Samstag, 14. Mai 2022

Einmaliger Erfolg der Münchner Solarmesse

Nach drei erfolgreichen Messetagen und zwei Tagen voller inspirierender Konferenzsessions zieht Europas größte energiewirtschaftliche Plattform gemäss dieser Medienmitteilung eine sehr positive Bilanz: 1.356 Aussteller aus 46 Ländern auf 132.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die über 65.000 Besucher aus 149 Ländern übertreffen die Erwartungen an die diesjährige The smarter E Europe deutlich. Diese enorme Besucheranzahl entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber der letzten regulären Veranstaltung 2019. Die nächste The smarter E Europe findet vom 14. bis 16. Juni 2023 wiederum auf dem Münchner Messegelände statt.

Noch nie waren wegweisende und zukunftsgewandte Lösungen für die nachhaltige und sichere Energieversorgung so wichtig wie heute. Die Klimaschutzziele sowie die massiv gestiegenen Preise bei fossilen Energieträgern und die aktuellen geopolitischen Entwicklungen beschleunigen die Energiewende rasant. The smarter E Europe präsentiert die Technologien, Lösungen und Geschäftsmodelle der neuen Energiewelt, die vollständig auf erneuerbaren Energien basiert. „Es ist nicht nur eine Energiewende, sondern eine Industriewende,“, sagt Ditlev Engel, Chief Executive Officer, Energy Systems bei der globalen Beratungsfirma DNV. „Die aktuelle politische Lage wird den Übergangsprozess noch beschleunigen. Wir müssen dringend mehr Tempo aufnehmen und in alle Bereiche der Wertschöpfungskette investieren", so Engel. Die Photovoltaik (PV) ist seit zwei Jahrzehnten erfolgreich, die Speicher-Branche seit zehn Jahren im Aufwind, Ladeinfrastruktur und Elektromobilität boomen. Die Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle für die Transformation der Energie- und Mobilitätswelt sind vorhanden. Allerdings gibt es noch immer zu viele regulatorische Hemmnisse, die die notwendige Dynamik des Ausbaus hemmen.

„Die Aussichten für erneuerbare Energien, insbesondere Solar, sind fantastisch. Wir haben die Technologien, die wir brauchen, jetzt müssen wir neue Genehmigungs- und Planungsverfahren einführen, damit wir deutlich schneller skalieren können", so Engel weiter. Aurelie Alemany, Chief Executive Officer der Senec GmbH, einer Tochter des Energieversorgers EnBW, ergänzt: „Die gemeinsame Verantwortung für die Energiewende ist mittlerweile breit in der Gesellschaft verankert. Die enorme und weiterhin stark steigende Nachfrage nach PV, Stromspeichern und Elektromobilität unterstreicht dies – Lösungen und Technologien dafür liegen vor und wurden eindrucksvoll in München präsentiert.“

The smarter E Europe zeigt bereits heute, wohin der Weg in Zukunft geht: Vom 10. bis 13. Mai 2022 fanden insgesamt vier Energiefachmessen auf der Innovationsplattform der neuen Energiewelt statt: Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe, begleitet von vier Fachkonferenzen und vier Messeforen. Europas größte energiewirtschaftliche Plattform präsentierte branchen- und sektorübergreifende Produkte, Lösungen und Geschäftsmodelle der neuen Energiewelt und zeigte: Es steht alles bereit, nun ist es Zeit, die Produkte und Lösungen einzusetzen und die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen zu verbessern, um die Energie- und Mobilitätswende zu beschleunigen.

