Sonntag, 18. März 2012

Jetzt speichern mit Leclanché

Leclanché S.A. (SIX Swiss Exchange: LECN), ein Schweizer Unternehmen, das auf die Produktion grossformatiger Lithium-Ionen-Zellen und Energie-speicherlösungen spezialisiert ist, steigt mit der Auslieferung des ersten Speichermoduls an ein führendes internationales Elektronik- und Energieversorgungsunternehmen in den industriellen Energiespeichermarkt ein.

Insgesamt werden in den nächsten Wochen sechs Module, die jeweils aus dreizehn miteinander verbundenen Speichereinheiten mit einer Gesamtkapazität von 156 kWh bestehen, ausgeliefert. In den Modulen werden Lithium-Ionen-Zellen von Leclanché mit einem Batterie-Management-System von ads-tec kombiniert, die in industriellen Containersystemen beispielsweise zur Stabilisierung der Netzlast oder als Massenspeicher von Wind- und Solarenergie eingesetzt werden.

„Die Auslieferung des Speichermoduls an ein internationales Grossunternehmen steht für den Eintritt von Leclanché in den industriellen Energiespeichermarkt. Leclanché bietet seinen Partnern und Endkunden Lithium-Ionen-Zellen der neuesten Generation, die durch ihre speziellen Produkt-Eigenschaften überzeugen so wie beispielsweise Titanat-Anoden, die bis zu 15'000 volle Lade- und Entladezyklen ermöglichen, oder dem patentierten keramischen Separator, der höchstmögliche Sicherheit gewährleistet“, sagt Dr. Ulrich Ehmes, CEO von Leclanché.

Eine verstärkt dezentrale Produktion sowie schwankende Einspeisekapazitäten von erneuerbaren Energien führen dazu, dass skalierbare industrielle Speichersysteme eine immer wichtigere Rolle für die effiziente Nutzung von Wind- und Sonnenenergie spielen. Laut einer Studie müssen bis zum Jahr 2040 rund 40 TWh an erneuerbarer Energie zwischengespeichert werden, um die vorhandenen Überschüsse kompensieren zu können. Allein in Deutschland sind in den nächsten zwei Jahrzehnten Investitionen im Umfang von ca. EUR 30 Mrd. in neue Energiespeichersysteme nötig.

Leclanché ist Spezialist für massgeschneiderte Energiespeichersysteme. Die Strategie von Leclanché ist darauf ausgerichtet, seine Position als einer der führenden Hersteller von Lithium-Ionen-Zellen und Anbieter von elektrischen Speicherlösungen für erneuerbare Energien in Europa auszubauen. Die ersten strategischen Prioritäten gelten stationären Heimspeicherlösungen für elektrischen Strom sowie der Expansion in die Märkte für stationäre, industrielle und netztechnische Stromspeicherlösungen. Durch die Beteiligung an Forschungskonsortien, die sich auf Offroad-Lösungen und Anwendungen im Fahrzeugbereich konzentrieren, ist Leclanché gut positioniert, neue und entstehende Marktchancen zu nutzen. Im Februar hatte das Unternehmen erfolgreich neue Aktien platziert und damit die Finanzierung für die nächste Zeit sichergestellt (siehe Solarmedia vom 8. Februar 2012).

Quelle: Leclanché

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Würgegriff von Chinas Banken

Chinas Banken zerstören den deutschen Solarmarkt - denn chinesische Solarmodul-hersteller haben sich 2011 auf dem deutschen Solarmarkt stark engagiert und massiv Nachfrage selbst beschafft. Viele Unternehmen haben dabei nicht auf Aufträge gewartet, sondern ihre eigenen Solarparks gebaut, wie die Financial Times Deutschland berichtet.

Unterstützt wurden die Modulhersteller dabei von chinesischen Staatsbanken, die den einzelnen Gesellschaften günstige Kredite gewährten. Die Aufträge kamen von Tochterfirmen. "Im vergangenen Jahr haben chinesische Hersteller sehr hohe Investitionen in Deutschland getätigt. Die hohe Nachfragevolumina war vor allem im vierten Quartal ersichtlich", so Stefan Freudenreich, Solar-Analyst bei der equinet Bank.

"Wir haben einfach kein Geld, so etwas zu tun, aber wir leiden unter der künstlich geschaffenen Nachfrage", wird der Chef eines deutschen Modulbauers im Bericht zitiert. China wolle mit einem Überangebot den deutschen Markt kaputt machen, um ihn später dominieren zu können.

