Sauberen Strom spenden und damit langfristig Gutes tun: Das ist das
Prinzip der Strompatenschaft der meistro Energie GmbH. Dank der Spende
einer 20,40 Kilowatt Peak (kWp) leistungsstarken Solaranlage von meistro
erzeugt die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth (D) eigenen Strom und spart
jährlich etwa 4.700 Euro an Stromkosten ein.
Die rund 25.000 Euro teure
Solaranlage versorgt die unterfränkische Dorfgemeinschaft (siehe Bild) seit dem 1.
August 2014 mit jährlich mehr als 20.000 kWh sauberem Solarstrom. Das
entspricht fast 5 Prozent des Energieverbrauchs der Dorfgemeinschaft. In
den nächsten 20 Jahren erweitert sich der finanzielle Spielraum der
Dorfgemeinschaft damit um mehr als 140.000 Euro. Darüber hinaus spart
die Dorfgemeinschaft rund 300 Tonnen CO2 gegenüber einem konventionellen
Energieversorger. Um diese Menge CO2 zu reduzieren müssten ein
Fichtenwald von der Größe von 54 Fußballfeldern errichtet werden. Gemeinsam
mit Michael Koch von der meistro Energie GmbH hatte Margret
Grottentaler, Leiterin der SOS-Dorfgemeinschaft, die Anlage, die 19
Wohnhäuser, Werkstätten sowie das eigene Café vor anderthalb Jahren in
Betrieb genommen. "Wir waren von der Idee, unseren Strom mit Hilfe von
meistro teilweise selbst zu erzeugen, von Anfang an begeistert", so
Margret Grottentaler. "Nachhaltigkeit ist in unserer Dorfgemeinschaft
ein zentrales Leitmotiv. Wir achten auf einen bewussten Umgang mit der
Natur. Die Zusammenarbeit mit meistro ist daher für uns aus zwei Gründen
ein enormer Gewinn: Wir sparen immense Kosten und beziehen gleichzeitig
saubere Energie."
Die meistro Energie GmbH unterhält bereits
Strompatenschaften mit drei weiteren Einrichtungen des SOS Kinderdorf
e.V.: In Saarbrücken und Gera übernimmt meistro den Energiekostenanteil
der Stromrechnung, wodurch die beiden Kinderdörfer um jährlich etwa
10.000 Euro entlastet werden. Seit Anfang 2015 wird zudem das SOS
Kinderdorf Worpswede mit Gas und Strom zu besonders günstigen
Konditionen versorgt. "Wir wollen einen aktiven Beitrag zur Energiewende
und einer nachhaltigen Energieversorgung leisten. Als Anbieter
intelligenter wirtschaftlicher und klimaneutraler Energiekonzepte hat
Nachhaltigkeit für uns auch eine gesellschaftliche Komponente", so
Michael Koch, Leiter Marketing der meistro Energie GmbH. "Wie für unsere
Kunden wollen wir auch für das SOS Kinderdorf ein verlässlicher Partner
in Fragen der Energieversorgung sein. Ziel ist es deshalb, die
Strompatenschaft gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden weiter
auszubauen und Unternehmer so in ihrem nachhaltigen und
verantwortungsbewussten Handeln zu bestärken."
Die
SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth bei Gemünden am Main entstand im Jahr
1978 aus dem ehemaligen Hofgut "Hohenroth". In 19 Wohnhäusern leben 156
erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung in Hausgemeinschaften
zusammen. Mittlerweile wird in dem zertifizierten Ökobetrieb eine Fläche
von 150 Hektar Äcker, Wiesen und circa 30 Hektar Wald bewirtschaftet,
Lebensmittel produziert und handwerkliche Produkte in den dorfeigenen
Werkstätten hergestellt. Die Dorfgemeinschaft ist einer von 100
Standorten des SOS-Kinderdorf e.V., der sich seit fast 60 Jahren für die
Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von Kindern stark macht. Im
Mittelpunkt der Arbeit stehen alleingelassene oder vernachlässigte
Mädchen und Jungen sowie benachteiligte Familien. Nach den
SOS-Kinderdörfern sind in Deutschland viele weitere SOS-Angebote wie die
Dorfgemeinschaften, Mütter-, Ausbildungs- und Beratungszentren
entstanden.
