Der deutsche Energiedienstleister LichtBlick vermittelt ab sofort Batteriespeicher der Unternehmen sonnen
und Fronius. Das Energie- und IT-Unternehmen bietet Interessierten alles
aus einer Hand an – vom Preisvergleich über die Vermittlung der
Solarspeicher inklusive Installation bis hin zur Reststrom-Belieferung
mit 100 Prozent Ökostrom aus Deutschland.
Mehr Unabhängigkeit und ein Beitrag für die Energiewende leisten – das
sind die beiden wesentlichen Gründe für viele Verbraucher, sich für
einen Batteriespeicher zu entscheiden. „Wer eigenen Solarstrom erzeugt,
möchte diesen auch möglichst selbst rund um die Uhr nutzen und nicht für
ein paar Cent ins Netz speisen“, so Gero Lücking, Geschäftsführung
Energiewirtschaft bei LichtBlick. „Solarspeicher erhöhen jedoch nicht
nur die eigene Unabhängigkeit, sondern senken auch deutlich die
Energiekosten – Kunden sparen so einige Hundert Euro im Jahr.“ Bei
LichtBlick können Kunden eine sonnenBatterie von sonnen oder eine
Fronius Solar Battery auswählen. LichtBlick-Partner übernehmen
die Installation der Batteriespeicher vor Ort.
Die von LichtBlick in Deutschland vermittelten Batteriespeicher sind SchwarmBatterien®.
Sie können zukünftig intelligent vernetzt in die Energiemärkte
integriert werden. Indem sie überschüssigen Wind- und Solarstrom
zwischenspeichern und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen, entlasten
die Batteriespeicher die Stromnetze und gewährleisten eine stabile
Energieversorgung.
Die jüngste Reform des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) schafft laut LichtBlick eine erste
Voraussetzung für die Marktintegration von Heimspeichern. „Erstmals
erkennt der Gesetzgeber den Mischbetrieb von Solarspeichern an –
einerseits die Optimierung der Eigenversorgung, andererseits die
Stabilisierung des Netzes. Für jede Kilowattstunde, die das Netz
stabilisiert, fällt künftig keine EEG-Umlage mehr an“, so Lücking.
Allerdings seien weitere Reformen wie kostengünstige Messkonzepte und
eine Entlastung bei den Netzentgelten erforderlich, um Heimspeicher
wirtschaftlich in die Energiemärkte zu integrieren.
LichtBlick bietet Verbrauchern über den Vermittlungsansatz eine
neuartige und kundenorientierte Möglichkeit, mit wenigen Angaben ein
maßgeschneidertes Batterieangebot zu erhalten. Kunden, die sich für eine
Reststrom-Belieferung von LichtBlick entscheiden, erhalten einen Rabatt
auf den Kilowattstunden-Preis. Zukünftig sollen Batteriespeicher
weiterer Anbieter, wie die Powerwall 2.0 von Tesla, in das Angebot
aufgenommen werden.
Quelle: Lichtblick
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Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Donnerstag, 16. Februar 2017
Dienstag, 14. Februar 2017
Widersprüchliches vom Solarmarkt
Es zeigt sich schon bei den Firmen: Mit Solarworld ist einer der grossen Namen der Solära ist wieder mal am Schwächeln - während sich mit First Solar ein anderer grad wieder zu erholen scheint. Und für die Märkte insgesamt zeigen sich einerseits ebenfalls (schon berichtete - siehe Solarmedia 7. Februar 2017) Schwächesymptome - und andrerseits geht der weltweite Boom, der sich schon 2016 deutlich bemerkbar machte, munter weiter.
Es ist die deutsche Modulherstellerin Solarworld, die trotz gutem Namen und qualitativ weiterhin unbestrittenermassen hochstehender Produkte, wirtschaftlich wieder mal in den Miesen steht. So meldete die in Freiberg bei Bonn ansässige Firma unlängst, dass sie im Geschäftsjahr 2016 ihre konzernweite
Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 1.375 (2015: 1.159) Megawatt (MW) steigerte. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 5 Prozent auf 803 (2015: 763) Mio.
