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Und Sunpower ist vor allem eines der technologisch hoch stehenden und wertvollsten Unternehmen der Branche. So hat denn die Übernahme der Mehrheit der Aktien (60 Prozent) einen Wert von 1,4 Milliarden Dollar – was rechnerisch einen Gesamtwert von Sunpower von über 2 Milliarden Dollar ergibt. Nur der US-Konkurrent First Solar, der anders als Sunpower auf die Dünnschichttechnologie setzt, wird in der westlichen Welt an den Börsen höher bewertet. Chinesische Firmen wie Suntech erreichen ähnliche Werte.
Die von Sunpower verwendete Technologie dürfte denn auch Hintergrund der Übernahme durch Total sein: Die Module nach kristalliner Bauart erreichen dank ihrer auf der Rückseite angebrachten Stromverbindungen höchste Erträge, gehören aber auch zu den teureren Produkten der Branche – und sind unter anderem wegen ihrer dunklen, fast schwarzen Oberfläche bekannt und weit herum gut sichtbar. Aber die Technologie stösst an Ertragsgrenzen und hat vielleicht auch nur noch begrenztes Potential zur Kostensenkung. Ausser – und da kommt Total wie gerufen – gewichtige Mittel wie die in Aussicht gestellten Kredite des französischen Ölkonzerns von einer Milliarde Dollar erlauben eine wesentliche Steigerung der Produktion mit entsprechenden Skalenerträgen.
Speziell am Zusammengehen der beiden Energiegiganten ist, dass sich ein Ölunternehmen nun erheblich verbindet mit der Branche der Erneuerbaren Energien – was früher BP und Shell zwar auch schon machten. Aber beide stiessen ihre Beteiligungen in den letzten Jahren wieder ab. Nun ist es also mit Total ein Ölkonzern aus dem Atomstaat Frankreich, der diesen Schritt wieder wagt – Zeichen einer Zeitenwende?
© Solarmedia
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