Sonntag, 7. Januar 2018

Solarmedia twittert auch



Solarmedia twittert auch. Zum 1000. Tweet auf der Plattform Twitter hier ein Hinweis in eigener Sache  - Twitter lohnt schon nur wegen Solarmedia - unter www.twitter.com/rehsche immer - oder hier auf der Solarmedia-Site in der rechten Spalte mit dem Twitter-Botton (auch erreichbar mit der Twitter-App - siehe Screenshot oben). 

Es ist geschafft und dokumentiert mit beigefügtem Bild - die Schwesteraktivität von Solarmedia, der Twitter-Account zu eben diesen Themen (unter der Adresse @rehsche) hat heute Nacht den 1000.ten Tweet geschaltet. 

Und so geht es:

-       Um nur einen Einblick zu erhalten oder auch die jeweils tagesaktuellen  Tweets von Solarmedia einzusehen, einfach den Twitter-Botton rechts (blau unterlegt) anklicken. M.a.W. Stets aktuell ist auch der Twitterdienst mit regelmässigem Energie- / Nachhaltigkeits- und Vorsorgegezwitscher präsent. Schauen Sie / schau mal rein unter twitter.com/rehsche – Lesen ist ohne Anmeldung möglich!

-       Um dauernd mit Twitter verbunden zu sein, muss ein eigener Twitter-Account eröffnet werden - so kann Jede(r) ins Twittern einsteigen. 

© Guntram Rehsche / Solarmedia 

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Samstag, 6. Januar 2018

EE schützen vor Blackout

200 000 Haushalte waren im Atomland Frankreich gestern nach dem Sturm ohne Strom. Für Tausende von ihnen wird der Stromausfall noch einige Tage andauern. Erneuerbare Energien (EE) könnten besser vor Stromausfällen schützen.

Wie man wieder gesehen hat, ist eine zentrale Stromerzeugung, z.B. Atomenergie mit den dazu nötigen langen und nicht sturmsicheren Freileitungen, bei Katastrophenwetterlagen besonders anfällig für Blackouts (Stromausfälle). Der dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien in Verbindung mit Speichern und Erdverkabelung ist der entscheidende Schutz vor Stromausfällen und eben nicht die ausschließlich nur Grundlast liefernden fossilen und atomaren Großkraftwerke – auch wenn es Kohle- und Atomlobby immer noch anders behaupten.

Die Erneuerbaren Energien seien nicht stetig verfügbar, würden keine Grundlast liefern und würden daher die Gefahren von Stromausfällen (Blackouts) erhöhen. Dieses Argument wird immer noch zentral von den Gegnern der Erneuerbaren Energien verwendet, um eine Legitimation für den weiteren Betreib ihrer fossilen und atomaren Anlagen zu schaffen. Doch dieses Argument ist genauso falsch wie die Mär vom teuren Ökostrom.

Dabei geht es nicht um Kleinigkeiten. Ein lang andauernder, flächendeckender Stromausfall ist in der Tat eine existenzielle Bedrohung. Nach nur wenigen Tagen bricht die Versorgung mit Wasser, Treibstoffen, Lebensmitteln oder Geld aus Banken zusammen. Computer fallen aus und können nicht mehr das öffentliche Leben organisieren. Eine existenzielle Krise, die nur durch umfassende Blackout-Sicherheitsmaßnahmen vermieden werden kann. 

Eindrucksvoll hat dies der von mir als damaligen Berichterstatter für Technikfolgenabschätzung auf den Weg gebrachte Bericht des Büros für Technikfolgenabschätzung im Bundestag (TAB) im Jahre 2011 aufgezeigt. Sicherheit vor dieser existenziellen Gefahr mit dem Zusammenbruch der Gesellschaft kann nur eine dezentrale, autarkiefähige Stromversorgung vor Ort in den wichtigsten Versorgungseinrichtungen wie Wasserwerken, Banken, Katastrophenschutz, Krankenhäusern, Lebensmittelmärkten, Treibstoffversorgung gewähren. Obwohl das Wissen über die hochgradige Gefährdung groß ist, gibt es kaum Vorsorge um vor Ort einen langandauernden und flächendeckenden Stromausfall aufzufangen.