€. Aber: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug
-26 (2015: 41) Mio. € inklusive Rückstellungen in Höhe von 12 Mio. € für
Maßnahmen zur Fokussierung der operativen Aktivitäten bis 2019. Das
vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf -99
(2015: -4) Mio. €. Hierin enthalten sind nicht cash-relevante
Sondereffekte aus Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen in Höhe von
-25 Mio. €. SolarWorld verfügte zum 31. Dezember 2016 noch über liquide Mittel in Höhe
von 88 (31. Dezember 2015: 189) Mio. €. Im 4. Quartal 2016 hat sich die
Liquidität im Vergleich zum Vorquartal verbessert (30. September 2016:
84 Mio. €).
Die SolarWorld AG wird im Laufe des Jahres 2017 ihre Geschäftsaktivitäten auf monokristalline Hochleistungsprodukte fokussieren. Dies wird den Aufwand in Produktion, Vertrieb und Verwaltung deutlich reduzieren und zu einem Rückgang der Mitarbeiterzahl um rund 400 bei gleichzeitiger Steigerung der Modulabsatzmenge auf rund 2 Gigawatt bis 2019 führen. Unter der Annahme, dass der Solarmarkt umkämpft bleibt, aber keine außergewöhnlichen Preisrückgänge eintreten, rechnet das Unternehmen für das Jahr 2017 mit einem Anstieg des EBIT gegenüber 2016, wenngleich es noch negativ bleiben dürfte. Die Absatzmengen sollen im aktuellen Geschäftsjahr steigen. Der Konzernumsatz 2017 dürfte etwa auf Vorjahresniveau liegen.
Während Solarworld also wieder einmal nicht allzu weit vom Abgrund entfernt steht, weist der US-Dünnschichtmodulhersteller First Solar wieder deutlich robusterre Zahlen aus. Er hat zwei wichtige Aufträge aus der Pazifikregion erhalten. In Australien ist der Solarkonzern nun am größten Solarprojekt des Landes beteiligt. First Solar kann neben einem gigantischen Auftrag aus Australien einen weiteren Erfolg in Thailand verbuchen. Das Unternehmen erhielt dort einen Regierungsauftrag für vier Solarparks. Kumuliert geht es in beiden Aufträgen um fast 160 Megawatt installierte Photovoltaik(PV)-Leistung. Dabei handelt es sich im Fall Australien um einen Modulliefervertrage für ein 140 MW PV-Projekt im australischen Bundesstaat Queensland. Die „DC Sun Metals Solar Farm“ soll nach Fertigstellung das größte Solarprojekt in ganz Australien sein. Die Solaranlage nahe Townsville im Norden Australiens wird zukünftig die Zinkfabrik von Sun Metals mit Energie versorgen. Die Errichtung der Anlage soll im April 2017 beginnen. Großflächige Solaranlagen entwickeln sich in Australien zunehmend zu einer der kosteneffizientesten Formen der Energiegewinnung. Und in Thailand hat First Solar die Fertigstellung von neuen Solarparks in Thailand verkündet. Dort hatte das Unternehmen zusammen mit der Prime Road Group vier Solarparks mit insgesamt etwa 18 MW Leistung errichtet. Die Anlagen in den Provinzen Ayutthaya und Pathum Thani greifen dabei auf mehr als 158.500 PV-Module von First Solar zurück. Das Projekt wurde im Rahmen eines thailändischen Regierungsprogramms entwickelt und soll dabei helfen, das Landesziel von 30 Prozent erneuerbarer Energie bis 2036 zu erreichen. Aktuell ist Thailand stark von Energieimporten abhängig und möchte mit dem Ausbauziel dieser Abhängigkeit entgegenwirken. In der vergangenen Woche ist die Aktie von First Solar vor dem Hintergrund der beiden Großaufträge um rund vier Prozent geklettert. Allerdings war das Wertpapier im vergangenen Jahr 2016 mit einem Kursminus von rund 50 Prozent unter die Räder gekommen. Seit Anfang 2017 pendelt das Papier zwischen 28 und 34 Euro.
Schliesslich sind die Märkte als Ganzes einerseits wie in Europa weiterhin in schwacher Verfassung (mit leichten Besserungszeichen). Andrerseits zeigt sich aber, dass der schon 2016 mit neuem Weltrekord bei den verbauten Modulen (Solarmedia vom 26. Januar 2017) keine Eintagsfliege bleiben wird. Denn ausserhalb Europas und vor allem auch in den südlichen Ländern geht es munter voran mit der Photovoltaik. Für den Großteil der weltweit produzierten Photovoltaikmodule wird Polysilizium verarbeitet. Die Polysilizium-Marktspezialisten von Bernreuter Research vermelden nun stark erhöhte Importe des Rohstoffs in China. Damit könnte sich nach Einschätzung der Experten ein neuer Solarrekord in China andeuten.
