Donnerstag, 14. März 2019

Tesvolt: Award für die ländl. Elektrifizierung

Tesvolt wurde mit dem internationalen Award für ländliche Elektrifizierung ausgezeichnet. Der deutsche Hersteller von Stromspeichersystemen für Landwirtschaft und Gewerbe erhielt den Preis in der Kategorie „Privatwirtschaft in Australien, Europa und Nordamerika“ für die nachhaltige Energieversorgung einer Avocadofarm in Australien. 

Der Award wurde gemäss einer Medienmitteilung des Unternehmens diese Woche durch die Alliance for Rural Electrification (ARE) im Hauptsitz der Afrikanischen Entwicklungsbank in Abidjan verliehen. Im vergangenen Jahr erhielt das australische Projekt bereits den smarter E-Award der Intersolar-Fachmesse. „Mit dem Award zeichnen wir die leidenschaftlichsten und innovativsten Akteure aus, die Menschen Zugang zu Energie verschaffen. Tesvolt hat ein ausgewogenes Konzept vorgelegt, das insbesondere im Hinblick auf Effektivität und das Potential zur Übertragbarkeit überzeugt“, erklärte Guilherme Collares, Jury-Vorsitzender und ARE-Vizepräsident. Der internationale Industrieverband mit seinen rund 150 Mitgliedern, hierunter v.a. Projektentwickler und Technologieanbieter, setzt sich seit über zehn Jahren dafür ein, dass insbesondere Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen in ländlichen Regionen Zugang zu erschwinglicher, sicherer und sauberer Energie erhalten. Weltweit gibt es rund 1 Milliarde Menschen ohne Energieversorgung, die meisten davon leben in Afrika, Asien und Latein-Amerika.

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Wir sind besonders stolz auf diese internationale Auszeichnung für ländliche Elektrifizierung, denn Tesvolt hat die Vision, bezahlbaren, sauberen Strom in jeden Winkel der Welt zu bringen“, erklärt Marcus Kruckow, Vice President Internationalization bei Tesvolt. „Wir liefern aber nicht nur den Stromspeicher, sondern die komplette Energielösung. Die Avocadofarm hat uns vor die Herausforderung gestellt, unseren Lithiumspeicher mit Salzwasserbatterien zu kombinieren – das hat vor uns noch niemand gemacht.“ 

90 Tonnen Avocados produziert die Farm in Pemberton, Südwestaustralien, jährlich auf 5 Hektar Fläche. Die Früchte, die sehr viel Wasser und Sonne brauchen, um ihren optimalen Geschmack zu entfalten, werden im heißen und trockenen australischen Sommer über Hydraulik-Wasserpumpen aus unterirdischen Wassertanks versorgt. Die Tanks füllen sich im sehr regnerischen Winter auf.

Die Farm kann dank der intelligenten Stromspeicherlösung zu 100 Prozent mit Solarenergie betrieben werden. Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 53 Kilowatt Peak (kWp) deckt zusammen mit einem 160 kWh-Salzwasserspeicher die Grundlast. Der 48 kWh-Tesvolt Speicher liefert Strom für die Hydraulik-Wasserpumpen, die beim Anspringen besonders viel Strom benötigen. Diese Lastspitzen können die Salzwasserbatterien nicht abfangen, da sie sich nicht schnell genug entladen. Der Tesvolt Speicher dagegen lädt und entlädt sehr schnell, weil er mit prismatischen Lithium-Hochleistungszellen von Samsung SDI ausgestattet ist. Wegen seiner Leistungsstärke kommt dieser Batteriezellentyp zum Beispiel auch in modernen Elektroautos zum Einsatz.

Über Tesvolt: Tesvolt hat sich auf Batteriespeicher für Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie spezialisiert. Das innovative Unternehmen aus Lutherstadt Wittenberg produziert Stromspeicher mit den modernsten Batteriezellen: prismatische Lithiumzellen von Samsung SDI auf Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide-Basis. Tesvolt Speicher funktionieren mit Niederspannung ebenso wie mit Hochspannung und können an alle Energieerzeuger angeschlossen werden: Sonne, Wind, Wasser und Blockheizkraft – On-Grid ebenso wie Off-Grid. Alle Tesvolt Speicher werden in einer eigenen Fertigungsanlage in Deutschland produziert. 

