins Netz ein. „Auf einer Fläche von rund 670 Quadratmetern produzieren über 520 Module jährlich etwa 85.000 Kilowattstunden Strom – das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 30 Haushalten“, erläutert Dr. Michael Beckereit, Geschäftsführer von HAMBURG ENERGIE. Die Anlage ist eine von vielen, die der städtische Energieversorger im Rahmen seines 10-Megawatt-Projekts realisiert hat – dennoch kommt ihr eine besondere Bedeutung zu: „Hier werden die Schülerinnen und Schüler ausgebildet, die wir als Fachkräfte im Bereich erneuerbare Energien dringend benötigen.“

Zusammen mit älteren Modulen verfügt die G17 jetzt über eine Solarleistung von etwa 120 Kilowatt peak. Damit werden knapp 40 Prozent des Bedarfs, den die Schule an elektrischer Energie hat, selbst gedeckt.

Quelle: Hamburgenergie

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Freitag, 19. August 2011

Ein kleiner Schritt für Vietnam

Wer schon einmal das wunderbare Land in Südostasien bereist hat, ist fast uneingeschränkt begeistert - wobei der letzte Besuch des Autors gut drei Jahre her ist und sich seither vor allem wirtschaftlich Vieles zum Schlechten gewandelt hat. Die Lebensfreude und Freundlichkeit, aber auch der sprichwörtliche asiatische unternehmerische Wille gelten immer noch.

Ein (auch bürokratisch) bedingter Wermutstropfen bleibt das geringe Engagement für Erneuerbare Energien. Gleichzeitig plant Vietnam den Bau einer ganzen Reihe von Atomkraftwerken. Aber immerhin, es gibt Ansätze, wie die folgende Meldung zeigt: Im Rahmen der Initiative „Solarenergie für Bildung“ engagiert sich die GÖDE-Stiftung in Entwicklungsländern. Der Versand der ersten Photovoltaik-Inselanlagen nach Vietnam steht unmittelbar bevor und die ersten Familien wurden bereits in die Technik eingeführt. Ohne Bildung keine Zukunft – das gilt für moderne Wohlstandsgesellschaften und umso mehr für Entwicklungsländer. Die Verbesserung der persönlichen Lebenssituation und zugleich der wirtschaftliche Aufschwung ganzer Regionen hängen dort entscheidend vom Zugang der Menschen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ab. Mit der Initiative „Solarenergie für Bildung“ setzt sich die GÖDE-Stiftung dafür ein, den Menschen in unterversorgten Regionen der Welt mit Hilfe von Photovoltaik-Technik die Anwendung moderner Bildungsmedien zu ermöglichen. So soll auch dort, wo noch kein ausgebautes Stromnetz existiert, für zeitgemäße Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene gesorgt werden.

Aktuell ist die GÖDE-Stiftung in Vietnam tätig, wo noch immer rund 13 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zum Stromnetz haben. In der nordvietnamesischen Provinz Quang Ninh sollen insgesamt hundert Haushalte mithilfe von stromnetzunabhängigen Solaranlagen – sogenannten Photovoltaik-Inselanlagen – mit Energie versorgt werden, um gestiftete Fernseher und DVD-Player zu betreiben. Damit können dann aktuelle Lehrmaterialien aus verschiedensten Bildungsbereichen bearbeitet werden. Die ersten zehn von insgesamt 100 Inselanlagen werden in den nächsten Tagen in Richtung Vietnam versendet.

Diese Inselanlagen sind für den Einsatz auf der kleinen Insel Ngoc Vung – auch bekannt als „Edelstein-Insel“ – vorgesehen, die in der Halong-Bucht im Nordosten Vietnams rund 30 Kilometer vor der Küste liegt. In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner, dem vietnamesischen Institute of Agricultural Engineering and Post Harvest Technology, wurden bereits jetzt die ersten Empfängerfamilien in die Nutzung der neuen Technik eingewiesen und an einigen Häusern waren kleinere Umbaumaßnahmen nötig, um die Installation der Photovoltaik-Anlagen vorzubereiten. Nachdem nun alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, steht dem Start des Projekts nichts mehr im Wege.