Quellen: Solarworld / solarbranche.de / solarbranche.de
© Solarmedia
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| Solarworld-Chef Frank Asbeck kämpft Nach Angaben des deutschen Handelsblatts um den Fortbestand seines Photovoltaikkonzerns. Quelle: dpa / Solarworld |
Die SolarWorld AG wird im Laufe des Jahres 2017 ihre Geschäftsaktivitäten auf monokristalline Hochleistungsprodukte fokussieren. Dies wird den Aufwand in Produktion, Vertrieb und Verwaltung deutlich reduzieren und zu einem Rückgang der Mitarbeiterzahl um rund 400 bei gleichzeitiger Steigerung der Modulabsatzmenge auf rund 2 Gigawatt bis 2019 führen. Unter der Annahme, dass der Solarmarkt umkämpft bleibt, aber keine außergewöhnlichen Preisrückgänge eintreten, rechnet das Unternehmen für das Jahr 2017 mit einem Anstieg des EBIT gegenüber 2016, wenngleich es noch negativ bleiben dürfte. Die Absatzmengen sollen im aktuellen Geschäftsjahr steigen. Der Konzernumsatz 2017 dürfte etwa auf Vorjahresniveau liegen.
Während Solarworld also wieder einmal nicht allzu weit vom Abgrund entfernt steht, weist der US-Dünnschichtmodulhersteller First Solar wieder deutlich robusterre Zahlen aus. Er hat zwei wichtige Aufträge aus der Pazifikregion erhalten. In Australien ist der Solarkonzern nun am größten Solarprojekt des Landes beteiligt. First Solar kann neben einem gigantischen Auftrag aus Australien einen weiteren Erfolg in Thailand verbuchen. Das Unternehmen erhielt dort einen Regierungsauftrag für vier Solarparks. Kumuliert geht es in beiden Aufträgen um fast 160 Megawatt installierte Photovoltaik(PV)-Leistung. Dabei handelt es sich im Fall Australien um einen Modulliefervertrage für ein 140 MW PV-Projekt im australischen Bundesstaat Queensland. Die „DC Sun Metals Solar Farm“ soll nach Fertigstellung das größte Solarprojekt in ganz Australien sein. Die Solaranlage nahe Townsville im Norden Australiens wird zukünftig die Zinkfabrik von Sun Metals mit Energie versorgen. Die Errichtung der Anlage soll im April 2017 beginnen. Großflächige Solaranlagen entwickeln sich in Australien zunehmend zu einer der kosteneffizientesten Formen der Energiegewinnung. Und in Thailand hat First Solar die Fertigstellung von neuen Solarparks in Thailand verkündet. Dort hatte das Unternehmen zusammen mit der Prime Road Group vier Solarparks mit insgesamt etwa 18 MW Leistung errichtet. Die Anlagen in den Provinzen Ayutthaya und Pathum Thani greifen dabei auf mehr als 158.500 PV-Module von First Solar zurück. Das Projekt wurde im Rahmen eines thailändischen Regierungsprogramms entwickelt und soll dabei helfen, das Landesziel von 30 Prozent erneuerbarer Energie bis 2036 zu erreichen. Aktuell ist Thailand stark von Energieimporten abhängig und möchte mit dem Ausbauziel dieser Abhängigkeit entgegenwirken. In der vergangenen Woche ist die Aktie von First Solar vor dem Hintergrund der beiden Großaufträge um rund vier Prozent geklettert. Allerdings war das Wertpapier im vergangenen Jahr 2016 mit einem Kursminus von rund 50 Prozent unter die Räder gekommen. Seit Anfang 2017 pendelt das Papier zwischen 28 und 34 Euro.