Quelle: www.tesvolt.com

Montag, 11. März 2019

Die Antwort ist SOLAR

An diesem Montag jährt sich Fukushima - Zeit für ein paar Gedanken von Solarmedia (durch Anklicken der jeweiligen #Hashtag-Begriffe gelangt man direkt zu Twitter)! 

Sonnenenergie, genutzt in Form von Strom oder Wärme, ist nach heutigem Ermessen die viel versprechendste Energiequelle der Zukunft. Jedes Land, jede Region weisst dabei Besonderheiten auf - dazu gehört für die Schweiz etwa, dass natürlich die Wasserkraft die natürliche und richtige Begleitung der Solarenergie darstellt - in anderen Staaten ist es etwa die Windkraft, in einigen wenigen schon heute auch die Geothermie (wie etwa auf Indonesien). Hier zu Erinnerung, was Atomtechnologie bewirkte (von oben: Fukushima, Tschernobyl, Lucens, Three Mile Island):


Ganz sicher heisst nach allen Erkenntnissen die Lösung nicht Atomkraft, an deren zerstörerische Wirkung insbesondere an diesem Montag zu erinnern ist, da sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum achten Mal jährt. Dennoch treibt eine kleine verbliebene Atomlobby auch hierzulande ihre Anliegen vehement vorand - dabei ist an folgende Punkte zu erinnern, die allesamt belegen, dass der Energieweg eben nicht über die Atomenergie verläuft (die folgenden Punkte wurden einzeln schon auf Twitter als Antwort auf diverse Veröffentlichungen publiziert):

Freitag, 8. März 2019

10 Millionen Solardächer

Ein Papier der EU-Kommission schlägt vier konkrete Flaggschiff-Projekte, um die Umsetzung des Saubere-Energie-für-alle-Europäer-Paketes mit Leben zu füllen: 
1. Bis 2025 sollen eine Million Gebäude mit industriellen Methoden energetisch saniert werden
2. Bis 2025 sollen EU-weit zehn Millionen Dächer neu mit Solaranlagen ausgestattet werden
3. Fernwärme und -kühlung sollen in ganz Europa gefördert werden
4. In den heutige Kohleregionen sollen Programme für eine sozial gerechte Energiewende aufgelegt werden, ähnlich wie im deutschen Kohlekonsens vereinbart
„Uns geht es mit unserer Studie darum, bereits jetzt ganz konkret zu diskutieren, welche Maßnahmen das künftige Europäische Parlament und die nächste Europäische Kommission im Bereich Klimaschutz und Energiewende nach der Europawahl im Mai voranbringen sollen. Unsere Vorschläge konzentrieren sich auf Punkte, bei denen Europa einen wirklichen und unmittelbaren Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger schafft, beispielsweise bei dem sozial verträglichen Ausstieg aus der Kohleverstromung oder bei den Themen saubere Luft und behaglicheres Wohnen. Außerdem waren uns europäische Maßnahmen wichtig, die den Mitgliedstaaten dabei helfen, ihre jeweiligen nationalen Energiewenden zügig voranzubringen. Das betrifft beispielsweise die Weiterentwicklung des EU Beihilferahmens oder die Marktzulassung von Stromspeichern, die ökologisch und sozial nachhaltig sind“, sagt Matthias Buck, Leiter Europäische Energiepolitik bei Agora Energiewende.
Die Studie „European Energy Transition 2030: The Big Picture“ wurde am 7. März in Brüssel öffentlich vorgestellt und von einem hochkarätigen Podium diskutiert. Die Aufzeichnung dieser Veranstaltung und auch die Studie sind unter www.agora-energiewende.de abrufbar. Sämtliche Grafiken der Studie stehen zur Weiterverwendung unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung.

Quelle: agora-energiewende.de

Dienstag, 5. März 2019

Anmeldung für den Solarpreis 2019 läuft

Seit 1991 verleiht die Solar Agentur Schweiz (SAS) den Schweizer Solarpreis für die besten Solaranlagen, die klimagerechtesten PlusEnergieBauten® (PEB) sowie an die engagiertesten Persönlichkeiten im Solarbereich. Architekten, Bauherren und Fachleute sind auch in diesem Jahr aufgerufen, sich um den prestigeträchtigen Schweizer Solarpreis 2019 zu bewerben.

