Montag, 25. April 2022

Beleuchtung: Schneller Geld für's Stromsparen

Bei der Beleuchtung lässt sich viel Strom sparen. Das zeigen die Projekte, die das Förderprogramm ProKilowatt jüngst unterstützt hat. Ein Vorteil für die Gesuchstellenden bei der Projektförderung ab der Ausschreibung 2022: Die Wartezeit auf den Förderentscheid fällt im Vergleich zu den Vorjahren deutlich kürzer aus. Zudem werden die Gesuche neu komplett digitalisiert abgewickelt.

Das neue Vorgehen hat sich seit seiner Einführung im letzten November für alle Beteiligten bewährt. So wurden bis Anfang April 2022 bereits 40 Projektgesuche eingereicht und für einen beträchtlichen Teil der eingereichten Gesuche konnte bereits der Förderentscheid mitgeteilt werden.

Die wichtigsten Neuerungen:

  • Gesuche für Projekte können neu zu einem beliebigen Zeitpunkt eingereicht werden. Die Gesuche können also eingereicht werden, sobald sie vollständig ausgearbeitet sind.
  • Die Gesuche können komplett webbasiert eingereicht werden – ohne Einsenden eines Unterschriftenblattes per Post.
  • Die Wartefrist verkürzt sich für die meisten Gesuche auf vier Wochen, und die Gesuchstellenden können dann mit der Umsetzung des Projekts beginnen.

Die Vielfalt unter den Projekten, die bereits eine Förderzusage per neuem Verfahren enthalten haben, ist gross: Förderbeiträge gibt es beispielsweise für die energetische Beleuchtungssanierung von elf Filialen einer Warenhauskette. Damit wird zukünftig pro Jahr so viel Strom eingespart wie 200 Schweizer Haushalte im Durchschnitt pro Jahr verbrauchen. Dies wird durch die Umstellung von einer ungesteuerten Beleuchtung mit Fluoreszenz-Leuchten auf eine LED-Beleuchtung mit bedarfsgerechter Lichtsteuerung erreicht.

Noch mehr Strom wird auf dem Areal einer Forschungsanlage eingespart, indem das gesamte Pumpwerk der Kühlwasserversorgung energetisch optimiert wird. Zur Kühlung wird Flusswasser eingesetzt. Dadurch wird so viel Strom eingespart, wie 250 Haushalte pro Jahr im Durchschnitt verbrauchen.

Die Gemeinde Wädenswil erhielt Förderbeiträge von ProKilowatt für die Sanierung der Beleuchtung im Schulhaus und in einem weiteren Gemeindegebäude. Anfang Mai 2022 werden zwei Webinare angeboten, in denen die Gemeinde Wädenswil von ihren Erfahrungen mit ProKilowatt berichtet. Dadurch sollen weitere Gemeinden, Unternehmen und Forschungsanlagen zum Stromsparen animiert werden.

Die beiden Webinare sind für alle offen. Zusätzlich zum Erfahrungsbericht der Gemeinde Wädenswil stehen auch das BFE und die Geschäftsstelle ProKilowatt für Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung. Weitere ProKilowatt-Webinare sind für den Herbst 2022 in Planung.

Und das sind die Termine für die Förderjahre 2022/23:

  • Projekte: Gesuche für die Ausschreibung 2022 können zu einem beliebigen Zeitpunkt bis spätestens am 16. Oktober 2022 eingereicht werden. Ab dem 7. November 2022 startet dann die Ausschreibung 2023, für die Gesuche wiederum zu einem beliebigen Zeitpunkt bis Mitte Oktober 2023 eingereicht werden können.
  • Programme: Gesuche können noch bis zum 2. Mai 2022 eingereicht werden.

Zur Info: Bei den Projekten fliessen die Förderbeiträge direkt an das Unternehmen, das die Massnahme umsetzt. Bei den Programmen werden die Fördermittel des BFE von einem „Dritten“, dem sogenannten Programmträger (z.B. Branchenverband, Ingenieurbüro oder Elektrizitätsversorgungsunternehmen), an die teilnehmenden Unternehmen ausbezahlt. Gefördert werden von ProKilowatt noch nicht umgesetzte Stromsparmassnahmen mit einem Payback von mehr als 4 Jahren, die ohne Förderbeitrag nicht umgesetzt würden.

