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Mittwoch, 27. Mai 2026

Intersolar Europe 2026: Großspeicher und PV-Hybridanlagen im Fokus


Zu sehen ist ein großer Batteriespeicher der von einer Spirale aus glühenden Kabeln umgeben ist. Die Kabel sind mit einem weitern Kabel aus einem Windpark und Solarpark vebunden.
Die Energiewende ist in eine neue Phase eingetreten. Wind- und Solarenergie wachsen dynamisch, doch Erzeugung allein reicht nicht mehr aus. Entscheidend ist, erneuerbaren Strom bereitzustellen, wenn Netz, Markt und Verbraucher ihn benötigen.

Genau diese Entwicklung greift die Intersolar Europe 2026 auf: Großspeicher und PV-Batteriespeicher-Hybridanlagen stehen im Fokus, weil sie Strom zeitlich verschieben, Netze entlasten und neue Perspektiven für die Solarbranche eröffnen.

Großspeicher für mehr Flexbilität

Besonders sichtbar wird dieser Bedarf im Strommarkt. In Stunden mit hoher PV-Erzeugung sinken die Preise stark, während erneuerbarer Strom abgeregelt werden muss. Abends steigt der Verbrauch, während die Solarstromproduktion zurückgeht. Das Problem ist nicht ein Zuviel an Solarstrom, sondern zu wenig Flexibilität. Großspeicher (eng. Battery Energy Storage Systems – BESS) nehmen Strom auf, wenn viel erneuerbare Energie verfügbar ist, und speisen ihn später wieder ein. So reduzieren sie Abregelung und verbessern die Integration.

Auch für die Systemstabilität gewinnen Großspeicher und moderne Leistungselektronik an Bedeutung. Wenn konventionelle Kraftwerke zurückgehen, müssen erneuerbare Anlagen und Batteriespeicher künftig mehr Aufgaben im Netz übernehmen, etwa Frequenzhaltung und Spannungsstützung. Flexibilität ist damit nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern auch Voraussetzung für Versorgungssicherheit.

Speicher als Geschäftsmodell

Gleichzeitig verbessert sich der Business Case. Sinkende Batteriekosten, stärkere Preisschwankungen und neue Marktrollen schaffen Erlöspotenziale. Speicher können bei niedrigen oder negativen Preisen laden und bei höherem Preisniveau ausspeisen. Hinzu kommen Erlöse aus Märkten für Systemdienstleistungen wie Regelenergie. So wird aus einer technischen Ergänzung eine Schlüsselelement der erneuerbaren Energieinfrastruktur mit realen Geschäftsmodellen.

Photovoltaik gemeinsam weiterdenken

PV-BESS-Hybridanlagen führen diesen Ansatz weiter. Sie verbinden Solarstromerzeugung und Batteriespeicher an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt und nutzen Infrastruktur wie Trafostationen, Verkabelung und Steuerung gemeinsam. Solarstrom kann direkt eingespeist, zwischengespeichert oder später vermarktet werden. Das nutzt knappe Netzkapazitäten besser und reduziert Abregelungsverluste.

Damit verschiebt sich der Fokus der Solarbranche: Nicht mehr allein die installierte Leistung entscheidet, sondern die Qualität der Integration. Wer Photovoltaik wirtschaftlich und netzdienlich betreiben will, muss Speicher, Steuerung, Marktmechanismen und Netzinfrastruktur gemeinsam denken. Diese Schnittstellen stehen im Zentrum der Intersolar Europe.

Intersolar Europe 2026

Die Intersolar Europe 2026 zeigt vom 23. bis 25. Juni auf der Messe München, wie Photovoltaik, Großspeicher und Hybridanlagen die nächste Phase des Solarmarktes prägen. Als weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft bringt sie zentrale Akteure der Branche zusammen.

Ergänzend vertieft die Intersolar Europe Conference am 22. und 23. Juni 2026 im ICM München Themen wie PV-Großanlagen, Märkte, Speicher und Hybridisierung.

Konferenzen und Foren

Vor der Messe finden am 22. und 23. Juni 2026 die Konferenzen im ICM München statt. Die Intersolar Europe Conference, ees Europe Conference, Power2Drive Europe Conference und EM-Power Europe Conference richten sich an Unternehmen, Investoren, Energieversorger, Projektentwickler, Politik und Forschung. Erwartet werden rund 2.600 Teilnehmende. Ergänzend bieten die Messeforen an allen Messetagen praxisnahe Vorträge zu Kraftwerkstechnologien, Prosuming, Netzintegration und flexiblen Energiesystemen. So wird München zum Treffpunkt für alle, die Europas Energieversorgung sicherer, günstiger und widerstandsfähiger machen wollen.

Quelle: Solar Promotion GmbH

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Sonntag, 3. Mai 2026

«Tage der Sonne» machen Lösungen erlebbar

Die Energiewende ist machbar – und sie beginnt jetzt. Rund um den internationalen Tag der Sonne am 3. Mai finden vom 2. bis 10. Mai in der ganzen Schweiz die «Tage der Sonne» statt. Die Veranstaltungsreihe setzt ein klares Zeichen: Die Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft sind vorhanden. Was es jetzt braucht, ist gemeinsames Handeln.

Während der Bau neuer Atomkraftwerke wieder diskutiert wird, droht diese Diskussion den Ausbau erneuerbarer Energien zu verzögern statt zu beschleunigen. Dabei zeigt sich: Solarenergie und andere erneuerbare Technologien sind heute schneller, günstiger und breit verfügbar.

In Basel wird die Energiewende zur Gemeinschaftsaufgabe: Hier haben sich für die «Tage der Sonne» ungewöhnlich viele Akteurinnen und Akteure zusammengeschlossen, um Lösungen gemeinsam erlebbar zu machen. «Die Energiewende ist eine Herausforderung, die wir gesamtgesellschaftlich angehen müssen, alle können mithelfen: vom Versorgungsunternehmen über die Politik bis hin zu Unternehmen und Privatpersonen», sagt Francesco Vazzano von den Industriellen Werken Basel IWB. «Basel gehört mit rund 1’500 bis 1’700 Sonnenstunden pro Jahr zu den sonnenreichen Städten im Schweizer Mittelland und profitiert besonders im Herbst und Winter von häufigeren Nebelauflösungen – gute Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie.»

