Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
Ich
freue mich über Ihr ungeteiltes Interesse an Meldungen und Berichten
aus der weltweiten Solarwirtschaft. Zur Ergänzung dienen die Hinweise in der ganz linken und der rechten Spalte von Solarmedia, die zu
interessanten Artikeln aus internationalen Medien zu den Themen Solar (aktuell zu den Kostenunterschieden von PV-Anlagen in der Schweiz und in Deutschland),
Energie allgemein und Nachhaltigkeit (linke Spalte) sowie Finanz-Anlage
und Vorsorge (rechte Spalte) führen.
Der Sonnenenergie-Fachverband Swissolar legt zu Jahresbeginn
eine erste Einschätzung zur Marktentwicklung 2017 vor. Photovoltaik ist
weltweit weiterhin auf Wachstumskurs, während sie in der Schweiz
aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen stagniert hat. Letzteres
dürfte sich 2018 bei Photovoltaik ändern. Bei Solarwärme ist weiterhin
ein teils politisch verschuldeter Rückgang zu verzeichnen. Swissolar
appelliert deshalb an die Kantone, ihre Energiegesetze im Rahmen der
anstehenden Revisionen zu koordinieren und auf eine erneuerbare
Energieversorgung hin auszurichten.
Gemessen an der installierten Leistung war Photovoltaik (Solarstrom) die Energieerzeugungstechnologie, die 2017 weltweit am meisten zugelegt hat. Allein
die letztes Jahr neu installierte Leistung von rund 100 Gigawatt (33 %
mehr als im Vorjahr) könnte mehr als das Doppelte des jährlichen
Schweizer Stromverbrauchs decken. Für 2018 wird mit einem weiteren globalen Marktwachstum von 20 bis 50 % gerechnet.
Mitunter sinnvoll: Kombination von Sonnenkollektoren für
Solarthermie (obere Reihe links) und Solarmodulen für Strom-
erzeugung (restliche Solaranlage von Schweizer).
In der Schweiz geht der Verband Swissolar für 2017 laut ersten
Hochrechnungen von einem stagnierten Photovoltaikmarkt aus. Die neu
installierte Leistung dürfte bei 250-270 Megawatt liegen (etwa 1,6 bis
1,8 Millionen Quadratmeter = 225-250 Fussballfelder). Damit steigt
der Anteil des Solarstroms am Schweizer Stromverbrauch um ein halbes
Prozent auf rund 3 Prozent und ist nun nach der Wasserkraft mit Abstand
die zweitwichtigste erneuerbare Stromquelle. Für 2018 wird erwartet,
dass der Schweizer Markt wieder auf über 300 MW wachsen wird. Grund
dafür sind die im Rahmen der Energiestrategie 2050 angepassten Gesetze
und Verordnungen. Nun existieren wieder günstige Rahmenbedingungen für
den Bau grosser Photovoltaikanlagen. Allerdings nur dann, wenn ein
wesentlicher Teil des Stroms zeitgleich an Ort und Stelle verbraucht
werden kann (Eigenverbrauch) und wenn Investoren mit den langen
Wartefristen für die Auszahlung der Einmalvergütung umgehen können.
Eine ganz andere Entwicklung zeichnet sich bei der Nutzung der Solarwärme (Solarthermie) ab. Hier rechnet Swissolar für 2017 mit einem weiteren Marktrückgang auf rund 50‘000 m2 zusätzlicher Kollektorfläche. Dies entspricht einem Rückgang von 15 % gegenüber dem Vorjahr.
Für 2018 ist noch von keiner Belebung des Marktes auszugehen. Für den
weiteren Ausbau der Solarwärme ist nun die rasche Umsetzung der neuen
koordinierten Energiegesetze in den Kantonen (MuKEn 2014) sehr wichtig.
