Dienstag, 20. Mai 2025

Das meint KI zu Uruguay's Energiepolitik

Nicht dass Solarmedia oder dessen Autor Fan von Künstlicher Inteligenz (KI) wäre - und schon gar nicht der Plattform X (Ex-Twitter) von Elon Musk (obwohl dort immer noch vertreten). Aber: Die Antwort auf die Frage nach der Fortschrittlichkeit der Energiepolitik von Uruguay erstaunt dann doch: Uruguays Energiepolitik gilt als eine der fortschrittlichsten weltweit, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien. Hier sind die zentralen Punkte, die die Fortschrittlichkeit der Energiepolitik Uruguays verdeutlichen:

  1. Hoher Anteil erneuerbarer Energien: Uruguay hat in weniger als zwei Jahrzehnten seine Stromproduktion nahezu vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt. Im Jahr 2019 stammten 98 % des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen, darunter Windkraft (ca. 40 %), Wasserkraft (ca. 30 %), Biomasse (ca. 20 %) und Solarenergie (ca. 4 %). Der Anteil erneuerbarer Energien an der Primärenergiematrix lag 2018 bei 60 %, weit über dem globalen Durchschnitt von unter 20 %.
  2. Schnelle Energiewende: Die Energiewende begann 2005, ausgelöst durch eine Energiekrise und steigende Ölpreise. Unter der Leitung von Physiker Ramón Méndez Galain wurde ein 25-Jahres-Plan entwickelt, der auf politischem Konsens basiert und von allen Parteien unterstützt wurde. Dieser Plan führte dazu, dass Uruguay innerhalb von 10–15 Jahren von einer starken Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen (70 % des Erdöls importiert) zu einer fast vollständigen Unabhängigkeit gelangte.
  3. Politische und institutionelle Stabilität: Der Erfolg basiert auf einer langfristigen staatlichen Strategie, transparenten Ausschreibungen und einer starken Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor. Das Ministerium für Industrie, Energie und Bergbau (MIEM) und die Nationale Energiedirektion (DNE) haben klare Rahmenbedingungen geschaffen, die Investitionen in erneuerbare Energien attraktiv machen.
  4. Wirtschaftliche und soziale Vorteile: Die Energiewende hat nicht nur die CO₂-Emissionen drastisch gesenkt, sondern auch wirtschaftliche Vorteile gebracht. Es wurden etwa 50.000 Arbeitsplätze geschaffen, die Energiekosten sanken um rund 600 Millionen US-Dollar jährlich, und die Armutsquote fiel von 40 % auf 10 %. Uruguay ist zudem ein Nettoexporteur von Strom, was zusätzliche Einnahmen generiert.
  5. Diversifizierter Energiemix: Uruguay setzt auf eine Kombination aus Wind-, Wasser-, Solarenergie und Biomasse, um wetterbedingte Schwankungen (z. B. Dürren) auszugleichen. Windkraft wurde seit 2008 massiv ausgebaut (ca. 50 Windparks mit 1.500 MW), während Wasserkraft traditionell eine starke Rolle spielt. Biomasse und Solarenergie ergänzen den Mix, wobei Solarprojekte wie Cerro Dominador (76 MW) an Bedeutung gewinnen.
  6. Zukunftsorientierte Strategien: Die „Uruguay Energy Agenda 2050“ zielt auf die zweite Energiewende ab, mit Fokus auf grünen Wasserstoff, Elektromobilität und Energieeffizienz. Uruguay positioniert sich als potenzieller Exporteur von grünem Wasserstoff und fördert die Elektrifizierung des Verkehrssektors, was die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter reduziert.
  7. Herausforderungen: Trotz der Erfolge gibt es Schwachstellen. Die hohen Strompreise belasten besonders ärmere Haushalte (bis zu 15 % des Einkommens), da Investitionskosten auf Verbraucher umgelegt werden. Die oberflächennahe Geothermie ist noch in der Forschungsphase, und der Ausbau der Bioenergie steht vor wirtschaftlichen Hürden. Zudem muss das Stromnetz für eine dezentrale Versorgung weiter modernisiert werden.
Fazit: Uruguays Energiepolitik ist ein globales Vorbild für eine schnelle, nachhaltige und wirtschaftlich vorteilhafte Energiewende. Der Erfolg beruht auf politischem Konsens, klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen, einem diversifizierten Energiemix und Investitionsanreizen. Dennoch gibt es Herausforderungen, insbesondere bei der Senkung der Verbraucherkosten und der weiteren Dezentralisierung.

