Die Non-Profit-Organisation Solafrica finanziert über den Verkauf von Solarvignetten neue Schweizer Solaranlagen mit. Dies kompensiert den Stromverbrauch von Geräten und fördert die Energiewende.
Tagtäglich bezieht die Schweizer Bevölkerung Energie aus dem Netz für verschiedene Geräte – vom Smartphone bis zum Kühlschrank. Woher dabei der Strom aus der Steckdose kommt, entscheiden wir jedoch mit. In der Schweiz stammen inzwischen rund 17 Prozent des Stroms aus Solarenergie. Wer keine eigene Dachfläche für Solarpanels besitzt, kann mit der Solarvignette von Solafrica gezielt Einfluss nehmen. Sie sorgt dafür, dass für den Jahresverbrauch des jeweiligen Geräts neuer Schweizer Solarstrom produziert und ins Netz eingespeist wird.
So funktioniert es
Das Prinzip hinter der Solarvignette ist einfach: der eigene Konsum wird rechnerisch ausgeglichen und Solarstrom mitfinanziert. Die Beiträge orientieren sich dabei am tatsächlichen Energiebedarf der Alltagsgeräte:
- Smartphone: 10 Franken für einen Jahresverbrauch von 5 kWh
- Computer: 35 Franken für einen Jahresverbrauch von 50 kWh
- E-Bike: 50 Franken für einen Jahresverbrauch von 75 kWh
- Kühlschrank: 75 Franken für einen Jahresverbrauch von 200 kWh
- Elektroauto: 250 Franken für einen Jahresverbrauch von 2'000 kWh
Je höher der Stromverbrauch des Geräts, desto grösser auch der mitfinanzierte Anteil der neuen Solaranlage. Wer will, finanziert für 800 Franken sogar ein ganzes Solarpanel. Jede Vignette bringt den Bau neuer Anlagen direkt voran und macht als kleiner Aufkleber das eigene Engagement sichtbar.

Lokaler Solarstrom mit globaler Wirkung
Dass das Modell Anklang findet, zeigt der Blick auf die Wirkung. Durch den Verkauf von weit über 16 000 Solarvignetten im Jahr 2025 konnte die fünfte durch die Gemeinschaft finanzierte Solaranlage in Betrieb genommen werden und speist nun nachhaltigen Strom in das Schweizer Netz ein. Mehr als 81 000 Kilowattstunden Schweizer Solarstrom wurden so im letzten Jahr erzeugt, was einer Einsparung von über 32 Tonnen CO₂ entspricht.
Neben dem Ausbau der Solarenergie in der Schweiz entfaltet das Projekt eine zweite Wirkung. Der gesamte Stromerlös der gebauten Schweizer Solaranlagen fliesst direkt in die gemeinnützigen Projekte von Solafrica im globalen Süden. Die Organisation nutzt diese Mittel, um Menschen in abgelegenen Regionen den Zugang zu erneuerbarer Energie zu ermöglichen. Dazu gehört etwa die Stromversorgung von Schulen oder medizinischen Zentren. Die Solarvignette ist somit mehr als ein einfacher Aufkleber: Sie leistet einen Beitrag zur heimischen Energiewende und fördert das gemeinsame Engagement für globale Gerechtigkeit im Klimaschutz.
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