Dieses Regelwerk schafft unter anderem Anreize, bei Heizungssanierungen
Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung einzusetzen. Solarwärme kann
wesentlich dazu beitragen, den hohen Anteil des Schweizer Gebäudeparks
an den Treibhausgasemissionen (40 %) zu reduzieren.
Die goldenen Gewinner/innen des Jahres 2018 sind die
Elektrizitätswerke des Kantons Zürich gemeinsam mit der Schréder Swiss
SA (Kategorie Energietechnologien), das Paul Scherrer Institut gemeinsam
mit Energie 360° (Kategorie Erneuerbare Energien), ABB Schweiz AG
gemeinsam mit Carrosserie HESS AG, Transports Publics Genevois, Services
industriels de Genève und Office de Promotion des Industries et des
Technologies (Kategorie Energieeffiziente Mobilität), Dietrich Schwarz
Architekten AG (Kategorie Gebäude und Raum) und die Services industriels
de Genève mit energo (Spezialpreis Effizienz).
Die
Watt d'Or Trophäe - eine Schneekugel - wird den Gewinner/innen von der
prominenten Jury unter Leitung von Ständerätin Pascale Bruderer Wyss im
Kongresszentrum Kursaal in Bern überreicht. Innovative
Schweizer Unternehmen und Hochschulen setzten die Energiezukunft
bereits heute erfolgreich und mutig in die Praxis um. Zu ihren Ehren hat
das Bundesamt für Energie im Jahr 2006 den Watt d'Or, das Gütesiegel
für Energieexzellenz, geschaffen. Ziel des Watt d'Or ist es,
aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt zu machen und so
Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit zu motivieren, die
Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken. Der Watt
d'Or ist nicht dotiert, es werden also keine Preisgelder ausgeschüttet.71
Bewerbungen wurden bis Ende Juli 2017 für den Watt d'Or 2018
eingereicht und von einem Expertenteam evaluiert. Für die Endrunde
nominiert wurden schliesslich 30 Beiträge aus denen die Jury unter dem
Vorsitz von Jurypräsidentin Pascale Bruderer vier Siegerprojekte in vier
Kategorien kürte. Darüber hinaus vergab die Jury einen Watt d'Or
Sonderpreis für "Energieeffizienz".
KATEGORIE ENERGIETECHNOLOGIEN EKZ - Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und Schréder Swiss SA: Zukunftslicht Die
von den EKZ und Schréder entwickelte neuartige Lichtsteuerung bringt
den Begriff "intelligentes Licht" auf ein neues Niveau. Die
Strassenleuchten lassen sich dank einer intelligenten Sensorik fliessend
und sanft dem Verkehrsaufkommen anpassen. Zum Wohle der Anwohner, der
nächtlichen Tierwelt und der Energieeffizienz: Die verkehrsbeobachtende
Beleuchtung spart je nach Situation bis zu 70% Energie.
KATEGORIE ERNEUERBARE ENERGIEN Paul Scherrer Institut und Energie 360°: Wenn Abfälle zünftig Gas geben Biogas
aus Abfällen ist wertvoll. Bisher musste das Roh-Biogas aufwändig
behandelt werden, um das darin enthaltene CO2 abzutrennen. Die vom Paul
Scherrer Institut PSI entwickelte und in einem Pilotprojekt mit Energie
360° erfolgreich getestete neue Technologie der Direktmethanisierung
macht dies überflüssig und steigert die Ausbeute an Bio-Methan um ganze
60%.
KATEGORIE ENERGIEEFFIZIENTE MOBILITÄT ABB, HESS, tpg, SIG, OPI: Emission-free transport made in SwitzerlandTOSA
ist ein zu 100% elektrischer Bus, der keine Fahrleitungen braucht und
seine Batterien an ausgewählten Haltestationen innert Sekunden aufladen
kann. Eine zukunftsweisende Innovation "made in Switzerland". Sie wurde
von ABB gemeinsam den Transports Publics Genevois (tpg), dem Office de
Promotion des Industries et des Technologies (OPI), den Services
Industriels de Genève (SIG) und Carrosserie HESS entwickelt. Unterstützt
wird das Projekt vom Kanton Genf. Seit Dezember 2017 sind die ersten
TOSA-Busse im regulären Einsatz auf der Linie 23 der tpg in Genf.
