2008 war in Deutschland der Zubau an neuen Photovoltaik-Anlagen deutlich höher als prognostiziert. 2009 wird ein weiterer Rekord erreicht. Passend postuliert der neue Umweltminister eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien (EE).
Für 2009 geht das Solarstrom-Magazins PHOTON von einem Zubau zwischen 3.000 und 4.000 Megawatt aus – weit mehr als die bislang bekannten Zahlen der Bundesnetzagentur vermuten lassen. Die von PHOTON ermittelten Daten liegen deutlich über den bisherigen Prognosen. So ging die vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebene “Leitstudie 2008″ noch von einem Zubau von 1.250 Megawatt im Jahr 2008 aus. Für 2009 wurde ein Zubau von 1.300 Megawatt erwartet.
Die insgesamt in Deutschland installierte Leistung könnte damit zum Jahresende die Marke von zehn Gigawatt erreichen. Die Stromproduktion aus diesen Anlagen – rund zehn Terawattstunden – entspricht einem Atomkraftwerk wie Biblis A (eines der grössten AKW's in Deutschland wohlgemerkt). Solarstrom dürfte damit im nächsten Jahr bereits knapp zwei Prozent des deutschen Stromverbrauchs decken. PHOTON-Chefredakteurin Anne Kreutzmann: “Die hohen Zubauzahlen sind ein Beleg dafür, wie sehr die Photovoltaik bislang unterschätzt wurde. Doch damit Solarstrom nennenswert gegen die Klimakatastrophe wirkt, muss der Zubau noch schneller vorangehen und eher bei zehn Gigawatt pro Jahr liegen.”
Dazu passt eine Aussage des neuen Bundesumweltministers Norbert Röttgen (siehe auch das aktuelle Bild): Bis 2050 kann Deutschland beinahe seine gesamte Energie erneuerbar gewinnen. Dies sagte der Neue in der ZDF-Talkshow «Berlin Mitte». Die Kernenergie redete er dabei gemäss Bericht der Website Sonnenseite als „Brückentechnologie“ klein und gab bekannt, künftig mit dem Fahrrad ins Büro fahren zu wollen.
Röttgen: „Wenn wir auf Innovationen, auf die konsequente Steigerung der Energieeffizienz und auf kosteneffiziente Förderung der Erneuerbaren Energien setzen, kann unser Energieverbrauch bis 2050 fast vollständig durch erneuerbare Energie gedeckt werden.“ Dies sei der entscheidende Baustein für eine nachhaltige und ökologische Wirtschaft. Damit geht Röttgen weiter als alle bisherigen Bundesregierungen. Der Grüne Jürgen Trittin wollte 2005 noch 50 % erneuerbare Energie bis 2050.
© Solarmedia / Quellen: PHOTON Europe GmbH, Sonnenseite
Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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Freitag, 4. Dezember 2009
Japan macht vorwärts
Der Regierungswechsel wies in Richtung vermehrter Unterstützung der Erneuerbarern. Jetzt zeigen erste Grossprojekte, dass die Photovoltaik in Japan wirklich wieder an Boden gewinnt.
Die Toshiba Corporation (Tokyo, Japan) berichtet, das Unternehmen habe mit dem Energieversorger Tokyo Electric Power Company, Inc. (TEPCO; Tokyo, Japan) einen umfangreichen Vertrag über die Entwicklung eines großen Photovoltaik-Kraftwerks in Kawasaki (Präfektur Kanagawa) unterzeichnet, für das es auch Systemkomponenten bereitstellen werde (siehe Planbild). Das Solar-Kraftwerk mit dem Projektnamen "Ukishima Solar Power Plant" soll auf 11 Hektar städtischem Grund gebaut werden und eine Nennleistung von rund sieben Megawatt (MW) haben. Laut Pressemitteilung ist dies bereits der zweite Vertrag, den Toshiba über ein Solarkraftwerk im Multi-Megawatt-Maßstab geschlossen hat. Toshiba hatte im August 2009 einen Liefervertrag für ein 7,5 MW-Photovoltaik-Kraftwerk am Taketoyo Wärmekraftwerk in der Präfektur Aichi gemeldet.
