Dienstag, 16. Dezember 2014

Heliatek's erste Gebäudefassade

Der deutsche Solarfilm-Produzent Heliatek konnte erfolgreich erste BIOPV – Gebäude integrierte OPV – Solarfilme nach China liefern. HeliaFilm® wurde auf dem Gelände von Reckli China in PuDong, Shanghai installiert. Sie wurden direkt in die Betonmatrizen von Reckli, einem langfristigen strategischen Partner von Heliatek, integriert.

Heliatek ist  nach eigenen Angaben weltweit führend in der Produktion und Kommerzialisierung der organischen Solarfilme. HeliaFilm® wird bereits erfolgreich gemeinsam mit verschiedenen Baustoffen wie Glas, Beton und PVC Membranen vermarktet. Heliatek arbeitet dabei eng mit Industriepartnern im Bereich der verschiedenen Materialien zusammen.

Pilotinstallation in PuDong, Shanghai
Pilotinstallation – HeliaFilm® auf Beton 

RECKLI und Heliatek entwickeln partnerschaftlich eine nachhaltige Gebäudelösung basierend auf HeliaFilm® und strukturierten Beton-matrizen, um die Fassade zur Energie-gewinnung auszunutzen. RECKLI ist als Weltmarktführer im Bereich von elastischen Betonmatrizen bekannt. “Heliatek’s führende OPV Technologie funktioniert perfekt in Kombination mit der BiPV-Anwendung für Beton-fassaden, da sie ultra-leicht, dünn und hoch effizient ist. Die Energieausbeute bleibt effizient auch unter suboptimalen Licht- und Temperaturbedingungen.

Der Film kann direkt auf den Beton aufgebracht werden, ohne dass es eines extra Kühlungs- oder Ventilationssystem bedarf. Mit dieser BiPV Lösung kann die CO2 Bilanz drastisch verbessert werden, ohne dass ästhetische Aspekte vernachlässigt werden.“ erklärt Dr. Bernd Trompeter, der Geschäftsführer der RECKLI GmbH.

“HeliaFilm® in Kombination mit Reckli’s architektonischer Betonlösung liefert eine lang durchdachte Lösung für chinesische Architekten und Bauplaner. Betonstrukturen werden mit HeliaFilm® zur Energiegewinnung angereichert und bewahren gleichzeitig den ästhetischen Anspruch,” kommentiert Dr. Thomas Bickl, VP Sales & Marketing.

Das Büro von RECKLI China wurde für die Installation des HeliaFilm® einer ersten Betonfassade gewählt, um bei einer nach Osten, Westen und Süden ausgerichteten Fassade den hohen Grad der Energieausbeute demonstrieren zu können. Diese unterschiedlichen Ausrichtungen findet man häufig bei BiPV Anwendungen. Die installierte Kapazität beträgt 0,62 kWp und die gewonnene Energie wird zu 100% intern genutzt.

Quelle: Heliatek

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Montag, 15. Dezember 2014

Stromspartipps für Jahreswende

Advent, Weihnachtszeit, Jahreswechsel – Millionen Lichter sorgen für festliche Stimmung in langen Winternächten. Doch nicht nur die Beleuchtung kostet. Stromspartipps der Deutschen Energie-Agentur, die sinngemäss für die Schweiz zutreffen. 

Weil die meisten Menschen viel Zeit Zuhause verbringen, hinterlassen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte deutliche Spuren auf der Stromrechnung. Im Jahresdurchschnitt betrachtet sind der Dezember und Januar die beiden Monate mit dem höchsten Stromverbrauch. Circa zehn Prozent mehr Strom verbrauchen die deutschen Haushalte in diesen Monaten gegenüber dem Jahresmittelwert. Damit es am Zahltag keine Überraschung gibt, sollte man einige Fakten beachten.