Organisiert vom ersten Verein für erneuerbare Energien der Schweiz, der über 50-jährigen SSES, gemeinsam der IWB, Planeco, Sonnwende, Energiewendegenossenschaft Basel, Solarbalkon und dem Verein Nomatark, sowie mit IWB und dem Swisslosfonds Basel-Stadt als Hauptsponsoren, entsteht ein offener und kollaborativer Anlass für alle. Ob Familien, Mieterinnen und Eigentümer, Unternehmen, Stiftungen oder DIY-Begeisterte – die Veranstaltung bietet vielfältige Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.

Die Energiewende braucht Hände

Im Zentrum steht die Idee: Die Energiewende braucht keine Atomkraft – sie braucht Menschen, die anpacken.
«Es ist wichtig, Solarenergie greifbar zu machen. Deswegen veranstalten wir sonnenbetriebene Events – man lernt dazu und hat Spass dabei», erklärt Fabian Müller vom Verein Nomatark, die mit ihrer solarbetriebenen Stage und Umweltkino vor Ort sind.

Das Programm ist entsprechend praxisnah und interaktiv gestaltet: In Workshops können Besucherinnen und Besucher eigene Solarbalkon-Anlagen bauen oder aus alten E-Bike-Batterien eine Second-Life-Powerbank herstellen. Die Energiewendegenossenschaft zeigt live, wie Solaranlagen im Selbstbau realisiert werden können. «Wir können viel bewegen, wenn wir unsere eigene Selbstwirksamkeit spüren. Beim Bauen der eigenen Anlage, ist der eigene Impact unmittelbar erlebbar», sagt Eliane Zumstein von der Energiewendegenossenschaft Basel.

Ein Highlight ist der «SolarButterfly», der die Welt umrundet hat und den Klimawandel anschaulich vermittelt – ergänzt durch Quiz und Informationsangebote. Im Forum im kHaus finden zudem Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen statt: Mieterinnen, Eigentümer, Unternehmen und Stiftungen erhalten konkrete Einblicke in die Nutzung von Solarenergie. Beim Podium «Warum Solar?» teilen Anlagenbesitzende ihre Erfahrungen und geben praktische Tipps.

Weitere Programmpunkte reichen vom Mini-Solarmobil-Wettrennen über eine solarbetriebene Musikbühne bis hin zu Sonnenyoga. Am Sonntag folgt ein Podium zur solaren Architektur mit anschliessender Schweizer Premiere des Films «The Sun Queen» im solarbetriebenen Umweltkino.

Die «Tage der Sonne» sind damit weit mehr als nur eine Veranstaltung – sie sind ein Startpunkt. Ein Moment, um sich zu vernetzen, zu lernen und selbst Teil der Energiewende zu werden. Denn eine lebenswerte Zukunft entsteht nur, wenn wir sie gemeinsam gestalten.

Informationen und Kontaktangaben: 

Das gesamte Festivalprogramm finden Sie unter www.tagedersonne.ch/festival

Linda Wachtarczyk | T +4178 810 21 66 | linda.wachtarczyk@sses.ch
Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie | Aarbergergasse 21 | CH-3011 Bern |
www.sses.ch

Francesco Vazzano | T +41 61 275 34 21 | francesco.vazzano@iwb.ch
IWB | Margarethenstrasse 40 | Postfach | CH-4002 Basel | www.iwb.ch

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Freitag, 24. April 2026

Farbige Folien für Muster auf PV-Modulen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE ist es gelungen, farbige Folien mit transparenten Aussparungen zu versehen und so realistisch aussehende Motive auf Photovoltaikmodulen zu erzeugen. Auf diese Art können zum Beispiel Dachziegel imitiert werden. Die Folienschnittmuster nutzen die MorphoColor®-Technologie, eine Erfindung des Forschungsinstituts, bei der ein Farbeindruck erzeugt wird, ohne dass die Effizienz eines PV-Moduls nennenswert beeinträchtigt wird. Besucherinnen und Besucher der Messe The Smarter E / Intersolar 2026 können mit »ShadeCut« ausgestattete PV-Module am Stand A1.440 des Fraunhofer ISE besichtigen.

© Fraunhofer ISE/ Marco Ernst
Mit den Folienschnittmustern können zum Beispiel Dachziegel imitiert werden, ohne die Effizienz des PV-Moduls nennenswert zu beeinträchtigen.

»Durch gezielte Strukturierungen und Aussparungen auf einer farbgebenden Folie können wir Farbeffekte und komplexe Muster direkt in Solarmodule und Fassadenelemente integrieren«, erklärt Marco Ernst, Entwickler der »ShadeCut«-Technik und Wissenschaftler am Fraunhofer ISE. »Zusätzlich gibt es die Option weitere Schichten mit Aussparungen zu ergänzen, um Strukturen oder weitere Farben zu erzeugen.«

Die Technik kann auf allen gängigen Photovoltaik- und Solarthermie-Module angewandt werden, das gewünschte Muster wird in die Folien mit MorphoColor®-Beschichtung durch Laser- oder CAD-gesteuerte Prozesse geschnitten.

»Interessant ist die Technik für Module zur Integration in Fassaden, dachintegrierte PV oder auch an Geländern; insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden«, sagt Dr. Martin Heinrich, Gruppenleiter für Einkapselung und Integration von Photovoltaik am Fraunhofer ISE. »Module mit ShadeCut können wie Mauerwerk oder Dachziegel aussehen und sich farblich perfekt einpassen. Auch eine individuelle Gestaltung von PV-Anlagen zum Beispiel mit Logo-Schriftzug oder Mustern kann man damit umsetzen.«

© Fraunhofer ISE / Foto: Marco Ernst
Auch eine individuelle Gestaltung von PV-Anlagen zum Beispiel Schriftzügen oder Mustern macht ShadeCut möglich.

