Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
Es gibt das und jenes - und gegensätzlicher könnten sie kaum sein. Die
Rede ist von der Atom- und der Solarenergie. Erste tritt wieder
vermehrt ins öffentliche Rampenlicht. Meiner Meinung nach aber nicht,
weil sie eine Renaissance erlebt, sondern weil sich ihre Gefährlichkeit
einmal mehr und umso mehr zeigt anhand der Kriegshandlungen
allenthalben.
Es genügt eigentlich schon, dass in den vergangenen dreieinhalb
Jahren die Atomkraftwerke in der Ukraine Kriegsziel waren, Schäden
erlitten und möglicherweise nur mit Glück einer Katastrophe entgingen. Doch jetzt sind es auch die Atomanlagen in Iran, die aufgrund der israelischen
Angriffe zusätzlich in den Vordergrund rücken und gemäss Internationalen
Atomenergie Organisation klar Mensch wie Umwelt bedrohen.
Daraus wiederum lässt sich
ableiten, dass neben den vielen anderen Problemen, die mit der Atomtechnologie verbunden sind, diese eben auch wegen der Kriegsgefahren
abzulehnen ist. Und dass eine solche Kriegsgefahr besteht, wird
jeder einsehen, dass diese auch hier in der Schweiz relevant ist - denn
plötzlich reden wir auch sonst wieder von Kriegsgefahren. Also gelten
sie auch für unsere Atomanlagen.
Anders die Solartechnologie. Sie
hat in den vergangenen Jahren nicht nur weltweit, sondern auch in der Schweiz einen unglaublichen Siegeszug
angetreten. Sondern sie unterliegt ständigen technischen Fortschritten,
die unmittelbar ersichtlich werden in denn vielen neuen Anlagen. Auch das wieder
ganz im Gegensatz zu Atomanlagen, bei denen man zwar ständig von
neuen Technologien entspricht, die sich aber noch kaum je in der Praxis
bewährt haben. Daraus lässt sich nur schliessen, die
Zukunft ist solar und eben nicht atomar. Dabei werden in Iran an diesem Wochenende Angriffe auf Häfen und Infrastrukturen geflogen, die nahe
eines AKW liegen.
Neben dieser spezifischen Einsicht waren in der ablaufenden Woche bezüglich der
Solartechnologie verschiedene andere relevant, etwa dass Solar-Anwendungen zunehmend in der Landwirtschaft mit Erfolg zum Einsatz
gelangen und dann den Ertrag der landwirtschaftlichen
Produktion sogar steigern, bei gleichzeitiger Ausweitung der
ertragreichen Solartechnologien. Siehe dazu die in der rechten Blogspalte verlinkten Berichte. Na dann, noch einen schönen Sonn-Tag!
Im Mai 2023 besuchte ich eines der größten Solar- und
Begrünungsprojekte der Welt in der zur Gobi gehörenden Kubuqi-Wüste in
China und berichtete ausführlich darüber. Seit meinem damaligen Bericht hat sich dort vieles weiterentwickelt –
und zwar unglaublich viel Positives für den globalen Klimaschutz.
Klimaschutz kann nur mit einer verbundenen Doppelstrategie gelingen:
a) der Umstellung aller emittierenden Sektoren auf Nullemissionen, also dem Ende der fossilen Wirtschaft, und
b) dem parallelen Aufbau starker Kohlenstoffsenken, die CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen.
Beides wird in der Kubuqi-Wüste mit beeindruckender Geschwindigkeit vorangetrieben. Von Hans-Josef Fell.
Die Chinesische Solarmauer soll Peking bis 2030 überwiegend mit Solarstrom versorgen
In Anlehnung an die Große Chinesische Mauer spricht man inzwischen von der „Grünen Chinesischen Solarmauer“. Dort
entsteht eines der weltweit größten Solarstromgebiete, das dazu
beitragen soll, die schädliche Nutzung fossiler Energien im Großraum
Peking – mit seinen 22 Millionen Einwohnern und großen
Industriekomplexen – bis 2030 weitgehend zu beenden.