Die intelligente Vernetzung der Sektoren - Unbedingte Voraussetzung für das Gelingen: Solarstrom allein macht jedoch noch keine Energiewende, vielmehr geht es um integrierte Lösungen für eine Vollversorgung mit erneuerbarer Energie. Ein weiteres Schlüsselelement rückt neben Batteriespeichern in diesem Zusammenhang immer stärker in den Fokus und wurde auf den Fachmessen und Foren beleuchtet: Grüner Wasserstoff. “Wenn wir die Klimaziele des Pariser Abkommens erreichen wollen, müssen wir alle Technologien nutzen. Die Energiewende ist eine Kombination aus allen Bereichen des Energiesystems. Dabei können wir nicht nur auf Solar- und Windenergie setzen, sondern müssen auch Wasserstoff und andere Technologien in die Gleichung einbeziehen", so Engel. Grüner Wasserstoff wird zu einer wichtigen Option, um die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr über regenerative Energien enger aneinander zu koppeln. Im Rahmen der Innovationsplattform wurde die Studie “Steel from Solar Energy“ zu grünem Wasserstoff vorgestellt. Die Studie liefert einen Beleg dafür, dass die Stahlherstellung aus Eisenerz mit aus erneuerbaren Energien gewonnenem Wasserstoff möglich ist. Der Prozess der Stahlherstellung ist in Europa für rund vier Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Kernthemen einer zukunftsfähigen Energie- und Mobilitätsbranche im Fokus: Die vier Fachmessen, -konferenzen und Foren teilen eine Vision: eine intelligente, nachhaltige und vernetzte Vollversorgung mit erneuerbaren Energien rund um die Uhr, zu jeder Jahreszeit. Im Fokus stehen erneuerbare Energien, Dezentralisierung und Digitalisierung der Energiewirtschaft sowie branchenübergreifende Lösungen aus den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr. Erneuerbare Energien und vernetzte Energiesysteme sind eng mit der angestrebten Klimaneutralität und der neu zu bewertenden Versorgungssicherheit verbunden. The smarter E Europe gibt der neuen Energiewelt einen Namen und präsentiert die nun dringend notwendigen Lösungen.

The smarter E Europe 2023 findet mit ihren vier Einzelmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) vom 14. bis 16. Juni 2023 auf der Messe München statt.

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Mittwoch, 11. Mai 2022

Europas grösste Solarmesse startet durch

Noch nie waren wegweisende Lösungen für die Energiezukunft so wichtig wie heute. Ob erneuerbare Strom- und Wärmeerzeugung, innovative Speichersysteme, intelligente Netze, Ladeinfrastruktur und E-Mobilität: Vielsprechende Lösungen für eine erneuerbare, dezentrale, digitale und verlässliche Energieversorgung sowie die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr erobern den Markt. Dies zeigt Europas größte energiewirtschaftliche Plattform The smarter E Europe mit den vier parallel stattfindenden Fachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe vom 11. bis 13. Mai 2022 auf der Messe München. 



Die Klimaschutzvorgaben der Europäischen Union im Rahmen des Maßnahmenpakets „Fit for 55“ zur Umsetzung des Green Deals sowie die der deutschen Bundesregierung sind ambitioniert: Bis 2030 sollen in der EU die CO2-Emissionen um 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Die Bundesregierung hat dieses Ziel Mitte 2021 für Deutschland auf 65 Prozent gegenüber 1990 erhöht. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Energiewirtschaft umdenken. Fest steht: Die Strom- und Wärmeerzeugung durch erneuerbare Energien ist die Voraussetzung für den Erfolg der Energiewende – gepaart mit flächendeckenden Speicherinfrastrukturen und der intelligenten Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr. 
 
Die Aussichten für den Wandel sind vielversprechend: Die Photovoltaik (PV) ist seit Jahren auf Wachstumskurs, die Speicherbranche seit einem Jahrzehnt im Aufwind, Elektromobilität und Ladeinfrastrukturlösungen boomen. Und das Spektrum der Lösungsansätze für die Energiewende ist breit. Das zeigt die Innovationsplattform The smarter E Europe: Europas größte energiewirtschaftliche Plattform steht für branchen- und sektorübergreifende Produkte, Lösungen und Geschäftsmodelle. Von Konzepten und Lösungen für eine erneuerbare, dezentrale und digitale Energiewirtschaft, über intelligente und vernetzte Energiesysteme bis hin zu E-Mobilität, intelligenten Ladesystemen und grünem Wasserstoff – die neue Energiewelt muss integriert und sektorübergreifend gedacht werden. Mit dem Fokus auf der neuen Energiewelt steht The smarter E Europe für die Beschleunigung der Transformation der Energie- und Mobilitätswelt. In zwölf Messehallen, auf 132.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, zeigen insgesamt 1.356 Aussteller den über 50.000 erwarteten Besuchern die innovativen Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle der neuen Energiewelt.