KATEGORIE GEBÄUDE UND RAUM Dietrich Schwarz Architekten AG: Pilotprojekt setzt Kurs auf Städtebauzukunft Das
Neu- und Umbauprojekt an der Hohlstrasse 100 in Zürich stellt sich den
Herausforderungen des modernen Städtebaus: Verdichtung,
Energieeffizienz, Lärmschutz und Betriebsoptimierung. Dafür setzt das
Planungsteam der Dietrich Schwarz Architekten AG, unterstützt von der EK
Energiekonzepte AG, auf innovative Lösungen. Dazu gehören
vorfabrizierte, mit dem Hochleistungsdämmstoff Aerogel gedämmte
Holzelemente, die eine sehr dünne Aussenfassade und damit eine
Maximierung der nutzbaren Fläche ermöglichen. Zudem werden in diesem
Pilotprojekt erstmals in der Schweiz Vakuumisolationsgläser als
Standardverglasung verwendet.
WATT D'OR 2018 - SPEZIALPREIS «ENERGIEEFFIZIENZ» Services industriels de Genève - éco 21 und energo: Genf, der Kanton der effizienten Heizungen Das
Programm éco21 der Services industriels de Genève hat der
Energieverschwendung durch schlecht eingestellte Heizungen den Kampf
angesagt. éco21 bietet gemeinsam mit seinem Partner energo
Energieoptimierungsverträge an, mit denen Gebäudebesitzer und
Liegenschaftsverwaltungen den optimalen Betrieb ihrer Wärmeanlagen
sicherstellen können. Eine in der Schweiz einzigartige Dienstleistung,
die keine Investitionen benötigt. Seit 2014 hat dieses Programm nicht
nur Energieeinsparungen ermöglicht (20 GWh) sondern auch eine Senkung
der CO2-Emissionen (4'300 Tonnen).
Auch fürs laufende Jahr präsentiert Solarmedia einen Aktienkorb von zehn Titeln, die sich aufgrund einer ausführlichen Analyse für ein Investment im laufenden Jahr empfehlen. Bei der Analyse wurde neben finanziellen Kriterien auch jenen der Nachhaltigkeit Aufmerksamkeit geschenkt. Eine gleiche Empfehlung von Beginn des Jahres 2017 erbrachte im abgelaufenen Jahr ein Kursplus von 28 Prozent. Aber Achtung: Die Aktien scheinen zwar besonders geeignet, gute Ergebnisse zu zeitigen, eine Garantie für solche besteht aber keinesfalls - die Wertpapierbörsen sind nur beschränkt prognostizierbar.
Hier zur Empfehlungsliste des laufenden Jahres - sie wurde vom Autor von Solarmedia erstellt und berücksichtigt insgesamt sechs Kriterien, von denen deren zwei doppelt gewichtet sind:
Gewinnwachstum im Verhältnis zum Kurs-/Gewinnverhältnis (doppelt gewichtet)
Alle Kriterien werden auf einer Skala von -3 bis +3 eingestuft, die aufgeführte Punktzahl in der Kolonne Wert total spiegelt das entsprechende Ergebnis der Gesamtbewertung. Rot hervorgehoben ist der Titel Tesla, der den stärksten Bezug zur Solarwirtschaft aufweist. In der Liste sind im übrigen aus einem vorselektionierten Aktienuniversum von insgesamt 50 nachhaltigen Titeln die besten zehn aufgeführt. Sie sollten im laufenden Jahr entsprechend gute Anlageergebnisse erzielen - allerdings dürfte der im Vorjahr erzielte Wert von Plus 28% (siehe nachstehende Liste mit den Empfehlungen vom 24. Januar 2017) kaum zu erreichen sein. Diese Zusammenstellung schnitt deutlich besser ab als eine vergleichbare Aufstellung der zehn schlechtesten Titel (mit einem Plus von immer noch plus 19 %).