Schliesslich sind die Märkte als Ganzes einerseits wie in Europa weiterhin in schwacher Verfassung (mit leichten Besserungszeichen). Andrerseits zeigt sich aber, dass der schon 2016 mit neuem Weltrekord bei den verbauten Modulen (Solarmedia vom 26. Januar 2017) keine Eintagsfliege bleiben wird. Denn ausserhalb Europas und vor allem auch in den südlichen Ländern geht es munter voran mit der Photovoltaik. Für den Großteil der weltweit produzierten Photovoltaikmodule wird Polysilizium verarbeitet. Die Polysilizium-Marktspezialisten von Bernreuter Research vermelden nun stark erhöhte Importe des Rohstoffs in China. Damit könnte sich nach Einschätzung der Experten ein neuer Solarrekord in China andeuten.
Quellen: Solarworld / solarbranche.de / solarbranche.de
© Solarmedia
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Freitag, 10. Februar 2017
Grundlage für neuartige Solarzellen
Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Grundlagen für einen
völlig neuen Typus von Solarzelle entwickelt. Die neuartige Methode
wandelt jenseits der herkömmlichen Wirkmechanismen Infrarotlicht in
elektrische Energie um.
Die Funktion der Festkörper-Solarzelle aus dem Mineral Perowskit beruht auf sogenannten Polaron-Anregungen. Das sind kombinierte Anregungen von Elektronen und Gitterschwingungen des Festkörpers. Die Wissenschaftler um Prof. Christian Jooss von der Universität Göttingen, Prof. Simone Techert, Leitende Wissenschaftlerin bei DESY, Professorin an der Universität Göttingen und Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen, sowie Prof. Peter Blöchl von der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld stellen ihre Entwicklung im Fachblatt „Advanced Energy Materials“ vor.
„Während
in konventionellen Solarzellen die Wechselwirkung von Elektronen mit
Gitterschwingungen zu unerwünschten Verlusten führen und daher ein
wesentliches Problem darstellen, können diese Polaron-Anregungen in der
Perowskit-Solarzelle bei bestimmten Betriebstemperaturen fraktal
gebildet und langlebig genug werden, damit ein ausgeprägter
photovoltaischer Effekt auftritt“, erläutert Hauptautor Dirk Raiser vom
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen und DESY.
„Dies erfordert jedoch einen geordneten Grundzustand der Ladungen, der
einer Art Kristallisation der Ladungen entspricht und so starke
kooperative Wechselwirkungen der Polaronen ermöglicht.“
Die
untersuchten Perowskit-Solarzellen mussten im Labor auf etwa minus 35
Grad Celsius gekühlt werden, damit der Effekt einsetzte. Voraussetzung
für eine praktische Anwendung ist die Realisation geordneter
Polaronenzustände bei höheren Temperaturen. „Die vorliegenden Messungen
wurden an einem gut charakterisierten Referenzmaterial durchgeführt, um
das Prinzip des Effektes zu verdeutlichen, dafür wurde die tiefe
Übergangstemperatur in Kauf genommen“, erläutert Ko-Autorin Techert.
Göttinger Materialphysiker arbeiten an einer Modifizierung und Optimierung des Materials, um eine höhere Betriebstemperatur zu erreichen. „Der kooperativen Zustand könnte sich unter Umständen auch durch geschickte Anregung mit weiterem Licht vorübergehend einstellen lassen“, sagt Techert. Sofern eine dieser Strategien erfolgreich ist, könnten zukünftig Solarzellen oder photochemische Energieträger mittels reichlich vorhandener Perowskit-Oxidverbindungen erzeugt werden.
„Die Entwicklung hocheffizienter und einfach gebauter Festkörper-Solarzellen ist immer noch eine wissenschaftliche Herausforderung, der sich viele Arbeitsgruppen auf der Welt stellen, um die künftige Energieversorgungen zu gewährleisten“, betont Forschungsleiter Jooss. „Neben der Material- oder Bauoptimierung schon etablierter Solarzellen beinhaltet dies auch die Erforschung neuer grundlegender Mechanismen des lichtinduzierten Ladungstransports und der Umwandlung in elektrische Energie. Auf diese Weise sollte es möglich sein, Solarzellen basierend auf neuen Wirkprinzipien zu entwickeln.“
Genau dies ist der interdisziplinären Gruppe von Materialphysikern, Theoretikern, chemischen Physikern und Röntgenphysikern nun im Rahmen des Göttinger Sonderforschungsbereich SFB 1073, „Kontrolle der Energiewandlung auf atomaren Skalen“, gelungen. Für die Erforschung der neuartigen Solarzellenfunktion waren dabei ultraschnelle optische und strukturelle Analysemethoden entscheidend, wie sie in aktuellen und früheren Arbeiten zu diesem Thema zum Einsatz kamen.