Die GÖDE-Stiftung als Initiator des Förderprogramms engagiert sich nicht nur als Finanzgeber. Die gemeinnützige Stiftung der GÖDE-Gruppe greift auch auf das technische Know-how und die praktische Expertise von ANTARIS SOLAR zurück, dem Photovoltaik-Anbieter, der neben dem Bayerischen Münzkontor und weiteren Unternehmen zur international tätigen Unternehmensgruppe gehört. So bestehen die für das Projekt verwendeten PV-Inselanlagen aus jeweils zwei Solarmodulen des Typs ANTARIS SOLAR AS P 210-220, die zusammen bis zu 350 Watt Peak (Wp) Elektroleistung liefern. Zur Speicherung der aus der Sonnenkraft gewonnenen Energie dienen gewöhnliche Autobatterien, die wenig kosten und auch in gering entwickelten Regionen gut verfügbar sind. Schließlich ist es für den Einsatz in abgelegenen Gegenden wichtig, dass die Photovoltaikanlagen einfach zu betreiben und zu warten sind und zugleich zuverlässig und sicher arbeiten. Pro Inselanlage können dann täglich rund 4 Stunden lang ein Fernseher und ein DVD-Player betrieben werden. Für die entsprechende Beleuchtung werden pro Anlage außerdem vier Energiesparlampen mitgeliefert. So wird Aus- und Weiterbildung nach modernsten Standards auch ganz ohne Stromnetz allein dank der Kraft der Sonne möglich.

Quelle: Göde-Stiftung

© Einleitung & Text: Solarmedia

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Montag, 18. Juli 2011

Solarenergie für Afrika

Mit einem einwöchigen Lehrgang haben die Energiebau Solarstromsysteme GmbH, die SCHOTT Solar AG und die SMA Solar Technology AG im Juni 2011 die German Solar Academy in Nairobi, Kenia, eröffnet. Rund 40 Teilnehmer aus Kenia, Tansania und Ruanda vertieften ihr Wissen über Photovoltaiksysteme und besuchten die von der Energiebau Solarstromsysteme GmbH im Februar 2011 fertiggestellte größte Aufdach-Solaranlage Afrikas auf dem neuen Hauptquartier des United Nations Environment Programme (UNEP) in Nairobi.

Themen des auf Anhieb ausgebuchten ersten Lehrgangs der German Solar Academy waren technische Hintergründe zu Planung, Installation, Betrieb und Wartung von netzgekoppelten und netzfernen Photovoltaiksystemen. Mit einem einwöchigen Lehrgang haben die Energiebau Solarstromsysteme GmbH, die SCHOTT Solar AG und die SMA Solar Technology AG im Juni 2011 die German Solar Academy in Nairobi, Kenia, eröffnet.

PV-Modulanlage in Mali (Bild UN).









Weitere Seminare werden bis 2013 zweimal jährlich angeboten, der nächste Termin ist im Oktober 2011. Bernd Wolff, Energiebau Solarstromsysteme GmbH, sagte: "Mit der Weiterbildung lokaler Fachkräfte an hochqualitativen Produkten und Prozessen wollen wir Solaranlagen als wettbewerbsfähige Energiequelle in Ostafrika etablieren. Für diesen ersten Lehrgang hatten wir mehr Bewerber als Plätze. Das zeigt uns deutlich, wie groß der Bedarf dafür vor Ort ist."

Die German Solar Academy Nairobi ist Teil einer dreijährigen Entwicklungspartnerschaft der Energiebau Solarstromsysteme GmbH, SCHOTT Solar AG und SMA Solar Technology AG mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (BMZ). Ziel ist es, Photovoltaiksysteme als nachhaltige Energiequelle zu etablieren. Dazu gehört die Weiterbildung lokaler Fachkräfte ebenso, wie die Installation von Pilotanlagen in Kenia und Tansania. Die Teilnehmer des Lehrgangs an der German Solar Academy waren Mitarbeiter von Elektrizitätsgesellschaften, Forschungsinstituten und privatwirtschaftlichen Unternehmen.

