Mittwoch, 19. Mai 2010

Südkorea stürmt voran

Mitte Mai gab die Samsung-Gruppe (Seoul, Südkorea) bekannt, dass sie bis 2020 rund 23 Billionen koreanische Won (KRW, ca. 16 Milliarden Euro) in die Umwelt- und Gesundheitsbranche investieren will.

Davon seien 6 Billionen KRW (4,2 Milliarden Euro) für die Solarzellen-Produktion und 5,4 Billionen KRW (3,8 Milliarden Euro) für die Fertigung von Akkus für Elektrofahrzeuge bestimmt. Samsung berichtet, seine Investitionen in die Solar-Industrie konzentrierten sich zunächst auf die Entwicklung und Herstellung von kristallinen Solarzellen, später sollen Dünnschicht-Solarzellen folgen, bis 2020 soll die Photovoltaik einen jährlichen Umsatz von 10 Billionen KRW (7 Mia. Euro) generieren.

"Regierungen auf der ganzen Welt investieren jetzt in umweltfreundliche Branchen, um das Problem endlicher fossiler Energiequellen zu lösen und unseren Planeten zu schützen, eine dringende Herausforderung für die Weltgemeinschaft", sagte der Samsung-Präsident für Elektronik, Kun-Hee Lee, bei einem Treffen am 10. Mai. "Wenn andere Weltunternehmen zögern, müssen wir entschlossen vorangehen und diese Gelegenheit ergreifen. Das nützt auch der Wirtschaft unseres Landes." Dem Investitionsplan sei beim Treffen der Samsung-Präsidenten am 10. Mai 2010 zugestimmt worden. Teilnehmer waren der Präsident für Elektronik Kun-Hee Lee, Vizepräsident und Vorsitzender des Komitees Geschäftsentwicklung Soontaek Kim, Elektronik-Präsident und Geschäftsführer Geesung Choi sowie die Chefs angeschlossener Unternehmen und Geschäftsbereiche.

Die Samsung-Gruppe liegt bei der Elektronikherstellung und dem -verkauf weit vorne und macht 20 % der südkoreanischen Exporte aus. Südkorea gilt als aufstrebender Solarmarkt, obwohl 2009 nur 168 MW Photovoltaik-Leistung installiert wurden, weniger als 2008.
Quelle: Samsung-Gruppe

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