Der Text Trump sei Dank auf Solarmedia mag vereinzelt irritiert haben (siehe > hier). Zur Klärung der Position nun der folgende - in der regelmässigen Rubrik «Solar am Sonntag» publiziert. Mit anderen Worten: Trump wird stürzen - etwa über die verpasste Energiewende - denn: Wie verzweifelt muss eine Regierung in ihrem Kampf gegen die
erneuerbaren Energien sein, wenn sie eine Milliarde für deren unmittelbare
Überwindung ausgibt (um Windparks zu verhindern)! Lese-Vergnügen wünscht Solarmedia-Autor Guntram Rehsche.
Da kommt man ja zuerst mal auf die Idee, der Wunsch sei der Vater des Gedankens. Aber statt hier ein Wunschkonzert zu veranstalten, seien ein paar Gedanken angeführt, die die These stützen, dass Trump nicht mehr allzu lange Präsident Vereinigten Staaten ist.
Natürlich gilt das Allgemeine: in den USA hat sich einer zum Autokraten gemacht, was immer schon (früher oder später) zu dessen Sturz geführt hat. Später wäre schlecht, aber ist auch unwahrscheinlich, weil das Verhalten des jetzigen US-Präsidenten in seiner zweiten Amtszeit schon fast alle Vorstellungskraft autokratischer Entwicklungen sprengt.
Zuvor steht meiner Meinung nach die Unmöglichkeit, all die angerissenen Projekte gemäss der vorgesehenen Trumpschen Agenda umzusetzen. Das zeigt sich vor allem im Ausland, wo er trotz Versprechen der Nicht-Einmischung unterdessen tief im Sumpf der Auseinandersetzungen in Venezuela, in Kuba, in Israel und vor allem natürlich in Iran verwickelt ist. «Amerika first» hat sich also bereits erledigt.
Erledigt hat sich Trump verschiedentlich auch schon innenpolitisch, so etwa mit dem Einsatz dieser ominösen ICE-Truppe, von der aktuell fast nicht mehr die Rede ist - die sich aber kläglich aus verschiedenen Kriegsschauplätzen ist man geneigt zu sagen zurückziehen musste. Also steht es um die Migrationspolitik vielleicht noch zum Besten gemessen an anderen Vorhaben, aber eben auch nicht gut.
Die andere innenpolitische Versagerlinie ist jene der Erhebung von Zöllen, deren Berechtigung ihm das an sich wohlgesinnte oberste Gericht unterdessen abgesprochen hat. Wobei er dann mit den Ersatzmassnahmen von allgemeinen zehn und nachher 15 % auch schon halbwegs gescheitert scheint. Erstens wurden ihm die 15 % verwehrt und zweitens gilt dieser allgemeine Zoll-Zuschlag nur während fünf bis sechs Monaten. Das Thema kommt danach unmittelbar wieder auf die Tagesordnung. Und dann fragt man sich noch, inwieweit die vorgesehenen Milliarden-Einnahmen überhaupt zusammenkommen. Und wie also die diversen Projekte überhaupt finanziert werden können.
Zu erwähnen bezüglich gescheiterter Innenpolitischer US-Projekte ist schliesslich die Energiepolitik. Sie soll in den Überlegungen hier im Zentrum stehen, weil sich Solarmedia in erster Linie mit Energiepolitik beschäftigt. Weltweit ist derzeit eine solare Revolution zu beobachten, welche in vielen Ländern zum Durchbruch der Solarenergie geführt hat - etwa in Vietnam, Polen, Pakistan und was der Länder mehr sind. Trump versucht sich derweil mit geradezu lächerlich anmutenden Gegenmassnahmen im Inland. Etwa hat er den Kauf von elektrischen Schulbussen gestoppt, die US-Kinder zur Schule fahren sollten und für die eine Milliarde bereitgestellt wurde. Unterdessen glaubt die Administration solche Vorhaben mit einem Handstrich verändern oder ganz abwürgen zu können. Aber sie sind nicht veränderbar, denn die erneuerbaren Energien haben selbst in den USA ihren Siegeszug belegbar eingeleitet oder fortgesetzt. Das zeigt sich an den Zubauten im Solarbereich, und das zeigt sich auch in der Windenergie, wo zwar die grössten Hindernisse aufgebaut werden, wo aber mit viel Mühe zwar diese Hindernisse auch schon wieder beseitigt sind - einige der vorgesehenen gestoppten Windprojekte werden unterdessen auf jeden Fall weitergeführt (wenn auch Total Energies eine Milliarde $ einsacken soll, um statt in Wind- in fossile Projekte zu investieren).
Ein Hinweis sei dann doch noch erlaubt: Bezüglich der Energiepolitik zeigt der grosse Rivale China, wohin es gehen muss und wird. Zurück zur Eingangsthese: In meiner Einschätzung wird Trump stürzen, ob das vor Ende seiner Präsidentschaft oder danach sein wird, bleibe dahingestellt. Es sind grundsätzliche Fragen aufgeworfen und in keinerlei Art und Weise vernünftige Antworten zu erhalten. Der Westen, zudem immer noch die USA zählen in vielerlei Hinsicht, ist eine zu aufgeklärte Gesellschaft, als dass sich eine Restitution in solchen Ausmass durchsetzen würde. Die Widerstände zeigen sich auch bereits an verschiedenen Orten. Und sie zeigen sich eben auch in dem Bereich, der geleitet wird von einer solaren Weltrevolution und vom unaufhaltsamen Siegeszug der erneuerbaren Energien, der Energiewende. Das ganze gipfelt, wollte man dem ein Etikett verpassen, in der schon bekannten Formel 100 % erneuerbar ist möglich. Auch das eine Frage der Zeit natürlich und der Stärke der Widerstände. Aber vor allem der ökonomische Druck scheint in dieser Richtung zu zielen. Gott sei Dank (wo immer der hockt) - in diesem Fall nicht wie in einem früheren Artikel Trump sei Dank.
Text & Bild: Guntram Rehsche Solarmedia
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