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Samstag, 17. Mai 2025

Speicher im Aufschwung: Erster Batteriebericht

Swissolar, der Fachverband der Solarwirtschaft, veröffentlichte diese Woche am Mitgliedertag im Verkehrshaus Luzern erstmals einen umfassenden Bericht über den Schweizer Markt für Batteriespeicher in Kombination mit Photovoltaik. Mittlerweile wird rund jede zweite PV-Anlage in der Schweiz mit einem Batteriespeicher installiert. Sie ermöglichen eine flexiblere Nutzung von lokalem Solarstrom, stabilisieren das Stromnetz und erhöhen die Versorgungssicherheit. Nun sind Solarbranche, Verteilnetzbetreiber und Politik gefordert. Nachstehend die Medienmitteilung von Swissolar zum Batteriebericht.

Die weltweit steigende Nachfrage und die dadurch vorangetriebene Massenproduktion sowie technologische Innovationen haben dazu geführt, dass die Preise für Batteriespeicher in den letzten Jahren erheblich gesunken sind. Mit dem Batteriebericht legt Swissolar den Grundstein für eine langfristige Auseinandersetzung mit dem Thema. Matthias Egli, Geschäftsführer von Swissolar sagt dazu: «Batteriespeicher sind ein zentrales Element für die Versorgungssicherheit der Schweiz mit Strom aus einheimischen erneuerbaren Energien. Sie machen Solarstrom flexibler nutzbar und entlasten das Stromnetz.» Der PV-Anteil am Stromverbrauch von 14 Prozent im Jahr 2025 könnte bereits nächstes Jahr auf 17 Prozent wachsen.

Batterien helfen bei der Netzintegration von Solarstrom: Angesichts des weiterhin raschen Ausbaus der Solarenergie braucht es dringend Anreize für die Anlagenbetreiber, sich systemdienlich zu verhalten. Swissolar-Präsident Jürg Grossen appelliert an Solarbranche, Verteilnetzbetreiber und Politik, die Netzintegration des Solarstroms zu optimieren: «Die nötigen gesetzlichen Grundlagen sind mit dem Stromgesetz da. Nun müssen alle ihren Beitrag leisten. Die Solarbranche muss mit Batterien und Energiemanagementsystemen den Eigenverbrauch optimieren. Die Verteilnetzbetreiber müssen ihre Tarife und Steuerinstrumente der neuen Produktionsrealität anpassen. Und die Politik muss die Rahmenbedingungen weiter optimieren. Es ist wichtig, dass die von uns mitentwickelte Lösung einer Vergütung zu Stundenmarktpreisen rasch kommt.» Diese soll in der Sommersession der eidgenössischen Räte im Rahmen des Beschleunigungserlasses behandelt werden.

Es braucht eine nationale Speicherstrategie: Swissolar wird sich künftig noch stärker für Rahmenbedingungen einsetzen, die den Ausbau von Speicherlösungen in Kombination mit Photovoltaik fördern. Dazu gehört auch eine nationale Speicherstrategie. Swissolar-Vizepräsidentin Gabriela Suter sagt dazu: «Batteriespeicher, die Strom kurzfristig zwischenspeichern und bei Bedarf innert Millisekunden ins Netz speisen können, müssen bei künftigen Energieszenarien berücksichtigt werden. In den aktuellen Energieperspektiven des Bundes fehlen diese leider noch. Es braucht eine nationale Speicherstrategie, die sämtliche Speicher – saisonale und kurzfristige – beinhaltet und das Zusammenspiel der Speichertechnologien aufzeigt. Das verhindert, dass die Netze unverhältnismässig ausgebaut werden.»
 