Das Ukishima Solar Power Plant soll im Waterfront-Bezirk in Kawasaki gebaut werden und jährlich 7,4 Millionen Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produzieren. Dies würde die Emission von ungefähr 3.100 Tonnen CO2 verhindern, heißt es in der Pressemitteilung. Das Solar-Kraftwerk werde die erste Solaranlage im Portfolio von TEPCO und soll im Finanzjahr 2011 an das Netz gehen. Toshiba werde das Kraftwerk entwickeln und die gesamte Umsetzung übernehmen, von der Planung über die Beschaffung der Komponenten bis hin zum Bau. Der Gleichstrom der Photovoltaik-Zellen werde mit von der Toshiba-Gruppe entwickelten Stromwandlern in Wechselstrom umgewandelt. Die Wechselrichter haben laut Toshiba einen Wirkungsgrad von 97,5 %. In dem Solarkraftwerk sollen Module des Herstellers Sharp (Tokyo, Japan) zum Einsatz kommen.
Quelle: Toshiba Corporation
Die Toshiba Corporation (Tokyo, Japan) berichtet, das Unternehmen habe mit dem Energieversorger Tokyo Electric Power Company, Inc. (TEPCO; Tokyo, Japan) einen umfangreichen Vertrag über die Entwicklung eines großen Photovoltaik-Kraftwerks in Kawasaki (Präfektur Kanagawa) unterzeichnet, für das es auch Systemkomponenten bereitstellen werde (siehe Planbild). Das Solar-Kraftwerk mit dem Projektnamen "Ukishima Solar Power Plant" soll auf 11 Hektar städtischem Grund gebaut werden und eine Nennleistung von rund sieben Megawatt (MW) haben. Laut Pressemitteilung ist dies bereits der zweite Vertrag, den Toshiba über ein Solarkraftwerk im Multi-Megawatt-Maßstab geschlossen hat. Toshiba hatte im August 2009 einen Liefervertrag für ein 7,5 MW-Photovoltaik-Kraftwerk am Taketoyo Wärmekraftwerk in der Präfektur Aichi gemeldet.Das Ukishima Solar Power Plant soll im Waterfront-Bezirk in Kawasaki gebaut werden und jährlich 7,4 Millionen Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produzieren. Dies würde die Emission von ungefähr 3.100 Tonnen CO2 verhindern, heißt es in der Pressemitteilung. Das Solar-Kraftwerk werde die erste Solaranlage im Portfolio von TEPCO und soll im Finanzjahr 2011 an das Netz gehen. Toshiba werde das Kraftwerk entwickeln und die gesamte Umsetzung übernehmen, von der Planung über die Beschaffung der Komponenten bis hin zum Bau. Der Gleichstrom der Photovoltaik-Zellen werde mit von der Toshiba-Gruppe entwickelten Stromwandlern in Wechselstrom umgewandelt. Die Wechselrichter haben laut Toshiba einen Wirkungsgrad von 97,5 %. In dem Solarkraftwerk sollen Module des Herstellers Sharp (Tokyo, Japan) zum Einsatz kommen.
Quelle: Toshiba Corporation
Donnerstag, 3. Dezember 2009
CH-Branche rückt zusammen
Meyer Burger Technology AG und Oerlikon Systems haben einen Nutzungsvertrag und eine strategische Marketing- und Vertriebszusammenarbeit für das SOLARIS–System unterzeichnet.
Die Verkaufs- und Service-Organisation der Meyer Burger ist ein integrierender Bestandteil dieser Zusammenarbeit und wird das SOLARIS-System von Oerlikon Systems, einer Tochter der OC Oerlikon, für die Bearbeitung von kristallinen Solar-Siliziumzellen in den Verkaufsregionen China, Taiwan, Europa, Naher Osten, Indien und Amerika repräsentieren. Beide Technologiefirmen werden sich gemeinsam an der Weiterentwicklung des SOLARIS-Systems für die Beschichtung von kristallinen Solar-Silizium-Zellen sowie an der Entwicklung von innovativen Prozessen innerhalb des Herstellungsprozess von Solar-Wafer beteiligen.
