Dienstag, 27. Februar 2024

Solarstrom liefert 2024 10% des Jahresverbrauchs

Swissolar schätzt aufgrund von diversen Faktoren, dass 2023 rund 1500 MW Photovoltaik-Leistung neu installiert wurde. Dies entspricht einem Marktwachstum von fast 40% gegenüber dem Vorjahr. Damit setzte sich 2023 das starke Marktwachstum der letzten Jahre fort. Gegenüber 2017, dem Jahr vor dem Inkrafttreten des revidierten Energiegesetzes, hat sich das Jahreswachstum mehr als versechsfacht. Damit zeigt sich, dass es trotz Schwierigkeiten bisher gelungen ist, die notwendigen Fachkräfte in der Solarbranche zu rekrutieren. 

Die per Jahresende 2023 installierte Leistung liegt bei über 6200 MW, was 2024 eine Jahres-Stromproduktion von rund 6 TWh ermöglicht. Damit wird bereits 2024 die Schwelle von 10% Solarstrom am gesamten Jahresstromverbrauch der Schweiz erreicht. Eine Menge, die Swissolar im Jahr 2011 als Ziel für 2025 setzte.

Als Basis für diese Schätzung dienen die Anmeldezahlen bei der Förderstelle Pronovo sowie Rückmeldungen aus dem Markt. Die Auswertung zeigt, dass sowohl die Märkte für kleinere als auch für grössere Anlagen stark wuchsen. Im Bereich der Grossanlagen sorgte insbesondere die Einführung der neuen Förderung für Anlagen ohne Eigenverbrauch (die sogenannte hohe Einmalvergütung) für zusätzlichen Schub. Damit konnten Projekte wie beispielweise die Photovoltaikanlage an der Stützmauer in Teufen realisiert werden, die auf Winterstromertrag optimiert ist und Strom für rund 50 Haushalte liefert.

Ein weiterer starker Treiber für den Zubau war, wie schon im Vorvorjahr, der hohe Strompreis. Davon besonders betroffen sind Grossbezüger, die ihren Strom auf dem freien Markt einkaufen. Aber auch für die gebundenen Kunden stieg der Medianpreis für Strom von 2022 auf 2023 um 28.5%. Zusätzlich fördert der wachsende Einsatz von Elektromobilität und Wärmepumpen den Einsatz von Photovoltaik: Viele möchten den zusätzlichen Strombedarf selbst erzeugen.
 
Für 2024 geht Swissolar von einem weiteren Marktwachstum von mindestens 10% aus. Damit sind wir auf Zielkurs zum erforderlichen Jahreszubau von über 2000 MW ab 2027. Diesen braucht es, damit Solarstrom seinen Beitrag zum Ziel von 35 TWh Strom aus neuen erneuerbaren Energien gemäss Mantelerlass erreicht.

Quelle: Swissolar

 ^^^ Nach oben

Montag, 26. Februar 2024

Rückfall des Solaraktienindex PPVX


Vergrössern von Grafik, Tabelle und Text mit Klick auf Darstellungen ! 

Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu
  
 Quelle: oeko-invest.net
 
^^^ Nach oben

Donnerstag, 22. Februar 2024

Energie-Messe-Zug rollt

Ob als Ideengeber oder Entwicklungstreiber: Aufgrund ihrer Agilität und Innovationskraft spielen Start-ups auf dem Weg hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung 24/7 eine zentrale Rolle. Um ihren Impact in der Branche zu demonstrieren, bietet ihnen The smarter E Europe, Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft, mit der Start-up Area eine eigene Plattform. Hier haben rund 150 Start-ups auf 2.500 Quadratmetern die Möglichkeit, ihre zukunftsweisenden Energie- und Mobilitätslösungen einem breiten Fachpublikum zu präsentieren und gezielte Kontakte zu etablierten Unternehmen zu knüpfen. The smarter E Europe findet mit ihren vier Fachmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) vom 19. bis 21. Juni 2024 auf der Messe München statt. Es werden insgesamt über 2.800 Aussteller sowie mehr als 115.000 Besucher aus aller Welt in den 19 Messehallen und dem Freigelände erwartet.

