Grossprojekte gibt es unterdessen auch im Solarbereich. Doch was der nordafrikanische Staat Marokko plant, lässt aufhorchen – zwei Gigawatt Kapazität für neun Milliarden US-Dollar.
Mit einer ähnlich gigantischen Vorgabe hat sich bislang nur China auf die Äste hinausgewagt. In der mongolischen Wüste soll dort der US-Dünnfilmproduzent First Solar bis 2019 eine Zwei-Giga-Watt-Solarstromanlage erstellen (siehe Solarmedia vom 8. September 2009). In der gleichen Grössenordnung, allerdings verteilt auf voraussichtlich fünf Regionen, bewegt sich ein Vorhaben Marokkos. Da liess es sich gemäss verschiedenen Nachrichtenagenturen der marokkanische König anfangs der Woche nicht nehmen, höchstpersönlich und in Anwesenheit der amerikanischen Aussenministerin Hillary Clinton das Vorhaben zu verkünden.
In der südmarokkanischen Stadt Ouarzazate bezifferte Mohammed VI das Vorhaben auf rund neun Milliarden US-Dollar. Fertig gestellt soll das Ganze vor dem Jahre 2020 sein und dannzumal 14 Prozent des marokkanischen Elektrizitätsbedarfs decken. Neben Ouarzazate kommen die Anlagen in Ain Bni Mathar, Foum Al Oued, Boujdour and Sebkhat Tah zu stehen. Für Marokko steht auch die energiemässige Unabhängigkeit auf dem Spiel, ist es doch der einzige nordafrikanische Staat ohne eigene Ölförderung. Selbstredend soll es den Klimawandel zu verhindern helfen und den CO2-Ausstoss mindern.
© Solarmedia / Quelle: Euro-Mediterranean Information System on know-how in the Water sector
Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Mittwoch, 4. November 2009
Italien holt auf
Lange Zeit vernachlässigt, wird Italien nun ein attraktiver Zipfel Europas für Photovoltaik-Anlagen. Das Beispiel einer Mehrfach-Initiative zeigt, wohin die Reise geht.
Das Unternehmen Solarig Holding, S.L. (Soria, Spanien) berichtet, es habe mit dem Bau von acht Solarstromanlagen in den italienischen Regionen Apulien und Piemont begonnen (im Bild eine der Solarig-Anlagen). Das Unternehmen betont, dass die politischen Rahmenbedingungen in Italien für derartige Projekte gut geeignet sind. Die Solarig-Gruppe will in der Region Apulien sieben Solarparks errichten, wovon sechs jeweils eine Spitzenleistung von 0,99 Megawatt (MWp) haben und fest montiert werden sollen. Das siebte Projekt wird laut Solarig zweiachsige Solar-Nachführsysteme nutzen und soll eine Nennleistung von 0,68 MWp haben.
Laut Pressemitteilung baut das Unternehmen außerdem einen Photovoltaik-Park mit fest installierten Modulen und einer Nennleistung von 1,5 MWp in der Region Piemont. Solarig will mit seinen italienischen Tochterunternehmen die komplette Projektentwicklung übernehmen, von der Planung über den Bau und den Netzanschluss bis hin zum Betrieb der Projekte. Nach dem für Dezember 2009 geplanten Anschluss an das öffentliche Stromnetz sollen die Solarparks Strom für mehr als 2.700 Haushalte liefern und damit mehr als 5.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden. Solarig will in den nächsten Monaten mit der Installation von mehr als 30 MW Photovoltaik-Leistung in verschiedenen Regionen Italiens beginnen, heißt es in der Pressemitteilung.