Die MorphoColor®-Technologie für die Farbe ist vom gleichnamigen Schmetterling inspiriert. Die 3D-photonischen Strukturen auf den Schmetterlingsflügeln erlauben einen intensiven und winkelstabilen Farbeindruck durch einen grundsätzlich verlustarmen Interferenzeffekt. Nach diesem biologischen Vorbild ist es einem Forschungsteam vom Fraunhofer ISE gelungen, eine ähnliche Oberflächenstruktur durch einen Vakuumprozess auf die Rückseite des Deckglases von Photovoltaikmodulen aufzubringen. 

Je nach Feinstruktur lassen sich so Deckgläser in verschiedenen Farben herstellen. Mittlerweile gelingt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dies auch auf Folie, als flexible Einbettungsfolie in Modulen oder als Rückseitenfolie. Unabhängige Messungen bestätigen, dass die farbigen PV-Module mit MorphoColor®-Beschichtung rund 95 Prozent der Leistung eines vergleichbaren unbeschichteten Moduls erbringen.

Mittwoch, 22. April 2026

„RENEWABLES 24/7“: MACHBARKEIT ERNEUERBARER ENERGIEVERSORGUNG

Die aktuelle geopolitische Lage verdeutlicht die Risiken fossiler Abhängigkeiten und macht die Transformation der Energieversorgung dringlicher denn je. Da Solar- und Windkraft längst als kosteneffizienteste Erzeugungsformen etabliert sind, prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) bis 2030 ein globales Kapazitätswachstum auf das 2,6-Fache von 2022. Vor diesem Hintergrund rückt die Messeallianz The smarter E Europe vom 23. bis 25. Juni in München die Machbarkeit eines erneuerbaren Energiesystems ins Zentrum.

Die Sonderschau „Renewables 24/7“ demonstriert anhand von Best Practices, Vorträgen und Live-Demos, wie eine erneuerbare Energieversorgung rund um die Uhr sichergestellt werden kann. Um gängige Mythen zur Systemstabilität zu entkräften und die Realisierbarkeit wissenschaftlich zu untermauern, präsentiert The smarter E Europe zum Messeauftakt am 23. Juni eine exklusive Begleitstudie in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Die Untersuchung „Wege zu einer erneuerbaren Energieversorgung“ liefert am Beispiel Deutschlands – wo bereits rund 60 Prozent des Stroms regenerativ erzeugt werden – das faktische Fundament für die Versorgungssicherheit erneuerbarer Energiesysteme in führenden Industrienationen. Zu Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft werden rund 2.800 Aussteller und mehr als 100.000 Besucher erwartet.

 

In der Sonderschau können interessierte Besucher in vier Themenwelten eintauchen: Industrie, Gewerbe, Wohnen und Mobilität. In jeder Welt erleben sie, wie Stromerzeugung, Speicherung, Flexibilisierung und Digitalisierung ineinander greifen und zusammen wirken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Sicherheit. Die Sonderschau räumt mit gängigen Mythen auf, die erneuerbaren Energien seien unzuverlässig, es drohten Dunkelflauten und „Zappelstrom“.

 

Wind und Sonne sind zwar volatil und liefern nicht gleichmäßig viel Strom, doch es gibt bereits Technologien und Lösungen, wie Unternehmen, Energieversorger und Verbraucher souverän mit Schwankungen und Überschussproduktionen umgehen können. „Strom aus Sonne und Wind ist schon jetzt konkurrenzlos günstig. Deshalb ist die Energiewende nicht zu stoppen. Wer sie verzögert, schadet der Wirtschaft. Denn durch die erneuerbaren Energien können Unternehmen ihre Energiekosten langfristig senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Eine sichere Versorgung ist durch Flexibilisierung, die Kombination mit intelligenten Speichern, digitalen Netzlösungen und Sektorkopplung gewährleistet“, erklärt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion.

 

Wie solche Technologien bereits erfolgreich eingesetzt werden, zeigt die Sonderschau anhand von Best Practices aus Europa. In Zukunft werden die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität miteinander verschmelzen und sich gegenseitig unterstützen. Die Sektorenkopplung reduziert Investitionen, etwa in den Ausbau der Netze. Denn diese müssen dank Digitalisierung und Flexibilisierung nicht so stark ausgebaut werden wie erwartet.

 

Das erneuerbare Energiesystem ist komplexer, vernetzter und integrierter. Es setzt vor allem auf Wind und Sonne. Wasserkraft, Biomasse sowie Wasserstofftechnologien können sie ergänzen. In Zukunft werden immer mehr Menschen selbst Strom erzeugen, verbrauchen und speichern. Das schafft mehr Wettbewerb und senkt die Kosten. Ein zentraler Schlüssel beim Umbau der Energieversorgung ist die Elektrifizierung in allen Bereichen – vom Verkehr über die Wärmeerzeugung bis hin zur Industrie. Die Elektrifizierung wird für die Wirtschaft ein Innovations- und Wachstumsmotor sein. Die Wertschöpfung wird dadurch steigen, viel stärker als durch importiertes Erdöl und Ergas. Deutschland gibt durchschnittlich jährlich 81 Milliarden Euro für den Import fossiler Brennstoffe aus. Wer daran festhält, verliert künftig an Wohlstand. „Mit der Sonderschau setzen wir die richtigen Themen zur richtigen Zeit. Sie belegt, dass die Energiewende nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich sinnvoll ist. Es liegt an uns, ihre Chancen zu nutzen“, sagt Jens Mohrmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM. Die Sonderschau wird durch Live-Demos, Diskussionen sowie Fachvorträge von Experten ergänzt. Sie beleuchten Chancen und Herausforderungen des erneuerbaren Energiesystems.

