Donnerstag, 7. Juli 2011

PV-Strom zum Billigtarif

Die PHOTON Power AG (Aachen) hat diese Woche eine Photovoltaik-Anlage auf dem Aachener Technologiezentrum (TZA) in Betrieb genommen. Mit einer Leistung von 219,3 Kilowatt (kWp) wird die Aufdachanlage jährlich rund 180.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom in das örtliche Stromnetz einspeisen - zu absoluten Tiefpreisen.

Die Solarstromanlage auf dem Dach des Technologiezentrums ist das erste von mehreren Photovoltaik-Projekten der PHOTON Power AG im Raum Aachen. Mit der Errichtung und dem Betrieb von Solarkraftwerken widmet sich die PHOTON Power AG - deren Muttergesellschaft das Verlagshaus gleichen Namens ist - der Kostensenkung in der Praxis: "Wir wollen zeigen, wie günstig Solarstrom hier und heute sein kann", erklärte Vorstand Ralf Heuser. "Stabile Rahmenbedingungen wie eine feste Einspeisevergütung erlauben heute schon Stromproduktionskosten, die auf dem Niveau der Haushaltsstrompreise liegen."

Photovoltaik-Anlage auf den Dächern des Aachener Technologiezentrums (Bild: Photon).









Das gewonnene Know-how macht die PHOTON Power AG öffentlich zugänglich. Vor allem zur Kostenreduktion erhoffe man sich wichtige Erkenntnisse für die gesamte Photovoltaik-Branche. Solarstrom, so Heuser, sei nicht nur die saubere Alternative zur Kohle- und Kernenergie, sondern inzwischen auch günstig: "Selbst unter den schwierigen Bedingungen des architektonisch anspruchsvollen Dachs des Aachener Technologiezentrums haben wir hier die Anlage zu einem Preis von nur 1.931 Euro pro Kilowatt gebaut."

Die Solarstromanlage wurde innerhalb von drei Wochen auf rund 1.500 Quadratmetern Dachfläche des Technologiezentrums errichtet. Dazu wurden 860 Solarmodule mit einer Leistung von je 255 Watt verbaut. Die Kosten für die gesamte Anlage betragen 423.500 Euro. Sie wurden durch Abonnenten von PHOTON sowie ein Darlehen der Sparkasse Aachen finanziert. Auch Bürger der Stadt Aachen, die ein Abonnement der Zeitschrift PHOTON haben oder abschließen, können sich jederzeit über die Zeichnung von Anleihen der PHOTON Power AG an dieser und weiteren Anlagen beteiligen.

Nach Berechnungen von Solarmedia wird es mit diesem PV-Werk möglich sein, Solarstrom zu Kosten von 22 Euroçent oder 28 Rappen pro Kilowattstunde anzubieten. Für eine solche Berechnung wurden konservative Annahmen getroffen wie:
- Kosten pro kWp: 2000 Euro oder 3 Franken
- 20 Jahre Laufzeit
- Verzinsung des Kapitals 3% - also Gesamtkaptialaufwand 4000 Euro pro kWp, inkl. Betriebskosten von 2 Cents / kWh
- Gesamtstromertrag in 20 Jahren = 18'000 Kilowattstunden
Ergibt einen Strompreis pro kWh von 22 Cents oder 28 Rappen

Quelle: PHOTON Europe GmbH | solarserver.de

© Solarmedia

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Mittwoch, 6. Juli 2011

Auf und Ab der Solaraktien

Am 22. März 2011 produzierten solare Kraftwerke in Deutschland erstmals mehr Strom als Atomkraftwerke. In der Mittagssonne waren 12,1 Giga­watt Sonnenstrom-Kapazität am Netz, während es neun Atomkraftwerke (8 von 17 waren abgeschaltet) nur auf 12 GW brachten. Ein Kommentar von Max Deml | ÖKO-INVEST 2011.