Quelle: Solarig Holding, S.L
Das Unternehmen Solarig Holding, S.L. (Soria, Spanien) berichtet, es habe mit dem Bau von acht Solarstromanlagen in den italienischen Regionen Apulien und Piemont begonnen (im Bild eine der Solarig-Anlagen). Das Unternehmen betont, dass die politischen Rahmenbedingungen in Italien für derartige Projekte gut geeignet sind. Die Solarig-Gruppe will in der Region Apulien sieben Solarparks errichten, wovon sechs jeweils eine Spitzenleistung von 0,99 Megawatt (MWp) haben und fest montiert werden sollen. Das siebte Projekt wird laut Solarig zweiachsige Solar-Nachführsysteme nutzen und soll eine Nennleistung von 0,68 MWp haben. Laut Pressemitteilung baut das Unternehmen außerdem einen Photovoltaik-Park mit fest installierten Modulen und einer Nennleistung von 1,5 MWp in der Region Piemont. Solarig will mit seinen italienischen Tochterunternehmen die komplette Projektentwicklung übernehmen, von der Planung über den Bau und den Netzanschluss bis hin zum Betrieb der Projekte. Nach dem für Dezember 2009 geplanten Anschluss an das öffentliche Stromnetz sollen die Solarparks Strom für mehr als 2.700 Haushalte liefern und damit mehr als 5.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden. Solarig will in den nächsten Monaten mit der Installation von mehr als 30 MW Photovoltaik-Leistung in verschiedenen Regionen Italiens beginnen, heißt es in der Pressemitteilung.
Quelle: Solarig Holding, S.L
Montag, 2. November 2009
Chefwechsel bei Oerlikon Solar
Jetzt ist eine der ganz wenigen Solarmanagerinnen der Branche den Job los. Der krisengeschüttelte Mutterkonzern Oerlikon hat sich von der Amerikanierin Jeannine Sargent nach rund zwei Jahren getrennt.
In der Solarsparte des schwer angeschlagenen Industriekonzerns OC Oerlikon kommt es zu einem Chefwechsel: Jeannine Sargent, die den Bereich seit 2007 geführt hat, gibt ihren Posten an den langjährigen Kadermitarbeiter Jürg Henz weiter. Dieser werde Oerlikon Solar interimistisch leiten, hiess es in einer Mitteilung des Unternehmens von Montag. Ob er den Konzernbereich dauerhaft übernehme, ist gemäss Oerlikon-Sprecher Burkhard Böndel noch offen. Das Unternehmen werde "in absehbarer Zeit" weitere Details bekannt geben.
Oerlikon Solar produziert Fabrikationsanlagen für Dünnfilmmodule und ist aufgrund der technologischen Spitzenstellung weltweit im Geschäft. (Bild: OC Oerlikon)
Oerlikon Solar gilt als Hoffungsträgerin innerhalb des Oerlikon-Industriekonglomerats, dessen Mehrheit dem russischen Financier Viktor Vekselberg gehört. Die Solarsparte kämpft aber wie der übrige Konzern als Folge der globalen Wirtschaftskrise mit grossen Problemen. Oerlikon insgesamt schreibt seit 2008 rote Zahlen. Konzernchef Hans Ziegler, der erst seit gut zwei Monaten das Unternehmen leitet, will die Konzernstrategie überprüfen und hat vor rund zwei Wochen eine "Gesamtlösung" bis Ende Jahr angekündigt. Beobachter erwarten, dass weiter Konzernsparten verkauft werden, um Teile der Milliardenschulden zurückzuzahlen, die auf dem Konzern lasten.
Auch die Solarsparte, die in ersten Halbjahr 2009 zwei Grossaufträge über mehrere hundert Mio. Fr. aus Russland bekommen hatte, könnte veräussert werden. Umgekehrt gab es aber in der Sonntagspresse schon Spekulationen, dass Oerlikon Solar künftig das Kerngeschäft von Oerlikon bilden werde – oder dass die Solarsparte mit ABB fusioniert werde, wie Solarmedia vor Monatsfrist spekulierte. Man geht wohl kaum fehl in der Annahme, dass der Wechsel auf dem Chefposten mit der künftigen Ausrichtung der Solarsparte von Oerlikon zu tun hat - wie früher schon gibt sich der Konzern aber sehr schweigsam - um so stärker der Druck, bis Ende Jahr die Zukunft der konzernweit mehreren Tausend Angestellten endlich zu klären.
