Dienstag, 27. August 2013

Immer mehr Länder unterstützen EE

127 Staaten auf der Erde unterstützen die erneuerbaren Energien (EE) politisch. Das vermeldet das Klimaportal klimaretter.info mit Verweis auf eine neue Studie des Worldwatch Instituts. Im Jahr 2005 waren das erst in 48 Staaten der Fall. Vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer haben zugelegt. Sie machen zwei Drittel der Staaten mit Förderprogrammen aus.

Auch in der Schweiz sorgt eine Einspeisevergütung für Zubau.
Die Einspeisevergütung nach deutschem Vorbild gehört dabei zu den Spitzenreitern unter den Fördermaßnahmen. Insgesamt 99 Staaten und Regionen haben das Modell inzwischen kopiert. 66 Staaten setzen zudem auf Steuererleichterungen für die Erneuerbaren. Der Großteil der Förderprogramme zielt auf die Stromerzeugung. Im Bereich Wärme und Kühlung sowie Verkehr gibt es dagegen wenig Unterstützung. Beispielsweise fördern nur 51 Staaten einen stärkeren Einsatz regenerativer Energien im Verkehrssektor.


"In dem Maße, wie die Erneuerbaren erwachsen werden, werden Politiker vor neue Herausforderungen gestellt" sagte der Autor der Worldwatch-Studie, Evan Musolino. "Während sich die Zuwachsrate bei Staaten mit Förderprogrammen für erneuerbare Energien in den letzten Jahren etwas verlangsamt hat, gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten, diese Programme zu überarbeiten."
 

Die politische Unterstützung für erneuerbare Energien nimmt weltweit zu. Wie aus einer Studie des Worldwatch Institute hervorgeht, laufen mittlerweile in 127 Staaten entsprechende Förderprogramme. Im Jahr 2005 waren das erst in 48 Staaten der Fall. Vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer haben nachgelegt. Sie machen zwei Drittel der Staaten mit Förderprogrammen aus.

Die Einspeisevergütung nach deutschem Vorbild gehört dabei zu den Spitzenreitern unter den Fördermaßnahmen. Insgesamt 99 Staaten und Regionen haben das Modell inzwischen kopiert. 66 Staaten setzen zudem auf Steuererleichterungen für die Erneuerbaren. Der Großteil der Förderprogramme zielt auf die Stromerzeugung. Im Bereich Wärme und Kühlung sowie Verkehr gibt es dagegen wenig Unterstützung. Beispielsweise fördern nur 51 Staaten einen stärkeren Einsatz regenerativer Energien im Verkehrssektor.

"In dem Maße, wie die Erneuerbaren erwachsen werden, werden Politiker vor neue Herausforderungen gestellt" sagte der Autor der Worldwatch-Studie, Evan Musolino. "Während sich die Zuwachsrate bei Staaten mit Förderprogrammen für erneuerbare Energien in den letzten Jahren etwas verlangsamt hat, gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten, diese Programme zu überarbeiten."

Quelle: klimaretter.info / Agenturen

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CH-Strompreise leicht höher

Investitionen in die Stromversorgung, Anpassungen bei den Systemdienstleistungen und höhere Abgaben führen im Durchschnitt zu leicht höheren Strompreisen 2014, wie eine Umfrage des VSE ergeben hat. Die Anpassungen reichen je nach Unternehmen von einer leichten Preissenkung bis zu einer Steigerung um 11%. Der Einfluss der KEV auf den Strompreis bleibt hierzulande minim.

Die Bandbreite der Veränderungen reicht von Strompreissenkungen um -7% bis zu Steigerungen um 11%. Im gesamtschweizerischen Durchschnitt ist mit einer leichten Erhöhung der Strompreise um ca. 2% zu rechnen, womit sie sich wieder auf dem Niveau von 2012 befinden. Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) hat bei 31 grösseren Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die insgesamt 53% der Schweiz versorgen, eine Erhebung der Strompreise 2014 durchgeführt. Während bei einzelnen Unternehmen höhere Netznutzungsentgelte und Abgaben zu einem Anstieg des gesamten Preises führen, werden diese bei anderen durch tiefere Energiepreise ausgeglichen. Einige Unternehmen können ihre Preise 2014 verglichen mit 2013 sogar senken. 