Mit diesen Energiespartipps behalten Sie die Kontrolle
Eines vorneweg: auf Komfort müssen Sie nicht verzichten! Mit dem richtigen Blick auf die technischen Stromverbraucher in Ihrem Haushalt und auf Ihr ganz individuelles Verbrauchsverhalten können Sie einer zu hohen Stromrechnung vorbeugen. Die Initiative EnergieEffizienz hat Ihnen die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

Modern sind LED-Lampen und Lichterketten
Ein zehn Meter langer herkömmlicher Lichtschlauch kann in sechs Wochen rund 33 Euro an Stromkosten verursachen. Das entspricht ungefähr den Betriebskosten einer kleinen Kühl- und Gefrierkombination der Energieeffizienzklasse A+++ in einem ganzen Jahr. Deutlich energieeffizienter sind LED-Lichtschläuche. Sie benötigen etwa 85 Prozent weniger Strom und können auch draußen eingesetzt werden.
Wer auf moderne Beleuchtung setzt, entscheidet sich heute für die LED-Technologie. Sie zeichnet sich durch eine hohe Lichtausbeute, einen niedrigen Energieverbrauch sowie eine sehr hohe Lebensdauer aus. Im Innenraum stehen LED-Lampen für fast alle gängigen Fassungen zur Verfügung. In der E27-Standardfassung sind LED-Lampen mit über 800 Lumen erhältlich. Sie können damit alte Glühlampen mit bis zu 75 Watt ersetzen.
stromeffizienz.de

Licht bewusst einschalten
Die Beleuchtung macht zwischen acht und zwölf Prozent des privaten Stromverbrauchs aus. Licht sollte also nur dort brennen, wo es tatsächlich gebraucht wird. Häufiges ein und ausschalten ist unproblematisch: Energiesparlampen mit Vorheizfunktion oder LED werden auf der Verpackung als „besonders schaltfest“ ausgewiesen. Lassen Sie sich beim Händler beraten.

Energielabel vereinfacht Lampenkauf
Schon beim Einkauf können Sie feststellen, wie sparsam eine Lampe wirklich ist. Das auf der Verpackung angebrachte EU-Energielabel weist die Energieeffizienzklasse der Lampe aus. A++ bedeutet, dass die Lampe einen niedrigen Stromverbrauch hat. Bei Energieeffizienzklasse D ist der Stromverbrauch sehr hoch.


Heimkino – vergleichen lohnt sich
Auch TV-Geräte müssen beim Kauf mit einem EU-Energielabel ausgezeichnet sein. Das Label gibt Auskunft über die Energieeffizienzklasse, den jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden bei einer Nutzung von vier Stunden täglich und darüber, ob das Gerät einen echten Ein- und Ausschalter zur Vermeidung des Stand-by-Betriebs besitzt. Ein Modell der im Handel bei einigen Geräten schon erhältlichen Klasse A++ mit 110 Zentimetern Bildschirmdiagonale verursacht pro Jahr rund 15 Euro Stromkosten, ein zehn Jahres altes Gerät durchschnittlich das Vierfache – rund 60 Euro Stromkosten. 
Besonders energieeffiziente Fernseher listet die TopGeräte-Datenbank der Initiative auf

Multifunktionsgeräte statt Fax, Kopierer und Drucker
Laut statistischem Bundesamt verfügen heute ¾ aller Haushalte über einen stationären Drucker, fast ein Viertel über ein privates Faxgerät. Eine energieeffiziente Alternative zu Faxgerät, Drucker, Kopierer und Scanner sind Multifunktionsgeräte. Sie kombinieren alle Einzelfunktionen in einem Gerät. Das nimmt nicht nur weniger Platz ein, sondern ist in der Summe auch energieeffizienter.

Energiesparend kochen und backen
Beim Backen lassen sich die Stromkosten mit der Umluftfunktion um bis zu 20 Prozent reduzieren. Umluft ist energiesparender, weil die Backtemperatur um 20 Grad niedriger gewählt werden kann. Bei der Zubereitung des Weihnachtsmenüs gilt zudem: Ein passender Deckel für jeden Topf spart bares Geld. Wer Töpfe und Pfannen dem Durchmesser nach passend zur Herdplatte wählt, reduziert ebenfalls seinen Stromverbrauch. Bei langen Garzeiten von über 20 Minuten lohnt sich außerdem der Einsatz von Schnellkochtöpfen. Das spart bis zu 30 Prozent Energie – und einiges an Zeit. Nach dem Festtagsschmaus sollten die Lebensmittel gut abkühlen  – denn durch heiße Lebensmittel im Kühlschrank schnellt der Energieverbrauch ebenfalls in die Höhe.