© Solarmedia / Quelle: SDA
In der Solarsparte des schwer angeschlagenen Industriekonzerns OC Oerlikon kommt es zu einem Chefwechsel: Jeannine Sargent, die den Bereich seit 2007 geführt hat, gibt ihren Posten an den langjährigen Kadermitarbeiter Jürg Henz weiter. Dieser werde Oerlikon Solar interimistisch leiten, hiess es in einer Mitteilung des Unternehmens von Montag. Ob er den Konzernbereich dauerhaft übernehme, ist gemäss Oerlikon-Sprecher Burkhard Böndel noch offen. Das Unternehmen werde "in absehbarer Zeit" weitere Details bekannt geben.
Oerlikon Solar produziert Fabrikationsanlagen für Dünnfilmmodule und ist aufgrund der technologischen Spitzenstellung weltweit im Geschäft. (Bild: OC Oerlikon)Oerlikon Solar gilt als Hoffungsträgerin innerhalb des Oerlikon-Industriekonglomerats, dessen Mehrheit dem russischen Financier Viktor Vekselberg gehört. Die Solarsparte kämpft aber wie der übrige Konzern als Folge der globalen Wirtschaftskrise mit grossen Problemen. Oerlikon insgesamt schreibt seit 2008 rote Zahlen. Konzernchef Hans Ziegler, der erst seit gut zwei Monaten das Unternehmen leitet, will die Konzernstrategie überprüfen und hat vor rund zwei Wochen eine "Gesamtlösung" bis Ende Jahr angekündigt. Beobachter erwarten, dass weiter Konzernsparten verkauft werden, um Teile der Milliardenschulden zurückzuzahlen, die auf dem Konzern lasten.
Auch die Solarsparte, die in ersten Halbjahr 2009 zwei Grossaufträge über mehrere hundert Mio. Fr. aus Russland bekommen hatte, könnte veräussert werden. Umgekehrt gab es aber in der Sonntagspresse schon Spekulationen, dass Oerlikon Solar künftig das Kerngeschäft von Oerlikon bilden werde – oder dass die Solarsparte mit ABB fusioniert werde, wie Solarmedia vor Monatsfrist spekulierte. Man geht wohl kaum fehl in der Annahme, dass der Wechsel auf dem Chefposten mit der künftigen Ausrichtung der Solarsparte von Oerlikon zu tun hat - wie früher schon gibt sich der Konzern aber sehr schweigsam - um so stärker der Druck, bis Ende Jahr die Zukunft der konzernweit mehreren Tausend Angestellten endlich zu klären.
© Solarmedia / Quelle: SDA
Deutschland senkt Vergütung
Entwarnung an der Solarfront in Deutschland – vorderhand. Die Vergütung für neue PV-Anlagen sinkt im kommenden Jahr nur wie vom Gesetz vorgesehen um durchschnittlich zehn Prozent. Der Zubau 2009 erreicht einen neuen Rekordwert.
Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland war in laufenden Jahr enorm. Gemäss Zahlen der Bundesnetzagentur wird der Vergütungssatz für Solarstrom daher im kommenden Jahr um elf Prozent bei den kleineren Hausanlagen sinken. 2009 sind in Deutschland mehr Photovoltaik-Anlagen ans Netz gegangen als erwartet. "Der Schwellenwert von 1500 Megawatt, der eine erhöhte Degression und damit eine stärkere Absenkung der Vergütungssätze zur Folge hat, wurde mit einer gemeldeten installierten Leistung von ca. 2340 Megawatt deutlich überschritten", teilte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, mit.
Damit werden die Vergütungssätze im kommenden Jahr je nach Art und Größe der Anlage um neun bzw. elf Prozent gegenüber 2009 sinken, wie es weiter hieß. Die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen wird 2010 zwischen 22,76 Cent bis 39,14 Cent pro Kilowattstunde liegen, wie die Bundesnetzagentur nach den Vorgaben des EEG ermittelt hat.