Nicht ganz so sonnig verlief das Jahr bisher für die meisten Aktionäre. Der Solarindex PPVX lag in den ersten 5 Monaten mit -10,5 Prozent rund 12 Prozentpunkte hinter dem Erdölaktienindex (+1,6 Prozent). Preiskämpfe und Nachfragerückgänge haben auch zu manchen Entlassungen wie z. B. beim norwegischen REC-Konzern geführt. Nach einem Zwischenhoch im Zuge der GAU-Meldungen um die Fukushima-AKW-Kernschmelzen im März sanken die Kurse in den letzten Wochen teilweise relativ stark, auf ein Minus von bis zu 34 Prozent. Auf der anderen Seite stiegen Titel wie Sunpower (dieses Jahr um 62 Prozent), nachdem der französische Ölkonzern Total den Aktionären von SunPower (Umsatz 2010: 2,22 Milliarden USD) das Angebot gemacht hat, bis zu 60 Prozent der Aktien zum Preis von 23,25 USD zu übernehmen.

Auch der Schweizer Maschinenbauer Meyer Burger Technology strebt mittels eines Übernahmeangebots (22 Euro pro Aktie) die Mehrheit beim ostdeutschen Zulieferer Roth & Rau AG an und hat vorher bereits rund 18 Prozent erworben. Die Roth & Rau AG ist 2010 aus dem PPVX ausgeschieden, nachdem der Börsenwert stark gesunken war. (Anmerkung Solarmedia: Die Übernahme ist unterdessen vollzogen, siehe Artikel vom 28. Juni 2011)).

Anfang Mai 2011 schieden wegen gesunkenem Börsenwert auch Canadian Solar und DelSolar aus dem Index aus. Dafür kamen Comtec Solar Systems Group und JinkoSolar Holding wieder in den PPVX, nachdem deren Marktkapitalisierungen jeweils mehr als 100 Millionen Euro darüber lagen. Die langfristig erzielte Rendite der Solaraktien ist aber immer noch sehr hoch. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX mit +639 Prozent rund 520 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index mit +119 Prozent.

Deutsche Titel — es sind nur mehr 4 von 30 — haben aber im PPVX erheblich an Gewicht verloren. Vor vier Jahren, im Juni 2007, war z.B. die inzwischen defizitäre Q-Cells SE mit einem Börsenwert von rund 6,7 Milliarden Euro der zweitgrößte Titel im PPVX, heute ist er mit 0,3 Milliarden Euro der zweitkleinste.

Quelle: Max Deml | ÖKO-INVEST 2011 / Sonnenseite

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Erneuerbare von der Autobahn

Mit der am Mittwoch freigeschalteten "Informationsplattform zur Projektinitiative Energieallee A 7" setzen die Projektträger Hermann-Scheer-Stiftung und EUROSOLAR e.V. in Kooperation mit UnternehmensGrün e.V. Zeichen für den Weg in das Zeitalter der Erneuerbaren. Die Informationsplattform enthält Ausführungen und Perspektiven zur Realisierung des Konzepts "Energieallee A 7" von Hermann Scheer, das erstmals auf der Raumordnungskonferenz von EURSOSOLAR vor einem Jahr vorgestellt wurde.

Das Konzept "Energieallee A 7" zielt auf die Nutzung erneuerbarer Energien entlang der längsten deutschen Autobahn. Mit einer installierten Leistung von insgesamt 6.255 MW durch 1.251 Windkraftanlagen der 5 MW- Klasse an allen möglichen Standorten, können so pro Jahr rund 13.500 GWh Strom bzw. 2,2 % des deutschen Bruttostromverbrauchs erzeugt werden. Zusätzlich soll die Energiegewinnung aus anderen erneuerbaren Energieträgern, Sonne und Biomasse, eingebunden werden. "Gerade vor dem Hintergrund des aktuell verabschiedeten Energiepakets, das in volkswirtschaftlich nicht nachvollziehbarer Weise eine Überförderung für den zentralistischen Offshore-Ausbau und den Bau großer Stromtrassen vorsieht, ist es wichtig, die Vorzüge dezentraler und schnell nutzbarer Energiegewinnungspotentiale zu erkennen und entsprechende Umsetzungsschritte einzuleiten", erläutert EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege. Hierfür stehe das A 7-Projekt.