Quelle: www.meistro.de
Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Montag, 11. April 2016
Samstag, 9. April 2016
Weltweit mindestens 227 Gigawatt PV installiert
Das Photovoltaik-Systemprogramm der internationalen Energieagentur (IEA PVPS) hat anfangs April einen neuen Bericht über globale PV-Märkte veröffentlicht - wie einer Zusammenfassung von solarserver.de zu entnehmen ist. Er liefert Daten über die installierte
Photovoltaik-Leistung in den Ländern, die zum Programm gehören, und
weiteren Schlüsselmärkten. Demnach sind aktuell weltweit
Solarstrom-Anlagen mit 227 Gigawatt installiert, davon wurden 50 GW im
letzten Jahr zugebaut.
Im September soll sodann der „PVPS Trends Report“ erscheinen, der auf diesem „Snapshot Report“ aufbaut.
Laut vorläufigen Marktdaten wuchs der globale
PV-Markt 2015 erneut. Allein in den IEA-PVPS-Ländern und anderen großen
Märkten wurden rund 49 GW installiert. Zusammen mit kleineren Märkten
kommt die Agentur auf einen Zubau von 50 GW.
Die Geschichte der letzten zehn Jahre erklärt, was
im Photovoltaik-Sektor passiert ist: Die Einführung der
Einspeisevergütung in Deutschland ermöglichte es der Branche, sich von
einem Nischenmarkt zu einem industriellen Markt zu entwickeln. Die PV-Preise sind dank Skaleneffekten deutlich gesunken. Und Förderprogramme, die inzwischen negativ bewertet
werden, haben in vielen Ländern zu einem PV-Boom geführt, den Markt
vergrößert und die Preise deutlich gesenkt. Das liegt an Skaleneffekten
in der Industrie und technologischen Verbesserungen.
Der Markt wuchs von 1,4 GW im Jahr 2005 auf 16,6 GW
im Jahr 2010 und 50 GW im Jahr 2015. Zu dieser Entwicklung trugen vor
allem die OECD-Länder, insbesondere europäische, aber auch Japan und die
USA, bei. Seit einigen Jahren leisten auch Schwellen- und
Entwicklungsländer einen Beitrag zum weltweiten Photovoltaik-Ausbau, vor
allem in Asien, aber auch auf anderen Kontinenten. Der
Asien-Pazifik-Raum hatte 2015 einen Anteil von 59 % am globalen
PV-Markt.
Europas Marktanteil sank erneut auf inzwischen 18 %,
obwohl der Markt in absoluten Zahlen wuchs. Die amerikanischen Märkte
legten ebenfalls zu, vor allem die USA, Kanada und Chile.
Im Mittleren Osten wurden viele
Photovoltaik-Projekte angekündigt und zum Teil schon umgesetzt, während
der afrikanische PV-Markt schrumpfte. Bemerkenswert ist wieder einmal China, dessen
Photovoltaik-Markt 2015 auf 15,3 GW wuchs. Der zweitgrößte Markt war
Japan mit 11 GW, gefolgt von der EU und den USA mit je 7 GW. Indien mit
2 GW scheint der aufsteigende Stern im Photovoltaik-Sektor zu sein.
In 22 Ländern deckt Photovoltaik inzwischen
mindestens ein Prozent des Strombedarfs. Italien führt die Liste mit 8 %
an, gefolgt von Griechenland mit 7,4 % und Deutschland mit 7,1 %.
Weltweit beträgt der Anteil der Photovoltaik an der Stromversorgung rund
1,3 % (Solarmedia: In der Schweiz liegt der Anteil mittlerweile bei nahezu 2 %). In einigen Ländern hat sich die Technologie extrem
schnell etabliert. Grund für das Tempo ist ihre Fähigkeit, die meisten
Marktsegmente zu bedienen – von sehr kleinen Systemen zur ländlichen
Elektrifizierung bis hin zu Großkraftwerken mit Nennleistungen von
aktuell über 750 MW.