Seit 1. Januar sind Photovoltaik-Anlagenbetreiber verpflichtet, Standort und Leistung ihrer Anlage zu melden. Demnach ist seit Jahresbeginn bis Ende September ein Zubau an Photovoltaik-Anlagen von 1471 Megawatt zu verzeichnen. Zur Ermittlung der Höhe der Degression der Einspeisevergütung sind aber die Zahlen des Gesamtjahres notwendig. Daher habe die Bundesnetzagentur die von den Netzbetreibern für das 3. Quartal 2008 übermittelten Zahlen herangezogen. Damals waren Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 869 Megawatt ans Netz gegangen.
Quelle: Diverse
Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland war in laufenden Jahr enorm. Gemäss Zahlen der Bundesnetzagentur wird der Vergütungssatz für Solarstrom daher im kommenden Jahr um elf Prozent bei den kleineren Hausanlagen sinken. 2009 sind in Deutschland mehr Photovoltaik-Anlagen ans Netz gegangen als erwartet. "Der Schwellenwert von 1500 Megawatt, der eine erhöhte Degression und damit eine stärkere Absenkung der Vergütungssätze zur Folge hat, wurde mit einer gemeldeten installierten Leistung von ca. 2340 Megawatt deutlich überschritten", teilte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, mit.
Damit werden die Vergütungssätze im kommenden Jahr je nach Art und Größe der Anlage um neun bzw. elf Prozent gegenüber 2009 sinken, wie es weiter hieß. Die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen wird 2010 zwischen 22,76 Cent bis 39,14 Cent pro Kilowattstunde liegen, wie die Bundesnetzagentur nach den Vorgaben des EEG ermittelt hat.
Seit 1. Januar sind Photovoltaik-Anlagenbetreiber verpflichtet, Standort und Leistung ihrer Anlage zu melden. Demnach ist seit Jahresbeginn bis Ende September ein Zubau an Photovoltaik-Anlagen von 1471 Megawatt zu verzeichnen. Zur Ermittlung der Höhe der Degression der Einspeisevergütung sind aber die Zahlen des Gesamtjahres notwendig. Daher habe die Bundesnetzagentur die von den Netzbetreibern für das 3. Quartal 2008 übermittelten Zahlen herangezogen. Damals waren Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 869 Megawatt ans Netz gegangen.
Quelle: Diverse
Freitag, 30. Oktober 2009
Zürich: Relativer Erfolg
Die Stadtzürcher Solarstrombörse ist erfolgreich unterwegs. 105 neue Photovoltaik-Anlagen wurden 2009 realisiert. Doch ein Blick nordwärts (nicht südwärts!) zeigt, wie relativ solche Erfolge sind.
Die Zürcher Presse ist heute voll des Lobes über den Erfolg der Solarstrombörse des Elektrizitätswerks (EWZ). Vor 13 Jahren eingeführt, entfaltet dieser Mechanismus eine für Schweizer Verhältnisse zumindest durchaus beachtliche Wirkung. Wobei der Vorgang einfach ist: Das EWZ kauf Solarstrom-ProduzentInnen aus der ganzen Schweiz (und nicht etwa nur aus Zürich) den Strom zu einem kostendeckenden Preis ab. Es verkauft diesen dann, nach eigenen Angaben ohne einen weiteren Aufschlag etwa fürs Marketing, seinen StromkundInnen.
Eine der ersten (und noch kleinen) Solarstromanlagen, deren Strom an die Kundschaft des EWZ via Solarstrombörse gelangt - das Getreidesilo beim Dammweg/Limmatstrasse unweit des Zürcher Escher-Wysss-Platzes (Bild: Guntram Rehsche)
Weil sich die Stromkundschaft von gegenüber den herkömmlichen Strompreisen noch um rund das Vierfache höheren Preisen nicht abschrecken lässt, musste das EWZ bereits neun Bieterrunden durchführen. Anlässlich der neuesten gaben über 300 ProduzentInnen ein, 105 fanden Unterschlupf beim EWZ. Und sorgten fast für eine Verdoppelung auf nunmehr 11,5 Megawatt Peak Leistung aller 268 Anlagen. Berücksichtigung fanden solche zu einem Durchschnittspreis von 58 Rappen. Was erlauben wird, den der Kundschaft verrechneten Preis von derzeit 75 nach Solarmedia-Schätzungen auf rund 68 Rappen zu senken.