Der Strompreis setzt sich aus den drei Komponenten Netznutzungsentgelt, Energiepreis, und Abgaben zusammen. Jede dieser Komponenten unterliegt unterschiedlichen Einflüssen:

Netznutzungsentgelt: Die höheren Kosten für das Netz sind mit der Erhöhung des Systemdienstleistungstarifs von bisher 0.31 Rp./kWh auf 0.64 Rp./kWh begründet. Im Januar hat zudem der Bundesrat beschlossen, die Berechnungsgrundlage für den Kapitalzinssatz im Netzbereich (WACC-Zinssatz) auf eine neue, fundierte Grundlage zu stellen, was ebenfalls zu Anpassungen der Netznutzungsentgelte im Jahr 2014 führt. Gleichzeitig hat die Branche bei den Betriebskosten Einsparungen vorgenommen, was sich leicht preisdämpfend auswirkte. 

Energiepreis: Die Gestehungskosten von inländischen Produktionsanlagen fallen aufgrund von Investitionen und Modernisierungen bei einigen Elektrizitätsversorgungsunternehmen höher aus. Da die Preise für die Beschaffung an den internationalen Strombörsen zur Zeit relativ tief sind, können die meisten Elektrizitätsunternehmen den Preis für die Energie im
Jahre 2014 jedoch konstant halten oder sogar senken.

Abgaben: Der Bundesrat hat eine Erhöhung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) 2014 von 0.35 auf 0.5 Rp./kWh beschlossen. Die KEV sowie weitere Abgaben der Kantone und Gemeinden werden auf den Strombezug erhoben und machen rund 15% des Strompreises aus. 


Quelle: Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE

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Montag, 26. August 2013

Energiewende mit Index überwachen

Die in der «Umweltallianz» zusammengeschlossenen Organisationen wollen den Fortschritt der Schweizer Energiewende messen und den so ermittelten Index regelmässig veröffentlichen. Damit soll transparent werden, inwieweit die Schweiz bei der Wende auf Kurs ist.

Die Umweltorganisationen wollen überwachen, wie gut die Schweiz in verschiedenen Bereichen voran kommt. "Damit wir den richtigen Weg finden, brauchen wir einen Kompass, der zeigt, wo wir auf Kurs sind und wo wir nachlegen müssen", sagte Thomas Vellacott, Chef von WWF Schweiz, bei der Vorstellung des Indexes am Montag in Bern. Der Index umfasst sieben Bereiche und soll jährlich aktualisiert werden. Momentan liegt die Schweiz nach Ansicht der Umweltorganisationen noch weit ab vom Zielkurs. Insbesondere bei der Energieeffizienz und beim Atomausstieg erhält die Schweiz laut dem diesjährigen Index schlechte Noten. Bei der Energieeffizienz gebe es zwar recht gute Tendenzen, sagte Kaspar Schuler, Leiter Klima und Energie bei Greenpeace Schweiz. Wegen des steigenden Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums reiche dies aber nicht aus. 

Auch noch nicht auf Kurs ist die Schweiz nach Ansicht der Umweltorganisationen in den Bereichen erneuerbare Energien und Biodiversität. In drei Bereichen - Klimaschutz, Versorgungssicherheit sowie Wirtschaft und Soziales - hat die Schweiz laut dem Index immerhin zwei Drittel ihrer Jahresaufgaben gemacht. 

Trotz der schlechten Bilanz für 2012 zeigten sich die Umweltorganisationen überzeugt, dass die Energiewende gelingen werde. Es brauche aber eine entschlossene Wende und nicht eine halbherzige, mahnte Vellacott. "Wir müssen aus dem Bummelzug aussteigen und in einen ICN oder gar in einen TGV einsteigen", sagte Schuler. 