Doch einzelne beispielhafte Aktivitäten machen vor wie es gehen sollte. Als erste österreichische Gemeinde erstellte Stubenberg in der Oststeiermark gemeinsam mit Einsatzorganisationen und Verantwortlichen der Infrastruktur, wie der Feuerwehr, Rettung, Polizei, dem E-Werk Stubenberg und den Infrastrukturverantwortlichen der Bereiche Wasser, Abwasser und Wärme einen umfassenden Blackout-Schutzplan mit eigenem Krisenstab. Blackout-Übungen gehören zur Vorsorge in der Gemeinde. Eine Vollversorgung mit Ökostrom garantiert bei einem Totalausfall des überörtlichen Stromnetzes die Stromversorgung im Ort.

Die Stadt Haßfurt in Unterfranken baut gerade eine Blackout-sichere Stromversorgung für die Wasserbetriebe mit Erneuerbaren Energien und Batterien auf, damit die 14 000 Einwohner auch im Krisenfalle eine garantierte Wasserversorgung haben. Dass Erneuerbare Energien und moderne Speichertechnologien viel sicherer die Stromversorgung garantieren können als konventionelle Energien, haben bemerkenswerte Ereignisse gerade aus Katastrophenregionen des letzten Jahres aufgezeigt. In Texas legte der Hurrikan Harvey im Sommer 2017 Stromversorgung und öffentliches Leben fast völlig lahm. 

Flächendeckende Stromausfälle waren die Folge. Die Ölplattformen im Golf wurden evakuiert und lieferten kein Öl mehr. Doch die Windkraftanlagen im Meer und auf dem Lande produzierten mitten im schlimmsten Hurrikan besonders hohe Stromerträge und überstanden den Sturm unbeschadet. In ihrer Nähe befindliche Stromkunden hatten Strom, sofern die Leitungen Stand hielten, was mit Erdverkabelung flächendeckend organisiert werden könnte. In Südaustralien hat kürzlich die neue Tesla-Batterie in nur 0,14 Sekunden den plötzlichen und ungeplanten Betriebsausfall des dortigen Kohlekraftwerkes aufgefangen und einen längeren Stromausfall in der Region verhindert. Es wird endlich Zeit, dass das Geschwätz aufhört, Erneuerbare Energien würden die Stromversorgung gefährden und zu vermehrten Blackouts führen.

Es ist genau umgekehrt: Blackouts gibt es massenhaft in den Ländern, die voll auf die Grundlastkraftwerke wie Kohlekraft setzen. Südafrika z.B. setzt zu 90% der Stromerzeugung auf Kohle. Aber die Wirtschaft und das tägliche Leben sind oft stundenlang gelähmt, denn stundenlange Blackouts sind dort an der Tagesordnung. Dezentrale Erneuerbare Energien zusammen mit modernen Speichertechnologien und Erdkabeln sind also der Garant, dass das Horrorszenario eines lang andauernden und flächendeckenden Stromausfalles nicht eintritt. Doch Deutschland und die EU sind meilenweit von dieser Katastrophenvorsorge entfernt. Die Bundesregierung setzt immer noch massiv auf zentrale Stromerzeugung mit Kohle und blockiert den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien. In der EU setzen Kommission und Regierungschefs, sowie viele große Energieversorger zusätzlich sogar weiter auf Atomenergie, statt den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien endlich massiv zu beschleunigen. 