 

Von erneuerbaren Energien über Dezentralisierung und Digitalisierung bis hin zur Elektromobilität – Start-ups revolutionieren die verschiedenen Bereiche, wie wir Energie erzeugen, speichern, verteilen und nutzen. So liefern sie beispielsweise innovative Ansätze zur Dekarbonisierung, zur Optimierung von Erzeugung und Verbrauch sowie zur Förderung von Smart Grids. Mit ihrer Innovationskraft, Agilität und ihrem Mut sind sie ein entscheidender Faktor für das Gelingen einer erneuerbaren Energieversorgung rund um die Uhr – und die Energiewirtschaft blickt mit großem Interesse auf sie. Aus diesem Grund bietet The smarter E Europe mit der Start-up Area die Plattform für die Begegnung.

 

Halle C5 – ganz im Zeichen von Start-ups

Rund 150 Start-ups werden sich in Halle C5 auf der 2.500 Quadratmeter großen Start-up Area in Szene setzen. Die Anzahl der teilnehmenden Jungunternehmen steigt damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 65 Prozent (2023: 91 Start-ups). Innovative Produkte, Geschäftsmodelle und Lösungen schneller auf den Markt bringen: Start-ups haben auf The smarter E Europe die Möglichkeit, sich schneller zu etablieren und sich direkt mit den relevanten Akteuren  zu vernetzen – ob mit Herstellern, Zulieferern, Händlern, Planern, Projektentwicklern, Systemanbietern und Installateuren sowie Energieversorgern und Netzbetreibern. Gleichzeitig treffen sie vor Ort auf potenzielle Investoren. Vier Gesprächslounges stehen dabei für das Networking zur Verfügung. Zudem haben Start-ups die Chance, ihr Unternehmen auf der Start-up Stage einem breiten Publikum von Fachleuten und Besuchern in einem Pitch vorzustellen.

 

The smarter E AWARD: mehr Sichtbarkeit und Reichweite 

The smarter E Europe bringt alle relevanten Akteure der Branche nach München. Ein jährliches Highlight dabei: die feierliche Preisverleihung des The smarter E AWARD. Auch ausstellende Start-ups können sich für den renommierten Branchenpreis in den Kategorien Outstanding Projects, Photovoltaics, Energy Storage, E-Mobility und Smart Integrated Energy bewerben. Gewürdigt werden innovative Produkte und Projekte, die einen bedeutenden Beitrag zur erneuerbaren Energieversorgung 24/7 leisten. Bei Teilnahme erhöhen Jungunternehmen ihre Chance darauf, ihre öffentliche Sichtbarkeit international zu maximieren, Glaubwürdigkeit aufzubauen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Die Bewerbungsfrist endet am 15. März 2024.

 

The smarter E Europe vereint als Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft vier Fachmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) und findet vom 19. bis 21. Juni 2024 auf der Messe München statt.

 

Weitere Informationen unter:

www.TheSmarterE.de

 

The smarter E Europe

„Accelerating Integrated Energy Solutions“ – dieses Ziel verfolgt The smarter E Europe, Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft. Im Kontext einer zukunftsfähigen Energiewelt stehen erneuerbare Energien, Dezentralisierung und Digitalisierung sowie branchenübergreifende Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung 24/7 in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr im Fokus.

Auf insgesamt vier Fachmessen bringt The smarter E Europe relevante Akteure aus aller Welt zusammen und stellt die neuesten Marktentwicklungen, Trends und Technologien in den Mittelpunkt. Alle Messen finden vom 19.–21. Juni 2024 auf der Messe München statt:

  • Intersolar Europe – die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft
  • ees Europe – Europas größte und internationalste Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme
  • Power2Drive Europe – die internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität
  • EM-Power Europe – die internationale Fachmesse für Energiemanagement und vernetzte Energielösungen

Veranstalter von The smarter E Europe sind die Solar Promotion GmbH und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM).