Weitere Informationen zu ProKilowatt finden Sie hier: www.prokilowatt.ch oder www.prokw.ch

Simone Hegner, Fachspezialistin Wettbewerbliche Ausschreibungen und Haushaltgeräte, Bundesamt für Energie

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Samstag, 23. April 2022

So twitterte Solarmedia zur AKW-Arena auf SRF

Am Freitagabend (22.4.22) strahlte das Schweizer Fernsehen SRF eine Arena-Diskussionsrunde aus, die sich dem Bedarf nach neuen Atomkraftwerken widmete. Hier eine Auswahl der Solarmedia-Tweets, die in der Folge auf Twitter erschienen und ein Schlaglicht auf die Diskussion werfen, ergänzt um tagesaktuelle Tweets zu anverwandten Themen. Twittern Sie doch auch einmal - es ist einfach und ganz nach eigenem Gutdünken und Wunsch möglich! Die im nachfolgenden Text gesetzten Hashtags (#) weisen auf die auf Twitter gesetzten Verweise auf andere Themengruppen.

Zu Beginn ein Tweet, der auf einen hoffnungsvollen Artikel aus dem aktuellen Spiegel-Magazin hinweist: WARUM ES TROTZDEM GUT WIRD: #Krise'n ohne Ende #Populismus, #Klimadesaster, #Corona, #Putins Krieg,  #Ungleichheiten – die Welt scheint immer schlechter zu werden. Dabei sind wir womöglich nur auf einem turbulenten #Weg in eine bessere - von Thomas #Fricke

GROSSBRITANNIEN INVESTIERT....  IN ERNEUERBARE! #England will weitere #AKW bauen - wie üblich grossmaulig vom Premier verkündet. Realität sieht etwas anders aus: In 1. Linie wird auf  #Erneuerbare gesetzt - neben #Wind- auf #Solar-Energie. Beim Wind tut sich #Schottland hervor!

 

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Auch nach #Arena im CH-TV #srfarena bleibt es dabei: Neue #AKW kämen zu spät, um #Strom-Mangellage zu verhindern. Wurde zu wenig diskutiert! Zudem gibt es die neue #Atom-Technologie noch gar nicht, auch wäre sie zu teuer und bliebe zu gefährlich (siehe #Ukraine) #es2050 #Klima 
 

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 Neues Gesicht in der #Energie-Diskussion ist Aargauer Nationalrätin #Suter. Sie ist u.a. Vizepräsidentin des Fachverbands #Swissolar (für 5000 CHF im Jahr) und machte in der #srfarena klar: #Erneuerbare sind die Lösung der Energie-Probleme und keinesfalls die #Kernenergie #es2050

 

SVP-Nationalrat Christian #Imark versucht in der #srfarena wieder mal mit falschen Angaben Stimmung für #AKW zu machen. So seien jetzt in VAR vier neue #AKW der 3,Generation in Betrieb gegangen - dabei sind es erst zwei und die gehören zur alten 2.Generation! #es2050 #Klima

NEUE AKW SIND KURZFRISTIG NICHT MÖGLICH! Nationalrat Stefan Müller-#Altermatt (Mitte) machte in der #srfarena klar, dass #AKW keinesfalls kurzfristig zur Verfügung stehen, um die behauptete Lösung für eine #Stromlücke darzustellen

RUSSLAND HAT EUROPAS ATOMENERGIE IN DER TASCHE: Ohne russischen Staatskonzern #Rosatom würden viele europäische #AKW nicht laufen. Das Unternehmen kontrolliert zu wesentlichen Teilen den europäischen #Uran-Bedarf #Atom #Kernenergie #Versorgungssicherheit

Quelle: Solarmedia auf Twitter: http://twitter.com/rehsche

Freitag, 22. April 2022

Die schrägen Thesen des ewigen Solarskeptikers

Er ist in den letzten Jahren immer wieder - etwa in der Weltwoche - als einsamer Rufer in der Wüste angetreten, die aufkeimende Solarwirtschaft in Grund und Boden zu argumentieren. In einem verschiedenenorts publizierten neuen Beitrag gipfeln Ferruccio Ferroni's Erkenntnise in einem dreiteiligen Thesenkatalog - und natürlich in einem flammenden Bekenntnis zur Atomtechnologie, die als einzige die Energieprobleme der Welt lösen könne. Letzteres sei für einmal getrost auf der Seite belassen - aber die Thesen sollen hier ausführlicher beurteilt werden (siehe auch > hier):