Der komplette Bericht kann hier heruntergeladen werden: www.iea-pvps.org/
Freitag, 8. April 2016
Schweizer Metallbau erweitert PV-Montage-Systeme
Die Ernst Schweizer AG, Metallbau, erwarb per anfangs April die Solarsparte der Bossard AG mit Sitz in Zug. Das
Übernahmepaket besteht aus den PV-Montagesystemen Flachdach und
Schrägdach in verschiedenen Ausführungen und dem damit verbundenen,
umfassenden Know-how.
Die Bossard AG, ein Unternehmen auf dem Gebiet
der industriellen Verbindungstechnik, entschied sich zu diesem Schritt,
da die Bedürfnisse ihrer Kunden unter dem Dach von Schweizer noch
besser, umfassender und rationeller abgedeckt werden können. Die
Ernst Schweizer AG verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung mit
Produkten und Lösungen zur Nutzung der Sonnenenergie. Mit dieser
Übernahme ist die Kontinuität bei der Beratung, dem Verkauf und der
Logistik gewährleistet. Die Kunden beider Unternehmen profitieren mit dem Übergang an Schweizer von einem umfassenden Sortiment an PV-Montagesystemen. Speziell
die regional spezifischen Anforderungen der alpinen Gebiete in Bezug
auf die Schneelast werden damit nun noch besser erfüllt.
Neben den beiden neuen Systemen von Bossard ist Schweizer alleiniger Anbieter des weltweit bekannten PV-Montagesystems Indach Solrif®. Damit wird aus einem rahmenlosen Standard-PV-Modul einen Solar-Dachziegel, der die klassische Ziegel-Eindeckung beim Schrägdach ersetzt: eine funktional ästhetische Lösung mit ausgereifter und markterprobter Technologie. Die PV-Montagesysteme Flachdach MSP-FR-EW, für Flachdach-Anlagen mit Ost-West-Ausrichtung, Schrägdach MSP-PR und MSP-TT für einschalige Trapez-Blechdächer runden das Sortiment ab. Die Ernst Schweizer AG verfügt ausserdem auch über eine breite Palette an Sonnenkollektoren zur Nutzung der Sonnenenergie für die Warmwasseraufbereitung.
Text: Ernst Schweizer AG, Metallbau
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| Schweizer ist auch führender Anbieter von Sonnenkollektoren für die thermische Nutzung |
Neben den beiden neuen Systemen von Bossard ist Schweizer alleiniger Anbieter des weltweit bekannten PV-Montagesystems Indach Solrif®. Damit wird aus einem rahmenlosen Standard-PV-Modul einen Solar-Dachziegel, der die klassische Ziegel-Eindeckung beim Schrägdach ersetzt: eine funktional ästhetische Lösung mit ausgereifter und markterprobter Technologie. Die PV-Montagesysteme Flachdach MSP-FR-EW, für Flachdach-Anlagen mit Ost-West-Ausrichtung, Schrägdach MSP-PR und MSP-TT für einschalige Trapez-Blechdächer runden das Sortiment ab. Die Ernst Schweizer AG verfügt ausserdem auch über eine breite Palette an Sonnenkollektoren zur Nutzung der Sonnenenergie für die Warmwasseraufbereitung.
Text: Ernst Schweizer AG, Metallbau
Sonntag, 3. April 2016
Vor neuer Wachstumsphase der Photovoltaik
Im Rahmen einer Tagung der »Global Alliance for Solar Energy Research
Institutes (GA-SERI)« befassten sich Experten aus
Deutschland, Japan, den USA und weiteren Ländern mit der Zukunft der
Photovoltaik (PV). Im Jahr 2015 wurden weltweit 60 Gigawatt (GW) an
PV-Leistung installiert. Die drastisch gesunkenen Kosten der Photovoltaik lassen bei weiterem
Fortschritt auf dem augenblicklichen Forschungs- und Investitionspfad
bis 2030 weltweit eine installierte Leistung von über 3.000
GW, also 3 Terawatt (TW) erwarten.