Als ich im Mai 2023 die Anlage besuchte und unzählige Solarmodule bis
zum weit entfernten Horizont sah, war sie mit 2,2 Gigawatt (GW)
Leistung bereits eine der größten der Welt. Bis Dezember 2024 war die
Leistung auf 5,4 GW angewachsen – mehr als das Doppelte. Das angestrebte Ausbauziel liegt jedoch bei 100 GW bis 2030. Dann
wird sich die grüne Chinesische Solarmauer mit einer Breite von 5 km
über eine Länge von 400 km in der Kubuqi-Wüste erstrecken. Erzeugt werden sollen dann 180 Milliarden kWh Solarstrom – mehr als der aktuelle Strombedarf Pekings.
Die Grüne Chinesische Mauer begrünt die Wüste
Unter und in der Nähe der Solaranlagen wird die Begrünung der Wüste
weiter vorangetrieben. Dadurch entstehen starke Kohlenstoffsenken, die
Biodiversität kehrt zurück, und neuer Lebensraum für Menschen wird
geschaffen. China hat seit Jahrzehnten viele Aufforstungs- und
Begrünungsprogramme auf ehemaligem Ackerland, in Flussauen und vor allem
auch in den Städten initiiert. Die Wüstenbegrünungen sind dabei die
größte Herausforderung, aber besonders erfolgreich. In der Wüste
unterstützt die Kombination mit den riesigen PV-Anlagen die
Pflanzentwicklung, da diese den Wüstenboden beschatten und so bessere
Feuchtigkeitsbedingungen schaffen.
Seit 1990 hat sich die gesamte Waldfläche in China durch die
zahlreichen Aufforstungsprogramme etwa verdoppelt, während sie in fast
allen anderen Ländern der Erde zurückging. In der Kubuqi-Wüste hat
sich die Waldfläche seit 1999 von 0,8 % auf inzwischen 35 % der Fläche
vergrößert. Mittlerweile finden rund 100.000 Menschen in der Kubuqi
wieder einen Lebensraum, ebenso wie eine sich schnell ausbreitende Tier-
und Pflanzenwelt. Doch das ist nicht der einzige Erfolg: Seit die
Begrünung in der Gobi wieder intensiviert wurde, sind in Peking und
anderen Städten die oft verheerenden Sandstürme deutlich weniger heftig
und weniger häufig geworden.
Diese grüne Mauer aus Solaranlagen und Wüstenbegrünung in der
Kubuqi-Wüste ist wohl das größte und ambitionierteste ökologische
Projekt der Menschheit unserer Zeit. Sven Tetzlaf, ein Solarpionier
aus Deutschland, lebt seit zwei Jahrzehnten in China. Er hat 2023
gemeinsam mit mir die Kubuqi bereist.
Sehen Sie hier
sein beeindruckendes, gerade veröffentlichtes Video dazu, das viele
erstaunliche Erkenntnisse liefert. In Europa wird dieses für uns
wichtige Projekt kaum wahrgenommen, obwohl es sich positiv auf den
globalen Klimaschutz auswirkt – und somit auch für uns Europäer
klimaschützend ist.
Bis 2030 sollten auf 100 Millionen Hektar – einer Fläche fast dreimal
so groß wie Deutschland – Land wiederhergestellt werden, das durch
Abholzung, Überweidung oder Wüstenbildung geschädigt wurde. Dadurch
sollten klimaschädliches Kohlendioxid gebunden und Millionen grüner
Arbeitsplätze geschaffen werden. Von den 100 Millionen Hektar innerhalb der geplanten Baumzone wurden
laut einem UN-Zwischenbericht bis 2020 gerade einmal 4 Millionen Hektar
aufgewertet. Davon wurden nur knapp 670.000 Hektar aufgeforstet – also
weniger als ein Prozent des Ziels.