 

Starke Allianz aus Verbänden und Industrie steht hinter der Sonderschau

 

Getragen wird die Initiative von einem breiten Bündnis führender Branchenverbände. Zu den Unterstützern zählen der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV), der Fachverband Biogas sowie der VDMA Photovoltaics Equipment und VDMA Power Systems. International wird die Sonderschau durch E-Mobility Europe. 

 

Als technologische Solution Partner begleiten führende Unternehmen der Branche die Sonderschau, darunter CATL, Energy3000, Fenecon, FoxESS, GE Vernova, Maxsolar, Octopus Energy und Siemens AG. Gemeinsam präsentieren sie die technischen und wirtschaftlichen Lösungen, die eine regenerative Vollversorgung rund um die Uhr ermöglichen. The smarter E Europe vereint als Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft vier Fachmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) und findet vom 23.–25. Juni 2026 auf der Messe München statt. 

 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

www.TheSmarterE.de

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Dienstag, 31. März 2026

Solarenergie nicht aufzuhalten, Branche muss sich bewegen

Solarenergie wirtschaftlich zu erzeugen, ist komplexer geworden. Die weltweite Entwicklung zeigt aber, dass die erneuerbaren Energien nicht mehr zu bremsen sind. An der Photovoltaik-Tagung vom 31. März bis 1. April 2026 in Bern diskutiert die Branche, was es braucht, um die ambitionierten Solarziele des Bundesrats zu erreichen, und wie Photovoltaik zur Stabilität und Flexibilität des Energiesystems beitragen kann.

Nach sieben Jahren mit teils hohem Marktwachstum sinkt der jährliche Ausbau erstmals wieder. Swissolar rechnet mit einem Rückgang der neu installierten Leistung um rund 15 %, ein Marktwachstum wird jedoch bereits für 2027 wieder erwartet. Der weltweite Trend ist klar, der Durchbruch der Erneuerbaren Energien ist nicht mehr aufzuhalten. Diese These wird Unternehmensberater und Buchautor Tim Meyer in seinem Keynote an der diesjährigen Photovoltaik-Tagung mit Zahlen und Fakten untermauern.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit ist die Nutzung einer Energiequelle so rasant gewachsen wie die Solar- und Windenergie. Und bei den Batteriespeichern geht es sogar noch schneller. Ist die aktuelle Abkühlung des Marktes also nur ein kurzes Zwischentief? «Automatisch kommt die Erholung nicht, die Solarbranche muss sich bewegen», mahnt David Stickelberger von Swissolar. Wie und wohin die Reise geht, ist Thema der Photovoltaiktagung (PV-Tagung) vom 31. März bis 1. April in Bern.

Gesamtsysteme, statt einzelne Gewerke
Laut Stickelberger ist klar: «Die Photovoltaik muss kombiniert werden mit Speichern und Intelligenz. Und es braucht noch mehr Kooperation der Solarbranche mit der Elektrizitätswirtschaft auf Augenhöhe.» Mit zunehmendem Anteil der Solarenergie im Netz steigt der Bedarf an Regelenergie und Flexibilitäten. Batterien spielen hier eine zentrale Rolle, wie Gian Carle von Carle Energy Consulting an der PV-Tagung erläutern wird. Zusammen mit einem intelligenten Energiemanagementsystem (EMS) sorgen Batterien für geringere Lastspitzen und erhöhen den Eigenverbrauch in einem Gebäude oder ZEV.

Die Speicherkapazität lässt sich aber auch als Flexibilität vermarkten, um die Netzfrequenz zu stabilisieren oder einen kurzfristigen Stromüberschuss bzw. -mangel im Verteilnetz auszugleichen. Alternativ kann der Strom aus Batterien auch am Strommarkt angeboten werden. Nicht nur Heimspeicher, sondern insbesondere auch Batterien von Elektroautos haben dabei grosses Potenzial – vorausgesetzt, sie und die Ladestation sind auf bidirektionales Laden ausgelegt. «100’000 E-Autos liefern kurzzeitig die gleiche Leistung wie das Kernkraftwerk Leibstadt», so Carle. «Über spezialisierte Unternehmen können diese ihre Regelleistung zur Verfügung stellen.»

Standards für Kommunikation zentral
Damit Batterien und alle Komponenten im System – Wechselrichter, EMS, Wärmepumpe – optimal zusammenarbeiten, müssen sie miteinander kommunizieren, sinnvoll gesteuert und zuverlässig integriert werden. Der Verein SmartGridready unterstützt Entwicklungen in diesen drei Bereichen herstellerübergreifend und neutral. Dessen Vertreterin Maike Schubert wird an der PV-Tagung aufzeigen, welche Lösungen bereits entwickelt wurden. «Mit unserem Label bieten wir Transparenz auf einem unübersichtlichen Markt und fördern die Etablierung von einheitlichen Schnittstellen», so Schubert.

Das SmartGridready Gebäude- und Areallabel garantiert eine optimale Integration von PV-Anlage, Wärmepumpen, Ladestationen oder Speichern in ein Energie- und Lastmanagement. Einer der zentralen Aspekte dabei ist eine verlässliche Begrenzung der bezogenen Leistung. Denn Spitzenbezüge sind teuer und lassen sich deutlich reduzieren, wie Schubert anhand eines Landwirtschaftsbetriebs zeigen wird. «Die Investitionen in die Optimierungsmassnahmen sind in wenigen Jahren amortisiert», so Schubert.

Energie über unterste Netzebene tauschen
Auch die Netze profitieren, wenn die Leistungsbezüge ausgeglichen sind und die Solarenergie möglichst selbst genutzt wird – ob direkt oder via Speicher. Auch mit lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), die seit Anfang 2026 möglich sind, soll der Solarstrom möglichst vor Ort genutzt werden. In einer LEG können Solarstromproduzenten Bezüger auf der gleichen Netzebene über das lokale Verteilnetz mit Solarstrom beliefern. Dabei wird die Netznutzungsgebühr um 20 bis 40 Prozent reduziert. Neu können also auch weit entfernte Gebäude Strom vom jeweils anderen beziehen und innerhalb einer Gemeinde können Solarenergiemärkte entstehen.

