Mittwoch, 13. Juni 2012

Intersolar Europa gestartet

Am Mittwoch öffneten erneut die Tore für die weltweit größte Fachmesse der Solarwirtschaft auf dem Gelände der Messe München. Insgesamt 1.909 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren bis zum 15. Juni Produkte, Lösungen und Dienstleistungen in den Bereichen „Photovoltaik“ (PV), „Solarthermie“ und „PV Produktionstechnik“.

Auf 170.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in 15 Messehallen und auf dem Freigelände werden dazu in diesem Jahr rund 80.000 Besucher erwartet. Begleitend findet vom 11. bis zum 14. Juni 2012 die Intersolar Europe Conference mit rund 400 Referenten statt. Die Veranstalter rechnen mit rund 2.500 Teilnehmern auf der Konferenz und ihres Side-Events. Im Mittelpunkt von Konferenz und Messe stehen in diesem Jahr neben den neuesten Technologien vor allem die Zukunftsfragen der Branche, die in Veranstaltungen, Diskussionen und Sonderschauen auf internationaler Ebene beleuchtet und diskutiert werden. Dazu gehören unter anderem die Themen Stromspeicherung, Netzintegration und Heizen mit Solarstrom.

Darüber hinaus steht die unterschiedliche Entwicklung der internationalen Märkte im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch hier setzen die Veranstalter auf den Dialog mit den Vertretern von Politik und Industrie aus den jeweiligen Ländern und schaffen Plattformen für den internationalen Austausch. Im Jahr 2011 wurden weltweit mehr Photovoltaik-Anlagen installiert als jemals zuvor. Der steigende Anteil von Solarstrom verändert die Stromnetze, denn deren Infrastruktur ist nach wie vor auf eine zentrale Stromproduktion mit geringen Schwankungen ausgerichtet. Stromspeicher werden in Zukunft dazu beitragen, die Netze zu stabilisieren, denn mit ihrer Hilfe kann Elektrizität gespeichert und in weniger ertragreichen Zeiten verbraucht werden. Neue und effektive Stromspeicher sowie innovative Lösungen zur optimalen Integration von Solarstrom in die Stromnetze sind deshalb wichtige Bausteine für die Zukunft der Energieversorgung. Sie bieten große Potenziale für die Solarindustrie und werden für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland eine maßgebliche Rolle spielen.

Zahlreiche internationale Aussteller haben sich für den Bereich „PV Kraftwerke“ auf der Intersolar Europe angemeldet und präsentieren Produkte und Dienstleistungen von den aktuellsten Systemlösungen über Montagesysteme und Wechselrichter bis hin zur Überwachungstechnik und den neuesten Modulen. Auch in den Ländern der „MENA-Region“ (Nahost und Nordafrika) ist die Solarenergie nicht zuletzt wegen der gesunkenen Kosten auf dem Vormarsch. Die Investition in Sonnenenergie lohnt sich vor allem für Länder, die von Öl- und Gasimporten abhängig sind, wie Jordanien oder Marokko, oder Staaten, die große Mengen der eigenen Ölproduktion zur Stromerzeugung nutzen, wie Saudi-Arabien oder Kuwait – und das ganz ohne staatliche Förderprogramme. Laut der aktuellen Studie „Sunrise In the Desert" ist die Photovoltaik ab einem Ölpreis von 80 US-Dollar in den meisten Ländern der Region wettbewerbsfähig mit der fossilen Stromproduktion – dabei liegen die internationalen Rohölpreise schon seit Längerem über der 100 US-Dollar-Marke.

Damit erschließen sich auch hier neue attraktive Märkte für die Solarbranche, die im Rahmen der Intersolar Europe Conference ausgiebig behandelt werden. Laut der neuen Studie "Fahrplan Solarwärme", die der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in Zusammenarbeit mit der Intersolar Europe entwickelt hat, wird der Solarwärme-Markt in Deutschland bis 2020 jährlich um 12,5 Prozent wachsen. Damit steigt die solare Wärmeerzeugung in Deutschland in den nächsten 8 Jahren auf 14 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Während die Solarthermie in Deutschland bislang hauptsächlich warmes Wasser für private Haushalte liefert, werden sich die Anwendungsgebiete in Zukunft deutlich erweitern. 