Möglicherweise liegt der Unterschied im Erfolg darin, dass in der
Kubuqi-Wüste die Wüstenbegrünung mit einer ökonomischen Entwicklung –
nämlich der solaren Energiegewinnung – verknüpft wurde, wodurch sich ein
finanziell selbsttragfähiges Projekt entwickelte. In Afrika hingegen
wurde wohl zu sehr auf die Geberseite der westlichen Welt gesetzt, wo
durch schlechte Organisation und allgegenwärtige Korruption viel Geld
buchstäblich in den Sand gesetzt wird. Zudem fehlen große, ökonomisch
tragfähige Begleitaktivitäten, wie etwa die Solarstromerzeugung.
Die Welt sollte aus dem großen Erfolg der Grünen Chinesischen
Solarmauer in China lernen, wie man es besser machen kann, um auch in
vielen anderen Ländern ähnliche Projekte zu realisieren. Dies würde dem
globalen Klimaschutz, der Bekämpfung von Fluchtursachen, dem Aufbau von
mehr Biodiversität und der Ablösung der fossilen Energieerzeugung einen
erheblichen Schub geben.
Die
Schweiz befindet sich bei der Stromproduktion aus Solar- und
Windenergie im europäischen Vergleich weiterhin auf einem hinteren Rang.
Das zeigt eine aktuelle Studie der Schweizerischen Energie-Stiftung.
Zwar wurde im Jahr 2024 in der Schweiz erneut ein neuer Rekord bei der
Solar- und Windstromproduktion erreicht. Doch das reichte noch nicht
aus, um zu den Spitzenländern Europas aufzuschliessen. Denn auch im
europäischen Umland schreitet die Energiewende merklich voran.
Die Schweizerische Energie-Stiftung berechnet jedes
Jahr die Solar- und Windstromproduktion pro Einwohner:in der Schweiz
und der 27 EU-Mitgliedstaaten. Im Jahr 2024 landete die Schweiz in
dieser Rangliste auf Platz 22 (siehe Tabelle 2 in der beiliegenden
Studie). Nur Malta, Slowenien, Rumänien, Tschechien, Lettland und die
Slowakei schnitten schlechter ab. Die Spitzenreiter Schweden und
Dänemark produzieren pro Kopf sechsmal mehr Strom aus Solar- und
Windenergie als die Schweiz. Schweden führt die Rangliste dank seiner
mit Abstand höchsten Windstromproduktion an. Bei der
Pro-Kopf-Solarstromproduktion liegen die Niederlande vor Spanien an der
Spitze. Im Vergleich mit acht umliegenden Ländern (siehe Grafik) landet
die Schweiz wie im Vorjahr auf dem vorletzten Platz, direkt vor
Tschechien.
Knapp 11 Prozent
des inländischen Stromverbrauchs werden hierzulande aus Sonne und Wind
erzeugt. In Dänemark liegt dieser Anteil bereits bei über 76 Prozent.
Der Trend zeigt, dass eine beträchtliche Anzahl Länder ihren Anteil aus
Solar- und Windenergie am Stromverbrauch innerhalb von nur fünf Jahren
um 20 Prozentpunkte und mehr steigern konnte. Die Schweiz verharrt mit
einer Zunahme von 7.2 Prozentpunkten auch hier im hinteren Teil des
Feldes.
Schweiz holt auf und hat noch Potenzial: Bei
der Solarenergie konnte die Schweiz im europäischen Vergleich zwei
Plätze gutmachen, wird aber weiterhin deutlich von nördlich gelegenen
EU-Staaten übertroffen, obwohl dort die für die Stromgewinnung relevante
Sonneneinstrahlung deutlich geringer ist. Die an der Spitze liegenden
Niederlande produzieren pro Person fast doppelt so viel Solarstrom wie
die Schweiz. Auch Österreich, Luxemburg und Deutschland übertreffen die
Schweiz in ihrer Solarstromproduktion deutlich.
