Dienstag, 21. Dezember 2010

Chinesische Hersteller top

JA Solar und Suntech, die großen chinesischen Hersteller von kristallinen Solarzellen und Photovoltaik-Modulen, sind laut dem neuesten Quartalsbericht von IMS Research (Wellingborough, UK) im dritten Quartal 2010 Spitzenreiter bei der Solarzellen-Produktion und den Modulumsätzen.

Suntech (siehe Bild aus der Produktion) konnte seine Modulverkäufe im Vergleich zum Vorquartal um beeindruckende 25 % steigern und hält damit die Spitzenstellung, die das Unternehmen erst im zweiten Quartal eingenommen hat. Die Nachfrage nach Photovoltaik-Modulen blieb im dritten Quartal sehr stark. Die Umsätze stiegen erneut um 20 % auf 5,4 Gigawatt (GW). Auf Grund dieser großen Nachfrage haben die zehn größten Modulhersteller ihre Umsätze in diesem Quartal alle gesteigert. Sämtliche Unternehmen, die seit dem dritten Quartal 2009 in der Rangliste aufgestiegen sind, sitzen in China. Unter den sieben größten Anbietern im dritten Quartal befinden sich fünf chinesische Hersteller kristalliner Module, betont IMS Research.

Während die Rangfolge bei den Modulumsätzen im Vergleich zum letzten Quartal unverändert blieb, gab es im dritten Quartal eine Veränderung hinsichtlich der Solarzellen-Produktion: JA Solar, ein weiterer chinesischer Hersteller, erhöhte seine Produktionskapazität um starke 35 % und nimmt damit zum ersten Mal die Spitzenposition ein. Das Unternehmen First Solar, das zuletzt die Rangliste anführte, wurde auch von Suntech überholt und fiel damit auf den dritten Platz zurück. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis erzielte der ehemalige Spitzenreiter Q-Cells: Er war im dritten Quartal der viertgrößte Solarzellen-Hersteller und erholt sich nach erheblichen Markteinbußen im Jahr 2009 allmählich wieder.

"Wieder einmal wurden im dritten Quartal in der ganzen PV-Branche Rekorde gebrochen", bemerkte einer der Photovoltaik-Analysten von IMS Research, Sam Wilkinson. "Während die zehn größten Modulhersteller alle Rekordumsätze verzeichneten, haben chinesische Anbieter die Branche weiterhin angeführt - sowohl die größten Modulanbieter als auch die größten Solarzellen-Hersteller kamen aus China. Chinesische Anbieter haben sogar über die Hälfte aller Modulumsätze weltweit getätigt", fuhr Wilkinson fort.

Abgesehen von der chinesischen Marktführerschaft sind die Aussichten für die Branche rosig: IMS Research erwartet für 2010 Modulverkäufe in einer Größenordnung von bis zu 18,9 GW - fast doppelt so viel wie letztes Jahr. Und obwohl das Wachstum 2011 etwas zurückgehen soll, erwartet das Marktforschungsunternehmen, dass PV-Modulumsätze weiterhin im zweistelligen Prozentbereich wachsen. Detaillierte Quartalsprognosen zur Modulnachfrage, Angebot, Preisen, Gewinnen, Kosten und Installationen gibt es laufend bei IMS Research unter http://www.pvmarketresearch.com/

Quelle: IMS Research | solarserver.de

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