Yannick Sauter von Planair hat verschiedene Konzepte für solche LEG analysiert: «Interessant ist die Lösung für Gemeinden, um ihre eigenen Gebäude untereinander zu vernetzen», so Sauter. Sie können ihren Eigenverbrauch mit einer LEG um 10 bis 30 Prozent erhöhen. Weitere Parteien zu beteiligen, lohne sich aktuell leider oft nicht. «Das Abrechnungssystem, das dafür nötig wäre, würde mehr kosten als die Einsparung durch die reduzierten Netznutzungsgebühren.» Rechnen würde sich dies erst bei einer Reduktion des Netzentgelts um 60 Prozent, wie es das Energiegesetz eigentlich erlaubt. Die Verordnung sieht jedoch aktuell einen tieferen Rabatt vor.

Die regulatorischen Rahmenbedingungen sind also noch verbesserungswürdig. Aber auch die Branche ist gefordert. Und sie bewegt sich: Viele innovative Ansätze und Geschäftsmodelle für die Vermarktung von Gesamtsystemen oder Flexibilitäten sind am Anrollen. Die PV-Tagung bietet auch dazu spannende Einblicke. 

Autorin: Irene Bättig, im Auftrag von Swissolar

Links: Mehr Informationen und Programm

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Freitag, 20. März 2026

PV-Tagung 2026 rückt näher - 31. März und 1. April - Festhalle Bern





Jetzt anmelden und dabei sein
Weshalb du die Schweizer Photovoltaik-Tagung 2026 auf keinen Fall verpassen solltest?
  • Ein abwechslungsreiches Programm mit 8 Fachsessionen mit über 50 Referierenden zu aktuellen politischen, technischen und marktbezogenen Themen
  • Rund 80 Aussteller aus der PV- und Speicher-Industrie
  • Networking mit rund 1000 Teilnehmenden und der erstmalig fürs Publikum geöffneten Expo am Tag 2
  • Umfangreiche Posterausstellung zu den wissenschaftlichen Themen der Stunde
  • Livestream-Aufzeichnung für Teilnehmende 30 Tage verfügbar
  • Moderator Michael Elsener moderiert Tag 1 und lädt zur grossen PV-Debatte

Die Teilnehmenden erwarten zwei geballte Tage mit inspirierenden Referaten, den letzten Trends der Solar- und Speicherbranche sowie wertvollem Austausch rund um die Zukunft der Solarenergie. 

Quelle. Swissolar 

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Donnerstag, 8. Januar 2026

Bundesamt für Energie verleiht den Energiepreis Watt d'Or 2026

 

Heute Abend, 8. Januar 2026, verleiht das Bundesamt für Energie zum neunzehnten und letzten Mal den renommierten Schweizer Energiepreis Watt d'Or. Die goldenen Gewinner/innen des Jahres 2026 sind: Das Gasversorgungsunternehmen Gaznat aus Vevey und Aigle (VD) in der Kategorie Energietechnologien, die endigo Holding AG aus Fiesch (siehe Bild) in der Kategorie Erneuerbare Energien, die Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi (SZ) in der Kategorie Energieeffiziente Mobilität, sowie die Baugenossenschaft «mehr als wohnen», Lemon Consult AG und das Low-Tech Lab aus Zürich in der Kategorie Gebäude und Raum. Die Watt d’Or Trophäe – eine Schneekugel – wird den Gewinner/innen von der prominenten Jury unter dem Vorsitz von Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher im Kongresszentrum Kursaal in Bern überreicht. Dabei sein werden hunderte Vertreterinnen und Vertreter der schweizerischen Energieszene aus Politik, Wirtschaft und Forschung.

Innovative Schweizer Unternehmen und Hochschulen setzen die Energiezukunft erfolgreich und mutig in die Praxis um. Zu ihren Ehren hat das Bundesamt für Energie den Watt d’Or geschaffen, das Gütesiegel für Energieexzellenz. 2007 wurde der Watt d’Or zum ersten Mal verliehen. 2026 richtet das BFE den Watt d’Or zum letzten Mal aus. Sein Ziel war es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt zu machen. Sie sollen Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken.

Der Watt d’Or ist nicht dotiert, es werden also keine Preisgelder ausgeschüttet. 55 Bewerbungen wurden bis Mitte Juli 2025 für den Watt d'Or 2026 eingereicht und von einem Expertenteam evaluiert. Für die Endrunde nominiert wurden schliesslich 17 Beiträge. Daraus hat die Jury unter dem Vorsitz von Jurypräsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher die Siegerprojekte in den vier Watt d’Or-Kategorien gekürt.

Gewinner des Watt d’Or 2026

Kategorie Energietechnologien

Innovation Lab von Gaznat: GreenGas für die Zukunft. Wenn Wissenschaft und Industrie zusammenarbeiten, kann Grosses entstehen. Das beweist das Innovation Lab von Gaznat in Aigle (VD). Hier, am Standort seines Betriebs- und Kontrollzentrums, testet Gaznat zusammen mit Forschungsgruppen der EPFL sowie Start-ups neue Technologien auf industriellem Massstab. Ziel ist es, Technologien für die Sektorkopplung, Dekarbonisierung und saisonale Speicherung zur Marktreife zu bringen. Das zugrunde liegende Konzept GreenGas vereinigt alle dafür nötigen Anlagen und Technologien am Standort Aigle: Wärme-Kraft-Kopplung (WKK), Photovoltaik (PV), Elektrolyse (Power-to-Gas), Wasserstoffspeicher, CO2-Abscheidung, Methanisierung und natürlich das echte Gasnetz von Gaznat. Eine Energieinnovation, die eine essenzielle Brücke zwischen Forschung und industrieller Anwendung schlägt.