Ferroni nennt die folgenden «unangenehmen und verdrängten Tatsachen im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050:
• Die tiefe Energieflussdichte der Photovoltaik und die Tatsache, dass die Schweiz ein relativ sonnenarmes Gebiet ist, haben zur Folge, dass Photovoltaik in der Schweiz eine Energiesenke darstellt
• Zur Herstellung der Photovoltaik-Anlagen sind enorme Mengen an Rohstoffen notwendig, deren Vorräte bald erschöpft sein werden, was zu Verknappungserscheinungen und Preissteigerungen führen wird
• die Herstellung der Photovoltaik-Anlagen ist äusserst energieintensiv und belastet die Umwelt in hohem Masse.»

Dem gilt in einer allgemeinen Argumentation aus Sicht von Solarmedia entgegenzuhalten:
– Energieflussdichte ist in der Schweiz viel besser als in den meisten europäischen Ländern, die bereits viel mehr in Solaranlagen investiert haben interessanterweise auch das Atomland Grossbritannien, aber auch die Niederlande, Belgien und Deutschland. Hierzulande erreicht die Energieflussdichte in den Bergen gar südeuropäische Werte.
– Es ist zwar richtig, dass Photovoltaik Rohstoffe benötigt – aber stellen Sie sich mal die Dimensionen vor, die andere Industrien verbrauchen, zb die Automobilwirtschaft. Wage hier die These, dass pro Person in der Mobilität ein vielfaches an Rohstoffen verbraucht wird als in der künftigen Solarwirtschaft – ebensp in der Schweiz.
– Zur Energieintensität und Umweltbelastung gibt es viele Studien, die zumindest belegen, dass es grosse Unterschiede in der jeweiligen Produktion gibt – und eben auch vergleichsweise günstige Produktionsweisen.
– Im Übrigen zeigt die Anlehnung an Hans-Werner Sinn, wes Geistes Kind die Verfasser sind. Sinn ist das Paradebeispiel eines Ökonomen, der bezüglich Erneuerbarer Energien gar nichts verstanden hat und der immer einsamer in der Wissenschaft, selbst in der Ökonomie dasteht.
– Noch ein Detail: Selbst wenn Ereoi-Berechnungen stimmten, sind PV-Anlagen hierzulande spätestens dann keine Energiesenken mehr, wenn deren Bestandteile mit Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Ansätze dazu gibt es bereits in der wiederaufkeimenden europäischen Solarindustrie – zb Meyer Burger mit Produktion in Deutschland. Das Geschwätz um die hiesige Energiesenke widerspricht zudem allen wissenschaftlichen Erkenntnissen: Die energetische Rückzahldauer von Solarmodulen beträgt heutzutage zwischen acht Monate bis zu zwei Jahren!

Donnerstag, 21. April 2022

Die tiefe Geothermie – Energielösung vor Ort


Die derzeitigen Debatten über die Sicherheit der Energieversorgung und den Klimaschutz machen klar: Wir müssen unseren Energiemix neu denken. Als nachhaltige Energiequelle hilft die Geothermie mit, den künftigen Energiebedarf zu decken.

Es ist unübersehbar: Von Genf über Basel und auch in den Kantonen Waadt und Jura ist die tiefe Geothermie (ab einer Tiefe von etwa 500 Metern) im Aufwind. Eine Übersicht der Geothermie-Projekte finden Sie hier. Nach anfänglichem Zögern hat sich die Schweiz aufgemacht, ihren tiefen Untergrund zu erkunden und ihr geothermisches Potenzial zu erschliessen. Dieses grosse Unterfangen ist aber nicht ohne Risiko, denn unser Untergrund ist eine teure Black Box, deren Erkundung hohe Anfangsinvestitionen erfordert. Hinzu kommt, dass wir keine jahrzehntelange Öl- und Gastradition haben und deshalb eine leistungsfähige Industrie quasi von Grund auf neu aufbauen müssen. Dennoch ist die Tiefengeothermie eine überzeugende Lösung, um die aktuellen Herausforderungen im Energie- und Klimabereich zu bewältigen.