Zweifelsohne hat die gesamte Solarbranche unter anderem aufgrund der chinesischen Billigkonkurrenz gelitten. Die Wettbewerbssituation hat sich aber in den vergangenen Monaten verändert. Auch die chinesische Konkurrenz ist unter anderem wegen anteilig höherer gestiegener Transportkosten teurer geworden. "2011 haben weder deutsche noch chinesische Hersteller Gewinne erzielt. Der Kostennachteil, also höhere Produktionskosten, bleibt jedoch für deutsche Unternehmen bestehen. Zudem haben die Asiaten bei bestimmten Produktionsschritten mittlerweile einen Technologievorsprung", betont Freudenreich.

Außerdem sind die Banken in Deutschland bei der Kreditvergabe für Investitionsprojekte sehr restriktiv. Die Chinesen verfügen über einen besseren Zugang zu Geldern, weil Staatsbanken ihnen Kredite für Investitionen im Ausland zuteilen. Etwas differenzierter sieht Freudenreich die Finanzierungssituation in Deutschland. "Zwar ist die Kreditvergabe für Solarprojekte schwieriger geworden, aber Finanzierungsengpässe gibt es derzeit keine", sagt der Analyst abschließend.

Quelle: Sonnenseite / Pressetext

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Freitag, 16. März 2012

100 Prozent erneuerbar!

Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiss: Auch für die Schweiz gibt es den schnellen Weg zu einer Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien. Mit vielen Fakten unterlegt, zeigt der Basler Energieexperte Rudolf Rechsteiner, dass Wasserkraft in Kombination mit Solarenergie die Schweizer Energiewirtschaft revolutionieren kann – oder könnte.

Drei Entwicklungen stellt der Basler Alt-SP-Nationalrat an den Anfang seines Buches, dessen erstes Kapitel im folgenden wegen seiner wegweisenden energiepolitischen Erkenntnisse zusammengefasst sei: Die herrschende Energiewirtschaft ist immer noch vom Erdöl dominiert, dieses ist aber in den vergangenen zehn Jahren um etwa das Fünffache teurer geworden. Zweitens hat sich aller beschworenen Renaissance zum Trotz die Atomwirtschaft im gleichen Zeitraum deutlich zurückgebildet – ihr Anteil an der Weltstromerzeugung sank von einem Fünftel auf einen Siebtel. Und parallel zu diesen beiden Bewegungen in der fossilen und nuklearen Energiewelt haben die Erneuerbaren wie Wind und Sonne unglaublich viel Boden gut gemacht, sind aus einer reinen Nische zu einem bedeutenden Faktor der Energiewelt geworden, insbesondere auch in den neu aufstrebenden Schwellenländern.

Inwieweit das zu- und auch die Schweiz betrifft, schildert Rechsteiner im Eingangskapital seines eben in die Läden gelieferten Buches «100 Prozent erneuerbar» gut verständlich und stets mit eingängigen Grafiken unterlegt – man erinnert sich diesbezüglich an die wertvollen Wirtschaftsbücher von Rudolf H. Strahm, eines anderen ehemaligen SP-Nationalrats. Doch Rechsteiner bleibt bei seinen Leisten, sprich, er widmet sich auch in diesem im Orell-Füssli-Verlag herausgegebenen und von Greenpeace unterstützten Buch der Energiefrage im engeren Sinn, die er schon während seiner 12jährigen Parlamentstätigkeit als Basler Nationalrat hauptsächlich betrieb (daneben galt er dort als Spezialist für Vorsorgefragen der 2. Säule).

Eine Art Vorsorge ist ja auch das Verfolgen der Energiewirtschaft – und das Aufzeigen, welches Potential in den Erneuerbaren Energien steckt. Noch bevor der Autor ins Detail geht, zeigt er bereits im Eingangskapitel des neuen Buchs, dass die Option 100 Prozent erneuerbar für die Schweiz erstens ein gangbarer Weg ist, zweitens sich unser Land sogar besonders eignet für diesen Weg und drittens die Kombination von vorhandener Wasserkraftinfrastruktur und dem Potential der Solarenergie eine baldige Realisierung möglich macht. Ja hier belegt es einer ganz konkret (der Westschweizer Nationalrat und Swissolarpräsident Roger Nordmann hatte es auch schon getan, siehe Solarmedia vom 11. Mai 2011), dass die Solarenergie der Schlüssel für diesen Schweizer Weg zu den Erneuerbaren ist. Insofern hat Rechsteiner seine Position gegenüber früher geändert, was ja aufgrund neuer Gegebenheiten nicht verboten ist. Denn einst galt er als Verfechter einer Energiestrategie, die in Bezug auf die Erneuerbaren vor allem auf den Wind setzte – und dabei zu einem guten Teil auf Wind aus Norddeutschland. Verbunden mit dem Problem der Netzinfrastruktur, die noch immer einer Lösung harrt.