Damit hat sich der PV-Markt an die globale
Produktionskapazität angeglichen. Vor diesem Hintergrund trafen sich 50
Experten zum ersten »GA-SERI Terawatt Workshop«, der mit Unterstützung
durch die Bundesumweltstiftung (DBU) am 17. und 18. März in Freiburg
stattfand. Vertreter aus Forschungsinstituten, der Industrie sowie von
Förder- und Finanzinstitutionen diskutierten den Beitrag der
Photovoltaik zu Energiesicherheit, zu Wohlstand und zur Abschwächung der
Klimawandels, und kündigten den Übergang in eine neue Phase an, die die
PV in den Terawatt-Maßstab bringen wird.
Die absehbare Kostenentwicklung macht die PV zu einer zunehmend attraktiven Technologie für kostengünstig dezentral bereit gestellten Haushalts- und Industriestrom. Um einen maßgeblichen Beitrag zu den internationalen Klimazielen zu leisten werden allerdings bis 2040 Installationen in der Größenordnung von 20 TW benötigt. Dafür sind fortlaufend weiter ansteigende Investitionen in Forschung und Entwicklung notwendig, um die Herstellungskosten zu reduzieren, die Wirkungsgrade sowie die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der PV Module weiter zu erhöhen.
Ein immer flexibleres Netz, Lastoptimierung durch »Demand Side Management«, sowie die zunehmende Verfügbarkeit von kostengünstigen Speicherlösungen werden ebenfalls wichtige Rollen beim beschleunigten Einsatz der PV spielen. Die Photovoltaik kann nicht nur einen bedeutenden Anteil der weltweiten Stromversorgung leisten, sie hat darüber hinaus das Potenzial kostengünstig Energie für Mobilität sowie den Wärmemarkt zu liefern.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Deutschland), das National Institute of Advanced Industrial Science and Technology AIST (Japan) und das National Renewable Energy Laboratory NREL (USA) sind die Mitgliedsinstitute der 2012 gegründeten »Global Alliance for Solar Energy Research Institutes GA-SERI«.
Quelle: ISE
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| Neueröffnet: Grösste PV-Anlage der Karibik auf Dominika |
Die absehbare Kostenentwicklung macht die PV zu einer zunehmend attraktiven Technologie für kostengünstig dezentral bereit gestellten Haushalts- und Industriestrom. Um einen maßgeblichen Beitrag zu den internationalen Klimazielen zu leisten werden allerdings bis 2040 Installationen in der Größenordnung von 20 TW benötigt. Dafür sind fortlaufend weiter ansteigende Investitionen in Forschung und Entwicklung notwendig, um die Herstellungskosten zu reduzieren, die Wirkungsgrade sowie die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der PV Module weiter zu erhöhen.
Ein immer flexibleres Netz, Lastoptimierung durch »Demand Side Management«, sowie die zunehmende Verfügbarkeit von kostengünstigen Speicherlösungen werden ebenfalls wichtige Rollen beim beschleunigten Einsatz der PV spielen. Die Photovoltaik kann nicht nur einen bedeutenden Anteil der weltweiten Stromversorgung leisten, sie hat darüber hinaus das Potenzial kostengünstig Energie für Mobilität sowie den Wärmemarkt zu liefern.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Deutschland), das National Institute of Advanced Industrial Science and Technology AIST (Japan) und das National Renewable Energy Laboratory NREL (USA) sind die Mitgliedsinstitute der 2012 gegründeten »Global Alliance for Solar Energy Research Institutes GA-SERI«.
Quelle: ISE
Samstag, 2. April 2016
Dünnschichttechnologie macht weitere Fortschritte
Das Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat einen neuen
Europarekord aufgestellt. Wissenschaftler am Standort Stuttgart
verbesserten den Wirkungsgrad von Dünnschichtsolarzellen aus
Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) auf 22,0 Prozent. Grund für die
Effizienzsteigerung sind optimierte Produktionsprozesse.