Eine Quelle für Wärme und Elektrizität: Der Schweizer Untergrund birgt ein riesiges natürliches Wärmereservoir, das unabhängig von klimatischen Bedingungen permanent und uneingeschränkt zur Verfügung steht. Die geothermischen Ressourcen des oberflächennahen Untergrunds werden bereits in grossem Umfang für die Wärmeversorgung von Wohnhäusern genutzt: In der Schweiz liefern Erdwärmesonden mit Wärmepumpen derzeit mehr als 80 Prozent der rund 4 Terawattstunden (TWh) Wärme, die aus geothermischer Energie gewonnen wird.

Diese erneuerbare Energie kann auch in anderen Bereichen genutzt werden – zum Beispiel für zentrale Heizungs- und Klimaanlagen oder zur Stromerzeugung, wenn die Wärmequelle eine Temperatur von mehr als etwa 110 Grad Celsius liefert. Sie kann auch Industriebetriebe, Stadtviertel oder sogar ganze Agglomerationen mit Energie versorgen. Und sie hilft uns sogar beim Ausgleich unseres Energiesystems, indem sie wertvolle saisonale Speicherkapazitäten bietet. So kann überschüssige Wärme im Untergrund gespeichert werden, um bei Bedarf genutzt zu werden.

Unsere europäischen Nachbarn haben bereits zahlreiche Projekte umgesetzt, die das wirtschaftliche Potenzial der «hydrothermalen Tiefengeothermie» aufzeigen. Hydrothermale Tiefengeothermie meint die Nutzung von Heisswasserquellen, die natürlicherweise in den durchlässigen Schichten des Untergrunds vorhanden sind. In Frankreich gibt es im Grossraum Paris rund 55 hydrothermale Projekte, die seit Ende der 1970er-Jahre fast eine Million Menschen mit Wärme versorgen. In der Schweiz gibt es nur ein vergleichbares Projekt in Riehen (BL), das seit 1994 fast 8000 Einwohner mit Wärme versorgt. Daneben können auch unkonventionelle Systeme entwickelt werden, wie beispielsweise stimulierte geothermische Systeme oder «Closed Loop»-Systeme, mit denen die Wärme aus dem Untergrund unabhängig vom Vorhandensein geothermischer Gewässer genutzt werden kann.

Vielversprechend ist auch die sogenannte petrothermale Tiefengeothermie. Sie erzeugt Strom und Wärme durch die Nutzung der Wärme in kristallinem Gestein in grosser Tiefe. In Finnland wurde 2021 zum Beispiel in der Nähe von Helsinki erstmals bis in eine Tiefe von 6,5 Kilometer gebohrt.

Das Bundesamt für Energie (BFE) schätzt, dass die Nutzung der Energie aus warmem, trockenem Festgestein bis Mitte des Jahrhunderts 2 Terrawattstunden an geothermischen Strom liefern wird. Technologische Fortschritte ermöglichen nicht nur die Erschliessung immer tieferer geothermischer Ressourcen, sondern erweitern auch das Anwendungsspektrum der Geothermie.

Interessen abwägen: Die tiefe Geothermie hat viele Vorteile. Sie liefert sogenannte Bandenergie, das heisst sie kann kontinuierlich genutzt werden, da sie nur von den spezifischen Eigenschaften des Untergrunds abhängt. Daher ist die Geothermie zumindest teilweise eine Alternative zur Kernenergie. Da die geothermische Energieproduktion flexibel ist und im Falle einer hohen täglichen oder saisonalen Nachfrage hochgefahren werden kann, kann sie zur Lösung des Versorgungsproblems im Winter und so auch zur Verminderung unserer Abhängigkeit von Gas beitragen. Zudem bleibt der Preis für geothermische Energie stabil, ganz im Gegensatz zur chronischen Preisvolatilität der fossilen Energieträger, und er wird auch nicht durch Klimaschwankungen beeinflusst.

Die Geothermie schürt jedoch auch ökologische Bedenken, insbesondere hinsichtlich der Verschmutzung der unterirdischen Trinkwasserressourcen. Zudem sind die Stimulations- und Bohraktivitäten nicht ohne Risiko und können Erdbeben mit Schadenfolgen auslösen, wie sie bei den Projekten in Basel und St. Gallen beobachtet wurden. Um diese Risiken zu mindern, können bewährten Verfahren und Standards, wie sie in der Ölindustrie seit Jahrzehnten in den Bereichen Reservoirmanagement und Bohrlochintegrität etabliert sind, auch bei der geothermischen Nutzung eingesetzt werden. Das Unternehmen Geo Energie Suisse hat im Rahmen ihres Tiefengeothermie-Pilotprojekts in Haute-Sorne im Kanton Jura ein System zur Überwachung von Erdbeben eingerichtet. Dadurch kann der Betreiber die Betriebsabläufe anpassen, um stets unter der niedrigsten Alarmstufe zu bleiben und bei einer Zunahme der seismischen Aktivitäten sofort reagieren zu können.

