Donnerstag, 22. August 2013

Massive Kürzung der KEV droht

Den BetreiberInnen neuer Photovoltaik-Anlagen droht eine massive Kürzung der Vergütungen. Der Fachverband Swissolar warnt insbesondere vor der Verkürzung der Vergütungsdauer auf 15 Jahre und einer betragsmässigen Senkung um bis zu 40 Prozent.

Vergangene Woche wurde das Anhörungsverfahren zur Anpassung der Tarife der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) per 1.1.2014 eröffnet. Es dauert bis 11.9.13. Siehe dazu auch http://www.admin.ch/ch/d/gg/pc/pendent.html#UVEK. Die Anhörung ist gemäss einer Medienmitteilung des Fachverbands Swissoalr unabhängig von der Umsetzung der Parl. Initiative 12.400. Die Revision des Energiegesetzes soll nämlich erst per 1.4.2014 (vorbehältlich Referendum) in Kraft treten. Auch dazu wird es eine Anhörung geben, aber erst ab Mitte September 2013.

Bei der vorliegenden Anhörung geht es also nicht um die Einmalvergütung und weitere Elemente der PI 12.400, sondern "nur" um die Anpassungen an der bestehenden Energieverordnung. Diese sind jedoch, zumindest was die Photovoltaik betrifft, katastrophal:
  • Kürzung der Vergütungsdauer für alle Technologien auf 15 Jahre
  • Gleichzeitige Kürzung der Vergütungen für PV um 35-40%, während bei allen anderen Technologien die Vergütungssätze entsprechend der kürzeren Vergütungsdauer angehoben werden
  • Abschaffung der Kategorie "integrierte Anlagen" - im Vergleich mit diesen Tarifen sinkt die Vergütung sogar um bis zu 50%
Nach provisorischen Schätzungen von Swissolar bräuchte es eine Vergütungsdauer von 22 Jahren, um mit den vorgeschlagenen Tarifen kostendeckend arbeiten zu können. Art. 7a Abs. 2 des Energiegesetzes wird somit mit diesem Vorschlag klar missachtet.

Es gibt daneben auch einige positive Aspekte im Verordnungsentwurf:
  • Abschaffung der Projektfortschrittsmeldung für PV, Kürzung der Fristen bei Wasserkraft und Wind (dadurch Wegfall von unrealistischen Anlagen)
  • Verzicht auf eine jährliche automatische Vergütungssatzabsenkung für PV
  • Für Anlagen, die vor dem Inkrafttreten der neuen Tarife in Betrieb genommen wurden, gelten die alten Tarife. Ebenso für jene mit einem positiven KEV-Bescheid.
Es handelt sich um eine Anhörung - Swissolar wird diese Zeit nutzen, um den zuständigen Stellen klar zu machen, dass diese exzessiven Tarifsenkungen der Solarbranche massiven Schaden zufügen würden. Wir werden eine Offenlegung der Berechnungsgrundlagen verlangen. Im Verlauf der kommenden Woche wird Swissolar die Anhörungsantwort fertigstellen und die weiteren Adressaten der Anhörung auf das Anliegen aufmerksam machen.

Quelle: Swissolar / Bild Solaranlage im Säuliamt: Guntram Rehsche

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Mittwoch, 21. August 2013

Komax gibt Solargeschäft auf

Der Verwaltungsrat hat wie angekündigt die strategischen Optionen der Solarsparte geprüft und kam zum Schluss, dass sich Komax in Zukunft noch stärker auf Komax Wire fokussieren soll. Komax Wire ist führend in ihren Märkten und sehr profitabel. Darüber hinaus bietet das Geschäftsmodell Wachstumspotential, welches im Rahmen der Strategie erschlossen wird. 

Obwohl die Photovoltaik-Industrie langfristig zweifellos attraktiv bleibt, gehören die Aktivitäten von Komax Solar in Zukunft nicht mehr zum Kerngeschäft von Komax (im Bild der Hauptsitz in luzernischen Dierikon). Nach Auffassung des Verwaltungsrats entspricht das Risikoprofil dieses Geschäfts nicht den Zielen der Gruppe. Für diese Business Unit wird daher eine alternative Lösung gesucht. Bei Komax Medtech zeichnet sich demgegenüber eine Markterholung ab. Ausserdem besteht die Absicht, das Geschäft der Business Unit auf der Basis vorhandener Technologien und des anerkannten Prozess-Know-hows breiter abzustützen. Im Weiteren haben die Initiativen zur Verbesserung der Profitabilität zu ermutigenden Ergebnissen geführt. In Anbetracht dieser günstigen Voraussetzungen besteht hier kein Handlungsbedarf. Am mittelfristigen Ziel wird festgehalten. 

