Samstag, 7. November 2009

Ein subersiver Kennedy (Video)

Der gleichnamige Sohn des ermordeten US-Senators Robert F. Kennedy ist einer der vehementesten Verfechter von Cleantech in den USA. Sehen Sie seinen Auftritt an der Messe Solar Power International - wo er sein Engagement als ein subversives bezeichnete.


Quelle: Renewableenergyworld

Donnerstag, 5. November 2009

Selbst in Kanada möglich

Kanadas größte Solarfarm in Ontario in Betrieb genommen. 126.000 Solarpanels erzeugen zehn Millionen Kilowattstunden Strom – weitere Großprojekte in Aussicht.

Die kanadische Provinz Ontario ist auf dem Weg, der nordamerikanische Solarstrom-Produzent Nummer eins zu werden. In Stone Mills, 250 Kilometer östlich von Toronto, ist im Oktober Kanadas größte Solarfarm in Betrieb genommen worden (siehe Bild). Der First Light Solar Park ist ein Joint Venture zwischen Nordamerikas größtem Solarenergie Dienst-leister SunEdison und dem führenden unabhängigen Entwickler im Bereich der erneuerbaren Energien in Kanada, SkyPower Corp. Der mit 126.000 Solarpanels bestückte Park erstreckt sich auf einer Fläche von 364.212 m2 (90 Acre).

Bereits im ersten Jahr rechnen die Betreiber mit der Erzeugung von mehr als zehn Millionen Kilowattstunden Strom – ausreichend, um 1.000 Haushalte mit Energie zu versorgen. Mit der Ontario Power Authority, die von Ontarios Regierung mit der Umsetzung des Feed-in Tariff Programms des Green Energy Acts beauftragt wurde, ist eine Einspeisevergütung von neun Megawatt über eine Laufzeit von 20
Jahren vereinbart worden. In diesem Zeitraum wird die Solarfarm die Umwelt um zirka 152.000 Tonnen Kohlendioxid entlasten, was dem Ausstoß von 33.000 Autos entspricht. Als Vergleich: Um diesen Wert zu erzielen, müssten 6,7 Millionen Bäume neu angepflanzt werden.

„Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Regierung von Ontario, der Ontario Power Authority und der Kommune Stone Mills haben wir ein fortschrittliches Modell zur Gewinnung sauberer und erneuerbarer Energie in Ontario auf die Beine gestellt“, hebt Kerry Adler, Geschäftsführer von SkyPower, hervor. „Ontario ist stolz auf
dieses im wahrsten Sinnes des Wortes große Projekt. Schon bald werden wir über weitere erfolgreiche Solarprojekte berichten können“, gibt George Smitherman, stellvertretender Premierminister von Ontario und Minister für Energie und Infrastruktur, einen Ausblick. Bis Ende 2009 rechnet die Regierung mit zwei weiteren Solar-Großprojekten – ermöglicht durch den Green Energy Act.

Quelle: Oekonews

Mittwoch, 4. November 2009

Marokko mit Riesen-Projekt

Grossprojekte gibt es unterdessen auch im Solarbereich. Doch was der nordafrikanische Staat Marokko plant, lässt aufhorchen – zwei Gigawatt Kapazität für neun Milliarden US-Dollar.

Mit einer ähnlich gigantischen Vorgabe hat sich bislang nur China auf die Äste hinausgewagt. In der mongolischen Wüste soll dort der US-Dünnfilmproduzent First Solar bis 2019 eine Zwei-Giga-Watt-Solarstromanlage erstellen (siehe Solarmedia vom 8. September 2009). In der gleichen Grössenordnung, allerdings verteilt auf voraussichtlich fünf Regionen, bewegt sich ein Vorhaben Marokkos. Da liess es sich gemäss verschiedenen Nachrichtenagenturen der marokkanische König anfangs der Woche nicht nehmen, höchstpersönlich und in Anwesenheit der amerikanischen Aussenministerin Hillary Clinton das Vorhaben zu verkünden.

In der südmarokkanischen Stadt Ouarzazate bezifferte Mohammed VI das Vorhaben auf rund neun Milliarden US-Dollar. Fertig gestellt soll das Ganze vor dem Jahre 2020 sein und dannzumal 14 Prozent des marokkanischen Elektrizitätsbedarfs decken. Neben Ouarzazate kommen die Anlagen in Ain Bni Mathar, Foum Al Oued, Boujdour and Sebkhat Tah zu stehen. Für Marokko steht auch die energiemässige Unabhängigkeit auf dem Spiel, ist es doch der einzige nordafrikanische Staat ohne eigene Ölförderung. Selbstredend soll es den Klimawandel zu verhindern helfen und den CO2-Ausstoss mindern.


© Solarmedia / Quelle: Euro-Mediterranean Information System on know-how in the Water sector

Italien holt auf

Lange Zeit vernachlässigt, wird Italien nun ein attraktiver Zipfel Europas für Photovoltaik-Anlagen. Das Beispiel einer Mehrfach-Initiative zeigt, wohin die Reise geht.

Das Unternehmen Solarig Holding, S.L. (Soria, Spanien) berichtet, es habe mit dem Bau von acht Solarstromanlagen in den italienischen Regionen Apulien und Piemont begonnen (im Bild eine der Solarig-Anlagen). Das Unternehmen betont, dass die politischen Rahmenbedingungen in Italien für derartige Projekte gut geeignet sind. Die Solarig-Gruppe will in der Region Apulien sieben Solarparks errichten, wovon sechs jeweils eine Spitzenleistung von 0,99 Megawatt (MWp) haben und fest montiert werden sollen. Das siebte Projekt wird laut Solarig zweiachsige Solar-Nachführsysteme nutzen und soll eine Nennleistung von 0,68 MWp haben.

