Bei der Beleuchtung lässt sich viel Strom sparen. Das zeigen die Projekte, die das Förderprogramm ProKilowatt jüngst unterstützt hat. Ein Vorteil für die Gesuchstellenden bei der Projektförderung ab der Ausschreibung 2022: Die Wartezeit auf den Förderentscheid fällt im Vergleich zu den Vorjahren deutlich kürzer aus. Zudem werden die Gesuche neu komplett digitalisiert abgewickelt.
Das neue Vorgehen hat sich seit seiner Einführung im letzten November für alle Beteiligten bewährt. So wurden bis Anfang April 2022 bereits 40 Projektgesuche eingereicht und für einen beträchtlichen Teil der eingereichten Gesuche konnte bereits der Förderentscheid mitgeteilt werden.
Die wichtigsten Neuerungen:
- Gesuche für Projekte können neu zu einem beliebigen Zeitpunkt eingereicht werden. Die Gesuche können also eingereicht werden, sobald sie vollständig ausgearbeitet sind.
- Die Gesuche können komplett webbasiert eingereicht werden – ohne Einsenden eines Unterschriftenblattes per Post.
- Die Wartefrist verkürzt sich für die meisten Gesuche auf vier Wochen, und die Gesuchstellenden können dann mit der Umsetzung des Projekts beginnen.
Die Vielfalt unter den Projekten, die bereits eine Förderzusage per neuem Verfahren enthalten haben, ist gross: Förderbeiträge gibt es beispielsweise für die energetische Beleuchtungssanierung von elf Filialen einer Warenhauskette. Damit wird zukünftig pro Jahr so viel Strom eingespart wie 200 Schweizer Haushalte im Durchschnitt pro Jahr verbrauchen. Dies wird durch die Umstellung von einer ungesteuerten Beleuchtung mit Fluoreszenz-Leuchten auf eine LED-Beleuchtung mit bedarfsgerechter Lichtsteuerung erreicht.
Noch mehr Strom wird auf dem Areal einer Forschungsanlage eingespart, indem das gesamte Pumpwerk der Kühlwasserversorgung energetisch optimiert wird. Zur Kühlung wird Flusswasser eingesetzt. Dadurch wird so viel Strom eingespart, wie 250 Haushalte pro Jahr im Durchschnitt verbrauchen.
Die Gemeinde Wädenswil erhielt Förderbeiträge von ProKilowatt für die Sanierung der Beleuchtung im Schulhaus und in einem weiteren Gemeindegebäude. Anfang Mai 2022 werden zwei Webinare angeboten, in denen die Gemeinde Wädenswil von ihren Erfahrungen mit ProKilowatt berichtet. Dadurch sollen weitere Gemeinden, Unternehmen und Forschungsanlagen zum Stromsparen animiert werden.
- Deutsche Ausgabe des Webinars: 3. Mai 2022, 10.00 bis 10.50, Infos und Anmeldung
- Französisch: 10. Mai 2022, 14.00 bis 14.50, Infos und Anmeldung
Die beiden Webinare sind für alle offen. Zusätzlich zum Erfahrungsbericht der Gemeinde Wädenswil stehen auch das BFE und die Geschäftsstelle ProKilowatt für Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung. Weitere ProKilowatt-Webinare sind für den Herbst 2022 in Planung.
Und das sind die Termine für die Förderjahre 2022/23:
- Projekte: Gesuche für die Ausschreibung 2022 können zu einem beliebigen Zeitpunkt bis spätestens am 16. Oktober 2022 eingereicht werden. Ab dem 7. November 2022 startet dann die Ausschreibung 2023, für die Gesuche wiederum zu einem beliebigen Zeitpunkt bis Mitte Oktober 2023 eingereicht werden können.
- Programme: Gesuche können noch bis zum 2. Mai 2022 eingereicht werden.
Zur Info: Bei den Projekten fliessen die Förderbeiträge direkt an das Unternehmen, das die Massnahme umsetzt. Bei den Programmen werden die Fördermittel des BFE von einem „Dritten“, dem sogenannten Programmträger (z.B. Branchenverband, Ingenieurbüro oder Elektrizitätsversorgungsunternehmen), an die teilnehmenden Unternehmen ausbezahlt. Gefördert werden von ProKilowatt noch nicht umgesetzte Stromsparmassnahmen mit einem Payback von mehr als 4 Jahren, die ohne Förderbeitrag nicht umgesetzt würden.
Weitere Informationen zu ProKilowatt finden Sie hier: www.prokilowatt.ch oder www.prokw.ch
Simone Hegner, Fachspezialistin Wettbewerbliche Ausschreibungen und Haushaltgeräte, Bundesamt für Energie



Ferroni nennt die folgenden «unangenehmen und verdrängten Tatsachen im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050:
• Die tiefe Energieflussdichte der Photovoltaik und die Tatsache, dass die Schweiz ein relativ sonnenarmes Gebiet ist, haben zur Folge, dass Photovoltaik in der Schweiz eine Energiesenke darstellt
• Zur Herstellung der Photovoltaik-Anlagen sind enorme Mengen an Rohstoffen notwendig, deren Vorräte bald erschöpft sein werden, was zu Verknappungserscheinungen und Preissteigerungen führen wird
• die Herstellung der Photovoltaik-Anlagen ist äusserst energieintensiv und belastet die Umwelt in hohem Masse.»
Dem gilt in einer allgemeinen Argumentation aus Sicht von Solarmedia entgegenzuhalten:
– Energieflussdichte ist in der Schweiz viel besser als in den meisten europäischen Ländern, die bereits viel mehr in Solaranlagen investiert haben interessanterweise auch das Atomland Grossbritannien, aber auch die Niederlande, Belgien und Deutschland. Hierzulande erreicht die Energieflussdichte in den Bergen gar südeuropäische Werte.
– Es ist zwar richtig, dass Photovoltaik Rohstoffe benötigt – aber stellen Sie sich mal die Dimensionen vor, die andere Industrien verbrauchen, zb die Automobilwirtschaft. Wage hier die These, dass pro Person in der Mobilität ein vielfaches an Rohstoffen verbraucht wird als in der künftigen Solarwirtschaft – ebensp in der Schweiz.
– Zur Energieintensität und Umweltbelastung gibt es viele Studien, die zumindest belegen, dass es grosse Unterschiede in der jeweiligen Produktion gibt – und eben auch vergleichsweise günstige Produktionsweisen.
– Im Übrigen zeigt die Anlehnung an Hans-Werner Sinn, wes Geistes Kind die Verfasser sind. Sinn ist das Paradebeispiel eines Ökonomen, der bezüglich Erneuerbarer Energien gar nichts verstanden hat und der immer einsamer in der Wissenschaft, selbst in der Ökonomie dasteht.
– Noch ein Detail: Selbst wenn Ereoi-Berechnungen stimmten, sind PV-Anlagen hierzulande spätestens dann keine Energiesenken mehr, wenn deren Bestandteile mit Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Ansätze dazu gibt es bereits in der wiederaufkeimenden europäischen Solarindustrie – zb Meyer Burger mit Produktion in Deutschland. Das Geschwätz um die hiesige Energiesenke widerspricht zudem allen wissenschaftlichen Erkenntnissen: Die energetische Rückzahldauer von Solarmodulen beträgt heutzutage zwischen acht Monate bis zu zwei Jahren!
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