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Der Blog Solarmedia widmet sich der Solarenergie und der neuen solaren Weltwirtschaft ... gehört zu «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.ch) ... Beiträge zeitlich geordnet, Stichwort- / Labelsuche in linker Spalte ...
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In diesen Tagen jährt sich der Start der ersten Tour de Sol bereits zum 40.Mal! Solarmedia war an der Jubiläumsveranstaltung in Oberburg bei Burgdorf dabei - auf dem Fabrikareal von Josef Jenni, eines der damaligen Initianten. Jenni hat mit seinen Solartanks (30'000 Stück in bald 50 Jahren) die Solarwirtschaft um eine wichige Speicher-Option berreichert. Im folgenden bildliche Eindrücke der pionierhaften Entwicklungen bei der solaren Mobilität.
Von oben nach unten: Eines der ersten Solarmobile, darunter das aktuelle ETH-Wettbewerbsgefährt für die SolarRace in Australien (demnächst zwischen Darwin und Adelaide), die Swiss Solar Tanks von Jenni zum Einbau in EFZ und MFZ, E-Autoentwicklungen aus der Schweiz (lange vor Tesla) und das Solar-Butterfly-Mobil von Louis Palmer, mit dem der ehemalige Lehrer und Solartaxi-Weltumrunder die Schuljugend für die Solarwirtschaft sensibilisiet (mit aufklappbaren Modulen).
Bilder: Guntram Rehsche, Solarmedia
Mit gegen 78'000 installierten Solarmodulen auf einer Fläche von über 300’000 Quadratmetern – das entspricht rund 42 Fussballfeldern – setzt das Projekt im dänischen Horsens weltweit neue Massstäbe. Die installierte Leistung beträgt 35 Megawatt Peak (MWp), die erwartete jährliche Stromproduktion liegt bei 33,15 Gigawattstunden (GWh). Damit kann das Logistikzentrum nicht nur seinen Eigenbedarf vollständig decken, sondern zusätzlich 140 Ladestationen für Elektrofahrzeuge vor Ort betreiben. Die CO₂-Einsparung beträgt jährlich rund 5’300 Tonnen – ein bedeutender Beitrag zur Klimastrategie von DSV.
Innovatives Montagesystem für maximale Effizienz: Als Unterkonstruktion entschied sich der ausführende dänische Anbieter SolarFuture ApS für eine Lösung von Schweizer. Zum Einsatz kommt das ballastierte Montagesystem MSP-FR east-west – eine aerodynamisch optimierte Lösung, die komplett ohne Dachdurchdringung installiert werden kann. Die Ost/West-Ausrichtung der Module sorgt für eine gleichmässige Energieerzeugung über den Tagesverlauf, steigert die Eigenverbrauchsquote und entlastet das Stromnetz in Spitzenzeiten.
Die Vorteile des Montagesystems MSP-FR im Überblick:
– Wenige und leichte Komponenten
– Schnelle und einfache Montage durch teilweise Vormontage, weniger Schrauben dank raffiniertem Klicksystem
– Hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Dachtopografien
– Geringe Lasteinwirkung und optimale Gewichtsverteilung– Ressourcenschonender Einsatz von Aluminium, produziert mit rund 75 % weniger CO₂-Emissionen als branchenüblich
– Blitzstromtragfähigkeit für höchste Sicherheitsanforderungen
Ein Leuchtturmprojekt für die Energiewende: «Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie industrielle Dachflächen zum Motor der Energiewende werden können», sagt Gunnar Johansson, Geschäftsbereichsleiter Solar der Ernst Schweizer AG. «Wir sind stolz darauf, dass wir für dieses wegweisende Projekt ausgewählt wurden und mit unserem Montagesystem MSP-FR einen wichtigen Beitrag zur Realisierung dieser aussergewöhnlichen Anlage leisten konnten. Es ist ein starkes Signal, wie Dachflächen intelligent für die Energiewende genutzt werden können.» Das effiziente Montagesystem MSP-FR bildet die tragende Basis dieser wegweisenden Anlage und unterstreicht gemäss Medienmitteilung des Unternehmens die Rolle des Schweizer Familienunternehmens als Anbieter führender Lösungen für mehr Effizienz bei der Photovoltaik.
