Dienstag, 11. Dezember 2012

E: Kleinanlagen konkurrenzfähig

Nur wenige Wochen nach dem ersten Pilotprojekt auf dem Dach des Biorestaurants La Sal Varador am Strand von Barcelona schließt Conergy zwei weitere Solaranlagen in der nordspanischen Provinz Huesca an, die dank Eigenverbrauch gänzlich ohne staatliche Förderung auskommen. 

Gemeinsam mit dem Installationspartner Electrobin errichtete der Systemanbieter Conergy gemäss eigenen Angaben die erste, 10 Kilowatt starke Solaranlage auf dem Dach der Firma Agustin Castán, einem Hersteller von Betonfertigteilen für landwirtschaftliche Anwendungen in Castejón del Puente. Die zweite Installation mit einer Leistung von 5 Kilowatt befindet sich auf einem Einfamilienhaus in der Stadt Monzón. Rund 22.500 Kilowattstunden sauberen Sonnenstrom produzieren beide Anlagen insgesamt pro Jahr und sorgen damit für über 30% niedrigere Stromrechnungen sowohl bei dem lokalen Unternehmer als auch beim privaten Anlagenbesitzer. 

Die Conergy-PV-Anlage auf dem Restaurant in der Provinz Barcelona kommt ohne Förderung aus.
 







„Diese Projekte zeigen einmal mehr das riesige Potenzial von Solaranlagen auf dem Dach“, sagte Conergys Spanien-Chef Luis Jiménez Gutierrez. „Sonnenstrom ist in Spanien bereits heute ohne Einspeisevergütung wettbewerbsfähig – durch die hervorragenden klimatischen Bedingungen und die hohen Strompreise ist die Netzparität sowohl im privaten als auch im kommerziellen Bereich hier schon Realität. Vor allem für Betriebe und Unternehmen, die die meiste Energie tagsüber verbrauchen, aber auch für Privathaushalte bietet Solarenergie die passende Lösung: Mit ihrem eigenen Sonnenkraftwerk machen sie sich unabhängiger von steigenden Strompreisen, senken ihre Energiekosten erheblich und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt.“
 
„In Zeiten der Netzparität spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle: die passgenaue Auslegung der Eigenverbrauchsanlage und die Qualität der Komponenten“, sagte Raúl Bercero, Geschäftsführer von Electrobin Renewable. „Im Gegensatz zu früher muss die Solaranlage nun nicht mehr möglichst groß sein, sondern exakt auf den Kunden und sein Verbrauchsverhalten zugeschnitten, damit er so viel wie möglich des produzierten Sonnenstroms selbst nutzen kann. In unseren 25 Jahren Erfahrung im Elektrotechnikgeschäft haben wir immer besonderen Wert darauf gelegt, uns jederzeit nach den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden zu richten und ihnen Lösungen in hervorragender Qualität zu bieten, mit denen sie rundum zufrieden sein können. Conergy liefert hier die richtigen, effizienten Lösungen, die unsere erfahrenen Techniker an die Besonderheiten jedes Projektes anpassen.“
 
Unterstützt von den Conergy Solarexperten, haben die Ingenieure von Electrobin über mehrere Monate das Verbrauchsverhalten von verschiedenen Kunden im Detail analysiert und auf dieser Basis ein gemeinsames Modell für künftige Projekte in 2013 erstellt. Das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Installation der beiden Solaranlagen in Huesca. Die Anlagen wurden so dimensioniert, dass für die Kunden eine maximale Eigenverbrauchsquote und damit Energiekostenersparnis entsteht. Über 95% des Solarstroms, den die 76 Conergy PowerPlus Module am Tag produzieren, verbrauchen das Unternehmen und die Familie direkt. 

Somit benötigen sie tagsüber so gut wie keinen Strom aus dem Netz und decken sogar bis zu 35% ihres gesamten Energiebedarfs. Die Gestehungskosten des Sonnenstroms aus den Dachanlagen liegen bei rund 10 €-Cent pro Kilowattstunde (Leveraged Cost of Electricity Kalkulation, angenommene Laufzeit: 25 Jahre). Für Netzstrom müssten Unternehmen und Haushalt um diese Zeit und bei den heutigen Tarifen über 15 €-Cent pro Kilowattstunde zahlen. Somit stehen mit Hilfe des eigenen Kraftwerks auf dem Dach unterm Strich gut 5 €-Cent pro genutzter Sonnenkilowattstunde und insgesamt bis zu über einem Drittel weniger Kosten auf den Stromrechnungen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten