Donnerstag, 20. Dezember 2012

Solarmodule soweit das Auge reicht!


Der schweizerische Fachverband für Sonnenergie Swissolar lanciert zur Sonnenwende am 21.12.2012 ein Manifest für den Ausbau der Solarenergie. 2013 steht eine Reihe von politischen Entscheidungen an, welche die zukünftige Energieversorgung der Schweiz massgeblich prägen werden. Swissolar fordert rasch mehr Mittel für den Ausbau der Solarenergie sowie eine angemessene Rolle der Solarenergie in der Energiestrategie2050. 

Im Frühjahr 2013 beschäftigt sich das Parlament mit einer parlamentarischen Initiative zur raschen Freigabe von zusätzlichen Mitteln für erneuerbare Energien in Form von kostendeckender Einspeisevergütung (KEV). Swissolar fordert hier rasches Handeln. „Wir haben den Atomausstieg beschlossen und blockieren gleichzeitig Investitionen in erneuerbare Energien in Milliardenhöhe – das macht keinen Sinn“ gibt Swissolar-Präsident und Nationalrat Roger Nordmann zu bedenken. Die KEV-Warteliste zählt mittlerweile über 23'000 Projekte, rund 21'000 davon betreffen geplante Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung.

Die Kosten für Strom aus Photovoltaik-Anlagen sind in den letzten vier Jahren um über 60% gefallen. Mittlerweile bewegt sich der Produktionspreis einer Kilowattstunde Solarstrom zwischen 20 und 40 Rappen. Trotz dieser Preisentwicklung in Richtung Netzparität begrenzt der aktuelle Entwurf der Energiestrategie 2050 den Ausbau der Solarenergie. „Mit den aktuellen Begrenzungen müsste die Schweizer Solarbranche bis 2020 schrumpfen – wir würgen die eigene Industrie ab und verzichten selbstverschuldet auf die Kraft der Sonnenergie“ sagt Swissolar-Präsident Roger Nordmann.

Das Manifest richtet sich an alle, die ein Zeichen setzen wollen für eine Politik hin zu einer sicheren, sauberen und unabhängigen Energieversorgung der Schweiz – dank mehr Energieeffizienz und dem Einsatz von erneuerbaren Energien. Das Manifest fordert unter anderem:
  • Kostendeckende Einspeisevergütung ohne Begrenzung für alle erneuerbaren Energien
  • Tragende Rolle der Solarenergie in der Energiestrategie 2050 
  • Das Manifest ist unter der Adresse www.pro-solar.ch zu finden (und kann dort einfach unterschrieben werden).

Quelle: Swissolar / Bild: Solaranlage Wegmüller AG / Guntram Rehsche

Kommentare:

  1. Hier werden zur Situation Schweiz offensichtlich einfach Dinge geschrieben, welche mit Fakten nicht mehr das geringste zu tun haben. Zusammenfassung: Die Liste der KEV-Projekte schmilzt wie Schnee an der Sonne (originalzitat BFE). Dies gilt vor allem für Windprojekte wo es vielerorts keine Baubewilligungen gibt, nachdem kürzlich mögliche Gebiete bezeichnet worden sind. Nach 4 Jaren auf der KEV-Warteliste fallen generell unzählige Projekte gemäss Vorschriften weg. Man hat sich da einfach eine fiktive Parallelwelt aufgebaut und versucht diese mit allen möglichen Aussagen weiterhin aufrecht zu erhalten.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. würde man die Vergütungen endlich freigeben, würde die Zahl der Gesuche weiter ansteigen und nicht schmelzen. Ein Zubau von 700 MW PV pro Jahr (pro Kopf gleich viel wie in Deutschland) wäre auch in der Schweiz möglich. im übrigen wurden auch die blockierten Projekte nicht zum Spass eingereicht. Sie scheitern oft an bürokratischen Hürden oder in Kantonen, die noch immer Hand in Hand mit der Atomlobby operieren und am liebsten alles verhindern würden.

      Löschen
  2. ... Hand in Hand mit der Atomlobby....dies sind doch einfach nur noch verzweifelte Argumente. Beklagen Sie sich doch bei BR Leuthard und beim BFE, welche den Deckel draufhalten und dies aus Gründen, welche bekannt sind. Dies kann man unschwer auch aus dem Entwurf des Energiegesetzes entnehmen (und dieses stammt nun wirklich nicht von der Atomlobby, welche offenbar für alles den Kopf herhalten muss). Bei aufgegebenen Windprojekten, welche produktionsmässig am meisten ins Gewicht fallen, dürfte der Hauptgrund beim Widerstand von Pro Natura anzutreffen sein. Bitte mit etwas mehr Logik argumentieren. Das Prinzip NIMBY dürfte vermutlich einmal die Energieewende zum scheitern bringen in unserem dichtbesiedelten Land.

    AntwortenLöschen