Das SOLARIS-System (siehe Bild) stützt sich auf innovative Nanotechnologie und bearbeitet und beschichtet den Solar-Wafer in einem Einzelverfahren hoch effizient und präzis. Das System von Oerlikon basiert auf bereits bestehenden hochproduktiven Beschichtungsanlagen für die Optik- und Halbleiter-Industrie. Bei der Herstellung von Solarzellen mittels SOLARIS werden sehr dünne Siliziumnitridschichten auf die Vorderseite der Zellen aufgetragen Jeder Wafer wird separat bearbeitet und beschichtet. Mit sechs Beschichtungskammern, einem speziellen Transportmechanismus und einer umfangreichen Palette von potenziellen Beschichtungsmaterialien verfügt SOLARIS nicht nur über eine hohe Flexibilität, sondern gleichzeitig über eine bisher unerreichte Produktivität. Die Maschine verarbeitet im Durchschnitt 1'200 Solar-Wafer im Standard-Waferformat von 125 mm2 bis zu 156 mm2. Der Wechsel von Substratformaten, Beschichtungsmaterialien oder Prozessen benötigt weniger als eine Stunde. Ein neues System ist vor Ort beim Kunden in weniger als einer Woche einsatzbereit.Mit einer Abmessung von 2 Meter auf 3.3 Meter benötigt SOLARIS 80 Prozent weniger Stellfläche als andere vergleichbare Systeme in der Industrie. Ein weiteres herausragendes Merkmal von SOLARIS ist der bis zu 50 Prozent tiefere Energieverbrauch zu vergleichbaren Systemen in der Industrie. Und schliesslich führen weniger Wartungsarbeiten zu einer signifikant längeren Betriebszeit. “Meyer Burger’s klare Fokussierung, ihre technologische Stärke und die langjährige Erfahrung in der Bearbeitung von kristallinem Silizium in der Photovoltaik ermöglicht es uns noch schneller und effizienter in die Zell-Herstellung vorzudringen. Durch die Verstärkung unserer eigenen Organisationsstruktur mit den Fähigkeiten und dem Wissen von Meyer Burger in der Automation, der Wafer- & Zell-Messung und der Expertise in der Oberflächenbeschaffenheit von Solar-Wafer sehen wir signifikante Synergiepotentiale.” sagt Andreas Dill, Leiter der Geschäftseinheit bei Oerlikon Systems.
Quelle: Meyer Burger
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Privatbank nachhaltig solar
Wer finanziell vorsorgen will, tut dies mit gutem Grund auf der Basis der nachhaltigen Geldanlage. Denn Vorsorge und Nachhaltigkeit haben ein grundsätzliches übereinstimmendes Merkmal – die langfristige Orientierung. Anlässlich einer Veranstaltungsreihe in der ganzen Schweiz präsentiert die Basler Privatbank (mit niederländischer Mehrheitsaktionärin Rabobank) derzeit ihre Anlagestrategie. Die Solarbranche steht dabei im Vordergrund.
Zusammen mit dem universitären Thinktank WIRE (steht für Web for Interdisciplinary Research & Expertise) präsentierte Sarasin an der Veranstaltung in Zürich einen Ausblick, wie sich die Wirtschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten entwickeln könnte. Ein grenzenloses Wachstum sei zweifellos nicht möglich, aber es gehe zumindest darum, die Grenzen in einzelnen Bereichen auszudehnen. Wozu Wissen und Informationen der allerwichtigste Schlüssel seien, während vor allem die Grenze bei der Nutzung fossiler Energien effektiv bald erreicht sein dürfte. Sowohl Sarasin wie auch WIRE beziehen sich dabei unter anderem auf den grossen Schweizer Ökonomen Hans-Christoph Binswanger, der die Endlichkeit der Ressourcen sogar noch vor dem Club of Rome betont hatte. Binswanger erachtet derzeit ein jährliches Wirtschaftswachstum von rund 1,8 Prozent als umweltverträglich.
