Montag, 6. Juli 2015

Bereits 200 Gigawatt Solarleistung installiert

Bereits sind 200 Gigawatt Photovoltaik-Leistung weltweit installiert. Und der Solarstrom wird immer preisgünstiger. 2015 wird erneut ein globaler Rekordzubau erwartet.

Die weltweit installierten Solarstromanlagen werden diese Tage die Marke von 200 Gigawatt Gesamtleistung erreichen. Damit produzieren sie mehr Strom als 30 Kohle- oder Atomkraftwerke. Durch die Solarstromerzeugung werden mehr als 100 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) pro Jahr eingespart. Für 2015 erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) einen weltweiten Photovoltaik-Zubau von über 50 Gigawatt, mehr als je zuvor in einem Jahr. In den kommenden vier Jahren wird sich die globale Solarstromleistung nach Einschätzung des Verbandes mindestens verdoppeln. In Süddeutschland deckt Solarenergie nach BSW-Solar-Angaben inzwischen über zehn Prozent des Bruttostromverbrauchs, im Bundesdurchschnitt sind es rund sechs Prozent. 

"Seit der Jahrtausendwende hat sich die weltweit installierte Solarstromleistung mehr als verhundertfacht. Wichtigster Treiber für den globalen Siegeszug der Solarenergie ist der rasante Preisverfall in den letzten Jahren. Durch Massenfertigung und technologischen Fortschritt konnten die Preise für Solarstrom in der Folge um über 90 Prozent gesenkt werden. In rund 30 Ländern der Erde kostet Solarstrom vom eigenen Hausdach inzwischen weniger als konventioneller Strom vom Energieversorger", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. 


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Selbst im vermeintlich sonnenarmen Deutschland kostet Solarstrom vom eigenen Dach nur noch halb so viel wie der Strom vom Energieversorger. Insgesamt wurden hierzulande von Gewerbe und Privathaushalten bereits über 1,5 Millionen Solarstromanlagen in Betrieb genommen. In jüngster Zeit verbinden immer mehr Eigenheimbesitzer die neue Photovoltaik-Anlage mit der Investition in einen Batteriespeicher, um auch in den Abendstunden den selbst erzeugten Solarstrom preiswert nutzen zu können. Diese Kombination zur bedarfsgerechten Bereitstellung von Ökostrom wird noch mindestens bis zum Jahresende staatlich gefördert.

Mit Unterstützung der Bundesregierung informiert die Internetseite www.die-sonne-speichern.de über Solarstromspeicher und die attraktiven Zuschüsse, unter anderem mittels eines anschaulichen Infofilms. Informationen rund um technische und finanzielle Aspekte der Solarenergienutzung, einen Solarstromrechner sowie eine Handwerkersuche bietet www.solartechnikberater.de.

Quelle: www.solarwirtschaft.de / Foto: Sharp

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Samstag, 4. Juli 2015

Die Landung von Solar Impulse 2 auf Hawaii in Bildern























Quelle: Screenshots der Live-Übertragung

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Siegeszug für Sonne und Wind

Weltweit befindet sich der Ausbau von Sonnenenergie und Windkraft auf dem Siegeszug, während sich fossile und nukleare Kraftwerke auf einem Rückzug bewegen. Eine Analyse des deutschen Energiepublizisten Franz Alt (Bild: Solar Impulse 2 vor Landung auf Hawaii am Freitagabend MEZ). 


2014 wurde doppelt so viel Geld in erneuerbare Energien investiert wie in fossil-atomare. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Solarenergie global verhundertfacht und die Windenergie verzehnfacht. Die Konsequenz: 2014 ging der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase erstmals seit Jahrzehnten leicht zurück trotz steigender Wirtschaftskraft. Der Preis für eine Kilowattstunde Solarstrom sank in Deutschland von 70 Cent im Jahr 2.000 auf etwa acht Cent heute, in sonnenreichen Ländern auf circa vier Cent und weniger. Bis 2015 dürfte die Kilowattstunde Solarstrom in Deutschland noch etwa vier und im Süden etwa zwei Cent kosten – prognostiziert das Fraunhofer-Institut. Deshalb ziehen immer mehr Investoren ihr Geld aus fossilen und atomaren Anlagen zurück – wie zum Beispiel der weltgrößte staatliche Vermögensfonds in Norwegen von Kohleinvestitionen.