Der Swissolar-Batteriebericht formuliert sechs zentrale Handlungsempfehlungen für Politik, Netzbetreiber und Branche:

  1. Den dezentralen Batteriespeichern eine angemessene Rolle im Energiesystem zuweisen
  2. Preissignale und finanzielle Anreize gestalten
  3. Gezielte Anreize für die Integration von Batteriespeichern in ein intelligentes Energiesystem
  4. Netzausbau durch Quartier- und Regionalspeicher reduzieren
  5. Zugang zu Regelenergiemärkten für Batteriespeicher erleichtern
  6. Hindernisse beim Datenaustausch beseitigen

Der Bericht «Batteriespeicher mit Photovoltaik 2025» ist auf der Website von Swissolar abrufbar: www.swissolar.ch/batteriebericht

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Mittwoch, 14. Mai 2025

Deutschland hat jetzt einen Wasserstoff-Atlas

Ein Atlas der besonderen Art ist nun online zur freien Verfügung gestellt worden: Ein Konsortium aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verbänden unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hat im Projekt »PoWerD« einen Wasserstoff-Potenzial-Atlas bereitgestellt. Er kenn-zeichnet und bewertet geeignete Standorte für die Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse und dessen Nutzung in verschiedenen Industriebranchen und im Verkehr.

Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die umfassende Kopplung der Sektoren Elektrizität, Wärme, Verkehr und Industrie. Als leicht zu transportierender chemischer Energieträger trägt er zu Stabilisierung des Stromnetzes bei und ersetzt fossile Brennstoffe und Chemikalien. Die Elektrolyse wird damit zu einer Schlüsseltechnologie der Energiewende, weshalb die EU-Wasserstoffstrategie bis zum Jahr 2030 die Installation von Elektrolyseuren mit einer Leistung von mindestens 40 Gigawatt anstrebt.

Doch wo ist der Einsatz von Elektrolyseuren in Deutschland besonders sinnvoll? Der nun veröffentlichte PoWerD-Potenzialatlas zeigt räumlich aufgelöst geeignete Standorte auf – in unterschiedlichen Szenarien und mit diversen Geschäftsmodellen.

Die Projektpartner identifizierten die Standorte nach Potenzialen für den Wasserstoffbedarf von Industrie (z.B. Chemie- und Stahlindustrie) und Verkehr (insbesondere Busse und Züge). Darüber hinaus betrachteten sie die regionale Verfügbarkeit Erneuerbarer Energien und die Nutzung der Koppelprodukte Sauerstoff und Wärme, die bei der Elektrolyse neben Wasserstoff entstehen. Der Sauerstoff kann von Kläranlagenbetreibern genutzt werden, die Abwärme in Wärmenetze eingebunden und für industrielle Prozesse verwendet werden. »Die Nutzung der Koppelprodukte Wärme und Sauerstoff in kommunalen Kläranlagen trägt zur Nachhaltigkeit des Gesamtsystems bei, indem die Kläranlagen ihren Energieverbrauch durch den Einsatz von Elektrolysesauerstoff im Reinigungsprozess reduzieren sowie den ökologischen Fußabdruck der Reinigungsprozesse verbessern können«, so Prof. Heidrun Steinmetz vom Fachgebiet Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung der RPTU in Kaiserslautern.

Der aus den Absatzpotenzialen ermittelte Elektrolyseur-Standort bezieht auch mögliche Transportkosten und die dazu notwendige Verdichtung des Wasserstoffs ein. Auch die künftige Entstehung einer Wasserstoffinfrastruktur in Form von Pipelines wird im Atlas berücksichtigt, da sie den Transport mittels LKW obsolet machen bzw. verringern kann. Darüber hinaus werden geeignete Standorte für Elektrolyseure im Stromnetz ermittelt, die einen netzdienlichen Betrieb ermöglichen.

Norddeutsche Standorte mit Kostenvorteilen: Ein entscheidender Faktor für die kostengünstige Produktion von grünem Wasserstoff ist die Verfügbarkeit Erneuerbarer Energien. . Der Norden Deutschlands weist deutliche Vorteile bei der Bereitstellung durch Windenergie auf, während die Unterschiede bei der Sonneneinstrahlung weniger ins Gewicht fallen. »Im Stromnetz finden sich daher geeignete Standorte für größere Elektrolyseure vor allem im Norden und insbesondere in der Nähe von Offshore-Verknüpfungspunkten«, erklärt Clara Büttner, Teilprojektleiterin an der Hochschule Flensburg. Elektrolysestandorte, die mit norddeutschem Windstrom betrieben werden, profitieren daher von Kostenvorteilen.