Als Binnenländer verfügen Österreich und Luxemburg
über ähnliche Voraussetzungen bezüglich der natürlichen Ressourcen, der
Topologie und der verfügbaren Flächen wie die Schweiz. Dass sie bei der
Stromproduktion aus Sonnen- und Windkraft dennoch mehr als doppelt so
viel erzeugen, zeigt das grosse noch brachliegende Potenzial in unserem
Land. Vor allem der Ausbau der Windkraft stagniert bisher noch
weitgehend.
Vollständig erneuerbare Stromversorgung als Ziel: Der
Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion in der Schweiz und in Europa
wird in Zukunft weiter intensiviert. Die Stimmbevölkerung hat vor einem
Jahr das Stromgesetz mit grosser Mehrheit angenommen und sich damit
klare Ziele für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung gesetzt.
Die entsprechenden politischen Instrumente sind vor Kurzem in Kraft
getreten oder werden es Anfang 2026. Ihre Wirkung wird sich erst in den
kommenden Jahren entfalten und in der Vergleichsstudie niederschlagen.
Versorgungssicherheit durch Austausch mit Europa: Neben
dem grossen Potenzial für den weiteren Ausbau der Solar- und
Windenergie in der Schweiz zeigt die Studie, dass der Stromaustausch mit
den Nachbarländern einen wichtigen Baustein für die Schweizer
Energiewende darstellt. Der Anteil von Solar- und Windstrom an den
Importen nimmt kontinuierlich zu.
Gleichzeitig diversifizieren sich die Technologien
und Standorte der Stromproduktion. Das erhöht die Resilienz des
gesamten europäischen Stromnetzes, zu dem auch die Schweiz mit über 40
grenzüberschreitenden Übertragungsnetzen gehört. Schliesslich liefern
Windenergieanlagen im europäischen Umland wertvollen Winterstrom auch
für die Schweiz.
Für unser Land ist es deshalb zentral, weiterhin
am europäischen Stromhandel und -austausch teilnehmen zu können. Das
Stromabkommen mit der EU, das in Kürze präsentiert wird, bildet die
Grundlage dafür.
In Deutschland sind immer mehr
Steckersolargeräte (sog. „Balkonkraftwerke“) in Betrieb. Noch im Juni
dürfte bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) die Marke von einer Million
registrierten Steckersolargeräten erreicht werden. Das ergab eine
aktuelle Schätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft auf Basis von
BNetzA-Daten. Der Verband geht davon aus, dass die Millionen-Marke
inzwischen überschritten wurde, da zahlreiche Nachmeldungen
erfahrungsgemäß erst mit einigen Wochen Zeitverzug bei der BNetzA
eingehen.
Seltener in der Schweiz, aber teils prägnant wie hier in Zürich bei Bucheggplatz (hier aber eine Gesamtanlage ohne individuelle Steckerlösung) Bild: Guntram Rehsche
Ein Ende des Solarbooms auf Balkonien ist nicht in Sicht:
Laut einer repräsentativen YouGov-Bevölkerungs-Umfrage im Auftrag des
Bundesverbandes Solarwirtschaft von Ende 2024 planen in diesem Jahr acht
Prozent der Befragten die Anschaffung eines Steckersolargerätes.
Weitere neun Prozent können sich dies zu einem späteren Zeitpunkt
vorstellen. Allein zwischen Jahresbeginn und Ende April 2025 wurden rund
135.000 neue Geräte in Betrieb genommen – ein Plus von 36 Prozent
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Leistung der in
diesem Zeitraum neu installierten „Balkonkraftwerke“ stieg sogar um rund
75%.
Steckersolargeräte sind vor allem für Mieter:innen und
Wohnungseigentümer:innen in Mehrfamilienhäusern eine sinnvolle und
niederschwellige Möglichkeit, einen Teil ihres Strombedarfs
kostengünstig selbst zu decken und damit ihre Stromrechnung spürbar zu
entlasten. Die Investition in ein Steckersolargerät amortisiert sich in
der Regel schon innerhalb weniger Jahre. Die Bundesregierung hatte in
den letzten Jahren die Nutzung von Steckersolargeräten deutlich
vereinfacht, unter anderem mittels einer Erlaubnispflicht durch
Vermieter und Wohnungseigentümer.