Die Menschen wollen die Energiewende – in Deutschland zu 72%. Diese positiven Entwicklungen werden auch von der größten Volkswirtschaft der Welt vorangetrieben, von China. Dort gab es 2014 sieben Prozent wirtschaftliches Wachstum, aber acht Prozent weniger Treibhausgase als im Vorjahr. 
In Deutschland gab es im ersten Halbjahr 2015 eine Zunahme von Ökostrom von 28% auf 32,5%. Im Wärmebereich werden allerdings erst elf Prozent erreicht und im Verkehrssektor lediglich fünf Prozent. Dabei liefern die Biokraftstoffe den größten Anteil. 

Der 2. Juli 2015 war in Deutschland für die Energiewende ein historischer Tag. 75.000 Gläubiger der insolventen  Windfirma Prokon entschieden sich mit großer Mehrheit, dass die Firma als Energiegenossenschaft weitergeführt wird. Die Alternative war ein Angebot des Energiekonzerns EnBW, Prokon für 550 Millionen Euro zu übernehmen.

Die Gläubiger sind für ihren Entschluss zu beglückwünschen, denn die Energiewende kann nur von unten über dezentrale Strukturen funktionieren: über Genossenschaften, über Stadtwerke, über den Mittelstand, über Handwerker, Bauern und Hausbesitzer. Sie alle waren schon bisher die Träger und Treiber der Energiewende und nicht die alten Großkonzerne, die vier Energiebesatzungsmächte.

Die Energiewende funktioniert, wenn sie in Bürgerhand ist. Zentrale Konzernstrukturen passen einfach nicht zu einer dezentralen Versorgung. Viele kleine Davids haben am 2. Juli 2015 wieder einmal einem Goliath das Fürchten gelehrt. Somit ist die größte Energiegenossenschaft in Deutschland entstanden, wahrscheinlich sogar in Europa.  Auf geistiger Ebene, wohl der entscheidenden, unterstützt sowohl der Papst in seiner Enzyklika „Laudato si“ ohne Wenn und Aber die Energiewende und den Klimaschutz ebenso wie auch der Dalai Lama in seinem soeben erschienen Buch „Ethik ist wichtiger als Religion“, das er zusammen mit Franz Alt ich acht Weltsprachen publizierte.

Ökostrom ist kein Luxus mehr für wenige, sondern preisgünstige und umweltfreundliche Energie für alle. In Indien und in Afrika werden bereits tausende Dörfer komplett mit Ökoenergie versorgt. Die Energiewirtschaft befindet sich weltweit in der Phase einer industriellen Revolution - von unten wie jede erfolgreiche Revolution.
 
Quelle   FRANZ ALT / Bild Guntram Rehsche: Screenshot Solar Impulse vor der Landung auf Hawaii

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Freitag, 3. Juli 2015

Solar Impulse vor und nach der Landung - live !

Ausschreibungen fürs Stromsparen

2015 werden zum sechsten Mal Wettbewerbliche Ausschreibungen zum Stromsparen im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten durchgeführt. Die Resultate für die erste Ausschreibung für Programme liegen vor: 30 Programme erhalten insgesamt 33 Millionen Franken an Förderbeiträgen, um möglichst kostengünstig und nachhaltig Strom zu sparen.