"Während die Ethikkommission für den dezentralen Ausbau geworben hat, hätte das Energiekonzept der Bundesregierung die bereits laufende dezentrale Energiewende massiv ausgebremst. In letzter Sekunde hat sich Dank des Einsatzes zahlreicher Bundesländer, Kommunen und Abgeordneter der Bundestag dazu entschlossen, die schlimmsten Einschnitte gegen den dezentralen Ausbau von Wind- und Solarenergie an Land zu verhindern", erklärt EUROSOLAR-Vizepräsident Dr. Fabio Longo. Mit dem neuen EEG sei der Weg zwar etwas steiniger, aber nun dennoch frei, die "Energiewende von unten" entlang der A7 gemeinsam mit den Städten und Gemeinden, den Stadtwerken und Investoren aus Bürgergenossenschaften und mittelständischen Unternehmen zu gestalten.

"Die Dezentralität ist der Schlüssel für die Energiewende. Die vielfältigen Beteiligungsebenen binden klein- und mittelständische Unternehmen ein und stützen damit das Rückgrad der Wirtschaft" erklärt Dr. Nina Scheer, Vorstand der Hermann-Scheer-Stiftung und fügt an: "So werden strukturelle Monopole in der Energiewirtschaft aufgebrochen". Die Informationsplattform ist darauf angelegt, die Umsetzung der Energieallee A 7 anzuschieben und zu erleichtern. Durch die fortlaufend zu ergänzende und entsprechend durch die Projektträger begleitete Online-Präsentation werden Informationen sowie Hinweise auf involvierte Ebenen, Technologien, Daten und Akteure genannt und damit das breite Spektrum an Aufgaben und Lösungswegen aufgezeigt, die das dezentral strukturierte Großvorhaben Energieallee A 7 Wirklichkeit werden lassen. Die Plattform wächst mit den verfügbaren Informationen, entsprechenden Akteuren und Unterstützern.

Mit der Energieallee A 7 gelingt es, bereits bebaute Flächen synnergetisch zur regenerativen Energiegewinnung zu nutzen. Zugleich bleibt die Umsetzung ein dezentral strukturiertes Vorhaben: Durch die Beteiligung vieler Akteure der unterschiedlichsten Ebenen wird eine jeweilige Vor-Ort-Energiegewinnung erzielt. Die Energieallee ist nicht auf einen groß angelegten Überland-Leitungsbau angewiesen. Es geht gemäss Eurosolar mit der Projektinitiative Energieallee A7 um eine Beweisführung für Dezentralität und die vielfältige Nutzbarkeit erneuerbarer Energien.

Quelle: energieallee A7 / Eurosolar

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Dienstag, 5. Juli 2011

Zürich macht Rückzieher

Nachdem der Bundesrat im Mai 2011 den langfristigen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hat, stehen die zuvor in Einklang stehenden Energiestrategien des Bundes- und des Regierungsrats des Kantons Zürich im Widerspruch. Letzterer zieht deshalb den im letzten Dezember vorgestellten Energieplanungsbericht 2010 zurück.

Der Regierungsrat hat dem Kantonsrat letzten Dezember den Energieplanungsbericht 2010 zur Genehmigung unterbreitet, der in erster Linie eine klimapolitische Stossrichtung verfolgte. Der Regierungsrat hatte sich für ein Szenario entschieden, mit dem der CO2-Ausstoss bis 2050 auf 2,2 t pro Person und Jahr gesenkt werden soll. Dieses Ziel wurde vom Kantonsrat im Energiegesetz festgeschrieben. Unter der Annahme, dass der Strombedarf nicht sinken wird, erachtete der Regierungsrat den Bau von zwei Ersatzkernkraftwerken zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Energieplanungsbericht 2010 als erforderlich.

SVP-Regierungsrat Markus Kägi galt bislang als überzeugter Anhänger der Atomkraft - und hatte die kantonalzürcher Energiepolitik entsprechend ausgerichtet - jetzt erfolgt ein Rückzieher mit noch unabsehbaren Konsequenzen.