Die Lösung vor einem langandauernden flächendeckenden Blackout sind aber gut gebaute moderne Windkraft-, Biogas-, Wasserkraft-, Geothermie- und PV-Anlagen, die selbst schlimmsten Stürmen standhalten. Zudem braucht es Speicher und Erdverkabelung, damit auch der Stromtransport nicht im Sturm oder Schneechaos wie 2005 im Münsterland untergeht. Die Blackout-sichere dezentrale Stromversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien sichert nicht nur eine katastrophensichere Stromversorgung, sondern schützt auch indirekt vor immer schlimmer werdenden Wetterkatastrophen. Denn 100% Erneuerbare Energien sind der wichtigste Baustein für einen wirksamen Klimaschutz, ohne ihn geht die Erderwärmung unvermindert weiter und produziert immer schlimmere und heftigere Stürme, die dann die Blackouts im zentralen Stromsystem mit Kohle und Atom erzeugen. Wer nicht auf den seit Jahren versagenden Gesetzgeber warten will, kann den lokalen Blackout- und Klimaschutz selbst organisieren, so wie es die Stadtwerke Haßfurt oder die Gemeinde Stubenberg in Österreich bereits tun.

Freitag, 5. Januar 2018

KW mit 4000 Solaranlagen

Das Solarkraftwerk mit bald hundert Megawatt Leistung ist über den ganzen Kanton Zürich verteilt. Und täglich kommen neue Standorte dazu. Das Besondere: Die Stromerzeuger sind Teil der baulichen Infrastruktur in Form von Wohn- und Schulhäusern, Gewerbe- und Industriebauten.
Vor kurzem wurde in der Nähe von Dübendorf auf dem Dach des Einfamilienhaus-Neubaus von Pietro Realini die 4000. PV-Anlage ans EKZ-Netz angeschlossen. Damit sind photovoltaische Stromerzeugungsanlagen mit einer Leistung von 86'000 Kilowatt über die EKZ mit dem europaweiten Elektrizitätsnetz verbunden. Die viertausend Anlagen produzieren jährlich derzeit rund 77,4 Mio. kWh Strom. Damit lässt sich eine mittelgrosse Stadt versorgen –  mehr als 17'000 Haushalte (Durchschnittsverbrauch: 4500 kWh). 
Die Betreiber von 721 PV-Anlagen profitieren dabei noch von der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV), speisen also den gesamten produzierten Solarstrom zu einem Vorzugstarif ins Netz ein. Mehr als drei Viertel der 4000 Anlagen sind aber «Eigenverbrauchsanlagen», bei denen ein mehr oder weniger grosser Anteil der Produktion innerhalb des Gebäudes direkt genutzt wird. Nur der Überschuss wird in das Netz der EKZ zurückgespiesen. Sehr klein, im Bereich von etwa 250 Anlagen, ist der Anteil der Direkteinspeiser – ohne KEV und ohne Eigenverbrauch.

Eigenverbrauch bringt Vorteile

Der im Haus direkt genutzte Strom bringt dem Hausbesitzer den Vorteil, keine Netznutzungsgebühren bezahlen zu müssen. «Der direkte Draht zum Verbraucher» hat auch eine energiepolitische Dimension, weil dadurch der Autonomiegrad der versorgten Gebäude steigt. Mit einem Lastmanagement lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen. Untersuchungen der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigen, dass eine Verdoppelung des Eigenverbrauchsanteils realisierbar ist. Wer wenig investieren will, verschiebt die Betriebszeiten von Maschinen und Geräten in sonnenreiche Tagesabschnitte. Eine Schaltuhr reicht dazu. Sehr attraktiv ist die Einbindung der E-Mobilität in die Hausversorgung. Wenn die PV-Anlage viel Strom erzeugt, lässt sich damit elegant das Elektrofahrzeug und das E-Bike aufladen. Dann dienen deren Batterien als Stromspeicher. Das erhöht den Eigenverbrauch sehr deutlich. 
Als Mitgestalter der Energiezukunft unterstützen die EKZ die Eigenversorgung von Hausbesitzern und freuen sich auf die nächsten 4000 Anlagen. Werden auch Sie Teil davon und versorgen Sie sich mit Ihrem eigenen Solarstrom.