Begleitend zur Intersolar Europe findet vom 11. bis zum 14. Juni 2011 die Intersolar Europe Conference im ICM - Internationales Congress Center München (ICM) statt. In diesem Jahr werden rund 400 Referenten und 2.500 Teilnehmer erwartet. Die Konferenz vertieft die Themen der Messe und stellt Märkte und Technologien, Industrie und Wissenschaft in einen internationalen Zusammenhang. Die Highlights der diesjährigen Konferenz behandeln die „Stabilität der Stromnetze“, „neueste Speichertechnologien“ oder „Photovoltaik-Großkraftwerke“.

Die Intersolar Europe 2012 findet vom 13. bis 15. Juni auf der Messe München statt. Weitere Informationen zur Intersolar Europe finden Sie im Internet unter http://www.intersolar.de

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Solarfolie im Fensterglas

Die Heliatek GmbH, Technologieführer für organische Photovoltaik (OPV), hat bekannt gegeben, dass ihre transparenten Solarfolien in Isolierglasfenster integriert werden können. Diese Fenster gleichen getöntem Glas, da die Solarfolien aufgrund des einzigartigen Fertigungsverfahrens mittels Vakuumdeposition vollkommen homogen beschichtet werden und so keine störenden Raster oder Ungleichmäßigkeiten entstehen.
 

Mit transparenten Solarfolien kann Bauglas zur Energiegewinnung genutzt werden ohne das Gebäudedesign zu stören.
© Heliatek GmbH
Gemeinsam mit Glasanbietern und Gebäudematerialherstellern arbeitet Heliatek zurzeit daran, seine Solarfolien in verschiedene Baumaterialien zu integrieren. „Unsere Solarfolien bieten einzigartige und überzeugende Nutzenvorteile für die unterschiedlichsten Anwendungen im Bereich der Gebäudeintegration. Mit unserem Geschäftsmodell haben wir uns daher zum Ziel gesetzt, führender Lieferant maßgeschneiderter Solarfolien für die Bauindustrie zu werden. Baumaterialhersteller werden unsere Solarfolien als energieerzeugende Komponente in ihre eigenen Produkte und Anwendungen integrieren“, erklärt Thibaud Le Séguillon, CEO der Heliatek GmbH.
Die ultradünnen Solarfolien von Heliatek eignen sich perfekt für die Integration zwischen Glas. Der Transparenzgrad und die Farbe können individuell an Kundenanforderungen angepasst werden. Messungen von SGS, einem akkreditierten und unabhängigen Testinstitut, haben bestätigt, dass Heliateks Laborzellen bei einer Transparenz von 23,5 % noch eine Effizienz von 7 % liefern. Das Unternehmen kann in seinem Entwicklungslabor in Dresden derzeit Zellen mit einer Transparenz von bis zu 40 % produzieren. Man rechnet damit, diesen Transparenzgrad bis zur Markteinführung der transparenten Solarfolien und mit dem Start der nächsten Produktionslinie 2014 auf 50 % zu steigern.