Geothermie und Lithiumproduktion: Bereits zeichnen sich neue Möglichkeiten ab, wie die wirtschaftliche Attraktivität der tiefen Geothermie weiter gesteigert werden kann. Eine zusätzliche Einnahmequelle für geothermische Projekte ist beispielsweise die «Kaskadennutzung» der Wärme: Zunächst wird Strom erzeugt, mit sinkender Temperatur dann Wärme, mit der Wohnhäuser, Gewächshäuser oder Fischzuchtbetriebe mit Warmwasser versorgt werden können. Einige geothermale Gewässer enthalten auch wirtschaftlich und strategisch wichtige Metalle, wie beispielweise geothermales Lithium, das bei der Herstellung von Autobatterien verwendet wird und den Übergang zur Elektromobilität fördern kann.

Ungenutztes Potenzial: In der Schweiz ist die oberflächennahe Geothermie mit Wärmepumpen auch heute noch die verbreitetste Methode zur Nutzung geothermischer Ressourcen. Die Investitionen, die für Projekte zur Erkundung des tieferen Untergrunds erforderlich sind, werden immer noch als zu hoch angesehen. Doch solche Investitionen ermöglichen gerade im Falle von unkonventionellen Geothermieprojekten, die Machbarkeit dieser vielversprechenden Technologie nachzuweisen. Aus diesem Grund wird der Bund die Geothermie wie andere erneuerbare Energien auch weiterhin unterstützen, sodass neue technische Fortschritte und Skaleneffekte erzielt werden können. Er schafft ein geeignetes regulatorisches Umfeld für die geothermische Energie und unterstützt den Markt, der in der Schweiz erst im Entstehen ist. Die zahlreichen Tiefengeothermieprojekte, die 2022 auf der Agenda 2022 stehen, zeigen, dass die staatliche Unterstützung bereits erste Früchte trägt.

Nicole Lupi, Fachspezialistin Geothermie, Bundesamt für Energie (BFE)

Der Artikel erschien zuerst in „Die Volkswirtschaft»/»La vie économique“

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Mittwoch, 20. April 2022

Berechnungen zu Solar-Potential: Korrekturen

Danke an Alle, die geholfen haben mitzurechnen (siehe Solarmedia vom 17.April 2022)! Zu korrigierende Faktoren heben sich allerdings teilweise auf - deshalb ja auch die transparent gemachte Berechnung - Dank jenen, die das so verstehen, ewige Haker sollten sich mal selbst zuhören.

Zu korrigieren sind:
- 5m2 Flächenbedarf (statt10) pro KWp
- 40 GWp (statt 400) bei ursprünglicher Berechnung der möglichen Leistung
- mit Fassaden und Infrastrukturen Flächenpotential gegen 800km2 (statt 400).
- Total also 160 GWp = 160 TWh, immer noch 3faches des aktuellen Strombedarfs (60) und rund drei Fünftel des Gesamtenergiebedarfs! Unabhängig von Zahlen gilt: Selbst den ärgsten Kritikern der CH-Solarwirtschaft scheint zu dämmern, dass in ihr eben doch ein gewaltiges Energiepotential schlummert. Zusammen mit der Wasserkraft wird es im Stromsektor für Versorgungssicherheit sorgen. Wir müssen es nur anpacken und nicht verbohrt dagegen anschreiben!

Dienstag, 19. April 2022

E-Mobil und Speicher für Solarstrom in einem

Die Elektromobilität soll einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Klimaerwärmung leisten. Dafür muss die wachsende Zahl an Elektroautos einschliesslich der Ladestationen in die bestehende Stromversorgung integriert werden. Das ist eine grosse Herausforderung – und schafft gleichzeitig neuartige Möglichkeiten für einen ‹klugen› Betrieb des Stromnetzes. Ein Forschungsprojekt im Basler Neubauareal „Erlenmatt Ost“ zeigt, dass sich Elektroautos zugleich für Carsharing und Zwischenspeicherung von Solarstrom nutzen lassen.

Quelle: energeiaplus  

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