Beim Blick in die Zukunft liegt nahe, die Bereiche Wasser, Energie, Infrastruktur und Gesundheit als für finanzielle Investments bedeutsame Bereiche zu identifizieren. Nicht zufällig taucht zuvorderst die solare Energieerzeugung auf – zu ihrer Nutzung hatte Sarasin in dieser Woche bereits eine viel versprechende Studie veröffentlicht (siehe Solarmedia vom 30. November 2009). Es war bereits deren zehnte Ausgabe – mit dem Unterschied, dass sie vor zehn Jahren belächelt wurde und nun grosse Beachtung findet. So etwa in einem grossen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – die CH-Medien hielten sich, ausser Solarmedia natürlich ☺, vornehm zurück.
Neben vielen weiteren Anlageinstrumenten setzt Sarasin bei der Fokussierung auf die Nachhaltigkeitsanlage unter anderem auf den hauseigenen und seit Jahren erfolgreichen Fonds Sarasin OekoSar Equity Global. Im Vordergrund steht, neben einer breiten Abdeckung der verschiedenen Nachhaltigkeitsbereiche, auch ein konsequenter Ausschluss gewisser Anlagethemen, die nun wirklich nicht als nachhaltig gelten können. Dazu zählt Sarasin sowohl die Waffen- wie auch die Atomwirtschaft. Ein weiteres Zeichen, dass deren Tage wirklich gezählt sind....
© Solarmedia
Zusammen mit dem universitären Thinktank WIRE (steht für Web for Interdisciplinary Research & Expertise) präsentierte Sarasin an der Veranstaltung in Zürich einen Ausblick, wie sich die Wirtschaft in den kommenden beiden Jahrzehnten entwickeln könnte. Ein grenzenloses Wachstum sei zweifellos nicht möglich, aber es gehe zumindest darum, die Grenzen in einzelnen Bereichen auszudehnen. Wozu Wissen und Informationen der allerwichtigste Schlüssel seien, während vor allem die Grenze bei der Nutzung fossiler Energien effektiv bald erreicht sein dürfte. Sowohl Sarasin wie auch WIRE beziehen sich dabei unter anderem auf den grossen Schweizer Ökonomen Hans-Christoph Binswanger, der die Endlichkeit der Ressourcen sogar noch vor dem Club of Rome betont hatte. Binswanger erachtet derzeit ein jährliches Wirtschaftswachstum von rund 1,8 Prozent als umweltverträglich.
Beim Blick in die Zukunft liegt nahe, die Bereiche Wasser, Energie, Infrastruktur und Gesundheit als für finanzielle Investments bedeutsame Bereiche zu identifizieren. Nicht zufällig taucht zuvorderst die solare Energieerzeugung auf – zu ihrer Nutzung hatte Sarasin in dieser Woche bereits eine viel versprechende Studie veröffentlicht (siehe Solarmedia vom 30. November 2009). Es war bereits deren zehnte Ausgabe – mit dem Unterschied, dass sie vor zehn Jahren belächelt wurde und nun grosse Beachtung findet. So etwa in einem grossen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – die CH-Medien hielten sich, ausser Solarmedia natürlich ☺, vornehm zurück.
Neben vielen weiteren Anlageinstrumenten setzt Sarasin bei der Fokussierung auf die Nachhaltigkeitsanlage unter anderem auf den hauseigenen und seit Jahren erfolgreichen Fonds Sarasin OekoSar Equity Global. Im Vordergrund steht, neben einer breiten Abdeckung der verschiedenen Nachhaltigkeitsbereiche, auch ein konsequenter Ausschluss gewisser Anlagethemen, die nun wirklich nicht als nachhaltig gelten können. Dazu zählt Sarasin sowohl die Waffen- wie auch die Atomwirtschaft. Ein weiteres Zeichen, dass deren Tage wirklich gezählt sind....
© Solarmedia
Jungfraujoch Forschungsmekka
Das Jungfraujoch in den Berner Alpen hat sich in den erfolgreichen Tests der Photozellen des Solarflugzeugs von Bertrand Piccard als Forschungsplatz für Solarzellen bestätigt.
Gestützt auf diese Tests hat das Schweizer Energieunternehmen BKW FMB Energie AG (BKW) zu Entwicklungszwecken eine weitere, durch ihre Tochtergesellschaft sol-E Suisse AG errichtete Photovoltaik Anlage mit neuartigen hocheffizienten Rückkontaktzellen am Berghaus Jungfraujoch auf 3.550 Metern Höhe in Betrieb genommen.