In der Schweiz werden immer mehr PlusEnergieBauten® (PEB) erstellt. Dank effizienter Bauweise und solargenutzten Dächern und Fassaden decken sie nicht nur ihren gesamten Jahresenergiebedarf für Warmwasser, Heizung und Strom selbst. Diese Bauten erzeugen zusätzlich Solarstromüberschüsse, die entweder an das öffentliche Stromnetz abgegeben oder zum Aufladen der Elektrofahrzeuge genutzt werden. Beim Solarpreis 2018 wurden Wohn- und Geschäfts-PEB mit einer CO2-freien Eigenenergieversorgung bis zu 557% ausgezeichnet. Diese Zahl veranschaulicht das enorme Energiepotential, welches mit dem neusten Stand der Technik im Ge-bäudebereich ausgeschöpft werden kann. Solarbetriebene PEBs sorgen für eine ökonomische und klimakompatible CO2-freie Energiewende. Jetzt anmelden! 

Innovative Solarbauten und Energieanlagen sowie engagierte Persönlichkeiten und Institutionen, die sich besonders für erneuerbare Energien einsetzen, können noch bis zum 15. April 2019 angemeldet werden. Anmeldeberechtigt sind energieeffiziente Gebäude und Anlagen (Sonnen-, Holz- und Biomasseenergie), die zwischen dem 1.1.2017 und 15.4.2019 in Betrieb genommen wurden bzw. werden. Die schönsten PlusEnergieBauten® werden mit dem renommierten Norman Foster Solar Award und ev. mit dem Europäischen Solarpreis ausgezeichnet. Der Schweizer Solarpreis 2019 wird in folgenden drei Kategorien im Herbst 2019 in Genf verliehen:  Personen/Institutionen: Natürliche/juristische Personen, Gemeinden/Kantone- Gebäude: Neubauten, Sanierungen und PlusEnergieBauten® - Anlagen: Thermische Sonnenkollektoren, Photovoltaikanlagen, Biomasse- und Umweltwärmeanlagen. 

Anmeldefrist 15. April 2019: Die Anmeldung/Teilnahme ist kostenlos. Anmeldeformulare, Teilnahmebedingungen und das Solarpreis-Reglement finden Sie auf www.solaragentur.ch.  Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Gallus Cadonau, Geschäftsführer und Dr. Mandy Beeli, wiss. Mitarbeiterin Solar Agentur Schweiz, gern zur Verfügung. Tel. 044 252 40 04, info@solaragentur.ch