Die von Experten favorisierte Alternative zur konventionellen Silizium-Photovoltaik könnte bald einen größeren Marktanteil gewinnen: Von Seiten der Industrie ist bereits ein verstärktes Interesse an der CIGS-Technologie zu verzeichnen. Die vom ZSW produzierte Rekordzelle hat eine Größe von 0,5 Quad-ratzentimetern, ein übliches Maß für Versuchszellen. Sie wurde in einer Laborbeschichtungsanlage mit Hilfe eines Ko-Verdampfungs-verfahrens hergestellt. „Ausgereizt ist das technologische Potenzial bei 22 Prozent Wirkungsgrad noch lange nicht“, sagt Prof. Dr. Michael Powalla, ZSW-Vorstand und Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik. „In den nächsten Jahren sind bis zu 25 Prozent möglich.“
In der Vergangenheit hatten die Forscher mehrfach den Weltbestwert inne und können auf eine umfassende Expertise zurückgreifen. Der aktuelle Rekord wurde durch verschiedene Optimierungen bei den Herstellungsprozessen erzielt. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat die Ergebnisse bestätigt. Jetzt liegt das ZSW nur noch 0,3 Prozentpunkte hinter dem derzeitigen Weltrekord. Die CIGS-Technologie hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht: Beim Zellwirkungsgrad ist sie der marktbeherrschenden Konkurrenz, den multikristallinen Siliziumzellen, bereits enteilt. Der Vorsprung beläuft sich inzwischen auf einen Prozentpunkt. Bei den Modul-Wirkungsgraden hat die Silizium-PV noch die Nase vorne. Kommerziell erhältliche Module kommen auf 17 Prozent Effizienz, CIGS-Module liegen bei 14 Prozent.
Die Produktionskosten der CIGS-Technologie betragen selbst bei kleinen Fabriken lediglich 40 US-Cent pro Watt. Nach einem Ausbau der Produktionskapazitäten sind sogar deutlich bessere Werte möglich. Modulwirkungsgrade von 18 Prozent und mehr sowie Kosten von rund 25 US-Cent pro Watt sind bei CIGS-PV-Fabriken mit einer jährlichen Kapazität von 0,5 bis 1 Gigawatt erreichbar. Bereits bei einem vergleichsweise geringen Produktionsvolumen sind daher konkurrenz-fähige Kosten zu erzielen – im Gegensatz zur Silizium-PV sind also niedrigere Einstiegsinvestitionen erforderlich.
Die Marktchancen für die Dünnschichtphotovoltaik steigen damit. Photovoltaikanlagen mit der Dünnschicht-Technologie können jedoch noch mit weiteren Vorteilen aufwarten: Die Module liefern höhere Erträge unter Schwachlichtbedingungen, und auch ihre höhere Schattentoleranz ist ein Pluspunkt für Anlagenbesitzer. Aufgrund ihres ansprechenden Erscheinungsbilds lassen sie sich optisch attraktiv in Hausdächern oder Fassaden integrieren. Hinzu kommt: Im Vergleich zur Silizium-PV benötigen CIGS-Module weniger Energie zu ihrer Herstellung. Auch flexible Varianten der CIGS-Solarzellen werden entwickelt.
Die neuen Wirkungsgradwerte aus dem Südwesten Deutschlands sind für die Industrie interessant. Der ZSW-Industriepartner Manz AG hat jüngst entschieden, sein Engagement für die CIGS-Technologie fortzusetzen und diese gemeinsam mit dem ZSW weiterzuentwickeln.
Angesichts des boomenden globalen Photovoltaikmarktes ist die Zeit dafür günstig. Im Jahr 2015 wurden weltweit 52 Gigawatt Solarstrom-leistung neu installiert – so viel wie nie zuvor. Die jährliche Nachfrage soll in den nächsten Jahren auf über 100 Gigawatt steigen. Damit wächst auch der Bedarf an neuen Solarfabriken.