Quelle: www.ernstschweizer.com
Der Endenergieverbrauch der Schweiz ist 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1.0% auf 776’220 Terajoule (TJ) gestiegen. Hauptgründe dafür sind die im Vergleich zum Vorjahr kältere Witterung und der Anstieg beim Absatz von Flugtreibstoffen. Erneuerbare Energieträger ersetzen beim Heizen zunehmend die fossilen Energien: Der erneuerbare Anteil von Fernwärme stieg weiterhin und lag bei 43%. Der Anteil erneuerbaren Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch steigt kontinuierlich und betrug 2024 29,9%.
Die Anzahl Heizgradtage, ein wichtiger Indikator für den Energieverbrauch, nahm gegenüber dem Vorjahr um 0,5% zu. Zugenommen haben auch andere Faktoren, welche den langfristigen Wachstumstrend des Energieverbrauches bestimmen: Die ständige Wohnbevölkerung (+1,3%), das Bruttoinlandprodukt (+1,3%), der Motorfahrzeugbestand (+0,9%) und der Wohnungsbestand (Zuwachs, es liegen jedoch noch keine detaillierten Zahlen vor). Zu den Bestimmungsfaktoren der Energieverbrauchsentwicklung werden die jährlichen Ex-Post-Analysen weitere Aufschlüsse liefern können (Publikation Oktober 2025).
Der Absatz von Flugtreibstoffen stieg im Vergleich zum Vorjahr mit 9,1% wiederum deutlich, liegt aber immer noch unter dem Niveau von 2019. Der Benzin- und Dieselabsatz ist hingegen insgesamt um 2,1% gesunken (Benzin: -1,1%, Diesel: -2,9%). Die fossilen Treibstoffe machen ungefähr einen Drittel (34,9%) des gesamten Endenergieverbrauchs aus. Der Verbrauch der biogenen Treibstoffe nahm gegenüber dem Vorjahr deutlich zu (+25,2%). Ihr Anteil am gesamten Absatz von Benzin und Diesel nahm ebenfalls zu und lag bei 4,8 %.
Der Verbrauch von Erdgas stieg um 1,7% und derjenige von Elektrizität um 1,4%. Der Verbrauch von Heizöl extra-leicht nahm jedoch um 4,1% gegenüber dem Vorjahr ab. Diese drei Energieträger machen rund die Hälfte des Endenergieverbrauches aus. Die energetische Verwendung von Industrieabfällen, der Verbrauch von Kohle, Petrolkoks und Heizöl mittel und schwer nahm insgesamt um 0,9% ab. Der Anteil dieser vier Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch ist gering (<2%).
Erneuerbare Energieträger ersetzen beim Heizen zunehmend die fossilen Energien. So nahm die Nutzung von Umgebungswärme mit Wärmepumpen um 6,7% zu, ebenso der Verbrauch von Fernwärme (+9,2%). Der erneuerbare Anteil von Fernwärme stieg weiterhin und lag bei 43%. Der Verbrauch von Solarwärme und Energieholz ist hingegen leicht gesunken (-1,5%, bzw. -0,8%). Die direkte Nutzung von Biogas nahm um 0,9% ab. Unter Berücksichtigung des ins Erdgasnetz eingespeisten Biogases (das statistisch unter Gas verbucht wird), ergibt sich ein Anstieg des Biogasverbrauches um 2,7%. Der Anteil erneuerbaren Energieträger am gesamten Endenergieverbrauch steigt kontinuierlich und betrug 2024 29,9%.
2024 ist der Schweizer Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr um rund 1,4% auf 57,5 TWh gestiegen. Die inländische Stromproduktion (Landeserzeugung) wuchs um rund 11,4% auf den neuen Rekordwert von 81,1 TWh. Dazu trugen insbesondere die Wasserkraftwerke, die mit 48,3 TWh ebenfalls eine Rekordproduktion erzielten (+18,5% gegenüber dem Vorjahr). 2024 stammten 59,6% der Stromproduktion von Wasserkraftwerken (Laufkraftwerke 23,9%, Speicherkraftwerke 35,7%), 28,4% aus Kernkraftwerken und 12,0% aus thermischen und erneuerbaren Stromproduktionsanlagen (thermische Erzeugung 4,4%, Windkraft 0,2% und Photovoltaik 7,4%).