Samstag, 2. März 2019

12 Gebote gegen Krise

Eine bessere Welt beginnt beim einzelnen Menschen. Ein einzelner oder eine Einzelne kann nichts tun? Wir alle sind „Teil des Problems“, wir müssen aber „Teil der Lösung“ zu werden. Noch haben wir etwas Zeit, um die Klimaerhitzung zu bekämpfen. Je länger wir aber damit warten, desto mehr Klimaflüchtlinge machen sich auf den Weg nach Europa und der Klimawandel wird umso zerstörerischer. Ein Manifest von Franz Alt - und ein kritischer Nachsatz von Solarmedia....
  1. Bis 2050 spätestens müssen die Treibhausgas-Emissionen auf null zurückgefahren werden.
  2. Alles was neu gebaut wird, muss emissionsfrei sein. Zum Beispiel durch mehr Holzbauten. Oder durch aufstocken und renovieren oder restaurieren.
  3. Ab sofort darf der Bau von Kraftwerken nur dann zugelassen werden, wenn diese Erneuerbare Energien nutzen. Die heutigen Milliarden-Subventionen für Treibhaus-Dreckschleudern streichen.
  4. Ab 2025 dürfen nur noch E-Autos neu zugelassen werden oder Autos mit anderen CO2-freien Motoren.
  5. Dass das geht, hat Kalifornien schon in den 90-igern bewiesen, indem es Quoten für E-Autos einführte. China, der größte Automarkt der Welt,  führt solche Quoten ab 2019 ein. Jetzt müssen alle anderen folgen.
  6. Neue Industrieanlagen sollten ab 2025 frei von CO2-Emissionen sein. Ein Zeitplan, ab wann nur noch emissionsfreie Technologien verkauft werden dürfen, wird global die notwendigen Innovationen antreiben.
  7. Etwa 25% der jährlichen Treibhausgas-Emissionen sind auf die Produktion von Lebensmitteln zurückzuführen – besonders auf Fleischprodukte. Deshalb sollten alle die Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beachten. Diese schlagen vor, den Fleischkonsum zunächst zu halbieren und dann zu dritteln. Dies hilft, Übergewicht und Bluthochdruck vorzubeugen, verlangsamt den Klimawandel und senkt die Stickstoffbelastung des Grundwassers.
  8. Wir müssen den öffentlichen Verkehr stark ausbauen. Mehr Skype-Konferenzen statt persönlicher Treffen. Und wir dürfen weniger Fläche für Häuser, Straßen und Industrie zubauen, sondern höher bauen und intelligenter verdichten. Ökologisch bauen heißt, nicht neu bauen, sondern primär sanieren und renovieren.
  9. Wir müssen weltweit aufforsten und die Wüsten begrünen wie es die Kinder- und Jugendorganisation „Plant for Planet“ seit vielen Jahren vorbildlich tut. Sie haben bereits 16 Milliarden Bäume gepflanzt. Ihr Ziel sind 1.000 Milliarden Bäume.
  10. Wir dürfen nur noch Politiker wählen, die auch wirklich unsere Interessen vertreten und nicht die Interessen der alten fossil-atomaren Energiewirtschaft oder der fossilen Autowirtschaft. Demo-kratie statt Auto-kratie und: Sonne statt Atom und Kohle.
  11. Entwicklung in armen Ländern ist die beste Vorsorge gegen ungebremstes Bevölkerungswachstum
  12. Wir alle können weniger kaufen und wegwerfen, mehr Fahrrad fahren und laufen, grüner feiern, zu Ökostrom wechseln, Geld grün und fair anlegen. Wir sollten endlich tun, was wir für richtig halten. Einfacher leben, damit andere einfach überleben. Mehr denken und Widerstand leisten gegen Dummheit und Kurzsichtigkeit. Wir können uns selber vom Überfluss befreien.
Zweifellos sind das zwölf wichtige Grundsätze, um die Klimakrise zu bekämpfen. Doch aus Sicht von Solarmedia fehlt ein weiterer, der nur implizit mitgemeint sein dürfte - aber eben nicht explizit ausgeführt wird: Wesentlich im Kampf gegen die Klimakrise ist das Fokussieren auf die Solarenergie als die ertragsreichste und künftig billigste Energiequelle. Ökologisch kann sie es abgesehen davon mit allen anderen aufnehmen - und verfügbar ist sie im hintersten Winkel der Welt!
Quelle der 12 Grundsätze:   Franz Alt 2019

Freitag, 1. März 2019

Frühjahrscheck macht fit

Die deutsche Organisation Zukunft Altbau rät Betreibern, die Solar-Anlagen rechtzeitig auf Winterschäden zu überprüfen. Niederschlag, Laub und Frost können in der kalten Jahreszeit Schäden an Solaranlagen hinterlassen. Daraus folgen immer wieder hohe Ertragseinbußen im Sommer.

Hauseigentümer sollten deshalb ihre Anlage nach dem Winter überprüfen lassen, rät Zukunft Altbau, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm. Mit dem Frühjahr beginnt die sonnen- und ertragreiche Zeit des Jahres. Eine regelmäßige Kontrolle ist daher sinnvoll. „Starke Leistungsabfälle oder größere Witterungsschäden können Betreiber von Solarstrom- und Solarthermieanlagen selbst feststellen“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Für eine genaue Überprüfung müssen Fachhandwerker zu Rate gezogen werden. Sie erkennen auch versteckte Schäden, reparieren diese bei Bedarf und entfernen Verschmutzungen durch Vögel und Blätter fachgerecht.“ Selbst auf das Dach zu klettern, sollten Hauseigentümer unterlassen: Die Unfallgefahr ist zu hoch, außerdem können die Solaranlagen beschädigt werden.

Mehr als 80 Prozent der jährlichen Sonneneinstrahlung entfällt auf die Zeit zwischen März und Oktober. Solaranlagen liefern deshalb in diesen Monaten am meisten Ertrag. Zu Beginn der Saison lohnt es sich daher, einen Frühjahrs-Check durchzuführen. Die Anlagenbetreiber können die Kontrolle teilweise selbst durchführen, zum Teil muss der Fachbetrieb ran. Das gilt sowohl für Photovoltaik-Anlagen als auch für Solarthermieanlagen. 