Quelle Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) 2016
Die von Experten favorisierte Alternative zur konventionellen Silizium-Photovoltaik könnte bald einen größeren Marktanteil gewinnen: Von Seiten der Industrie ist bereits ein verstärktes Interesse an der CIGS-Technologie zu verzeichnen. Die vom ZSW produzierte Rekordzelle hat eine Größe von 0,5 Quad-ratzentimetern, ein übliches Maß für Versuchszellen. Sie wurde in einer Laborbeschichtungsanlage mit Hilfe eines Ko-Verdampfungs-verfahrens hergestellt. „Ausgereizt ist das technologische Potenzial bei 22 Prozent Wirkungsgrad noch lange nicht“, sagt Prof. Dr. Michael Powalla, ZSW-Vorstand und Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik. „In den nächsten Jahren sind bis zu 25 Prozent möglich.“
In der Vergangenheit hatten die Forscher mehrfach den Weltbestwert inne und können auf eine umfassende Expertise zurückgreifen. Der aktuelle Rekord wurde durch verschiedene Optimierungen bei den Herstellungsprozessen erzielt. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat die Ergebnisse bestätigt. Jetzt liegt das ZSW nur noch 0,3 Prozentpunkte hinter dem derzeitigen Weltrekord. Die CIGS-Technologie hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht: Beim Zellwirkungsgrad ist sie der marktbeherrschenden Konkurrenz, den multikristallinen Siliziumzellen, bereits enteilt. Der Vorsprung beläuft sich inzwischen auf einen Prozentpunkt. Bei den Modul-Wirkungsgraden hat die Silizium-PV noch die Nase vorne. Kommerziell erhältliche Module kommen auf 17 Prozent Effizienz, CIGS-Module liegen bei 14 Prozent.
Die Produktionskosten der CIGS-Technologie betragen selbst bei kleinen Fabriken lediglich 40 US-Cent pro Watt. Nach einem Ausbau der Produktionskapazitäten sind sogar deutlich bessere Werte möglich. Modulwirkungsgrade von 18 Prozent und mehr sowie Kosten von rund 25 US-Cent pro Watt sind bei CIGS-PV-Fabriken mit einer jährlichen Kapazität von 0,5 bis 1 Gigawatt erreichbar. Bereits bei einem vergleichsweise geringen Produktionsvolumen sind daher konkurrenz-fähige Kosten zu erzielen – im Gegensatz zur Silizium-PV sind also niedrigere Einstiegsinvestitionen erforderlich.
Die Marktchancen für die Dünnschichtphotovoltaik steigen damit. Photovoltaikanlagen mit der Dünnschicht-Technologie können jedoch noch mit weiteren Vorteilen aufwarten: Die Module liefern höhere Erträge unter Schwachlichtbedingungen, und auch ihre höhere Schattentoleranz ist ein Pluspunkt für Anlagenbesitzer. Aufgrund ihres ansprechenden Erscheinungsbilds lassen sie sich optisch attraktiv in Hausdächern oder Fassaden integrieren. Hinzu kommt: Im Vergleich zur Silizium-PV benötigen CIGS-Module weniger Energie zu ihrer Herstellung. Auch flexible Varianten der CIGS-Solarzellen werden entwickelt.
Die neuen Wirkungsgradwerte aus dem Südwesten Deutschlands sind für die Industrie interessant. Der ZSW-Industriepartner Manz AG hat jüngst entschieden, sein Engagement für die CIGS-Technologie fortzusetzen und diese gemeinsam mit dem ZSW weiterzuentwickeln.
Angesichts des boomenden globalen Photovoltaikmarktes ist die Zeit dafür günstig. Im Jahr 2015 wurden weltweit 52 Gigawatt Solarstrom-leistung neu installiert – so viel wie nie zuvor. Die jährliche Nachfrage soll in den nächsten Jahren auf über 100 Gigawatt steigen. Damit wächst auch der Bedarf an neuen Solarfabriken.
Quelle Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) 2016
Freitag, 1. April 2016
Holländer machen vieles anders
Ein 2-Megawatt-Kraftwerk soll tagsüber für die Öffentlichkeit geöffnet
sein, um Photovoltaik hautnah erleben zu können. Bis August will B&W
Energy die Solarmodule von Solarworld und Leistungsoptimierer von
Solaredge installiert haben. Die landesweite Solarförderung in Holland geht derweilen eigene Wege, wie ein Bericht von pv-magazine.de aufzeigt.