Kategorie Erneuerbare Energien

Alpiner Fassaden-Solarstrom für das Goms. Das Dorf Fiesch liegt auf über 1000 Metern über Meer im oberen Rhonetal. Geprägt ist die Energieproduktion in dieser Gegend massgeblich von der Wasserkraft. Doch jetzt gibt es in Fiesch ein Novum zu sehen: Eine alpine Fassaden-Solarstrom-Anlage. Realisiert wurde sie am neu erstellten Firmensitz der endigo Holding AG, die in der Region Goms innovative, nachhaltige und regionale Lösungen im Bereich Energie und Technik anbietet. Der leichte Holzbau mit seiner Lamellenfassade ist eine architektonische Augenweide (siehe Bild ganz oben). Und er steht für die Werte der endigo Unternehmensgruppe: fest in der Region verankert, naturverbunden, zukunfts- und systemorientiert und technisch kompetent.

Kategorie Energieeffiziente Mobilität

Der Rigitrac Elektrotraktor elektrisiert die Zukunft. Das Familienunternehmen Rigitrac Traktorenbau AG aus Küssnacht am Rigi hat den ersten serienreifen Elektrotraktor mit einer europäischen Typengenehmigung entwickelt. Der Rigitrac SKE 40 e-direct ist emissionsfrei, leise, wendig und enorm energieeffizient. Damit ist er ideal für Arbeiten geeignet, wo Abgase und Lärm unerwünscht sind, zum Beispiel für Unterhaltsarbeiten von Kommunalbetrieben oder auch in Gemüsetunnels oder Hallensportevents. Der Elektrotraktor ist ein Leuchtturmprojekt dafür, dass auch kleinere Betriebe mit viel Leidenschaft und Ausdauer technologische Innovationen vorantreiben können.

Kategorie Gebäude und Raum

Im Hobelwerk energie- und klimafreundlich leben. Das Hobelwerk Areal in Oberwinterthur zeigt, wie nachhaltiges Bauen geht. Entwickelt und realisiert wurde es von der Baugenossenschaft «mehr als wohnen», der Lemon Consult AG und dem Low-Tech Lab in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern. Sie haben dafür gesorgt, dass ein attraktives, ressourcenschonendes, kreislauforientiertes, energieeffizientes und sozial durchdachtes Wohn- und Gewerbequartier entstanden ist. Dies dank Holzbauweise, Re-Use-Materialien, intelligenten Energiesystemen in Kombination mit einem innovativen Lüftungskonzept, Klimaarchitektur und sozialer Vielfalt. Der lebendige neue Stadtteil ist ein Modell für den zukunftsweisenden, gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz.

Portraits der Siegerprojekte

Live-Stream: 8. Januar 2026 ab 16:20 Uhr auf www.wattdor.ch 

 Quelle: BfE

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Sonntag, 26. Oktober 2025

Solar am Sionntag: Energiewende möglich!

Effizienzgewinne in der Energienutzung - einer der Schlüssel zu einer 
erfolgreichen Energiewende, im Gebäudebereich ist das bereits gelungen.
Bild: Guntram Rehsche - vergrössern mit Klick auf dieses!

Was könnte für die Blogrubrik «Solar am Sonntag» besser passen als ein tagesaktueller Bericht von der sonntäglichen Veranstaltungsreihe <Was uns antreibt> an der ETH-Zürich. Die hatte es gleich zu Beginn in sich: Der Chef des Instituts stellte die Grundsatzfrage <Wo stehen wir in der Energiewende>?

Christian Schaffner ist als Direktor des Energy Science Center der ETH Zürich bekannt dafür, einer der prononciertesten (und dafür vielfach angefeindeten) Befürworter eben dieser Energiewende zu sein. Und seine auf dem Hönggerberg vorgetragene Einschätzung stellte das nicht infrage. Vielmehr konnte er an diesem Sonntagvormittag vor immerhin 300 ZuhörerInnen die vielen Fortschritte vermelden, die die Energiewende in den letzten Jahren auch hierzulande gemacht hat. Allda ist etwa zu vermerken, dass der Gebäudesektor dank der CO2-Belastung und neuer Technologien, vor allem der Wärmepumpe, einen effektiven Verbrauchsrückgang grossen Ausmasses verzeichnete - der sogar dazu beitragen, dass auch der Gesamtenergieverbrauch insgesamt in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat. Weiter bemerkenswert der Fortschritt, den die Nutzung von Solarstrom in den letzten Jahren vollzogen hat, unterdessen sind wir ja bei einem Gesamtstromanteil der Photovoltaik von rund 14 %. Es gibt viele weitere Beispiele, die zeigen, wie die Energiewende vorangeschritten ist.

Aber es läuft natürlich nicht alles ohne Schwierigkeiten und selbst, wenn eine Dekarbonisierung der Gesellschaft bis 2050 angestrebt ist, ist dies gemäss Schaffner nicht in allen Bereichen zu erreichen. Eher schlecht sieht es etwa beim Flugverkehr aus, der einerseits enorme Zuwachsraten aufweist und bei dem vor allem im Langstreckenverkehr ein Ersatz der fossilen Treibstoffe, des Kerosin, nicht zu erwarten ist. Dass aber eine insgesamt effizientere Energienutzung auch in einer länderweisen Betrachtung erreichbar ist, zeigen etwa China mit den ungeheuerlichen Zuwachsraten an erneuerbaren Energien sowie Norwegen, welches vor allem im Verkehrssektor ausserordentlich vorwärts macht. Dort ist bald die Hälfte aller Personenwagen elektrifiziert. Norwegen hat übrigens noch einen weiteren grossen Vorteil, den auch die Schweiz aufweist, nämlich die natürlicherweise gegebenen oder bereits als Stauseen und Pumpspeicherkraftwerke erbauten Wasserspeicher, die sowohl der Stromerzeugung wie der Vorsorge für wind- und solarstromarme Zeiten dienen.