Auch die Verwertung von Koppelprodukten wie Abwärme und Sauerstoff konnte in den untersuchten Business Cases die Wasserstoffkosten senken. Diese Optionen sind oft realisierbar, stellen jedoch keine entscheidenden Faktoren für die Standortwahl dar. Dagegen spielt das zukünftige deutsche Wasserstoff-Kernnetz (Pipelines) eine zentrale Rolle bei der Standortbewertung. »Ideal sind Elektrolysestandorte häufig auf Arealen ehemaliger fossiler Kraftwerke oder Industrieparks, die über eine gut ausgebaute Infrastruktur verfügen«, erklärt Jochen Behrens, Projektleiter am Fraunhofer ISE. »Der Atlas zeigt, dass das Potenzial in der Fläche vor allem durch den Einsatz von Wasserstoff im öffentlichen Personennahverkehr entsteht«, ergänzt Klaus Stolzenburg, Geschäftsführer des Ingenieurbüros PLANET.

Der Atlas kann von Projektierern, Energieversorgern, Kommunen und Behörden zur Identifikation geeigneter Anlagenstandorte verwendet werden. Er zeigt für die Standorte verschiedene Kennzahlen auf, die für eine Investitionsentscheidung richtungsweisend sind: neben der Elektrolysekapazität auch die Wasserstoffgestehungs- und -bereitstellungskosten, die Potenziale zur Nutzung Erneuerbarer Energien zur Elektrolyse und der jährliche Energiebedarf. »Der Atlas schafft eine fundierte Grundlage für die ganzheitliche Projektplanung, indem er regionale Erneuerbare Potenziale, Infrastruktur und Nutzungsmöglichkeiten verbindet. Damit ermöglicht er eine umfassende Betrachtung, die entscheidend ist, um systemdienliche und kosteneffiziente grüne Wasserstoffprojekte in Deutschland erfolgreich umzusetzen«, unterstreicht Kim Kanitz, Projektingenieurin bei Green Planet Energy.

Am Projekt beteiligt waren neben dem Fraunhofer ISE als Projektkoordinator die Hochschule Flensburg und die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, der Deutsche Wasserstoff-Verband e.V., der bundesweite Energieversorger Green Planet Energy, das auf den Einsatz von Wasserstoff spezialisierte Ingenieurbüro PLANET sowie greenventory, ein Spin-Off des Fraunhofer ISE und des Karlsruher Institut für Technologie. Damit verfügt das Konsortium über weitreichende und breit verteilte Kompetenzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat das Projekt mit knapp 2,5 Millionen Euro gefördert.

 Quelle: ISE

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Mittwoch, 7. Mai 2025

NEUE ENERGIEREALITÄT & FLEXIBLE LÖSUNGEN

In einer Welt im Wandel übernehmen erneuerbare Energien Verantwortung – ökonomisch, ökologisch und geopolitisch. Erstmals erzeugt Europa mehr Strom aus Sonne und Wind als aus Kohle und Gas. Deutschland erreicht mit rund 60 Prozent Erneuerbaren im Strommix einen neuen Höchststand. Die Energierealität hat sich grundlegend verändert. Was jetzt zählt, ist ein Energiesystem, das dieser neuen Normalität gerecht wird – flexibel, digital, vernetzt. Dieser Wandel verlangt nach zeitgemäßen Antworten, die die Messe The smarter E Europe 2025 in München liefert. 

Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft hat am Mittwoch auf dem voll belegten Gelände der Messe München ihre Tore geöffnet. Vom 7. bis 9. Mai bringen sich dort 2.737 Aussteller aus 57 Ländern mit ihren Lösungen, Anwendungen und Geschäftsmodellen für eine erneuerbare Energieversorgung 24/7 in Stellung, darunter Großspeicher, PV-Hybridanlagen, bidirektionales Laden, intelligentes Lastmanagement und vieles mehr. In den kommenden drei Tagen werden über 100.000 Fachbesucher aus rund 170 Ländern erwartet. In diesem Jahr macht The smarter E Europe deutlich: Die Technologien sind da, die Geschäftsmodelle erprobt, die Branche ist bereit. Jetzt braucht es den politischen Willen, ein konsequentes Handeln und den Mut, das Energiesystem neu zu denken.