Weitere Informationen über The smarter E Europe finden Sie unter: www.TheSmarterE.de.

 ^^^ Nach oben

Montag, 19. Februar 2024

Alles vom Acker: Die Früchte und Solarenergie

Oben Photovoltaik-Module, unten Himbeersträucher: Landwirtschaftsflächen könnten künftig doppelt genutzt werden – zur Produktion von Pflanzen und von Strom. Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL und das Departement Technik und Informatik der Berner Fachhochschule BFH machen vorwärts mit Agri-Photovoltaik, die mithelfen kann, die Energiewende zu erreichen: Sie gründen das AgriSolar-Forum. 
Vertikale PV-Module auf einem Himbeerfeld (Bild: Bioschmid)
Vertikale PV-Module auf einem Himbeerfeld (Bild: Bioschmid)

Auf einem Versuchsfeld in Gelfingen im Kanton Luzern wachsen die empfindlichen Himbeersträucher unter lichtdurchlässigen Solar-Modulen – gut geschützt vor Hitze und Hagel. Eine zukunftsweisende Lösung mit vielen Gewinnern, denn: «Die Kombination von Landwirtschaft und Stromerzeugung auf derselben Fläche birgt grosses Potenzial», sagt Agrarökologe Dominik Füglistaller von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL. 

Gemäss der Energiestrategie 2050 soll Photovoltaik in der Schweiz von heute rund 5 GW auf künftig bis 50 GW ausgebaut werden. Bisher stehen dafür Hausdächer und Fassaden im Vordergrund. Künftig könnten gemäss Dominik Füglistaller Photovoltaik-Anlagen aber auch dort stehen, wo Gemüse und Früchte angebaut werden. Dies wird als Agri-Photovoltaik, Agrivoltaik oder Agri-PV bezeichnet und wird in den Nachbarsländern bereits stark vorangetrieben.

Einzigartige Kompetenz in der Schweiz: Vorwärts machen darum auch die BFH-HAFL und das Departement Technik und Informatik der Berner Fachhochschule BFH: Sie haben das neue AgriSolar-Forum gegründet. Das neue Kompetenzzentrum bündelt die Expertise in Photovoltaik und Agrarökologie in schweizweit einmaliger Weise. «Die BFH-HAFL und BFH-TI möchten künftig solche Anlagen wissenschaftlich betreuen sowie Landwirte und -wirtinnen, Planer und Anlagebauer bei der Umsetzung unterstützen», so Christof Bucher, Laborleiter für Photovoltaiksysteme.  

Was dabei zentral ist: Agrarexperte Dominik Füglistaller und Photovoltaik-Profi Christof Bucher untersuchen, welche Anlagen bei welchen Kulturen welchen Nutzen bringen. Denn: «Nur wer aufzeigen kann, dass eine Photovoltaik-Anlage Vorteile für die Produktion bringt, darf überhaupt auf Landwirtschaftsland eine bauen», erklärt Füglistaller. Neben Witterungsschutz, Ertragssteigerung und Reduktion von Pflanzenschutzmitteln wertet der Agrarökologe auch Biodiversität als Vorteil – wenn etwa Solarpanels Schutz für wertvolle Schattenpflanzen bieten; wie er auf einem Feld in Wyttenbach untersucht.

Auch für Christof Bucher besteht kein Zweifel: «Das Potenzial in der Schweiz für Agri-PV ist riesig. Der Landwirt von heute könnte der Energiewirt von morgen sein.» Derzeit begleitet das AgriSolar-Forum beispielweise im Kanton Bern zwei geplante Anlagen.