Resultat Anlagemix von zehn nachhaltigen Aktien 2017
Nicht vergessen: Der präsentierte Anlagemix ist keinesfalls eine Vorhersage und kann entsprechend nicht garantiert werden. Auch sollten Aktienanlagen nur im Rahmen einer Anlagestrategie getätigt werden, die die finanzielle Situation des / der Anlegenden berücksichtigt. Für allfällige Beratung in dieser Hinsicht steht der Autor Guntram Rehsche zur Verfügung (Telefon +41 (0) 76 424 44 82, Mail guntram.rehsche (at) bluewin.ch).
Der deutsche Bundesverband Solarwirtschaft
(BSW-Solar) fordert von der nächsten Bundesregierung eine deutliche
Beschleunigung des Solarenergie-Ausbaus.
Im vergangenen Jahr wurden rund 1,6 GW
neue PV-Leistung in Deutschland installiert.
Foto: IBC Solar
Den Sondierungsteams von Union
und SPD empfiehlt die Interessenvereinigung der Solar- und
Speicherbranche, der auch Forschungseinrichtungen angehören, die
Verständigung auf ein Sofortprogramm zur Dekarbonisierung und
Solarisierung der Strom-, Wärme- und Mobilitätsversorgung. Von zentraler
Bedeutung für den Erfolg der Energiewende sei die Herstellung fairer
Marktbedingungen durch Einführung einer wirksamen CO2-Bepreisung sowie
die Beseitigung bestehender Marktbarrieren und Ausbaudeckel für die
Solar- und Speichertechnik.
Laut BSW zog nach einer
beispiellosen Reduzierung der Photovoltaik-Preise die Nachfrage nach
Solarstromanlagen in Deutschland 2017 nach Jahren erstmals wieder an.
Das Ausbauziel der Bundesregierung für Photovoltaik von 2,5 Gigawatt pro
Jahr wurde aber 2017 erneut verfehlt – zum vierten Mal in Folge. Bis
Ende November 2017 registrierte die Bundesnetzagentur lediglich neue
Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 1,6 Gigawatt (GW). Die
Errichtung von Solarheizungen war erneut rückläufig. Für das Gesamtjahr
2017 erwartet der BSW 1,7-1,8 GW.
„Unser Energiesystem ist für
eine deutliche Beschleunigung des Solarenergie-Ausbaus bereit. Solar-
und Speichertechnologie sind inzwischen preiswert und in der Lage,
deutlich mehr Verantwortung zu übernehmen. Es ist höchste Zeit,
bestehende Bremsen zu lösen“, sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten
Körnig: „Es gibt keinen Grund mehr, die Solarenergie länger zu deckeln:
Aufgrund des Preisverfalls haben die im EEG gewährten Marktprämien für
die Errichtung neuer PV-Systeme keinen nennenswerten Einfluss mehr auf
den Strompreis. Mit Erzeugungskosten von rund fünf Cent ist neu
errichtete Solartechnik im Kraftwerksmaßstab inzwischen auch in
Deutschland eine der günstigsten Arten der Energieerzeugung geworden.
Dazu tragen zunehmend auch Solarstromspeicher bei, deren Preise sich
innerhalb der letzten vier Jahre halbiert haben. Sie reduzieren den mit
der Energiewende verbundenen Netzausbaubedarf merklich.“ Der
Bundesverband Solarwirtschaft empfiehlt der Politik, das jährliche
PV-Ausbauziel in Deutschland auf eine Größenordnung von rund 10 GW
anzuheben.
Ein ambitioniertes Projekt rund um erneuerbare Energien wird in den Niederlanden ausgearbeitet. Geplant ist ein Windpark, der doppelt so viel Ökostrom erzeugen kann wie alle europäischen Onshore-Anlagen.