Frühere Messungen von SGS haben gemäss Angaben des Unternehmens außerdem das ausgezeichnete Schwachlicht- und Temperaturverhalten der Heliatek Zellen im Vergleich zu konventionellen Solartechnologien bestätigt. Bei einer Einstrahlung von nur 100 W/m² liegt die Effizienz um 15 % höher als die gemessene Standardeffizienz bei 1.000 W/m² Einstrahlung. Im Gegensatz zu traditionellen Solartechnologien, deren Effizienz bei erhöhten Temperaturen um 15 bis 20 % sinkt, bleibt die Zelleffizienz der organischen Solarfolien von Heliatek voll erhalten. Dr. Martin Pfeiffer, Mitgründer und CTO von Heliatek, fügt hinzu: „Unsere dünnen und leichten Solarfolien können direkt in die unterschiedlichsten Baumaterialien integriert werden, so dass keine zusätzliche Unterkonstruktion benötigt wird. Da die Folien bei hohen Temperaturen ihre volle Leistungskraft behalten, ist keine Kühlung notwendig. Das hervorragende Schwachlichtverhalten führt dazu, dass der Installationswinkel und die Ausrichtung der Folien einen weniger kritischen Faktor darstellen – die Folien behalten auch hier ihre volle Leistungskraft, ob morgens oder abends, an einem bewölkten Tag oder bei einer nicht idealen Ausrichtung nach Norden.“

Quelle: Heliatek

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K(r)ampf um's Überleben

Eine ganze Reihe mittelgrosser Unternehmen der Solarbranche kämpft derzeit ums Überleben. Eine Übersicht - zusammengestellt von Solarmedia und basierend auf Meldungen der Solarzeitschrift «photovoltaik», deren jüngste Nummer 6/12 (mit einem Schwerpunkt auf neuen Perspektiven für die Branche) soeben erschienen ist.

Nach Angaben von Soltecture läuft die Suche nach einem Investor für den insolventen Photovoltaik-Hersteller aus Berlin nach Plan. Der vorläufige Insolvenzverwalter Hartig Albers habe gemeinsam mit der renommierten Investmentbank Macquarie einen internationalen Investorenprozess begonnen. „Es haben sich bereits zahlreiche Interessenten gemeldet, die Soltecture übernehmen wollen“, erklärte der Rechtsanwalt von der Kanzlei Brinkmann & Partner. Es sei aber noch zu früh, um konkrete Aussagen zu treffen. Das Interesse bei potenziellen Investoren sei aber groß, sagte Albers weiter. Es sei daher „zuversichtlich, dass wir in den kommenden Monaten einen Käufer finden“. Die Sovello GmbH hat einen „globalen, strukturierten Investorenprozess“ angestoßen. Es solle nun kurzfristig Verbindung mit Investoren aufgenommen werden, wie an einer Sanierung des angeschlagenen Photovoltaik-Unternehmens interessiert seien, teilte Sovello mit. „Mehrere Interessenten haben bereits mit uns Kontakt aufgenommen”, erklärte Sovello-Geschäftsführer Reiner Beutel.   

Global Solar Energy, Hersteller von flexiblen CIGS-Dünnschichtmodulen,  will nicht Teile seines Photovoltaik-Geschäfts veräußern, wie einige Medien in der vergangenen Woche fälschlicherweise berichteten. Es gehe vielmehr darum, Investoren zu suchen, um das Photovoltaik-Geschäft von Global Solar weiterzuentwickeln, sagte Vertriebvorstand Jean-Noel Poirier in einem Gespräch mit «photovoltaik».

Scheuten Solar ist gerettet. Der niederländische Photovoltaik-Hersteller teilte mit, dass Aiko Solar die grundlegenden Komponenten von Scheuten Solar übernimmt. Der chinesische Zellhersteller verfüge bereits über Produktionskapazitäten von 600 Megawatt. Es sei geplant sich künftig auf Photovoltaik-Projekte und den Vertrieb zu konzentrieren. Scheuten Solar könne dabei von der finanziellen Stärke von Aiko Solar profitieren.

First Solar Inc. wird seine Werke in Frankfurt/Oder nun bis zum Jahresende betreiben. Der Hersteller von Photovoltaik-Dünnschichtmodulen aus den USA habe dem Betriebsrat darüber informiert, dass die Produktion nun wieder erhöht und vorläufig auch voll aufgenommen werde, sagte ein Sprecher. Das Werk 1 laufe bereits wieder und das zweite Werk solle in der kommenden Woche wieder hochgefahren werden. Der Grund sei die gestiegene Nachfrage auf den europäischen Photovoltaik-Märkten, die zumindest kurzfristig über den Erwartungen liege. 