Der Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima als Folge des Erdbebens mit anschliessendem Tsunami am 11. März 2011 hat in der Schweiz die Diskussion über die Zukunft der Kernenergie zur Elektrizitätserzeugung beeinflusst. Der Bundesrat hat am 25. Mai 2011 beschlossen, von einem der bisherigen Hauptpfeiler seiner Energiestrategie abzuweichen, indem der Bau von Ersatzkernkraftwerken nicht mehr gefordert, sondern ausgeschlossen wird. Die sich abzeichnende Selbstversorgungslücke will er mit anderen, noch nicht näher definierten Massnahmen schliessen. Der Nationalrat ist den Vorschlägen des Bundesrates am 8. Juni 2011 in wesentlichen Teilen gefolgt. Der Ständerat wird sich voraussichtlich in der Herbstsession 2011 damit befassen. Damit gerieten die zuvor in Einklang stehenden Energiestrategien des Bundes- und des Regierungsrats in Widerspruch zueinander. Es stehen nun zahlreiche Fragen im Raum. So besteht Ungewissheit über die Auswirkungen der neuen Energiepolitik des Bundesrats auf Bevölkerung, Wirtschaft und Staatshaushalt. Zudem ist offen, wie nach einer allfälligen Abschaltung der Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg ab 2020 die daraus resultierende Stromlücke gefüllt werden soll.

Daher muss auch die energiepolitische Haltung des Kantons Zürich geprüft und neu formuliert werden. Der Regierungsrat zieht deshalb den Energieplanungsbericht 2010 zurück. Der Regierungsrat wird die zahlreichen Ungewissheiten bis Ende 2012 umfassend abklären. Anschliessend wird er die aktualisierte Haltung im Energieplanungsbericht 2012 festhalten. In der Zwischenzeit wird der Kanton Zürich die Entwicklung auf Bundesebene mitgestalten und sich in die Vernehmlassung der Massnahmenplanung beim Bund aktiv einbringen.

Die neue Energiepolitik des Bundesrats und die Erreichung der Klimaschutzziele des Regierungsrates verlangen nach weiteren Massnahmen zu Gunsten der Erhöhung der Energieeffizienz und erneuerbarer Energien. Der Kanton Zürich hat bislang rund sechs Franken pro Einwohner und Jahr für das Energieförderprogramm aufgewendet. Der entsprechende Rahmenkredit beläuft sich für die Jahre 2009 - 2013 auf 32 Millionen Franken. Gemäss Sanierungsprogramm San10 soll dieser Betrag halbiert werden. Der Kanton sieht nun davon ab und strebt an, den Rahmenkredit möglichst vollständig auszuschöpfen, was einen entsprechenden Nachtragkredit erforderlich macht. Somit würde das gegenwärtige Förderprogramm aufrecht erhalten. Zusätzlich werden in den Jahren 2013 und 2014 je 10 Millionen Franken für Pilotprojekte eingestellt. Damit werden innovative Lösungen im Bereich der effizienten Stromanwendungen (kostengünstiger Ersatz bestehender Elektroheizungen, Leistungssteigerung der Wärmepumpen, Gebäudeautomation und effiziente Beleuchtung) gefördert.

Die Überarbeitung der Eigentümerstrategie
bezüglich EKZ und Axpo erfordert klare und verlässliche Rahmenbedingungen auf Bundesebene. Sie wird zurückgestellt. Die Umsetzung des eidgenössischen Stromversorgungsgesetzes und des kantonalen Energiegesetzes (Netzgebietszuteilung sowie Leistungsaufträge) zur Erhöhung der Versorgungssicherheit wird hingegen weitergeführt.

Weiterführende Informationen:
Link zur Medienmitteilung vom 2. Dezember 2010 und zum Bericht (PDF)
http://www.zh.ch/internet/de/aktuell/news/medienmitteilungen/2010/303.html

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Siemens wird solar

Der deutsche Elektrokonzern ist schon einer der ganz Grossen im Windgeschäft. Jetzt ist auch der Einstieg in den Bau grosser solarthermischer Anlagen gelungen. Siemens Energy hat vom spanischen Projektentwickler UTE Termosolar Olivenza einen Auftrag über die Lieferung eines Solarfelds einschließlich der Solarreceiver für das Parabolrinnenkraftwerk Termosolar Olivenza 1 erhalten.