„Insbesondere erfordert die Bestimmung dynamischer Prozesse in molekularen Einheiten – als sogenannter Molekularfilm – den Einsatz brillanter und ultraschneller Röntgenlichtquellen wie PETRA III bei DESY oder dem Europäischen Freie-Elektronenlaser European XFEL, der in diesem Jahr den Betrieb beginnt“, betont Techert. „Solche Untersuchungen, die zum Teil bereits zu der aktuellen Studie beigetragen haben, führen zu einem neuartigen Verständnis von Ladungstransferprozessen, was wiederum neue Solarzellenfunktionen ermöglicht.“ An der Arbeit waren Forscher der Universität Göttingen, des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld und von DESY beteiligt.
Quelle: Desy Inform
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Die Funktion der Festkörper-Solarzelle aus dem Mineral Perowskit beruht auf sogenannten Polaron-Anregungen. Das sind kombinierte Anregungen von Elektronen und Gitterschwingungen des Festkörpers. Die Wissenschaftler um Prof. Christian Jooss von der Universität Göttingen, Prof. Simone Techert, Leitende Wissenschaftlerin bei DESY, Professorin an der Universität Göttingen und Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen, sowie Prof. Peter Blöchl von der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld stellen ihre Entwicklung im Fachblatt „Advanced Energy Materials“ vor.
Göttinger Materialphysiker arbeiten an einer Modifizierung und Optimierung des Materials, um eine höhere Betriebstemperatur zu erreichen. „Der kooperativen Zustand könnte sich unter Umständen auch durch geschickte Anregung mit weiterem Licht vorübergehend einstellen lassen“, sagt Techert. Sofern eine dieser Strategien erfolgreich ist, könnten zukünftig Solarzellen oder photochemische Energieträger mittels reichlich vorhandener Perowskit-Oxidverbindungen erzeugt werden.
„Die Entwicklung hocheffizienter und einfach gebauter Festkörper-Solarzellen ist immer noch eine wissenschaftliche Herausforderung, der sich viele Arbeitsgruppen auf der Welt stellen, um die künftige Energieversorgungen zu gewährleisten“, betont Forschungsleiter Jooss. „Neben der Material- oder Bauoptimierung schon etablierter Solarzellen beinhaltet dies auch die Erforschung neuer grundlegender Mechanismen des lichtinduzierten Ladungstransports und der Umwandlung in elektrische Energie. Auf diese Weise sollte es möglich sein, Solarzellen basierend auf neuen Wirkprinzipien zu entwickeln.“
Genau dies ist der interdisziplinären Gruppe von Materialphysikern, Theoretikern, chemischen Physikern und Röntgenphysikern nun im Rahmen des Göttinger Sonderforschungsbereich SFB 1073, „Kontrolle der Energiewandlung auf atomaren Skalen“, gelungen. Für die Erforschung der neuartigen Solarzellenfunktion waren dabei ultraschnelle optische und strukturelle Analysemethoden entscheidend, wie sie in aktuellen und früheren Arbeiten zu diesem Thema zum Einsatz kamen.
„Insbesondere erfordert die Bestimmung dynamischer Prozesse in molekularen Einheiten – als sogenannter Molekularfilm – den Einsatz brillanter und ultraschneller Röntgenlichtquellen wie PETRA III bei DESY oder dem Europäischen Freie-Elektronenlaser European XFEL, der in diesem Jahr den Betrieb beginnt“, betont Techert. „Solche Untersuchungen, die zum Teil bereits zu der aktuellen Studie beigetragen haben, führen zu einem neuartigen Verständnis von Ladungstransferprozessen, was wiederum neue Solarzellenfunktionen ermöglicht.“ An der Arbeit waren Forscher der Universität Göttingen, des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld und von DESY beteiligt.