Quelle:«photovoltaik»

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Dienstag, 12. Juni 2012

«Atomausstieg ist möglich»

Am Dienstag präsentierte der Verband der Schweizer Elektrizitätsunternehmen (VSE) drei Wege in eine AKW-freie Stromzukunft bis 2050. Das ist sehr erfreulich und zeigt, dass die Schweizer Strom-Versorgungssicherheit auch ohne das Risiko der AKW gewährleistet werden kann, schreibt dazu die Schweizerische Energiestiftung (SES).

Leider schüre der VSE völlig unnötige Ängste mit hohen Kosten und vergisst: «Die Stromzukunft kostet so oder so. Die Frage ist lediglich, ob wir in eine veraltete Hochrisikotechnologie investieren, oder in erneuerbare Energien und Effizienz», sagt Jürg Buri, Geschäftsleiter der SES. Gerne geht beim VSE vergessen, dass auch neue Atomkraftwerke samt Backend- und Haftpflicht-Kosten die Schweizer Volkswirtschaft teuer zu stehen kommen würden. Der Weg über erneuerbare Energien schafft indessen statt milliardenteurer Atommüllberge einen Mehrwert: «Die Schweiz bekommt so mehr fürs Geld: Energieunabhängikeit, echte Versorgungssicherheit und einheimische Arbeitsplätze», so Buri.

Mittelfristig ein Bild der Vergangenheit? Selbst die Stromunternehmen fassen nun die Folgen eines Ausstiegs aus der Atomkraft ins Auge - wenn auch mit einer anderen Beurteilung der Konsequenzen. (Bild: AKW Gösgen - Guntram Rehsche)





 
Der VSE hatte seit letztem Sommer eine ganze Reihe von Studien in Angriff genommen. Die nun  veröffentlichte Gesamtbetrachtung “Wege in die neue Stromzukunft” haben 50 Spezialisten aus der Branche erarbeitet. Dabei ging es um die Frage, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Konsequenzen eine Stromversorgung ohne Ersatz der heutigen Kernkraftwerke realisiert werden kann. Die Experten haben die Frage aus Sicht des VSE anhand von drei konsistenten Szenarien beantwortet, die sich jeweils hinsichtlich politischer Weichenstellung und gesellschaftlicher Akzeptanz unterscheiden.

Szenario 1 geht zwar von verstärkten Vorschriften für Stromeffizienz und Förderung erneuerbarer Energien aus, rechnet aber mit einem weiter steigenden Strombedarf. Die Folge: Ein Viertel der Energie muss weiterhin importiert werden und der Ausstieg aus der Kernkraft geht nur mit 7-8 Gaskombikraftwerken sowie wo sinnvoll WKK. Zudem steigen die Gesamtkosten für Stromerzeugung und Netze bis 2050 gegenüber heute auf 118 Milliarden Franken, was einer Kostensteigerung von ca. 30 Prozent entspricht.

Szenario 2 geht von einem stärkeren Willen zum Energiesparen aus, inklusive starker Lenkung über hohe Verbrauchssteuern. Bis 2050 würden 70 Prozent der Energie aus erneuerbaren Formen entstehen, zum Beispiel mit knapp 1000 Windkraftwerken, 8 Wasserkraftwerken der Grösse des Kraftwerks Rheinfelden und 7000 Photovoltaik-Anlagen in der Grösse der Anlage auf dem Stade de Suisse. Trotzdem würden 4-5 Gaskombikraftwerke und wo sinnvoll WKK notwendig sein. Und das ganze Investitionspaket würde die Kosten um 45 Prozent auf 135 Milliarden Franken steigen lassen.