Mit der Einführung der separaten Gliederung der Elektrizitätsproduktion der thermischen Kraftwerke sowie der Wind- und Photovoltaikanlagen werden die monatlichen Elektrizitätsbilanzen 2024 mit Vorliegen der definitiven Jahresproduktionswerte rückwirkend revidiert. Diese Gliederung wird auch rückwirkend für die Elektrizitätsbilanzen ab 2020 übernommen. Zudem gibt es eine rückwirkende Revision bei der Statistik Sonnenenergie. Für weitere Informationen siehe Faktenblatt «Revision Elektrizitätsbilanz 2020 – 2024».
Die Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2024 und die Schweizerische Elektrizitätsstatistik 2024 sind ab der zweiten Hälfte Juli 2025 auf Internet verfügbar und Anfang August in gedruckter Form erhältlich. Ab sofort verfügbar sind ein erster zusammenfassender Überblick über den Energieverbrauch 2024 und die definitive Elektrizitätsbilanz 2024 (siehe Anhang).
Quelle: https://www.news.admin.ch/de/newnsb/iTP15U0PYP57z2h_7EXJO
Der
Bundesrat hat letzte Woche das Strommarktabkommen mit der EU präsentiert. Die
Schweizerische Energie-Stiftung (SES) befürwortet das Stromabkommen. Es stellt
einen wichtigen Baustein für die ökologische Energiewende in der
Schweiz dar. Die institutionelle Teilnahme der Schweiz am europäischen
Strombinnenmarkt und die Diversifizierung des hiesigen Strommarkts
unterstützen den Aufbau einer nachhaltigen, widerstandsfähigen und
kostengünstigen Stromversorgung in der Schweiz. Das SES-Medien-Communiqué im Wortlaut.
Das Stromabkommen wird den Ausbau der Erneuerbaren
hierzulande voranbringen. Im Abkommen ist festgehalten, dass der Anteil
an Strom aus erneuerbaren Energien erhöht werden soll. Auch die
Förderung bleibt mit dem Abkommen möglich. Die Schweiz muss aufholen;
die meisten EU-Staaten haben die erneuerbaren Energien bisher stärker
und schneller ausgebaut. Die institutionelle Teilnahme der Schweiz am
europäischen Strombinnenmarkt stellt Stromimporte sicher und
stabilisiert die Netze in der Schweiz. Die Öffnung des Schweizer
Strommarkts ermöglicht Schweizer Haushalten und kleinen Unternehmen, ihr
Stromversorgungsunternehmen selber zu wählen und von ökologischerem
Strom und günstigeren Preisen zu profitieren.
Léonore Hälg, Strommarktexpertin bei der SES,
stellt fest: «Das Strommarktabkommen bietet für die Schweiz klare
Vorteile. Wir können Geld sparen, erhöhen unsere
Stromversorgungsqualität und reduzieren den Bedarf an klimaschädlichen
Reservekapazitäten. So können wir unsere Kräfte bündeln: für eine
nachhaltige Energiewende.»
Léonore Hälg resümiert: «Die Schweizer Stärken sind
Wasserkraft und Sonnenenergie. Sie passen ideal zum benachbarten
Ausland, wo viel mehr Windanlagen und auch Reservekapazitäten
bereitstehen. Damit können wir uns eigene teure Experimente mit neuen
fossilen oder gar nuklearen Kraftwerken sparen. So wird zusätzlich
Kapital für Investitionen in die Stromeffizienz und in den
Erneuerbaren-Ausbau freigesetzt.»
Léonore Hälg meint dazu: «Ein vielfältigerer
Strommarkt bietet die Chance für alle, an der Energiewende teilzuhaben
und sie voranzutreiben. Private Gemeinschaften und Kleinproduzentinnen
können ihren eigenen erneuerbaren Strom einfacher weiterverkaufen –
sofern sie das denn wollen. Konsumenten, die an stabilen Strompreisen
interessiert sind, bleiben einfach in der Grundversorgung.»
Quelle: SES