Die Resonanz auf den Lehrgang war durchweg positiv. Henry Gichungi, stellvertretender Manager für netzferne Kraftwerke bei der kenianischen Elektrizitätsgesellschaft Kenya Power and Light Company, erklärte: "Ingenieure wie Kunden bevorzugen Produkte von hoher Qualität. Bisher hatten wir Schwierigkeiten, gute von schlechten Produkten zu unterscheiden. Während des Lehrgangs an der German Solar Academy habe ich Testverfahren kennengelernt, die ich nun auch in meiner Abteilung einführen will."

Jean-Pierre Muhire, Chef eines kleinen Installationsbetriebes in Ruanda, sagte: "Ich habe überall in Ostafrika gearbeitet, in Burundi, Kenia, Süd-Sudan und Ruanda. Niemand dort, ich eingeschlossen, wusste, welch gute Qualität auf dem Markt erhältlich ist. Das Training hat mir die Augen geöffnet, und ich wünschte mir, mehr Menschen würden lernen, was mit den richtigen Produkten und Partnern möglich ist. Das würde der Anwendung von Solar-Technologie in der Region einen echten Schub geben."

Francis Maina, Installateur aus Kenia, betonte: "Bisher kannten wir netzgekoppelte Systeme nur aus Büchern. Während des Trainings an der German Solar Academy konnte ich zum ersten Mal sehen, wie eine solche Anlage funktioniert. Das Beste war, dass wir hier die Unternehmen für Planung, Produkte und Installation vor uns hatten. Der direkte Kontakt hat sehr dabei geholfen, unsere vielen Fragen schnell und umfassend zu beantworten. Bücher hätten das nie leisten können."

Bereits im Februar 2011 hatte die Energiebau Solarstromsysteme GmbH, die größte Aufdach-Solaranlage in Afrika auf dem Dach des Hauptquartier des United Nations Environment Programme (UNEP) Nairobi mit Solarmodulen der SCHOTT Solar AG und Wechselrichtern der SMA Solar Technology AG fertiggestellt. Mit einer Leistung von 515 Kilowatt erzeugt das System mehr Energie, als der Gebäudekomplex für 1200 Mitarbeiter benötigt.

Quelle: oekonews.at

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Mittwoch, 13. Juli 2011

So funktionieren Solarschulen

Angeboten wird Oberösterreichs Schulen ab sofort ein Gesamtpaket: Unterrichtsschwerpunkt Solarenergie, Unterrichtskoffer Solarstrom, Fachausbildung einer Lehrkraft zum PV-Spezialisten, Stromsparinitiative an der Schule und kleines Solarstromkraftwerk am Schuldach. Im Projektzeitraum bis Mitte 2013 können mit den nun beschlossenen Budgetmitteln 200 bis 250 Schulen teilnehmen.

Energie-Landesrat Rudi Anschober: "Ich möchte mit diesem nächsten Schritt Richtung Energiewende Oberösterreichs Jugendlichen die Solarenergie verständlich machen und für sie das Energiesparen und die Zukunftstechnologie Sonnenenergie zur Normalität machen. Und schließlich viele Jugendliche dazu motivieren, sich eine berufliche Zukunft im Bereich der grünen Jobs zu überlegen. Denn Oberösterreich will viele neue grüne Jobs schaffen - 36.000 sind es derzeit, 50.000 sollen es bis Ende 2015 werden - und gleichzeitig droht ein massiver Facharbeitermangel. Dem gilt es durch offensive Informationsarbeit über Inhalte und Perspektiven grüner Jobs entgegen zu wirken."

In den vergangenen Tagen erfolgte ein wahrer Ansturm an Anfragen und Interessensbekundungen von Schulen bei der Förderstelle des Landes und beim Energiesparverband. Es ist also davon auszugehen, dass sich viele Schulen als Solarschulen positionieren werden.

Nähere Detailinfos: www.pv-schule.at

Quelle: oekonews.at

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