Szenario 3 ist der radikalste Umbau. Der Stromverbrauch geht unter anderem dank starker Lenkungsabgaben um 7 Prozent zurück. Es wird massiv in erneuerbare Energien investiert, zum Beispiel mit 1250 Windkraftwerken, 10 Wasserkraftwerken der Grösse des Kraftwerks Rheinfelden und Photovoltaik-Anlagen, die 11’500 Mal derjenigen auf dem Stade de Suisse entsprechen. Die Gesamtkosten steigen um 75 Prozent auf 150 Milliarden Franken. Dafür braucht dieses Szenario keine Gaskombikraftwerke und importiert wird ausschliesslich Strom aus erneuerbarer Energie.

Der VSE will mit der Studie Grundlagen liefern und seine Forderung untermauern, dass die Massnahmen zur Gestaltung der künftigen Stromversorgung nur anhand verschiedener Szenarien beurteilt werden können. Er will für die Diskussionen Transparenz schaffen. Die praktische Umsetzung eines jeden der drei Szenarien wird tiefe Einschnitte in das Alltagsleben der Schweiz bringen und es wird je nach Ausprägung zu Zielkonflikten kommen, die sichtbar gemacht werden müssen. Diese müssen von Gesellschaft und Politik entschieden und getragen werden.

Quellen: SES / SDA

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Montieren mit dem Roboter

Das ist eine der Aufsehen erregenden Neuheiten der Messe Intersolar (siehe Solarmedia vom 9. Juni 2012): Der Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen ist bislang ja weitgehend Handarbeit. Weil identische Abläufe aber oft mehrere hunderttausend Mal wiederholt werden, hatte die PV-Kraftwerker GmbH & Co. KG aus Göppingen schon lange Automatisierungsoptionen im Visier. Mit dem Montage-Roboter „Momo“ präsentiert das Unternehmen nun auf der Intersolar die Antwort. 

Der mobile Montage-Roboter „Momo“ (siehe Bild) umfasse sämtliche Arbeitsschritte und eigne sich besonders für die Freiflächenmontage, wo das Gelände oft unwägbar ist und die Distanzen groß sind, betont PV-Kraftwerker. Magaziniert mit Photovoltaik-Modulen fährt der Apparat an eine definierte Stelle, montiert die PV-Einheit und fährt zur nächsten. „Bei Momo gehen faktisch keine Module mehr zu Bruch, Fehlbohrungen an den Rahmen sind wegen der Programmierung komplett ausgeschlossen und auch Monteure kommen nicht mehr zu Schaden“, zählt Eberhard Schulz, Geschäftsführer der PV-Kraftwerker GmbH & Co. KG die Vorzüge auf. Das entspreche einer Effizienzsteigerung von 20%, prognostiziert der 42-jährige gelernte Landwirt. Auch Wartungs- und Reinigungsarbeiten sowie der Rückbau von Anlagen fänden in ähnlicher Größenordnung statt.

Das mit Sensoren ausgerüstete Greifer-System ermögliche die vollautomatische Montage auf vorhandener Aufständerung in beliebigem Gelände. Wahlweise auf dem Greifer oder dem Trägerwerkzeug positioniert, erfasse eine 3-D-Kamera den kompletten Montageprozess und justiere Abweichungen vom Standard millimetergenau nach. Dies können sowohl ungenaue Bohrungen im Rahmen als auch leicht versetzte Aufständerungen im Gelände, etwa wegen schwierigen Untergrunds, sein. „Deshalb gleicht Momo schwieriges Gelände und Neigungen des Roboters fehlerfrei aus“, verdeutlicht Schulz, wie viel Intelligenz und Branchen-Know-how in seiner Technik stecken.

Denn eine spezielle Interface-Software wandle die vom Sensor erfassten Daten in Koordinaten um, die Momo lesen kann. Greifer und Kamera seien wiederum so aufeinander abgestimmt, dass sie zuverlässig und schnell die Positionen auf der Aufständerung erfassen und das Modul präzise montieren. Dieser Vorgang wiederhole sich je nach Größe eines PV-Kraftwerks 100.000-fach. Dabei lege der autonome Montage-Roboter bis zu 70 km zurück.