Die solarthermische Anlage mit einer Leistung von 50 Megawatt (MW) entsteht in Olivenza in der Nähe der Stadt Badajoz in der spanischen Provinz Extremadura. Eigentümer ist Ibereolica Solar Olivenza S.L. Die erzeugte Energie wird ausreichen, um rund 50.000 spanische Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. „Siemens ist in der Lage, projektspezifische und für die jeweiligen Anforderungen der Kunden ausgelegte Solarfelder zu entwickeln, aufzubauen und in ein Solarkraftwerk zu integrieren“, sagte Avi Brenmiller, CEO der Siemens Business Unit Solar Thermal Energy. Bei dieser Art von solarthermischen Kraftwerken wird die Energie der Sonne durch Parabolspiegel auf kleiner Fläche gebündelt. In der Brennlinie der halb offenen Spiegel, die dem Lauf der Sonne nachgeführt werden, befindet sich ein Receiver-Rohr. Dort zirkuliert Thermo-Öl als Wärmeträgermedium. Das erhitzte Öl erzeugt über einen Wärmetauscher Wasserdampf, welcher dann über eine Dampfturbine Strom generiert. Ein ähnliches Projekt nahe bei Sevilla hatte Siemens bereits vor Jahresfrist angekündigt (siehe Solarmedia vom 26. April 2010).

Solarenergie ist Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 28 Mrd. EUR erzielte. Das macht Siemens nach eigenen Angaben zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapur in Summe an CO2 jährlich ausstoßen. Siemens ist auch Mitglied von Desertec, dem grossen Wüstenstromprojekt in Nordafrika und hat sich in den vergangenen Jahren kleine viel versprechende Technologiefirmen geschnappt, die in der Solarthermie führend sind (siehe Solarmedia vom 16. Juni 2009).

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter.

Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy

© Solarmedia

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Unkonventionelle Grossanlage

Auf einer 81 Hektar großen Konversionsfläche südlich von Frankfurt (Oder) im deutschen Bundesland Brandenburg steht zurzeit einer der größten kristallinen Parks Deutschlands kurz vor seiner Fertigstellung. Die Wirsol Solar AG wird das 50 Millionen schwere Projekt noch im Juli ans Netz bringen. Über 100.000 Yingli-Module sorgen dann für eine Nennleistung von 24,1 MW und versorgen 5350 Familien mit sauberem Strom.

Der Solarpark steht auf dem Gelände eines ehemaligen russischen Tanklagers und wurde zuvor aufwendig von allen Altlasten befreit: Gebäude und Öltanks wurden genauso entfernt wie 130 Tonnen Asbest. Eine gefundene Bombe wurde vom Kampfmittelräumdienst entschärft. Insgesamt 800.000 Euro für ökologische Ausgleichsprojekte wurden beim Landesforstverband Brandenburg hinterlegt, davon flossen alleine 700.000 Euro in Aufforstungsmaßnahmen.


81 Hektar reine Energie: Konversionsflächen wie hier in Mixdorf stellen hohe Anforderungen an Projektierer.




Die Transformation der russischen Liegenschaft erfuhr vor Ort große Unterstützung: „Da alle 4 Betreiber-Gesellschaften in Mixdorf angesiedelt sind, werden die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde zu Gute kommen“, erklärte Bürgermeister Karl-Friedrich Rubach, der sich auch von der Abwicklung der Baumaßnahmen begeistert zeigte: „Ich habe selten einen derart reibungslosen und durchorganisierten Prozess erlebt, wie ich ihn jetzt trotz Zeitdruck bei diesem Projekt verfolgen durfte. Die Qualität ist erstklassig.“ Der Park wurde in nur 16 Wochen erstellt.

Die Wirsol Solar AG ist eine international tätige Projektgesellschaft
und einer der modernsten Lösungsanbieter für die Planung, Finanzierung, Installation und Wartung
von Solarkraftwerken jeder Größe. Unternehmensstandorte sind Deutschland, Spanien, Italien, Belgien, Kanada, USA, Frankreich, Schweiz und UK.

Quelle: Wirsol

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