Freitag, 4. Dezember 2009

Japan macht vorwärts

Der Regierungswechsel wies in Richtung vermehrter Unterstützung der Erneuerbarern. Jetzt zeigen erste Grossprojekte, dass die Photovoltaik in Japan wirklich wieder an Boden gewinnt.

Die Toshiba Corporation (Tokyo, Japan) berichtet, das Unternehmen habe mit dem Energieversorger Tokyo Electric Power Company, Inc. (TEPCO; Tokyo, Japan) einen umfangreichen Vertrag über die Entwicklung eines großen Photovoltaik-Kraftwerks in Kawasaki (Präfektur Kanagawa) unterzeichnet, für das es auch Systemkomponenten bereitstellen werde (siehe Planbild). Das Solar-Kraftwerk mit dem Projektnamen "Ukishima Solar Power Plant" soll auf 11 Hektar städtischem Grund gebaut werden und eine Nennleistung von rund sieben Megawatt (MW) haben. Laut Pressemitteilung ist dies bereits der zweite Vertrag, den Toshiba über ein Solarkraftwerk im Multi-Megawatt-Maßstab geschlossen hat. Toshiba hatte im August 2009 einen Liefervertrag für ein 7,5 MW-Photovoltaik-Kraftwerk am Taketoyo Wärmekraftwerk in der Präfektur Aichi gemeldet.

Das Ukishima Solar Power Plant soll im Waterfront-Bezirk in Kawasaki gebaut werden und jährlich 7,4 Millionen Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produzieren. Dies würde die Emission von ungefähr 3.100 Tonnen CO2 verhindern, heißt es in der Pressemitteilung. Das Solar-Kraftwerk werde die erste Solaranlage im Portfolio von TEPCO und soll im Finanzjahr 2011 an das Netz gehen. Toshiba werde das Kraftwerk entwickeln und die gesamte Umsetzung übernehmen, von der Planung über die Beschaffung der Komponenten bis hin zum Bau. Der Gleichstrom der Photovoltaik-Zellen werde mit von der Toshiba-Gruppe entwickelten Stromwandlern in Wechselstrom umgewandelt. Die Wechselrichter haben laut Toshiba einen Wirkungsgrad von 97,5 %. In dem Solarkraftwerk sollen Module des Herstellers Sharp (Tokyo, Japan) zum Einsatz kommen.

Quelle: Toshiba Corporation

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