Samstag, 6. Juli 2013

Gemeinden profitieren von Wende

21 Milliarden Schweizer Franken fliessen jährlich für den Import von fossilen Brenn- und Treib-stoffen ins Ausland und fehlen der eigenen Volkswirtschaft. Damit sich dies ändert, braucht es eine konsequente Wende hin zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Gemeinden können dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Der Einsatz lohnt sich, denn eine aktive Energiepolitik generiert Arbeit und Einkommen. 

Dezentral produzierte erneuerbare Energien werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wesentlich zur gesamten Energieproduktion beizutragen haben. Gleichzeitig gilt es, den immensen Verbrauch auf ein nachhaltig verträgliches Mass zu reduzieren. Diese Ziele sind erreichbar, denn sowohl das Potenzial für mehr Energieffizienz wie auch das Potenzial der erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind, Wasser und Biomasse, Umwelt- und Abwärme ist enorm.

Gemeinden, die autonom oder im regionalen Verbund ihren energiepolitischen Handlungsspielraum nutzen, können bei der Umsetzung dieser Potenziale eine Schlüsselrolle übernehmen und die Energiewende aktiv vorantreiben – sei es in ihrer Rolle als Betrieb und Vorbild, als Planungs- und Bewilligungsinstanz oder als Motivatorin der Bevölkerung. Gleichzeitig reduzieren sie die Abhängigkeit vom Ausland und erhöhen die regionale Wertschöpfung. Das Thurgauer Dorf Hohentannen beispielsweise gewinnt die benötigte Wärme dank Wärmeverbund und Förderprogramm grösstenteils aus einheimischem Holz und die Energieregion Rorschach rechnet langfristig mit einer Verdreifachung der Wertschöpfung durch die Energieversorgung.


Gelingen kann die Energiewende nur, wenn Gemeinden ihre Handlungsoptionen kennen und anwenden. Verschiedene Programme und Hilfsmittel unterstützen sie dabei. Oft helfen auch die Erfahrungen und Beispiele anderer Gemeinden, um die Sache ins Rollen zu bringen.
 

Die aktuelle Ausgabe von «Thema Umwelt» zeigt, wie Gemeinden von der Energiewende profitieren, welche Hilfsmittel und Instrumente für eine nachhaltige Energiestrategie zur Verfügung stehen und wie die kommunale oder regionale Energiewende gelingen kann. 

«Thema Umwelt» 2/2013 kann für CHF 15.– plus Porto bezogen werden bei Praktischer Um-weltschutz Schweiz Pusch, Hottingerstrasse 4, Postfach 211, 8024 Zürich, 044 267 44 11, mail@pusch.ch, www.pusch.ch/themaumwelt. Das Jahresabonnement (4 Ausgaben) kostet CHF 50.–.

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