Viel Strom um zwölf Uhr mittags

Ziemlich genau um die Mittagszeit nähern sich die 4000 Anlagen der Produktionsspitze, was die Einspeisung ins EKZ-Netz rasch in die Höhe treibt. Bei wolkenlosem Horizont sei der Effekt noch ausgeprägter, meint Karl Resch, Leiter Regulierungsmanagement und Netzwirtschaft der EKZ. Einzelne Netzabschnitte, vor allem im Niederspannungsbereich, kommen dann an ihre Grenzen und mussten bereits verstärkt werden. Von einigen Niederspannungsnetzen wird bereits heute Solarstrom ins Mittelspannungsnetz abgegeben. Dem direkten Eigenverbrauch dient geschätzt nur ein Viertel der Produktion, der Rest geht ins Netz. (Lesen Sie dazu auch «Wie Regelenergie das Netz stabilisiert»)
Mit 22,5 Kilowatt elektrischer Spitzenleistung ist die durchschnittliche Anlage erstaunlich gross. Dafür ist eine Modulfläche von etwa 150 m2 notwendig. Auf einem üblichen Einfamilienhaus findet dieses Format keinen Platz. Neben vielen Kleininstallationen sind demnach unter den viertausend Stromerzeugern auch zahlreiche mittlere und grosse Anlagen zu finden. Für die standardisierte Umrechnung auf den spezifischen Ertrag einer Solarstromanlage empfiehlt Swissolar als Richtwert 905 kWh je Kilowatt installierter Spitzenleistung. Mit dem Mittelwert von 22,5 Kilowatt ergibt sich ein durchschnittlicher Ertrag von rund 20'000 kWh je Anlage.

Landesweite Entwicklung von PV-Anlagen 

Markterhebung SonnenenergieGrafik: Markterhebung Sonnenenergie - Teilstatistik der Schweizerischen Statistik der erneuerbaren Energien von 2016. Quelle: Swissolar

Interview mit David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar

Was bedeutet es für das EKZ Netz und das Schweizer Netz, dass die 4000. Rücklieferanlage angeschlossen wurde?
David Stickelberger: Ende 2017 werden in der Schweiz etwa 68‘000 Photovoltaikanlagen ans Netz angeschlossen sein. Die EKZ haben daran einen beachtlichen Anteil – offenbar sind in Ihrem Versorgungsgebiet die Rahmenbedingungen gut. 
 
Wie sieht die Entwicklung in anderen Kantonen aus?
David Stickelberger: Leider gibt es keine Statistik nach Kantonen. Es laufen aber Vorbereitungsarbeiten für ein nationales Anlageregister. Dieses wird wohl erst 2019 verfügbar sein. Am ehesten kann dieses dann auf der Website von Swissgrid oder des BFE eingesehen werden.
 
Was bedeutet dies für die Energie-Strategie 2050? Haben wir genug Solaranlagen oder braucht es noch mehr? Falls es noch mehr braucht, wie viele mehr noch?
David Stickelberger: Natürlich braucht es noch viel mehr, und es wäre auch sehr viel mehr möglich! Solarstrom deckt erst 3% unseres Strombedarfs. Auf unseren Dächern und Fassaden könnten wir aber etwa die Hälfte unseres Strombedarfs erzeugen. Einen Teil dieses Potenzials sollten wir unbedingt nutzen, denn es gilt nicht nur die AKW zu ersetzen, sondern auch den zusätzlichen Strombedarf aus der Elektromobilität sowie für den Betrieb von Wärmepumpen zu erzeugen. Beides ist nötig, damit die Schweiz ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaprotokoll erfüllen kann – der vollständige Verzicht auf fossile Energien bis Mitte des Jahrhunderts.

Quelle: https://www.energie-experten.ch/de/wissen/wissen/ein-kraftwerk-mit-4000-solaranlagen.html / Oliver Humm / EKZ

Donnerstag, 4. Januar 2018

D: Solar/Wind vor Kohle/Atom

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben Daten zur Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2017 vorgelegt. Danach lag die Stromproduktion aus Solar- und Windenergieanlagen mit 140 Terrawattstunden in Summe erstmals vor Braunkohle, Steinkohle und Kernkraft. 