PV wächst dynamisch:
Die Photovoltaik wird bei der erneuerbaren Strom- und Wärmeerzeugung in Zukunft eine Schlüsselrolle einnehmen: So sollen in Deutschland bis 2030 rund 140 Gigawatt PV neu installiert und dafür zusätzliche Flächenpotentiale mobilisiert werden. Branchenexperten zufolge ist eine Verdrei- bis Vervierfachung der jährlichen PV-Installationen notwendig. Sie rechnen damit, dass die Veröffentlichung der ersten Solarstrategie der Europäischen Union im zweiten Quartal 2022 die Solarenergie noch weiter vorantreiben wird. Auch die Zahlen des europäischen Branchenverbandes SolarPower Europe bestätigen insbesondere für Deutschland eine rasante Entwicklung auf dem Solarmarkt. Laut der Prognose des aktuellen "Global Market Outlook for Solar Power 2022-2026" ist Deutschland derzeit die Nummer eins beim Solarausbau in Europa – vor Spanien, Polen, den Niederlanden und Frankreich. Bis 2026 erwartet der europäische Branchenverband, dass sich die in Deutschland installierte Solarstromleistung von 61 Gigawatt (GW) Ende 2021 auf rund 133 GW mehr als verdoppeln wird.

Bisherige Nischenanwendungen wie Agri-PV auf landwirtschaftlichen Flächen und Floating PV werden zunehmend wichtig, um zusätzliche Flächen zu erschließen.  Experten rechnen bei den schwimmenden PV-Anlagen mit einem jährlichen globalen Wachstum von über 20 Prozent in den nächsten vier Jahren. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg fand heraus, dass allein auf deutschen Braunkohle-Tagebauseen ein technisches Potenzial von bis zu 56 GW existiert. Auch gebäudeintegrierte PV-Anlagen (BIPV) werden für die Klimaneutralität eine wichtige Rolle spielen: Der Gebäudesektor ist weltweit für bis zu 40 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich, in Deutschland für etwa 30 Prozent. Aktuelle und künftige Entwicklungen der Agri-PV, Floating PV und BIPV diskutieren Experten auf der Intersolar Europe Conference am 10. und 11. Mai im ICM (International Congress Center) auf der Messe München.

Steigende Energiepreise beflügeln den Speichermarkt:
Damit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen in Zukunft zu jeder Jahreszeit und rund um die Uhr zur Verfügung stehen, ist die Kopplung mit effizienten Stromspeichersystemen unerlässlich. Besonders im Bereich Solarenergie wächst derzeit der Speichermarkt: Nach Angaben des BSW sind 2021 mehr als 140.000 Batteriesysteme in Kombination mit PV-Anlagen in Deutschland installiert worden. Ein weiteres Marktwachstum ist 2022 zu erwarten – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Energiepreise. Die Weiterentwicklung von leistungsstarken Speichersystemen läuft in den unterschiedlichsten Bereichen auf Hochtouren. Das zeigen auch die Finalisten des diesjährigen ees AWARD, der am 10. Mai als einer von drei renommierten Preisen für die Energiewirtschaft im Rahmen von The smarter E Europe vergeben wurde. 

Eine andere Technologie, die kurz vor dem Marktdurchbruch steht, ist grüner Wasserstoff.
Die Vorteile: Grüner Wasserstoff hilft dabei, die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr über regenerative Energien enger aneinander zu koppeln und Anwendungen in der Industrie, bei Schiffs-, Schwer- und Flugverkehr zu dekarbonisieren. Branchenexperten sehen die grüne Wasserstoffwirtschaft als wesentlichen Teil der Lösung, damit sich Europa in Zukunft fossilfrei und unabhängiger versorgen kann. Es müsse künftig in alle Teile der Wertschöpfungskette gleichzeitig investiert werden, damit die grüne Produktion, die Speicherung und der Verbrauch gemeinsam kontinuierlich wachsen. The smarter E Europe widmet dem Thema „Grüner Wasserstoff“ ein eigenes Forum und einen eigenen Ausstellungsbereich: Das „Green Hydrogen Forum & Expo“ bildet drei Tage ein Schaufenster für Branchenvertreter aus allen Wertschöpfungsbereichen.