Quelle:Berner Fachhochschule

 ^^^ Nach oben

Freitag, 16. Februar 2024

Atomlobby macht mobil

Noch mehr Gösgen in der Schweiz?
Bild: Guntram Rehsche




Mit viel Geld und umstrittenen Methoden bei der Unterschriftensammlung ist die Atom-Initiative zustande gekommen und wird heute Freitag eingereicht. Hinter der Initiative steht die alte Garde der Schweizer Atomlobby. Sie gibt vor, eine umwelt- und klimaschonende Stromproduktion fördern zu wollen. Doch das eigentliche Ziel dieser rückwärtsgewandten Initiative ist das Ausbremsen der Energiestrategie 2050 und der Bau neuer Atomkraftwerke. Die Stellungnahme der Energiestiftung zum Vorhaben.

Die Schweizer Bevölkerung hat im Mai 2017 das revidierte Energiegesetz mit 58,2 % JA-Stimmen angenommen und damit den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Seither torpedieren die Verlierer dieser Abstimmung alle Vorlagen im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050 und versuchen, die erneuerbare Stromproduktion auszubremsen.

Atomdebatte ist ein Ablenkungsmanöver: In der Schweiz ist kein Energieversorger bereit, in neue Atomkraftwerke zu investieren. Dies haben die verschiedenen CEO von Schweizer Energieversorgern medial vielfach bestätigt. Die Atomdebatte ist deshalb nicht mehr als ein Ablenkungsmanöver von den tatsächlichen energiepolitischen Herausforderungen unserer Zeit: dem raschen und umweltverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energie. Stephanie Eger, Leiterin Fachbereich Atomenergie urteilt: «Statt Energie für eine theoretische Diskussion aufzuwenden braucht es jetzt einen raschen, konkreten Zubau von Solar- und Windkraft.»

Gekaufte Unterschriften: Im Februar 2023 haben der Tages-Anzeiger und die Rundschau von SRF aufgedeckt, dass der Energie Club Schweiz bei der Sammlung pro Unterschrift bis CHF 7.50 bezahlt hat, ob gültig oder nicht. Dazu erklärt Stephanie Eger: «Die Atomlobby hat sich eine Volksinitiative gekauft, um die beschlossene und mehrfach bestätigte Energiewende zu verzögern oder gar zu verhindern».

Die Energiezukunft ist erneuerbar: Nach wie vor sprechen alle Fakten gegen neue AKW:

  • Neue AKW kommen im Kampf gegen die Klimakatastrophe viel zu spät
  • AKW sind im Vergleich zu den Erneuerbaren sehr teuer und unrentabel
  • AKW im Schweizer Mittelland und ihre hochradioaktiven Abfälle sind und bleiben ein Sicherheitsrisiko

Die Atom-Initiative konkurriert eine rasche Energiewende und das zum Schaden der Schweiz. Deshalb bekämpft die SES die rückwärtsgewandte Atom-Initiative mit allen Mitteln.

weitere Infos: www.atominitiative-nein.ch

 ^^^ Nach oben

Mittwoch, 14. Februar 2024

Jugendsolarwoche - Investiton in die Energiewende


Wollen Sie aktiv zur Energiewende in der Schweiz beitragen? Das Projekt Jugendsolar benötigt Ihre Unterstützung – wir möchten bis zur nächsten Projektwoche im März 6000 Franken sammeln. Solarmedia übernimmt diesen Aufruf von Solafrica.

Vom 11. – 22. März führen wir eine Jugendsolar-Doppelwoche mit 84 Schüler:innen der Sekundarschule Selzach (Solothurn) durch. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, die Energiewende hautnah zu erleben und sich intensiv mit dem Thema Solarenergie auseinanderzusetzen.Spenden Sie jetzt!

 

Unter Anleitung von Solarfachkräften werden die Sekundarschüler:innen eine Solaranlage mit 378 Panels auf einem Mehrzweckgebäude in Selzach installieren. Zusätzlich zu den praktischen Arbeiten auf dem Dach werden sie in Workshops über die Energiewende informiert und diskutieren über die Energiezukunft.