Schaffner zeigte verschiedene Elemente auf, die für das weitere Gelingen der Energiewende in der Schweiz zentral sind. Einige seien hier erwähnt: Bei der Erzeugung verspricht die neu mögliche AgriPV, also die Errichtung von Solaranlagen über landwirtschaftlich genutztem Land, ein grosses Potenzial. Auf der Ebene der Speicherung könnten es vor allem Quartierspeicher sein, die für die notwendige Flexibilität innerhalb von ein, zwei Wochen herhalten können. Von Atomkraftwerken hingegen hält Schaffner eher wenig. Zumal bei den heutigen Preisen, da seien sie schlicht und einfach noch zu teuer und andererseits wird deren Erstellung viel zu lange dauern. Wenn dagegen viele Photovoltaikanlagen erstellt werden, ermöglicht dies Speichern von überzähligem Sommerstrom. Dies auch, um eine Wärmewände einzuleiten, die dann für Winterstrom genutzt werden könnte.

Von wegen Versorgungssicherheit: Dieser dient das gesamteuropäische Stromnetz, in welches die Schweiz bestens eingebettet ist mit den überdurchschnittlich vielen grenzüberschreitenden Verbindungen (über 40). Diese fehlten etwa in Spanien, was wesentlich dazu beitrug, dass es dort im April zu einem Blackout (einem Zusammenbruch der gesamten Stromversorgung) kam. Die weiteren Vorträge an der ETH zeigten dann auf, dass es grenzenlose Sicherheit nicht gibt und dass Blackout-Situationen immer einer sehr komplexen Gemenelage geschuldet sind (der Schlussbericht zum Ereignis auf der iberischen Halbinsel steht noch aus). Dennoch  gilt, und davon konnte Schaffner auch die versammelte Zuhörerschaft weitgehend überzeugen, dass "Energiewende geht, aber nicht einfach zu bewerkstelligen ist"!


PS einige der Fakten wurden vom Solarmedia-Berichterstatter ergänzt

Hier der Hinweis auf die ganze Veranstaltungsreihe:


Copyright: Solarmedia / Guntram Rehsche / Text und Bild
 

Mittwoch, 7. Mai 2025

NEUE ENERGIEREALITÄT & FLEXIBLE LÖSUNGEN

In einer Welt im Wandel übernehmen erneuerbare Energien Verantwortung – ökonomisch, ökologisch und geopolitisch. Erstmals erzeugt Europa mehr Strom aus Sonne und Wind als aus Kohle und Gas. Deutschland erreicht mit rund 60 Prozent Erneuerbaren im Strommix einen neuen Höchststand. Die Energierealität hat sich grundlegend verändert. Was jetzt zählt, ist ein Energiesystem, das dieser neuen Normalität gerecht wird – flexibel, digital, vernetzt. Dieser Wandel verlangt nach zeitgemäßen Antworten, die die Messe The smarter E Europe 2025 in München liefert. 

Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft hat am Mittwoch auf dem voll belegten Gelände der Messe München ihre Tore geöffnet. Vom 7. bis 9. Mai bringen sich dort 2.737 Aussteller aus 57 Ländern mit ihren Lösungen, Anwendungen und Geschäftsmodellen für eine erneuerbare Energieversorgung 24/7 in Stellung, darunter Großspeicher, PV-Hybridanlagen, bidirektionales Laden, intelligentes Lastmanagement und vieles mehr. In den kommenden drei Tagen werden über 100.000 Fachbesucher aus rund 170 Ländern erwartet. In diesem Jahr macht The smarter E Europe deutlich: Die Technologien sind da, die Geschäftsmodelle erprobt, die Branche ist bereit. Jetzt braucht es den politischen Willen, ein konsequentes Handeln und den Mut, das Energiesystem neu zu denken.

Erneuerbare Energien, insbesondere die Photovoltaik, sind laut Walburga Hemetsberger, CEO des europäischen Branchenverbands SolarPower Europe, der Schlüssel zu Energiesicherheit und wirtschaftlicher Resilienz. Nach dem starken Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten müsse nun der Fokus auf die nächste Ausbaustufe des Energiesystems gelegt werden: „Um unser Energiesystem wirklich zukunftssicher zu machen, brauchen wir stärkere Netze, intelligentere Flexibilität und eine vollständige Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Wärme. Batteriespeicher sind nicht mehr nur eine Option – sie sind unerlässlich, um Abschaltungen und negative Preise zu bewältigen. Das Ergebnis? Niedrigere Kosten, günstigerer Strom für die Verbraucher und mehr Energiesicherheit für Europa. Es ist jetzt an der Zeit, das Tempo zu erhöhen.“

 

Konkurrenzlos günstiger Strom aus Photovoltaik

Aktuelle Marktzahlen belegen diese Aussage eindrucksvoll: Laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE lagen im Jahr 2024 die Gestehungskosten pro Kilowattstunde für PV-Großanlagen in Deutschland bei etwa 4 bis 7 €ct/kWh, während für Großanlagen mit Batteriespeichern Kosten zwischen 6 und 11 €ct/kWh ermittelt wurden. Die Erzeugung in konventionellen Kraftwerken ist erheblich teurer. Die Gestehungskosten einer Kilowattstunde betrugen bei Kohle- und Gaskraftwerken rund 15 bis knapp 33 €ct/kWh. Noch teurer, und damit abgesehen von allen anderen Nachteilen auch wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig, ist die Kernenergie. Hier kostet die Erzeugung einer Kilowattstunde bis zu 49 €ct. Schon aus rein ökonomischen Gründen wird sich daher klimaneutral erzeugter Strom auch weiterhin durchsetzen – mit Sicherheit.