E-Mobilität und Vehicle-to-Grid als Zukunftsmodell für intelligentes Lastmanagement: Auch batterieelektrische Autos als mobile Powerbank können künftig für das lokale Energiemanagement und die übergeordnete Netzstabilität sorgen. Zum Beispiel E-Fahrzeuge, die durch intelligentes Lademanagement grünen Strom beziehen, etwa von PV-Anlagen – wann immer Überschüsse verfügbar sind. Das zusätzliche große Plus von E-Fahrzeugen: Das bidirektionale Laden. Dadurch können sie nicht nur elektrische Energie aufnehmen, sondern diese bei Bedarf zurück ins Netz einspeisen (Vehicle-to-Grid). So ermöglicht diese Technologie eine intelligente Sektorkopplung und trägt dazu bei, den Wärme-, Strom- und Verkehrssektor zu dekarbonisieren. Damit erschließen Energieversorgungsunternehmen und Autobesitzer zusätzliche Einnahmequellen. 


The smarter E Europe findet mit ihren vier Einzelmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) vom 11. bis 13. Mai 2022 auf der Messe München statt. 

Weitere Informationen im Internet unter: 
www.TheSmarterE.de

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Freitag, 6. Mai 2022

Bevölkerung unterstützt beschleunigten Ausbau

Massnahmen für den Solarausbau stossen in der Schweiz auf breite Akzeptanz, wie eine neue repräsentative Bevölkerungsumfrage von gfs-zürich im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigt. Die Befragten befürworten sowohl eine finanzielle Garantie für private Solaranlagen als auch einen Solarstandard. Zudem ist die Zahlungsbereitschaft für die Energiewende hoch.

Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, welche gfs-zürich im März und April 2022 bei über tausend Personen durchgeführt hat, liefert eindrückliche Erkenntnisse zur Akzeptanz von politischen Massnahmen für den Solarausbau in der Schweiz. 93 Prozent der Befragten befürworten finanzielle Garantien um zu verhindern, dass Solaranlagen auf privaten Liegenschaften zum Verlustgeschäft werden (Diagramm 1). Von den 35 Prozent, welche eine Solaranlage auf dem Dach installieren könnten (Diagramm 2.1), würden wiederum 82 Prozent eine Anlage bauen, wenn die Wirtschaftlichkeit gegeben wäre (Diagramm 2.2). 75 Prozent der Befragten befürworten einen Solarstandard auf bestehenden Bauten, welcher vorschreibt, dass bei einer Dachsanierung eine Solaranlage installiert werden muss (Diagramm 3).




Die Zahlungsbereitschaft ist nach wie vor hoch: Schliesslich wären 79 Prozent der Befragten bereit, für die Beschleunigung des Ausbaus einheimischer erneuerbarer Stromproduktion auch mehr zu bezahlen als heute (Diagramm 4.1). Dies entspricht dem Resultat einer ähnlichen gfs-Bevölkerungsumfrage, welche im November 2020 durchgeführt worden war. Damals hatten sich 78 Prozent bereit erklärt, mehr für den Ausbau der einheimischer erneuerbaren Stromproduktion zu bezahlen (Diagramm 4.2).



Politik muss Solarausbau beschleunigen: Aus Sicht der SES zeigt die Befragung, dass die Schweizer Bevölkerung mit der jetzigen Geschwindigkeit, mit der der Ausbau der Solarenergie vonstatten geht, nicht einverstanden ist. «Beim Solarausbau begrüsst die Bevölkerung Massnahmen, die weiter gehen als die heutigen gesetzlichen Regelungen», fasst Léonore Hälg, Co-Leiterin Fachbereich Klima und erneuerbare Energien bei der SES, zusammen. Die Resultate der Umfrage sind insofern wichtig, da der Mantelerlass, welcher die Revisionen des Energiegesetzes und des Stromversorgungsgesetzes zusammenfasst, zurzeit im Parlament diskutiert wird. «Die Politik soll diese Mehrheiten in der Bevölkerung in der Debatte berücksichtigen», so Léonore Hälg.