Auf der Basis eines unverändert starken Geschäftsgangs bei Komax Wire, der Stabilisierung der Situation bei Komax Solar und einer markanten Ergebnisverbesserung bei Komax Medtech haben sich sämtliche wesentlichen Kennzahlen der Komax Gruppe deutlich erhöht. Der Bestellungseingang steigerte sich um 45.2% auf CHF 198.2 Mio., und der Umsatz nahm um 17.8% auf CHF 167.7 Mio. zu. Das EBIT erreichte CHF 18.7 Mio. (11.1% des Umsatzes) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Der konsolidierte Umsatz der Komax Gruppe erreichte im ersten Halbjahr 2013 CHF 167.7 Mio.
(Vorjahr: CHF 142.3 Mio.). Zur Gesamtveränderung von 17.8% trugen Akquisitionen 12.1% und Währungseinflüsse 0.6% bei. Das interne Wachstum betrug 5.1%. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich deutlich um 114.6% auf CHF 18.7 Mio. (Vorjahr: CHF 8.7 Mio.). Die EBIT-Marge lag bei 11.1% (Vorjahr: 6.1%). Die Währungseinflüsse betrugen hier +0.2 Prozentpunkte. Das Gruppenergebnis nach Steuern (EAT) erhöhte sich auf CHF 15.7 Mio. (Vorjahr: CHF 8.7 Mio.). 


Die Komax Gruppe ist ein global tätiges Technologieunternehmen, welches sich auf Märkte im Bereich der Automatisierung konzentriert. Als führende Herstellerin innovativer und qualitativ hochstehender Lösungen für die Kabelverarbeitung, für die Fertigung von Modulen in der Photovoltaik sowie für Anlagen zur Herstellung von Anwendungen im Bereich der Selbstmedikation unterstützt Komax wirtschaftliche und sichere Fertigungsabläufe insbesondere bei Automobilzulieferern, Solarpanelherstellern und Pharmaunternehmen. Die Komax Gruppe beschäftigt weltweit rund 1350 Mitarbeitende und bietet über Tochtergesellschaften und unabhängige Vertretungen Verkaufs- und Serviceunterstützung in rund 60 Ländern.

Quelle: Komax Medienmitteilungen

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Dienstag, 20. August 2013

Abbau geringer als befürchtet

Umfassende Restrukturierungsmaßnahmen werden bei der Sputnik Engineering AG (SolarMax)  vorgenommen; der zwingend erforderliche Personalabbau ist jedoch weniger stark als angenommen – 52 Mitarbeiter am Hauptsitz in Biel sind betroffen.

Um den Herausforderungen der Photovoltaik-Branche zu begegnen sowie den zukünftigen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen, richtet sich die Sputnik Engineering AG (SolarMax) gemäss einer Medienmitteilung strategisch neu aus. „Der Photovoltaik-Markt hat sich in diesem Jahr schlechter entwickelt als erwartet. Unser Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr (per 30.6.13) um die Hälfte gesunken. Die Gründe dafür sind vielschichtig und treffen auf die gesamte Branche zu: Kürzungen der Förderprogramme, Handelshindernisse, Konkurrenz aus Fernost und die unsichere wirtschaftliche Lage in einigen unserer Vertriebsländer“, erklärt Christoph von Bergen, CEO der Sputnik Engineering AG.

Um den Umsatzrückgang abzufangen, werden bestehende Prozesse und Kostenstrukturen laufend optimiert. Zusätzlich sieht sich die Sputnik Engineering AG gezwungen, die bestehende Personalstruktur aufgrund der strategischen Neuausrichtung anzupassen. Durch die stärkere Fokussierung entfallen gewisse operative Aufgaben, Funktionen und Positionen; bestimmte Bereiche werden ausgelagert. Von den angekündigten 60-70 Stellen sind jedoch nur 52 (von 300) am Hauptsitz in Biel betroffen. Die entsprechenden Mitarbeiter sind bereits informiert und werden vom Unternehmen mit einem freiwilligen Sozialplan (u.a. verlängerte Kündigungsfristen, Abfindungsprogramm etc.) unterstützt.