 

Die Energiewirtschaft steht vor grossen Herausforderungen: Fachkräfte im Bereich erneuerbarer Energien werden dringend benötigt. Ab diesem Herbst starten die neuen Berufslehren «Solarmonteur:in EBA» und «Solarinstallateur:in EFZ». Um diese Lehrstellen zu besetzen, sollten wir die Jugendlichen bereits jetzt für nachhaltige Berufsfelder begeistern.  

 

Mit den Jugendsolar-Wochen stellen wir die Weichen für die Zukunft. In den Projektwochen lernen die Schüler:innen durch Handeln – sie werden aktiv für die Energiewende sensibilisiert und entwickeln persönliche Berufsperspektiven.

 

Helfen Sie, die Energiewende von morgen zu gestalten und Projektwochen mit Jugendsolar zu realisieren! 

 

Siehe auch: www.solafrica.ch/ihre-spende-jugendsolar

 ^^^ Nach oben

Donnerstag, 8. Februar 2024

Stromverbrauch tiefer

2023 ist der Schweizer Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr um 1.7% oder rund 1.0 Terawattstunden (TWh) gesunken. Im gleichen Zeitraum hat die inländische Stromproduktion um 13.5% oder rund 8.5 TWh zugenommen. Das zeigen die Schätzungen zur Elektrizitätsbilanz des Bundesamts für Energie (BFE).

Die Schätzungen beruhen auf den definitiven statistischen Werten der Monate Januar bis Oktober 2023 (siehe hier unter «Gesamte Erzeugung und Abgabe elektrischer Energie in der Schweiz 2023») sowie auf Schätzungen für die Monate November und Dezember 2023. Die definitiven Werte der schweizerischen Elektrizitätsbilanz für das Jahr 2023 werden am 18. April 2024 publiziert, die vollständige Elektrizitätsstatistik 2023 (Jahrespublikation) am 14. Juni 2024.Der Stromendverbrauch der Schweiz (Endverbrauch = Landesverbrauch minus Netzverluste) lag 2023 gemäss der aktuellen Schätzung bei rund 56.1 TWh. Das sind 1.7% weniger als im Jahr 2022 (57.0 TWh). Deutlich weniger Strom als im Vorjahr wurde in den Monaten Januar, Februar und September 2023 verbraucht.

Mehr Inlandstromproduktion dank höherer Produktion der Wasserkraftwerke

Die inländische Stromerzeugung (Landeserzeugung) lag 2023 gemäss der aktuellen Schätzung bei rund 72.1 TWh. Das sind 13.5% oder rund 8.5 TWh mehr als im Jahr 2022 (63.5 TWh). Die Wasserkraftwerke produzierten 2023 deutlich mehr Elektrizität (total +21.7%) als in den entsprechenden Vorjahresquartalen. Die vier Kernkraftwerke der Schweiz erzeugten rund 1.0% mehr Elektrizität als im Vorjahr; die thermischen und erneuerbaren Stromproduktionsanlagen rund 15.2% mehr. Gemäss der aktuellen Schätzung stammten 2023 rund 56.6% des produzierten Stroms von Wasserkraftwerken (Laufkraftwerke 24.3%, Speicherkraftwerke 32.3%), 32.4% aus Kernkraftwerken und 11.0% aus thermischen und erneuerbaren Stromproduktionsanlagen. Die prozentualen Anteile der Wasserkraft und der thermischen und erneuerbaren Erzeugung sind im Vergleich zum Jahr 2022 gestiegen.

Stromausfuhrüberschuss im 2023

2023 ergibt sich ein Ausfuhrüberschuss (physikalische Einfuhr minus physikalische Ausfuhr) von rund 6.4 TWh (gegenüber einem Einfuhrüberschuss von rund 3.4 TWh im Jahr 2022).

Autor: Gerold Truniger, Fachexperte Analysen und Perspektiven Bundesamt für Energie BFE

 ^^^ Nach oben