» Faktenblatt: Alle Resultate / Grafiken zur Umfrage von gfs-zürich (.pdf)

Weitere Informationen
Léonore Hälg, Co-Leiterin Fachbereich Klima und erneuerbare Energien
Mobile: 078 858 84 35
Mail: leonore.haelg@energiestiftung.ch
Twitter: @LeoHaelg

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Donnerstag, 5. Mai 2022

So steht es (amtlich) ums Wasser in der Schweiz

Am 1. Januar 2022 waren in der Schweiz 682 Wasserkraft-Zentralen mit einer Leistung grösser 300 kW (Kilowatt) in Betrieb (1.1.2021: 677 Anlagen). Die maximale mögliche Leistung ab Generator hat gegenüber dem Vorjahr um 18 MW (Megawatt) zugenommen. Die Zunahme erfolgte aufgrund von mehreren neu in Betrieb gesetzten Kraftwerken und Erneuerungen. Das ist der neueste Befund des Bundes. 

Die erwartete Energieproduktion der in der Wasserkraftstatistik enthaltenen Kraftwerke ≥300 kW lag 2021 bei 37’172 Gigawattstunden pro Jahr (Vorjahr: 36’741 GWh/Jahr). Der gesamte erwartete Zubau aller Neubauten betrug rund 55 GWh/Jahr. Die regelmässigen Aktualisierungen der erwarteten Produktion (Wasserdargebot, Mittelwertaktualisierungen) bewirkte eine Reduktion um 19 GWh/Jahr. Weiter gab es eine ausserordentliche Korrektur der Zahlen der Grande Dixence SA (Zunahme um 395 GWh). Der Grund dafür ist, dass in den Zentralen der Grande Dixence SA auch Wasser turbiniert wird, das nicht der Grande Dixence SA konzediert ist, sondern direkt einem ihrer Aktionäre. Diese Produktion war bislang in der Statistik der Wasserkraftanlagen der Schweiz nicht berücksichtigt worden, wurde nun aber korrigiert. Im Jahr 2021 standen 20 Zentralen mit einer geplanten Jahresproduktion von 210 GWh im Bau. Die Kantone mit der grössten Produktionserwartung sind das Wallis mit 10‘271 GWh/Jahr (27,6%), Graubünden mit 7’993 GWh/Jahr (21,5%), Tessin mit 3’567 GWh/Jahr (9,6%) und Bern 3’331 GWh/Jahr (9%).

Gemäss dem geltenden Energiegesetz soll die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion bis 2035 auf 37‘400 GWh ansteigen (Richtwert). Die Entwicklung wird im Rahmen des «Monitoring Energiestrategie 2050» beobachtet. Das Monitoring stützt sich auf die vorliegende Statistik der Wasserkraft. Für das Monitoring wird jedoch von der erwarteten Energieproduktion gemäss Statistik der wirkungsgradbereinigte Verbrauch der Zubringerpumpen abgezogen und danach die effektive Produktion der kleineren Wasserkraftwerke < 300 kW addiert. Die effektive Produktion der Wasserkraftwerke < 300 kW nahm 2021 um 4 GWh/Jahr ab. Für das Monitoring ergibt sich damit für 2021 eine durchschnittliche inländische Produktion von 36'708 GWh/Jahr (+433 GWh/Jahr gegenüber dem im Vorjahr gemeldeten Wert).

Storymap «Die bedeutendsten Wasserkraftanlagen der Schweiz»
Mit Wasserkraft wurden 2020 rund 58% des inländischen Stroms erzeugt. Mit der Storymap des BFE wird die Statistik der Wasserkraft auf spielerische Art zugänglich gemacht. Sie visualisiert die Wasserkraftanlagen mit einer Leistung grösser als 300 kW gemäss ihrer Bedeutung für die Stromproduktion und zeigt, wo sie sich befinden und durch welche Zuflüsse sie gespeist werden.

Storymap «Wasserkraft: die speicherbare Energie»
Die Bedeutung der Energiespeicherung für die Versorgungssicherheit nimmt zu. Wasserkraftwerke spielen dabei eine wesentliche Rolle für die Schweiz. Die Storymap des BFE zur speicherbaren Wasserkraft veranschaulicht, welche Anlagen in der Schweiz wie stark zur Speicherung beitragen und wie der jeweilige Speicheranteil im Verhältnis zur Gesamtproduktion aussieht.