Laut Pressemitteilung baut das Unternehmen außerdem einen Photovoltaik-Park mit fest installierten Modulen und einer Nennleistung von 1,5 MWp in der Region Piemont. Solarig will mit seinen italienischen Tochterunternehmen die komplette Projektentwicklung übernehmen, von der Planung über den Bau und den Netzanschluss bis hin zum Betrieb der Projekte. Nach dem für Dezember 2009 geplanten Anschluss an das öffentliche Stromnetz sollen die Solarparks Strom für mehr als 2.700 Haushalte liefern und damit mehr als 5.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden. Solarig will in den nächsten Monaten mit der Installation von mehr als 30 MW Photovoltaik-Leistung in verschiedenen Regionen Italiens beginnen, heißt es in der Pressemitteilung.

Quelle: Solarig Holding, S.L

Montag, 2. November 2009

Chefwechsel bei Oerlikon Solar

Jetzt ist eine der ganz wenigen Solarmanagerinnen der Branche den Job los. Der krisengeschüttelte Mutterkonzern Oerlikon hat sich von der Amerikanierin Jeannine Sargent nach rund zwei Jahren getrennt.

In der Solarsparte des schwer angeschlagenen Industriekonzerns OC Oerlikon kommt es zu einem Chefwechsel: Jeannine Sargent, die den Bereich seit 2007 geführt hat, gibt ihren Posten an den langjährigen Kadermitarbeiter Jürg Henz weiter. Dieser werde Oerlikon Solar interimistisch leiten, hiess es in einer Mitteilung des Unternehmens von Montag. Ob er den Konzernbereich dauerhaft übernehme, ist gemäss Oerlikon-Sprecher Burkhard Böndel noch offen. Das Unternehmen werde "in absehbarer Zeit" weitere Details bekannt geben.

Oerlikon Solar produziert Fabrikationsanlagen für Dünnfilmmodule und ist aufgrund der technologischen Spitzenstellung weltweit im Geschäft. (Bild: OC Oerlikon)


Oerlikon Solar gilt als Hoffungsträgerin innerhalb des Oerlikon-Industriekonglomerats, dessen Mehrheit dem russischen Financier Viktor Vekselberg gehört. Die Solarsparte kämpft aber wie der übrige Konzern als Folge der globalen Wirtschaftskrise mit grossen Problemen. Oerlikon insgesamt schreibt seit 2008 rote Zahlen. Konzernchef Hans Ziegler, der erst seit gut zwei Monaten das Unternehmen leitet, will die Konzernstrategie überprüfen und hat vor rund zwei Wochen eine "Gesamtlösung" bis Ende Jahr angekündigt. Beobachter erwarten, dass weiter Konzernsparten verkauft werden, um Teile der Milliardenschulden zurückzuzahlen, die auf dem Konzern lasten.

Auch die Solarsparte, die in ersten Halbjahr 2009 zwei Grossaufträge über mehrere hundert Mio. Fr. aus Russland bekommen hatte, könnte veräussert werden. Umgekehrt gab es aber in der Sonntagspresse schon Spekulationen, dass Oerlikon Solar künftig das Kerngeschäft von Oerlikon bilden werde – oder dass die Solarsparte mit ABB fusioniert werde, wie Solarmedia vor Monatsfrist spekulierte. Man geht wohl kaum fehl in der Annahme, dass der Wechsel auf dem Chefposten mit der künftigen Ausrichtung der Solarsparte von Oerlikon zu tun hat - wie früher schon gibt sich der Konzern aber sehr schweigsam - um so stärker der Druck, bis Ende Jahr die Zukunft der konzernweit mehreren Tausend Angestellten endlich zu klären.


© Solarmedia / Quelle: SDA

Deutschland senkt Vergütung

Entwarnung an der Solarfront in Deutschland – vorderhand. Die Vergütung für neue PV-Anlagen sinkt im kommenden Jahr nur wie vom Gesetz vorgesehen um durchschnittlich zehn Prozent. Der Zubau 2009 erreicht einen neuen Rekordwert.

Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland war in laufenden Jahr enorm. Gemäss Zahlen der Bundesnetzagentur wird der Vergütungssatz für Solarstrom daher im kommenden Jahr um elf Prozent bei den kleineren Hausanlagen sinken. 2009 sind in Deutschland mehr Photovoltaik-Anlagen ans Netz gegangen als erwartet. "Der Schwellenwert von 1500 Megawatt, der eine erhöhte Degression und damit eine stärkere Absenkung der Vergütungssätze zur Folge hat, wurde mit einer gemeldeten installierten Leistung von ca. 2340 Megawatt deutlich überschritten", teilte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, mit.

Damit werden die Vergütungssätze im kommenden Jahr je nach Art und Größe der Anlage um neun bzw. elf Prozent gegenüber 2009 sinken, wie es weiter hieß. Die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen wird 2010 zwischen 22,76 Cent bis 39,14 Cent pro Kilowattstunde liegen, wie die Bundesnetzagentur nach den Vorgaben des EEG ermittelt hat.

Seit 1. Januar sind Photovoltaik-Anlagenbetreiber verpflichtet, Standort und Leistung ihrer Anlage zu melden. Demnach ist seit Jahresbeginn bis Ende September ein Zubau an Photovoltaik-Anlagen von 1471 Megawatt zu verzeichnen. Zur Ermittlung der Höhe der Degression der Einspeisevergütung sind aber die Zahlen des Gesamtjahres notwendig. Daher habe die Bundesnetzagentur die von den Netzbetreibern für das 3. Quartal 2008 übermittelten Zahlen herangezogen. Damals waren Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 869 Megawatt ans Netz gegangen.

Quelle: Diverse