Erneuerbare Energien, insbesondere die Photovoltaik, sind laut Walburga Hemetsberger, CEO des europäischen Branchenverbands SolarPower Europe, der Schlüssel zu Energiesicherheit und wirtschaftlicher Resilienz. Nach dem starken Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten müsse nun der Fokus auf die nächste Ausbaustufe des Energiesystems gelegt werden: „Um unser Energiesystem wirklich zukunftssicher zu machen, brauchen wir stärkere Netze, intelligentere Flexibilität und eine vollständige Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Wärme. Batteriespeicher sind nicht mehr nur eine Option – sie sind unerlässlich, um Abschaltungen und negative Preise zu bewältigen. Das Ergebnis? Niedrigere Kosten, günstigerer Strom für die Verbraucher und mehr Energiesicherheit für Europa. Es ist jetzt an der Zeit, das Tempo zu erhöhen.“

 

Konkurrenzlos günstiger Strom aus Photovoltaik

Aktuelle Marktzahlen belegen diese Aussage eindrucksvoll: Laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE lagen im Jahr 2024 die Gestehungskosten pro Kilowattstunde für PV-Großanlagen in Deutschland bei etwa 4 bis 7 €ct/kWh, während für Großanlagen mit Batteriespeichern Kosten zwischen 6 und 11 €ct/kWh ermittelt wurden. Die Erzeugung in konventionellen Kraftwerken ist erheblich teurer. Die Gestehungskosten einer Kilowattstunde betrugen bei Kohle- und Gaskraftwerken rund 15 bis knapp 33 €ct/kWh. Noch teurer, und damit abgesehen von allen anderen Nachteilen auch wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig, ist die Kernenergie. Hier kostet die Erzeugung einer Kilowattstunde bis zu 49 €ct. Schon aus rein ökonomischen Gründen wird sich daher klimaneutral erzeugter Strom auch weiterhin durchsetzen – mit Sicherheit.

 

Flexibilität im Zentrum der Energiewende

Mit dem weltweit wachsenden Anteil erneuerbarer Energien steigt der Druck, das Energiesystem neu zu denken – flexibler, intelligenter und vernetzter muss es sein. Batteriespeicher gelten in diesem Zuge als Rückgrat dieser Transformation. Sie stabilisieren Netze, ermöglichen neue Geschäftsmodelle und steigern die Versorgungssicherheit. Auch die Elektromobilität leistet ihren Beitrag: Fahrbatterien können durch bidirektionales Laden als dezentrale Speicher genutzt werden – ein Ansatz, der in ersten Pilotprojekten, beispielsweise in Frankreich, bereits erfolgreich umgesetzt wird. The smarter E Europe 2025 greift diesen vielversprechenden Innovationsimpuls auf und zeigt erstmals in einer eigenen Sonderschau (Halle C6, Stand C6.450) die Potenziale des bidirektionalen Ladens für eine erneuerbare Energieversorung 24/7 auf.

 

Globale Bühne für Innovation, Umsetzung und Vernetzung

Mit 2.737 Ausstellern aus 57 Ländern und über 100.000 erwarteten Fachbesuchern aus rund 170 Nationen ist The smarter E Europe 2025 nicht nur Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft, sondern ein globaler Treffpunkt für Innovation und Umsetzung. Vom 7. bis 9. Mai verwandeln vier Fachmessen – Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe – sowie sieben Messeforen, vier internationale Konferenzen und vielfältige Networking-Formate das voll belegte Messegelände der Messe München in einen Marktplatz für den nächsten Entwicklungsschritt: die Digitalisierung und Flexibilisierung der Energieinfrastruktur ganz im Sinne einer nachhaltigen, zuverlässigen und sicheren Energiezukunft. Die Branche zeigt sich bereit – offen, international vernetzt und mit klarer Vision. Jetzt sind Politik und Gesellschaft am Zug.

 

The smarter E Europe vereint als Europas größte Messeallianz für die Energiewirtschaft vier Fachmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) und findet vom 7. bis 9. Mai 2025 auf der Messe München statt.