Geschirr spülen: besser maschinell als per Hand
Eine energieeffiziente Geschirrspülmaschine der Energieeffizienzklasse A+++ kommt mit weniger Strom und Wasser aus als ein geübter Handabwäscher. Stromsparende Geräte benötigen heute unter 0,9 kWh  und nur etwa 10 Liter Wasser pro Spülprogramm (14 Maßgedecke). Ineffizientere Geräte hingegen verbrauchen deutlich mehr Wasser und Strom. Die niedrigsten Stromvrebrauchswerte bietet das Energiesparprogramm Ihres Geschirrspülers. Dieses nennt sich z. B. Sparprogramm, Öko, Eco oder Intelligent und spült meistens bei 50 °C. Das Geschirr wird dennoch strahlend sauber.


Quelle:   Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) 2014

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X-Fabrik weiter auf Investorensuche

Der Institutsleiter des Fraunhofer ISE, Eicke Weber, kämpft weiter für die Realisierung einer großen Fabrik für Photovoltaik-Module in Europa. Er erklärte nun in Berlin, warum der erste Investor abgesprungen ist und trotzdem noch eine große Realisierungschance besteht. Ein Bericht des Solarmagazins pv-magazine.de.

Die Gigawatt-Solarmodulfabrik, für die sich Eicke Weber seit längerer Zeit einsetzt, soll die Rettung für den Produktions- und Forschungsstandort Europa sein. Jetzt wurde bekannt, dass ein möglicher ernsthaft interessierter Großinvestor aus Frankreich abgesprungen ist, um lieber „weiter das verlustbehaftete Geschäft mit der Nuklearenergie zu machen“, wie Weber am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Berlin erklärte. Der Institutsleiter des Fraunhofer ISE strahlte trotzdem noch Zuversicht aus, dass es gelingt, dieses Projekt zu realisieren. Die Fabrik soll fortschrittliche Technologien verwenden und den europäischen Maschinenbauern helfen, diese zu entwickeln und auf dem Weltmarkt anzubieten.

Dabei seien nicht mehr die Technologien in der Planung, für die das Institut vor einem knappen Jahr eine Machbarkeitsstudie veröffentlicht hat, die detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen enthielt. Diese analysierte eine mögliche Produktion von CIGS-Modulen, PERC, womit bereits etliche Linen aktuell produzieren, und einer PERC-Weiterentwicklung. Weber hat zwar nicht im Detail verraten, was geplant sei, die Technologie sei aber „disruptiv“ und spiele „in der Liga“ der Hocheffizienzmodule von Sunpower und Panasonic. Damit seien Wirkungsgrade von bis zu 25 Prozent möglich. Ein Modul habe dann 350 bis 400 Watt statt heute 250 bis 300 Watt.

Das Investitionsvolumen für das erste Gigawatt liege bei ungefähr 500 Millionen Euro. Dabei hält er es für unwahrscheinlich, dass die Fabrik wie ursprünglich anvisiert in Frankreich gebaut werde, wenn es keinen französischen Investor gebe. Zu den Zukunftschancen sagte er: „Ich darf das Stichwort Niederlande fallen lassen.“ Die Fabrik könne aber auch woanders gebaut werden, etwa in Frankfurt an der Oder.

Nach wie vor sieht er es so, dass sich auch der Staat oder Europa engagieren müssen, um in Europa eine Produktion aufzubauen. „Man braucht eine Industriepolitik“, sagt er. So würden Kreditgarantien sehr helfen. Genaugenommen hat das denselben Effekt wie das, was auch die chinesische Regierung unternommen und damit den Boom im eigenen Land vor einigen Jahren initiiert hat. Es verschafft den Investoren billigere Kredite und macht das Projekt dadurch attraktiver. Weber verweist auch auf die USA. Dort unterstütze der Staat New York ein ähnliches Projekt von Silevo mit 750 Millionen Euro.