Die BKW hatte bereits im Sommer 2007 auf dem Jungfraujoch an einer Gebäudefassade die Machbarkeit eines hochalpinen Sonnenkraftwerks getestet. Berechnungen und Messungen an der bestehenden Fotovoltaik-Testanlage der BFH-TI Burgdorf auf dem Jungfraujoch ergaben, dass aufgrund der intensiveren Sonneneinstrahlung und der tieferen Temperaturen der Energieertrag mit vergleichbarer Technologie auf dem Jungfraujoch rund 50 bis 70 Prozent höher liegt als etwa auf dem Dach des STADE DE SUISSE Wankdorf Bern.
Mit der neuen Anlage will die BKW nun prüfen, inwieweit sich dieser von der BKW für Solar Impulse auf dem Jungfraujoch getestete Solarzellentyp auch für gebäudeintegrierte Anwendungen eignet, heißt es in einer Pressemitteilung. Bisherige Forschungsresultate zeigen, dass der Energieertrag auf dem Jungfraujoch gegenüber dem Schweizer Mittelland bei gleichen technischen Randbedingungen um bis zu 70 Prozent höher ist. Dies aufgrund der wesentlich höheren Sonneneinstrahlung, tiefer Temperaturen und der Reflexion durch Gletscher und ewigen Schnee, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auf dem Jungfraujoch liegen die Temperaturen zwischen -37 Grad Celsius und +10 Grad Celsius (im Mittel: -8,2 Grad Celsius).
Anhand der neu errichteten Photovoltaik Anlage am Berghaus Jungfraujoch mit einer Fläche von 25 Quadratmeter und einer Spitzenleistung von 4,5 kW sollen nun auch Erkenntnisse im Hinblick auf die idealerweise in dieser Höhenlage zu verwendenden Solarmodule gewonnen werden. Dies auf Grundlage der im Solarflugzeug Solar Impulse von Bertrand Piccard verwendeten hocheffizienten Rückkontaktzellen. Bei diesem Zellentyp sind sämtliche elektrischen Kontakte an der Rückseite angeordnet, so dass die Zellenvorderseite völlig frei ist für die einfallende Sonnenstrahlung, was zu bedeutend höheren Wirkungsgraden führt als bei Standard-Solarzellen.
Die BKW FMB Energie AG (BKW) gehört mit 24 Terawattstunden Energieumsatz zu den großen Energieunternehmen der Schweiz und beschäftigt rund 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Energieunternehmen ist eigenen Angaben zufolge federführend beteiligt an den größten schweizerischen Erneuerbare Energien-Produktionsanlagen (Photovoltaik Anlage Mont-Soleil, Windkraftwerk Juvent, Solarkraftwerk Stade de Suisse, Solarkraftwerk Jungfraujoch).
Quelle: BKW FMB Energie AG (BKW)
Gestützt auf diese Tests hat das Schweizer Energieunternehmen BKW FMB Energie AG (BKW) zu Entwicklungszwecken eine weitere, durch ihre Tochtergesellschaft sol-E Suisse AG errichtete Photovoltaik Anlage mit neuartigen hocheffizienten Rückkontaktzellen am Berghaus Jungfraujoch auf 3.550 Metern Höhe in Betrieb genommen.
Die BKW hatte bereits im Sommer 2007 auf dem Jungfraujoch an einer Gebäudefassade die Machbarkeit eines hochalpinen Sonnenkraftwerks getestet. Berechnungen und Messungen an der bestehenden Fotovoltaik-Testanlage der BFH-TI Burgdorf auf dem Jungfraujoch ergaben, dass aufgrund der intensiveren Sonneneinstrahlung und der tieferen Temperaturen der Energieertrag mit vergleichbarer Technologie auf dem Jungfraujoch rund 50 bis 70 Prozent höher liegt als etwa auf dem Dach des STADE DE SUISSE Wankdorf Bern.Mit der neuen Anlage will die BKW nun prüfen, inwieweit sich dieser von der BKW für Solar Impulse auf dem Jungfraujoch getestete Solarzellentyp auch für gebäudeintegrierte Anwendungen eignet, heißt es in einer Pressemitteilung. Bisherige Forschungsresultate zeigen, dass der Energieertrag auf dem Jungfraujoch gegenüber dem Schweizer Mittelland bei gleichen technischen Randbedingungen um bis zu 70 Prozent höher ist. Dies aufgrund der wesentlich höheren Sonneneinstrahlung, tiefer Temperaturen und der Reflexion durch Gletscher und ewigen Schnee, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auf dem Jungfraujoch liegen die Temperaturen zwischen -37 Grad Celsius und +10 Grad Celsius (im Mittel: -8,2 Grad Celsius).
