Sonntag, 15. Februar 2026

Klima: Trump sei Dank!


 Frauke Rostalski bestreitet weder Klimakrise noch die Dramatik des steigenden CO₂-Ausstosses. Sie kritisiert aber die Verschiebung der Verantwortung auf Konsumentinnen und Konsumenten. Einzelne Entscheidungen – weniger fliegen, weniger Fleisch essen – seien klimatisch praktisch wirkungslos - Screenshot Sendung Sternstunde Philosophie vom 15.2.26

Obwohl sich diese Geschichte wieder mal um Donald Trump dreht, sei sie mit einer anderen Person bebildert: die Philosophin Frauke Rostalski macht derzeit durch ein neues Buch von sich reden, indem sie individuelles Handeln im Sinne eines moralischen Verhaltens in die Schmuddelecke stellt.  Drei Fehler an ihrer Klimaskepsis, ohne diese hier weiter darzulegen, seien doch angetönt, wenn auch Trump Thema sein soll: Erstens verwehren wir den jungen Menschen Politisierung und Bewusstwerdung (ich etwa habe in kirchlichen Kreisen den Zugang zum Spannungsfeld Erste /Dritte Welt gelernt, ohne religiös zu sein), zweitens sind die Wirkungmechanismen nicht so eindeutig belegt, wie das Rostalski  behauptet und drittens spielt man den grundsätzlichen Klimaskeptiker*innen wie letztlich Donald Trump in die Hände.

Zu Letzterem lässt sich sagen: Danke, Mister Trump! Nun habe ich auch ins Lager ihrer glühenden Verehrer gewechselt. Was sie vollbracht haben mit der Kündigung aller Klimavereinbarungen, ist wirklich grossartig, eben die grösste Deregulierung aller Zeiten! Das Gute daran (bei aller Dramatik) ist: Noch wir werden erleben, was fehlender Klimaschutz bewirkt. Darunter leidet halt dann (sorry for that) ihre US-Bevölkerung, aber sei’s drum. Auch die Bevölkerungen anderer Kontinente und Staaten werden die Auswirkungen zu spüren bekommen. Und die Folgen des Klimawandels werden sich eindeutiger denn je offenbaren.

Aber - und das ist ein weiterer Grund für Dankbarkeit - die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit all dieser anderen Staaten, die sich weiterhin zum Klimaschutz bekennen,  wird rasant zunehmen, während der amerikanische Präsident dannzumal endgültig in die Fallgruppe des Untergangs der US-Wirtschaft gestürzt sein wird. Denn mal ehrlich: Wer in aller Welt wird die klimaschädlichen amerikanischen Produkte künftig kaufen? Oder planen etwa Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, schon jetzt den Erwerb eines SUV's mit Verbrennermotor, der wie früher muntere 15-20 Liter Benzin auf 100 km säuft?

Dankbarkeit können in diesem Zusammenhang auch China respektive die dortigen aufstrebenden Weltkonzerne empfinden. Das belegen vielerlei Einschätzungen aus diversen Medien, etwa von klimareporter.de oder  andererseits die von spiegel.de und Tages-Anzeiger 
(«Trump lenkt sein Industrie ins Museum», hinter Bezahlschranke). Seien es chinesische Automobile, die Stromer zu unschlagbaren Preisen auf den Weltmarkt bringen, seien es  Haushaltgeräte, die wegen ihres Stromverbrauchs bei chinesischer Provenienz günstiger sind oder seien es Textilien und was der Dinge mehr sind.

Copyright: Solarmedia / Guntram Rehsche

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