Aber eben, jetzt ist der Wind für Rechsteiner noch eine mögliche Option für die Winterenergielücke (vorallem November bis Januar). Während in der ganzen restlichen Zeit einer Kombination von Wasserkraft (nach einem moderaten Ausbau) und solarer Stromerzeugung, der so genannten Photovoltaik, nach seinen Berechnungen ausreicht, selbst einen steigenden Strombedarf der Schweiz bis ins Jahr 2030 vollumfänglich erneuerbar zu decken. Möglich wird das von Seiten der Solarenergie, wie Rechsteiner plausibel aufzeigt, weil vor allem die Alpenregion ein grosses Potential aufweist mit Solarstromerträgen, die jenen Südeuropas gleichkommen (wenig Nebel, sehr viel Sonnenschein, für die Photovoltaik zuträgliche kühle Temperaturen). Weil sich Solaranlagen insbesondere seit 2009 enorm verbilligt haben und diese Entwicklung (im Gegensatz zur Preisentwicklung bei den fossilen und nuklearen Brennstoffen) weiter geht, ist die skizzierte Option nicht nur eine ökologisch sinnvolle, sondern auch eine ökonomisch tragbare.

Wie realistisch der Weg ist, zeigt auch die Situation rund um die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV). Sie macht exemplarisch klar, welch ein Machtkampf um die künftige Stromversorgung hierzulande tobt. Denn eine Ausdehnung der KEV, respektive eine Berücksichtigung aller hängigen Gesuche, erlaubte bereits heute eine Stromproduktion, die jene der drei AKW Mühleberg, Beznau I und II ersetzte. Und dank der vorhandenen und im Bau befindlichen Speicherseen lässt sich auch das Problem des fehlenden Sonnenscheins zu Nacht- und Winterzeiten lösen. Die herkönnliche Stromlobby wehrt sich noch, doch nicht nur Rechsteiner ist voll des Optimismus, dass sich die erneuerbare Variante dank ihrer vielen Vorteile, letztlich dank der Macht des Faktischen durchsetzen wird.

Rudolf Rechsteiner: «100 Prozent erneuerbar», Orell Füssli Verlag, 2012, 29.90 CHF






© Solarmedia

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Donnerstag, 15. März 2012

PV-Strom seit 30 Jahren

Am 13. Mai liefert eine Photovoltaik-Testanlage im Tessin seit genau 30 Jahren Strom ins öffentliche Elektrizitätsnetz. Dass die Anlage einen so hohen Geburtstag feiern kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Bei entsprechender Wartung können Solaranlagen aber bis ins hohe Alter zuverlässig Strom produzieren, wie das in «energeia» (herausgegeben vom Bundesamt für Energie) beschriebene Beispiel zeigt.

Die Geschichte der Photovoltaik ist natürlich älter als 30 Jahre. Der Durchbruch in der Entwicklungvon Solarzellen gelang bereits in den 1950er Jahren und auch in der Schweiz gibt es ältere Anlagen. Das Sonnenkraftwerk auf dem Dach der Fachhochschule der italienischen Schweiz (Supsi) in Lugano ist aber die erste Anlage in Europa, die ans öffentliche Stromnetz angeschlossen wurde. 1982 installierte der Kanton Tessin mit Unterstützung des Bundes die Zehn-Kilowatt-Anlage – mit dem Ziel die Sicherheitsprobleme zu studieren, die mit dem Anschluss an das öffentliche Stromnetz entstehen könnten. Über die Jahre hat sich das Ziel gewandelt: Heute untersucht das ISAAC an der Supsi die elektrischen und mechanischen Eigenschaften wie auch die Lebensdauer der Photovoltaik-Module.