Anhand der neu errichteten Photovoltaik Anlage am Berghaus Jungfraujoch mit einer Fläche von 25 Quadratmeter und einer Spitzenleistung von 4,5 kW sollen nun auch Erkenntnisse im Hinblick auf die idealerweise in dieser Höhenlage zu verwendenden Solarmodule gewonnen werden. Dies auf Grundlage der im Solarflugzeug Solar Impulse von Bertrand Piccard verwendeten hocheffizienten Rückkontaktzellen. Bei diesem Zellentyp sind sämtliche elektrischen Kontakte an der Rückseite angeordnet, so dass die Zellenvorderseite völlig frei ist für die einfallende Sonnenstrahlung, was zu bedeutend höheren Wirkungsgraden führt als bei Standard-Solarzellen.
Die BKW FMB Energie AG (BKW) gehört mit 24 Terawattstunden Energieumsatz zu den großen Energieunternehmen der Schweiz und beschäftigt rund 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Energieunternehmen ist eigenen Angaben zufolge federführend beteiligt an den größten schweizerischen Erneuerbare Energien-Produktionsanlagen (Photovoltaik Anlage Mont-Soleil, Windkraftwerk Juvent, Solarkraftwerk Stade de Suisse, Solarkraftwerk Jungfraujoch).
Quelle: BKW FMB Energie AG (BKW)
Dienstag, 1. Dezember 2009
Preise purzeln weiter
Zu Wochenbeginn sorgte die Branchenstudie der Bank Sarasin für Aufsehen (siehe Solarmedia 30. November 2009). Die hervorragenden Marktaussichten für die Photovoltaik werden nun durch den renommierten BBC-Analysten Roger Harrabin gestützt.
Demnach werden die Kosten der Installation von Solarmodulen noch schneller als erwartet sinken. Dazu trägt indirekt bei, dass die Lebensdauer von Solarmodulen statt der in den Kostenrechnungen bislang angenommen 20 in der Regel bis zu deren 30 Jahre erreicht. Denn manche Solaranlage hat unterdessen mehr als zwei Jahrzehnte Lebensdauer auf dem Buckel und läuft und läuft und läuft. Damit sinken die Lebenszeitkosten dramatisch, wie das EU-Energie-Institut herausfand. Laut Harrabin folgert das Institut, die Banken sollten langfristige Darlehen für PV-Anlagen gewähren, die Sonnenlicht direkt in Elektrizität wandeln.
Roger Harrabin ist Umweltanalyst des englischen Medienunternehmens BBC und einer der bekanntesten und lang gedienten Umwelt- und Energiejournalisten überhaupt. Gemäss Wikipedia wurde er bereits mit zahlreichen Preisen geehrt und führte unter anderem ausführliche Gespräche mit Margaret Thatcher, Tony Blair, Al Gore, John Kerry, Ban Ki-Moon, James Lovelock, Sonia Gandhi and Bjorn Lomborg.
Das erwähnte EU-Institut gibt sich gewiss, dass die solarbasierte Stromerzeugung bis 2020 europaweit für rund die Hälfte aller Bauten wettbewerbsfähig sein wird – wohlgemerkt dannzumal ohne weitere staatliche Unterstützung. Das gilt selbst in bewölkteren Gegenden, rechnet doch Harrabin selbst in seiner Schlechtwetterheimat mit der so genannten Netzparität bis zum Jahr 2030. Gestützt wird die These vom holländischen Solarexperten Professor Wim Sinkevon der Utrecht University in the Netherlands.
