Dienstag, 27. September 2011

Solarstrom vom Schuldach

Die Anlage auf dem Dach der Staatlichen Gewerbeschule für Metalltechnik mit Technischem Gymnasium (G17) im norddeutschen Wilhelmsburg bei Hamburg speist nicht nur Strom ins Netz ein, sondern steht Schülerinnen und Schülern für den praktischen Unterricht zur Verfügung.

Regenerative Energien sind für die G17 nicht erst seit dem Umwelthauptstadtjahr ein Thema. Bereits bei ihrer Gründung vor 25 Jahren hat die Schule ihnen einen eigenen Profilbereich gewidmet, der vor allem praktisch ausgerichtet ist. „Mit professionellen Anlagen zu verschiedenen regenerativen Energieerzeugungsarten ermöglichen wir Schülerinnen und Schülern einen praktischen Zugang zum Thema. Die aktuellen Messdaten machen den Unterricht anschaulich und bringen die Technik vom Dach ins Klassenzimmer“, sagt Schulleiter Wolf-Rüdiger Giersch.

Den besonderen Mehrwert würdigt auch Bildungssenator Ties Rabe: „Die Angebote der G17 bereiten Schülerinnen und Schüler optimal für den wachsenden Arbeitsmarkt im Bereich der erneuerbaren Energien vor. Die Erfahrungen, die sie mit der neuen Solaranlage sammeln, können sie später in ihrer beruflichen Praxis einsetzen.“ Dass Klima- und Ressourcenschutz aber nicht nur gelehrt und angewandt, sondern auch finanziert werden will, verdeutlicht Klaus Teichert, Sprecher der Geschäftsführung von SBH | Schulbau Hamburg: „Wirtschaftliche Investitionen in Klimaschutz und energetische Maßnahmen haben im Schulbau große Bedeutung. Deswegen haben wir als Gebäudeeigentümer das Dach der G 17 auch gerne als Produktionsstätte zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bietet Schulbau Hamburg weitere geeignete Möglichkeiten, auch an anderen Schulen vergleichbare Projekte zu realisieren.“

Die Anlage dient zwar zu Versuchszecken, speist aber gleichzeitig regulär Strom ins Netz ein. „Auf einer Fläche von rund 670 Quadratmetern produzieren über 520 Module jährlich etwa 85.000 Kilowattstunden Strom – das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 30 Haushalten“, erläutert Dr. Michael Beckereit, Geschäftsführer von HAMBURG ENERGIE. Die Anlage ist eine von vielen, die der städtische Energieversorger im Rahmen seines 10-Megawatt-Projekts realisiert hat – dennoch kommt ihr eine besondere Bedeutung zu: „Hier werden die Schülerinnen und Schüler ausgebildet, die wir als Fachkräfte im Bereich erneuerbare Energien dringend benötigen.“

Zusammen mit älteren Modulen verfügt die G17 jetzt über eine Solarleistung von etwa 120 Kilowatt peak. Damit werden knapp 40 Prozent des Bedarfs, den die Schule an elektrischer Energie hat, selbst gedeckt.

Quelle: Hamburgenergie

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