Der niederländische Stromnetzbetreiber TenneT plant den weltgrößten Offshore-Windpark inklusive einer rund sechs Quadratkilometer großen, künstlichen Insel, die als Knotenpunkt dienen soll.
Das Projekt im Gebiet Doggerbank, einer 125 Kilometer vor der Ostküste der Grafschaft Yorkshire in der Nordsee gelegenen Untiefe, soll nach 2027 Ökostrom aus Wind generieren. Die Sandbank wurde als potenziell windig und flach eingestuft und bietet damit beste Voraussetzungen für die geplante Windkraftanlage.
TenneTs Energie-Insel kostet weniger als herkömmliche Windparks
TenneT veröffentlichte kürzlich frühzeitige Erkenntnisse aus einem Forschungsbericht, der besagt, dass der Bau der Anlageum einige Milliarden Euro kostengünstigersein würde, als die Errichtung konventioneller Windparks und internationaler Stromkabel. Geplant sei die Versorgung Großbritanniens und der Niederlande über ein Langstreckenkabel, später wäre auch der Stromtransport nach Belgien, Deutschland und Dänemark denkbar.
"Offshore ist die logische Entscheidung"
Gegenüber The Guardianbetonte Rob van der Hage, Leiter des Offshore-Windnetzentwicklungsprogramms, dass es für die Industrie unerlässlich sei, den Weg der Kostenreduktion zu verfolgen. "Die große Herausforderung, der wir uns bis 2030 und 2050 stellen müssen, ist, dass auflandiger Wind durch lokalen Widerstand eingeschränkt und die nahe Küste bereits voll ist. Nach Gebieten weiter entfernt der Küste zu suchen, ist nur logisch."
Innovativer Ansatz gegen hohe Kosten
Da in diesem Zusammenhang jeder Kilometer weiter im Meer auch teure, zusätzliche Verkabelung bedeutet, beruft sich das Unternehmen darauf, dass ein innovativerer Ansatz nötig ist. Die Idee einer künstlichen Insel im Zentrum des Windparks würde dieses Problem durch höhere, gleichmäßigere Windgeschwindigkeiten und relativ kurze, erschwingliche Kabel theoretisch lösen. Mithilfe des Equipments auf der Insel könnte der Strom vor Ort in für Stromnetze verträgliche Energie umgewandelt und von dort direkt an Großbritannien und die Niederlande gesendet werden.
30 Gigawatt Strom sollen möglich sein
Insgesamt soll der Windpark dazu fähig sein, 30 Gigawatt an Strom zu erzeugen, was mehr als der doppelten Menge entspricht, die heute innerhalb Europas durch Offshore-Windanlage generiert wird. Zum Vergleich: Die bisher größte Onshore-Anlage in China, die Jiuquan Wind Power Base, brachte es 2012 auf über sechs Gigawatt und soll bis 2020 20 Gigawatt erzeugen. Der New York Times zufolgeliegen allerdings viele der über 7.000 Turbinenaufgrund der geringen Nachfrage still.
TenneT selbst darf nicht bauen
Neben dem Aufwand des Anlagenbaus ist das größte Hindernis wirtschaftlicher Natur. TenneT könnte die geschätzten 1.5 Milliarden Euro an Kosten zwar tragen, es ist dem Unternehmen jedoch nicht gestattet, Energiegewinnungsanlagen zu bauen. Dies wäre Entwicklern von Offshore-Windparks vorbehalten, wie Innogy in Deutschland. Um diese allerdings an Bord zu holen, benötigt das Unternehmen noch die Hilfe anderer Energienetzbetreiber, um das Langstreckenkabel zu finanzieren.
In einem nächsten Schritt soll dieses Jahr ein Projekt-Fahrplan veröffentlicht werden. Sollte alles gut gehen, könnte die künstliche Insel schon 2027 betriebsbereit sein. Die Windparks würden dann folgen.