 

Flexibilität im Zentrum der Energiewende

Mit dem weltweit wachsenden Anteil erneuerbarer Energien steigt der Druck, das Energiesystem neu zu denken – flexibler, intelligenter und vernetzter muss es sein. Batteriespeicher gelten in diesem Zuge als Rückgrat dieser Transformation. Sie stabilisieren Netze, ermöglichen neue Geschäftsmodelle und steigern die Versorgungssicherheit. Auch die Elektromobilität leistet ihren Beitrag: Fahrbatterien können durch bidirektionales Laden als dezentrale Speicher genutzt werden – ein Ansatz, der in ersten Pilotprojekten, beispielsweise in Frankreich, bereits erfolgreich umgesetzt wird. The smarter E Europe 2025 greift diesen vielversprechenden Innovationsimpuls auf und zeigt erstmals in einer eigenen Sonderschau (Halle C6, Stand C6.450) die Potenziale des bidirektionalen Ladens für eine erneuerbare Energieversorung 24/7 auf.

 

Globale Bühne für Innovation, Umsetzung und Vernetzung

Mit 2.737 Ausstellern aus 57 Ländern und über 100.000 erwarteten Fachbesuchern aus rund 170 Nationen ist The smarter E Europe 2025 nicht nur Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft, sondern ein globaler Treffpunkt für Innovation und Umsetzung. Vom 7. bis 9. Mai verwandeln vier Fachmessen – Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe – sowie sieben Messeforen, vier internationale Konferenzen und vielfältige Networking-Formate das voll belegte Messegelände der Messe München in einen Marktplatz für den nächsten Entwicklungsschritt: die Digitalisierung und Flexibilisierung der Energieinfrastruktur ganz im Sinne einer nachhaltigen, zuverlässigen und sicheren Energiezukunft. Die Branche zeigt sich bereit – offen, international vernetzt und mit klarer Vision. Jetzt sind Politik und Gesellschaft am Zug.

 

The smarter E Europe vereint als Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft vier Fachmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) und findet vom 7. bis 9. Mai 2025 auf der Messe München statt.

 Quelle: www.TheSmarterE.de

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Montag, 5. Mai 2025

Solarenergie selbst erleben – über 70 Veranstaltungen

Vom 16. bis 25. Mai 2025 finden schweizweit die Tage der Sonne statt – mit über 70 Veranstaltungen so umfangreich wie schon lange nicht mehr. Ob Workshops, Solarkino, Infoabende oder Tage der offenen Tür: Die Tage der Sonne bringen Menschen zusammen, um Solarenergie konkret und greifbar zu erleben.

Ein besonderer Fokus liegt dieses Jahr auf der breiten Anwendbarkeit: Mit Workshops zum Bau von Mini-Solaranlagen für Balkone erhalten auch Mieterinnen und Mieter konkrete Werkzeuge, um selbst Strom zu produzieren und unabhängiger im Alltag zu werden. Diese praxisnahen Kurse vermitteln Grundlagen zur Installation und Anwendung – und stärken das Verständnis für die eigene Rolle in der Energiewende.

Die Vielfalt der Anlässe spiegelt das wachsende Interesse an erneuerbaren Energien: Von Solarkino-Abenden unter freiem Himmel, über Exkursionen, Schulaktionen, Infoveranstaltungen zum neuen Stromgesetz, bis hin zu Repair Cafés oder Besichtigungen innovativer Anlagen – in Städten und Gemeinden aller Sprachregionen der Schweiz ist etwas dabei. Die angebotenen Formate richten sich sowohl an Fachpersonen wie auch an interessierte Laien, an Erwachsene, Jugendliche und Familien. 

Die Veranstaltungen werden von der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Gemeinden, Vereinen und Unternehmen organisiert. Sie zeigen: Die Energiewende findet nicht nur in der Politik statt – sondern direkt um uns herum auf unserem Hausdach oder am Balkon.


Weitere Informationen:  www.tagedersonne.ch/downloads
Die vielfältigen Veranstaltungen unter www.tagedersonne.ch/veranstaltungen
Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie, office@sses.ch oder www.sses.ch / www.tagedersonne.ch

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Donnerstag, 17. April 2025

Starter-Workshops für Solargenossenschaften

Im Rahmen des Projektes “SolEctif.ch - Solargenossenschaften starten durch” werden auch 2025 wieder zwei Workshops stattfinden. Inhaltlich orientieren sich die beiden Veranstaltungen vom 24. Mai 2025 in Olten  am SolEctif-Handbuch “Wie gründen und führen wir eine Solargenossenschaft” und richtet sich an Personen, welche sich gerne vertieft über den Gründungsprozess, das Tagesgeschäft, sowie die Planung und der Bau von neuen Anlagen informieren möchten. Erfahrene Genossenschaftsmitglieder geben zudem Auskunft über ihre Herausforderungen und Best-Practices. 

  • 09:30-12:00 Wie gründen wir eine Genossenschaft?

  • 13:30-16:30 Wie bauen wir unsere erste Anlage?

Interessierte finden alle Informationen sowie den Anmeldetalon hier. Der Anlass ist für SSES- und VESE-Mitglieder kostenlos!

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Mittwoch, 2. April 2025

Viele Farbtupfer am 2.Tag der PV-Tagung

Der zweite Tag der 23.PV-Tagung steht im Zeichen der Farbe - die immer mehr Einzug hält bei den verschiedensten Solaranlagen - hier eine Bildauswahl (Vergrössern mit Klick auf Bilder und mehr Info über swissolar.ch):

 











 Auswahl & Screenshots: Solarmedia - Vergrössern mit Klick auf Bilder

Siehe auch: Solarmedia vom 1.4.25: PV-Tagung läuft

 Über Swissolar
Swissolar ist der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie. Er vertritt die Interessen von rund 1300 Verbandsmitgliedern mit über 11’000 Arbeitsplätzen in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden.

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie als wir brauchen. 2024 lieferte Photovoltaik rund 11 % des in der Schweiz verbrauchten Stroms. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Energieträger ein. Strom und Wärme von der Sonne nehmen dabei eine zentrale Stellung ein. Mehr Infos: www.swissolar.ch

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