Derzeit allerdings ist staatliche Unterstützung, etwa in Form der staatlich garantierten Einspeisevergütung, noch lebenswichtig für die Branche. Die ihrerseits dank dem gewachsenen Marktvolumen allein im abgelaufenen Jahr eine Kostenreduktion für Solarmodule von rund 30 Prozent realisieren konnte oder aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse zugestehen musste. Zu Hoffnung Anlass geben auch die derzeit anlaufenden Solarprogramme in China, Indien und den USA. Spezifisch für Europa plädieren alle erwähnten Experten für bessere Finanzierungsmodelle seitens der Banken, die die Sicherheit und Langlebigkeit des Solargeschäfts endlich anerkennen müssten. Denkbar wäre auch, dass den Banken die Solaranlagen gehören würden und die Bewohner einer Liegenschaft einfach für den bezogenen Strom bezahlen würden.
Auf technischer Seite laufen im Übrigen derzeit Bemühungen, die Lebenszeit von Solarmodulen sogar auf bis zu 40 Jahre zu erhöhen – was aufs Ganze gesehen zu einem weiteren Kostenschnitt für Solarelektrizität führen wird.
© Solarmedia / Quelle: Roger Harrabin, environment analyst
Demnach werden die Kosten der Installation von Solarmodulen noch schneller als erwartet sinken. Dazu trägt indirekt bei, dass die Lebensdauer von Solarmodulen statt der in den Kostenrechnungen bislang angenommen 20 in der Regel bis zu deren 30 Jahre erreicht. Denn manche Solaranlage hat unterdessen mehr als zwei Jahrzehnte Lebensdauer auf dem Buckel und läuft und läuft und läuft. Damit sinken die Lebenszeitkosten dramatisch, wie das EU-Energie-Institut herausfand. Laut Harrabin folgert das Institut, die Banken sollten langfristige Darlehen für PV-Anlagen gewähren, die Sonnenlicht direkt in Elektrizität wandeln.
Roger Harrabin ist Umweltanalyst des englischen Medienunternehmens BBC und einer der bekanntesten und lang gedienten Umwelt- und Energiejournalisten überhaupt. Gemäss Wikipedia wurde er bereits mit zahlreichen Preisen geehrt und führte unter anderem ausführliche Gespräche mit Margaret Thatcher, Tony Blair, Al Gore, John Kerry, Ban Ki-Moon, James Lovelock, Sonia Gandhi and Bjorn Lomborg. Das erwähnte EU-Institut gibt sich gewiss, dass die solarbasierte Stromerzeugung bis 2020 europaweit für rund die Hälfte aller Bauten wettbewerbsfähig sein wird – wohlgemerkt dannzumal ohne weitere staatliche Unterstützung. Das gilt selbst in bewölkteren Gegenden, rechnet doch Harrabin selbst in seiner Schlechtwetterheimat mit der so genannten Netzparität bis zum Jahr 2030. Gestützt wird die These vom holländischen Solarexperten Professor Wim Sinkevon der Utrecht University in the Netherlands.
Derzeit allerdings ist staatliche Unterstützung, etwa in Form der staatlich garantierten Einspeisevergütung, noch lebenswichtig für die Branche. Die ihrerseits dank dem gewachsenen Marktvolumen allein im abgelaufenen Jahr eine Kostenreduktion für Solarmodule von rund 30 Prozent realisieren konnte oder aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse zugestehen musste. Zu Hoffnung Anlass geben auch die derzeit anlaufenden Solarprogramme in China, Indien und den USA. Spezifisch für Europa plädieren alle erwähnten Experten für bessere Finanzierungsmodelle seitens der Banken, die die Sicherheit und Langlebigkeit des Solargeschäfts endlich anerkennen müssten. Denkbar wäre auch, dass den Banken die Solaranlagen gehören würden und die Bewohner einer Liegenschaft einfach für den bezogenen Strom bezahlen würden.
Auf technischer Seite laufen im Übrigen derzeit Bemühungen, die Lebenszeit von Solarmodulen sogar auf bis zu 40 Jahre zu erhöhen – was aufs Ganze gesehen zu einem weiteren Kostenschnitt für Solarelektrizität führen wird.
© Solarmedia / Quelle: Roger Harrabin, environment analyst
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