Der Energiewende-Index wurde von der Umweltallianz und der Schweizerischen Energie-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen Ernst Basler + Partner erarbeitet. Die Umweltallianz ist ein loser Zusammenschluss der vier grossen Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF. 

Quelle: Umweltorganisationen und SDA

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Schon 25 Jahre Eurosolar

Vor genau 25 Jahren gründeten in Bonn auf Initiative von Hermann Scheer etwa 100 Personen die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. Aus diesem Anlass lud die internationale Organisation die Mitglieder am Wochenende zum Jubiläum nach Bonn.

Gründungsmitglieder sowie Vertreter der EUROSOLAR-Sektionen, des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE) und des EUROSOLAR-Kuratoriums schilderten ihre Sicht auf die vergangenen 25 Jahre von EUROSOLAR. Weitere Reden hielten parlamentarische Wegbegleiter aus dem Deutschen Bundestag und Europäischen Parlament. Darüber hinaus gab es interessante Beiträge von rechtlichen und publizistischen Wegbegleitern mit anschließender lebhafter Diskussion und Debatte über die Zukunftsaufgaben von EUROSOLAR. Mehrere Sprecher, voran Professor Peter Droege, EUROSOLAR-Präsident seit 2011, gaben Ausblicke auf die brisanten heutigen und zukünftigen Herausforderungen.

Unabhängig von Parteien, Institutionen und Unternehmen wurde EUROSOLAR 1988 mit der Vision gegründet, die fossil-atomare Energieversorgung durch eine nachhaltige, friedliche und dezentral bürgernahe Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien zu ersetzen. In seiner Rede zur Gründungsversammlung betonte Hermann Scheer (1944–2010), Ehrenpräsident von EUROSOLAR, am 22. August 1988: "Wer die Augen offen gegenüber allen Sparten konventioneller Energieversorgung hat, muss sehen, dass die Menschheit keine Alternative hat als so schnell wie möglich die breitest mögliche Einführung der unerschöpflichen solaren Energien zu betreiben". So setzte er vor einem Vierteljahrhundert seine Visionen mit der Unterstützung einer Gruppe gleichdenkender Bürger, Wissenschaftler und Politiker in der Gründung der Vereinigung um.

irm_scheer_pontenagel.jpgGeschäftsführerin Irm Scheer-Pontenagel sagte  zur Feier vor den über 100 internationalen Gästen: "Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat sich der gemeinnützige Verein in allen Bereichen und auf allen Ebenen für die Einführung der regenerativen Energien erfolgreich eingesetzt und die Umwelt- und Energiepolitik maßgebend mit beeinflusst sowie das Entstehen einer soziokulturellen Bewegung für die Erneuerbaren Energien Wirklichkeit werden lassen."

Einen Ausblick gab Professor Peter Droege in seiner peter_droege.jpgeinführenden Ansprache: "Auf dieser Tradition bauen wir auf. Die kommenden 25 Jahre werden für EUROSOLARs Agenda und Handeln entscheidend sein. Der Kampf gegen fossil-atomare Interessen wird sich zuspitzen. Europa wird die verlässlichen, wegweisenden Impulse EUROSOLARs mehr nötig haben denn je zuvor. Unsere Prioritäten in den nächsten Jahren liegen verstärkt im kompromisslosen und raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien zur nationalen und weltweiten Vollversorgung, um massive Kosten einzusparen, neue Wirtschaftskraft zu sichern und den eskalierenden Finanz-, Energie- und Klimakrisen die Stirn zu bieten."

Zum Abschluss der Feier wurde die neue Dokumentation "25 Jahre EUROSOLAR – Von der Initiative zum Vorreiter, Von der Vision zur Praxis" vorgestellt. Sie beschreibt auf detaillierter Weise den Weg zur Gründung von EUROSOLAR, die ersten Aktivitäten und Erfolge sowie die Entwicklung vom Stromeinspeisungsgesetz bis zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Die Dokumentation stellt die verschiedenen Aufgaben dar, die nach der Einführung des EEG im Jahr 2000 und damit dem Beginn einer neuen Etappe der Erneuerbaren Energien für EUROSOLAR entstanden sind. Abschließend wird die aktuelle Entwicklung der Energiewende nach Fukushima erläutert.