Bis zur Eingabefrist sind bei der Geschäftsstelle ProKilowatt 49 Programmangebote eingegangen. Die Auswahl der eingereichten Vorschläge erfolgte in einem Auktionsverfahren: Den Zuschlag erhielten diejenigen Programme mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis, das heisst mit der billigsten eingesparten Kilowattstunde. Das Kosten-Nutzenverhältnis (Förderbeitrag pro eingesparte Kilowattstunde) liegt zwischen 1.4 und 4.2 Rappen pro Kilowattstunde (Durchschnitt 2.6 Rp./kWh, Vorjahr 3.2 Rp./kWh). Das thematische Spektrum der geförderten Programme reicht vom Ersatz von Elektroboilern durch Wärmepumpenboiler, über effiziente Küchenlüftungen, Wäschereien und Kälteanlagen bis zur Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung in der Landwirtschaft.

In diesem Jahr wurden zum ersten Mal für ausgewählte Sektoren pro Programm mehr als 1 Million Franken zur Verfügung gestellt. 5 Millionen Franken wurden für ein schweizweites Programm für Umwälzpumpenersatz in Industrie und Dienstleistungen bewilligt. Drei Energiedienstleister erhalten insgesamt 6.2 Millionen, um Programme mit Projektauktionen durchzuführen. Die bewilligte Fördersumme beträgt insgesamt 33‘038‘395 Franken.

Derzeit läuft eine Wettbewerbliche Ausschreibung für Projekte. Dafür steht ein Budget von 6.6 Millionen Franken zur Verfügung. Eingabetermin ist der 14. August 2015. Die nächste Ausschreibung für Programme erfolgt anfangs Dezember 2015. Für die Abwicklung ist die Firma CimArk SA in Sion im Auftrag des Bundesamts für Energie verantwortlich.
Mit dem Instrument der Wettbewerblichen Ausschreibungen unterstützt der Bund Projekte und Programme zur Förderung der Effizienz im Strombereich, die möglichst kostengünstig zum sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten beitragen. Die Wettbewerblichen Ausschreibungen werden über einen Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze finanziert. Für die Ausschreibungen für Projekte und Programme stehen 2015 42 Millionen Franken zur Verfügung.

Adresse für Rückfragen: ProKilowatt, Geschäftsstelle für Wettbewerbliche Ausschreibungen, c/o CimArk SA, 1950 Sion, 027 322 17 79

Ivan König, Fachspezialist BFE Wettbewerbliche Ausschreibungen, 058 462 69 21
Sabine Hirsbrunner, Kommunikation BFE, Tel. 058 465 33 02

Herausgeber: Bundesamt für Energie : http://www.bfe.admin.ch


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Donnerstag, 2. Juli 2015

Für Wachstum braucht es politische Signale

Die Markterhebung Sonnenenergie 2014 zeigt leicht rückläufige Verkaufszahlen. Bei der Photovoltaik konnte der Rückgang bei den Grossanlagen aufgrund fehlender KEV-Mittel nicht durch den Zuwachs bei Kleinanlagen kompensiert werden. Bei der Solarwärme ist ein umgekehrter Trend in Richtung Anlagen auf Mehrfamilienhäusern festzustellen. Swissolar appelliert an den Ständerat und die Kantone, klare Signale für ein weiteres Marktwachstum bei der Solarenergie zu setzen, ohne die die Energiestrategie 2050 nicht gelingen kann.
 
Seit kurzem liegt die offizielle Markterhebung Sonnenenergie 2014 des Bundesamtes für Energie vor. Die Photovoltaik-Verkaufszahlen sanken gegenüber dem Vorjahr um 8% auf 303 MW (ca. 2.1 Mio. m2), die Verkäufe von verglasten Kollektoren sanken um 7% auf 113‘000 m2. Trotz der leicht gesunkenen Verkaufszahlen ist festzustellen, dass Solarenergie bei Bauherren äusserst beliebt ist. Allerdings verlaufen die Entwicklungen bei den beiden Technologien unterschiedlich:
 