Verbraucher-Hinweise: Steckersolargeräte unterscheiden sich von klassischen
Photovoltaikanlagen insbesondere dadurch, dass die Leistung der
Solarmodule und die Anschlussleistung des Wechselrichters (AC-Leistung)
so begrenzt ist, dass eine Gefährdung der vorhandenen
Elektroinstallation und damit ihrer Betreiber praktisch auszuschließen
ist. Die Modulleistung eines Steckersolargeräts darf in Deutschland maximal 2.000 Watt
und die Anschlussleistung nach VDE-Normenentwurf maximal 800 Watt
Wechselstromleistung betragen. Eine Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist innerhalb eines Monats Pflicht. Nur Geräte ohne Batteriespeicher gelten als
Steckersolargeräte. Systeme mit Speicher müssen hingegen zurzeit noch
von einer Elektrofachkraft installiert und zusätzlich auch beim
Netzbetreiber angemeldet werden.
Wenig beachtet und trotzdem nicht unerheblich in einem weitgehend
als kindisch zu bezeichnenden Machtkampf zwischen dem mutmasslich reichsten Menschen Elon Musk und dem mächtigsten - Donald
Trump: Die Energie-Frage - fossil oder erneuerbar!
Bisher wird der Eindruck erweckt, es gehe um
Steuern, Einsparungen, und natürlich das riesengrosse Ego der zwei
Protagonisten. Aber es geht auch um Fragen rund um die erneuerbaren
Energien: Elon Mask war immer schon ein Verfechter der Solarenergie,
griff unter anderem auch einem Cousin unter die Arme, der sich als Solar
Unternehmer versuchen wollte, der aber mitsamt seinem Dachsolarprojekt
weitgehend in der Versenkung verschwunden ist. Nicht verschwunden ist
hingegen die Frage, inwieweit die USA noch jenes Booster-Programm
weiterverfolgen, das Joe Biden initiierte und das bei erneuerbaren
Energien, insbesondere der Solar-und der Wind-Energie, einen grossen
Schub für die USA brachte.
Heute ist Sonntag und ich will künftig an Sonntagen jeweils die
Sonne Revue passieren lassen, eben passend zu diesem Tag. In der
vergangenen Woche sorgte unter anderem für Aufsehen, dass für einmal die
Sonne nur begrenzt schien und es viel regnete, ganz im Gegensatz zum
abgelaufenen Mai, der eine hohe Sonneneinstrahlung bescherte und
entsprechend auch hohe Werte an Solar-Stromerträgen. Das führt unter
anderem dazu, dass sich die Tage häufen, an denen die Strompreise
Solarbedingt in den Keller rasseln. Das mag fürs erste Ja erfreulich
aussehen, ist aber für ein tragfähiges Stromsystem nicht zuträglich.
Ohne hier schon eine Lösung präsentieren zu können, gilt es in
naher Zukunft neue Markt-Regulierungen zu finden, die unter anderem den
billigen Strom auch für die kleinen Konsument*innen zugänglich machen,
die ihn aber auch einzulagern vermögen in erweiterten
Speicher-Gegebenheiten, so dass sich aus diesen billigen Stromphasen
effektive Geschäftsmöglichkeiten ergeben.
Bemerkenswert in der abgelaufenen Woche war auch, dass die NZZ nach
ihrem vorherigen Schwenk zu Gunsten der Atomenergie detailliert aufzeigte, dass die Geschichte mit der künstlichen Intelligenz K.I. und den
Rechenzentren den Atomkraftwerken wohl kaum den erhofften Aufschwung
bringen wird.
Für Aufsehen sorgt im übrigen gerade heute die Mitteilung in der
Sonntagszeitung, dass der enorme Zubau von erneuerbaren Energien eben
doch zu Verringerung des Ausstosses von CO2 führen kann, was bisher von
den Energiewende-Skeptikern durchs Band bestritten wurde (siehe China).