 Quelle: www.TheSmarterE.de

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Montag, 5. Mai 2025

Solarenergie selbst erleben – über 70 Veranstaltungen

Vom 16. bis 25. Mai 2025 finden schweizweit die Tage der Sonne statt – mit über 70 Veranstaltungen so umfangreich wie schon lange nicht mehr. Ob Workshops, Solarkino, Infoabende oder Tage der offenen Tür: Die Tage der Sonne bringen Menschen zusammen, um Solarenergie konkret und greifbar zu erleben.

Ein besonderer Fokus liegt dieses Jahr auf der breiten Anwendbarkeit: Mit Workshops zum Bau von Mini-Solaranlagen für Balkone erhalten auch Mieterinnen und Mieter konkrete Werkzeuge, um selbst Strom zu produzieren und unabhängiger im Alltag zu werden. Diese praxisnahen Kurse vermitteln Grundlagen zur Installation und Anwendung – und stärken das Verständnis für die eigene Rolle in der Energiewende.

Die Vielfalt der Anlässe spiegelt das wachsende Interesse an erneuerbaren Energien: Von Solarkino-Abenden unter freiem Himmel, über Exkursionen, Schulaktionen, Infoveranstaltungen zum neuen Stromgesetz, bis hin zu Repair Cafés oder Besichtigungen innovativer Anlagen – in Städten und Gemeinden aller Sprachregionen der Schweiz ist etwas dabei. Die angebotenen Formate richten sich sowohl an Fachpersonen wie auch an interessierte Laien, an Erwachsene, Jugendliche und Familien. 

Die Veranstaltungen werden von der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Gemeinden, Vereinen und Unternehmen organisiert. Sie zeigen: Die Energiewende findet nicht nur in der Politik statt – sondern direkt um uns herum auf unserem Hausdach oder am Balkon.


Weitere Informationen:  www.tagedersonne.ch/downloads
Die vielfältigen Veranstaltungen unter www.tagedersonne.ch/veranstaltungen
Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie, office@sses.ch oder www.sses.ch / www.tagedersonne.ch

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Samstag, 3. Mai 2025

Wem nach Positivem steht, lese hier weiter!

Die Nachrichten aus aller Welt stimmen je länger je weniger fröhlich. Aber es finden sich noch gute News und für Solarmedia ist es ein Glücksfall, dass sie häufig aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und der Solarenergie stammen. Eine Rundschau.

Die internationale Energieagentur (IEA) hat untersucht, wie es mit dem globalen Solarmarkt steht. Demnach sind Ende 2024 weltweit PV-Anlagen mit einer Leistung von mehr als zwei Terawatt installiert und das Jahr war ein absolutes Rekordjahr,  in dem alleine 602 Gigawatt (GW) neu erstellt wurden. Mehr als die Hälfte davon in China. Wenn auch die Zahlen aus verschiedenen Quellen unterschiedlich ausfallen, so bewegen sie sich so oder so auf Höhen, wie man sich das vor fünf oder zehn Jahren nicht in den wildesten solaren Träumen vorstellen konnte (1). Die Berliner Tageszeitung TAZ doppelt nach: Sie veröffentlicht einen Überblick - journalistisch aufgemotzt - und mit den beiden Schlagzeilen versehen: «Das Zeitalter der Sonne wird keiner mehr stoppen» und «Die Solarenergie wächst exponenziell».

Wie kommt die TAZ zu diesem Schluss? Sie hält fest, dass die Solarenergie unterdessen die billigste Stromquelle der Weltgeschichte sei - nichts weniger als das. Und wächst die Branche weiter so, könnte sie bald den Strombedarf der ganzen Welt decken, na dann. Kleine Pointe: der verrückte Elon Musk aus den USA hatte ja die unterdessen «als gesichert rechtsextrem» geltende deutsche AfD im Wahlkampf unterstützt, aber nur in einem Punkt waren sich Parteichefin Alice Weidel und Elon Musk uneinig: in der Bedeutung der Solarenergie. Bei der in der Schweiz ansässigen Weidel scheint die Sonne offensichtlich gar nicht (2). Nochmals: Der Grund für die ganze Entwicklung der Solarwirtschaft ist so banal wie einleuchtend, die Preise sind unglaublich gesunken, ungefähr um den Faktor 100 in den letzten 20 Jahren - und die Mengen haben sich entsprechend ungeheuer vergrössert.