Den Anlagen setzen Witterungsschäden durch Eis, Schnee, Hagel oder Verschmutzungen immer wieder zu und mindern die Leistungsfähigkeit. „Auch kleine Schäden, die häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind, haben teilweise empfindliche Auswirkungen auf die Rendite“, warnt Frank Hettler. „Mit geringem Aufwand lässt sich das verhindern.“ 

Ertragseinbuße bei Solarstromanlagen eigenständig feststellen: Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugen Hauseigentümer günstigen Solarstrom, den sie bei Bedarf selbst verbrauchen oder in das öffentliche Netz einspeisen. Das ist nicht nur klimaschonend, sondern auch wirtschaftlich. Besonders effizient läuft die Anlage, wenn ihre Funktionsfähigkeit regelmäßig überprüft wird. Hauseigentümer können dabei selbst aktiv werden: Ein Vergleich des Stromertrags mit Vorjahreswerten zeigt an, ob der Winter eventuell Schäden an der Anlage hinterlassen hat. Mit einem Überwachungssystem sind Ertragsdaten jederzeit auf einer Smartphone-App  verfügbar. Eine automatisierte Warnmeldung weist zusätzlich auf Mängel hin. „Wenn Anlageneigentümer nicht wissen, wie sie die Anlage überwachen können, sie keine Zeit dafür haben oder bereits ein Ertragsverlust im Vergleich zu früheren Jahren deutlich wird, sollte ein geschulter Handwerker einen umfassenden Solaranlagen-Check durchführen“, erklärt Martina Riel von der landesweiten Koordinationsstelle der Photovoltaik-Netzwerke in Baden-Württemberg . „Fachleute inspizieren die Befestigungen, die elektrischen Anschlüsse, die Kabel und den Wechselrichter. Außerdem sind sie in der Lage, Schäden an der Verglasung fachgerecht zu reparieren.“ 

Der Frühjahrs-Check bei Solarthermieanlagen: Auch Eigentümer von Solarthermieanlagen können eigenständig überprüfen, ob die Anlage im Winter beschädigt wurde. Thermische Solaranlagen erzeugen Wärme, genutzt wird sie zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Mit einem Wärmemengenzähler lässt sich der Ertrag mit früheren Werten vergleichen. Besitzen Eigentümer keinen solchen Zähler, können sie selbst Hand anlegen: Wenn sich bei Sonnenschein das Rohr, das vom Kollektor  zum Speicher führt, wärmer anfühlt als die Leitung vom Speicher zum Dach und wenn die Pumpe normal läuft, liefert die Solarthermieanlage Wärme. 

Bei Auffälligkeiten hilft eine professionelle Wartung. „Dabei werden auch die Kollektoren entlüftet, die Umwälzpumpe kontrolliert und der Frostschutz überprüft“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Erst, wenn alle Schäden beseitigt sind, kann die Anlage in gewohntem Maß Warmwasser für Küche und Bad liefern oder die Heizung unterstützen. 

Kosten lassen sich absetzen: Die Kosten für den Frühjahrs-Check sind steuerlich absetzbar. Damit die Routinekontrolle nicht vergessen wird, empfiehlt Frank Hettler einen Wartungsvertrag. Dieser enthält alle ein bis zwei Jahre eine automatische Inspektion der kompletten Anlage, inklusive einer Ertragsprüfung. Das lohnt sich besonders für Hauseigentümer, die nicht über das Know-how verfügen,  die Ertragswerte richtig auszuwerten.

Neutrale Informationen gibt es in Deutschland kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder per E-Mail an beratungstelefon(at)zukunftaltbau.de. In der Schweiz allenfalls bei www.swissolar.ch.

Tipps für den Solaranlagencheck
1.       Erträge selbst überprüfen: Solaranlagenbetreiber sollten im Frühjahr die Ertragswerte mit den Vorjahren vergleichen. Bei Photovoltaikanlagen hilft dabei eine Fernüberwachung, bei Solarthermieanlagen ein Wärmemengenzähler.
2.       Bei Auffälligkeiten sollten Fachleute hinzugezogen werden. Sie kontrollieren die Funktionsfähigkeiten der Anlage und beseitigen sämtliche Winterschäden.
3.       Die Kontrolle der Anlage sollte regelmäßig erfolgen. Ein Wartungsvertrag sichert automatisch eine genaue Inspektion im Turnus von ein bis zwei Jahren.

Quelle   Zukunft Altbau 2019 | PR-Agentur Solar Consulting GmbH 2019