Die Windenergie wurde zur zweitstärksten Energiequelle nach der Braunkohle. Der Anteil aller erneuerbaren Energiequellen an der öffentlichen Nettostromerzeugung, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei ca. 38%. Photovoltaikanlagen speisten im Jahr 2017 etwa 38,4 Terrawattstunden in das öffentliche Netz ein. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 0,4 Terrawattstunden (TWh) bzw. 1% erhöht, lag aber noch unter dem Wert von 2015 (38,7 TWh). Die installierte PV-Leistung lag Ende Oktober bei ca. 42,7 Gigawatt (GW). Der Zubau bis Oktober 2017 beträgt ca. 2 GW. Die maximale Solarleistung betrug ca. 28 GW am 27.05.2017 um 13:00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt kamen 42% der gesamten Stromerzeugung aus Photovoltaik. Im Juni 2017 war die monatliche Stromerzeugung von PV-Anlagen höher als von Steinkohlekraftwerken.

Die Windenergie produzierte im Jahr 2017 ca. 104 TWh und lag dabei mehr als 30% über der Produktion des Vorjahres (78,6 TWh). Die Windenergie lag damit erstmals als zweitstärkste Energiequelle vor der Steinkohle und der Kernenergie, aber noch hinter der Braunkohle. In zehn Monaten übertraf die Windstromproduktion die Erzeugung aus Steinkohle und aus Kernenergie. Die maximal erzeugte Leistung betrug ca. 40 GW am 28.10.2017 um 20:15 Uhr. Der Anteil von onshore Wind betrug ca. 85 TWh, 20 TWh mehr als in 2016. Offshore Wind konnte die Produktion von 12 TWh in 2016 auf über 17,4 TWh in 2017 steigern. Ende Oktober 2017 lag die installierte Leistung von onshore Wind bei 50 GW und von offshore Wind bei 5,3 GW. 

Die Wasserkraft produzierte ca. 20,9 TWh und liegt damit ungefähr auf dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Produktion war im Januar mit 1 TWh am Geringsten und im Mai mit 2 TWh am Höchsten. Aus Biomasse wurden ca. 47 TWh produziert. Die Produktion liegt auf dem Niveau des Vorjahres. In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im Jahr 2017 ca. 210 TWh. Sie liegen damit 15% über dem Niveau des Vorjahres mit 182 TWh und erreichen einen Anteil von ca. 38% an der öffentlichen Nettostromerzeugung. Der Anteil an der gesamten Bruttostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der „Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“, die für den Eigenverbrauch produzieren, liegt bei ca. 35%. 

Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromversorgung 2017




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© Foto Foto Fraunhofer ISE, Grafik: B. Burger, Quelle: https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm
Die Grafik zeigt die Nettostromerzeugung aus Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung. Die Erzeugung aus Kraftwerken von „Betrieben im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“, d.h. die industrielle Erzeugung für den Eigenverbrauch, ist bei dieser Darstellung nicht berücksichtigt.
Die Nettostromproduktion aus Kernkraftwerken betrug ca. 72 TWh und lag damit 10% unter dem Vorjahresniveau. Gründe für den Rückgang sind hauptsächlich längere Reparatur- und Wartungsarbeiten. Zum 31.12.2017 wurde das Kernkraftwerk Gundremmingen B endgültig abgeschaltet. Braunkohlekraftwerke produzierten ca. 134 TWh netto. Das sind ca. 1 TWh bzw. 0,7% weniger als 2016. Insbesondere bei hoher Windeinspeisung haben sie ihre Leistung stärker als in früheren Jahren gedrosselt. Nach wie vor sind Braunkohlekraftwerke aber noch unflexibel in ihrer Reaktion auf die hohe Einspeisung von Erneuerbaren Energien. Die Nettoproduktion aus Steinkohlekraftwerken betrug 83 TWh und sank damit um 17 TWh gegenüber Jahr 2016.



Gaskraftwerke haben ca. 46 TWh netto für die öffentliche Stromversorgung produziert. Sie lagen damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Zusätzlich produzierten Gaskraftwerke im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe ca. 20 bis 25 TWh für den industriellen Eigenbedarf. 