Adresse für Rückfragen

Mediendienst BFE, 058 460 81 52


Herausgeber

Bundesamt für Energie
http://www.bfe.admin.ch

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Montag, 2. Mai 2022

Planung von PV-Anlagen und Ladeinfrastruktur

Im Rahmen von EnergieSchweiz unterstützt der Bund ab sofort bis Ende 2023 die Schweizer Gemeinden bei der Planung von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) auf kommunalen Gebäuden und bei der Entwicklung der Elektromobilität auf ihrem Gemeindegebiet. Mitfinanziert werden Machbarkeits- und Planungsstudien, die alle Informationen für die Schritte bis zur Umsetzung beinhalten.

Welche kommunalen Gebäude kommen in Frage für eine PV-Anlage und wie hoch ist das Potenzial? Wie ist der Zustand der Dächer, welche Anpassungen müssen im Bereich der Anschlüsse oder der Sicherheit gemacht werden? Wie hoch ist der künftige Bedarf an Ladestationen und wie geht eine Gemeinde am besten vor, wenn sie öffentlich zugängliche Ladestation zur Verfügung stellen will?

Diese und viele weitere Fragen stellen sich den Gemeinden, welche die erneuerbare Stromproduktion oder die Elektromobilität vorantreiben möchten. Zur Vorbereitung der komplexen Projekte empfiehlt es sich, eine Machbarkeits- resp. Planungsstudie zu machen. Hier setzt die Unterstützung durch EnergieSchweiz an: Das Programm übernimmt 40 Prozent oder maximal 30'000 Franken der Kosten dieser Studien. Alle Schweizer Gemeinden können von den Unterstützungsbeiträgen profitieren, insgesamt stehen acht Millionen Franken zur Verfügung (vier Millionen für Studien im PV-Bereich und vier Millionen für Studien im Bereich Elektromobilität). Die Studien müssen bis spätestens am 31. Oktober 2023 abgeschlossen sein, damit sie für einen Unterstützungsbeitrag berücksichtigt werden können. Bei der Anmeldung gilt das Prinzip «first come first served».

Die detaillierten Förderbedingungen und der Zeitplan der Ausschreibung sind auf der Webseite von EnergieSchweiz für Gemeinden aufgeschaltet. Interessierte Gemeinden können sich mit Fragen an die Hotline von EnergieSchweiz wenden: 0848 444 444.

Links

EnergieSchweiz für Gemeinden (Startseite): https://www.local-energy.swiss/programme/projektfoerderung.html#/

Sonderaktion Machbarkeitsstudie PV (local-energy.swiss): https://www.local-energy.swiss/infobox/sonderaktion-machbarkeitsstudie-pv.html#/

Sonderaktion Machbarkeitsstudien Elektromobilität (local-energy.swiss): https://www.local-energy.swiss/infobox/machbarkeitsstudien-elektromobilitaet.html#/


Adresse für Rückfragen

Mediendienst BFE: 058 460 81 52 oder socialmedia@bfe.admin.ch


Herausgeber

Bundesamt für Energie
http://www.bfe.admin.ch

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Sonntag, 1. Mai 2022

Erste industrielle Power-to-Gas-Anlage

Das Limmattaler Regiowerk Limeco hat in Dietikon die erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz realisiert, in Zusammenarbeit mit acht Schweizer Energieversorgern und der Stadtwerke-Allianz Swisspower. Mit der Einweihung haben die Projektpartner (im Bild oben) ein wichtiges Ziel erreicht: Der Beweis, dass Power-to-Gas-Anlagen in grossem Massstab funktionieren und damit einen Beitrag an die Versorgung des Landes mit erneuerbarem Gas leisten können. Die Innovation wurde bereits in den Medien abgefeiert, häufig aber unpräzise erläutert - deshalb in der Folge die Medienmitteilung im Original.