Deutschland und Europa sind in dieser Hinsicht sehr zurückhaltend. Eicke Weber sieht allerdings, dass „der Wille sehr stark zunimmt“. Die Gigawatt-Fabrik habe es auch auf die Vorschlagsliste Deutschlands für das Europäische Konjunkturprogramm geschafft. Die EU-Kommission will private Investitionen anreizen und absichern. Nach jüngsten Berichten sollen mit dem Programm 315 Milliarden Euro investiert werden. Europaweit seien Projekte mit einem Volumen von 1.300 Milliarden Euro vorgeschlagen worden, sagt Weber. Mit den bestehenden Modulproduzenten in Europa, Solarworld hat zum Beispiel schon mehr als ein Gigawatt Produktionskapazität, gebe es dabei keinen Konflikt. „Das was wir vorhaben, steht bei den Technologie-Roadmaps der Hersteller ganz weit in der Zukunft“, sagt Weber. Die europäischen Hersteller könnten daher am Ende mit dabei sein, was etwa Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender von Solarworld, auch in Aussicht gestellt habe.

Wissenschaftler haben übrigens schon länger die Vision, dass man die Technologien von Sunpower und Panasonic, auf die sich Eicke Weber bezog, miteinander kombinieren müsse. Beide Unternehmen stellen seit Jahren so genannte n-Typ Zellen her. Sunpower hat dabei eine Rückkontakttechnolgie entwickelt, die als sehr zukunftsweisend gilt. Panasonic kombiniert die kristallinen Zellen mit Dünnschicht-Methoden, was die Verluste an der Oberfläche reduziert.


Freitag, 12. Dezember 2014

Preisrutsch bei Solarstrom-Speichern

Weihnachtsgeschenk für die Energiewende: Die Preise für Solarstromspeicher sind in Deutschland seit dem Frühjahr um ein Viertel gefallen. Die Solarwirtschaft rechnet gemäss ihrem Bundesverband mit weiterem Anziehen der Speicher-Nachfrage.

Die Preise für Solarstromspeicher sind in den vergangenen Monaten um rund ein Viertel gesunken. Gleichzeitig zog die Nachfrage nach Solarbatterien kräftig an. Infolge deutlich gefallener Preise rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. mit einem weiter wachsenden Interesse an den Batteriesystemen. Bereits über 15.000 Haushalte decken in Deutschland nach Schätzungen des Verbandes mit Hilfe von Speichern auch in den Abendstunden relevante Anteile ihres Stromverbrauchs aus der eigenen Solaranlage und machen sich damit unabhängiger von steigenden Strompreisen. 

Die Durchschnittspreise für Batteriespeicher sind aufgrund technischen Fortschritts und der wachsenden Nachfrage zwischen dem ersten und zweiten Halbjahr 2014 um rund 25 Prozent gesunken. Das geht aus dem unlängst veröffentlichten Solarstromspeicher-Preismonitor des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) und der Intersolar Europe hervor. „Das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Energiewende und alle Betreiber von Solarstromanlagen. Mit günstigen Stromspeichern können sie sich jetzt ihren Wunsch nach mehr Unabhängigkeit erfüllen und langfristig mit stabilen Strompreisen rechnen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. 

Das bereits deutlich gestiegene Interesse an Solarstromspeichern lässt sich auch an der Anzahl der Förderzusagen bei der KfW klar ablesen. Im dritten Quartal 2014 wurden 32 Prozent mehr Anträge für Speicher-Zuschüsse bewilligt als im zweiten Quartal dieses Jahres. Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage ist deutlich günstiger als Strom vom Energieversorger. Oft haben Haushalte aber gerade dann einen hohen Stromverbrauch, wenn ihre Solarmodule wenig oder keinen Solarstrom produzieren — etwa in den Abendstunden. Mit einem Stromspeicher kann der günstige Solarstrom immer dann genutzt werden, wenn er benötigt wird. „Mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde sinkt die Stromrechnung“, so Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH und Veranstalter der intersolar Europe. Parallel zur intersolar Europe findet in München die electrical energy storage (ees), die internationale Fachmesse für Batterien, Energiespeichersysteme und innovative Fertigung statt. 