Im Jahr 2017 wurde ein Exportüberschuss von ca. 50 TWh erzielt. Dieser Wert liegt ungefähr auf dem Niveau von 2016. Der Großteil der Exporte floss in die Schweiz (16,6 TWh), die hauptsächlich als Transitland nach Italien dient. Auf Rang zwei folgt Österreich mit 14,7 TWh. Die Niederlande auf Platz drei und Polen auf Rang vier fungieren hauptsächlich als Transitländer. Deutschland importierte deutlich weniger Strom aus Frankreich als in den vergangenen Jahren, weil einige französische Kernkraftwerke aus Sicherheitsgründen zeitweise abgeschaltet wurden. Deutschland dient als Transitland für französischen Strom und leitet diesen an die Nachbarländer weiter. Die durchschnittlich exportierte Leistung betrug ca. 5,7 GW. Das entspricht der Leistung von fünf Kernkraftwerken. Während ca. 8200 Stunden des Jahres 2017 (93,7%) wurde Strom exportiert und an ca. 500 Stunden (6,3%) wurde Strom importiert. 

Für den Außenhandel mit Strom liegen bisher nur Zahlen von Januar bis einschließlich Oktober 2017 vor. In dieser Zeit wurden ein Exportüberschuss von 41 TWh und Einnahmen im Wert von 1,39 Mrd. Euro erwirtschaftet. Eingeführter Strom kostete durchschnittlich 38,07 Euro/MWh, ausgeführter Strom 35,48 Euro/MWh. Der durchschnittliche volumengewichtete Day-Ahead Börsenstrompreis liegt mit 32,89 Euro/MWh etwas über dem Wert des Vorjahres von 28,78 Euro/MWh.

Dienstag, 2. Januar 2018

Willkommen im neuen Jahr !

Meilensteine der Solarwirtschaft liegen vor uns - Der Blog Solarmedia ist weiter dabei – Und braucht auch DEINE / IHRE Unterstützung! Neu geplant ist unter anderem die Realisierung eines Buchprojekts zum Siegeszug der Solarenergie (siehe rechte Spalte oben und in diesem Text weiter unten).

Die Schwelle zum neuen Jahr ist auch eine Schwelle zur solaren Weltwirtschaft. Denn diese hat eine Dynamik erreicht, die vor wenigen Jahren noch unmöglich erschien und die ganz neue Horizonte eröffnet. Solarmedia hat die Entwicklung kontinuierlich verfolgt – und wird das auch weiterhin tun – ist aber auf Unterstützung angewiesen.

Das sind die Wegmarken der solaren Weltwirtschaft, die zu grosser Hoffnung Anlass geben:
·      In diesem Jahr wurde eine solare Energie-Erzeugungs-Kapazität von rund 100 Gigawatt (GW) weltweit zugebaut
·      2018 soll dieser Wert bereits wieder deutlich übertroffen werden – die Rede ist von einer neuen Kapazität von rund 108 GW am Ende des Jahres 2018 – siehe hier>>> 
·      Diese Kapazitäten entsprechen in Spitzenzeiten rund 100 (!) neuen Atomkraftwerken. Selbst über das ganze Jahr gerechnet, erzeugen diese neuen Solar-Kapazitäten mehr Strom als zehn neue AKW.
·      Auch unter den erneuerbaren Energien hat die solare und insbesondere die Stromerzeugung mit Photovoltaik (PV) das Zepter übernommen – unterdessen liegt sie vor dem Zubau an neuen Windkraft-Anlagen. In Europa und insbesondere in der Schweiz ist der Zubau aber am Stocken....
·      Die Einsicht wächst, dass die Elektrifizierung des Verkehrs einen nächsten bedeutenden Schritt hin zu fossilfreier Energienutzung sein kann, sein muss. Allerdings: Dann muss sichergestellt sein, dass der im Verkehr genutzte Strom nicht doch mit Kohle oder Öl erzeugt wird. Und ebenso darf der motorisierte Privatverkehr nicht unbegrenzt weiter wachsen – Privatautofreie Städte sind im Hinblick auf 100-Prozent-Erneuerbare-Energien ein unverzichtbarer Baustein (um so unverständlicher das vorschnelle Nein der linksgrünen Zürcher Stadtregierung zu einer entsprechenden Juso-Initiative).
·      Eine US-Firma hat in der Breite der Entwicklung alle anderen in den Schatten gestellt: Tesla macht nicht nur mit der E-Mobilität kräftig vorwärts (wenn es auch mit dem neuesten Modell «3» noch nicht wie gewünscht läuft). Tesla wurde mit dem Zukauf der Installationsfirma Solarcity auch im Geschäft mit Solargebäuden zum gewichtigen Player. Und gerade ist jenes mit der Speicherung von Solarstrom im Anlaufen, wird Tesla doch mit seiner neuen Megafabrik in Nevada zur beherrschenden Grösse in dieser Branche.
·      Aber keine Angst: Gerade im Speichergeschäft sieht es so aus, als ob deutsche Hersteller den US-Giganten nicht zu fürchten brauchen, denn sie sind wie etwa «sonnen» oder Solarwatt selbst auf dem US-Markt offenbar sehr erfolgreich. Oder in den Worten von Hans-Josef Fell, EWG-Präsident und Mitautor EEG 2000, und Christian Breyer, Professor für Solarökonomie an der Lappeenranta University of Technology: «Es ist Zeit, die fossilen und atomaren Energiegewinnungsmethoden abzuschalten und eine Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren zu befördern - Solarenergie spielt hierbei die dominante Rolle.» - siehe hier>>>  