In dieser Woche gab es im holländischen Hengelo den Spatenstich für
ein besonderes Photovoltaik-Projekt. Der geplante Solarpark „NL
Solarpark de Kwekerij“ mit zwei Megawatt Leistung soll nach seiner
Fertigstellung jährlich etwa 1,7 Millionen Kilowattstunden Solarstrom
für die Umgebung produzieren und tagsüber für die Öffentlichkeit – und
insbesondere Schulklassen - zugänglich sein, um das System hautnah
erleben zu können. Auch werde ein Spielplatz in dem Solarpark errichtet.
„Das gibt es bisher so noch nicht“, sagt Rene Busch vom
Generalunternehmer B&W Energy, der das Photovoltaik-Kraftwerk im
Auftrag eines niederländischen Investors plant, installiert und ans Netz
bringt. Bis August solle die Freiflächenanlage fertiggestellt sein. Als
Zulieferer habe B&W Energy dabei langjährige Partner in das Projekt
eingebunden. So werde Solarworld insgesamt 7000 Solarmodule für das
Projekt liefern. Diese sollen demnächst aus Deutschland geliefert
werden. Zudem würden Wechselrichter und
Leistungsoptimierer von Solaredge sowie Unterkonstruktionen von
Schletter für den Solarpark verwendet.
Vor rund 100 Gästen erfolgte am Dienstag der Spatenstich. Bis August sollen die rund 7000 Module von Solarworld installiert sein. (Foto: B&W Energy)
Die Förderung von Photovoltaik-Anlagen in den Niederlanden unterscheidet zwischen großen und kleinen Systemen. Für private Photovoltaik-Dachanlagen gibt es ein Net-Metering, wobei die Anlagen so ausgelegt werden, dass sie so viel Solarstrom produzieren, wie der aktuelle Jahresstromverbrauch des Kunden beträgt. Mit dieser bilanziellen Autarkie werden die Stromkosten auf Null gesenkt, auch wenn der Solarstrom nicht komplett selbst verbraucht wird. Dieses Modell soll nach Angaben von B&W Energy auch bis mindestens 2020 erhalten bleiben. Für große Photovoltaik-Anlagen, wie das nun geplante Projekt, gibt es hingegen ein Prämienmodell mit Ausschreibungscharakter. Nur mit dem Erhalt dieser sogenannten SDE Förderung lohnt sich der Bau von Solarparks. Sie muss beantragt werden und wird zusätzlich zur allgemeinen Vergütung für eingespeisten Strom gezahlt, die in Holland derzeit bei etwa sieben Cent pro Kilowattstunde liegt.
Vor rund 100 Gästen erfolgte am Dienstag der Spatenstich. Bis August sollen die rund 7000 Module von Solarworld installiert sein. (Foto: B&W Energy)
Die Förderung von Photovoltaik-Anlagen in den Niederlanden unterscheidet zwischen großen und kleinen Systemen. Für private Photovoltaik-Dachanlagen gibt es ein Net-Metering, wobei die Anlagen so ausgelegt werden, dass sie so viel Solarstrom produzieren, wie der aktuelle Jahresstromverbrauch des Kunden beträgt. Mit dieser bilanziellen Autarkie werden die Stromkosten auf Null gesenkt, auch wenn der Solarstrom nicht komplett selbst verbraucht wird. Dieses Modell soll nach Angaben von B&W Energy auch bis mindestens 2020 erhalten bleiben. Für große Photovoltaik-Anlagen, wie das nun geplante Projekt, gibt es hingegen ein Prämienmodell mit Ausschreibungscharakter. Nur mit dem Erhalt dieser sogenannten SDE Förderung lohnt sich der Bau von Solarparks. Sie muss beantragt werden und wird zusätzlich zur allgemeinen Vergütung für eingespeisten Strom gezahlt, die in Holland derzeit bei etwa sieben Cent pro Kilowattstunde liegt.
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