So weit so gut – doch der Blick über die Grenze zeigt, dass sich solche Erfolge trotz allem als bescheiden ausnehmen. So meldet zufälligerweise ebenfalls heute die EuPD Research (Bonn) in einer Pressemitteilung, dass im vergangenen Jahr in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1650 Megawatt (MWp) neu installiert wurden. Da nehmen sich die fünf (also rund 300mal weniger!) beim erfolgreichsten Schweizer Stromunternehmen installierten MWp doch sehr bescheiden aus. Der deutsche Photovoltaik-Zubau eines Jahres hingegen entspricht in etwa der Leistung zweier konventioneller Kohlekraftwerke. Angesichts dieser Zahlen und eines Branchenumsatzes von zuletzt 9,5 Milliarden Euro markiere 2008 das bislang erfolgreichste Jahr der deutschen Photovoltaik-Branche.
Und die Gesamtzahlen für Deutschland lassen einen nochmals schwindlig werden: Die kumulierte PV-Leistung in Bayern ist mit 2114 MWp rund doppelt so hoch wie beim Zweitplazierten Baden-Württemberg und entspricht etwa der Leistung von zwei herkömmlichen Atomkraftwerken (für die Schweiz total etwa 35 MWp). Insgesamt wurden mit dem Einsatz von Photovoltaikanlagen bereits bis 2008 deutschlandweit 8.530.671 Tonnen CO2 eingespart, rechnet EuPD Research vor.
Die Deutschen kaufen im großen Stil Solaranlagen, das stellt auch Spiegel Online fest. Trotz Wirtschaftskrise wurden in den vergangenen zwölf Monaten Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 2340 Megawatt installiert. Damit sei der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgehaltene Schwellenwert von 1500 Megawatt deutlich überschritten worden, sagte Behörden-Chef Matthias Kurth am Freitag in Bonn. Ab diesem Schwellenwert greift eine automatische Regelung aus dem EEG: Ab kommendem Jahr sinkt die Vergütung für Solarstrom um einen Prozentpunkt stärker als ursprünglich vorgesehen. Für Standardanlagen bis zu 100 Kilowatt schrumpft der Zuschuss von derzeit 43 Cent damit um neun Prozent, für Großanlagen sogar um elf Prozent.
© Solarmedia / Quellen: EuPD Research / Spiegel Online
Die Zürcher Presse ist heute voll des Lobes über den Erfolg der Solarstrombörse des Elektrizitätswerks (EWZ). Vor 13 Jahren eingeführt, entfaltet dieser Mechanismus eine für Schweizer Verhältnisse zumindest durchaus beachtliche Wirkung. Wobei der Vorgang einfach ist: Das EWZ kauf Solarstrom-ProduzentInnen aus der ganzen Schweiz (und nicht etwa nur aus Zürich) den Strom zu einem kostendeckenden Preis ab. Es verkauft diesen dann, nach eigenen Angaben ohne einen weiteren Aufschlag etwa fürs Marketing, seinen StromkundInnen.