Quelle: Desy Inform
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Mittwoch, 8. Februar 2017
4 Mythen über Solarenergie widerlegt
Das Vorurteil: Photovoltaikanlagen sind viel zu teuer. Die Fakten: Die Preise für Photovoltaik sind massiv gesunken. Eine Anlage fürs Dach ist heute bereits ab 13'000 Franken zu haben. Richtig gerechnet, wird es noch günstiger: durch Steuerabzüge – in den meisten Kantonen machen sie 15 bis 20 Prozent des Anlagenwerts aus. Und durch die Einmalvergütung, die Förderbeiträge in der Höhe von bis zu 20 bis 30 Prozent der Investition in die Anlage vorsieht. Kein Wunder, entscheiden sich 14'000 Schweizer Haushalte pro Jahr, selber Stromproduzenten zu werden. Noch nicht überzeugt? Dann schauen Sie doch einfach, wie es um das Potenzial und die Rentabilität einer Solaranlage für Ihr Dach steht!
Das Vorurteil: Solarstrom ist nicht nachhaltig. Denn die für Herstellung, Transport und Entsorgung der Photovoltaik- Module aufgewandte graue Energie lässt sich durch die Solarstromproduktion nicht kompensieren. Die Fakten: Eine zum Beispiel in China hergestellte Photovoltaikanlage verbraucht 1257 kWh graue Energie pro Quadratmeter. Laut einer Studie des Paul Scherrer Instituts spart jedoch ein Quadratmeter Photovoltaik jährlich 574 kWh an nicht erneuerbarer Energie. Nach etwas mehr als zwei Jahren ist die graue Energie also bereits energetisch amortisiert. Gerechnet über die ganze Lebensdauer einer Photovoltaikanlage, die heute dreissig Jahre beträgt, ist sie sogar 14-mal abgegolten.
Das Vorurteil: Vom eigenen Solarstrom kann man selber kaum profitieren. Er wird ja nicht dann produziert, wenn man ihn am meisten braucht. Die Fakten: Selbst wenn niemand zu Hause ist, verbrauchen Häuser Energie. 15 bis 25 Prozent des Solarstroms werden in den eigenen vier Wänden konsumiert, denn Geräte wie der Kühlschrank und Tiefkühler laufen rund um die Uhr. Und Modems und TV-Boxen verbrauchen selbst im Standby-Modus Strom. Der Eigenverbrauch lässt sich auch mit einem Wärmepumpen-Heizsystem, das vom hauseigenen Solarstrom angetrieben wird, erhöhen. Dank intelligentem Steuerungssystem lässt sich der Betrieb von Geräten / Haustechnik manuell / automatisch auf die Solarstromproduktion abstimmen.
Dienstag, 7. Februar 2017
Solarboom zieht an Europa vorbei
Während die weltweit
installierte Photovoltaik(PV)-Leistung im zuletzt die Marke von 300.000
Megawatt (MW) überschritten hat, bricht der europäische Solarmarkt ein.
Der Solarverband Solarpower Europe bringt daher konkrete Vorschläge in
die Verhandlungen um die europäische Energiestrategie ein.
Der weltweite Solarmarkt ist im Jahr 2016 um 49 Prozent auf 76.100 MW gewachsen (2015: 51.200 MW). Das ist das Ergebnis der ersten Schätzungen von Solarpower Europe. Fast die Hälfte (45 Prozent) des weltweiten Solarzubaus entfiel 2016 auf China. Der PV-Markt in dem Riesenreich legte um 125 Prozent auf 34.200 MW zu (2015: 15.200 MW). Zweitgrößter Markt (19 Prozent) sind die USA mit einem Zubau von gut 14.000 MW (2015: 7.300 MW). Japan belegt mit einem Marktanteil von elf Prozent bzw. 8.600 MW den dritten Rang (2015: 11.000 MW). Der europäische Solarmarkt bricht nach den Daten von Solar Europe im Jahr 2016 dagegen um 20 Prozent auf 6.900 MW ein (2015: 8.600 MW). Das entspricht noch neun Prozent des weltweiten Marktes. 2015 lag der Marktanteil noch bei etwa 16 Prozent.