Mitarbeitervorschläge, die in dem zweiwöchigen Konsultationsverfahren eingebracht wurden sowie weitere betriebliche Anpassungen haben dazu beigetragen, dass der geplante Stellenabbau verringert werden konnte. So verzichtet die Mehrheit der Mitarbeiter auf einen Teil der Bonuszahlungen in diesem und nächsten Jahr, einige Teams arbeiten neu in Teilzeit und zwei Mitarbeiter nehmen die Möglichkeit der frühzeitigen Pensionierung in Anspruch.

Die strategische Neuausrichtung des Unternehmens sieht in erster Linie eine Fokussierung auf die europäischen Märkte und die USA vor. Der Vertrieb wird neu nach länderübergreifenden Regionen gegliedert und das Verkaufsteam in einzelnen Ländern, so auch in der Schweiz, verstärkt, was eine umfassendere Betreuung der SolarMax Kunden garantiert. Die Supportfunktionen, die bisher dezentralisiert in den einzelnen Vertriebsländern angesiedelt waren (Vertriebsinnendienst, Buchhaltung usw.), werden am Hauptsitz in Biel zentralisiert, um Betriebs- und Verwaltungskosten zu senken.



Quelle:Solarmax

D: Fossile weit stärker subventioniert

Konventionelle Energien werden in Deutschland doppelt so hoch subventioniert wie Erneuerbare. Das ist das Ergebnis einer Berechnung, die das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy durchgeführt hat. 

 

Die Wissenschaftlerinnen des FÖS addierten die versteckten Kosten der konventionellen Energien wie Atom und Kohle. Summen, die zwar nicht auf der Stromrechnung stehen, aber dennoch von der Bevölkerung getragen werden müssen. Während die erneuerbaren Energien in 2012 sichtbar über die EEG-Umlage mit rund 17 Milliarden Euro gefördert wurden, haben die konventionellen Energien versteckte Kosten in Höhe von 40 Mrd. Euro verursacht. „Diese Rechnung entlarvt die Versuche der Atom- und Kohlelobby, die Erneuerbaren als Preistreiber darzustellen. Unterm Strich sind Wind, Wasser und Sonne die günstigste Art der Stromversorgung“, sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy. 


Die versteckten Kosten der konventionellen Energien setzen sich aus staatliche Förderungen wie Finanzhilfen und Steuervergünstigungen sowie den externen Kosten der einzelnen Energieträger wie Klimaschäden oder Folgekosten eines nuklearen Unfalls zusammen. Diese Kosten tragen nicht die Verursacher, sondern werden von Verbrauchern unter anderem über Steuern und Abgaben gezahlt. Während sich die versteckten Kosten der Braunkohle auf 13,9 Mrd. Euro belaufen, sind es bei Steinkohle 12,4 Mrd. Euro und bei Atomenergie 11,0 Mrd. Euro. Erdgas kommt auf 3,0 Mrd. Euro. Würde man diese Zusatzkosten aufsummieren und in Form einer Konventionelle-Energien-Umlage transparent machen, ergäbe sich ein Wert von 10,2 Cent pro Kilowattstunde. Das ist fast doppelt so hoch wie die aktuelle EEG-Umlage. 

Greenpeace Energy ist die größte bundesweite, unabhängige Energie-Genossenschaft in Deutschland. Das Unternehmen versorgt mehr als 110.000 Kunden mit sauberem Strom und dem neuartigen Gasprodukt proWindgas und baut über das Tochterunternehmen Planet energy saubere Kraftwerke.

Quelle: Greenpeace Energy

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Freitag, 9. August 2013

Ferien-Aus-Zeit bis am 20. August

Liebe Leserin, lieber Leser

Solarmedia macht Ferien. Ab dem 20. August ist DER Blog für Solarenergie im Internet wieder da! Eine schöne Zeit!

Die Zahl - 437 Megawatt

Nun liegen die definitiven Marktzahlen für 2012 in der offiziellen Statistik des BFE vor. Demnach wurden im vergangenen Jahr 226 MW Photovoltaik-Leistung verkauft (Vorjahr: 103 MW). Die gesamthaft installierte Leistung lag am Jahresende bei 437 MW. Bei der Solarwärme kam es nicht zum befürchteten Markteinbruch: Es wurden 143'000 m2 verglaste Kollektorfläche verkauft, gegenüger 138'000 m2 im Vorjahr. Die gesamthaft installierte Fläche lag Ende 2012 bei 1'054'000 m2 - die Millionengrenze ist überschritten! 

Quelle: swissolar.ch (mit Download-Funktion zur Statistik)

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