Eine der ersten (und noch kleinen) Solarstromanlagen, deren Strom an die Kundschaft des EWZ via Solarstrombörse gelangt - das Getreidesilo beim Dammweg/Limmatstrasse unweit des Zürcher Escher-Wysss-Platzes (Bild: Guntram Rehsche)Weil sich die Stromkundschaft von gegenüber den herkömmlichen Strompreisen noch um rund das Vierfache höheren Preisen nicht abschrecken lässt, musste das EWZ bereits neun Bieterrunden durchführen. Anlässlich der neuesten gaben über 300 ProduzentInnen ein, 105 fanden Unterschlupf beim EWZ. Und sorgten fast für eine Verdoppelung auf nunmehr 11,5 Megawatt Peak Leistung aller 268 Anlagen. Berücksichtigung fanden solche zu einem Durchschnittspreis von 58 Rappen. Was erlauben wird, den der Kundschaft verrechneten Preis von derzeit 75 nach Solarmedia-Schätzungen auf rund 68 Rappen zu senken.
So weit so gut – doch der Blick über die Grenze zeigt, dass sich solche Erfolge trotz allem als bescheiden ausnehmen. So meldet zufälligerweise ebenfalls heute die EuPD Research (Bonn) in einer Pressemitteilung, dass im vergangenen Jahr in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1650 Megawatt (MWp) neu installiert wurden. Da nehmen sich die fünf (also rund 300mal weniger!) beim erfolgreichsten Schweizer Stromunternehmen installierten MWp doch sehr bescheiden aus. Der deutsche Photovoltaik-Zubau eines Jahres hingegen entspricht in etwa der Leistung zweier konventioneller Kohlekraftwerke. Angesichts dieser Zahlen und eines Branchenumsatzes von zuletzt 9,5 Milliarden Euro markiere 2008 das bislang erfolgreichste Jahr der deutschen Photovoltaik-Branche.
Und die Gesamtzahlen für Deutschland lassen einen nochmals schwindlig werden: Die kumulierte PV-Leistung in Bayern ist mit 2114 MWp rund doppelt so hoch wie beim Zweitplazierten Baden-Württemberg und entspricht etwa der Leistung von zwei herkömmlichen Atomkraftwerken (für die Schweiz total etwa 35 MWp). Insgesamt wurden mit dem Einsatz von Photovoltaikanlagen bereits bis 2008 deutschlandweit 8.530.671 Tonnen CO2 eingespart, rechnet EuPD Research vor.
Die Deutschen kaufen im großen Stil Solaranlagen, das stellt auch Spiegel Online fest. Trotz Wirtschaftskrise wurden in den vergangenen zwölf Monaten Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 2340 Megawatt installiert. Damit sei der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgehaltene Schwellenwert von 1500 Megawatt deutlich überschritten worden, sagte Behörden-Chef Matthias Kurth am Freitag in Bonn. Ab diesem Schwellenwert greift eine automatische Regelung aus dem EEG: Ab kommendem Jahr sinkt die Vergütung für Solarstrom um einen Prozentpunkt stärker als ursprünglich vorgesehen. Für Standardanlagen bis zu 100 Kilowatt schrumpft der Zuschuss von derzeit 43 Cent damit um neun Prozent, für Großanlagen sogar um elf Prozent.
© Solarmedia / Quellen: EuPD Research / Spiegel Online
Beispiellose Garantie
BP Solar bietet beispiellose Leistungsgarantie auf alle Photovoltaik-Module.
BP Solar kündigt eine erweiterte Leistungsgarantie auf alle weltweit verkauften Module an. Damit stärkt das Unternehmen weiter seine Marktführerschaft im Bereich Produktqualität und -zuverlässigkeit. BP Solar ist das erste große Unternehmen, das für alle seine kristallinen Photovoltaik-Module eine Mindestleistung von 93% für die ersten 12 Jahre und von 85% für die Dauer von 25 Jahren garantiert. Diese neue Leistungsgarantie gilt für alle BP Solar PV Module, die ab 1. Januar 2010 hergestellt werden.
Der Ölkonzern hat zahlreiche seiner Tankstellen mit Solarmodulen bestückt. Für solche (neu produzierten) Module gilt nun die erweiterte Leistungsgarantie.