Ein grosser Tag für alle Beteiligten: Sie haben am Freitag in Anwesenheit des Zürcher Regierungsrats Martin Neukom und von Benoît Revaz, Direktor des Bundesamtes für Energie (BFE), in Dietikon die erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz eingeweiht. Mit einer Elektrolyse-Leistung von 2,5 Megawatt (MW) produziert sie rund 18'000 Megawattstunden (MWh) synthetisches erneuerbares Gas pro Jahr. Damit leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Landes. Dank ihr lassen sich jährlich bis zu 5'000 Tonnen CO2 einsparen.

«Es ist entscheidend, dass die Schweiz unabhängiger wird von ausländischem Erdgas», sagte BFE-Direktor Benoît Revaz an der Einweihungsfeier. «Die Power-to-Gas-Anlage zeigt, dass inländische Produktion von erneuerbarem Gas möglich ist.» Nationalrat Eric Nussbaumer (SP) unterstrich: «Power-to-Gas leistet nicht nur einen Beitrag zur Klimaneutralität, sondern auch zu einer verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik.» Für den Zürcher Regierungsrat Martin Neukom zeigt die Anlage, wie fortschrittlich der Kanton Zürich ist: «Wir wollen bis 2040 klimaneutral sein. Limeco und ihre Partner beweisen, dass dies machbar ist – auch dank innovativer Technologien wie Power-to-Gas.»

Idealer Standort: «Kehrichtverwertungsanlage und Abwasserreinigungsanlage liegen direkt nebeneinander. Darum hat Limeco perfekte Voraussetzungen, um grünes Gas zu produzieren», erklärte Stefano Kunz, Verwaltungsratspräsident von Limeco und Stadtrat von Schlieren. Das funktioniert so: Die Power-to-Gas-Anlage nutzt erneuerbaren Strom aus der Kehrichtverwertungsanlage, um Wasserstoff zu produzieren. Dieser wird mit dem CO2 im Klärgas gemischt, wodurch erneuerbares Methangas entsteht. Aus Abfall und Abwasser gewinnt Limeco so einen erneuerbaren Energieträger. Ins bestehende Gasnetz eingespeist, ersetzt das CO2-neutrale Gas fossile Energieträger.

Starke Partnerschaft und Unterstützung durch den Bund: Das Vorzeigeprojekt wird ermöglicht dank den acht Schweizer Energieversorgern, die als Gasabnehmer die Investitionen von rund 14 Mio. Franken mitfinanzieren: Eniwa AG, Energie Zürichsee Linth AG, St. Galler Stadtwerke, Energie Wasser Bern, die Gas- und Wasserversorgungen von Dietikon und Schlieren, SWL Energie AG und Industrielle Betriebe Interlaken. Über Zertifikate erwerben sie den ökologischen Nutzen des Gases und verkaufen ihn am Ausspeisepunkt an ihre Endkunden. Mit der Hitachi Zosen Inova Schmack GmbH und Siemens Energy AG sind zudem ausgewiesene Spezialisten für die Verfahrenstechnik und die verschiedenen Komponenten des Power-to-Gas-Prozesses an Bord. «Die neue Anlage zeigt, dass die Stadtwerke nicht nur von der Energiewende sprechen, sondern mit viel Kraft vorausgehen», sagte Ronny Kaufmann, CEO der Stadtwerke-Allianz Swisspower, die das Projekt mitinitiiert hat. Das BFE unterstützt das Projekt im Rahmen seines Pilot- und Demonstrationsprogramms, auch wird das Projekt durch das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) gefördert.

Power-to-Gas ermöglicht Speicherung von erneuerbarer Energie: Die Anlage leistet einen Beitrag zum Umbau des Schweizer Energiesystems. Die Energiestrategie 2050 sieht vor, den Strom aus der Kernkraft durch Solar-, Wasser- und Windkraft zu ersetzen. Damit wird künftig im Sommer viel mehr Strom produziert als verbraucht. Im Winter hingegen, wenn der Energiebedarf grösser ist, muss die Schweiz Strom importieren. Power-to-Gas ist eine Schlüsseltechnologie, um überschüssigen erneuerbaren Strom saisonal zu speichern.  

Erklärvideo zur Power-to-Gas-Anlage der Limeco.