Solarmedia hat diese atemberaubende Erfolgsgeschichte der Solarenergie in den letzten bald zehn Jahren intensiv begleitet (rund 4000 Blogbeiträge, neuerdings auch auf Twitter) – und will dies weiterhin tun. Als Betreiber der Blogsite erfuhr ich in dieser Zeit viel wertvolle Unterstützug, in Form von aufmunterndem Zuspruch und auch in finanzieller Form – was auch weiterhin nötig sein wird. Das ist wie folgt möglich und höchst willkommen:
·      Einzelpersonen: 20 CHF jährlich - auch mehr möglich :-)
·      Gruppenbeitrag mit Newsletter  - geeignet für Firmen & Organisationen – Anzahl der bedienten Adressen mal 20 CHF jährlich) – bitte die zu bedienenden Mailadressen mitteilen an guntram.rehsche@bluewin.ch
·      Sponsoring (ab 200 CHF) – Sponsoren werden auf dieser Site erwähnt mit Logo und Artikelverweis (ab Einzahlung mindestens ein Jahr lang
·      Übernahme von Inhalten: Nutzen Sie die Schlagzeilen oder ganze Texte von Solarmedia, um Ihre eigene Website oder Zeitschrift aufzuwerten - nach spezieller Abmachung
·      Einzahlen ganz einfach - Beiträge bitte auf Konto: Zürcher Kantonalbank / Guntram Rehsche / IBAN CH46 0070 0111 3009 63007 (für Zahlungen aus Ausland auch BIC (SWIFT-Code) angeben: ZKBKCHZZ80A) 
·      Anfragen und Auskünfte über Mail: guntram.rehsche@bluewin.ch / 076 424 44 82

Montag, 1. Januar 2018

2017 plus 24 % für Solaraktien


Der PPVX stieg letzte Woche um 0,7% auf 1.196 Punkte, der NYSE Arca Oil um 0,1%. Seit Jahresanfang 2017 liegt der PPVX mit +24,2% währungsbereinigt rund 31 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (-7,0%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind Daqo New Energy (+208%), SolarEdge Technologies (+203%) und Meyer Burger Technology AG (+149%). Die grössten Gewinner der Woche waren Daqo New Energy (+10%) und Azur Power Global (+7%), die grössten Verlierer SunPower (-7%) und Shunfeng Int. Clean Energy (-2%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 28,1 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+325%) rund 162 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +163%). TerraForm Global (übernommen zum Kurs von $ 5,10, YTD +29,1%) wurde durch Vivint Solar (zum Kurs von $ 4,05) ersetzt.


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Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu - Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at 

Quelle: oeko-invest.net 

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