„Wir haben durch Produktinnovationen sowie kontinuierliche Verbesserungen des Designs und der Herstellung die Leistung von Photovoltaikprodukten auf ein neues Niveau gebracht,“ sagte Reyad Fezzani, CEO von BP Solar. „Die Leistungsabnahme hat einen erheblichen Einfluss auf die Energieerzeugung während der gesamten Nutzungsdauer einer Solaranlage. Unsere Tests zeigen, dass unsere Produkte niedrigere Leistungsverminderungsraten haben, als die Produkte unserer wichtigsten Wettbewerber. Aus diesem Grund können wir unseren Kunden dieses Leistungsversprechen geben.“
Sowohl interne als auch von unabhängigen Dritten durchgeführte Tests haben gezeigt, dass die Produkte von BP Solar eine sehr geringe Degradation aufweisen, was zu einer höheren Leistungsausbeute während der gesamten Nutzungsdauer der Module führt. „Wir stellen unser Versprechen für Produktzuverlässigkeit unter Beweis und setzen die Messlatte wieder einmal höher an, indem wir die höchste Wertschöpfung über die Modullebensdauer erzielen,” so Fezzani. BP Solar war auch das erste Solarunternehmen, das bereits 1998 eine 25-jährige Garantie anbot. Auf der Grundlage von mehr als 35 Jahren Erfahrung bei der Entwicklung und Herstellung von Photovoltaikprodukten und anhand des Wissens aus einer Vielzahl von Solaranlagen, die bereits viele Jahre in Betrieb sind, ist diese Optimierung ein weiterer Nachweis für die herausragende Leistungsfähigkeit von BP Solar Produkten.
Quelle: BP Solar
BP Solar kündigt eine erweiterte Leistungsgarantie auf alle weltweit verkauften Module an. Damit stärkt das Unternehmen weiter seine Marktführerschaft im Bereich Produktqualität und -zuverlässigkeit. BP Solar ist das erste große Unternehmen, das für alle seine kristallinen Photovoltaik-Module eine Mindestleistung von 93% für die ersten 12 Jahre und von 85% für die Dauer von 25 Jahren garantiert. Diese neue Leistungsgarantie gilt für alle BP Solar PV Module, die ab 1. Januar 2010 hergestellt werden.
Der Ölkonzern hat zahlreiche seiner Tankstellen mit Solarmodulen bestückt. Für solche (neu produzierten) Module gilt nun die erweiterte Leistungsgarantie. „Wir haben durch Produktinnovationen sowie kontinuierliche Verbesserungen des Designs und der Herstellung die Leistung von Photovoltaikprodukten auf ein neues Niveau gebracht,“ sagte Reyad Fezzani, CEO von BP Solar. „Die Leistungsabnahme hat einen erheblichen Einfluss auf die Energieerzeugung während der gesamten Nutzungsdauer einer Solaranlage. Unsere Tests zeigen, dass unsere Produkte niedrigere Leistungsverminderungsraten haben, als die Produkte unserer wichtigsten Wettbewerber. Aus diesem Grund können wir unseren Kunden dieses Leistungsversprechen geben.“
Sowohl interne als auch von unabhängigen Dritten durchgeführte Tests haben gezeigt, dass die Produkte von BP Solar eine sehr geringe Degradation aufweisen, was zu einer höheren Leistungsausbeute während der gesamten Nutzungsdauer der Module führt. „Wir stellen unser Versprechen für Produktzuverlässigkeit unter Beweis und setzen die Messlatte wieder einmal höher an, indem wir die höchste Wertschöpfung über die Modullebensdauer erzielen,” so Fezzani. BP Solar war auch das erste Solarunternehmen, das bereits 1998 eine 25-jährige Garantie anbot. Auf der Grundlage von mehr als 35 Jahren Erfahrung bei der Entwicklung und Herstellung von Photovoltaikprodukten und anhand des Wissens aus einer Vielzahl von Solaranlagen, die bereits viele Jahre in Betrieb sind, ist diese Optimierung ein weiterer Nachweis für die herausragende Leistungsfähigkeit von BP Solar Produkten.
Quelle: BP Solar
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