Marktexperten sagen Solarspeichern eine sonnige Zukunft voraus. So wird sich nach Erwartungen des amerikanischen Marktforschungsunternehmens IHS der weltweite Markt für Solarbatterien bis 2018 um den Faktor zehn vergrößern. Die KfW fördert die Installation einer Photovoltaik-Anlage und eines Batteriespeichers mit einem zinsgünstigen Darlehen. Zusätzlich werden bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten als Tilgungszuschuss übernommen. Der BSW-Solar lobt dieses 2013 von der Bundesregierung geschaffene Marktanreizprogramm als unverzichtbaren Beitrag zur Markteinführung von Solarstromspeichern. Ergänzend empfiehlt er zur Qualitätssicherung die Ausstellung eines Photovoltaik-Speicherpasses, die der Verband gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke entwickelt hat. Dieser wird auch von der KfW bei der Gewährung der Förderzuschusse als Nachweis einer sachgerechten Speicher-Installation akzeptiert. Der BSW-Solar informiert darüber hinaus anschaulich und kostenfrei rund um das Thema Solarstromspeicher. 

Hintergrund
Für den Solarstromspeicher-Preismonitor befragt ein Marktforschungsunternehmen im Auftrag des BSW-Solar und der Intersolar Europe regelmäßig einen ausgewählten Kreis von Photovoltaik-Installationsbetrieben. Details zum Abonnement des Solarstromspeicher-Preismonitors und Informationen zum ebenfalls erhältlichen Photovoltaik-Preismonitor unter www.solarwirtschaft.de/preisindex.html.
Weitere Informationen über Solarstromspeicher und die Fördermöglichkeiten: www.die-sonne-speichern.de und www.photovoltaik-anlagenpass.de.
Mehr Informationen zur electrical energy storage (ees), Europas größter Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme: www.ees-europe.com/de/ees/die-ees.html 

Mittwoch, 10. Dezember 2014

«Tage der Sonne» neu koordiniert

Der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie Swissolar übergibt die „Tage der Sonne“ an die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES. An den jährlich im Mai stattfindenden Tagen der Sonne stellen Firmen, Private, Gemeinden, Energiestädte und Schulen an verschiedenen Veranstaltungen Neues und Wissenswertes rund um Wärme und Strom von der Sonne vor. Nach elf Jahren schweizweiter Koordination ist für Swissolar nun die Zeit reif, die Veranstaltungsplattform in neue Hände zu übergeben.
 
Die Übergabe der Koordinationsaktivitäten und der Webseite <www.tagedersonne.ch> hat in den vergangenen Wochen bereits stattgefunden. Verändern wird sich für Aussenstehende kaum etwas, die Veranstaltungsplattform ist nach wie vor demselben Publikum offen und angesprochen werden auch dieselben Veranstalter. Es ist Swissolar ein grosses Anliegen, dass die mit grossem Engagement weiter geführt werden und Swissolar wird auch weiterhin die Veranstaltungsplattform unterstützen. Zweck der Übergabe war es jedoch auch, dass neue Köpfe mit frischen Ideen am Konzept weiter arbeiten, dies wird die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie nun etappenweise angehen.
 
Die Tage der Sonne in der Schweiz sind Teil der «European Solar Days», die 2014 in der ersten Maihälfte an mehr als 7000 Veranstaltungen in 20 Ländern stattfanden und über 700‘000 Teilnehmende erreichten, die sich auf lokaler Ebene für die saubere, nachhaltige Energieversorgung engagieren. Die Europäischen wie auch die Schweizerischen Tage der Sonne haben zum Ziel, auf das grosse Potenzial der Solarenergie zur Energieversorgung aufmerksam zu machen. Im Jahr 2015 werden die Tage der Sonne vom 1.-10. Mai 2015 stattfinden. 