„Nachdem Europa so viele Regionen auf der Welt inspiriert hat, muss es nun seine eigene Inspiration neu finden und als Führer bei der Energie-Transformation dienen“, fordert Alexandre Roesch, Policy Direktor bei Solarpower Europe. „Wir müssen ein großes Industrieprojekt um die Solarenergie und die Erneuerbaren errichten.“
Quelle: solarbranche.de
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Der weltweite Solarmarkt ist im Jahr 2016 um 49 Prozent auf 76.100 MW gewachsen (2015: 51.200 MW). Das ist das Ergebnis der ersten Schätzungen von Solarpower Europe. Fast die Hälfte (45 Prozent) des weltweiten Solarzubaus entfiel 2016 auf China. Der PV-Markt in dem Riesenreich legte um 125 Prozent auf 34.200 MW zu (2015: 15.200 MW). Zweitgrößter Markt (19 Prozent) sind die USA mit einem Zubau von gut 14.000 MW (2015: 7.300 MW). Japan belegt mit einem Marktanteil von elf Prozent bzw. 8.600 MW den dritten Rang (2015: 11.000 MW). Der europäische Solarmarkt bricht nach den Daten von Solar Europe im Jahr 2016 dagegen um 20 Prozent auf 6.900 MW ein (2015: 8.600 MW). Das entspricht noch neun Prozent des weltweiten Marktes. 2015 lag der Marktanteil noch bei etwa 16 Prozent.
Der europäische Solarverband fordert daher die Politik zum Handeln auf. Denn 2016 werde als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem in Teilen der Welt die ersten Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) für Solarenergie als günstigste Energiequelle abgeschlossen wurden, erläutert James Watson, CEO von Solarpower Europe. Es sei damit die Zeit für den nächsten Investitionszyklus im europäischen Energiesektor gekommen.
Der Verband appelliert an das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten, bei den Verhandlungen um die zukünftige Ausrichtung der europäischen Energiepolitik (EU-Winterpaket bzw. Clean Energy Package) die Solarenergie zu berücksichtigen. Konkret fordert der Verband unter anderem die Anpassung der Marktregeln an die variable Solarenergie sowie die Schaffung flexibler lokaler Märkte, um die Dienste von Solarenergie und Speichern angemessen zu vergüten. Auch werden starke Rahmenbedingungen für den Eigenverbrauch benötigt, um Konsumenten und Gemeinden in den Fokus der europäischen Energie-Transformation zu stellen.
„Nachdem Europa so viele Regionen auf der Welt inspiriert hat, muss es nun seine eigene Inspiration neu finden und als Führer bei der Energie-Transformation dienen“, fordert Alexandre Roesch, Policy Direktor bei Solarpower Europe. „Wir müssen ein großes Industrieprojekt um die Solarenergie und die Erneuerbaren errichten.“
Quelle: solarbranche.de
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Montag, 6. Februar 2017
Jahresbilanz zur weltweiten AKW-Entwicklung
Noch kein Umschwung – aber bei den Baubeginnen auch
kein Aufschwung. PV und Windkraft haben zusammen Ende 2016 doppelt so
viel Leistung wie die Atomkraft.
Nachdem jetzt auch noch Russland eine AKW Stilllegung für Ende Dezember 2016 nachgemeldet hat, können wir mit den Zahlen der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) Bilanz ziehen: In 2016 wurden weltweit 10 Atomreaktoren in Betrieb genommen, zwei stillgelegt und drei AKW-Baue begonnen.
Wie viele AKW-Reaktoren weltweit den Betrieb oder Bau beginnen und beenden

© IAEA PRIS. Tw. wurden Zahlen nachträglich verändert. Baustellen werden wieder aufgegeben. Reaktoren nach langem Stillstand wieder in Betrieb genommen. *“Year-end Operational Reactors“ **10 – ca. 40 weitere Reaktoren in Japan sind de facto stillgelegt ***davon 8 in China **** 5 in China
Die hohe Zahl der Betriebsbeginne in den Jahren 2015 und 2016 und voraussichtlich auch noch in 2017 ist eine Folge der vielen Baubeginne, die weltweit bis zur Fukushima-Katastrophe im März 2011 zu beklagen waren. So wurde noch im Jahr 2010 mit dem Bau von 16 Atomreaktoren begonnen. Und 2009 mit dem Bau von 12 Atommeilern. Meistens weit über die Hälfte im sich kommunistisch nennenden China.
Aufschlussreich ist die Veränderung der Leistung der verschiedenen Kraftwerke, die mit Atom, Solar oder Wind arbeiten. Um wie viel also die Kilowattzahlen, oder übersichtlicher die Gigawattzahlen (1 Gigawatt = 1 Million Kilowatt), zu- oder abgenommen haben.