Es ist beeindruckend: Die 288 monokristallinen Siliziumzellen der Photovoltaikanlage liefern seit 1982 praktisch ohne Unterbruch Strom ins öffentliche Netz. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn auch Solaranlagen haben ein Ablaufdatum. Fast ewig halten dabei die Siliziumzellen selbst. Der Alterungsprozess betrifft in erster Linie die Verpackung der Zellen: Durch Lichteinfluss können die Materialien rund um die Zellen vergilben und spröde werden oder die Sandwich-Konstruktion der Module beginnt sich aufzulösen. Der Experte spricht dann von Delamination. Gemäss Urs Wolfer, Bereichsleiter Sonnenenergie im BFE, verliert eine Anlage im Schnitt ein halbes Prozent Leistung pro Jahr.

Wenn Solaranlagen nicht 30 Jahre alt werden, liegt das aber oft nicht an den Verschleisserscheinungen der einzelnen Module, sondern hat viel näherliegende Ursachen. Das Dach unter der Anlage muss beispielsweise saniert werden. Oder die Leistung nimmt aufgrund von Verschmutzungen ab. Manchmal werfen auch Pflanzen Schatten auf die Anlage. Die Geschichte der Anlage im Tessin scheint deshalb typisch: 1989 musste der Wechselrichter – meist das schwächste Glied der Anlage – ein erstes Mal ausgewechselt werden. Sechs Jahre später wurde die Anlage komplett demontiert und nach der Sanierung des darunterliegenden Daches wieder aufgebaut.

Ob die heutigen Anlagen eine längere Lebenserwartung haben werden als die früheren Modelle, ist noch nicht sicher, wird aber allgemein erwartet: «Die Technologie hat das Potenzial, über 30 Jahre alt zu werden», versichert Stefan Nowak, Leiter Forschungsprogramm Photovoltaik BFE. So sieht auch die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) Auszahlungen über 25 Jahre vor. «Allerdings hängt das entscheidend von der Qualität der Produkte ab, die unterschiedlich ist», gibt Nowak zu bedenken. «Zum Erhalt der Leistungsfähigkeit und damit der Ertrag über die
Jahre stabil bleibt, ist allerdings eine regelmässige Wartung und Kontrolle unverzichtbar», ergänzt Wolfer. Eines ist also sicher: Einschalten und vergessen, das gibt es nicht.

Die Anlage in Lugano ist nicht die einzige Seniorin in der Schweiz. Der Bund hat viele Photovoltaikprojekte der frühen Stunde vorangetrieben. 1989 installierte er eine Anlage auf dem Dach des Bundesamts für Metrologie. Im gleichen Jahr baute er die damals grösste Anlage der Schweiz auf einer Lärmschutzwand entlang der Autobahn A13 bei Domat/Ems. Beide Anlagen sind heute noch in Betrieb und liefern Strom ins Netz. Auch das berühmteste Sonnenkraftwerk der Schweiz auf dem Mont Soleil ist nicht mehr ganz jung. Es ging 1992, vor 20 Jahren also, ans Netz.

Und wie sieht es aus mit der Energiebilanz? Herstellung, Bau, Betrieb und Entsorgung einer Solarstromanlage brauchen viel Energie. Unter normalen Bedingungen ist diese Energieschuld nach rund drei Jahren zurückgezahlt. Danach kann die Anlage noch über 25 Jahre lang Strom produzieren. Das sind mindestens zehn Mal mehr, als zu Herstellung der Anlage erforderlich waren. Heute ziehen wir den Hut vor rund 200 000 produzierten Kilowattstunden Strom der ersten Solaranlage am europäischen Stromnetz und gratulieren zum Geburtstag. Auf das in den nächsten Jahren noch viele Kilowattstunden auf dem Dach der Supsi erzeugt werden.

Quelle: energeia / swp

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Japans Solar- ersetzt Atomstrom

Ein Jahr nachdem Japan von einem schweren Erdbeben, einem Tsunami und einem verheerenden Atomunglück erschüttert wurde, steckt das Land mitten in der Energiewende. Derzeit sind nur noch zwei von ursprünglich 54 japanischen Atomreaktoren am Netz. Ihre Leistung deckte früher rund 30 Prozent von Japans Energiebedarf. Um diesen Anteil heute auszugleichen, wird Solarstrom immer wichtiger.