Auch bei der Demontage eines PV-Kraftwerks kann Momo eingesetzt werden. Das Montagesystem arbeitet dann einfach im umgekehrten Zyklus. Die Module können so erneut verwendet werden, weil sie unbeschädigt bleiben. Eine weitere Variante des Greifersystems kann Module im Dauerbetrieb auch pflegen und warten. Der Roboter samt digitaler Technik arbeitet batterie- oder generatorbetrieben. Momo kann laut Anbieter jeweils Module für 6 qm Kollektorfläche und 140 kg Gewicht laden. Eine standardisierte Schnittstelle zum schnellen Greiferwechsel sei vorhanden, so dass eine witterungsunabhängige Montage über 24 Stunden möglich ist.

PV-Kraftwerker ist ein Unternehmen, das 2007 gegründet wurde und im Kundenauftrag Solarparks schlüsselfertig erstellt. Seine Leistungen beziehen sich auf die elektrische und mechanische Planung, die Beschaffung hochwertiger Bauteile wie PV-Module, Wechselrichter, Kabel, Unterkonstruktion sowie auf die Montage, die Inbetriebnahme und Abnahme von PV-Kraftwerken auf der ganzen Welt. PV-Kraftwerker erwirtschaftete 2011 nach eigenen Angaben mit rund 200 Mitarbeitern einen Umsatz von 15 Millionen Euro und installierte 200 MWKollektorfläche.

Quelle: PV Kraftwerker | solarserver.de

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257 Milliarden US-$ investiert

Auch im Jahr 2011 sind die erneuerbaren Energien weltweit massiv ausgebaut worden: Die globalen Investitionen haben gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent auf den Rekordwert von 257 Milliarden US-Dollar zugelegt. 

Die Zahlen wurden vom Politiknetzwerk REN21 im Rahmen des jährlich erscheinenden „Globalen Statusberichts zu erneuerbaren Energien 2012“ (Renewables Global Status Report - GSR) veröffentlicht. Weltweit decken die erneuerbaren Energien mittlerweile 16,7 Prozent des Endenergieverbrauchs und rund 20,3 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.

„Die Zahlen bestätigen gemäss einer Mitteilung der zuständigen deutschen Bundesministerien, dass die deutsche Energiewende den weltweiten Trend setzt. Die Energiewende sichert damit Deutschlands Rolle als Vorreiter eines dynamischen weltweiten Wachstumssektors, der uns darin unterstützt, Klimaschutz, sichere Energieversorgung und nachhaltiges Wachstum zu vereinbaren“, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel ergänzte: „Die weltweite Trendwende hin zu erneuerbaren Energien ist heute Realität. Dazu beigetragen hat auch das deutsche Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern. Einerseits haben wir den Boden bereitet, indem wir unsere Partner dabei beraten und unterstützt haben, die institutionellen Rahmenbedingungen zu schaffen, andererseits setzen wir in unseren Kooperationsländern auch ganz konkrete Projekte um, die nun zum Erfolg der erneuerbaren Energien beitragen.“

Insgesamt lagen die Investitionen um 40 Milliarden US-Dollar über den Investitionen in fossile Energieerzeugungskapazitäten. Auch die Zahl der Länder mit Zielvorgaben für den Ausbau der erneuerbaren Energien hat sich erneut erhöht auf mittlerweile 118, mehr als die Hälfte davon sind Entwicklungsländer. Neben China, den USA und Deutschland fand das Wachstum der erneuerbaren Energien hauptsächlich in Spanien, Italien, Indien und Japan statt.

REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century) ist ein globales Politiknetzwerk, das 2005 im Anschluss an die Bonner “renewables2004”-Konferenz ins Leben gerufen wurde. Neben Regierungen, Internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen sind Vertreter aus Wirtschaft, Finanzsektor sowie der Zivilgesellschaft aus dem Energie-, Umwelt- und Entwicklungsbereich vertreten. Bundesentwicklungs- und Bundesumweltministerium unterstützen REN21 finanziell.

Weiterführende Informationen finden sich unter www.ren21.net/gsr

Quelle: Bundesministerium für Umwelt

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