Die Anzahl installierter Photovoltaikanlagen stieg von 7267 (2013) auf 8181 (2014), wobei das Segment Einfamilienhäuser besonders stark zulegte (von 13 auf 18% der installierten Leistung). Rückgänge gab es hingegen bei Anlagen auf Industrie-, Gewerbe-, Landwirtschafts- und Dienstleistungsgebäuden. Dies widerspiegelt die Veränderungen bei den politischen Rahmenbedingungen: Mit der Einmalvergütung steht für kleinere Anlagen eine rasch verfügbare Förderung bereit, während Grossanlagen angesichts der noch laufenden Beratungen zur Energiestrategie in den eidgenössischen Räten zurzeit wenig Aussichten auf eine Vergütung im Rahmen der KEV haben.
 
Im vergangenen Jahr wurden 8931 thermische Solaranlagen erstellt, gegenüber 12‘101 im Jahr 2013. Hier ist eine klare Verschiebung vom Marktsegment Einfamilienhäuser zu den Mehrfamilienhäusern festzustellen, die 60% der installierten Flächen abdeckten (gegenüber 35% im Vorjahr). Dies ist einerseits auf den Rückgang beim Neubau von Einfamilienhäusern, andererseits auf die dominante Stellung der Wärmepumpen und den Vormarsch der Photovoltaik in diesem Bereich zurückzuführen.
 
Schweiz international im Mittelfeld
Ein Ländervergleich der pro Kopf installierten Photovoltaikleistung zeigt, dass die Schweiz mit 134 Watt pro Einwohner auf Platz 14 liegt. Liechtenstein führt mit 481 Watt die Liste an, gefolgt von Deutschland mit 473 Watt. Damit wird das noch wenig genutzte Potenzial hierzulande deutlich aufgezeigt. Bei der Solarwärme ermöglicht die aktuelle Markterhebung des europäischen Industrieverbandes ESTIF einen Ländervergleich: Hier liegt die Schweiz mit 0.16 m2 Kollektorfläche pro Einwohner immerhin auf Platz 5 innerhalb Europas.
 
Es braucht klare politische Signale von Bund und Kantonen
Bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 sind Solarwärme und Photovoltaik zentrale Bausteine. Damit die Wärme- und Stromversorgung der Schweiz innerhalb der nächsten Jahrzehnte vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden kann, braucht es jetzt Marktwachstum, nicht Stagnation. Wichtig ist insbesondere die Anhebung der KEV-Abgabe auf 2.3 Rp./kWh, wie dies der Nationalrat im Dezember 2014 beschloss. Nur mit einem solchen Beitrag können KEV-Beiträge an neue Photovoltaik-Grossanlagen bezahlt werden – hier geht es um Investitionen im Millionenbereich, die nur mit finanziellen Sicherheiten getätigt werden können. Sinnvoll ist auch die Absicht, die heutige Obergrenze bei der Einmalvergütung von 30 kW aufzuheben und damit diese Förderung auch für Grossanlagen zugänglich zu machen. Bei der Solarwärme ist der Entscheid des Nationalrates zur Anhebung der CO2-Abgabe wichtig, da dieser die Weiterführung der Förderprogramme im Gebäudebereich ermöglicht.
 
Swissolar appelliert deshalb an den Ständerat, den Beschlüssen des Nationalrates zur Energiestrategie zu folgen. An die Kantone geht der Appell, die im letzten Januar beschlossene Musterverordnung im Energiebereich (MuKEn 2014) rasch umzusetzen.
 
Über Swissolar
Swissolar vertritt als Branchenverband die Interessen von 500 Verbandsmitgliedern mit rund 7‘500 Arbeitsplätzen der Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden. Swissolar setzt sich für eine schnell wachsende Nutzung von Solarenergie in der Schweiz ein. Diese wird zur Stromerzeugung, zur Beheizung von Gebäuden sowie zur Warmwasseraufbereitung genutzt. Der Grundstein für den Verband wurde bereits 1978 gelegt. Swissolar zählt damit zu den ersten Solarorganisationen weltweit.

www.swissolar.ch

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