Quelle: Eurosolar

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Samstag, 24. August 2013

Ein Schritt vorwärts, einer zurück

Ein spätes Bekenntnis zur Möglichkeit, vollständig auf Erneuerbare Energien umzustellen, kommt vonseiten des so genannten Energie Trialogs Schweiz. Weil auch Organisationen wie die Economiesuisse vertreten sind, ist das selbst gemäss Greenpeace ein Fortschritt. Dass damit konkret noch wenig erreicht ist, zeigt eine neu erstellte Statistik zu realisierten Solar- und Windprojekten, die einen weltweiten Vergleich zieht.

Der Energie Trialog Schweiz stellt in seinem diese Woche veröffentlichten Schlussbericht fest, dass eine vollständige Versorgung mit Erneuerbaren Energien «längerfristig technisch machbar» ist. Greenpeace betrachtet diese erstmals auch von Economiesuisse unterzeichnete Einsicht als einen Meilenstein, vermisst aber die Erkenntnis, dass die Energiewende auch dringend notwendig ist.

Nach den vergangenen Torpedierungsversuchen gegen die Energiestrategie 2050 des Bundes ist der im Trialog festgehaltene Konsens beachtlich, sagt Georg Klingler.  Als Greenpeace-Experte für Erneuerbare Energien hat er an den Fachpanels teilgenommen und sich für eine 100 Prozent erneuerbare Zukunft ohne Atomstrom eingesetzt.  «Wer jetzt noch behauptet, die Schweizer Energiewende sei nicht machbar, stellt sich ins Abseits. Es ist zu hoffen, dass der designierte Präsident der Economiesuisse, Heinz Karrer, das Umdenken umsetzen wird», so Klingler.

Es ist allerdings bedauerlich, dass die gesellschaftlich und ökologische Dimension der Energiewende im Trialog vernachlässigt und die zentrale Frage ausgeblendet wird, mit welchen enormen Risiken ein halbbatziges Handeln verbunden ist. «Solange für Bundesrat und Wirtschaftsvertreter neue Gaskraftwerke und unbegrenzte AKW-Laufzeiten salonfähig sind, werden der Klimaschutz, die Sicherheit der Bevölkerung sowie der Ausbau der Erneuerbaren Energien auf die lange Bank geschoben», so Klingler.  

Soeben hat auch die SolarSuperState Association das neue SolarSuperState Ranking 2013 fuer alle Staaten der Welt hinsichtlich der
installierten kumulierten Leistung von Windenergie und Photovoltaik
veroeffentlicht:  www.SolarSuperState.com. Stichtag für das Ranking war Ende 2012. Aufgrund einer Verbesserung der Rohdaten wurden die Rangfolgen für die vergangenen beiden Jahre aktualisiert.
 

Die SolarSuperState Association mit Sitz in Zuerich (Schweiz) ist eine
internationale gemeinnuetzige Organisation, die den jaehrlichen
SolarSuperState Prize fuer Staaten, Regionen und Staedte in den
Kategorien "Wind" und "Solar" 
fuer die Nutzung der Windenergie und der
Solarenergie vergibt. Die Preisverleihungsveranstaltung fand am Freitag in Zürich statt.


Deutschland steht immer noch unangefochten an der Spitze der
Photovoltaik-Rangfolge.
 Mit dem jährlichen Zubau von Deutschland von
etwa 95 Watt pro Einwohner pro Jahr kann nur Liechtenstein mithalten.
Liechtenstein ist jetzt neu auf Platz 2 und hat Italien und den
Vatikanstaat auf die Plätze 2 und 3 verwiesen. 


Bulgarien (von Rang 18 auf 8) und Dänemark (von Rang 34 auf 14)
überholen die Schweiz, die von Rang 15 auf Rang 17 zurückgeworfen wird.
Tonga kann sich durch ein über 4000-prozentiges jährliches Wachstum des
jährlichen Zubaus an Photovoltaik von Platz 60 auf 31 vorschieben. Tonga
lässt beispielsweise China (Rang 33) oder die Vereinigten Arabischen
Emirate (34) hinter sich. 