Noch bis vor kurzem lag der Anteil der Solarstrom-Produktion am weltweiten Stromverbrauch bei höchstens 1 %. Nun aber reibt man sich verwundert die Augen. Nach dem Wachstum im Jahr 2023 erreichte die Photovoltaik nunmehr fast 7 % des weltweiten Strombedarfs. Müssig auch nochmals zu betonen, dass mehr als die Hälfte des jüngsten Wachstums auf China entfällt. Das Beratungsbüro Ember kommt zum Schluss, dass neben der ertragreichen Energiequelle Sonne die Wasserkraft mit 14 % in der weltweiten Erzeugung weit vorne steht, dahinter die Windenergie mit 8 % und dann bereits die Solarenergie mit 7 % (3).

Doch genug der Zahlen, wenden wir uns noch ein paar allgemeinen Sachverhalten zu, die in letzter Zeit für Aufsehen sorgen, die technischen Entwicklungen. Sie zeigen, dass es mit dem Wachstum auf dem Photovoltaik-Markt noch längst nicht vorbei ist. Da liegt es in der Natur der Sache, dass wir auch diesbezüglich wieder bei China landen. So hat einer der ganz grossen Solar-Konzerne, Trinasolar, jetzt die  Perowskit-Technologie der britischen Oxford PV auf den chinesischen Markt gebracht und erreicht damit erstaunliche Leistungswerte (4). Die ersten ausgelieferten Module kommen auf einen Wirkungsgrad von 24.5 %, das ist nahe dem Maximum der Silicium-Technologie, wenn diese alleine zur Anwendung gelangt. Perowskit ist noch längst nicht technologisch ausgereift, wird als Tandem-Technologie weiterhin Effizienzfortschritte erzielen.

Nicht verschwiegen sei, dass der Strommarkt noch längst nicht derart gesichert ist durch den Einbezug der solarem Elektrizität, wie man es sich wünschte. Und die Preise des Stroms (der Marktwert Solar) für den vergangenen Monat gaben die Übertragungsnetzbetreiber in Europa mit fünf Eurocent pro Kilowattstunde an - in 30 Stunden im März lag der Börsenstrompreis im negativen Bereich. Mit anderen Worten wird man also weiterhin nach einem so genannten Strom-Markt-Design suchen müssen Auf allen Stakeholder, also alle Beteiligte inklusive KonsumentInnen, warten viele ungelöste Probleme (5).

Zwei der wesentlichen Knackpunkte treten deutlich hervor: die Märkte für Photovoltaik und die elektrische Energiespeicherung in Europa befinden sich in einem grundlegenden Wandel. Während die in der Vergangenheit vorwiegend kleinen PV-Anlagen und Speicherprojekte das Marktwachstum angetrieben haben, gibt es allmählich eine Verschiebung hin zu gewerblichen und industriellen Projekten und Projekten im Versorgungs-Massstab. Will heissen, auch da kommen grössere und massive Probleme auf den Solarmarkt zu, die nur mit vereinten europäischen Anstrengungen zu meistern sind (6) - und die einen Einbezug der Schweiz in den europäischen Markt bedingen.

Quellen:

  1. https://www.photon.info/news/iea-pvps-weltweit-installierte-pv-leistung-uebersteigt-zwei-terawatt/ 
  2. https://taz.de/Solarenergie-waechst-exponentiell/!6080466/   plus Foto
  3. https://www.pv-magazine.de/2025/04/09/photovoltaik-deckt-fast-sieben-prozent-des-weltweiten-strombedarfs/    mit Grafiken
  4.  https://www.pv-magazine.de/2025/04/09/trinasolar-bringt-perowskit-technologien-von-oxford-pv-auf-den-chinesischen-markt/ 
  5. https://www.pv-magazine.de/2025/04/08/marktwert-solar-hat-sich-im-maerz-mehr-als-halbiert/      
  6. https://www.pv-magazine.de/2025/04/10/sind-stakeholder-bereit-fuer-die-sich-abzeichnende-segmentale-neuausrichtung-der- 

 Copyright: Guntram Rehsche / Solarmedia

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