Kyocera – als einer der Pioniere auf dem Gebiet der regenerativen Energien – bietet gemäss eigenen Angaben mit seinen Hochleistungs-Photovoltaikmodulen passende Lösungen für Privathaushalte und Industrie. Die Energietrends in Japan könnten auch wegweisend für den europäischen Markt sein. „Die Katastrophe von Fukushima hat erneuerbare Energien ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Um unsere Zukunft und die nachfolgender Generationen zu sichern, müssen wir die Energiewende vorantreiben“, sagt Shigeru Koyama, Europapräsident von Kyocera.

Japans Frauenfussball-Nationalmannschaft wurde wenige Monate nach der Atom- und Tsunamikatastrophe Weltmeister - und bedankte sich bei der ganzen Welt. Bild nach dem Finalspiel ab TV: Guntram Rehsche.





Bis Ende März 2012 werden mehr als eine Million Haushalte in Japan ihren Strom aus ihren eigenen Solaranlagen beziehen. Der Trend geht in Japan zur Selbstversorgung. Allein zwischen April 2011 und Januar 2012 stieg die Zahl der Bewerbungen um häusliche Solarinstallationen auf 215.178 an, eine Steigerung um 140 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Experten erwarten auch in den kommenden Jahren einen Anstieg bei häuslichen Solarinstallationen um 12 Prozent pro Jahr. Neue Einspeisetarife sollen auch als Katalysator für die Entwicklung von Groß-Solaranlagen wirken. Details zur Neuregelung hat die japanische Regierung noch nicht endgültig festgelegt. Beschlossen ist jedoch, dass die neuen Tarife ab dem 1. Juli 2012 gelten sollen. Darüber hinaus ist es durch das gemeinsame Engagement von Industrie, Wirtschaft und Bevölkerung im vergangenen Jahr gelungen, den gesamten Energieverbrauch Japans um rund 15 Prozent zu senken.

Kyocera ist am Bau von Solar-Großanlagen für öffentliche und gewerbliche Zwecke beteiligt. Beispiele dafür sind eine 4,2MW-Installation für die Stadt Kyoto oder Solarmodule auf umweltfreundlichen Einkaufszentren. Bis zum Jahr 2020 planen die zehn japanischen Energieversorger den Bau von 30 Groß-Solaranlagen. Damit sollen zusätzlich 140MW aus Sonnenenergie ins Stromnetz eingespeist werden.

Quelle: Kyocera

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Mittwoch, 14. März 2012

Vielen Solarfirmen droht Pleite

So sieht Franz Alt die Kürzung der Einspeisevergütung durch die deutsche Politik für die Solarindustrie, die ab Anfang April umgesetzt werden soll. Ein Video-Interview von DAF-Fernsehen mit dem Energiepublizisten.

"Ein Rückgang der Einspeisevergütung mit Augenmaß hätte die Branche verkraftet bis zu 30 Prozent, aber 50 Prozent in einem Jahr, welche Branche kann das verkraften," so Alt im ausführlichen Interview des Deutschen Anleger Fernsehens weiter. Umfragen zufolge sieht er, dass von etwa 1.000 mittleren und grösseren Solarfirmen, etwa 50 Prozent vor der Insolvenz stehen werden. Das Hauptproblem sieht Alt in der alten Energiewirtschaft, die die erneurbaren Energien komplett verschlafen haben. "Hier darf sich nicht gewundert werden, wenn die alten Energieriesen jetzt Probleme bekommen, wo die Regierung beschliesst wir gehen auf 100 Prozent erneuerbare Energien zu," so Alt und kritisiert, dass die Politik hier der alten Energiewirtschaft entgegengeht.

Der Wirtschaftsminister sieht bei den erneuerbaren Energien, laut Alt, einen Fehler, nämlich, dass sie zu gut und zu schnell sind. Es fehlen die Netze, aber wichtig wäre diese auszubauen, anstatt die Einspeisevergütung zu kürzen. Auch die Rolle als Technologieführer in dieser Branche steht auf dem Spiel, denn die Konkurrenz aus Asien schläft nicht. Alt sieht die Kürzung der Einspeisevergütung ein falsches Signal zum völlig falschen Zeitpunkt, aber setzt hier auf die Kanzlerin. In einem Telefonat mit ihr, hat Alt das Verständnis für die Branche herausgehört und hegt so die Hoffnung, dass das Gesetz so nicht umgesetzt wird.

Wie es um die erneuerbaren Energien gestellt ist und wie der Plan bis 2020 aussehen muss, zeigt das Video.