Die drei führenden Staaten in der Nutzung der Windenergie Dänemark
(Rang 1), Spanien (2) und Portugal (3) wurden von keinem anderen Staat
herausgefordert. Der Ranglistenerste Daenemark hat mehr als 700 Watt
kumulierte installierte Leistung pro Einwohner. Schweden (4) hat
Deutschland (5) und Irland (6) überholt. Alle drei Staaten sind noch
knapp unter 400 Watt pro Einwohner. Estland (Rang 7) ist in die Top 10
aufgestiegen und hat die USA (8) ueberflügelt. Die Schweiz ist von Rang
54 auf Rang 55 zurückgefallen.  
 


Quellen: Greenpeace / Solarsuperstate


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Freitag, 23. August 2013

Nächster Solarboom kommt sicher

Führende deutsche Solarkonzerne gehen reihenweise pleite. Bosch und Siemens sind ausgestiegen. Und Solarworld steht am Abgrund. Wo bleibt das viel beschworene Solarzeitalter? Ist es schon am Ende bevor es richtig begonnen hat? Oder handelt es sich lediglich um eine vorübergehende Krise hierzulande? Was Publizist Franz Alt in seinem Kommentar für Deutschland festhält, gilt in übertragenem Sinne auch für die Schweiz, wo in dieser Woche etwa Negativmeldungen von Solarmax und Komax die Runde machten (siehe Solarmedia vom  20.8.13  und  21.8.13).
Vor 100 Jahren war auch die deutsche Autobranche in der Krise. Am Beginn des Autozeitalters glaubten viel mehr Zeitgenossen an die Zukunft des Pferdes als Fortbewegungsmittel  als heute an die Zukunft des Atoms oder an die Zukunft von Kohle oder Erdöl. Aber heute fahren alle  oder fast alle – Auto und kaum noch jemand bewegt sich mit dem Pferd von A nach B.

Die Sonne ist die größte Energiequelle, die uns nach menschlichem Ermessen „ewig“ zur Verfügung steht. Außerdem ist sie nahezu unerschöpflich, umweltfreundlich und kostenlos. Kohle, Gas, Öl und Uran sind hingegen endliche Energieträger, die uns große Probleme bereiten und bald aufgebraucht sind. Deshalb werden sie auch immer teurer.

Kein Zweifel: die deutsche Solarbranche ist in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Aber anderswo sieht es weit positiver aus. Zum Beispiel in Japan. Von dort berichtet das Fachmagazin „Photon“ soeben: „Solarbranche in Japan nimmt rasant Fahrt auf.“

Zurzeit werden dort so viele PV-Anlagen installiert wie in Deutschland in den Boom-Jahren 2011 und 2012. Vor allem große Solarparks zeigen ein schnelles Wachstum. Die Einspeise-Vergütung ist nahezu dreimal so hoch wie in Deutschland: 38 Yen, ca. 29 Eurocent.

Ähnliche Erfolgsmeldungen kommen auch aus China und den USA. Stefan Kohler, der Chef der Deutschen Energieagentur, sagte nach seiner Rückkehr aus China: „Die Wachstumszahlen von Solar und Windkraft sind in China aus deutscher Sicht einfach unglaublich“.

Auch Frank Asbeck glaubt nach der Beinahe-Pleite von Solarworld an die Zukunft seiner Branche. Im „Spiegel- Gespräch“ am 18.8. 2013 sagte er: „Der Weltmarkt  für Solarmodule schrumpft aber nicht, wie Sie offenbar annehmen, sondern er wächst rasant. Weltweit hat das Photovoltaik-Geschäft gerade erste begonnen.“

Eine Krise in Deutschland ist noch keine Krise am Weltmarkt. Wenn die Menscheit eine gute Zukunft haben will, wird kein Weg an der Nutzung der Solarenergie vorbei führen.

Quelle: © Franz Alt / Sonnenseite

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