Mehr PV + Windkraft, Atomkraft-Stagnation (weltweite Kapazitätsveränderungen in GW)

© IAEA, GWEC, WWEA, Volker Quaschning *Summenabweichungen durch Wiederinbetriebnahmen **darin rd.30 GW, die in Japan seit 2011 abgeschaltet sind. Nur wenige werden wieder in Betrieb gehen. ***Bloomberg New Energy Finance (BNEF) 11.1.17 avorläufig
Noch wächst weltweit die Leistung (Kapazität) der Atomkraft. Aber Photovoltaik und Windkraft wachsen um ein Vielfaches schneller. Gemeinsam haben sie im Bestand die Atomkraft schon weit überholt. Noch im Jahr 2010 hatten PV und Windkraft zusammen nur eine Leistung von 236 GW und somit viel weniger als die Atomkraft mit 375 GW.
Im Jahr 2016 liegt nach ersten Abschätzungen der Photovoltaikbestand bei über 300 GW und der der Windkraft bei fast 500 GW. Zusammen also mittlerweile doppelt so hoch wie die Leistung der Atomkraft.
Da die Kosten der PV- und Windkraftanlagen weiter sinken und die der Atomanlagen weiter steigen, ist auch ohne weitere Atomkatastrophen davon auszugehen, dass nur noch Länder mit Planwirtschaft oder mit Interesse an Atomwaffen Atomkraftwerke bauen werden.
Quelle FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. | Raimund Kamm 2017
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Nachdem jetzt auch noch Russland eine AKW Stilllegung für Ende Dezember 2016 nachgemeldet hat, können wir mit den Zahlen der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) Bilanz ziehen: In 2016 wurden weltweit 10 Atomreaktoren in Betrieb genommen, zwei stillgelegt und drei AKW-Baue begonnen.
Wie viele AKW-Reaktoren weltweit den Betrieb oder Bau beginnen und beenden
© IAEA PRIS. Tw. wurden Zahlen nachträglich verändert. Baustellen werden wieder aufgegeben. Reaktoren nach langem Stillstand wieder in Betrieb genommen. *“Year-end Operational Reactors“ **10 – ca. 40 weitere Reaktoren in Japan sind de facto stillgelegt ***davon 8 in China **** 5 in China
Die hohe Zahl der Betriebsbeginne in den Jahren 2015 und 2016 und voraussichtlich auch noch in 2017 ist eine Folge der vielen Baubeginne, die weltweit bis zur Fukushima-Katastrophe im März 2011 zu beklagen waren. So wurde noch im Jahr 2010 mit dem Bau von 16 Atomreaktoren begonnen. Und 2009 mit dem Bau von 12 Atommeilern. Meistens weit über die Hälfte im sich kommunistisch nennenden China.
Aufschlussreich ist die Veränderung der Leistung der verschiedenen Kraftwerke, die mit Atom, Solar oder Wind arbeiten. Um wie viel also die Kilowattzahlen, oder übersichtlicher die Gigawattzahlen (1 Gigawatt = 1 Million Kilowatt), zu- oder abgenommen haben.
Mehr PV + Windkraft, Atomkraft-Stagnation (weltweite Kapazitätsveränderungen in GW)
© IAEA, GWEC, WWEA, Volker Quaschning *Summenabweichungen durch Wiederinbetriebnahmen **darin rd.30 GW, die in Japan seit 2011 abgeschaltet sind. Nur wenige werden wieder in Betrieb gehen. ***Bloomberg New Energy Finance (BNEF) 11.1.17 avorläufig
Noch wächst weltweit die Leistung (Kapazität) der Atomkraft. Aber Photovoltaik und Windkraft wachsen um ein Vielfaches schneller. Gemeinsam haben sie im Bestand die Atomkraft schon weit überholt. Noch im Jahr 2010 hatten PV und Windkraft zusammen nur eine Leistung von 236 GW und somit viel weniger als die Atomkraft mit 375 GW.
Im Jahr 2016 liegt nach ersten Abschätzungen der Photovoltaikbestand bei über 300 GW und der der Windkraft bei fast 500 GW. Zusammen also mittlerweile doppelt so hoch wie die Leistung der Atomkraft.
Da die Kosten der PV- und Windkraftanlagen weiter sinken und die der Atomanlagen weiter steigen, ist auch ohne weitere Atomkatastrophen davon auszugehen, dass nur noch Länder mit Planwirtschaft oder mit Interesse an Atomwaffen Atomkraftwerke bauen werden.
Quelle FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. | Raimund Kamm 2017
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