Quelle: Swissolar

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Dienstag, 9. Dezember 2014

AEE bekennt sich zu NR-Beschlüssen

Der Nationalrat (NR) hat Farbe bekannt und Pflöcke eingeschlagen. Die Energieversorgung soll schrittweise und marktnah umgebaut werden. Energieeffizienz und erneuerbare Energien liefern dafür die Grundlagen. Sie werden die Schweiz aus ihrer fossilen und nuklearen Abhängigkeit befreien und langfristig für Versorgungssicherheit sorgen. Die Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz AEE SUISSE, mit 24 Branchenverbänden und 15'000 Unternehmungen, stellt sich geschlossen hinter diese wegweisenden Entscheide.

Der Nationalrat hat entschieden und er hat in weiten Teilen gut entschieden. Wichtige Pflöcke konnten eingeschlagen werden. So soll das Finanzierungssystem für den Zubau erneuerbarer Energien (KEV) weiterentwickelt und optimiert werden. Ziel ist es, die erneuerbaren Energien zügig an den Markt heranzuführen. Das neue Einspeiseprämiensystem sorgt mit der Kombination von Einspeiseprämie und Einnahmen aus dem Stromverkauf für die in der Zukunft erforderliche Investitionssicherheit. Damit u.a. die 36'000 erneuerbaren Energieanlagen, die bereits heute auf der KEV-Warteliste stehen, auch tatsächlich realisiert werden können, und damit die unter Druck geratene Wasserkraft eine finanzielle Unterstützung findet, hat der Nationalrat richtigerweise auch einer moderaten Erhöhung der KEV auf 2.3 Rp./kWh zugestimmt. Bundesrätin Doris Leuthard hat klar gemacht, dass diese geringen Mehrkosten tragbar sind, werden sie doch einen vierköpfigen Haushalt nur gerade mit 50 Franken pro Jahr zusätzlich belasten.

 
Dass bedeutende erneuerbare Energieanlagen zum «nationalen Interesse» erklärt werden sollen, ist nötig und gibt dem Bewilligungsprozess die erwünschte Beschleunigung. Die Befürchtungen, wonach Natur und Landschaft darunter leiden werden, sind unbegründet. Auch unterstützt die AEE SUISSE die Definition von klaren Verbrauchszielen, wie sie jetzt mit einer 43 prozentigen Verbrauchssenkung bis ins Jahr 2035 festgeschrieben wurde. Umgekehrt ist das beschlossene Ausbauziel für die erneuerbaren Energien bis 2020 zu bescheiden ausgefallen. Die Hälfte der geforderten Zubaumenge von 4.4 TWh ist nämlich bereits heute installiert und liefert Strom. Dass die umweltverträgliche Kleinwasserkraft abgestraft wird und in Zukunft keine Fördermittel mehr beanspruchen darf, muss zurückgewiesen werden. Der Ständerat ist aufgefordert, hier korrigierend einzugreifen.
 
Bei den Effizienzzielen für Elektrizitätsversorgungsunternehmen liegt auch mit der Annahme des Bonus-Malus-Systems noch keine überzeugende Lösung auf dem Tisch. Hier sind die EVUs aufgefordert, gangbare Konzepte zu präsentieren, die mit der allgemeinen Stossrichtung der Energiestrategie 2050 übereinstimmen. 
Mit dem Langzeitbetriebskonzept hat der Nationalrat eine Regelung für die laufenden Atomkraftwerke beschlossen. Stossend daran ist, dass die beiden ältesten Atomkraftwerke Beznau I und II davon ebenfalls profitieren und der nötige Zusatz der «steigenden Sicherheit» mit einer Stimme Unterschied gestrichen wurde. Wenn erneuerbare Energien jetzt konsequent zugebaut werden, muss auf der anderen Seite Platz geschaffen werden und müssen bestehende Kraftwerke vom Netz gehen. Eine Befristung der Laufzeit für Beznau I und II ist deshalb auf 50 Jahre festzulegen. Der Ständerat ist aufgefordert, diesen Entscheid zu korrigieren. 


Quelle: AEE

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